Anonymus – Komtesse Marga. Ein erotischer Roman aus der Wiener Gesellschaft

Der Teufel mit den blonden Haaren

Sie ist ein Teufel in Engelsgestalt: schön, verführerisch, skrupellos, zu allem bereit. Deshalb gelingt es ihr auch, Vitus, der überaus reich ist, jedoch über keine größeren Liebeserfahrungen verfügt, für sich einzunehmen. Der junge Mann verfällt der raffinierten Teufelin, die ihm all ihre schönen Reize offen anbietet, rettungslos. Dann erkennt er allerdings doch noch, auf welch gewagtes Spiel er sich eingelassen hat, und er verlässt die liebestolle Marga. Vitus findet danach sein Glück bei der zauberhaften Adda, aber Marga rächt sich fürchterlich an ihm und seiner neuen Geliebten.

KOMTESSE MARGA ist ein klassischer erotischer Roman, der von einem unbekannten, jedoch ausgezeichnetem Kenner der Gesellschaft Wiens und Österreichs geschrieben und zu Beginn dieses Jahrhunderts in einer einmaligen Auflage von 500 Exemplaren als Privatdruck veröffentlicht wurde. (korrigierte Verlagsinfo) Gemeint ist das 20. Jahrhundert. Das Buch erschien 1909 in Wien.

Der Autor

„Richard Werther“ war laut Wikipedia https://de.wikipedia.org/wiki/Ernst_Klein_(Journalist) das Pseudonym von Ernst Klein (* 15. April 1876 in Wien; † Herbst 1951 in New York), einem österreichischen Journalisten und Schriftsteller, der in die USA auswanderte.

Von ihm stammen auch folgende Romane:

„Eine Diva der Liebe“ alias „Lore“. O-Titel war laut Wikipedia „Durchtollte Nächte, durchjubelte Tage. Der Roman einer Berliner Lebedame.“ (Schindler, Berlin 1908), später auch als „Lore. Das Liebesleben einer kleinen Berlinerin und Liebesnächte. Geständnisse einer Berliner ‚Fanny Hill'“ veröffentlicht.

„Komtesse Marga“ alias „Die Komtesse“
„Skandal in Graz“
„James Grunert: Ein Roman aus Berlin“ unter dem Pseudonym „Hans von B…r“
Und viele weitere Romane sowie Theaterstücke (siehe unten).

Handlung

Vitus Söllner kommt aus Wien in das entlegene Dorf Kordowey, wo sein alter Kriegskamerad Josef Kreitler lebt. Beide dienten bei den Husaren, bevor Josef zurück auf den Hof seines Vaters ging und Vitus die Welt bereiste. Josef und sein Vater begrüßen den Gast herzlich, doch die Attraktion des Tages ist für Vitus zweifellos Josefs schöne Schwester, die blonde Marga mit den blauen Augen und der schlanken, fraulichen Gestalt. Vitus nimmt sich vor, die Schönheit zu erobern.

Auf dem Schloss

Alsbald reiten sie durch den weitläufigen Wald, bis sie das herrschaftliche Anwesen des Grafen von Penckheim erreichen, dessen Pächter die Kreitlers sind. Verblüfft beobachtet Vitus, wie die Blicke seines Freundes nicht nur auf der schwarzhaarigen Komtesse Adda ruhen, sondern auch mit deren Mutter, der Gräfin, ein heimliches Techtelmechtel führen. Und der Graf begrüßt Marga Kreitler mit besonderer Herzlichkeit. Was, zum Kuckuck, geht hier vor, fragt sich Vitus. Beim Mittagessen lässt er seine Serviette auf den Boden fallen und späht unter den Tisch. Siehe da! Die wert Gräfin hat ihren Fuß in Josefs Schoß versenkt und die Hand des Grafen erforscht die Geheimnisse, die unter Margas Röcken verborgen sind! Vitus verspürt einen seltsamen Riss in seinem Herzen.

Im Pavillon

Unauffällig heftet sich Vitus an die Fersen Margas, die so tut, als schlendere sie ganz zufällig zu einem Pavillon im Garten des Schlosses. Vitus findet auf der Rückseite eine morsche Jalousie, durch die er hineinspähen kann. Wenig später trifft auch der Graf ein und macht sich über die wartende Schönheit her. Verärgert verfolgt Vitus, wie weit Marga zu gehen bereit ist. Immerhin: Sie küsst widerwillig und gebt keineswegs ihr letztes Geheimnis preis. Aber sie ringt ihrem verlebten Galan das Versprechen ab, sie im Winter mit nach Wien zu nehmen.

Der Pakt

Kaum ist der Graf wieder fort, richtet Marga ihre Kleider und verlässt den Pavillon. Draußen stößt sie auf Vitus, der ihr ohne Umschweife sagt, was er gesehen hat. Sie wird bleich und ihre Knie schlottern. Er hat sie in der Hand: Ein Wort von ihm, und sie kann ihre Pläne für Wien in den Wind schreiben. Sie erklärt, sie sei für alles bereit, was er von ihr verlange. Dann begründet sie ihr Verhalten: Sie will keinesfalls auf einem Bauernhof als Mutter von zehn Kindern versumpfen. Nein, sie will in die Wiener Gesellschaft einsteigen und dort eine reiche, gute Partie heiraten. Der Graf habe ihr das bereits „so gut wie“ versprochen. Sie ist also keine Prostituierte, im Gegenteil: Vitus macht sie zu seiner Geliebten und entjungfert sie.

Trennung und Heimkehr

Vitus muss über kurz oder lang erkennen, dass in Marga ein wahre Teufelin steckt. Um sich die Grafenfamilie vollends gefügig zu machen, fädelt sie es ein, dass Josef nicht nur die junge Adda verführt, sondern auch heiratet. Josef pumpt sich auf Margas Geheiß 3000 Gulden von Vitus, der sie ihm gerne gibt, aber dann belauscht, was Marga damit vorhat. Wutentbrannt trennt er sich von ihr und verlässt Österreich, um von Hamburg aus eine Weltreise anzutreten. Erst nach drei Jahren kehrt er nach Wien zurück.

Adda

Als er auf der Straßenbahn zu seinem Erstaunen Adda Penckheim erblickt, hält er sich zurück. Sie sieht ängstlich und gehetzt aus. Sie bittet ihn als Gentleman, sie vor ihrem Verfolger zu beschützen. Später erzählt sie ihm, der Mann, der sich Vitus nun gegenübersetzt, sei Margas derzeitiger Lover und versuche, Addas Fluchtversuch vor ihrer gescheiterten Ehe mit Josef zu vereiteln. Na, dass er, der Lover, sich da mal nicht geschnitten hat! Mit einem cleveren Kutschenmanöver und einem eisernen Kinnhaken setzt er der Verfolgung ein Ende. Adda, da völlig mittellos, findet Unterschlupf in Vitus‘ eleganter Wohnung im vierten Stock. Er hat zwar nicht die erste Adresse, aber immerhin zwei Diener, Max und Donna.

Vitus nutzt Addas Dankbarkeit nicht aus, schmiedet hingegen einen Plan, sie endgültig in Sicherheit zu bringen: am Hallstädter See im Dachsteingebirge. Nachdem er in Triest einen weiteren Verfolger ausgetrickst hat, findet das hübsche Pärchen endlich Ruhe und zu sich selbst. Über kurz oder lang wird aus den beiden Turteltauben ein innig verliebtes Paar, das ans Heiraten denkt.

Entführt

Als Vitus der telegrafierten Aufforderung eines Anwalts in Sachen Nachlass nach Wien folgt, hat er ein schlechtes Gewissen. Kaum ist er zurückgeeilt an den See, ruft er vergeblich nach Adda. Sein Diener berichtet, er, Vitus, habe doch der Dame Adda telegrafiert, nach Wien zu folgen. Hat er nicht. Adda ist entführt worden. Höchstwahrscheinlich steckt Marga, die inzwischen Gräfin Reßt ist, und ihr Bruder Josef dahinter. Wütend und bangend bricht Vitus sofort auf. Auf der Zugfahrt legt er sich einen ausgeklügelten Plan zurecht.

Die List

Tags darauf macht Marga in ihrem klandestinen Spielcasino-Klub die Bekanntschaft eines neureichen Argentiniers, der mit Geld nur so um sich wirft. Na, der Vogel wartet ja geradezu darauf, gerupft zu werden. Sie lädt den feschen Latino in ihr feudal eingerichtetes Haus ein, um ihm – vielleicht – ein Schäferstündchen zu gewähren. Darauf hat der Argentinier nur gewartet…

Mein Eindruck

Das erste Drittel des Romans ist Vitus‘ Liebe zu der ehrgeizigen Marga gewidmet, doch er wird ihr „abtrünnig“, wie sie denkt. Das mittlere Drittel schwingt sich einem vom Notfall zu einer noch romantischeren Hymne auf die reine Liebe auf, die geradezu das Gegenteil zum ersten Drittel darstellt: These und Antithese. Na, was kann im letzten Drittel auf den Leser warten?

Es ist eine Räuberpistole, die sich auch ein Karl May oder Gaston Leroux nicht spannender hätte ausdenken können. Marga findet ihr verdientes Ende, ebenso ihr Bruder und ihr Lover. Das Räubernest wird ausgehoben, doch wie ist die entführte Adda? Ob Vitus seine Angebetete wieder in die Arme schließen darf, soll hier nicht verraten werden.

Adda

Adda ist erfreulicherweise nicht das verhuschte Heimchen, das einen Versorger sucht, nun da es beide Eltern (durch Margas Schuld) verloren hat. Sie stellt durchaus Bedingungen, bietet ihrem Vitus auch im Bett Paroli und lässt ihn schon mal bitten und betteln. Von Vitus‘ Dienerschaft wird sie als Dame des Hauses und Vorsteherin des Haushalts in der Villa am See betrachtet, denn der „gnädige Herr“ hat sie auf diese Weise vorgestellt und „installiert“. Sie mag zwar keinen Pfennig in der Tasche haben – die Gründe dafür schildert sie in einer Rückblende als Beichte – aber dafür hat sie ein Herz aus Gold. Doch das verschenkt sie nur an den Richtigen, der sie auf Händen trägt oder sein leben für sie in die Waagschale wirft. Diese Qualifikation erbringt Vitus ohne Zweifeln.

Marga

Die Pächterstochter vom Lande bringt es in den zwielichtigen Kreisen der großen Stadt zu Reichtum und adligem Stand. Aber um welchen Preis? Sie geht über Leichen. Der erste, der dran glauben, ist Graf Penckheim selbst. Auch ihren Bruder Josef nimmt sie aus, der es wiederum mit der Gräfin soweit treibt, dass auch die den geist aufgibt. Kaum ist Adda eine Waise, wird sie mit Josef verheiratet, der sie prügelt. Marga selbst ehelicht einen jungen Grafen, der ebenfalls ins Gras beißt. Der letzte Lover ist ein Italiener, der sich als Falschmünzer herausstellt, als Vitus mit ihm zockt. Marga verkauft ihre Gunst zu Höchstpreise, und dafür liefert der Autor mehrere Beispiele. Wird auch der Argentinier in die gestellte Liebesfalle tappen? Wir sollten nicht darauf wetten.

Schwächen im Text

S. 79: „voneineinder“ statt „voneinander“.

S. 122: „80 Grad Réaumur-Skala„: eine völlig veraltete Temperaturskala von anno 1730, die amtlich 1901 durch die Celsius-Skala abgelöst wurde.

S. 130: „dass Sie sich solche Indolenzen gegen mich herausnehmen“. Mit diesen Frechheiten sind aber „Insolenzen“ gemeint. „Indolent“ bedeutet „träge“. Wahrscheinlich eine Verwechslung seitens des Autors.

Im Klappentext findet sich ein wunderbarer Stilfehler, der ein bezeichnendes Licht auf die Bildung der Klappentextschreiber wirft: „Sie ist ein Engel in Teufelsgestalt.“ Fürwahr, das klingt das klingt nach einem schrecklichen Wesen, einem wahren Dämon.

Allerdings weist Marga, die ja zweifellos gemeint ist, weder Hörner noch Hufe auf, geht auch nicht nächtens mit einem Dreizack auf Männerfang. Es ist nämlich genau umgekehrt: Sie ist ein Teufel in Engelsgestalt, angetan mit blonden Haaren und unschuldigen Augen. Dabei hat sie es faustdick hinter den Ohren.

Das Titelbild

…könnte vom englischen Künstler Aubrey Beardsley stammen. Man beachte die schwarz-roten Strümpfe und die tote Friedenstaube, die unter dem linken Fuß zertreten wird. Sehr teuflisch.

Unterm Strich

Das Buch trägt den Untertitel „Ein erotischer Roman aus der Wiener Gesellschaft.“ Der Anspruch wird zum Erstaunen des Lesers hundert Seiten lang gar nicht eingelöst. Erst auf den letzten 50 Seiten wird besagte Gesellschaft vorgeführt, und zwar im Wortsinne. Mit sehr wenigen Ausnahmen, nämlich den Opfern des Verbrechens, betätigen sich hier korrupte und skrupellose Kreaturen wie die titelgebende Marga, die sich einen adligen Titel erschlafen haben. Sie nehmen nichtsahnende Verehrer wie den preußischen Prinzen Stallberg aus, bringen Falschgeld in Umlauf und spielen – wen wundert’s – am Spieltisch falsch. „Corriger la fortune“ lautet dafür der euphemistische Ausdruck.

Damit die harsche Kritik des Autors an diesem Gesocks nicht so moralinsauer und bierernst daherkommt, erzeugt er durch die Verkleidungskomödie des Helden Vitus ein spannende und ziemlich ironische Kriminalgeschichte. Sie ist die dunkle Seite der romantischen Liebesgeschichte, die man heller und strahlender nicht zeichnen könnte. Adda, der verwaiste Engel mit dem schwarzen Haar, ist das genaue Gegenteil der engelhaften Teufelin Marga.

Man sieht: Hier wird zwar in schwarzweißen Tönen gemalt, aber so verkehrt, aber sich der unachtsame Leser täuschen lassen könnte. Nur das Auge des Herzens erkennt den wahren Sachverhalt. Und das besitzt Vitus zum Glück. Vielleicht weil er ein wenig in der Weltgeschichte herumgekommen ist.

Vergleich mit der Ausgabe bei Moewig

Die Heyne-Ausgabe von 1976 vermittelt den Eindruck, einen ziemlichen vollständigen Text zu präsentieren. Allerdings fehlen der Name des Autors – oder wenigstens sein Pseudonym „Richard Werther“ – und das Jahr der Originalausgabe, nämlich 1909, in den bibliografischen Angaben.

Die Moewig-Ausgabe hält sich ebenfalls nicht mit solchen Kinkerlitzchen auf. Schon der erste Absatz des Originaltextes wurde kurzerhand gestrichen, und dem restlichen Text erging es wenig besser. Ein Kapitel fehlt komplett, auch zahlreiche, möglicherweise anstößige Sexszenen wurden gekürzt. Dazu gehört eine Wiener Klubszene, in der Marga von nicht weniger als fünf Männern befriedigt wird.

Auch Adda wird verzerrt dargestellt, weil viele Szenen mit echter Liebe drastisch gekürzt wurden, so auch der Schluss. Nun wirkt Adda wirklich wie das hilflose Waisenkind, das einen Versorger und Herrn sucht, dem sie sich unterwerfen kann. Nichts ist ferner vom Original entfernt.

Zensur

Der heutige Leser mag sich fragen, was das alles soll. Der entscheidende Faktor ist außerhalb des Buches zu suchen: die deutschsprachige Zensur. Sie beeinflusste die Publikationspolitik deutschsprachiger Verlage gerade im Erotikbereich stark, bis hin zu dem Ergebnis, dass der Goldmann Verlag seine Erotikreihe bereits nach 33 Titeln einstellen musste – es wurden einfach zu viele Titel indiziert, was die Reihe unrentabel machte.

Weder die Heyne- noch die Moewig-Ausgabe wurden von der Bundesprüfstelle auf den Index gesetzt. Bei Heyne war man 1976 sehr früh dran, so dass man der Indizierungswelle zuvorkam. Fünf Jahre später, also 1981, brachte Moewig wahrscheinlich bereits vorgewarnt seine eigene, stark entschärfte Ausgabe (ISBN 3811862340) heraus. Sie ging anstandslos durch. Das konnte man damals von etlichen anderen Moewig-Erotiktiteln nicht behaupten (siehe dazu meine Berichte). Sie sind bis heute unverkäuflich.

Taschenbuch: 157 Seiten
Originaltitel: Komtesse Marga, 1909
ISBN-13: 9783453500853

www.heyne.de

Der Autor vergibt: (4.0/5) Ihr vergebt: SchrecklichNa jaGeht soGutSuper (1 Stimmen, Durchschnitt: 1,00 von 5)

Werke von Ernst Klein

Stücke:

1905: Die Erziehung zum Don Juan. Farce in 3 Akten.
1907: Nicolai Oltean. Drama in vier Aufzügen.
1908: (als „Edward Morton und J. F. Gunniver“) Der seltsame Fall / Ein seltsamer Fall / Ein Doppelleben.
1909: (als „Edward Morton und J. F. Gunniver“) Der Selbstmörderklub. Sensationsdrama in 3 Aufzügen.
1910: (als „J. F. Gunniver“) Redder, der Mann mit dem Monokle. Eine exotische Komödie in 3 Akten.
1912: Wiener Fratz. Operette in einem Aufzug. Libretto mit M. A. Weikone. Musik von Richard Fall.
1912: Am Ende der Welt. Tragödie.
1913: Der Kiebitz. Lustspiel in 3 Aufzügen.
Wir sind alle nur Menschen.
Die Frau der unbegrenzten Möglichkeiten.
Der ewige Streit.
Das Luder.

Romane:

An den Ufern der Drina. Roman aus der Zeit der Annexion. Goldschmidt, Berlin 1915.
Die Schuld der Lavinia Morland. Roman nach dem gleichnamigen Film[7] und dem Schauspiel Sidney Garrick’s „Geständnis“. Scherl, Berlin 1921.
Der gestohlene Professor. Eine romantische Geschichte aus den griechischen Bergen. Eysler, Berlin 1923.
Das Gold im Meer. Eysler, Berlin 1923.
Der Mann ohne Herz. Die Geschichte eines Mädchens und eines Steines. Eysler, Berlin 1923.
Der König ohne Land. Eysler, Berlin 1924.
Brautraub. Eine verwickelte Gaunergeschichte vom Balkan. Eysler, Berlin 1924.
Der Herr Generaldirektor. Eysler, Berlin 1925.
Derby. Keil, Leipzig 1926.
Die tolle Herzogin. Eysler, Berlin 1926.
Kämpfer. Hackebeil, Berlin 1927.
Der Mann, der seinen Mörder sucht. Knaur, Berlin 1927 (= Knaur-Bücher, Bd. 12).
Madame Circe. Hackebeil, Berlin 1928 (= Hackebeil-Bücher, Bd. 3).
Der Kampf um Lady Evelyn. Verlag Haus für Volksliteratur und Kunst,Berlin 1928 (= Universal-Kriminal-Romane, Bd. 5).
Nuttchen. P. Langenscheidt, Berlin 1928 (später als: Eva in Seide. P. Langenscheidt, Berlin 1929).
Prinzessin auf Urlaub. Scherl, Berlin 1928 (= Scherls Zwei-Mark-Romane, Bd. 7).
Sabine. Ein modernes Frauenschicksal. Selle-Eysler, Berlin 1928.
Die Dame mit dem Tigerfell. Scherl, Berlin 1929 (= Scherls Zwei-Mark-Romane).
Überfall im Tiergarten. Glöckner-Verlag, Berlin/Wien 1929 (= Glöckner-Bücher, Bd. 1).
Der Fluch des Alten / Mann gegen Mann. Glöckner-Verlag, Berlin/Wien 1929 (= Glöckner-Bücher, Bd. 30; enthält außerdem Fünf Grotesken von Tibor Yost).
Waldbrand. Scherl, Berlin 1929.
Wenn Frauen kämpfen. Maschler, Berlin 1929 (= Maschlers Erdkreisbücher, Bd. 23).
Es gibt eine Macht. Selle-Eysler, Berlin 1930 (= Deutsche-Illustrierte-Roman-Bibliothek, Bd. 1).
„Liebe“. Selle-Eysler, Berlin 1930 (= Deutsche-Illustrierte-Roman-Bibliothek, Bd. 3).
Eine Frau allein in der Welt. Selle-Eysler, Berlin 1931 (= Deutsche-Illustrierte-Roman-Bibliothek, Bd. 7).
Überfall auf Monte Carlo. Abenteuerroman. Moewig & Höffner, Dresden/Leipzig 1931.[8]
Zweiter Hoppegarten. Selle-Eysler, Berlin 1932 (= Deutsche-Illustrierte-Roman-Bibliothek, Bd. 15).
Schüsse im „Savoy“. Neufeld & Henius, Berlin 1932 (= Lutz Kriminalromane, Bd. 27).
Flucht vor dem Schatten. Neufeld & Henius, Berlin 1933 (= Lutz Kriminalromane, Bd. 34).
Wenn eine schöne Frau will … Eine Abenteurergeschichte aus unseren Tagen. Schlesische Verlagsanstalt, Berlin & J. Müller & Co., Wien/Leipzig 1933.
(als Robert Panderott) Schicksal zwischen 10 und 6. Roman aus dem Berliner Theaterleben. Berlin 1934.

Essays:

Orient und Okzident: Was hat die Kultur der Arier den Semiten zu verdanken? Bratislava 1935 (Sonderabdruck aus Allgemeine Jüdische Zeitung).
Road to disaster. Translated by Denis Weaver. G. Allen & Unwin, London 1940.

Pornografische Romane als Fedor Essée etc.:[9]

(als „Fedor Essai“) Sadistische Novellen. o. O., um 1902.
(als „Fedor Essée“) Schlimme Mädchen. o. O., um 1906.
(als „L. Robinson“) Salon d’Albert. Flagellantische Mysterien eines Wiener Hauses. o. O., um 1907.
(als „Fedor Essée“) Ruten-Reigen. Familienszenen nach berühmtem Vorbild.[10] o. O., um 1909.
(als „Fedor Essée“) Geschichten von der Birkenrute. Verlag flagellantischer Bücher, o. O., um 1910.
(als „Fedor Essée“) Peitschen- und Liebesorgien. o. O., um 1920.
(als „Fedor Essée“) Kinderheilanstalt. Erotisch-flagellantische Novelle aus dem modernen Berlin. Einem Freunde nacherzählt. o. O., um 1920.
(als „F. Essée“) Schloß Minnebirk. o. O., 1921.

Pornografische Romane als Richard Werther etc.:

(anonym) Der Skandal von Graz oder Der nackte Ball. Enthüllungen aus den Geheimnissen einer österreichischen Provinzhauptstadt. Graz 1907 (später auch als Das Tanzkränzchen im Evakostüm, Der Skandal in Graz und in umgearbeiteter Fassung als Der skandalöse Ball).
(als „James Grunert“[11]) James Grunert. Ein Roman aus Berlin W. Mit 6 Bildern von Emil Sartori. Schindler, Berlin 1908.[12]
(als „Richard Werther“) Durchtollte Nächte, durchjubelte Tage. Der Roman einer Berliner Lebedame. Schindler, Berlin 1908 (später auch als Lore. Das Liebesleben einer kleinen Berlinerin und Liebesnächte. Geständnisse einer Berliner „Fanny Hill“).
(als „W. v. St.“) Aus den Erinnerungen eines Detektivs. Erotische Abenteuer eines Kriminal-Kommissars. 2 Bände. Schindler, Berlin 1908 (später auch als Der lüsterne Detektiv).
(als „F. S.“) Die Beichte eines Sünders. Memoiren eines Erotomanen. Schindler, Berlin 1908.
(als „Richard Werther“) Das Freudenmädchen. Tagebuch einer Bordelldirne. Schindler, Berlin 1909.
(anonym) Bekenntnisse eines Schriftstellers. Schindler, Berlin 1909.
(als „Richard Werther“) Aus den Memoiren eines Arztes. Schindler, Berlin um 1909 (später auch als Denkwürdigkeiten aus den hinterlassenen Papieren eines Arztes, Aus dem Tagebuch eines Arztes und Erlebnisse eines Frauenarztes unter dem Pseudonym „Phesoy Reyewsch“[13]).
(als „X. Y. Z.“[14]) Comtesse Marga. Ein erotischer Roman aus der Wiener Gesellschaft. Schindler, Berlin 1909.

Übersetzungen klassischer Pornografie:

(als „Richard Werther“) Die Liebessektierer. Nach den Akten einer privaten französischen Gesellschaft von ***. Angeblich aus dem Französischen übersetzt. Band 1: Die Familie der Liebe. Band 2: Die Werberinnen. Schindler, Berlin 1908 (= Dokumente zur Sittengeschichte der Menschheit, Bd. 14).
(als „Richard Werther“) Flossie, die fünfzehnjährige Venus. Von Einem, der die entzückende Göttin gekannt und an ihrem Altar geopfert hat. Übersetzung von Flossie, a Venus of Fifteen. By One Who Knew This Charming Godess and Worshipped at Her Shrine[15]. Schindler, Berlin 1908 (= Dokumente zur Sittengeschichte der Menschheit, Bd. 15).
(als „Richard Werther“) „E. D.“: Das Glashaus. Sittenschilderungen aus der Zeit des 2. Kaiserreichs. Übersetzung von La maison de verre. Schindler, Berlin 1908.
(als „Tom Swift“) „Maurice Guy Vicomte de Varause“: Die lüsternen Schwestern. Übersetzung von Les nonnes lubriques. Fritz Freund, Wien 1910.

Taschenbuch: 167 Seiten