Dixon, Chuck – Simpsons Comics 136

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_Inhalt_

|“Ein brandneuer Burns – Teil 2″|

Getrieben vom Gedanken, seinen versklavten Arbeitgeber aus den Klauen einer geheimen Verbrecherorganisation zu befreien, reist Homer nach Mexiko. Doch schon an der Grenze muss er einige Qualen erleiden. Unermüdlich kämpft er sich dennoch durch den Sombrero-Staat und macht dort die Bekanntschaft eines FBI-Beamten. Dieser aber ist nicht sonderlich von Homers Schwätzereien angetan und steckt ihn in eine Gummizelle. Ausgerechnet in diese dringt ein Mitinsasse des Sklaven-Camps durch einen unterirdischen Gang ein und führt Homer und Mitglieder der Regierung zum Versteck der Verbrecher.

Derweil löst der falsche Mr. Burns das Vermögen seines Doppelgängers schleichend auf und bringt selbst den naiven Smithers langsam zum Zweifeln.

_Persönlicher Eindruck_

Auch der finale zweite Part des Comic-Mehrteilers „Ein brandneuer Burns“ ist eine echte Wucht. Zar hat man das Tempo zum Schluss merklich angehoben und somit die Storyline schon ein bisschen gestrafft, aber dies hinderte Autor Chuck Dixon keinesfalls daran, eine weitere Armada scharfsinniger Gags in den Plot einzubauen. Dieses Mal fokussiert er die Geschichte aber wieder deutlicher auf die Simpsons-Familie bzw. Homer, der hier zu einer eher weniger glorreichen Rettungsmission aufbricht und aufgrund seiner Leichtgläubigkeit ständig in die Bredouille gerät.

Auch in Springfield geht es heiß her: Smithers traut seinen Augen nicht, als der falsche Mr. Burns die ganzen Besitztümer des Originals zu verscherbeln beginnt, eingeschlossen die legendäre Kunstsammlung und das Baseball-Team, die Isotopes. Selbst die Einladung, mit ihm ein Bad im Geldspeicher zu nehmen – die Anspielung sitzt ebenfalls -, schlägt er aus und bevorzugt stattdessen sein Tagebuch nach einer Lösung zu befragen.

Schade ist eigentlich nur, dass diese fantastische Geschichte hier schon wieder ein rasches Ende findet. Homers verzweifelte Mexiko-Odyssee hätte man gerne noch länger bestaunt, aber auch Mr. Burns auf der Seite des Proletariats ist eine wohlbekömmliche Abwechslung zum üblichen Simpsons-Trott, der sich hier in keiner einzigen Skizze einstellen will. Dementsprechend sollte man die Macher der „Simpsons Comics“ durchaus dazu ermutigen, derartige Projekte für die Zukunft häufiger in Betracht zu ziehen. Zwar muss man hierbei die Wartezeit von einem ganzen Monat für eine vergleichsweise sehr knappe Erzählung hinnehmen, doch da dies im Superhelden-Metier ebenfalls nicht problematisch ist, wäre es auch bei der gelben Familie denkbar und meiner Meinung nach klar zu befürworten. Die beiden Ausgaben 135 und 136 jedenfalls haben diesbezüglich gute Pionierarbeit geleistet.

http://www.paninicomics.de/simpsons-s10310.html

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