Hyung, Min-Woo – Priest – Band 8

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Nachdem Ivan Isaacs endlich wieder zur Besinnung gekommen ist und realisiert hat, dass ein Weiterleben mit seiner verstorbenen Geliebten Gena nicht mehr möglich ist, lässt er sich zunächst widerwillig, dann aber doch ohne große Gegenwehr auf einen Pakt mit Belial ein. Nur durch dieses Bündnis wird es möglich sein, den rachsüchtigen Temozarela und seine finsteren Schergen aufzuhalten und zu vernichten. Doch auf den Kopf von Isaacs sind ständig größer werdende Prämien ausgesetzt, so dass sein Rachefeldzug unter erschwerten Bedingungen stattfindet. Neben den flinken Kopfgeldjägern hat es auch Marshal Coburn auf Ivan abgesehen. Seinem Team geht es aber nicht um das Kopfgeld, sondern nur um Antworten von Ivan …

Währenddessen erforschen Lizzie und ihre Männer das Wesen Temozarelas, suchen aber gleichzeitig auch nach einem Gegenmittel für die Infektion, die Lizzie sich zugezogen hat. In ihr wächst nämlich auch langsam das Zombie-Gen heran, und sollte es ihren Freunden nicht gelingen, rechtzeitig Hilfe herbeizuholen, ist das junge Mädchen ebenso dem Tod geweiht wie vor ihr Gena …

_Meine Meinung_

Band 8 der „Priest“-Reihe steht ganz klar im Zeichen von Ivan Isaacs, der seiner Hauptrolle in dieser Manhwa-Serie nach den ganzen komplexen Zwischenfällen sowie der ausführlichen Vergangenheitsaufarbeitung wieder vollkommen gerecht werden kann. Hasserfüllt, gleichzeitig aber auch zwiegespalten, was seine zweckdienliche Verbindung mit Belial betrifft, beginnt er seinen Rachefeldzug und mutiert in Nullkommanix wieder zu der coolen abgebrühten Erscheinung, die wir zu Beginn der Geschichte kennen gelernt haben. Dementsprechend macht der ‚Horror-Cowboy‘ auch keine Kompromisse während der Kampfhandlungen und jagt seine Gegner ins Jenseits, noch bevor diese ihre üblen Ankündigungen in die Tat umsetzen können. Das Prekäre daran: Ausgerechnet die Menschen, die von Isaacs‘ Einsatz nur profitieren können und durch seine Unterstützung in naher Zukunft die eigene Haut retten könnten, widersetzen sich dem kampfeslustigen Ivan.

Die eigene Haut retten kann die verdorbene Diebin Lizzie ohne fremde Hilfe indes nicht mehr. Einige Gefährten und Priester haben sich um die Gefangene geschart und versuchen mit dem Wissen über Temozarela das Leben von Lizzie zu retten und sich selber vor der drohenden Gefahr zu schützen. Auch wenn dies hoffnungslos erscheint.

Die aktuelle Episode erzählt in zwei verschieden ablaufenden Handlungsebenen über das Schicksal der hier erkorenen Hauptpersonen Ivan und Lizzie und deren teils mageren Zukunftsaussichten. Wenn auch nur auf einem sehr oberflächlichen Level, verbindet die beide etwas, nicht zuletzt weil Lizzie und die ehemalige Geliebte Isaacs‘ eine gewisse Ähnlichkeit miteinander haben. Allerdings treffen sie in Band 8 (noch?) nicht aufeinander und lassen den Leser nur vage erahnen, inwieweit sich zwischen den beiden eine Beziehung – welcher Art auch immer – entwickeln wird.

Darüber hinaus verfolgt Autor Min-Woo Hyung eine sehr direkte Linie. Zwar wird mit der Geschichte um Lizzie ein neuer Nebenschauplatz eröffnet, doch im Großen und Ganzen lässt er die Handlung recht zügig voranschreiten und erzählt ohne größere Umschweife von der dämonischen Rückkehr des Ivan Isaacs. In diesem Sinne ist „Priest 8“ im Rahmen dieser Reihe auch vergleichsweise leichte Kost und erfüllt lediglich die Kriterien einer notwendigen Fortsetzung. Dies ist aber bitte nicht negativ zu verstehen, denn Spannung liegt zur Halbzeit der 15-bändigen Serie immer noch in erhöhtem Maße in der Luft. Und dass nicht jeder einzelne Teil den vorangegangenen übertreffen kann, ist auch klar. Daher gehen trotz reduzierter Komplexität und relativ simpler Fortschritte beim Plot nach wie vor beide Daumen steil in die Höhe!

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