Ange / Varanda / Démarez – Legende der Drachenritter, Die – Band 7: Die Sonne wiedersehen

Band 1: [„Jaina“]http://www.buchwurm.info/book/anzeigen.php?id__book=3349
Band 2: [„Akanah“]http://www.buchwurm.info/book/anzeigen.php?id__book=3585
Band 3: [„Das leblose Land“]http://www.buchwurm.info/book/anzeigen.php?id__book=3826
Band 4: [„Brisken“]http://www.buchwurm.info/book/anzeigen.php?id__book=4153
Band 5: [„Schlossgärten“]http://www.buchwurm.info/book/anzeigen.php?id__book=4749
Band 6: [„Jenseits der Berge“]http://www.buchwurm.info/book/anzeigen.php?id__book=5143

_Story_

Das Übel breitet sich fortwährend aus und scheint auch vor einer großen Stadt in der Nähe des Vulkans nicht haltzumachen. Die vier Abgesandten der Drachenreiter unter der Führung der waghalsigen Vaune versuchen dennoch, die Chance zu nutzen und bei der Führung einen Evakuierungsbefehl für die ahnungslosen Bewohner zu erwirken.

Doch die Bereitschaft, den Drachenrittern eine Audienz zu gewähren, hält sich in Grenzen, da man ihren Behauptungen keinen Glauben schenkt. Stattdessen widmet man sich lieber den Sklavengeschäften und dem Missbrauch sämtlicher Menschenrechte, die selbst die wenig sensible N’Aria kaum mehr tolerieren mag. Als sie mit einigem Nachdruck dann endlich in die Gemächer des Adels gebeten werden, wird das Gespann gleich doppelt überrascht – einmal von der eigenen Naivität, und zum anderen von der Heimtücke des Adelsgeschlechts, das längst von der Seuche befallen ist, sich aber noch stärker als überlegene Rasse betrachtet. Die nächste Schlacht beginnt …

_Persönlicher Eindruck_

Nachdem die letzten Kapitel um den Orden der Drachenritter teilweise recht blutig und actionreich gezeichnet waren, scheint es in der aktuellen Episode wieder eine Spur gemäßigter und kontrollierter zuzugehen. Die neuen Charaktere wirken abgebrühter, und die Rahmenhandlung erweist sich auf den ersten Seiten als durchschaubares Politikum mit absehbaren Folgen. Allerdings hätte das Autorenteam Ange nicht schon so guten Zuspruch zu dieser Serie erlangt, wenn es ihnen in der Vergangenheit nicht so oft gelungen wäre, die gesamte Story immer wieder auf den Kopf zu stellen und mit unkonventionellen Konzepten eine Serie von bislang sechs unabhängigen Bänden mit geradezu gleich hoher Überzeugungskraft zu kreieren. Und diesbezüglich bildet auch „Die Sonne wiedersehen“ keine Ausnahme!

Die Geschichte entwickelt sich unter steigendem Tempos recht schnell zu einer ziemlich dramatischen Tragödie, die an vorderster Stelle natürlich von den jungfräulichen Rittern berichtet, gleichzeitig aber auch das Schicksal von versklavten, gerade mal pubertären Kindern aufrollt, welches unmittelbar mit dem gespenstischen Treiben in der Stadt zusammenhängt. Erst einmal unabhängig voneinander werden so die Geschichte der hoffnungslosen Drachenritter und ihrem hehren Plan sowie das Drama um ein junges Mädchen erzählt, welches in der Rolle als Dienerin von der bevorstehenden Bedrohung erfährt und gemeinsam mit einigen anderen Kindern die Flucht plant – doch dann kommt ihr eine teuflische Machtdemonstration des anrüchigen Adels in die Quere.

An sich gleicht die Handlung rein strukturell sehr stark der letzten Trilogie dieser Serie, gerade was das Erzähltempo betrifft. Nach einem kurzen Intro ist man erneut von einer äußerst brisanten Ausgangssituation umgeben, die von den Autoren konsequent genutzt wird, um ein sehr actionreiches, in diesem Sinne aber nicht plumpes Storyboard zu erstellen. Die Drachen greifen lebendiger als zuvor in den Plot ein, auf allen Handlungsebenen wird die Dramaturgie verschärft, und selbst wenn Vaune als Hauptcharakter nicht immer überzeugend ist, so sind auch die Figuren in „Die Sonne wiedersehen“ zum wiederholten Male sehr individuell und außergewöhnlich – und davon profitiert die Story in diesem Fall definitiv am meisten.

Grafisch ist ferner alles bestens. Die Jungfrauen erfreuen sich einiger freizügiger Darstellungen, die Action wird darüber hinaus ziemlich effektvoll untermalt, und auch die verwandelten Unterdrücker – konzeptionell ein Markenzeichen dieser Reihe – machen optisch eine Menge her. Die Kombination ist demzufolge stimmig, die Story selber überzeugend. Damit setzt sich der positive Trend serienintern weiter fort und macht „Die Legende der Drachenritter“ mittlerweile auch zu einem der wichtigsten und besten Formate im Fantasy-Programm des |Splitter|-Verlags – eine Feststellung, die zu Debützeiten sicher noch nicht absehbar war, dafür heute aber umso erfreulicher ist!

|Originaltitel: La geste des chevaliers dragons – Revoir le soleil
48 Farbseiten, gebunden
ISBN-13: 978-3-939823-41-4|
http://www.splitter-verlag.de/

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