Heim, Uta-Maria – Rattenprinzip, Das

_Ein Wendeporträt: Ermittlung im Stuttgarter Misthaufen_

Eine Mordserie erschüttert den Stuttgarter Norden im Jahr 1990. Lokaljournalist Udo Winterhalter ermittelt in einem Sumpf aus Kulturmanipulation und Kritikerbestechung. Einer dieser Kritker, sein Kollege Leif Götzberg, ist nach einem Theaterbesuch tot: in eine Mauer gerast. Seltsamerweise stirbt kurz danach auch Götzbergs Freundin Yasmina Finke, die auch das Theater besuchte. Und der Kieferorthopäde und Buchautor Dr. Martin Koneffke, der Götzberg schmierte, verschob Geld – an wen, für was? Udo Winterhalter ermittelt schneller, als die Polizei glauben mag …

_Die Autorin_

Uta-Maria Heim, geboren 1963 in Schramberg, Schwarzwald, lebt als Dramaturgin und Autorin in Baden-Baden. Sie schrieb zahlreiche Romane, Krimis, Hörspiele und Features. Für ihre Arbeiten erhielt sie Auszeichnungen wie den Deutschen Krimi-Preis, den Förderpreis Literatur des Kunstpreises Berlin und den Friedrich Glauser Preis. „Das Rattenprinzip“ war ihr erster Roman und Krimi. Er erschien erstmals 1991 bei Rowohlt und avancierte schnell zum sogenannten „Kultbuch“. Die Fortsetzung von 2009 trägt den Titel „Wespennest“.

Weitere Krimis:
Totschweigen
Dreckskind
Engelchen

_Handlung_

|PROLOG|

Claudi Roth, jetzt verheiratet mit zwei Kindern, erhält nach 15 Jahren ungebetenen Besuch von „Ossi“ Oswald, ehemals Kommissar in Stuttgart. Ungute Erinnerungen an jene Zeit werden wach, an die Sache mit Udo. Oswald ermittelt immer noch, sagt er. Er will einen Blick in die Werkstatt ihres Vaters werfen. Vater Karl Roth, von allen der Rote Karle genannt, war ein Kommunist. Wer weiß, wozu er im Stande gewesen ist …

|Anno 1990|

Es ist kurz vor Ostern, als Udo Winterhalter, frisch gebackener Chef der Lokalredaktion des „Stuttgarter Tagblatts“ (fiktiv) mit seiner Freundin Claudi Roth das Kleintheater „Die Wespe“ in Stuttgart besucht. Es ist eines der letzten Kleintheater der Landeshauptstadt, den anderen wurden die Subventionen gestrichen. Das Stück präsentiert Hölderlin-Gedichte, die Claudi und Udo zu Herzen gehen, denn sie handeln von ihrem Ländle, zwischen Schwarzwald, Bodensee und Neckar.

Doch auch die Besucher sind wichtig. Da ist Udos Kollege Leif Götzberg mit seiner blonden Freundin Yasmina Finke, und da ist Häffner vom Feuilleton sowie Dr. Martin Koneffke, gönnerhafter Buchautor, Kunstmagazinherausgeber und Kieferorthopäde. Wenig später erfährt Udo, dass Koneffke sowohl Götzberg als auch Häffner mit hohen Beträgen geschmiert hat, das Theaterstück vorab über den grünen Klee zu loben. Häffner hat danach Gelegenheit, das Stück in seiner Tageszeitung zu verreißen – ausgleichende Gerechtigkeit oder Schizophrenie des Gewerbes?

Am Tag danach dann die Nachricht, die Udo wie ein Blitz rührt: Götzberg ist mit seinem Wagen ungebremst (!) in eine Mauer gefahren, nur wenige Stäffele (Treppen) vom Zeitungshaus entfernt. Offenbar Selbstmord, glaubt Udos Kumpel, Kommissar „Ossi“ Oswald. Blödsinn, meint Udo, der Götzberg hatte Erfolg. Also ein Unfall? Götzberg kannte die Kurve wie seine Westentasche. Also was jetzt?

In der Nacht darauf stirbt Yasmina Finke, Götzbergs Freundin, erstochen mit einem spitzen Gegenstand. Was wusste sie? Womöglich zu viel über Koneffkes Machenschaften? Von der Leiterin des Literarischen Zentrums, Brigitte Heckmann, erfährt Udo, dass Koneffkes Magazin von der Pressestelle des Autokonzerns Schwäbische Motoren Werke SWM (fiktiv) gesponsert worden sei. Diese Pressestelle habe auch dem Literarischen Zentrum Geld angeboten, immerhin 50 Riesen. Der Vorstand sei darob gespalten. Und wenig später kommt es zum Verrat: Die Verlockung dieser Summe ist zu groß.

Udo schreibt an einer Enthüllungsstory „Das Maffiäle“, doch sein Chefredakteur will mehr Beweise sehen. Claudi weist ihn auf die elementare Frage hin, die ihr Vater gestellt hätte: „Wem nützt das?“ In der Tat: wem? Und wozu? Udo sollte die Antwort besser schneller finden, denn wenn er weiter so stänkert und enthüllt, gerät er schnell selbst ins Visier …

_Mein Eindruck_

Dies ist ein Krimi, der im Schwabenland handelt, wie man es sich auswärts vorstellt. Doch das ist nur zur Hälfte richtig, denn neben dem Schauplatz Stuttgart, das nach allgemeiner Ansicht in Schwaben liegt, spielt die andere Hälfte des Romans in Udos und Claudis Heimat, im schwarzwälder Mariabronn, und dort spricht man alemannisch. Mit Schwäbisch könnte man hier noch halbwegs durchkommen, aber Kenntnisse des Schwyzerdütschen sind ebenfalls hilfreich, um beispielsweise das Wort „gsi“ (= gewesen) zu verstehen. Aus diesen unterschiedlichen Lokalitäten, Mentalitäten und Sprechweisen ergeben sich reizvolle Kontraste, die die Autorin gewinnbringend auszunutzen weiß.

|Schwaben und SMW|

Zwei, drei Dinge sollte man nämlich in diesem Buch über das Schwabenland lernen, falls man es nicht schon vorher sonnenklar gesehen hat: „Schwabenland = Autoland“. Und: „Wenn der Daimler hustet, kriegt Stuttgart eine Lungenentzündung.“ Will heißen: Wenn die Autobauer von Mercedes-Benz schlechte Zahlen schreiben, dann kassiert die Region Stuttgart weniger Gewerbesteuer und kann somit weniger investieren. Sindelfingen, einer der Mercedes-Produktionsstandorte hier in meiner Nähe, war mal in den achtziger, neunziger Jahren die reichste Gemeinde Deutschlands, nicht ohne Grund. Das Werk dort erstreckt sich über mehrere Quadratkilometer, ebenso das in Untertürkheim. Von Porsche wollen wir gar nicht erst anfangen. Zusammen bilden sie die fiktiven „Schwäbischen Motoren Werke“ SMW (analog zu BMW).

|Armer Irrer|

Und mit denen legt sich unser Udole jetzt an. Ist er noch bei Sinnen? Nein, natürlich nicht, denn er ist ein armer Narr, der (noch) nicht weiß, was er tut bzw. wer mit ihm Schlitten fährt. Aber im Zuge seiner Ermittlungen, die er zusammen mit dem schlauen und zwielichtigen ehemaligen Verfassungsschützer „Ossi“ Oswald durchführt, stößt er auf einen Sumpf aus Kulturpolitik, die zugleich Industriepolitik ist. Das kann der Lokaljournalist Udo erst einmal nicht glauben. Kultur, die von der Industrie gelenkt wird? Wozu das denn?

Einfache Frage: Wem nützt das auf welche Weise? Anhand des fiktiven Kulturmagazins ARTemis zeigt die Autorin, wie die Pressestelle der SMW Geld zuschießt, um ihr genehme Artikel zu lancieren, die von geschmierten Journalisten verfasst werden. Dass diese Skribenten zugleich auch für die maßgebliche Tageszeitung, das (fiktive) „Stuttgarter Tagblatt“ (unschwer als „Stuttgarter Zeitung + Stuttgarter Nachrichten“ zu entziffern) schreiben und dort in Lohn und Brot stehen, ist eine Erscheinung des Sumpfes. Diese Skribenten bereiten den Boden für das Automobil als unverzichtbares Vehikel des gebildeten Bürgers. Und Wehe dem, der nicht das heiligs Blechle als Wirtschaftsfaktor verehrt und ihm huldigt! Dem geht es so wie Götzberg und den späteren Opfern. Auch Udo kann sich die Finger verbrennen.

Udo schlackert mit den Ohren, als er sich mit der Leiterin des Literaturzentrums einlässt, seine Claudi betrügt und sich diese Brigitte Heckmann schlussendlich als bezahlte Komplizin von SWM und Konsorten entpuppt. (Herrliche Szene: Die Kripo in der ersten Reihe bei einer Dichterlesung!) Das bricht ihm nun wirklich das Herz, so dass er erst nach Rom düst und dann wieder in der Heimat landet. Hier war beider Zeitung der King und hatte alle Chancen, doch Claudi will er trotzdem nicht heiraten, weiß der Geier warum.

|Kommunisten|

Vielleicht liegt es an Claudis grantigem Vater, dem kommunistischen Roten Karle, dass es ihm im Rothschen Haushalt nicht so recht gemütlich werden will. Der Karle von der 1956 verbotenen DKP wettert mit seinen Marx/Engels-Sprüchen gegen das Kapital, seine Druckmittel, die Ausbeuter usw. Dabei weigert er sich selbst, seine Produktionsmittel konkurrenzfähig zu machen und beutet lieber seine Familie aus. Es sind seine drei Kinder, die ihn „verraten“, wenn man so will. Die zwei Söhne kaufen eine neue, konkurrenzfähige Maschine, wie sie der Wettbewerber Stump besitzt, und Claudi erpresst die Gattin von Stump dahingehend, dass Stump die Lieferung drei Wochen lang einstellt. Es hängt eben alles zusammen: Das Geheimnis um die Vergewaltigung der Marianne Stump durch ihren debilen Bruder Heinz ist ebenso ein Druckmittel wie alles andere, das sich etwa die SMW einfallen lassen würde. Unschuld vom Lande? Gang mer fort!

Udo, vom Karle entsprechend erleuchtet, erklärt auch kurz und bündig das titelgebende Rattenprinip: „Wer pariert (= gehorcht), dem wird’s in den Rachen geschoben (der wird ordentlich gefüttert)!“ (Seite 128) Und weil der Karle kein Blatt vor den Mund nimmt, ruft er auch mehr als einmal „Scheißdreck!“.

|Dialekt|

Womit wir beim Dialekt wären, der einen Großteil der speziellen Sprachform dieses Krimis bestimmt. Die zwei Dialekte des Schwäbischen und des Alemannischen bestimmen wahrscheinlich auch, warum dieser Krimi zu einem „Kultbuch“ geworden ist: Nur ganz bestimmte Leute können es überhaupt zur Gänze verstehen und finden sich dementsprechend wieder, als ginge es um sie selbst. Insofern könnte man das Buch sogar als Schlüsselroman lesen – ein pikanter Reiz für die Eingeweihten jener Zeit um 1990.

Wer nun fürchtet, vor lauter Dialekt nichts mehr zu kapieren, der sei beruhigt. Die Autorin oder der Verlag oder beide sind einen Kompromiss zwischen Total-Dialekt als authentische Variante und Total-Hochdeutsch als maximalverständliche Variante eingegangen. Den Puristen behagt der Kompromiss sicher nicht, aber dafür ist die Leserschaft jenseits der Schwaben größer, ohne dass das berühmt-berüchtigte „Lokalkolorit“ verleugnet wird. In manchen Dialogen fangen die Figuren mit Dialekt an und sprechen nach zwei, drei Sätzen hochdeutsch weiter. Das sieht zwar etwas merkwürdig aus, ist aber umso lesbarer. Ein Konstrukt wie „Stuegert“ ist typisch, und es dreht einem Schwaben den Magen um. Da es sich um einen europäischen Roman handelt, sind auch Schwyzerdütsch und Italienisch vertreten.

Ich hatte mit keinem der Dialekte Probleme außer dem Alemannischen. Was ein „Daudel“ ist, konnte ich noch aus dem Kontext erschließen (ein Trottel), aber was „drimmelig“ sein soll, rätsele ich immer noch. Vielleicht „verträumt“? Wer weiß. Fußnoten und Glossar fehlen, doch sie hätten auch etwas seltsam ausgesehen, so als hätte die Autorin vorgehabt, ihren Schwabenkrimi zu einem Exportschlager zu machen. Dieses Vorgehen ist der Automafia vorbehalten.

|Erzählstil|

Von der ersten Zeile an hat mich der Erzählstil fasziniert. Alle Sätze sind ziemlich kurz und in ihrem Satzbau sehr einfach gehalten. Das hat nichts mit der Maulfaulheit von Schwaben zu tun, sondern mit dem Darstellungsstill. Jeder Satz setzt wie in einem Bild einen Farbtupfer, und erst wenn der Leser mehrere Farbtupfer zusammensetzt, ergibt sich das angedeutete Bild. Nun sind diese Sätze aber recht skurril, selbst dann, wenn sie nicht im Dialekt daherkommen. Manchmal handelt es sich nur um Gedankenfetzen, die Udo und Claudi durch den Sinn gehen. Auf diese Weise kann die Autorin Innenwelt und Außenwelt fließend ineinander übergehen lassen. Die Außenwelt ist immer eine beobachtete, also interpretierte, und wird so zu einer Ebene der Innenwelt.

Dadurch kommen recht lustige, skurrile, wenn nicht sogar bizarre Ergebnisse zu Stande. Einer dieser Beobachter ist nämlich ein Tier. Claudis Langhaardackel Maier hat immer wieder Auftritte im Buch und wir erleben seine Umgebung nur durch seine Augen und Nase, also als Hell-Dunkel-Kontrast oder Rot vs. Weiß usw. Maier fungiert sowohl als Joker wie als Gegenbild zu den seltsamen Menschenwesen, aber er spielt auch eine ganz entscheidende Rolle bei der Aufklärung des Mordfalles Yasmina Finke. Da tun sich Abgründe auf – von wegen Unschuld vom Lande! Das Land kann auch Bigotterie aufweisen, die sich mit tödlicher Konsequenz zeigt.

|Dialektik _(SPOILER!)_|

Wie sehr die Industrie in Gestalt der SMW-Pressestelle die Kulturszene manipuliert und mit welchem Ziel sie dies tut, erkennt Udo in der theoretischsten Passage des Buches zwischen Seite 124 und 129. Ein komplettes Zitat wäre sinnlos und zu lang, aber zwei Passagen sollen die Intelligenz hinter dieser Stelle beleuchten.

Udo sitzt im Theater und wundert sich. „Wem nützt das, dachte er. Er verstand nichts vom Theater, aber er begriff mit einem Schlag, dass die Bosheit von Kresniks Inszenierung, die sich an der Verblödung der Massen ergötzte, nicht die andern meinte, nicht das dumpfe Volk draußen, sondern die Besseren hier drin im Theater. Die Symbole der geistigen Verelendung wurden vorgeführt, Boris [Becker] und Daimler, der Medienterror schlug denen ins Gesicht zurück, die ihn für das Volk inszenierten: den Bildungsbürgern. Sie verachteten das Volk, sie gaben ihm Dummheit zu fressen, und das Volk rächte sich, indem es ihnen die Dummheit vor die Füße kotzte. Dass sich das Stück gegen die selbstverantwortete Verdummung der Massen richtete, bewirkte Abwehr, und Abwehr bewirkte Beifall.“ (S. 124)

Fünf Seiten später auf Seite 129 heißt es: „Udo war verwirrt. Er hatte immer gedacht, Gleichschaltung bedeutet, dass man das Subversive ausmerzt. Und das Subversive ist immer das Kritische. Jetzt sah er, dass es grad andersrum war. Die Bosse waren schlauer. Mit dem Skandal erkauften sie sich jene Selbstliebe, die das liberale Bürgertum zum Funktionieren brauchte.“ Und die Liberalen stammen, wie man weiß, vor allem aus Baden-Württemberg …

Immer wieder finden sich solche Dreisprünge der Dialektik des Materialismus, für die Marx, Engels, Lenin und viele andere stehen. Die Dialektik bringt nicht nur interessante Ergebnisse hervor, sie ist auch der Ansatz für die Kritik am schwäbischen System der Bildungsbürger und Autobosse. Sobald Udo die Dialektik anwendet, zuerst im Theater, gelangt er endlich zur Erkenntnis seiner eigenen Rolle als Chef der Lokalredaktion: Herausgeber und Chefredakteur haben einen Deppen vom Land gesucht und ihn gefunden. Er dachte, er würde Wunder was in Stuttgart bewirken, dabei sollte er bloß der Idiot vom Dienst sein, der nix kapiert. Da haben sich seine Chefs aber geschnitten!

_Unterm Strich_

1990 ereignete sich die ostwestdeutsche Wende, nicht bloß in der Hochpolitik, sondern auch ganz unten im Volk. Die Schwaben sehen sich in einem geistigen Umschwung mitgenommen, den noch kaum einer registriert. Während in den Achtzigern noch AKW-Gegner und Pazifisten die Menschenkette bildeten, gehen jetzt die Feministinnen mit Plakaten auf Beerdigungen. Die Technologie siegt, und große Autokonzerne sponsern die Kulturszene mundtot, bis auch der letzte Bildungsbürger kapiert hat, dass am heiligs Blechle alles hängt und alles zu ihm drängt, als wär’s eitel Gold. Und der Verfassungsschutz, vertreten durch seinen ehemaligen Mitarbeiter „Ossi“ Oswald, jetzt Hauptkommissar, sorgt für die rechte (!) Gesinnung.

Schon wird die beginnende Konkurrenz aus dem „Ostblock“ und die Globalisierung selbst draußen auf dem Land in Mariabronn spürbar, dann können die kleinen Meisterbetriebe dicht machen. Udo, der Lokaljournalist, ermittelt im Stuttgarter Sumpf und gerät um ein Haar unter die Räder. Erst in Rom kommt er wieder zur Besinnung, denn dorthin führen bekanntlich alle Wege.

In der Heimat, so der hinterlistige Witz der Geschichte, klärt er einen Mord auf, der in Stuttgart passierte. Die Handlung schlingert am Schluss assoziativ vor sich hin, scheinbar ziellos, und man kann dies für eine Schwäche halten. Manchmal fördert aber das Ziellose das eigentliche Ergebnis zu Tage, so wie es Maier, der Dackel, mit einem Stöckelschuh in einem Misthaufen tut. Ein Bild, das Bände spricht.

Ich fand die Lektüre äußerst kurzweilig und interessant, außerdem fühlte ich mich köstlich amüsiert. Die Sprache, die Figurenzeichnung, die ironische Brechung der Kontraste – das verrät schon einen Routinier. Nur bei der Handlungsführung und dem offenen Schluss müsste ich Abstriche machen. Dialekt sollte man allerdings schon verstehen: Schwäbisch, Alemannisch usw.

Ob dieser interessante, ungewöhnliche Krimi eine ebenso qualitätsvolle Fortsetzung im „Wespennest“ erfahren hat, werde ich euch hoffentlich schon bald sagen können.

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