Bear, Greg – Äon

_Visionäres SF-Abenteuer – mit geklauten Ideen_

Als eines Tages im Jahr 2000 im Sonnensystem ein hohler Asteroid auftaucht, erkunden ihn die Amerikaner als Erste, vor den Russen. Die siebte und letzte Kammer des Steins enthält einen Dimensionskorridor, der zu einer Parallelerde führt, die nach einem Atomkrieg unterging. Diese ernste Warnung sollte man beachten, doch der Verlauf der Ereignisse auf dem irdischen Stein lässt schnell Zweifel an dem Überlebenden unserer eigenen Erde aufkommen.

_Der Autor_

Greg Bear gehört in die gleiche Liga von Hard-Science-Fiction-Autoren wie David Brin, Gregory Benford und Larry Niven, allerdings mit einem Unterschied: Er hat keinen Abschluss als Physiker gemacht, sondern sich einfach hochgearbeitet, jedoch mit steigendem Erfolg. Seinen internationalen Durchbruch erzielte er mit dem Roman „Blutmusik“ und dem vorliegenden „Äon“.

Greg Bear wurde 1951 in San Diego, einer wichtigen US-Marinebasis, geboren und studierte dort englische Literatur. Unter den Top-Hard-SF-Autoren ist er der einzige, der keine naturwissenschaftliche Ausbildung hat. Seit 1975 als freier Schriftsteller tätig, gilt er heute dennoch als einer der ideenreichsten wissenschaftlich orientierten Autoren.

Sein „Das Darwin-Virus“, der hierzulande zuerst in einem Wissenschaftsverlag erschien, wurde zu einem preisgekrönten Bestseller. Erst damit konnte sich Bear aus dem Science-Fiction-Ghetto herausschreiben, so dass man ihn heute ohne weiteres mit Michael Crichton vergleicht. Nur dass Bear da anfängt, wo Crichton aufhört. Im Jahr 2004 erschienen bei uns „Die Darwin-Kinder“, die Fortsetzung von „Darwin-Virus“, sowie die Romane „Jäger“ und „Stimmen“. 2006 erschienen die Taschenbuchausgabe von „Die Darwin-Kinder“ sowie der Roman „Quantico“.

Bear hat eine ganze Reihe von Science-Fiction- und Fantasyzyklen verfasst. Die wichtigsten davon sind (HSF = Heyne Science Fiction):
– Die Thistledown-Trilogie: Äon (HSF 06/4433), Ewigkeit (HSF 06/4916); Legacy (bislang unübersetzt).
– Der Amboss-Zyklus: Die Schmiede Gottes (HSF 06/4617); Der Amboss der Sterne (HSF 06/5510).
– Der Sidhe-Zyklus: Das Lied der Macht (06/4382); Der Schlangenmagier (06/4569).

Weitere wichtige Werke: „Blutmusik“ (06/4480), „Königin der Engel“ (06/4954), „Slant“ (06/6357) und „Heimat Mars“ (06/5922). Er hat zudem Beiträge für die Buchreihen des Foundation-, Star-Trek- und Star-Wars-Universums geschrieben.

_Handlung_

Am Anfang des 21. Jahrhunderts taucht im Visier der Erdastronomen plötzlich ein rätselhafter, hohler Asteroid auf, der die Erde in weiter Entfernung umkreist. Aufgrund seiner Beschaffenheit kann er nicht natürlichen Ursprungs sein. Die pionierhaften Amerikaner landen als Erste auf dem Stein, nehmen ihn in Besitz und kommen aus dem Staunen nicht mehr heraus: Die letzte der sieben Kammern im Stein, die voller technologischer Wunder stecken, hat nämlich kein Ende – sie führt in einen endlosen Raumzeitkorridor.

Die Mathematikerin Patricia Vasquez, die von der Beraterin des US-Präsidenten die höchste Sicherheitsfreigabe erhalten hat, soll im Jahr 2004 das Rätsel dieses Korridors erkunden. Sie arrangiert sich mit dem höchsten Verwaltungsbeamten des Steins, Lanier, und erkundet unter anderem eine Singularität (= Schwarzes Loch), die man in der sechsten Kammer entdeckt hat. Die Technik der Steinler war offensichtlich sehr fortgeschritten. Sie ahnt nicht, dass inzwischen einer der Steinler, ein Wesen namens Olmy, von der eine Million Kilometer entfernt im Korridor gelegenen Achsstadt ausgesandt worden ist, um die neuen Bewohner von Thistledown, dem Stein und seiner Stadt, zu untersuchen …

In den höchst geheimen Bibliotheken der vor fünfhundert Jahren verschwundenen Steinbewohner versuchen die Wissenschaftler nun das Rätsel seiner Herkunft und seines Schicksals zu ergründen. Der Stein kommt von der Erde eines anderen Universums, deren geschichtliche Entwicklung fast mit der unseren identisch ist. Zur Bestürzung der Forscher war die Geschichte dort schon weiter vorangeschritten: Stein und Korridor sind erst nach einem Atomkrieg von den Überlebenden geschaffen worden, sie kommen also aus unserer Zukunft, als Warnung. Und dieser Atomkrieg ist nur noch wenige Wochen entfernt!

|Der „Tod“|

Trotz dieses brisanten Wissens, das der ganzen Welt zur Warnung dienen sollte, können die wenigen Eingeweihten die Katastrophe auch bei uns nicht verhindern. Russische Militärs, die den Stein nicht als den Besitz der tonangebenden Amis anerkennen, versuchen, sich seiner durch einen schwer bewaffneten Angriff zu bemächtigen – und lösen so auf der Erde den von den Steinlern prophezeiten Krieg aus. In den Annalen der Steinbewohner ist er als der „Tod“ verzeichnet. Es gab zuvor schon den „Kleinen Tod“. Nun jedoch ist der Tod ziemlich endgültig. Nur wenige Menschen überleben, vor allem auf der Südhalbkugel und in Raumstationen.

Das militärische Geschehen setzt sich auf dem Stein fort, denn auch die Amerikaner haben sich illegal bewaffnet. Nach einigen harten Gefechten kommt es endlich zu einem Waffenstillstand, und eigentlich könnte nun Ruhe einkehren, doch die drei Politkommissare der Russen gönnen dem neuen Kommandeur Pawel Mirski keine Ruhe. Sie wollen den Stein und die Bibliothek mit ihren unglaublichen Wissensschätzen in ihre Gewalt bringen und die Amerikaner bekämpfen, um der Revolution zum Sieg zu verhelfen. Die rote Fahne soll auf dem Stein gehisst werden. Doch Pawel Mirski hat von der Bibliothek viele Sprachen gelernt und die Geschichte der Zukunft studiert. Er weiß, wer den Atomkrieg herbeigeführt und wie viele Milliarden Opfer der „Tod“ gefordert hat. Als er die Politkommissare in der Bibliothek vom Frieden zu überzeugen versucht, erschießen sie ihn.

Aber er stirbt nicht, denn die hoch entwickelte Bibliothek hat einen automatisierten Selbstverteidigungs- und Rettungsdienst, der Mirskis halb weggeschossenen Kopf wieder repariert, mit Nanogewebe. Also kann Mirksi nach Tagen der Unsicherheit aus der abgeschotteten Bibliothek zurückkehren und seine Anhänger vor der Gefahr, die von den Politkommissaren ausgeht, warnen. Er selbst entlässt sich in den Ruhestand.

|Fremdlinge|

Unterdessen sind aus dem Korridor ehemalige Steinbewohner aufgetaucht, die von der Axis City in einer Million Kilometer Entfernung kommen. Dieser Agent namens Ser Olmy hat erkannt, dass Patricia Vasquez genial genug ist, um den Antrieb in Kammer Nr. 6 wieder in Betrieb zu nehmen und den Korridor, einen Dimensionsschlauch um eine Singularität herum, wie eine Straße als Fortbewegungsmittel zu benutzen. Was er Patricia nicht sagt: Ihr künftiger Schüler Korzenowski war eine genialer Ingenieur, der Axis City schuf und eine Partei von Technikfanatikern ins Leben rief. Doch jetzt befindet sich Axis City im Krieg mit feindlichen Aliens, den Jarts, und politische Lösungen sind gefragter als Techniklösungen.

Ser Olmy entführt also Patricia Vasquez nach Axis City, und eine Rettungsexpedition unter Laniers Führung soll die Entführte zurückholen. Es wird für alle eine Reise voller Überraschungen. Doch auch die Zeit für den „Stein“ läuft ab …

_Mein Eindruck_

Die ersten zwei Drittel von „Äon“ strotzen nicht gerade vor Originalität, im Gegenteil: Das BDO – big dumb object – kommt schon in Arthur C. Clarkes klassischem SF-Roman „Rendezvous mit Rama“/“Rendezvous mit 31/439“ vor, und dass uns eine Warnung aus der Zukunft erreicht, erlebt man wesentlich glaubwürdiger in Gregory Benfords wunderbarem Roman [„Zeitschaft“.]http://www.buchwurm.info/book/anzeigen.php?id__book=1222 Bear setzt diese beiden Elemente in den Kontext des Kalten Krieges.

Klischeehafte Politkommissar-Russen, wie sie vielleicht noch um 1984 existiert haben mögen, müssen für fast alle Übel herhalten, die unsere Helden ereilen. Lediglich Pawel Mirski, der nach der Invasion ihr Kommandeur wird, erweist sich als sehr lernfähig und verändert sich – auch physisch. Von Mirski, der als eine der wenigen Figuren über eine durchgehende Lebensgeschichte verfügt, darf der Leser noch einiges erwarten, zumindest in „Ewigkeit“, der Fortsetzung von „Äon“.

Die Amerikaner sind auch nicht viel besser, aber zumindest Garry Lanier und Patricia Vasquez, die in mancherlei Hinsicht die wichtigste Figur des Romans ist, erhalten Konturen, die über die Zweidimensionalität hinausgehen. Es erscheint mir nur konsequent, wenn sich die beiden sowohl seelisch als auch körperlich näher kommen. Es gibt zwei einfühlsam geschilderte Sexszenen im Roman, und an beiden ist Garry Lanier beteiligt, der Glückspilz. Beide Male wird ein seelisch-körperlicher Notstand behoben – na, wenn das keine gute Ausrede für Liebemachen ist.

|Axis City|

Und dann gibt es da noch die Zukünftigen. Sie blicken auf unsere Zeit aus dem Abstand von 1300 Jahren zurück, haben sich in mehrere Unterspezies aufgespalten: Da gibt es die konservativen Homomorphen, also die Menschgestaltigen, und die Neomorphen, die entweder auf einen Körper ganz verzichten oder die sich nur eine körperliche Hülle, ganz gleich von welcher Gestalt, zu bestimmten Zwecken zulegen. Sie können ihre Persönlichkeit auch aufspalten, auf die so genannten Partiellen, um gleichzeitig an mehreren Orten ihre Pflichten erfüllen zu können, zum Beispiel der Präsident von Axis City.

Alle, die einigermaßen fortschrittlich denken, haben ein Implantat, mit dessen Hilfe sie erstens mit den Zentralrechnern kommunizieren können und mit dem sie zweitens ihre Gedächtnisinhalte im Central Memory hinterlegen können. Sollte der aktuelle Körper ausfallen oder zerstört werden, so lässt sich der Mensch daher wieder rekonstruieren. Wissen ist kostbar.

|Der WEG|

Die Übersetzung von Reinhard Heinz hat sich für den Ausdruck The WAY auf den Ausdruck „der Korridor“ festgelegt. Diese Bezeichnung finde ich etwas irreführend. Den WEG kann man sich als Nichtphysiker als einen Schlauch vorstellen, der bis in die Unendlichkeit reicht, aber in der Apparatur des Stein (die sechste Kammer) beginnt. Deshalb ist die Thistledown, in die die Erdlinge eindringen, so eminent wichtig. Der WEG wird von einer Singularität aufrechterhalten, die einen Zugang zu anderen Bereichen unseres Universums und bei genügend Entfernung womöglich sogar in andere Universen ermöglicht. Patricia Vasquez erklärt das sehr viel besser.

Der WEG bietet mehrere Vorteile. Mit entsprechenden Vehikeln kann man darauf sehr schnell von A nach B gelangen. Ja, sogar die riesige Axis City mit ihren Abermillionen Bewohnern ist um eine Stelle des WEGs herumgebaut und lässt sich darauf bewegen, ist sie doch modular aufgebaut. Doch wozu sich bewegen? Hier kommt der zweite Vorteil ins Spiel: der Zugang zu anderen Welten mit Hilfe von Toren, die sich im WEG öffnen lassen. Die Kaste der Toröffner verfügt dazu über Schlüssel, und einen davon benutzt Patricia Vasquez am Schluss des Hauptteils, um zu versuchen, wieder in ihre eigene, ursprüngliche Welt des Jahres 2005 zurückzugelangen. (Ob es ihr gelingt, kann man in einem der vier Epiloge nachlesen.)

Auf den anderen Welten leben natürlich auch Fremdweltler. Sie machen sich den Menschen auf mancherlei Weise nützlich, so etwa können die Talsits menschliche Gedanken und Gefühle ordnen, um Verwirrung zu beseitigen und zielgerichtetes, verankertes Denken wieder zu ermöglichen. Die Frants hingegen scheinen lediglich nette Begleiter zu sein. Und ihre Welt Timbl, die die Erdlinge besuchen dürfen, ist wirklich sehr schön, äh, wenn sie nicht gerade von Kometen beschossen wird. Dieser Teil des Roman erinnerte mich stark an „Star Wars“. Mos Eisley dürfte auf Timbl gleich um die Ecke liegen …

|Das Finale (VORSICHT, SPOILER!)|

Die dritte Alienrasse sind die feindlichen Jarts. Obwohl man sie nie zu Gesicht bekommt, sind sie die Aliens mit dem größten Einfluss auf den Verlauf der Handlung. Die Leute aus Axis City haben zwar den WEG geschaffen, ihn aber 300 Jahrhundert brachliegen lassen, und das nützten die Jarts aus, um sich breitzumachen und ihrerseits andere Welten zu erobern. Nun kommt es im Finale von „Äon“ zum endgültigen Angriff der Jarts auf die Menschen von Axis City: Sie haben ein Tor ins Herz einer Sonne geöffnet und leiten Millionen Grad heißes Plasma in den WEG!

Da der WEG aber Millionen Kilometer lang ist, bleiben den Menschen noch ein paar Stunden, bis das versengende Gas bei ihnen ankommt. Sie müssen nicht nur Axis City in Sicherheit bringen, sondern auch die Endstation des WEGs, die Thistledown. Diese muss evakuiert werden, der Stein wird vom WEG abgesprengt. Zwei Module von Axis City werden zu neuen Monden der atomar verwüsteten Erde. Aber reicht das, um der Jart-Attacke zu entgehen? Einer der vier Epiloge erteilt darüber Auskunft.

|Die Übersetzung|

Wie so oft bei alten |Heyne|-Titeln muss der Leser eine Menge Tipp- und Druckfehler verschmerzen. Aus „kommt“ wird „kommer“, aus „Sausalito“ plötzlich „Sausaslito“ und so weiter. Auf Seite 518 hat der Übersetzer vergessen, das Füllwort „er“ zu streichen, so dass nun doppelt gemoppelt wird: “ … schwirrte er der pfeilförmige Flieger …“ Manchmal sind Konstruktionen übrig geblieben, die anders formuliert viel mehr Sinn ergäben. Auf Seite 362 würde so der Satzteil „vier mechanisch komplizierte Gliederbeine“ umformuliert zu „vier komplizierte mechanische Gliederbeine“ etwas anschaulicher wirken.

Aber der Übersetzer hätte noch ein paar Abkürzungen mehr erklären können. Wir wissen nur zwar, dass unter einem OTV ein Orbital Transfer Vehicle zu verstehen ist, also ein Fahrzeug zum Transfer zwischen Erdumlaufbahnen. Aber was ein DOD sein soll, wird hingegen nicht erklärt. Es wird als allgemein bekannt vorausgesetzt, dass das DOD dem Department of Defense entspricht, welches unter dem Namen „Pentagon“ besser bekannt sein dürfte.

_Unterm Strich_

Der Roman hat, wie man sieht, seine großartigen Seiten und eröffnet dem Leser, zumal dem erfahrenen SF-Leser, durchaus Perspektiven auf faszinierende Möglichkeiten einer künftigen menschlichen Zivilisation. So hat beispielsweise die Idee, Gedächtnis und Geist vom Körper abzukoppeln, bei vielen Autoren Anklang gefunden, so etwa bei Greg Egan in „Qual“. Aber diese platonische Idee ist natürlich antiken Ursprungs und wurde in der SF schon mehrfach benutzt, etwa in Heinleins „Das geschenkte Leben“ und in Farmers [„Flusswelt“-Zyklus.]http://www.buchwurm.info/book/anzeigen.php?id__book=1190 Bear arbeitet das Konzept in technischer Hinsicht weiter aus und zeigt praktische Nutzanwendungen auf.

„Äon“ ist ein sehr ideenreicher Abenteuerroman. Diese Ideen stammen aber zum Teil nicht von Bear, sondern von Platon, Clarke und Benford. Das letzte Drittel geht jedoch ganz auf Bears Konto, und dies fand ich mit Abstand den interessantesten Teil. Für einen in der SF-Physik nicht bewanderten Leser ist dies der Teil, der am schwierigsten zu verstehen ist.

Der Autor wandelt hier einen schmalen Grat zwischen Erklären und Erzählen, also zwischen Tiefe und Schnelligkeit der Handlung. Der Leser muss mitziehen oder es bleiben lassen. Kann er mitziehen, so bereitet ihm der Roman das Vergnügen, eine einfallsreiche Szenerie mit einer rasant zu zuspitzenden Handlung zu verknüpfen. Kann er nicht mitziehen, fällt alles auseinander. Bears Zerstückelungstaktik, die viele kurze Kapitel mit wechselnden Schauplätzen hervorbringt, stellt sich dem Handlungsfluss entgegen. Andere Stellen wirken um des Umfangs willen aufgebläht, ganz besonders am Anfang, wo Bear viel erklären muss.

Äußerst nützlich wären eine Risszeichnung, ein Glossar und ein ausführliches Namensregister gewesen, da der Leser mit Fachtermini und Alienrassen nur so bombardiert wird. Bei der Beschreibung der Steinstruktur und der Bewohner von Axis City und ihrer komplexen Gesellschaftsstruktur bleibt einiges an Verwirrung übrig. In dieser Hinsicht könnte sich eine Neuausgabe einiges Verdienst erwerben. Man könnte diesen Anhang dann auch in die Fortsetzungen „Ewigkeit“ und „Legacy“ (= Vermächtnis) integrieren

Diese Fortsetzung mit dem Titel „Ewigkeit“ erschien ebenfalls bei |Heyne|. Darin wird der WEG von Außerirdischen, den Jarts, zerstört und die zerstreuten Welten der Menschen müssen sich auf eigene Faust durchschlagen. Wird es im Jahr 2046 gelingen, die Erde des Jahres 2005 wieder mit Leben zu füllen und den WEG wiederherzustellen? Oder kommt es gar zu einer Zeitschleife, in der der verheerende Atomkrieg nie stattgefunden hat?

Das Prequel zu „Äon“ mit dem Titel „Legacy“ (1995) wurde noch nicht übersetzt, ebenso wenig die Novelle „The Way of all Ghosts“ von 1999, die in Robert Silverbergs Anthologie „Far Horizons“ erschien. Höchste Zeit, diese vier Werke mal in einem großen Band als Gesamtwerk zu präsentieren.

|Originaltitel: Eon, 1985
601 Seiten
Aus dem US-Englischen übertragen von Reinhard Heinz|

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