Hartley, Welles / Harrison, Mick / Williams, Rob – Star Wars 63: Dark Times 2 (von 5) – Der Weg ins Nichts

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_Inhalt_

|“Der Weg ins Nichts“|

Dass Jennir und der Nosaurier Bomo sind nur knapp der Invasion des Imperiums und somit auch der Sklaverei entkommen. Dennoch lasten die persönlichen Verluste schwer auf Bomos Schultern, dessen Familie auf dem Fluchtweg gekidnappt und auf den Sklavenplaneten Orvax 4 verschleppt wurde. Gemeinsam reist das Duo inkognito zur Sklavenbasis der imperialen Streitkräfte und geht an Bord ihres Schiffes wegen ihrer Verschwiegenheit ein erhöhtes Risiko ein. Doch die Wegbegleiter erweisen sich schnell als treue Verbündete und kämpfen sich mit dem Jedi und dem Nosaurier durch das Gefängnis von Orvax 4. Aber Bomo kommt zu spät.

|“Rebellion“|

Wyl Tarson gehört zu den geheimsten Schützlingen der Rebellion und hat der Allianz in den letzte Jahren immer wieder treue Dienste durch die Übermittlung von geheimen Informationen erwiesen. Nun gerät der mutige Jüngling jedoch in den Einfluss des Verbrecherkönigs Raze, der Wyl nach einer Explosion aufgabelt und ihm eine Bombe in den Körper pflanzt. Wyl ist jedoch nicht bereit, sich dem Willen des Fieslings zu unterwerfen, und widersetzt sich zunächst seinen unglaublichen Forderungen. Als ihm dann aber bewusst wird, dass er damit blindlings in den Tod stürzen wird, überdenkt er seine Entscheidung und unterstützt Raze bei seinen teuflischen Plänen.

_Meine Meinung_

Nach dem eher schwachbrüstigen letzten Heft der „Star Wars“-Comics beinhaltet die neue Ausgabe nun endlich den heiß ersehnten zweiten Teil der aktuellen Reihe „Dark Times“, einem der vielversprechendsten Plots des Star-Wars-Universums der letzten Monate. Strikt führt das Autorenteam Hartley und Harrison die Story fort und versetzt die beiden Protagonisten von einer Notlage in die nächste. Mit Heimtücke und gutem Willen gelingt es Bomo und Dass Jennir, sich an Bord eines Schiffes Zuflucht zu verschaffen und geradewegs auf den Sklavenplaneten zuzusteuern, auf dem der Nosaurier seine verschollene Frau und die gemeinsame Tochter wähnt. Unerbittlich kämpft sich das eingespielte Zweigespann durch die Gefahren dieser Welt und schummelt sich teils auch mit Gewalt bis in die Gefängnisstation des Planeten durch. Für Bomo Greenbark leuchtet für einen kurzen Zeitpunkt wieder der Stern der Zuversicht – nur um nach einer schrecklichen Nachricht seiner alten, ebenfalls versklavten Verbündeten wieder zu verlöschen.

Hartley und Harrison lassen im zweiten Teil der deutschsprachigen Ausgabe definitiv die Action sprechen. Vor allem Dass Jennis muss auf Orvax gleich mehrfach seinen Mann stehen und dabei zusehen, dass weder die imperialen Truppen noch die seltsamen Biester, die den Planeten bevölkern, auf ihn aufmerksam werden. Des Weiteren wird die Story in rasendem Tempo fortgeführt und wird trotz der relativ kurzen Spanne von einigen inhaltlichen wie emotionalen Hochs und Tiefs gesäumt. Einzig die Zweifel Vaders, der sich insgeheim im letzten Teil gegen die Pläne des Imperators gestellt hat, hätte man nicht so weit im Dunkeln stehen lassen müssen, schließlich begründete sich ein Teil des inhaltlichen Potenzials auf dessen Skepsis. Aber möglicherweise folgt diesbezüglich im Abschluss der Story noch mehr, worauf man nach den Ereignissen im mittleren Part mehr als gespannt sein darf. Insgesamt also eine löblich strukturierte, spannende und vor allem kurzweilige Fortsetzung der „Dark Times“.

Parallel hierzu eröffnet man auch gleich schon eine neue Mini-Serie innerhalb der Sternencomics. Neben dem Hauptakteur Wyl Tarson trifft man hier auf alte Bekannte wie den zwielichtigen Raze, der sich hier als unnachgiebiger Fiesling und kompromissloser Sklaventreiber offenbart und somit das Böse in einer Story von Verrat, Intrigen, Hinterlisten und Gemeinheiten verkörpert. Lediglich der etwas verwirrende Aufbau der Handlung trübt den eigentlich positiven Gesamteindruck der neuesten „Rebellion“-Saga ein wenig und führt gerade in der Mitte zu einigen Ungereimtheiten, die zu einem späteren Zeitpunkt auch nicht ganz ausgeräumt werden. Aber auch hier hofft man für Klarheit in der Fortsetzung, die wahrscheinlich in Heft Nr. 64 enthalten sein wird.

Alles in allem ergibt sich nach dem kurzen Einbruch der letzten Ausgabe wieder ein überaus zufriedenes Gesamtfazit: Die alte Serie bekommt eine würdige Fortsetzung und zugleich auch noch einen gleichwertigen, wenn auch zwischenzeitlich konfusen Nachfolger zur Seite gestellt. In den „Star Wars“-Comics bleibt es spannend und vor allem vielseitig – dank Volltreffern wie „Dark Times“ und „Rebellion“.

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