Yoshida, Sunao / Kyujo, Kiyo – Trinity Blood 4

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_Story_

Die Verhandlungen zwischen den Menschen und dem Reich der Vampire scheitern urplötzlich, als sich der unberechenbare Radu als Verräter entpuppt und selbst vor einem Attentat auf seinen einstigen Freund Ion Fortuna, den zweiten kaiserlichen Abgesandten, nicht zurückschreckt. Abel Nightroad und Esther Blanchett nehmen Ion vorerst in ihre Obhut, geraten jedoch alsbald in höchste Not, als der Vampirjäger Bruder Petros eingreift, um Nightroad zu vernichten.

Kardinal Catherine Sforza hat die Bedrohung jedoch vorzeitig erkannt und die Herzogin mit Hilfe von Tres umstimmen können, sich in den anbahnenden Konflikt zwischen Menschen und Vampiren einzumischen und den bevorstehenden Krieg zu verhindern. Doch der verwegene Radu verfolgt seine finsteren Pläne unbeirrt weiter und zwingt Pater Nightroad durch sein erneutes Eingreifen in den Schlagabtausch zwischen Abel und Petros zu einer erschreckenden Notmaßnahme: Kresnik, sein vampirisches Alter Ego, muss zur letzten Verteidigung entfesselt werden.

_Meine Meinung_

Die vierte Episode von Sunao Yoshidas Manhwa steht ganz im Zeichen von Verrat und Intrigen – und knüpft damit nahtlos an die bisherigen Entwicklungen in „Trinity Blood“ an. Dieses Mal wird es jedoch richtig ernst, und zum ersten Mal im Laufe der Story befinden sich sowohl Pater Nightroad als auch seine Verbündeten von Seiten des Vatikans in größter Lebensgefahr. Unterdessen greifen die neueren Charaktere noch stärker in die Handlung ein; Radu entblößt sein wahres Ich, Lady Catherine unterstreicht ihre Herzlichkeit und der unbarmherzige Pedros, der personifizierte Inquisitor, lässt keine Zweifel an seiner Skrupellosigkeit aufkommen und verdeutlicht den Ernst der Situation. Doch scheinbar ist niemandem bewusst, dass der Krieg zwischen Menschen und Vampiren unmittelbar bevorsteht. Still und heimlich darf Radu seine Intrigen spinnen und mit seinen hinterlistigen Anschlägen für vollkommene Verwirrung sorgen. Und erst als es fast schon zu spät ist und die Gemüte derart aufgeheizt sind, dass eine Eskalation nur noch eine Frage der Zeit ist, sehen die Protagonisten klar. Doch selbst dann scheint es für manche schon zu spät zu sein.

Band 4 führt einige bislang unabhängig verlaufende Handlungsebenen zusammen, bleibt aber nach wie vor einige Antworten schuldig. Nach wie vor bewegt sich der Plot weitestgehend an der Oberfläche, gibt dem Leser jedoch nur selten Gelegenheit, etwas tiefer in die Details einzutauchen. Die Verhältnisse der beteiligten Darsteler untereinander werden schnell geklärt, und was die vier kurzen Teilepisoden betrifft, herrscht zumindest über deren Inhalt zum Ende hin Klarheit, doch gewissermaßen wird die Hauptgeschichte mit dem neusten Buch noch mehr aus dem Zusammenhang gerissen, weil es insgesamt an einer halbwegs linearen Handlung fehlt.

Zusammengehalten wird das Ganze dieses Mal lediglich von der merkwürdigen Beziehung zwischen dem abgeklärten Abel Nightroad und der deutlich erstarkten Esther Blanchett, die sich mittlerweile eine ganze Menge aus ihrem Gefährten macht, dann jedoch erschreckt von dessen anderen Seite Kenntnis nimmt. Diese Begebenheit liefert anschließend auch Stoff für die nächsten Veröffentlichungen und bleibt neben der angespannten Lage zwischen Menschen und Vampiren auch der Kern der Story, doch irgendwie will die Erzählung dennoch nicht so recht voranschreiten und verirrt sich verstärkt in leeren verbalen Anfeindungen und einem Höchstmaß an deftigster Action. Letztere kommt nämlich im vierten Teil definitiv nicht zu kurz, verhindert jedoch durch ihre überstrapazierte Darstellung die erforderlichen Fortschritte auf der inhaltlichen Ebene. Es fehlt ergo auch partiell an Spannung und darüber hinaus an diesem fesselnden Element, welches sich noch ganz elegant durch die ersten beiden Ausgaben zog, in der vergangenen Veröffentlichung schon ein wenig abebbte und nun den vorläufigen Tiefpunkt erreicht.

Allerdings bleibt nach dem überraschend spektakulären Finale wieder die Hoffnung, dass die dort präsentierte Dynamik sowie die plötzliche Wendung im Plot aufgegriffen werden kann, um die Serie wieder in die Bahnen zu lenken. Bis dorthin ist „Trinity Blood 4“ jedoch nur eine Zwischenepisode, die nach wie vor das erforderliche Mindestniveau hält, aber zumindest im Vergleich mit dem bisher Geschehenen leicht enttäuscht. Bleibt zu hoffen, dass die hier gebotenen Ereignisse die Story dennoch maßgeblich beeinflussen werden und man die Tragweite des Inhalts unterschätzt. Die grundlegende Story von „Trinity Blood“ ist eigentlich nämlich viel zu stark, als dass sie kleine Zwischenfälle dulden könnte.

http://www.paninicomics.de/trinity-blood-s10425.html

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