Boothby, Ian – Futurama Comics 31

_Inhalt_

|“Einen Kopf kürzer“|

Auf Geheiß des Professors reisen Bender, Fry und Leela auf direktem Wege nach Glasopolis, eine geschrumpfte Stadt, die einst von ihrer Bevölkerung verkleinert wurde, um der Überbevölkerung Herr zu werden. Mit Hilfe einer Schrumpf-Rutsche wird das Trio in Minimalgröße verwandelt und direkt in die ungewöhnliche Flaschenstadt teleportiert.

Vor Ort werden die Erdenbewohner allerdings nicht so freundlich empfangen: Der Präsident von Glasopolis kündigt an, mit einem Arsenal aus minimierten Nuklearwaffen die Erde in Schutt und Asche zu legen und sich so für die Geschehnisse der Vergangenheit zu rächen. Fry und seinen beiden Gefährten bleibt gerade mal eine Stunde, um aus der Flasche zu entkommen, den Professor zu verständigen und die Bevölkerung von Glasopolis umzustimmen. Doch in Miniaturform sind die Wege durch die Stadt und ins Labor ungleich länger …

_Persönlicher Eindruck_

In der neuesten Episode der „Futurama“-Comics nimmt Kult-Autor Ian Boothby vor allem das Superhelden-Metier auf die Schippe und bietet besonders Insidern ein wahres Freudenfest intelligenten, richtig guten Humors. So spielt der Background der Story auf ein früheres Duell zwischen Superman und Brainiac an, das nach einer heftigen Auseinandersetzung dafür sorgte, dass Krypton-Hauptstadt Kandor verkleinert wurde. Aber auch die X-Men, Flash Gordon, Star Wars und Sylvester Stallones SciFi-Klamotte „Judge Dredd“ bekommen mehr oder minder direkt ihr Fett weg, bevor Boothby dann mit einer kurzen Persiflage auf den Filmklassiker „Flucht ins 23. Jahrhundert“ endgültig zum Rundumschlag ausholt.

Die Story ist dementsprechend mal wieder recht extravagant und ideenreich, bietet aber dennoch ein recht hohes Tempo, ohne dabei Situationskomik und den ständig wiederkehrenden zweideutigen Wortwitz zu vernachlässigen. Dies gelingt in „Einen Kopf kürzer“ im Übrigen auch sehr gut ohne die tatkräftige Unterstützung Benders, der sich hier vornehm zurückhält und ausnahmsweise auch mal dem Professor und Fry die Bühne überlässt. Nichtsdestotrotz hat der freche Roboter hier und dort auch seine Szenen, in denen er die persönliche Vorliebe für Vulgäres und Perversitäten breittreten kann. Für Unterhaltung unter der Gürtellinie ist partiell also ebenfalls gesorgt.

Mehr als dies überzeugt aber schlussendlich der richtig gute Erzählstrang. Die Story ist den TV-Episoden absolut ebenbürtig und bietet trotz ihrer sehr linearen Struktur genügend Abwechslung, um die urtypische Atmosphäre aufzubauen. Wenn bei einem Comic aus dieser Reihe das Resümee angebracht ist, dass man es dringend gelesen haben sollte, dann definitiv bei der Geschichte aus Magazin Nr. 31.

http://www.paninicomics.de

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