Alle Beiträge von Annabel Lutz

G. A. Aiken – Dragon Flame


Zu Anfang muss ich erwähnen, dass ich aus Versehen bei Band sieben in die Serie eingestiegen bin. Zwar ist es für das Verständnis nicht zwingend nötig, die Vorgänger gelesen zu haben, macht es aber einfacher, da anfangs sehr viele verschiedene Personen aus den Vorgängerbänden vorkommen, die nur für Kenner der Serie interessant und letztendlich nicht wichtig für die Handlung sind. Eben diese Charaktere treiben die Handlung nicht gerade voran, da sie sich größtenteils sehr kindisch benehmen und sich wegen Banalitäten andauernd streiten. G. A. Aiken – Dragon Flame weiterlesen

Tanja Heitmann – Nebelsilber


Die Handlung:

Edie zieht mit ihrem Vater in das kleine Dorf Wasserruh, in dem ihre Familie einen alten Bauernhof besitzt. Ihre Mutter Inga ist eine viel beschäftigte Geschäftsfrau, die wegen ihrem Job nach Singapur gezogen ist.

Bereits am ersten Abend, auf der Suche nach dem Grundstück, begegnet Edie und ihrem Vater die Nachbarin Rodriga Adonay, die an Edie direkt Gefallen findet, und sie bittet, doch einmal zu Besuch zu kommen.

Im dem Erlenwald, der Wasserruh umgibt, findet Edie den seit zehn Jahren vermissten Jungen Silas Sterner, der als Kind spurlos an einem nebligen Vormittag verschwand. Das Echo eines leisen Herzschlags hatte sie durch den Wald geführt. Die Aufruhr ist enorm, keiner versteht, wie das hatte passieren können. Nicht einmal Edie und Silas wissen, wie ihnen geschah. Gemeinsam versuchen die beiden, das Geheimnis um den Erlenkönig zu lüften. Tanja Heitmann – Nebelsilber weiterlesen

Alexandra Monir – Lilienfeuer

Die junge Imogen lebt zusammen mit ihrer Pflegefamilie in New York, nachdem ihre Eltern vor Jahren bei einem Unfall ums Leben kamen. Ihr Leben ist das eines ganz normalen Mädchen am Ende seiner Teens; Schule, Jungs und was das Leben so hergibt.
Doch als sie von dem tragischen Tod ihrer Cousine Lucia hört, die das Erbe ihrer Familie in Großbritannien angetreten hatte, erfährt, reist sie nach England, um dort als Herzogin von Rockford den Familienbesitz weiterzuführen. Jedoch gehen auf Rockford Manor einige merkwürdige Dinge vor sich, denen Imogen auf den Grund gehen will. Bald fragt sie sich, ob all die Geschehnisse wirklich Zufall waren. Alexandra Monir – Lilienfeuer weiterlesen

Jennifer L. Armentrout – Steinerne Schwingen (Dark Elements 1)

Ein ganz normales Mädchen sein? Das ist für Layla leider nicht möglich. Während ihre Freundinnen sich um Jungs, die Schule oder das nächste Date sorgen, hat Layla ganz andere Dinge im Kopf. Denn sie gehört zu den Wächtern, die nachts Jagd auf Dämonen machen, um diese vom Antlitz der Erde zu tilgen.
Eines Nachts jedoch wird sie bei ihrer Suche nach Dämonen in eine Falle gelockt und von Roth, einem Hohedämon, der für Layla ganz unerklärliches Interesse an ihr zeigt, gerettet.

Layla ist die Tochter einer Dämonin und eines Wächters. Allein diese Tatsache macht ihr das Leben zur Hölle. Von vielen Wächtern wird sie nicht akzeptiert oder sogar gehasst, mit den Dämonen will sie jedoch selber nichts zu tun haben, und hilft den Wächtern sogar dabei, Jagd auf sie zu machen.

Jennifer L. Armentrout – Steinerne Schwingen (Dark Elements 1) weiterlesen

Gesa Schwartz – Nacht ohne Sterne


Naya ist eine Außenseiterin. Als halber Mensch gehört sie weder zu den Menschen, noch zu den Askari, den Elfen des Lichts, in deren Welt namens Valdurin. Ihre Mutter war eine Askari, ihr Vater ein Mensch, weswegen sie keiner der beiden wirklich angehört. Durch ihre Begegnung mit dem Dunkelelfen Vidar wird sie jedoch in die uralte Fehde zwischen den Bharassar und den Askari hineingezogen, in der sie eine größere Rolle spielt, als sie jemals auch nur gewagt hätte, sich vorzustellen. Irgendwann findet sie sich selbst auf der Suche nach der Wahrheit und der richtigen Entscheidung und gleichzeitig auf der Flucht vor Bharassar und Askari wieder. Doch wem soll sie nun vertrauen? Gesa Schwartz – Nacht ohne Sterne weiterlesen

Lori M. Lee – Die Fäden der Zeit


In den Slums der Stadt Ninurta, die von den Einwohnern nur das Labyrinth genannt werden, lebt die junge Kai zusammen mit ihrem Adoptivbruder Reev. Als dieser eines Tages ohne Vorwarnung und jede Spur verschwindet, macht sie sich mit ihrem besten und einzigen Freund Avan auf eine Reise ins Ungewisse, um den mutmaßlichen Verantwortlichen – den Schwarzen Reiter – zu finden und Reev zu retten.

Kai lebt seit ihrer frühen Kindheit bei ihrem Bruder Reev, der für sie die Welt bedeutet. Schon seit sie sich erinnern kann lebte sie in den ärmlichen Verhältnissen des Labyrinths, das für sie ihre Heimat darstellt. Sie hat ihre Eltern nie kennen gelernt. Sie ist ein gutherziges, aber auch entschlossenes und hitzköpfiges Mädchen. Sie sorgt sich sehr um ihre Freunde, findet sich jedoch manchmal etwas egoistisch.

Lori M. Lee – Die Fäden der Zeit weiterlesen

Naris: Die Legenden von Mond und Sonne

Die Handlung:

Die junge Kyndra, ein ganz gewöhnliches Mädchen aus dem kleinen Dorf Brenwym, eifert wie jeder andere Jugendliche in ihrem Dorf auf die Zeremonie zu, in der der wahre Name und die Berufung eines Menschen offenbart werden. Doch während des Rituals geschieht das Unfassbare – das uralte Relikt, das zur Findung der Zukunft benutzt wurde, zerbricht unter Kyndras Berührung.

Kurz darauf beginnen unkontrollierte Einschläge das Dorf heimzusuchen. Die Bewohner Brenwyms geben Kyndra die Schuld an dem Unglück und versuchen, das Mädchen zu töten.

Doch die Wirker Brégenne und Nediah, die die Erforschung der Einschläge nach Brenwym verschlagen hat, verhindern den Mord an Kyndra und bringen sie letztendlich dazu, mit ihnen nach Naris zu reisen, da Brégenne den Verdacht hat, Kyndra sei ebenfalls eine Wirkerin.

Die Charaktere:

Kyndra ist ein etwas vorlautes, junges Mädchen, dem sehr viel an seinem Heimatdorf Brenwym liegt. Bereits zu Beginn der Reise denkt Kyndra über eine Flucht nach, die sie etwas später auch umzusetzen versucht.

Zudem ist sie sehr neugierig und hält sich nicht gerne an die Regeln, die Naris und die Wirker ihr vorschreiben.

Naris: Die Legenden von Mond und Sonne weiterlesen

Alyson Noёl – Das Echo des Bösen (Soul Seeker 2)

Soul Seekers

Band 1: Vom Schicksal bestimmt“
Band 2: „Das Echo des Bösen“
Band 3: „Im Namen des Sehers“
Band 4: „Licht am Horizont“

Handlung:

Die Handlung des zweiten Teils der Soul Seeker-Reihe von Alyson Noёl setzt genau dort an, wo der erste Teil endet. Ohne großes Herumgeplänkel oder sonstige Unterbrechungen geht es mit dem eigentlichen Lauf der Geschichte weiter. Jetzt, da Daces Zwillingsbruder Cade die Seele von Daires Großmutter Paloma gestohlen hat, versuchen sie und Dace, die Seele von Paloma zu retten. Doch währenddessen machen die von Cade wiederbelebten Richters die Unterwelt unsicher. Am Anfang des zweiten Teils streifen Daire und Dace mit Pferd und Rabe durch die Unterwelt, um die Eindringlinge zu finden, die das Gleichgewicht zwischen den Welten enorm stören. Alyson Noёl – Das Echo des Bösen (Soul Seeker 2) weiterlesen

Alyson Noёl – Vom Schicksal bestimmt (Soul Seeker 1)

Handlung:

Die 16-jährige Daire ist die Tochter der gefragten Hollywoodstylistin Jennika, mit der sie von Filmset zu Filmset reist. Doch als Daire plötzlich aufwühlende Visionen bekommt und nach einer Vision im Flugzeug absolutes Flugverbot über sie verhängt wird, sodass sie nicht mehr mit ihrer Mutter zu den Filmsets reisen kann, beschließt Jennika, ihre Tochter zu deren Großmutter Paloma nach New Mexiko zu schicken. Anfangs weigert sich Daire und versucht mit allen Mitteln, nicht bei der Großmutter, die sie überhaupt nicht kennt, bleiben zu müssen, doch ohne Erfolg. Letztendlich akzeptiert sie ihr Schicksal als Suchende und gibt Paloma doch eine Chance.

In Enchantment, dem Ort, in dem ihre Großmutter wohnt, trifft sie auf den geheimnisvollen Jungen, den sie schon öfters in ihren Träumen gesehen hat. Er ist jedoch der Zwilling eines dunklen Hexenmeisters und gehört der Familie Richter an, die alle wichtigen Ämter in Enchantment ausübt. Doch er ist auf ihrer Seite …
Alyson Noёl – Vom Schicksal bestimmt (Soul Seeker 1) weiterlesen

Monika Felten – Die Hüterin des Schattenberges

Handlung:

Die junge Eleve Jemina macht sich zusammen mit ihrer Mentorin Efta auf dem Weg zum Nebelsee, um dort die Prüfung zur Novizin abzulegen – denn Jemina wird Efta als Hüterin des Schattenberges nachfolgen. Noch vor ihrer Prüfung trifft sie auf die anderen Hüter sowie deren Eleven. Während ihrer Prüfung auf Doh-Jamal, der Insel der Nerbuks, die von dem vor acht Generationen verstorbenen Meistermagier Orekh, der auch den Schattenzauber erschuf, auf die Insel verbannt wurden, zeigen ihr die jedoch nicht böswilligen Nebelgeister einen Traum, in dem Jemina den Tod der Hüter sieht.

Als sie am nächsten Tag vergeblich darauf wartet, dass die Hüter kommen, um sie abzuholen, vermutet sie, dass ihr Traum doch eine Vision war. Gegen Abend begibt sich der Elev Rik auf die Suche nach den Hütern und Jemina. Wieder vereint beschließen die Eleven, den Meistermagier Corneus um Rat zu fragen. Dieser schickt sie, das Buch des Lebens zu suchen. Doch gibt es überhaupt noch Hoffnung für Selketien?

Monika Felten – Die Hüterin des Schattenberges weiterlesen

Chris Columbus / Ned Vizzini – House Of Secrets

Handlung:

Familie Walker zieht um, in die alte Villa eines Schriftstellers namens Denver Kristoff aus San Francisco. Die drei Kinder der Familie, Cordelia, Brendan und Eleanor, sind anfangs begeistert von dem neuen Haus. Doch als Brendan den Garten erkundet, fällt ihm auf, dass die alte Engelsstatue, die ihm bereits beim ersten Besuch unheimlich war, verschwunden ist. Stattdessen begegnet ihm jetzt eine alte Frau, sehr groß und mit dem Aussehen einer ungepflegten, glatzköpfigen Hexe.

Als sich kurz danach ihre neue Nachbarin Dahlia vorstellt, ist Brendan ihr gegenüber sehr misstrauisch, da sie ihn zu sehr an die Frau aus dem Garten erinnert. Während die Familie wenig später im Wohnzimmer einen Film ansieht, klingelt es an der Haustür. Ohne dass sie hereingebeten wäre, kommt die Nachbarin Dahlia ins Haus. Sie verwandelt sich in ein riesiges Monstrum und nennt sich selbst die „Windfurie“. Kurzerhand verbannt sie Cordelia und ihre Geschwister in drei der Bücher seines Vaters, sodass sie nun in ihnen gefangen sind. Sie stellt ihnen eine Aufgabe: Wenn sie das Buch des Verderbens und Verlangens finden können, dürfen sie wieder in ihre Welt zurück. Doch die Suche nach dem Buch bringt viele Gefahren mit sich …
Chris Columbus / Ned Vizzini – House Of Secrets weiterlesen

Blazon, Nina – Ascheherz

_Summer ist ein junges Mädchen_, das keinerlei Erinnerung an ihr Leben hat. So begann ihr, wie sie es nennt, „Katzenleben“ vor knapp eineinhalb Jahren.

Seitdem ist die junge Schauspielerin und Tänzerin auf der Flucht. In ihren Träumen macht ein Blutmann Jagd auf Summer, um sie zu töten. Dieser düstere Mann macht Summer große Angst, auch wenn sie keinerlei Erinnerung hat, warum dies so ist.

Seit Kurzem befindet Summer sich in Maymara, einer Stadt am Meer und hat sich der Theatergruppe von Mort angeschlossen. Sie ist so glücklich, wie sie es unter ihren Umständen sein kann, bis sie bei einer Vorstellung die Handschuhe des Blutmanns sieht. Summer erschrickt zu Tode und ihre Zeit ist wieder einmal gekommen, um Hals über Kopf zu fliehen.

Auf ihrer Flucht wird Summer von einem jungen Mann namens Anzej gerettet und dieser überzeugt Summer davon, sich ihm anzuschließen. Anzej kommt aus den Nordlanden und ist auf dem Weg in seine Heimat, die er sehr vermisst.

Summer schließt sich Anzej an und neben der Reise in sein Land, begibt die junge Frau sich auf die Reise zu ihrer eigenen Vergangenheit.

_Kritik_

Mit „Ascheherz“ hat die Autorin Nina Blazon wieder einen großartigen Fantasyroman geschrieben, der von der breiten Masse erfreulicherweise deutlich abhebt.

Der Einstieg in den Roman ist anfangs recht stockend. Das Theater und auch das Stück, in dem Summer eine Rolle spielt, werden sehr ausführlich beschrieben, spielen aber im weiteren Verlauf der Geschichte keine Rolle mehr.

Fahrt nimmt der Roman ab dem Erkennen, dass Summer wieder einmal der Blutmann auf die Spur gekommen ist, auf. Der Schock darüber und auch der Verlust den Summer erleidet, wird dem Leser deutlich nahegebracht. Die Autorin beschreibt sehr glaubwürdig, wie ihre Protagonistin unter ihrem Schicksal leidet, keinerlei Erinnerung an die eigene Vergangenheit zu haben und aus rätselhaften Gründen verfolgt, ist Summers Schicksal nicht leicht.

Schon dadurch, dass der Leser, wie auch Summer nicht weiß, warum sie verfolgt wird und welche Tat dem zugrunde liegt, baut sich ein konstanter Spannungsbogen auf. Dieser flacht auch nicht ab, als einige der Geheimnisse gelüftet werden, diese geben dem Leser erneut Rätsel auf, die geklärt werden wollen. Die Autorin hält sich durch die Geschichte an ihren originellen Plot und auch die Nebengeschichten und Rückblenden ergänzen diesen perfekt. Fesselnde Spannung, mystische Elemente und auch eine zarte Liebesgeschichte finden ihren Platz in „Ascheherz“ und wirken sehr überzeugend und realistisch.

Aus der Sicht eines Beobachters, der sich auf Summer konzentriert, wird die Geschichte erzählt, die Spannung wird schon dadurch erhalten, dass auch der Erzähler nie mehr preisgibt, als Summer zum jeweiligen Zeitpunkt weiß.

Mit ihrem leicht verständlichen und doch ausführlichen Schreibstil beschreibt Nina Blazon die Welt, die sie geschaffen hat, so lebendig, dass kaum Fragen offenbleiben. Jedes Wesen, Gebäude und auch die Landschaft werden unter Nina Blazons Feder so perfekt beschrieben, dass beim Lesen vor dem inneren Auge keine Fragen offenbleiben. Trotzdem verrennt sich die Autorin nicht in den Beschreibungen, sondern gibt auch der Handlung den entsprechenden Raum, sich zu entfalten. Mit ihrem atmosphärisch dichten Stil spricht die Autorin die Sinne des Lesers an.

Auch die unterschiedlichen und individuellen Figuren werden sehr greifbar und glaubwürdig erzählt. Jede hat etwas, was sie zu ihren Handlungen treibt, um das zu erreichen, was das Ziel des jeweiligen Charakters ist. Leicht fällt es, durch die präzise Beschreibung des Aussehens der Charaktere, sich diese bildlich vorzustellen, und auch die Charaktereigenschaften und Entwicklungen der Figuren kommen hier nicht zu kurz. Die Beziehungen zwischen den Protagonisten sind dagegen nicht sofort klar, diese schlüsseln sich aber im Verlauf der Handlung auf, und am Ende bleibt auch hier keine Frage ungeklärt.

„Ascheherz“ ist ein gebundener Roman, der ein zauberhaft schönes Cover hat. In hellen blau-lila Tönen gehalten, sieht man das Gesicht einer jungen Frau, deren Mund durch einen blauen Schmetterling verdeckt ist. Dieses passt sehr gut zum Plot des Buches.

_Fazit_

Mit „Ascheherz“ hat die Autorin Nina Blazon einen wirklich fantastischen Roman geschrieben, der sich unter anderem mit dem Thema „Tod“ auseinandersetzt. Trotz des etwas ungewöhnlichen Einstiges, fesselt dieser schnell. Auch, dass er sich deutlich von der breiten Masse der momentanen Fantasyliteratur abhebt, macht „Ascheherz“ zu etwas Besonderem.

Jungen sowie jung gebliebenen Lesern des Genres „Fantasy“ und „Mystik“ kann ich dieses Buch nur ans Herz legen. Eine spannende, mystische Geschichte und eine zarte Liebe erwarten hier den Leser.

_Autorin_

Nina Blazon verbrachte die Kindheit und ihre Jugendzeit in Bayern. Nach dem Studium der Fächer Germanistik und Slawistik an der Universität Würzburg unterrichtete sie als Lehrbeauftragte an den Universitäten Tübingen und Saarbrücken und arbeitete unter anderem für die Cuxhavener Nachrichten und weitere Tageszeitungen sowie als Werbetexterin. Für ihren Fantasyroman „Im Bann des Fluchträgers“, dem ersten Teil der „Woran“-Saga, erhielt sie 2003 den Wolfgang-Hohlbein-Preis. Auf ihrer Homepage befasst sie sich außerdem mit anderen Geschichten und Schriftstellern (u. a. Wolfgang Hohlbein), die sie vorstellt, indem sie ihnen fünf Fragen stellt. Nina Blazon lebt mit ihrer Familie in Baden-Württemberg und betätigt sich nebenbei auch noch als Übersetzerin. (Quelle: Wikipedia)

|Gebundene Ausgabe: 544 Seiten
ISBN-13: 978-3570160657|
[www.randomhouse.de/cbt]http://www.randomhouse.de/cbt

_Nina Blazon bei |Buchwurm.info|:_
[„Der Bund der Wölfe“]http://buchwurm.info/book/anzeigen.php?id__book=2380
[„Der Spiegel der Königin“]http://buchwurm.info/book/anzeigen.php?id__book=3203

|Woran-Saga|
Teil 1: [„Im Bann des Fluchträgers“]http://buchwurm.info/book/anzeigen.php?id__book=2350
Teil 2: [„Im Labyrinth der alten Könige“]http://buchwurm.info/book/anzeigen.php?id__book=2365
Teil 3: [„Im Reich des Glasvolks“]http://buchwurm.info/book/anzeigen.php?id__book=2369

[„Die Rückkehr der Zehnten“]http://buchwurm.info/book/anzeigen.php?id__book=2381
[„Der Maskenmörder von London“]http://buchwurm.info/book/anzeigen.php?id__book=3983

|Die Taverne am Rande der Welten|
Teil 1: [„Reise nach Yndalamor“]http://buchwurm.info/book/anzeigen.php?id__book=3463
Teil 2: [„Im Land der Tajumeeren“]http://buchwurm.info/book/anzeigen.php?id__book=3980
Teil 3: [„Das Königreich der Kitsune“]http://buchwurm.info/book/anzeigen.php?id__book=4725

[„Die Sturmrufer“]http://buchwurm.info/book/anzeigen.php?id__book=4180
[„Faunblut“]http://buchwurm.info/book/anzeigen.php?id__book=5463
[„Die Königsmalerin“]http://buchwurm.info/book/anzeigen.php?id__book=5207
[„Schattenauge“]http://buchwurm.info/book/anzeigen.php?id__book=6275

Cormac McCarthy – Die Abendröte im Westen

Der „Wilde Westen“, die Zeit des Aufbaus und der Entwicklung der nordamerikanischen Staaten, so wie wir sie aus Film und Fernsehen, aber nicht zuletzt auch durch Erzählungen berühmter Autoren kennen, ist eine Illusion. Es gibt nur wenige Quellen, die mit diesen Vorurteilen aufräumen und uns wirklich in allen Einzelheiten schildern und aufzeigen, wie brutal und blutig, wie unmenschlich und egoistisch die Politik der Besatzer und die Unterdrückung der Indianer durch die Siedler und Pioniere waren.

Unzählige Menschen aus allen Herren Länder wanderten in das Land, welches ein verheißungsvolles und großzügiges Leben in Freiheit und Würde versprach. Doch auch dies war in vielen Fällen nur eine Illusion, und oftmals fanden die Menschen nicht ihre Freiheit, sondern vielmehr Entbehrungen und Qual, oftmals den Tod. In diesem weiten Land gab es in Zeiten der Kolonialisierung keine greifbaren Gesetze, und wenn, dann wurden diese ignoriert. Die Einwanderer mussten um ihre Existenz kämpfen, um jeden Meter, an jedem Tag, sei es gegen die derzeitigen Kolonialherrscher, die Indianer oder die eigenen Reihen neidischer Menschen.

Cormac McCarthy – Die Abendröte im Westen weiterlesen

Marc Levy – Solange du da bist

Die Story

„Solange du da bist“ von Marc Levy spielt in der heutigen Zeit in San Francisco. Die junge Assistenzärztin Lauren verunglückt eines Tages mit ihrem Auto schwer. Die Unfallärzte schaffen es aber, ihr Leben unter Anstrengung zu retten. Lauren wird dennoch zur Koma-Patientin, angeschlossen an Maschinen, die sie am Leben erhalten.

Monate später zieht der Architekt Arthur in die inzwischen leer geräumte Wohnung der Patientin. Eines Abends schaltet er sein Radio ein, geht unter die Dusche und hört ein ständiges Fingerschnippsen und Summen, als würde jemand den Song rhythmisch begleiten. Aufgeschreckt und auch leicht beunruhigt öffnet er seinen Badezimmerschrank und entdeckt eine junge Frau, dort sitzend mit geschlossen Augen, die die Musik tatsächlich begleitet. Es ist Lauren, oder besser gesagt es ist ihr „Geist“, ihre Seele, ihre Essenz des Lebens.

Damit beginnt für beide eine seltsame und verrückte Geschichte. Anfangs ist Arthur verständlicherweise genervt, dann amüsiert ihn diese Situation doch und schließlich verliebt er sich in seine Mitbewohnerin, die er immerhin als „Gespenst“ bezeichnen könnte. Er erzählt seinem besten Freund Paul von seiner Liebe, der ihm anfangs kein Wort glaubt. Er nimmt sich Urlaub, um Lauren zu helfen. In endlosen Stunden versuchen sie gemeinsam, eine Lösung zu finden, um sie aus dem Koma wecken zu können. Arthur ist der einzige Mensch, der Lauren in dieser Form sehen und, ja, auch berühren kann. Er opfert seine ganze Zeit und achtet nicht auf Mitmenschen, die ihn bei einem Restaurantbesuch seltsam beobachten, weil er Selbstgespräche führt, lacht und sich aufführt, als würde jemand an seiner Seite sitzen.

Inzwischen raten die Ärzte im Krankenhaus Laurens Mutter, die lebenserhaltenden Apparaturen abzuschalten, da scheinbar nach Monaten des Hoffens keine Möglichkeit mehr besteht, dass Lauren noch aufwachen könnte.

Arthur und Lauren lieben sich, so gut es zwischen einem Gespenst und einem lebenden, fühlenden Menschen eben möglich ist. Beide wissen, dass sie nur noch wenig Zeit haben. Arthur fasst einen Entschluss: Er will Laurens Körper aus der Klinik entführen, denn er will sie nicht verlieren …

Kritik

Selbst jetzt, einige Zeit, nachdem ich diesen Roman gelesen habe, rühren mich das erneute Durchblättern des Werkes und die Erinnerung an die Lektüre. Mancher Leser wird diesen Roman sicherlich als zu kitschig empfinden. Doch gilt es bei dieser Lovestory auch zwischen den Zeilen zu lesen. Ganz sicher ist dieser Roman, auch wenn man ihn an einem Tag durchlesen kann, nicht trivial oder rein melodramatisch; es gibt so viele einzelne, kleinere Textstellen, die den Leser zum Nachdenken inspirieren. Zum Beispiel erzählt die Figur des Gespenstes Lauren dem Architekten Arthur, was Zeit ist. Denn sie als körperloser Geist kann nicht schlafen, und kein anderer hat sie bisher gesehen oder wahrgenommen.

Dieser Roman schafft es, die Balance zwischen Komik, Trauer, Romantik, aber auch zwischen Poesie und Witz zu halten. Ich würde „Solange du da bist“ von Marc Levy nicht nur als Lovestory unserer Zeit umschreiben; dieser Roman ist viel mehr, und jeder von uns wird sich ein wenig darin wiederfinden.

Levy beschreibt in seinem Debüt wundervoll die beiden Hauptdarsteller in ihrem Glauben und ihrer Hoffnung auf ein Leben. Mit viel Witz und schöner Situationskomik entführt er den Leser in ungemein vielschichtige Gefühlswelten. Tragödie und Komödie liegen hier eng beisammen, und ich kann diesen Roman nur wärmstens weiterempfehlen.

Der Autor

Marc Levy, 1961 geboren, entdeckte schon früh sein Faible für Kino und Literatur. Diesen ersten Roman schrieb er eigentlich für seinen Sohn Louis, der ihn lesen sollte, wenn er zwanzig Jahre älter ist. Levy sagt, er wollte von einem Mann erzählen, der sich in den Inhalt eines Menschen verliebt und nicht in seine äußere Verpackung.

Der Roman wurde ein Welterfolg: „Solange du da bist“ wurde in 28 Sprachen übersetzt und verkaufte sich alleine in Deutschland über 600.000-mal. Der US-amerikanische Regisseur Mark Waters verfilmte den ersten Teil der Geschichte im Jahr 2005 mit Reese Witherspoon. Seit seinem Welterfolg lebt Marc Levy als freier Schriftsteller in London und Paris.

Broschiert: 277 Seiten
Aus dem Französischen von Amelie Thoma
www.aufbauverlag.de

^

Raymond Khoury – Scriptum

Es ist auffällig, wie viele Romane erschienen sind, die im ähnlichen oftmals sogar gleichen Genre wie Dan Browns Erfolgstitel (Sakrileg/Illuminati) spielen und an dessen Erfolgen teilhaben wollen. Fast jeder Verlag versucht ein Stückchen dieses Marktes für sich zu behaupten. Und in jedem Roman spielen der Vatikan, Geheimbünde und Verschwörungen eine Rolle. Hier werden Tatsachen, Theorien der Bibelgeschichte und überhaupt der Geschichte, Magie und Aberglaube miteinander vermischt, es entsteht ein Hang zum Okkulten, ein Drängen danach, die einzige Wahrheit zu finden oder zumindest etwas Licht in die Schattenwelten uralter Geheimnisse zu bringen.

Raymond Khoury – Scriptum weiterlesen