Neuschaefer, Katharina – Odin (Nordische Sagen 1)

_Von Odin, dem Göttervater, der um seinen Kopf wettete_

Es gab eine Zeit vor der Zeit. Da herrschte das Nichts. Es gab weder Götter noch Menschen, keine Zwerge und auch die drei Welten waren noch nicht erschaffen. Dann aber gebaren Feuer und Eis die ersten Lebewesen, und mit ihnen trat das Böse in die Welt. In jener Vorzeit war es auch, als der erste Mord geschah und die Feindschaft zwischen Riesen und Göttern begann.

Für Odin, den obersten Gott, war es nun nicht leicht, alle Wesen und Dinge zu erschaffen, denn auf ihm lastete ein Fluch, der ebenso schnell wuchs und gedieh wie Yggdrasil, die Weltesche. Die Seherin erzählt, wie Odin sein linkes Auge verlor, um ewige Weisheit zu erlangen; wie er den Krieg nach Asgard brachte und später den Frieden wiederherstellt; warum er an der Weltesche hing; und schließlich, wie es dazu kam, dass Odin mit dem Riesen Vafthrudnir um seinen Kopf wettete. (Verlagsinfo)

Der Verlag empfiehlt die Lesung ab sieben Jahren. Ich nicht.

_Die Autorin_

Katharina Neuschaefer studierte Musikwissenschaft und Germanistik und arbeitet als Radiojournalistin und Moderatorin bei |Bayern 4 Klassik|. Sie ist Autorin und Regisseurin zahlreicher Hörspiele und Musikgeschichten für Kinder. Für ihre journalistische Arbeit wurde sie mit mehreren Preisen ausgezeichnet. Sie erzählt die altisländischen Edda-Sagen neu und bietet sie sortiert dar.

Weitere NORDISCHE SAGEN:

1) Die Erschaffung der Welten
2) Thor, der Donnergott
3) Vom Ende der Zeit – Ragnarök

_Der Sprecher_

Peter Kaempfe studierte von 1974 bis 1978 Schauspiel in Hannover. 1980 gründete er die Theater-und Musikcompagnie „Pompoffel“ in Bremen und spielte von 1984 bis 1990 bei der Bremer Shakespeare Company. 1990 gründete er gemeinsam mit zwei Kolleginnen DAS TAB. Er lebt in Bremen und arbeitet als Schauspieler, Sprecher, Autor und Regisseur. Für Igel-Genius nahm Peter Kaempfe die Reihe „Griechische Sagen“ auf, dazu die Jury der |hr-2|-Hörbuchbestenliste: „Die Interpretation von Peter Kaempfe muss überragend genannt werden“. Seine Aufnahme der „Ilias“ wurde 2006 für den |Deutschen Hörbuchpreis| nominiert.

Produzent war Leonhard Huber.

_Inhalte_

Es gab eine Zeit, da lebten die Götter, die Menschen und Elben, die Zwerge und Riesen sowie die Unterirdischen noch in verbundenen Welten. In dieser Zeit saß in jeder Vollmondnacht eine Wölwa oder Seherin auf einem Hügel nahe dem Götterreich Asgard. Ihr inneres Auge blickte in die Vergangenheit, die Gegenwart und die Zukunft, und nichts blieb der zauberkundigen Frau verborgen. Selbst die Götter baten sie um Rat, um an ihrem ewigen Wissen teilzuhaben. Wer in jenen besonderen Nächten zu der Seherin auf den Hügel stieg und sich zu ihr ans Feuer setzte, erhielt Auskunft …

|Wie Odin sein Auge verlor|

Odin merkt durch die Berichte seiner klugen Raben Hugin und Munin, dass er nicht genug weiß, um Ragnarök, die Götterdämmerung, verhindern zu können. Als Erstes geht er zum Quell der Weisheit, der an den Wurzeln der Weltenesche entspricht. Dieser wird von dem Riesen Mimir bewacht. Der ist nicht nur hässlich wie die Nacht, sondern hat auch noch eine grausame Ader. Er lehnt als Bezahlung für einen Schluck aus dem Quell alles ab, was Odin anzubieten weiß, und fordert dessen linkes Auge.

Zunächst ist Odin empört und denkt daran, Mimir zu töten. Dieser, weil weise, weiß das natürlich und sagt es Odin ins Gesicht. Aber ohne ihn, so Mimir, erfahre Odin nie, was am Ende der Zeiten passiert. Odin hat kaum eingewilligt, als der Riese, der ja zaubermächtig ist, das linke Auge mit einer Geste entfernt. Odin trinkt und Mimir lobt ihn, nun habe er zu seinem äußeren auch ein inneres Auge. Mimir zeigt ihm, was am Ende der Zeiten passieren wird, und Odin schützt fortan Mimirs Quelle.

|Wie Odin das Wissen über die Runen gewann|

Odin will noch mehr Wissen, vor allem aber die Zauberkraft der Runendeutung. Als er dies von den drei Nornen, geheimnisvollen Jungfrauen, fordert, warnen sie ihn, dass der Preis dafür sehr hoch sein werde. Er müsse sich selbst opfern: „Erhänge dich selbst an der Weltenesche und spieße dich mit deinem Speer auf!“, fordern sie. Protest ist auch diesmal zwecklos, denn die Jungfern lösen sich in Nebel auf.

Odin klettert in die Esche und rammt sich seinen Speer in die Seite, bevor er sich dort aufhängt. Neun Tage lang hängt dort der leidende Gott und niemand hilft ihm. Weisheit wächst in ihm und er dichtet. Deshalb liegen alsbald neun Holztafeln an der Esche. Schmerzvoll berührt er sie, um die Weisheit zu erfassen, und stürzt zu Boden. Die Wunde verheilt. Fortan nennt er sich „Herr der Zauberer“, und das zu Recht.

|Wie der Krieg in den Himmel kam: Odin und der Wanenkrieg|

De Wanen sind im Unterschied zu den Asen Naturgötter. Njörd etwa ist ein Meeresgott. Gulveig kann sich in einen Vogel verwandeln und besitzt seherische Kräfte. Das macht sie in Odins Augen zu einer ernsthaften Rivalin. Sie solle dies gefälligst unterlassen, fordert er, wird aber besänftigt. Wenig später melden die Raben: „Mord in Midgard!“ Der Grund: Gulveig verteilt freigebig goldene Armreifen unter den habgierigen Menschen, die sich für das wertvolle Metall die Köpfe einschlagen. Weder Balder noch Thor, Odins Söhnen, gelingt es, die bockige Gulveig zum Aufhören zu bewegen. Per Runenspruch zitiert Odin sie zu sich, doch sie verteilt noch mehr Gold! Kurzerhand durchbohrt er sie mit seinem Speer.

Das Durchbohrtwerden zeigt keinerlei Wirkung. Ebenso wenig das Verbrennen etc. Odins Urteil ist nicht vollstreckbar und er bittet die Wanen um Verzeihung, doch Njörd reicht das nicht, sondern er verlangt Gleichberechtigung mit den Asen. Natürlich lehnt Odin ab, doch seine Gattin Frigg bewegt ihn zu Verhandlungen. Vergebens: Es kommt zum Krieg. Und dann zum Frieden, für einen hohen Preis.

|Odin und Mimirs Haupt|

Der Krieg verläuft unentschieden, doch Asgard und Wanenheim werden verwüstet. Beim widerwilligen Friedensschluss werden wie üblich Geiseln als Unterpfänder ausgetauscht. Njörd, Frey und Freya kommen nach Asgard und Hönir und Mimir nach Wanenheim. Doch Hönir ist so ein Trottel, dass er nichts ohne den schweigsamen Mimir entscheidet. Die Wanen fühlen sich betrogen und schlagen Mimir kurzerhand den Kopf ab, den sie Odin als Gruß schicken. Odin gelingt es, den Kopf des Orakels zu retten – und bekommt von nun an exklusive Weissagungen.

|Odin und der Dichtermet|

Odin schickt den Riesen Quasir zu den Menschen, um sie Verstand zu lehren. Quasir hat einen Kessel voller Götterspucke dabei, der die Weisheit enthält. Alle Menschen bedanken sich, doch nicht die zwei fiesen Zwerge Fjallar und Gallar. Sie erschlagen Quasir und kochen aus seinem Blut, der Spucke und Honig einen Zaubertrank, der jedem Dichter seine Kunst ermöglicht. Sie sind sogar so frech, zu Odin zu eilen und ihre Unschuld zu beteuern. Odin befiehlt seinen Raben, diese sonderbaren Zwerge zu beschatten. Insgeheim hat er es auf den Dichtermet abgesehen.

Den Zwergen gelingt es, ein Paar Riesen zu töten, doch deren Sohn Suttung rächt sich an ihnen. Um sich freizukaufen, geben sie ihm den Dichtermet. Suttung akzeptiert und versteckt die Töpfe tief in einer Berghöhle, wo seine Tochter Gunnlöd sie bewacht. An die macht sich Odin, von seinen Raben informiert, heran, aber erst nachdem er durch Suttungs Bruder Böji Zutritt erlangt hat. Odin ist als Knecht verkleidet und nennt sich Bulverk, Übelstifter. Doch Suttung zeigt ihm zwar die Töpfe Met, weigert sich allerdings, ihm etwas davon abgzugeben. So kriecht Odin als Schlange in die Höhle, durch einen Tunnel, den Böji graben lässt.

Als Bulverk umschmeichelt und umgarnt er die arglose Gunnlöd. Weil er verspricht, sie zu heiraten, darf er vom Met kosten. Er säuft wider Erwarten beide Kessel aus und verwandelt sich in einen Adler. Während er nach Asgard fliegt, jammert die betrogene Gunnlöd ihrem Vater was vor. Wütend fliegt Suttung dem Asen hinterher, doch Odin schafft es, den Großteil des Mets in bereitstehende Kessel zu spucken. Doch nicht alles: Einen Tribut zahlt er, und den bekommen seitdem die irdischen Dichter.

|Odin verwettet seinen Kopf|

Nach einem weiteren Krieg gegen die Riesen stellt Odin eine eigene Armee auf: aus im Kampf gefallenen Menschen. Seine Söhne fragen ihn, wie er das Einsammeln wohl besorgen will, doch Odin antwortet, das würden seine Walküren erledigen, in Rüstung gewandete Jungfrauen, die über besondere Kräfte, die er ihnen verleiht, verfügen.

Odin denkt mal wieder über die Riesen nach. Einer unter ihnen fällt ihm besonders auf, denn Vafthrudnir soll der klügste von ihnen sein. Klüger als Odin? Der Gott beschließt, dies in einem Wettstreit herauszufinden. Es wird ein denkwürdiges Aufeinandertreffen, denn der Riese ist nicht nur schier allwissend, sondern auch listig. Der Einsatz bei dem Wettstreit soll Odins Kopf sein, aber der Gott macht sich keine Sorgen: Es gelingt ihm, alle Fragen des Riesen zu beantworten. Schließlich hat er die Welt selbst miterschaffen.

Aber er hat nicht erwartet, dass auch Vafthrudnir alles weiß, was er ihn fragt. Deshalb wird er unfair. Er stellt eine Frage, deren Antwort nur er wissen kann. Doch eines hat er vom Riesen gelernt: Dass Ragnarök mit Gewissheit kommen wird, ist allein die Schuld der Asen.

_Mein Eindruck_

Wie oben ersichtlich, ist dies der erste Teil der vierteiligen Serie über Nordische Sagen. Der Text ist leicht verständlich, auch wenn die Ereignisse, von denen die Wölwa berichtet, mitunter höchst wunderlich und sogar komplex sind. Dies sind eben nicht die Vorstellungen der Antike oder der nordamerikanischen Völker über die Weltentstehung, sondern eben die düstere nordische Variante. Aber geschickt wird jede Art von nationalistischer Überhöhung vermieden, damit ja kein Teutonenkult geweckt wird.

Diesmal geht es um die sechs wichtigsten Abenteuer des Obergottes und Allvaters. Sicherlich hat er als Unsterblicher noch andere erlebt, wie man in „Die Entstehung der Welten“ erfährt. Aber diese sechs Abenteuer sind doch ein ganz anderes Kaliber.

In stark geraffter Form erfahren wir so, wie Odin zu seiner Allwissenheit gekommen ist und was seine Gründe waren, dies überhaupt anzustreben. Dazu zählt vor allem das Damoklesschwert der Götterdämmerung, die die Nornen fest eingeplant haben – ohne jemals einen Starttermin zu nennen. Das ist schlecht für die Planung, vor allem wenn man eine Welt zu regieren hat.

Mit seinem Tod an Weltenbaum liefert Odin so eine Art Vorlage für römische Kreuzigungen, und man fragt sich, was zuerst da war: die Römer oder die Göttersagen (auch die Römer waren ja Indogermanen aus Asien). Er opfert sich und erleidet große Schmerzen. Na, wenn uns das nicht irgendwie bekannt vorkommt! Auch der Speer und die Auferstehung dürfen nicht fehlen.

|Der Sprecher|

Peter Kaempfe ist ein Routinier, wie man an seiner ruhigen Vortragsweise erkennt. Er tritt hinter der Erzählerin Wölwa und dem Erzählten zurück, haucht aber unversehens den Figuren wieder Leben ein, wenn Emotionen gefragt sind. Zu diesen Figuren gehört in erster Linie der Göttervater selbst. Man merkt Odin an, wenn er seinen Zorn mühsam unterdrückt, wenn er mit dem oberschlauen Vafthrudnir spricht. Da kann die Stimme schnell in tiefste Tiefen fallen, wohingegen der Riese ihm grollend Widerworte gibt.

Aber Odin lacht auch viel, vor allem über Unterlegene und Riesen im Allgemeinen. Seine bemerkenswerteste Begegnung hat Odin vielleicht mit den drei Schwestern, den Nornen. Ungeachtet ihrer unbarmherzigen Tätigkeit des Schicksal-Spinnens und -Abschneidens (man denke an die griechischen Parzen Klotho, Lachesis und Atropos) sprechen sie äußerst sanft und beruhigend. Dieser Gegensatz kann einen richtiggehend nervös machen.

Die beiden Raben krächzend heiser, die Wölfe heulen, doch am lustigsten sind die beiden fiesen Zwerge Fjallar und Gallar. Sie sind so böse, wenn sie morden, und heuchlerisch, wenn sie ihre Unschuld beteuern, dass man ihnen kaum böse ist, wenn sie sich über die Blödheit der Götter und Riesen halbtot lachen.

|Die Aussprache|

Eine der erstaunlichsten Feststellungen, die man über Kaempfes Vortrag machen kann, ist die über seine korrekte Aussprache des Norwegischen. Alle Us werden als Ü ausgesprochen, und wenn ein Konsonant doppelt vorhanden ist, wie etwa TT oder LL, dann kommt ein Anlaut davor (ähnlich wie im Walisischen). Aus ‚Suttung‘ wird gemäß dieser Regel die Aussprache ‚Süchtjung‘, was zunächst wie ‚Züchtigung‘ klingt. Was durchaus passend wäre, denn der Riese ist die Nemesis der Mordzwerge. Deren Namen werden dementsprechend ‚Fjadlar‘ und ‚Gadlar‘ ausgesprochen.

|Die Musik|

Die Instrumente sind ganz einfache, aber sehr alte: ein afrikanische Krugtrommel; ein Balafon, „die afrikanische Urform des Marimbaphons“ (eine Art Xylophon also); eine tibetische Handtrommel, chinesische Glocken, Zimbeln, Klangschalen und Becken, außerdem ein „traditionelles finnisches Saiteninstrument“, eine „tibetische Trompete“, ein Saxophon, Bass und „verschiedene traditionelle Flöten“.

Man sieht also, dass hier auf sehr ursprüngliche Klänge geachtet wurde. Die entsprechenden Melodien sind ebenso urtümlich, lassen sich aber noch in manchen (abgelegenen) Weltgegenden erlauschen. Es ist, als würde der Hörer in die ferne Vergangenheit lauschen. Das finde ich höchst passend, wenn es um Geschichten über die Entstehung der Welten geht.

Die Musik mischt sich niemals in den Vortrag ein. Nach einem stimmungsvollen Intro hören wir sie stets nur als Intermezzo zwischen Textabschnitten. So haben wir Zeit, das Gehörte zu verdauen. Das Outro geleitet uns wieder uns wieder aus der Lesung hinaus, als würden wir eine andere Zeit verlassen.

|Das Booklet|

Das Booklet ist ein wichtiges Hilfsmittel für den Hörer, um sich in der Vielzahl der im Vortrag geschilderten Welten zurechtzufinden. Fünf Welten sind abgebildet (von oben nach unten): Ginungagap, die Leere, aus der alles hervorging; Asgard, Heim der Asen / Götter; daneben Vanheim, Heim der Vanen; darunter Midgard alias Mittwelt, wo Menschen, Riesen (in Jötunheim) und Zwergen existieren: schließlich ganz unten Niflheim, wo Drache, Wölfe und die Totengöttin existieren.

Zweitens bietet diese Darstellung auch einen Stammbaum für die wichtigsten Asen und ihre Kinder. Odin und seine zwei Brüder stammen also von den Riesen ab, und daraus ergibt sich eine Menge Ärger. Das Booklet liefert also erhellende Zusammenhänge, die sich angesichts der verzweigten Handlung und der Vielzahl der Namen als höchst willkommen erweisen. Achtung: Die Namen von Suttung, Fjallar und Gallar werden anders geschrieben als ausgesprochen – siehe dazu oben unter „Aussprache“.

_Unterm Strich_

Diese Fassung der Götter-Saga vermittelt die nordische Schöpfungsgeschichte den Kindern ab sieben Jahren sowohl gut verständlich als auch spannend und unterhaltsam. Der Humor bleibt allerdings weitgehend auf der Strecke, wenn man das fiese Lachen der Zwerge über ihre Untaten nicht zählt.

Allerdings bin ich nicht so sicher, ob selbstmordgefährdete Götter, mordende Zwerge und Kriege im Himmel der richtige Stoff sind, um ein siebenjähriges Kind zu unterhalten. Da kann man geteilter Meinung sein. Die CD über die „Erschaffung der Welten“ war jedenfalls wesentlich lustiger.

Diese Fassung macht neugierig auf mehr, insbesondere auf die makaberen Streiche von Loki sowie die Taten von Thor, dem Donnergott – die mit 145 Minuten bei weitem längste Geschichte. Man sollte sich also das gesamte Quartett der Nordischen Sagen zulegen.

|Das Hörbuch|

Peter Kaempfe trägt die Erzählung der Seherin routiniert und zurückhaltend vor. Er haucht den Figuren Leben ein, wenn es darauf ankommt, ohne sie jedoch individuell zu charakterisieren. Vor meinem geistigen Auge wurde Odin diesmal zu einer Gestalt, die bestimmte Eigenschaften hat, und zwar vor allem deshalb, weil ich in schon aus „Die Erschaffung der Welten“ kannte. Er ist ein Rechthaber, der über alles bestimmen und alles wissen möchte, eben Numero uno sein.

Seine Abenteuer, in denen er relativ große Risiken eingeht, sind aber auch nicht von Pappe. Er verwettet seinen Kopf, opfert ein Auge und hängt sich auf – nicht gerade die übliche Existenzform eines Obergottes. Dafür gewinnt er jede Menge Weisheit und Macht, so etwa mit Hilfe der Runen. Wer mehr darüber erfahren möchte, ohne sich zu langweilen, der lese Joanna „Chocolat“ Harris‘ wundervolles Jugendbuch [„Feuervolk“.]http://buchwurm.info/book/anzeigen.php?id__book=4254

Die bemerkenswert instrumentierte Musik hebt den musikalischen Beitrag über das gewohnte Maß hinaus. Das Booklet liefert willkommene Zusatzinformationen für den erwachsenen Hörer und Leser. Insgesamt hat sich meine Begeisterung gegenüber „Die Erschaffung der Welten“ gesteigert, was vor allem an der episodischen Geschichtenform liegt, in der wir von Odins Abenteuern erfahren.

|Info: 2 CDs, 94 Minuten
ISBN-13: 978-3893532674|
http://www.igel-records.de

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