Kneifel, H. / Anton, U. / Effenberger, S. A. / Hagitte, Chr. / Bertling, S. – Attentat auf Hayok (Perry Rhodan – Sternenozean, Folge 21)

_Kantiran: Zwischen Rache und Terrorismus_

|Lübbe Audio| vertont die Abenteuer des Kadetten Kantiran und des Sternenadminstrators Perry Rhodan, die in der Unterserie „Sternenozean“ im |Perry Rhodan|-Universum spielen. Bislang sind vierundzwanzig Hörspiele veröffentlicht, doch will |Lübbe| offenbar vierzig Hörspiele produzieren. Dies ist die vierte Staffel.

Folge 19: Unbekannte Mächte zapfen die sechsdimensionale Energie der toten Superintelligenz ARCHETIM in der Sonne an. Als im Rahmen der „Operation Kristallturm“ ein Forschungsschiff zur Aufklärung dieser Vorkommnisse startet, entdeckt TLD-Agentin Mondra Diamond einen gefährlichen Saboteur an Bord …

Folge 20: Zephyda hat einen Konvent einberufen und soll zur stellaren Majestät der Motana ausgerufen werden. Währenddessen erspürt die geheimnisvolle Schildwache Lyressea ihre Schwester in einer Asylkapsel unterhalb der Stadt Kimte. Als sie Perry Rhodan in das Land unter dem Teich führt, wird beiden klar, dass Kimte in wenigen Minuten die Vernichtung droht …

Folge 21: Kantiran, Perrys Sohn, ist in der Millionenstadt Vhalaum untergetaucht, um endlich Shallowain, den Mörder seiner Freundin, zu stellen. Er ahnt nicht, dass sein einstiger Lehrer junge Arkoniden als Attentäter anwirbt und auf unschuldige Terraner ansetzt. Schon bald gerät Kantiran selbst in das Fadenkreuz Shallowains …

_Die Reihe_

„Perry Rhodan“ ist die größte SF-Heftchen- und Roman-Reihe der Welt. Eine Vielzahl von Autoren schreiben seit Jahrzehnten für die Reihe, und koordiniert wird dieser Aufwand vom |Pabel|-Verlag in Rastatt. Auch Andreas Eschbach fühlte sich geehrt, einen oder zwei Bände beitragen zu dürfen.

Es gab vor der aktuellen |Lübbe-Audio|-Reihe schon Vertonungen der PR-Silberbände, doch nicht in der stilvollen Inszenierung des |STIL|-Tonstudios. Die Vorlage für das vorliegende Abenteuerhörspiel lieferten die Romane „Menschenjagd auf Hayok“ von Hans Kneifel und „Attentat auf Hayok“ von Uwe Anton.

Die 1. Staffel:

1) [Der Sternenbastard]http://www.buchwurm.info/book/anzeigen.php?id__book=3030
2) [Die Mascantin]http://www.buchwurm.info/book/anzeigen.php?id__book=3031
3) [Der Hyperschock]http://www.buchwurm.info/book/anzeigen.php?id__book=3035
4) [Planet der Mythen]http://www.buchwurm.info/book/anzeigen.php?id__book=3058
5) [Havarie auf Hayok]http://www.buchwurm.info/book/anzeigen.php?id__book=3263
6) [Das Blut der Veronis]http://www.buchwurm.info/book/anzeigen.php?id__book=4468

Die 2. Staffel:

7) [Der Gesang der Motana]http://www.buchwurm.info/book/anzeigen.php?id__book=3627
8) [Sonderkommando Kantiran]http://www.buchwurm.info/book/anzeigen.php?id__book=3639
9) [Tau Carama]http://www.buchwurm.info/book/anzeigen.php?id__book=3656
10) [Überfahrt nach Curhafe]http://www.buchwurm.info/book/anzeigen.php?id__book=3664
11) [Entscheidung in Vhalaum]http://www.buchwurm.info/book/anzeigen.php?id__book=3682
12) [Die Femesängerin]http://www.buchwurm.info/book/anzeigen.php?id__book=3699

Die 3. Staffel:

13) [Der Flug der Epha-Motana]http://www.buchwurm.info/book/anzeigen.php?id__book=4589
14) [Terraner als Faustpfand]http://www.buchwurm.info/book/anzeigen.php?id__book=4592
15) [Die Sekte erwacht]http://www.buchwurm.info/book/anzeigen.php?id__book=4595
16) [Der Todbringer]http://www.buchwurm.info/book/anzeigen.php?id__book=4609
17) [Kampf um den Speicher]http://www.buchwurm.info/book/anzeigen.php?id__book=4633
18) [Die mediale Schildwache]http://www.buchwurm.info/book/anzeigen.php?id__book=4661

Die 4. Staffel:

19) [Operation Kristallsturm]http://www.buchwurm.info/book/anzeigen.php?id__book=5339
20) [Das Land unter dem Teich]http://www.buchwurm.info/book/anzeigen.php?id__book=5392
21) Attentat auf Hayok
22) Kybb-Jäger
23) Auf dem Weg nach Magellan
24) Jenseits der Hoffnung

_Die Sprecher & die Inszenierung_

Erzähler: Christian Schult (Richard Belzer in „Law & Order: New York“)
Kantiran: Christian Stark (‚Robin‘ in „Batman & Robin“)
Bekkeran: Kim Hasper (Jason Biggs, James Franco, Jamie Oliver)
Shallowain: Manfred Lehmann (dt. Stimme von Bruce Willis, Kurt Russell)
Breffeo Osric: Uwe Friedrichsen (Danny Glover)
Mal Detair: Jürgen Kluckert (Morgan Freeman, Chuck Norris)
Reginal Bull: Lutz Riedel (dt. Stimme von Timothy Dalton)
Marla Sarasi: Sabine Arnhold (‚Daisy Duck‘, Lola Glaudini, Melinda Clarke)
Gucky: Stefan Krause (Billy ‚Pippin‘ Boyd)
Icho Tolot: Tilo Schmitz (dt. Stimme von Ving Rhames, Michael Clarke Duncan)
Ska: Ilka Teichmüller
Captain Kirek Sortscha: Carsten Wilhelm

Die Hörspieladaption stammt von S. A. Effenberger. Regie, Musik, Ton und Programmierung lagen in den Händen von Christian Hagitte und Simon Bertling vom Ton-Studio |STIL|. „Die Musik wurde exklusiv für die Perry-Rhodan-Hörspiele komponiert und vom Berliner Filmorchester unter der Leitung von Christian Hagitte live eingespielt. Die elektronischen Klänge und Effekte wurden speziell für die Hörspiele vom |STIL|-Team durch den Einsatz von Computertechnik generiert“, heißt es im Booklet. Executive Producer der Reihe ist Marc Sieper.

Am Schluss erklingt der Song „Post #1“ von |Radiopilot|. Musik und Text stammen von Lukas Pizon und Rafael Triebel. Mehr Info: www.radiopilot.de und MySpace.

_Vorgeschichte_

Die Lage des Jahres 1332 Neuer Galaktischer Zeitrechnung ist in der Galaxis so bedrohlich und zugleich offen wie seit Jahren nicht mehr. Und alles bewegt sich auf eine einzige Veränderung hin: die Erhöhung des Hyperphysikalischen Widerstandes, kurz Hyperimpedanz genannt. Dieser „Hyperimpedanzschock“ trifft die Galaxis mehrfach. Durch ihn fällt jede hochwertige Technologie aus. Dies kündigt sich durch eine stark verminderte Höchstgeschwindigkeit der Raumschiffe und eine reduzierte Reichweite des interstellaren Hyperfunks an. Auch das Gesicht der Galaxis verändert sich. Durch die Hyperimpedanz ausgelöst, kommt es zu schweren Hyperstürmen und Raumbeben. Bisher unter Hyperkokons verborgene Sternenhaufen stürzen in die Galaxis zurück.

In dieser Zeit sind Perry und Atlan noch immer im Sternenozean von Jamondi verschollen, jenem optisch nicht wahrnehmbaren Sternhaufen, der direkt neben dem Sektor Hayok aufgetaucht ist – aus einem Hyperkokon, in den er offenbar seit Jahrmillionen gehüllt war. Es gibt Verbindungen zwischen der Galaxis und Jamondi, die sich den Menschen bisher noch nicht erschließen. Fieberhaft arbeiten terranische Wissenschaftler an Erklärungen für die angestiegene Hyperimpedanz.

|Unterdessen auf Terra|

Zeitgleich hat sich unverhofft auf Terra eine neue Religion herausgebildet: der Endzeitkult um den Gott Gon-Orbhon, der immer mehr Menschen erfasst. Der Kult redet den Untergang herbei und predigt Hass auf die Maschinen. Fast täglich verüben Sektenanhänger Selbstmordanschläge auf terranische Einrichtungen und gefährden so die öffentliche Sicherheit Terras. Mondra Diamond, Sonderauftragte der Regierung, ermittelt gegen die Sekte und ihre Anführer. In einer spektakulären kann sie das Attentat gegen den Wirtschaftsminister Terras, Homer G. Adams, vereiteln. (Folge 15).

Am Brennpunkt Hayok ist dank des Riesenraumschiffs |Praetoria| zumindest für kurze Zeit Ruhe eingekehrt. Nach der Einnahme des Sternenarchipels unter Führung der Liga-Ministers für Verteidigung Reginald Bull kann nun endlich mit der Wiederherstellung des interstellaren Hyperfunks und der Vorbereitung der „Operation Kristallsturm“ begonnen werden: der Expedition zur Großen Magellanschen Wolke. Doch ein alter Feind droht der Planungseinheit um Reginald Bull einen Strich durch die Rechnung zu machen …

_Handlung_

Während die aus dem Hayok-Speicher befreiten Terra-Agenten Gucky und Icho Tolot bei Reginald Bull sind, erfahren sie von dessen Plänen. Gucky berichtet vom Verschwinden Kantirans, dem Sohn Perry Rhodans, in der hayokanischen Stadt Valhaum. Bull gibt ihm den Auftrag, Kantiran zu finden und für die Operation Kristallsturm anzuwerben, die in etwa sechs Wochen startbereit sein werde. Weil sowohl Gucky als auch Kantiran Psi-begabt sind, fällt es Gucky nicht schwer, den Jungen aufzuspüren.

Kantiran ist immer noch mit Mal Detair zusammen, als er in Valhaum landet. Von dem terranischen Agenten Breffeo Orsic erfahren sie, wo sie sich auf diesen von Arkoniden beherrschten Welt verstecken können. Sie erhalten ein Zimmer in einer positronischen Werkstatt im von Terranern bewohnten Stadtteil Ithymba. Kantirna tut sich mit der jungen, schönen Kollegin Ska zusammen. Die Tatsache, dass sie sich in ihn verliebt, er sie aber wegen seiner Vergangenheit anlügen muss, liegt ihm schwer auf dem Herzen. Sie spürt das, doch er will mit der Wahrheit erst herausrücken, wenn er seine Mission erfüllt hat: Shallowain zu töten.

Shallowain, der Kralazene, ist ein besonders grausamer Arkonide, der keinerlei Skrupel hat, auf Hayok junge Arkonide, die Terraner „aufmischen“, für seine Sache zu rekrutieren. Er will offenbar Rassenunruhen herbeiführen. In Bekkeran findet er seinen eifrigsten Schüler, nicht zuletzt wegen der Drogen, die er freigebig verteilt.

Gucky findet Kantiran, doch dieser lehnt die Bitte Reginald Bulls ab. Von Osric wird Kantiran gewarnt, dass ein Arkonide, auf den Shallowains Beschreibung passt, aufgetaucht sei. Am nächsten Tag ereignet sich ein Mord an einem Terraner. Während Mal Detair hinfährt, um zu ermitteln, ob Shallowain dahintersteckt, spürt Kantiran mit seinem Psi-Sinn, dass etwas in der Werkstatt nicht stimmt: Die Wachhunde sind getötet worden.

Shallowain ist gekommen und begehrt Einlass. Bloß gut, dass sich Kantiran ein ganzes Arsenal Waffen besorgt hat, denn nun wird er es auf jeden Fall brauchen …

_Mein Eindruck_

Diese Episode kombiniert die Motive von Rache und Terrorismus. Zwischen diesen beiden Motiven besteht ein grundlegender Unterschied: Rache ist sehr persönlich, doch Terrorismus macht sich nicht an Personen fest, sondern an Organisationen wie etwa Nationen, und hat Ziele, die jenseits persönlicher Befriedigung liegen. Während Kantiran sich an Shallowain für die Ermordung seiner Freundin Thereme rächen möchte, denkt Shallowain zunächst nicht an den jungen Terraner, hat er doch Wichtigeres vor.

Shallowain heuert junge Arkoniden an, die eh schon rassistischen Hass gegen Terraner hegen, und schickt diese wie ein Terroristengeneral auf Missionen. Der eifrigste unter seinen Jüngern ist Bekkeran. Leider weiß Bekkeran herzlich wenig von der verräterischen Natur Shallowains. Er hat auch keine Ahnung, dass die Wirkung von terroristischen Anschlägen genauso tödlich auf den Terroristen wirken kann wie auf die Opfer. Dadurch tappt er in Shallowains Falle.

Terrorismus, so die Botschaft, ist stets ein Unternehmen voller Illusionen und findet Opfer auf beiden Seiten. Nur dass sich der Terrorist für einen Helden hält und denkt, er kommt als Belohnung mit seiner Tat in eine Art Himmel. (Der islamische Himmel soll ja voller Jungfrauen – „houris“ genannt – sein. Was eigentlich für eine heterosexuelle Selbstmordattentäterin nicht sonderlich motivierend sein sollte.)

|Kantiran|

Es versteht sich aus dem Blickwinkel der Dramaturgie fast von selbst, dass auch Kantiran indirekt zu den Opfern gehört: Seine Freundin Ska hätte es fast erwischt. Nun ist seine Reue groß. Er hat die Gelegenheit verstreichen lassen, Shallowain zu töten, und muss nun den Preis bezahlen. Aber stimmt das wirklich? Der psychologische Preis für das Töten Shallowain wäre mindestens so hoch gewesen wie beim Tode Skas: eine untilgbare Schuld am Tod eines Lebewesen (der Kralazene ist ja kein Mensch).

|Menschenrechte|

Kantirans Gnade für Shallowain stellt eine Übertragung der Menschenrechte auf ein Fremdwesen dar. Ist das zulässig oder ein Irrtum? Wir können es nicht entscheiden. Aber die Frage beleuchtet einen fundamentalen Wert im Perry-Rhodan-Universum: Die Menschenrechte, formuliert von der Französischen Revolution, gelten auch für Menschen wie für Fremdwesen gleichermaßen. Wenn das terranische Imperium darauf aufgebaut ist, könnte es sich um einen grundsätzlichen Konstruktionsfehler handeln. Und die Terraner können von Glück sagen, wenn das Kristallimperium der Arkoniden nicht die Gelegenheit ergreift, daraus Vorteil zu schlagen.

|Ritter der Tiefe|

Die Mascantin Ascari Da Vivo, Kantirans verhasste Mutter, hätte sicherlich keine Skrupel, dies zu tun, hat sie doch schon den Befehl gegeben, Kantirans Freundin zu töten. Möglicherweise bewahrt nur Atlans Freundschaft zu Perry Rhodan, dem Administrator, die zwei Reiche vor einem interstellaren Krieg. Zum Glück sind die beiden jedoch „Ritter der Tiefe“ (wird in der Serie meines Wissens nicht erklärt) und von höheren Idealen erfüllt als ihre Zeitgenossen. Dumm nur, dass sie zurzeit im Sternenozean von Jamondi verschollen zu sein scheinen. (Siehe die Parallelhandlung.) Wo ist die Sternenpolizei, wenn man sie mal braucht?

_Die Inszenierung_

Im Rahmen einer guten Radiostunde erlebt der Hörer hier ein mal mehr, mal weniger actiongeladenes Drama, das es in puncto Produktionsqualität mit einer Star-Wars-Episode aufnehmen kann. Die SF-Handlung, kombiniert mit Fantasyelementen – immer wieder sind Psikräfte am Werk -, weiß für flotte Unterhaltung zu sorgen.

So fangen Sternenopern an: mit einer schmissigen Titelmelodie und raunenden Stimmen, die Schicksalhaftes verkünden. Ein Erzähler wie Christian Schult hat eine recht hohe Autorität und wir glauben ihm seine Geschichte nur allzu gern, wenn er von Kantiran und seiner Nemesis Shallowain erzählt. Besonders die Stimme Manfred Lehmanns wusste mich zu beeindrucken. Man stelle sich Bruce Willis in einer Rolle vor, in der er besonders mies gelaunt ist. Es muss ja nicht gleich John McClane sein.

|Geräusche|

Die größte akustische Leinwand bemalen jedoch die tausend elektronisch erzeugten Sounds, die der ganzen Handlung erst das kosmische Science-Fiction-Feeling verleihen. Ohne sie könnte es sich ebenso gut um Fantasy auf einem fernen Planeten handeln, wie sie zum Beispiel Jack Vance fabriziert hätte. Diese Sounds kommen besonders in der Raumschlacht zum Tragen. Hier könnte ich mir sehr gut einige charakteristische Sound-Samples aus |Star Trek| oder |Star Wars| vorstellen, doch diese Vorgaben vermeiden die Sounddesigner mit peinlicher Genauigkeit. Sie hätten ja sonst womöglich Lizenzgebühren zahlen müssen.

|Musik|

Insgesamt ist die Musik und die Geräuschkulisse eine ganze Menge Aufwand für eine simple Sternenoper, aber es lohnt sich: Das Hörspiel klingt höchst professionell produziert. Ich könnte Gegenbeispiele nennen, in denen die Musikbegleitung in die Hose ging, aber sie stammen alle nicht vom Studio |STIL|.

|Song|

Am Schluss erklingt der Song „Post #1“ der deutschen Band |Radiopilot|. Mit dreieinhalb Minuten Länge ist er von durchschnittlicher Popsonglänge. Nach den obligaten Perry-Rhodan-Zitaten hören wir einen elektronisch verzerrten deutschen Text von erstaunlicher Banalität. Er ist mit einem Drum-&-Bass-Rhythmus unterlegt, der wie ein stockender Herzschrittmacher klingt, welcher gerade den Geist aufgibt. Ich kann nicht behaupten, dass ich diesen Song sonderlich eindrucksvoll fand. Aber wahrscheinlich soll das Ganze unheimlich innovativ wirken.

|Das Booklet …|

… umfasst neben den oben genannten Credits auch jede Menge Werbung für die vorhergehenden Episoden der Serie. Außerdem findet sich in der CD-Box ein Einleger mit Werbung für die Band |Radiopilot|. Offenbar findet hier eine Art Reklameaktion auf Gegenseitigkeit statt. Das interessiert mich aber nicht die Bohne. Am wichtigsten ist im Booklet die Sektion „Was bisher geschah …“, die eine Zusammenfassung dessen gibt, was der Hörer für die vorliegende Episode an Vorgeschichte wissen muss.

_Unterm Strich_

Kantiran, Perry Rhodans Junior, gerät nach der Schlacht um den Speicher in zwei Gewaltakte. Er dürstet nach Rache an Shallowain, dem Mörder seiner Freundin. Wir erhalten einen recht guten Einblick in Kantirans Seelenleben, auch wenn er es vor seiner aktuellen Freundin Ska verbirgt. Aber er redet ja mit seinem besten Freund Mal Detair. (Über diesen erfahren wir nichts, was wir nicht schon aus den Folgen eins und zwei wüssten.)

Shallowain hat nicht solche Skrupel wie Kantiran und befolgt offensichtlich nicht dessen Charta der Menschenrechte. Über Shallowain, den ewigen Schurken im Stück, erfahren wir sowieso reichlich wenig, außer dass er stets zu bösen Taten aufgelegt ist. Dass er mit terroristischen Anschlägen Rassenhass schürt, ergibt bei genauerem Nachdenken allerdings recht wenig Sinn. Es sei denn, er hat von der Mascantin den Auftrag erhalten, einen Krieg zwischen Arkoniden und Terranern vom Zaun zu brechen.

Über einen Mangel an Action und Spannung brauchte ich mich jedenfalls nicht zu beklagen. Jeder Gamer vor seiner Kiste dürfte sich auch für solche Szenarien interessieren. Und wer mal „Grand Theft Auto 4“ angeschaut hat, dem dürfte das Szenario von „Attentat auf Hayok“ irgendwie bekannt vorkommen.

Jugendliche beiderlei Geschlechts zwischen 14 und 17 Jahren dürften sich rasch mit den Helden identifizieren, und das ist eine der besten Voraussetzungen, ein treues Publikum aufzubauen. Auch Kantiran ist eine solche Identifikationsfigur, und ich hoffe, dass er möglichst lange Teil des Serienpersonals bleibt.

Was die Qualität des Inhalts angeht, so darf man wohl kaum tiefschürfende und daher langweilige Monologe erwarten. Vielmehr sind kämpferische Action und romantische Exotik angesagt – das ist genau die Mischung, die auch „Star Wars“ so erfolgreich gemacht hat.

|66 Minuten auf 1 CD
ISBN-13: 978-3-7857-3597-8|
http://www.perryrhodan.org
http://www.luebbe-audio.de
http://www.stil.name
http://www.perry-rhodan-game.com
[Ausführlicher Überblick über diesen Zyklus der Heftromanserie]http://www.perrypedia.proc.org/Der__Sternenozean__%28Zyklus%29

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