Hayes, Kevin (Autor) / Herzog, Ulli (Regie) – Jan Tenner 36: Der Höllenplanet

Folge 34: [„Angriff der Puppenkönigin“]http://www.buchwurm.info/book/anzeigen.php?id__book=5509
Folge 35: [„Der schwarze Tod“]http://www.buchwurm.info/book/anzeigen.php?id__book=5510

_Besetzung_

Erzähler: Ulli Herzog (ebenfalls Dialogregie für „Bibi Blocksberg“)
Jan Tenner: Lutz Riedel (Timothy Dalton, Udo Kier, Jonathan Pryce)
Laura: Marianne Groß (Angelica Huston, Cher)
Professor Futura: Klaus Nägelen
General Forbett: Heinz Giese (Yul Brynner)
Mimo: Wilfried Herbst (Charles Hawtrey, Morten ‚Benny‘ Grunwald)
Professor Zweistein: Klaus Miedel (Dean Martin, Yul Brunner)
Seytania: Almut Eggert (Ursula Andress, Kelly Bishop)
König Maya: Manfred Rahn

Regie: Ulli Herzog
Buch: Kevin Hayes
Ton: Carsten Brüse
Musik: Jutta Stahlberg

_Story_

Jan Tenner und seine Freunde werden auf einen Notruf aufmerksam, der von teuflischen Zuständen auf einem fernen Planeten kündet. Sofort reist das Quartett mit dem |Silbervogel| an den Rand der Galaxis, um das bedrohte Volk, welches im Funkspruch um Hilfe bittet, zu unterstützen, wird dabei aber grob getäuscht: Schon bald befinden sich der Professor und seine Helfer in einer Hölle aus Lava und feurigen Monstern, welche den Erdlingen nach dem Leben trachten.

Und als sei dies nicht schon genug, meldet sich auch prompt der verrückte Zweistein wieder, der mit Seytanias Hilfe eine teuflische Falle aufgebaut hat, durch die er an den |Silbervogel| herankommen möchte. Jan, Laura, Forbett und Futura haben die Wahl: Entweder überlassen sie ihrem ärgsten Konkurrenten das Schiff, oder sie verbrennen mit ihm zusammen auf dem Höllenplaneten …

_Persönlicher Eindruck:_

Mit der Vervollständigung des dritten Dutzends widmet sich Autor Kevin Hayes einmal mehr den Auseinandersetzung zwischen Tenner und Co. auf der einen und Zweistein und Seytania auf der anderen Seite, in diesem Fall aber leider ein bisschen berechnend. Die Geschichte beruht stellenweise einfach zu stark auf den gängigen Serienklischees und wirkt in ihrer Konzeption auch wenig glaubhaft, da die Charaktere nur selten auf Basis von nachvollziehbaren Motiven handeln. Bereits mit dem ungewöhnlichen Einstieg bricht man mit einigen Traditionen, zum Beispiel mit jener, dass die vier Helden überlegt in ihre Abenteuer ziehen. Zu offensichtlich lauert hinter dem undeutlichen Funkspruch eine Falle, deren Initiator ebenfalls nur auf einen Namen hören kann: Zweistein.

Davon abgesehen, sind auch die Zweckbündnisse auf der Gegenseite nicht wirklich glaubwürdig ausgearbeitet. Weder Seytania noch Zweistein gewinnen echte Vorteile aus ihrer kurzzeitigen Gemeinschaft, davon abgesehen, dass sie Tenner und seinem Gefolge erheblichen Schaden zufügen können. Doch dies allein ist noch nie das Motiv der beiden feindlichen Protagonisten gewesen, so dass Teile der Geschichte bisweilen suspekt erscheinen – oder etwas abgeschwächt formuliert: In „Der Höllenplanet“ harmoniert nicht alles so, wie man es aus früheren Episoden gewohnt ist.

Andererseits sind die Sprecher wieder mit Leib und Seele dabei und schaffen es stellenweise sogar, die weniger logischen Schritte der Handlung wettzumachen. Klaus Miedel ist in der Rolle des verrückten Chamäleons Zweistein mal wieder in seinem Element und verkörpert den wechsellaunigen Professor mit größter Leidenschaft. Ebenfalls wieder eine Klasse für sich ist Heinz Giese, der als General Forbett langsam dem großen Schatten von Jan Tenner / Lutz Riedel entwachsen ist und mit flotten Sprüchen für den nötigen Humor sorgt – und dies natürlich im steten Duell mit seinen Teamkameraden.

Dementsprechend ist die allgemeine Präsentation immer noch sehr ordentlich, auch wenn der Spannungsaufbau ein wenig darunter leidet, dass die Handlung über weite Strecken zu vorhersehbar gestaltet ist. Dies ist alles in allem auch die einzige Schwäche, die aus den eben genannten Schwierigkeiten resultiert und einen Einfluss auf den eigentlichen Hörspielgenuss hat. Sieht man darüber hinweg – und das fällt bei einer ambitionierten Reihe wie „Jan Tenner“ schon ein ganzes Stück leichter als bei vergleichbaren Konkurrenztiteln -, erlebt man immer noch eine ansprechende Inszenierung in einem erneut anständig aufgemachten Setting.

|Empfohlen ab 8 Jahren
ISBN-13: 978-3-86714-150-5|
http://www.jan-tenner.de
http://www.jan-tenner.net
http://www.jan-tenner.info
http://www.maritim-produktionen.de

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