Jung, Carl G. – Archetypen

_Ein treuer Weggefährte im Archetypen-Dschungel_

C.G. Jungs Archetypen spielen nicht nur in seiner Analytischen Psychologie eine große Rolle, sondern waren auch ausschlaggebend für die Ästhetik. Hierüber fand ich Zugang zu der Theorie und zu diesem Buch.

Auch wenn es mir nicht möglich war, selbiges in einem Rutsch zu lesen – zu komplex sind Sprache und Text – ist es für mich seit über fünf Jahren ein treuer Weggefährte durch den Archetypen-Dschungel; sei dieser künstlerischer oder okkultistischer Natur.

|“Jung legt der Kunst verborgene Archetypen bzw. Urbilder zugrunde, die zwar vom Künstler unbewusst kommuniziert werden, aber – nach Bewusstmachung durch Interpretation – eine kollektiv-primitive Urskizze gewisser Situationen (z. B. Opfertod, Höllenfahrt, Wiedergeburt, Mutterschaft, Transzendenz usw.) darstellen können.“| (siehe Aufzeichnungen zur Okkulten Kunst)

Jungs Beschreibungen eines kollektiv vererbten Kulturpotenzials sowie einer Ideenlehre gehen auf Platon und Schopenhauer zurück. Bei diesen Philosophen ließ sich Jung inspirieren und überführte deren Ansätze in seine empirische Psychologie. Im Sinne der Empirie stellt er den Archetyp lediglich als präformativ dar, weil sowohl der kollektive Einfluss des Archetyps als auch seine Interpretation von innen, aus der Psyche des Subjekts erfolgt. Der exklusive Zugang zu einem normativen, absoluten Muster kann nicht empirisch erfasst werden. Jungs Auffassungen eines menschlichen Potenzials schöpferischer Phantasie gipfelte schließlich in einer Kunsttherapie.

Wichtig erscheint mir, dass die Charakteristik des jungianischen Konzepts der Archetypen in einer zukünftigen, reflektierten Kultur ihren festen Platz erhält. Deshalb kann ich das Buch empfehlen. Es beinhaltet die Grundlagen der jungianischen Theorie und ist ein Tor zugleich, welches mir zumindest Zugänge zu (m)einem verborgenen Potenzial verschaffte.

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