Yoshida, Sunao / Kyujyo, Kiyo / Shibamoto, Thores – Trinity Blood 2

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_Story_

Nachdem die beiden Patres Iqus und Nightroad ihre Mission in Istvan abgeschlossen haben, bereiten sie ihre Rückkehr in den Vatikan vor. Begleitet werden sie dabei von Schwester Esther Blanchett, die in Rom mehr über das mysteriöse Verhältnis zwischen Vampiren und Menschen erfahren möchte. Weiterhin erhofft sie sich mehr Informationen über ihren ehemaligen Kameraden Dietrich, der sie betrogen und verraten hat.

Der Weg in die ewige Stadt wird jedoch zum gefährlichen Abenteuer für Tres, Abel und Esther. Stets lauern neue unerwartete Gegner ihnen auf und zwingen sie gleich mehrfach, ihre Kampfkünste zu demonstrieren. Und dabei ist die lebensgefährliche Bedrohung bei weitem nicht die einzige Sorge der Gefährten …

_Meine Meinung_

Band 2 der jüngst gestarteten Manga-Reihe „Trinity Blood“ (die Geschichte gibt es übrigens auch im digitalen Format, sprich auf DVD) setzt genau dort an, wo der erste Teil gut einen Monat zuvor aufgehört hat. Nach dem Kampf gegen den vampiresken Grafen Gyula ist die Mission von Abel Nightroasd vorerst beendet, so dass der Rückkehr in die Heimat nichts im Wege steht. Er erhofft sich dabei die Gesellschaft von Esther Blanchett, die bereitwillig zusagt, zumal sie sich selber auch großen Nutzen von der bevorstehenden Reise erhofft.

Doch schon an der ersten Station kommt es zu handfesten Auseinandersetzungen im Abteil einer Eisenbahn, fortgesetzt durch Übergriffe auf Esther und gefährliche Konflikte zwischen Nightroad und einigen Vampiren, die ihr wahres Ich hinter dem Schein einer menschlichen Maske versteckt haben. Doch das Gespann um die ausschließlich rational denkende Maschine Tres, den verwegenen Pater Nightroad und die schüchterne Esther (eigentlich drei atypische Figuren für eine derartige Serie) geht seinen Weg trotz aller Gefahren und ist Rom bereits sehr nahe, als Nightroad in höchster Gefahr seine zweite Identität preisgeben muss und die von ihm begeisterte Esther mit einem Mal völlig verblüfft.

Auf inhaltlicher Ebene wird die Geschichte konsequent fortgesetzt, wobei der zweite Teil im Prinzip einen gänzlich neuen Handlungsabschnitt eröffnet, der mit der vorangegangenen Episode erst mal nur lose in Zusammenhang steht. Die Figuren und ihre merkwürdigen Eigenschaften sind hinlänglich bekannt, und nun dürfen sie auch in ihr erstes nennenswertes Abenteuer ziehen – nennenswert deshalb, weil der Kampf gegen den Grafen und seine Schergen im Vergleich zu der Vielzahl an neuen Auseinandersetzungen kaum noch ins Gewicht fällt.

Anders gesagt, geht die Story im zweiten Buch erst richtig los und entwickelt sich auch binnen kürzester Zeit zu einem wahren Action-Reißer, der sowohl von den Eigenheiten seiner Charaktere als auch von den gut getarnten Mysterien zehrt. Noch ist nicht wirklich klar, welche Ziele Abel Nightroad langfristig verfolgt, und auch das zukünftige Handeln von Esther und Tres kann nur vage erahnt werden, weil Autor Sunao Yoshida seine Erzählung immer nur um den aktuellen Moment aufbaut und sich somit auch jegliches Überraschungsmoment bewahrt. Zu komplex wird das Ganze dabei nicht, denn auch, wenn sich die Szenen im Eiltempo einer gravierenden Veränderung unterziehen, ist immer klar nachzuvollziehen, was wo warum geschehen ist bzw. geschieht.

„Trinity Blood“ bleibt somit auch spürbar spannend: zum einen, weil man wirklich noch nicht genau erahnen kann, in welche Richtung der Manga zukünftig führen wird, zum anderen eben, weil die vielseitige Action immer wieder mit Überraschungen aufwartet, die einen sehr neugierig auf mehr machen. Teil 3 dieser frisch gedruckten Serie wird aus diesem Grund bereits sehnlichst erwartet und wird hoffentlich mehr Aufschlüsse über die versteckten wesentlichen Inhalte liefern. Ich freue mich schon darauf!

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