Anton, U. / Hoffmann, H. / Haensel, H. / Effenberger, S. A. / Hagitte, Chr. / Bertling, S. – Jenseits der Hoffnung (Perry Rhodan – Sternenozean, Folge 24)

_Samenspender, vergewohltätigt_

|Lübbe Audio| vertont die Abenteuer des Kadetten Kantiran und des Sternenadminstrators Perry Rhodan, die in der Unterserie „Sternenozean“ im |Perry Rhodan|-Universum spielen. Bislang sind vierundzwanzig Hörspiele veröffentlicht, doch will |Lübbe| offenbar vierzig Hörspiele produzieren. Dies ist die vierte Staffel.

Folge 19: Unbekannte Mächte zapfen die sechsdimensionale Energie der toten Superintelligenz ARCHETIM in der Sonne an. Als im Rahmen der „Operation Kristallturm“ ein Forschungsschiff zur Aufklärung dieser Vorkommnisse startet, entdeckt TLD-Agentin Mondra Diamond einen gefährlichen Saboteur an Bord …

Folge 20: Zephyda hat einen Konvent einberufen und soll zur stellaren Majestät der Motana ausgerufen werden. Währenddessen erspürt die geheimnisvolle Schildwache Lyressea ihre Schwester in einer Asylkapsel unterhalb der Stadt Kimte. Als sie Perry Rhodan in das Land unter dem Teich führt, wird beiden klar, dass Kimte in wenigen Minuten die Vernichtung droht …

Folge 21: Kantiran, Perrys Sohn, ist in der Millionenstadt Vhalaum untergetaucht, um endlich Shallowain, den Mörder seiner Freundin, zu stellen. Er ahnt nicht, dass sein einstiger Lehrer junge Arkoniden als Attentäter anwirbt und auf unschuldige Terraner ansetzt. Schon bald gerät Kantiran selbst in das Fadenkreuz Shallowains …

Folge 22: Auf der Suche nach dem legendären Paragonkreuz geraten Perry Rhodan und Atlan in schwere Weltraumschlachten mit den verfeindeten Kybb-Traken. Am Dom der Schutzherren angelangt, bewahrt ein uralter Lehmmensch ein kostbares Erbe. Kann er ihnen bei dem Kampf helfen? Oder müssen die Gefährten vor der Übermacht der Kybb-Jäger kapitulieren?

Folge 23: Die Expedition der terranischen Flotte in die Magellansche Wolken kann endlich beginnen. Doch die Situation an Bord ist gespannt, da auch die arkonidische Gesandte Ascari da Vivo, Kantirans Mutter, teilnimmt. Darüber hinaus scheint der für den Weiterflug wichtige Weltraumbahnhof |Morgenrot-5| von mysteriösen Kräften befallen zu sein. Wird der Weg nach Magellan dennoch gelingen?

Folge 24: Die Besatzung der |Schwert| sieht sich nach ihrer Flucht durch die |Distanzspur| einer übermächtigen Flotte von Kybb-Titanen gegenüber. Die Stellare Majestät Zephyda ist jedoch am Ende ihrer psionischen Kräfte; aber kurz vor dem endgültigen Zusammenbruch kommt unseren Helden ein Wesen zu Hilfe, das aus dem ausgerotteten Volk der Shoziden zu stammen scheint …

_Die Reihe_

„Perry Rhodan“ ist die größte SF-Heftchen- und Roman-Reihe der Welt. Eine Vielzahl von Autoren schreiben seit Jahrzehnten für die Reihe, und koordiniert wird dieser Aufwand vom |Pabel|-Verlag in Rastatt. Auch Andreas Eschbach fühlte sich geehrt, einen oder zwei Bände beitragen zu dürfen.

Es gab vor der aktuellen |Lübbe-Audio|-Reihe schon Vertonungen der PR-Silberbände, doch nicht in der stilvollen Inszenierung des |STIL|-Tonstudios. Die Vorlage für das vorliegende Abenteuerhörspiel lieferten die Romane „Die Distanzspur“ von Uwe Anton, „Im Arphonie-Sternhaufen“ von Horst Hoffmann und „Jenseits der Hoffnung“ von Hubert Haensel.

Die 1. Staffel:

1) [Der Sternenbastard]http://www.buchwurm.info/book/anzeigen.php?id__book=3030
2) [Die Mascantin]http://www.buchwurm.info/book/anzeigen.php?id__book=3031
3) [Der Hyperschock]http://www.buchwurm.info/book/anzeigen.php?id__book=3035
4) [Planet der Mythen]http://www.buchwurm.info/book/anzeigen.php?id__book=3058
5) [Havarie auf Hayok]http://www.buchwurm.info/book/anzeigen.php?id__book=3263
6) [Das Blut der Veronis]http://www.buchwurm.info/book/anzeigen.php?id__book=4468

Die 2. Staffel:

7) [Der Gesang der Motana]http://www.buchwurm.info/book/anzeigen.php?id__book=3627
8) [Sonderkommando Kantiran]http://www.buchwurm.info/book/anzeigen.php?id__book=3639
9) [Tau Carama]http://www.buchwurm.info/book/anzeigen.php?id__book=3656
10) [Überfahrt nach Curhafe]http://www.buchwurm.info/book/anzeigen.php?id__book=3664
11) [Entscheidung in Vhalaum]http://www.buchwurm.info/book/anzeigen.php?id__book=3682
12) [Die Femesängerin]http://www.buchwurm.info/book/anzeigen.php?id__book=3699

Die 3. Staffel:

13) [Der Flug der Epha-Motana]http://www.buchwurm.info/book/anzeigen.php?id__book=4589
14) [Terraner als Faustpfand]http://www.buchwurm.info/book/anzeigen.php?id__book=4592
15) [Die Sekte erwacht]http://www.buchwurm.info/book/anzeigen.php?id__book=4595
16) [Der Todbringer]http://www.buchwurm.info/book/anzeigen.php?id__book=4609
17) [Kampf um den Speicher]http://www.buchwurm.info/book/anzeigen.php?id__book=4633
18) [Die mediale Schildwache]http://www.buchwurm.info/book/anzeigen.php?id__book=4661

Die 4. Staffel:

19) [Operation Kristallsturm]http://www.buchwurm.info/book/anzeigen.php?id__book=5339
20) [Das Land unter dem Teich]http://www.buchwurm.info/book/anzeigen.php?id__book=5392
21) [Attentat auf Hayok]http://www.buchwurm.info/book/anzeigen.php?id__book=5422
22) [Kybb-Jäger]http://www.buchwurm.info/book/anzeigen.php?id__book=5429
23) [Auf dem Weg nach Magellan]http://www.buchwurm.info/book/anzeigen.php?id__book=5449
24) Jenseits der Hoffnung

_Die Sprecher/Die Inszenierung_

Erzähler: Christian Schult (Richard Belzer in „Law & Order: New York“)
Perry Rhodan: Volker Lechtenbrink (Schauspieler, Sänger, Synchronsprecher)
Atlan: Volker Brandt (Stimme von Michael Douglas)
Rorkhete: Charles Rettinghaus (Jean-Claude van Damme)
Lyressea: Yara Blümel-Meyers (‚Aura Institoris‘ in den Hörspielen zu „Die Alchimistin“)
Zephyda: Claudia Urbschat-Mingues (Angelina Jolie, Kristanna Loken, Maria Bello)
Echopage: Olaf Baden
General Traver: Klaus-Dieter Klebsch (Alec Baldwin, Gabriel Byrne)
Sowie Thorsten Van Der Aik, Rudolf Hartmann, Malah Helman und Klaus Herbert.

Volker Lechtenbrink wurde 1944 in Cranz/Ostpreußen geboren. Bereits als Achtjähriger sprach er im Kinderfunk und stand zwei Jahre später auch schon auf der Bühne. 1959 wurde er durch den Antikriegsfilm „Die Brücke“ (Regie: Bernhard Wicki) bundesweit bekannt. Er besuchte die Schauspielschule in Hamburg und ist heute in zahlreichen TV-Serien zu sehen. Darüber hinaus ist er am Theater tätig, geht auf Tourneen oder wirkt als Intendant. (Verlagsinfo)

Die Hörspieladaption stammt von S. A. Effenberger. Regie, Musik, Ton und Programmierung lagen in den Händen von Christian Hagitte und Simon Bertling vom Ton-Studio |STIL|. „Die Musik wurde exklusiv für die Perry-Rhodan-Hörspiele komponiert und vom Berliner Filmorchester unter der Leitung von Christian Hagitte live eingespielt. Die elektronischen Klänge und Effekte wurden speziell für die Hörspiele vom |STIL|-Team durch den Einsatz von Computertechnik generiert“, heißt es im Booklet. Executive Producer der Reihe ist Marc Sieper.

Am Schluss erklingt der Song „Post #1“ von |Radiopilot|. Musik und Text stammen von Lukas Pizon und Rafael Triebel. Mehr Info: www.radiopilot.de und MySpace.

_Vorgeschichte_

Die Lage des Jahres 1332 Neuer Galaktischer Zeitrechnung ist in der Galaxis so bedrohlich und zugleich offen wie seit Jahren nicht mehr. Und alles bewegt sich auf eine einzige Veränderung hin: die Erhöhung des Hyperphysikalischen Widerstandes, kurz Hyperimpedanz genannt. Dieser „Hyperimpedanzschock“ trifft die Galaxis mehrfach. Durch ihn fällt jede hochwertige Technologie aus. Dies kündigt sich durch eine stark verminderte Höchstgeschwindigkeit der Raumschiffe und eine reduzierte Reichweite des interstellaren Hyperfunks an. Auch das Gesicht der Galaxis verändert sich. Durch die Hyperimpedanz ausgelöst, kommt es zu schweren Hyperstürmen und Raumbeben. Bisher unter Hyperkokons verborgene Sternenhaufen stürzen in die Galaxis zurück.

In dieser Zeit sind Perry und Atlan noch immer im Sternenozean von Jamondi verschollen, jenem optisch nicht wahrnehmbaren Sternhaufen, der direkt neben dem Sektor Hayok aufgetaucht ist – aus einem Hyperkokon, in den er offenbar seit Jahrmillionen gehüllt war. Es gibt Verbindungen zwischen der Galaxis und Jamondi, die sich den Menschen bisher noch nicht erschließen. Fieberhaft arbeiten terranische Wissenschaftler an Erklärungen für die angestiegene Hyperimpedanz.

|Unterdessen im Jamondi-Sternenozean.|

Im Jahr 1332 NGZ sind Perry und Atlan, die beiden Unsterblichen und ehemaligen Ritter der Tiefe, noch immer im Jamondi-Sternenozean unterwegs. Seite an Seite mit den menschenähnlichen Motana und dem Nomaden Rorkhete stehen sie im Kampf gegen die Herrscher des Sternenhaufens, die Kybb – kybernetische, igelähnliche Wesen. Ein Kontakt mit Terra ist nicht möglich – siehe oben.

Nach großen Anfangserfolgen ihres Aufstandes zerplatzt die Zuversicht der Rebellen, als sie erstmals den übermächtigen Kybb-Traken gegenüberstehen. In einem einzigen Gefecht über dem Planeten Baikhal Cain geht den Motana eine große Zahl ihrer bionischen Kreuzer an die Kybb verloren (Folge 18). Nachdem Perry während der Kämpfe die geheimnisvolle Schildwache Lyressea aus ihrer zeitlosen Asylkapsel auf Baikhal Cain befreit hat, sind die Gefährten nach Tom Kartay, der einzigen freien Motana-Welt, zurückgekehrt, um den Kampf gegen die Kybb fortzuführen.

Damit die Revolte nicht stirbt, bevor sie so richtig begonnen hat, wird ein Konvent der über 300 Planetaren Majestäten einberufen, der die junge Motanafrau Zephyda zur Stellaren Majestät erheben soll. Nur unter ihrem Kommando vereint können die Motana den Befreiungskrieg gegen die Kybb führen, den sie sich in den langen Jahren der Unterdrückung immer erhofft haben. Einzige Kandidatin für das Amt ist Zephyda. Nach ihrer Wahl erklärt sie den Kybb den Krieg.

|Die Sternenwachen|

Der Krieg dient der Wiederherstellung der freiheitlichen Zustände, die vor dem Krieg gegen die Schutzherren vor sieben Millionen Jahren herrschten. Den Schutzherren zur Seite standen die sechs Schildwachen. Diese werden nun von Perry und seinen Gefährten wiedererweckt und auf der Welt Tan Jamondi II zusammengeführt. Doch um Perry und Atlan zu neuen Schutzherren ernennen zu können, fehlt das Paragonkreuz. Es befindet sich im Arphonie-Sternhaufen. Sie müssen vor Kybb-Titanen fliehen. Über ein Wurmloch der Kybb, eine Distanzspur, gelangt die |Schwert| in diese Zone, nur um festzustellen, dass hier der Teufel los ist …

_Handlung_

Während die |Schwert| durch das Kybb-Phänomen der Distanzspur rast, droht sie beinahe auseinanderzufallen. Ebenfalls wenig beruhigend ist die Beobachtung, dass diese Distanzspur hinter ihnen zerfällt. Es gibt keinen Weg zurück. Als sie endlich ankommen, ist Zephyda, die das Schiff mit Gedankenkraft vorantreibt und steuert, wie erschlagen.

Der Bordcomputer meldet mehr als 6000 fremde Schiffe im Umfeld der roten Riesensonne. Aber wenigstens haben diese Kybb sie noch nicht geortet, deshalb können sie sich schnell im Asteroidengürtel verstecken. Während sich Zephyda einen Erholungsschlaf gönnt, erfährt Perry von der badenden Schönheit Lyressea, der Medialen Schildwache, dass sie sich im Arphonie-Sternhaufen befinden. Hier befindet sich nicht nur das Paragonkreuz, sondern die Festung des Erzfeindes Takazani.

Der Bordcomputer meldet, dass offenbar eine Schlacht im Umfeld der roten Sonne bevorsteht. Kaum gesagt, materialisieren bereits 400 weitere fremde Schiffe im Raum. Und weitere Invasoren treffen ein, die seltsamerweise genauso aussehen wie die |Schwert|, aber viel größer sind. Möglicherweise sind es ebenfalls Motana. Aber wo sollen die herkommen?

Zwei Kybb-Titanen eröffnen das Feuer auf die Neuankömmlinge, und die Raumschlacht beginnt. Vorsichtshalber fährt die |Schwert| ihre Schilde auf Maximum hoch. Das erweist sich als klug, denn es dauert nicht lange, und Trümmer von Schiffen und Asteroiden fliegen ihr links und rechts um den Rumpf. Als ein Tasterimpuls auf das Schiff trifft, ist klar, dass sie entdeckt worden sind. Aber von wem? Ganz egal, sie müssen auf jeden Fall weg.

Ein Kybb-Titan nähert sich ihnen, beschossen von den unbekannten Invasoren. Die Schilde drohen unter dem Beschuss zusammenzubrechen. Doch Zephyda ist noch zu erschöpft, um Gegenwehr zu leisten oder das Schiff ausreichend beschleunigen zu können. Als sie bewusstlos zusammenbricht, ist die |Schwert| manövrierunfähig. Da dockt ein Invasorenschiff der fremden Motana an und nimmt die |Schwert| huckepack. Nach einem Raumsprung kommen die Passagiere der |Schwert| wieder zu sich, im Orbit um eine kleine gelbe Sonne. Aber wer sind ihre Retter?

_Mein Eindruck_

Dieses Abenteuer unserer Kreuzritter ist eindeutig dreigeteilt. Der Auftakt beginnt furios mit einer veritablen Raumschlacht. Dabei spielen die Motana jedoch nur Mäuschen auf der Zuschauertribüne. Schwierig wird es für sie (uns uns), die drei beteiligten Parteien an der Raumschlacht auseinanderzuhalten. Von seltsamen „Zylinderdisks“ ist die Rede. Auf der einen Seite stehen die Kybb, ganz klar. Auf der anderen tauchen zwei unbekannte Raumflotten auf. Und das Schiff der einen davon nimmt unsere Helden huckepack, um es vor den attackierenden Kybb zu retten.

|(Vorsicht, Spoiler!)|

Die Welt der Retter entpuppt sich als Lebensbereich der Shoziden, deren Spezies bekanntlich Rorkhete angehört, der treue Begleiter Perrys und Atlans. Man kann sich vielleicht Rorkhetes Überraschung vorstellen, der sich die ganze Zeit als letzter Mohikaner seiner Spezies betrachtet hat. Er hat sich mit einem einsamen Leben ohne Partner abgefunden – und nun stößt er auf einen ganzen Planeten davon!

Der Planet namens Graugischt steht unter dem Kommando einer Schutzflotte, die offenbar einen Angriff der Kybb erwartet. Es herrscht Alarmstufe Rot. Folglich wollen die Neuankömmlinge um Perry und Zephyda möglichst schnell wissen, welches Schicksal sie erwartet. Doch General Traver, der Raumflottenkommandeur, sträubt sich, mit der Wahrheit herauszurücken. Selbst dann noch, als die Mediale Schildwache, sozusagen die höchste Instanz unter den Herrschern des Jamondi-Sternenozeans, eine Antwort verlangt, weigert sich Traver seltsamerweise, diese Auskunft zu geben. Der Grund wird erst später klar. Perry & Co. sind gehörig frustriert.

Doch Rorkhete hält von diesem Palavern nicht viel, stattdessen vertritt er sich die Beine auf seiner neuen Welt und macht einen Spaziergang. Schon bald entdeckt ihn ein ebenso einsames Frauenzimmer und lädt ihn zu sich ein. In Rorkhete machen sich bislang unbekannte Regungen bemerkbar. Die weibliche Gesellschaft ist dem Gentleman Rorkhete angenehm, und er gibt bereitwillig über sich Auskunft. Zu seinem Erstaunen erfährt er von Krete, dass es unter den Shoziden einen eklantanten Mangel an auswärtigen Männern gebe und die Frauen von Graugischt händeringend nach Männern wie Rorkhete Ausschau halten, damit es keine weitere Inzucht gebe.

Rorkhete fühlt sich geschmeichelt, und ein neuartiges Kribbeln macht sich in ihm breit, das er höchst angenehm findet. Aber er ahnt noch nicht, was auf ihn zukommt, versteht er doch die Tragweite der Worte noch nicht. Selbst dann noch, als Krete ihre Geschlechtsgenossinnen herbeiruft und sie ihn alle mit Schmeicheleien verwöhnen, bis ihm ganz schwindlig wird, ahnt er noch nichts. Das ändert sich erst, als sie ihm freundlich, aber unerbittlich die Kleider vom Leib reißen …

_Die Inszenierung_

Im Rahmen einer guten Radiostunde erlebt der Hörer hier ein mal mehr, mal weniger actiongeladenes Drama, das es in puncto Produktionsqualität mit einer Star-Wars-Episode aufnehmen kann. Die SF-Handlung, kombiniert mit Fantasyelementen – immer wieder sind Psikräfte am Werk -, weiß für flotte Unterhaltung zu sorgen.

So fangen Sternenopern an: mit einer schmissigen Titelmelodie und raunenden Stimmen, die Schicksalhaftes verkünden. Ein Erzähler wie Christian Schult hat eine recht hohe Autorität und wir glauben ihm seine Geschichte nur allzu gern, wenn er von der Flucht Perrys und Atlans erzählt. Atlan klingt wie Michael Douglas. Ihm und Volker Lechtenbrink als Perry Rhodan nehme ich die Actionhelden ab.

Die Figur des Rorkhete hat im Verlauf der vierten Staffel laufend an Bedeutung gewonnen, und mit seinem Sprecher Charles Rettinghaus drängt sich die deutsche Stimme von Jean-Claude van Damme in den Vordergrund. Die Action, die ich von ihm erwartet habe, ist zwar eingetreten, aber ein wenig anders als gedacht: Rorkhete betätigt sich nun als Samenspender für die Ladys der Shoziden.

|Geräusche|

Die größte akustische Leinwand bemalen jedoch die tausend elektronisch erzeugten Sounds, die der ganzen Handlung erst das kosmische Science-Fiction-Feeling verleihen. Ohne sie könnte es sich ebenso gut um Fantasy auf einem fernen Planeten handeln, wie sie zum Beispiel Jack Vance fabriziert hätte. Diese Sounds kommen besonders in der Raumschlacht zum Tragen. Hier könnte ich mir sehr gut einige charakteristische Sound-Samples aus |Star Trek| oder |Star Wars| vorstellen, doch diese Vorgaben vermeiden die Sounddesigner mit peinlicher Genauigkeit. Sie hätten ja sonst womöglich Lizenzgebühren zahlen müssen.

|Musik|

Insgesamt sind die Musik und die Geräuschkulisse eine ganze Menge Aufwand für eine simple Sternenoper, aber es lohnt sich: Das Hörspiel klingt höchst professionell produziert. Ich könnte Gegenbeispiele nennen, in denen die Musikbegleitung in die Hose ging, aber sie stammen alle nicht vom Studio |STIL|.

|Song|

Am Schluss erklingt der Song „Post #1“ der deutschen Band |Radiopilot|. Mit dreieinhalb Minuten ist er von durchschnittlicher Popsonglänge. Nach den obligaten Perry-Rhodan-Zitaten hören wir einen elektronisch verzerrten deutschen Text von erstaunlicher Banalität. Er ist mit einem Drum-&-Bass-Rhythmus unterlegt, der wie ein stockender Herzschrittmacher klingt, welcher gerade den Geist aufgibt. Ich kann nicht behaupten, dass ich diesen Song sonderlich eindrucksvoll fand. Aber wahrscheinlich soll das Ganze unheimlich innovativ wirken.

|Das Booklet …|

… umfasst neben den oben genannten Credits auch jede Menge Werbung für die vorhergehenden Episoden der Serie. Außerdem findet sich in der CD-Box ein Einleger mit Werbung für die Band |Radiopilot|. Offenbar findet hier eine Art Reklameaktion auf Gegenseitigkeit statt. Das interessiert mich aber nicht die Bohne. Am wichtigsten ist im Booklet die Sektion „Was bisher geschah …“, die eine Zusammenfassung dessen gibt, was der Hörer für die vorliegende Episode an Vorgeschichte wissen muss.

_Unterm Strich_

Nach einem sehr dramatischen Auftakt findet dieses Abenteuer eine recht erotisch-ausgelassene Fortsetzung, die mit Rorkhete Auftritt als Samenspender unter der Damenwelt der Shoziden ihren, ähem, Höhepunkt findet. Dass die nachfolgende Raumschlacht sich als groß angelegtes Täuschungsmanöver General Travers entpuppt, hat mich dann nicht mehr so wahnsinnig überzeugt. Wer bringt es schon fertig, eine ganze Welt zu kopieren? Rorkhete jedenfalls verachtet mit Recht die „Attrappen“ des Generals – und wir auch. Denn wozu wäre dann das ganze Liebesspiel gut gewesen?

|Ausblick|

Am Schluss gibt es noch viel zu tun. Eine weitere Schutzherrin erwartet die Abenteurer alias Kreuzritter auf dem echten Planeten Graugischt. Mit ihrer Hilfe können sie vielleicht den Angriff auf die Festung Parrak starten und das Paragonkreuz zurückerobern. Aber ob dann der Jamondi-Sternenozean wirklich frei sein wird, steht zu bezweifeln.

Jugendliche beiderlei Geschlechts zwischen 14 und 17 Jahren dürften sich rasch mit den Helden identifizieren, und das ist eine der besten Voraussetzungen, ein treues Publikum aufzubauen.

|64 Minuten auf 1 CD
ISBN-13: 978-3-7857-3600-5|
http://www.perryrhodan.org
http://www.luebbe-audio.de
http://www.stil.name
http://www.perry-rhodan-game.com
[Ausführlicher Überblick über diesen Zyklus der Heftromanserie]http://www.perrypedia.proc.org/Der__Sternenozean__%28Zyklus%29

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