Poe, Edgar Allan / Hala, Melchior / Sieper, Marc / Hank, Dickky / Weigelt, Thomas – Landors Landhaus (POE #27)

_Vertreibung aus dem Paradies_

Die Hörspiel-Reihe bringt unter Mitwirkung von Ulrich Pleitgen und Iris Berben, eingebettet in eine Rahmenhandlung, Erzählungen des amerikanischen Gruselspezialisten zu Gehör. Mit „Flaschenpost“ begann die 7. Staffel und der Auftakt zur zweiten Geschichte innerhalb des großen POE-Epos. Die Vorgeschichte finden man in den vorangegangenen 26 Folgen sowie in dem Roman „Lebendig begraben“, erschienen bei |Bastei Lübbe|.

USA um 1850. Der Mann, der sich POE nennt und kein Gedächtnis besitzt, versucht nach den schrecklichen Erlebnissen in New York City, ein neues Leben zu beginnen. Er glaubt, er ist Poe, wer sonst? Sicher ruht auf dem Friedhof von Baltimore ein Namenloser. Poe und Leonie mieten Landors Landhaus in den nördlichen Wäldern von New York. Doch sie kommen dort nicht zur Ruhe: Über dem Landhaus liegt ein Fluch. Und Leonies Vergangenheit ist dunkler, als Poe ahnt. (Verlagsinfo)

Ulrich Pleitgen und Iris Berben haben auch an den ersten 26 Hörbüchern der Serie mitgewirkt:

#1: Die Grube und das Pendel
#2: Die schwarze Katze
#3: Der Untergang des Hauses Usher
#4: Die Maske des roten Todes
#5: Sturz in den Mahlstrom
#6: Der Goldkäfer
#7: Die Morde in der Rue Morgue
#8: Lebendig begraben
#9: Hopp-Frosch
#10: Das ovale Portrait
#11: Der entwendete Brief
#12: Eleonora
#13: Schweigen
#14: Die längliche Kiste
#15: Du hast’s getan
#16: Das Fass Amontillado
#17: Das verräterische Herz
#18: Gespräch mit einer Mumie
#19: Die Sphinx
#20: Scheherazades 1002. Erzählung (auch: Die 1002. Erzählung)
#21: Schatten (ursprünglicher Titel: Die Scheintoten)
#22: Berenice
#23: König Pest
#24: Der Fall Valdemar
#25: Metzengerstein

#26: Die Flaschenpost
#27: Landors Landhaus
#28: Der Mann in der Menge
#29: Der Kopf des Teufels

Das Taschenbuch ist unter dem Titel [„Lebendig begraben“]http://www.amazon.de/exec/obidos/ASIN/3404156757/powermetalde-21 bei |Bastei Lübbe| erschienen.

_Der Autor_

Edgar Allan Poe (1809-49) wurde mit zwei Jahren zur Vollwaise und wuchs bei einem reichen Kaufmann namens John Allan in Richmond, der Hauptstadt von Virginia, auf. Von 1815 bis 1820 erhielt Edgar eine Schulausbildung in England. Er trennte sich von seinem Ziehvater, um Dichter zu werden, veröffentlichte von 1827 bis 1831 insgesamt drei Gedichtbände, die finanzielle Misserfolge waren. Von der Offiziersakademie in West Point wurde er ca. 1828 verwiesen. Danach konnte er sich als Herausgeber mehrerer Herren- und Gesellschaftsmagazine, in denen er eine Plattform für seine Erzählungen und Essays fand, seinen Lebensunterhalt sichern.

1845/46 war das Doppeljahr seines größten literarischen, wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Erfolgs, dem leider bald ein ungewöhnlich starker Absturz folgte, nachdem seine Frau Virginia (1822-1847) an der Schwindsucht gestorben war. Er verfiel dem Alkohol, eventuell sogar Drogen, und wurde – nach einem allzu kurzen Liebeszwischenspiel – am 2. Oktober 1849 bewusstlos in Baltimore aufgefunden und starb am 7. Oktober im Washington College Hospital.

Poe gilt als der Erfinder verschiedener literarischer Genres und Formen: Detektivgeschichte, psychologische Horrorstory, Science-Fiction, Shortstory. Neben H. P. Lovecraft gilt er als der wichtigste Autor der Gruselliteratur Nordamerikas. Er beeinflusste zahlreiche Autoren, mit seinen Gedichten und seiner Literaturtheorie insbesondere die französischen Symbolisten.

_Die Inszenierung_

Ulrich Pleitgen, geboren 1946 in Hannover, erhielt seine Schauspielerausbildung an der Staatlichen Hochschule für Musik und Theater in seiner Heimatstadt. Pleitgen wurde nach seinen Bühnenjahren auch mit Film- und Fernsehrollen bekannt. Er hat schon mehrere Hörbücher vorgelesen und versteht es, mit seinem Sprechstil Hochspannung zu erzeugen und wichtige Informationen genau herauszuarbeiten, ohne jedoch übertrieben zu wirken. In der POE-Reihe interpretiert er den Edgar Allan Poe und andere Figuren.

Iris Berben gehört zu den bekanntesten und profiliertesten Schauspielerinnen hierzulande. Ihr Repertoire umfasst Krimis („Rosa Roth“) ebenso wie Komödien und klassische Werke. Für ihre Leistungen wurde sie u. a. mit dem Bambi und mit der Goldenen Kamera ausgezeichnet. In der POE-Serie interpretiert sie die weibliche Hauptrolle Leonie Goron und andere Figuren.

Landor: Peter Schiff
Clerk: Oliver Brod
Priester: Johannes Hubert
Büchereiangestellte: Natalie Spinell

Der deutsche Prolog wird von Heinz Rudolf Kunze vorgetragen, der englische von Giuliana Ertl, die Ansage erledigt André Sander. Die deutsche Hörspielfassung stammt von Melchior Hala nach einer Idee von Marc Sieper, Dicky Hank und Thomas Weigelt. Für Regie, Musik und Ton waren Christian Hagitte und Simon Bertling vom |STIL|-Studio verantwortlich.

_Vorgeschichte_

Ein Mensch ohne Namen. Und ohne jeden Hinweis auf seine Identität. Das ist der Fremde, der nach einem schweren Unfall bewusstlos in die Nervenheilanstalt des Dr. Templeton eingeliefert und mittlerweile entlassen wurde. Diagnose: unheilbarer Gedächtnisverlust. Er begibt sich auf eine Reise zu sich selbst. Es wird eine Reise in sein Unterbewusstsein, aus dem schaurige Dinge aus der Vergangenheit aufsteigen. Woher kommen sie? Was ist passiert? Was hat er getan?

Schon 26 Stationen hat der Fremde durchwandert, stets begleitet von Alpträumen. Nach einem Aufenthalt in einem Gasthaus begibt sich der Fremde ohne Gedächtnis auf eine Seereise, die ihn zunächst nach New Orleans führt. Aus einem Schiffswrack rettet er eine schöne Landsmännin, Leonie Goron. Sie weist ihn darauf hin, dass man ihm möglicherweise nach dem Leben trachtet. Nur zu wahr, denn auf der letzten Station vor dem Ziel New Orleans muss sie ihm das Leben retten. Selbst in der großen Stadt bleibt Poe nicht von Alpträumen nicht verschont. Doch er findet etwas über seine und Leonies Vergangenheit heraus und welche finstere Rolle Dr. Templeton als Francis Baker darin spielt.

Am Anfang rekapituliert Poe / Pleitgen sehr knapp die unmittelbare Vorgeschichte. Das erleichtert den Einstieg in die Serie ein wenig, aber nur minimal.

_Handlung_

Nachdem ihre Abreise nach England gescheitert ist, suchen Poe und Leonie erstmal ein Zuhause, wo sie zueinanderfinden und heiraten können. Das nächste Landhaus, das sie auftreiben können, gehört einem Herrn Landor und liegt drei Stunden Fußweg außerhalb von New York City. Zunächst fährt er sie zu seinem eigenen Haus, um etwas zu holen, dann bringt er sie zum Landhaus. Sie kommen an einem seltsamen Gedenkstein in Form eines Herzens vorbei. Der Stein soll an ein junges Liebespaar aus dieser Gegend erinnern, das vor zehn Jahren verschwand, und werde „Das steinerne Herz“ genannt, erzählt Landor.

Das Landhäuschen liegt in einem schönen Tal, das sich jenseits eines dichten Waldes öffnet. Das Häuschen benötigt ein wenig Instandsetzung, aber Poe stellt schnell seine handwerklichen Fähigkeiten unter Beweis. Eine häusliche Atmosphäre kehrt nach Landors Abschied ein. Dennoch scheint etwas nicht zu stimmen. Leonie hört unerklärliche Geräusche, und in den Kaminsims ist das gleiche Zeichen wie in den Gedenkstein eingeritzt. Welcher Zusammenhang mag hier bestehen?

Als sie von einem langen Fußweg in die Stadt und zum Pfarrer einer kleinen Kapelle zurückkehren, fließt der Bach direkt durch ihr Häuschen! Die Tür ist offen – wer hat sie geöffnet? Sie rackern, um den Bach abzulenken und das Haus wieder bewohnbar zu machen. Erschöpft fallen sie ins Bett. Als Poe am nächsten Tag Landor davon erzählt, faselt dieser etwas von einem Fluch, der auf diesem Haus liege, und rät ihnen, schleunigst abzureisen. Poe beschwört ihn, Leonie nichts davon zu erzählen.

Sie ist aufs Konsulat in die Stadt gegangen, um sich Identitätspapiere auf den Namen „Leonie Sander“ ausstellen zu lassen, damit sie Poe heiraten kann. Dass sie Sander heißt, weiß er ja schon aus ihrer Zeit in New Orleans. Er besucht unterdessen die Ortsbücherei und leiht ein Buch über lokale Legenden aus. Einst habe hier im Tal eine alte Hexe gelebt, heißt es da. Doch ein Kaufmann und seine Geliebte hatten Streit mit ihr, woraufhin sie verbrannt werden sollte. Doch sterbend verfluchte sie ihn und alle seine Nachkommen. Der Kaufmann ließ an der Stelle des alten Hexenhäuschens sein Lusthäuschen errichten, doch eines Tages starb er bei einem Brand in der Scheune.

Na, das sind ja lustige Geschichten, denkt Poe noch. Da schlägt neben dem Haus der Blitz in einen großen Baum, der sofort Feuer fängt. Dieses Haus scheint wirklich verflucht zu sein: Erst Wasser, dann Feuer. Was kommt als nächstes? Hinter einem Riss in der Kellermauer stößt Poe mit Leonie auf das grausige Geheimnis dieses Hauses …

_Mein Eindruck_

Diese Episode ist eine der seltenen POE-Folgen, deren Handlung völlig auf dem Lande stattfindet. Meist liegt der Schauplatz ja in der Stadt, sei es New York oder New Orleans, oder auf und an der See. Zwar beginnt diesmal alles in einer Idylle auf dem Lande, doch auch hier endet alles in purem Horror.

Bemerkenswert komplex ist die vielsträngige Handlung, so dass die verschiedenen Schichten einander beeinflussen. Zunächst sieht es so aus, als würden beide erfolgreich aufs Land fliehen können, doch schon bald gehen mit Leonie rätselhafte psychische Veränderungen vor sich. Die Hochzeitsvorbereitungen gelingen zwar pragmatisch, und das Leitmotiv der Paare, symbolisiert durch „Das steinerne Herz“, wird hoffnungsvoll weitergeführt.

Doch etwas hat sich gegen das Glück der Verlobten verschworen. Zunächst scheint es nur die Natur zu sein: der Bach, der über die Ufer trifft, der Blitz, der den Baum in Brand gesetzt. Doch je mehr Poe über die Vorgeschichte dieses Ortes erfährt, desto mehr gelangt er zur Überzeugung, dass ein Fluch nicht nur auf diesem Haus, sondern auch auf seiner Verbindung mit Leonie liegt.

Als auch noch Landor den düsteren Hintergrund bestätigt und das Grauen im Keller erklärt, ist es mit der Ruhe auf dem Lande endgültig vorbei. Die Heirat mit Poe scheint keine Perspektive mehr zu sein. Leonie verschwindet spurlos, und Poe ist auf sich selbst angewiesen. Dies hat schlimme Folgen für ihn, wie die übernächste Folge zeigt.

_Die Inszenierung_

|Die Sprecher|

Mr. Poe

Pleitgen spielt die Hauptfigur, ist also in fast jeder Szene präsent. Er moduliert seine Stimme ausgezeichnet, um das richtige Maß an Entsetzen, Erstaunen oder Neugier darzustellen. In dieser Episode schwankt Pleitgens Ausdruck zwischen hoffnungsvoller Aufbruchstimmung und niedergeschmetterter Grübelei – und allen Nuancen, die dazwischen liegen. Das ist eine herausragende Darstellerleistung.

Miss Leonie Goron

Iris Berben bietet Pleitgens melancholischem und nachdenklichem Poe einen lebhaften Widerpart mit ihrer Leonie Goron. Und wie der grüblerische Poe sogar selbst merkt, zeichnet sich Leonie durch ungewöhnlichen Scharfsinn und eine kluge Feinfühligkeit aus. In der neuen Staffel tritt sie nicht mehr so energisch auf, sondern erscheint uns als zwielichtige, will heißen: mehrdimensionale Figur, die es zu ergründen gilt. Die weitere Folgen legen ihre verborgenen Schichten offen und warten mit Überraschungen auf. Leonie hat uns (und Poe) beileibe nicht alles über sich erzählt.

Landor

Peter Schiff spricht zwar nur eine Nebenfigur, doch sein Landor ist von einer beeindruckenden Nuancenvielfalt. Erst erscheint Landor als eine normale Art von Landedelmann, doch je mehr sich die Natur von ihrer ungastlichen Seite zeigt, desto mehr erscheint seine Figur im Zwielicht, denn schließlich ist er der König dieses Landes. Die Wahrheit über seine Rolle trifft den Hörer ziemlich unvermutet, daher umso heftiger. Peter Schiff weiß alle diese Wandlungen dieser Figur überzeugend darzustellen – eine beachtliche Leistung.

|Geräusche|

Der Sound liegt im Format PCM-Stereo vor, wie mir mein DVD-Spieler angezeigt hat, und klingt glasklar. Mindestens ebenso wichtig wie die Sprecher sind bei den POE-Produktionen auch die Geräusche und die Musik. Hut ab vor so viel Professionalität! Die Arbeit des Tonmeisters beim Mischen aller Geräusche ist so effektvoll, dass man sich – wie in einem teuren Spielfilm – mitten im Geschehen wähnt.

Die Geräuschkulisse ist entsprechend realistisch und detailliert gestaltet. Ländliche Geräusche wie eine rollende Kutsche, ein schnaubendes und wieherndes Pferd sowie die allgegenwärtigen Vögel – ein sehr beliebtes Motiv der Serie – gesellen sich diesmal zu unheimlichen Wetterphänomenen wie Blitz, Donner und Regen. Je ungastlicher die Natur sich gebärdet, umso feindseliger führt sich auch die Tierwelt auf: Wespen summen und Ratten fiepen. Den Schlusschor bilden unheilvolle Nachtvögel, die schon immer als Omen des nahen Todes galten, sowie Krähen, die Aasvögel des Todes. Höchste Zeit für die unwillkommenen Menschlein, von diesem ungastlichen Ort abzuhauen.

|Musik|

Die Musik untermalt, quasi als eine Widerspiegelung, die emotionale Verfassung der jeweiligen Hauptfigur. In aller Regel ist dies die von Poe selbst, aber es gibt auch andere Erzählperspektive, so etwa die von Dr. Baker und die von Leonie. Immer wieder ist das leitmotivische Poe-Thema zu hören, das in allen möglichen Instrumentierungen erklingt, mal als Streichquartett im langsamen Tempo, dann wieder durch Hörner umgesetzt.

Diesmal erklingt der aus früheren Folgen bekannte Chor „Dies irae, dies illa“, der das Verhängnis, das über Poe hängt, beschwört. Hier waren offenbar versierte Komponisten und Arrangeure am Werk – ebenso Hagitte und Bertling vom Studio |STIL|.

Ein Streichquartett, Musiker des Filmorchesters Berlin sowie die Potsdamer Kantorei an der Erlöserkirche wirken zusammen, um eine wirklich gelungene Filmmusik zu den Szenen zu schaffen. Das Booklet führt die einzelnen Teilnehmer detailliert auf, so dass sich niemand übergangen zu fühlen braucht.

|Der Song|

Der britische Schauspieler Christopher Lee singt „Elenore“, das schon auf der CD „Visionen“ zu finden ist. Hier liegt der EAP-Mix vor. Die Musik stammt wieder von Hagitte & Bertling, der deutsche Text von Marc Sieper. Sopran singen Rosemarie Arzt und Ricarda Lindner. Es spielt das Berliner Filmorchester unter der Leitung von Christian Hagitte.

Christopher Lee wurde am 27. Mai 1922 in London geboren. Seine Schauspielkarriere begann 1947. Den meisten dürfte der britische Schauspieler als Dracula bekannt sein, den Lee 1958 das erste Mal verkörperte und damit weltberühmt wurde. Noch vor seiner Zeit als Schauspieler war Lee in diversen Opernhäusern zu hören – er genoss eine Ausbildung als Opernsänger. Einige seiner aktuellen Rollen sind die des Saruman in „Herr der Ringe“ und Count Dooku in „Star Wars“. Insgesamt wirkte Lee in über 250 Filmen mit.

Ich wusste auch nicht, wie toll Christopher Lee singen kann – bis ich seine Aufnahme auf der CD [„Visionen“]http://www.buchwurm.info/book/anzeigen.php?id__book=2554 hörte. Der Gesang ist klassisch, die Orchesterbegleitung ebenso, zwei Soprane begleiten den Meister, streckenweise im Duett. Er gibt die dramatische Ballade „Elenore“, in der um die verlorene Liebste geklagt wird, zum Besten, und zwar mit viel Gefühl und Sinn fürs Dramatische. Man stelle sich eine schmissige Arie aus einem bekannten Musical vor, z. B. „Elisabeth“ – so umwerfend gut kommt das rüber. Die vorliegende Fassung wurde neu gemischt, um zur Instrumentierung des Hörspiels zu passen.

_Unterm Strich_

Poe und Leonie hätten es wie Adam und Eva haben können, doch das Land ist nicht mehr wie im Garten Eden, sondern selbst mit einem Fluch belegt. Dass es sich um den Fluch einer Hexe handeln soll, mutet dem Hörer schon etwas ungewöhnlich an, denn Hexen werden mit europäischen Märchen assoziiert. Aber es gab ja auch Hexenprozesse im Salem des 17. Jahrhunderts, und warum sollte der Hexenglaube sich nicht auch bis nach New York City verbreitet haben? Das Motiv des Hexenfluches ist schon ziemlich alt, und hier wird es mit dem Thema des Fluches, der auf Poe lastet, verknüpft. Folgerichtig kommt es zur Vertreibung aus diesem verdorbenen Paradies.

Ich fand diesen Plot ziemlich schlau ausgedacht und wurde Ohrenzeuge, wie ausgetüftelt die Szenen gestaltet wurden. Die akustische Umsetzung ist vom Feinsten, und man merkt in jeder Szene, wie viel Sorgfalt die Mitwirkenden und Macher aufgewendet haben, um die Episode reizvoll und stimmungsvoll zu gestalten. Ein Highlight ist für mich zweifellos Christopher Lees Song, auch wenn dieser eher Musical-Freunde ansprechen dürfte.

Die Reihe wird mit „Der Mann in der Menge“ fortgesetzt.

|Basierend auf: Landor’s Cottage, ca. 1848
58 Minuten auf 1 CD|
http://www.poe.phantastische-hoerspiele.de
http://www.luebbe-audio.de

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