Games Workshop – White Dwarf 136

Nachdem in der letzten Ausgabe die Dark Angels den Löwenanteil des „White Dwarf“ besetzten, sind nun die Eldar an der Reihe und bekommen bereits in der Rubrik ‚Neuerscheinungen‘ ein größeres Forum. Die Harlequine und die Dark Eldar werden samt ihren ausgefallenen Modellen vorgestellt und später dann noch einmal in einem achtseitigen Spezial mit all ihren Eigenschaften, Fähigkeiten, Werten und schließlich der Farbgebung beleuchtet. Auch die geschichtlichen Hintergründe der zugrunde liegenden Story werden erzählt, um den Leser die Atmosphäre der Kampagne zumindest oberflächlich spüren zu lassen. Komplettiert wird diese umfassende Berichterstattung noch durch einen Bericht mit dem Titel „Die Maske des Kriegers“, in dem ein Szenario mit den duellierenden Iyanden-Eldar und den Black Legion Chaos Space Marines in mehreren Spielzügen rezitiert wird. Dabei bekommt man auch schon mal einen intensiven Vorgeschmack auf die neue Erweiterung „Städte in Flammen“, der dieser Schaukampf entnommen wurde.

Auch Fans des klassischen „Warhammer“ kommen im neuen „White Dwarf“ auf ihre Kosten. Der zweite Teil des Specials um die Kampagne „Grombolds Eid“ beschreibt zwei weitere Szenarien mit wachsenden Armeen und zusätzlichen Orks und Goblins. Auch im Taktikbereich gibt es eine weitere Schule für „Warhammer“-Fans. Pete Foley gibt Tipps für geschicktes Fernkampfverhalten und kluge Angriffstaktiken und plaudert dabei auch aus dem Nähkästchen, was seine eigenen Erfahrungen betrifft. Da der Mann selber ein absoluter Fanatiker ist und auch auf fundiertes Praxiswissen zurückgreifen kann, bekommt man hier Ratschläge aus erster Expertenhand, die auszuprobieren definitiv lohnenswert scheint.

Einen Einblick in sein taktisches Backgroundwissen lässt sich auch Adam Troke nicht nehmen, der im „Herr der Ringe“-Teil zeigt, wie man am besten mit den Anführern der bösen Mächte umgeht bzw. was es zu beachten gilt, wenn man die Fähigkeiten der mächtigen Bösewichte auch mit entschiedener Kraft einsetzen will. Ansonsten wird der Fan des Tabletops aus Mittelerde jedoch auf den nächsten Monat vertröstet, wenn endlich die neue „Khazad-dûm“- Erweiterung auf den Markt kommt und natürlich auch in einem ausführlichen Feature besprochen werden wird.

Die Nr. 136 bietet neben den vielen Spielberichten auch noch ein kurzes Spezial über die länger angekündigten neuen Citadel-Foundation -Farben, mit denen das bisherige Farb-Repertoire deutlich aufgewertet wird. Inwiefern die leuchtenden neuen Farben die Welt des |Games Workshop| tatsächlich revolutionieren, zeigt bereits der angeschlossene Mini-Workshop, der jedoch eher auf Experten zugeschnitten ist. Dass die Farben aber eine Bereicherung sind, scheint nach diesem kleinen Überblick außer Frage zu stehen.

Apropos Workshop: Auch in der aktuellen Ausgabe gibt es diese Rubrik wieder und konzentriert sich heuer auf die zuletzt noch ausführlich betrachteten Dark Angels aus „Warhammer 40.000“, genauer gesagt auf die ‚Eavy-Metal-Technik, mit der ‚Sammael‘, der Meister des Ravenwing bemalt werden soll. Wahnsinn, was sich hier herausholen lässt, wobei es sich hier wirklich um einen Fortgeschrittenenkurs der Marke Meisterklasse handelt.

Abgeschlossen wird das Magazin mit einem Ausblick auf den „Games Day“ am 5. August 2007 in Köln, der für Fans der |Games Workshop|-Tabletops im Kalender rot angestrichen werden sollte.

Fazit: „White Dwarf“ Nr. 136 lohnt sich einmal mehr besonders für Anhänger der „Warhammer 40.000“-Reihe, denen gleich mehrere Specials und Exklusiv-Berichte gewidmet sind. Massig Infos und Tests zu den neuen Produkten des Science-Fiction-Tabletops sowie der intensive Malworkshop sollten Kaufanreiz genug sein. Wer indes mehr auf Mittlerde und das klassische „Warhammer“ steht, kommt mit allerhand Taktik-Talk und natürlich dem Bericht über die anstehende Kölner Convention sowie die Einblicke in die neuen Foundation-Farben ebenfalls auf seine Kosten, nicht zu vergessen ein kurzer historischer Einblick über die Entstehung des |Games Workshop|. Letztendlich ist also für jeden etwas dabei, wobei die Priorität natürlich ganz klar zugunsten der aktuellen Produkte der „Warhammer 40.000“-Serie gewichtet wird. Reinschauen lohnt sich schließlich dennoch, auch wenn der Preis in der Relation zum großen Anteil Eigenwerbung ein wenig vermessen scheint. Wer aber selber spielt und Infos und Tipps aus erster Hand braucht, kommt am letzten „White Dwarf“ nicht vorbei.

http://www.games-workshop.de/home/whitedwarf/

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