Dixon, Chuck – Simpsons Comics 140

_Inhalt_

|“H – The Last Fat Man“|

Wieder einmal plagt Homer sein enormes Gewicht, weshalb Marge ihm einmal mehr zu einer strengen Diät rät. Tatsächlich verzichtet Homer an seinem ersten Arbeitstag während der Schlankheitskur auf alle sich bietenden Leckereien, verzieht sich dann aber in den Luftschutzbunker des Kraftwerks, um dort genüsslich einen Burger zu vertilgen. Doch seine Nachlässigkeit wird schwer bestraft: Ein nuklearer Zwischenfall überrumpelt die Bürger Springfields und beeinträchtigt ihren Stoffwechsel. Als Homer nach 28 Tagen wieder aus seinem Versteckt hervorkommt, wird er von der Bevölkerung verbissen gejagt. Er ist nämlich der letzte fette Mensch und soll seine Reserven nun spenden …

_Persönlicher Eindruck_

In der Juni-Ausgabe der „Simpson Comics“ zieht Chuck Dixon in erster Linie den Erfolgstitel [„Y – The Last Man“]http://www.buchwurm.info/book/anzeigen.php?id__book=4728 seines Kollegen Brian K. Vaughan sowie den Kinoerfolg „28 Days Later“ durch den Kakao, bezieht das Ganze aber auf Simpsons-typische bizarre Weise auf seinen derzeitigen Helden Homer, dessen Übergewicht mal wieder den Aufhänger für eine äußerst witzige, mit zahlreichen neckischen Anspielungen gezeichnete Comic-Story liefert.

Dabei sind die Parallelen zum |Vertigo|-Titel nur oberflächlich und werden alleine durch die Tatsache aufrechterhalten, dass auch Homer für eine kurze Zeit der Letzte seiner Art ist. Allerdings ist die Geschichte inhaltlich mal wieder so weit hergeholt, dass dieser Vergleich schon zu Beginn kräftig entzerrt wird und die Erzählung bisweilen sogar völlig aus dem Ruder läuft, weil die weitläufig verteilten Gags einfach klasse sind und die Handlung als solche schon fast unwichtig erscheint.

Wiggum, den Bürgermeister und den mysteriösen Comicladen-Besitzer zum Beispiel völlig ausgehungert und ausgemergelt zu sehen, ist schon eine Klasse für sich, die rein visuell bereits den Humorfaktor antreibt. Ganz zu schweigen von Dixons in diesem Fall wieder sehr deutlicher ausgereiftem Wortwitz, in dessen Fahrtwasser sich der Autor auch wirklich keinen Seitenhieb verkneift. Schade ist lediglich, dass die Story auf den letzten Seiten ein schnelles Ende findet und man das Chaos nicht noch weiter ausbaut. Angesichts der vielen witzigen Szenen auf den vorherigen Seiten kann man darüber aber locker hinwegsehen und schließlich konstatieren, dass die 140. Ausgabe der „Simpsons Comics“ mit Abstand eine der besten ist! Und diese Aussage sei wohlgemerkt im Zusammenhang damit geäußert, dass der hier persiflierte Titel vom gleichen Rezensenten auf diesen Seiten in höchsten Tönen gelobt wird …

[|Simpsons| bei |Panini|]http://www.paninicomics.de/?s=serie&gs__gruppe=22&t=simpsons-s22.html

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