Salvatore, R. A. / Merlau, Günter – Drizzt – Der Wächter im Dunkel (Die Saga vom Dunkelelf 3)

Folge 1: [„Der dritte Sohn“]http://www.buchwurm.info/book/anzeigen.php?id__book=2978
Folge 2: [„Im Reich der Spinne“]http://www.buchwurm.info/book/anzeigen.php?id__book=3055

_Story_

Drizzt ist endgültig aus Menzoberranzan geflohen und irrt nun verzweifelt durch die Labyrinthe der Unterwelt. Als Jäger wird er seinem Ruf als gefürchteter Krieger gleich mehrfach gerecht. Doch Drizzt ist dies nicht genug; er macht sich auf den Weg nach Blindgenstein, um dort den einst von ihm geretteten Belwar zu treffen. Der Gnom ist jedoch zunächst skeptisch, lässt sich dann aber auf den Vertreter der verhassten Dunkelelfen ein. Bei den Swirfnebli, Belwars Volk, sucht Drizzt Frieden und Ausgleich nach den fürchterlichen Erfahrungen mit seinem Heimathaus. Doch schon bald wird Drizzt wieder von seiner Vergangenheit eingeholt; Oberin Malice lässt noch immer nach ihm suchen, denn nur mit ihm kann das Haus Do’Urden wieder die Gunst der Spinnenkönigin Lloth zurückerlangen. Und dieses Mal ist Drizzts Volk ein ganzes Stück entschlossener, den abtrünnigen Kämpfer endgültig festzunageln.

_Meine Meinung_

Mit dem dritten und leider schon letzten Teil der „Saga vom Dunkelelf“ endet eine der besten Hörspiel-Serien dieser Tage. So viel kann man schon einmal zu Beginn als Fazit festhalten. Allerdings laufen die Beteiligten in „Der Wächter im Dunkel“ zur absoluten Hochform auf und liefern, unter anderem natürlich auch durch die inhaltliche Steigerung, ihre bisherige Bestleistung ab.

Die Spannung steigt in der Mitte des Hörspiels in Höchstregionen, denn als klar wird, dass die Suche nach dem abtrünnigen Drizzt nach wie vor mit größter Entschlossenheit fortgesetzt wird, ist einem klar, dass nun endgültig ein Rennen um Leben und Tod beginnt und Drizzt sich ein weiteres Mal seinen stammeseigenen Widersachern stellen muss. Hierzu bekommt er in diesem Fall jedoch Schützenhilfe vom Tiefengnom Belwar, der einst von den Dunkelelfen grausam zugerichtet, von Drizzt aber kurz vor dem Tod gerettet wurde. Belwar hat zwar schwere Verletzungen aus diesem Gefecht davongetragen, steht aber dennoch in der Schuld des jungen Do’Urden und gewährt ihm trotz des Widerstands seines Volkes Unterschlupf.

Drizzt beweist gleich mehrfach, dass sein friedliches Ansinnen ernst gemeint ist, und wird schnell zu einem mächtigen Verbündeten – bis ihm dann eines Tages gewahr wird, dass sein Leben auf ewig von ständiger Flucht gekennzeichnet sein wird, wenn er sich nicht erneut seinem Schicksal stellt und die Konfrontation mit seiner bösartigen Familie sucht. Und er hat gar nicht erst viel Zeit, sich nähere Gedanken darüber zu machen, wie dies geschehen wird, denn die Spinnenkönigin fürchtet ihn mittlerweile immer mehr, sodass sie einen schier unbesiegbaren Henker auf Drizzt angesetzt hat, der ihn auch mit sofortiger Wirkung beseitigen soll. Drizzt hatte bereits einige fürchterliche Visionen, doch dieser neue Gegner überschreitet all das, was er sich in seinen finstersten Gedanken ausgemacht hat. Tatsächlich scheint das Ende nahe und sein Tod besiegelt – oder etwa nicht?

Die Geschichte ist also erneut fabelhaft und birgt Spannungspotenzial für mehr als 70 Minuten, wobei es sich in diesem Fall sehr positiv auswirkt, dass man den umfassenden Inhalt in vergleichsweise kurzer Zeit abarbeiten muss. So geht es auch weiterhin Schlag auf Schlag und ohne Unterlass vorwärts, bis der Zuhörer dann zum Schluss endlich wieder Zeit zum Luftholen findet, denn für derartige ‚Banalitäten‘ bleibt beim Genuss des Finales dieser geschätzten Saga definitiv nicht viel Raum.

Begünstigt durch die bombastischen Sounds und Effekte avanciert die Darbietung dabei immer mehr zum groß angelegten Ohrenkino, in dessen Mittelpunkt der stete Wechsel zwischen berauschenden Klängen, glaubhaften Sprecherparts und flotter Action steht. Das Hörspiellabel |Lausch| zeigte ja bereits mit seiner anderen Serie [„Caine“,]http://www.buchwurm.info/book/anzeigen.php?id__book=2050 was bei der Kombination aus spannender Action-Handlung und Effekfeuerwerk möglich ist. Dies wird nun bis auf den äußersten Punkt der Spitze getrieben, lediglich mit dem Unterschied, dass die Science-Fiction-Elemente in „Caine“ von einem brutalen Fantasy-Spektakel sondergleichen ersetzt werden. Beim Fazit möchte ich mich deswegen auch kein drittes Mal wiederholen. Es sollte sich nämlich mittlerweile im Reich von |Dungeons & Dragons| herumgesprochen haben, dass diese Serie ein Pflichtanteil jeder Hörspiel-Sammlung ist.

http://www.merlausch.de/

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