Alle Beiträge von Nadine Stifft

Haynes, Elizabeth – Wohin du auch fliehst

_Inhalt_

Cathy lernt in jungen Jahren den charmanten und gutaussehenden Türsteher Lee kennen. Er ist zuvorkommend und liebevoll, doch irgendwann wendet sich das Blatt und er mischt sich immer mehr und mehr in ihre Angelegenheiten ein, er ist eifersüchtig und schreibt ihr vor, was sie zu tun und zu lassen hat. Er entpuppt sich als aggressiver Schläger. Bis es eines Tages zum Eklat kommt.

Jahre später beherrscht die Vergangenheit immer noch Cathys Leben und sie leidet unter verschiedenen Zwängen, die sie um wertvolle Stunden ihres Lebens bringen. Sie muss immer alles kontrollieren, sie fühlt sich beobachtet und verfolgt. Als sie eines Tages Bescheid bekommt, dass Lee aus dem Gefängnis entlassen wurde, weiß sie, dass er sie suchen und auch finden wird ..

_Kritik_

„Wohin du auch fliehst“ von Elizabeth Haynes hat mich nicht von Anfang an überzeugt. Die ersten Kapitel werden lang gezogen durch die detaillierte Beschreibung von Cathys Zwangshandlungen. Sie kontrolliert stundenlang die Haustür, die Fenster und sogar das Besteck in der Küche. Es passiert nichts wirklich Aufregendes. Zwar ist diese Erkrankung von Cathy ein wesentlicher Bestandteil der Geschichte, aber so weit ausschmücken hätte die Autorin es zu Beginn des Buches nicht müssen. Es ist ziemlich mühsam, am Ball zu bleiben und weiter zu lesen. Nach ein paar Kapiteln wird das Buch etwas interessanter. Es werden weitere Charaktere eingebunden und es finden zwischenmenschliche Handlungen statt.

Die Geschichte wird aus der Sicht von Cathy dargestellt. Die Sätze lesen sich flüssig und das Buch ist in einer einfachen Sprache geschrieben. Die Kapitel sind nicht besonders lang, so dass einem auch mal eine Pause gegönnt ist. Die Charaktere und die Örtlichkeiten sind detailliert beschrieben, so kann man sich vieles bildlich vorstellen. Die Geschehnisse werden abwechselnd aus dem Jahr 2003 und 2007 beschrieben. Man bekommt einen tieferen Einblick in die Erlebnisse, die Cathy damals hatte und die sie zu dem Menschen hat werden lassen, der sie nun ist.

Die Protagonistin Cathy wird zuerst als schwach und etwas durchgeknallt dargestellt. Als sie aber mit ihrem Nachbarn Stuart langsam anbändelt, fasst sie wieder etwas Vertrauen in andere Personen und versucht ihre Zwänge mit Hilfe eines Therapeuten in den Griff zu bekommen.

Nach dem, was man erfährt, kann man nach und nach mehr verstehen, warum Cathy immer Angst hat und sie alles kontrollieren muss. Ihr Ex-Freund Lee war ein äußerst intriganter und brutaler Kerl, der die Frauen einfach besitzen wollte. Er ließ sie nicht aus den Augen und wusste immer, was sie tat. Kein Wunder, dass Cathy sich immer noch beobachtet fühlt. Und als sie erfährt, dass Lee aus dem Gefängnis entlassen wurde, wird sie das Gefühl nicht mehr los, dass er sie besuchen wird.

_Autorin_

Elizabeth Haynes wuchs in Seaford, Sussex auf und studierte an der Leicester University Englisch. Deutsch und Kunstgeschichte. Sie arbeitet als Fallanalytikerin bei der Polizei und lebt mit ihrem Mann und ihrem Sohn in Kent. „Wohin du auch fliehst“ ist ihr erster Roman. (Verlagsinfo)

_Fazit_

„Wohin du auch fliehst“ von Elizabeth Haynes ist meines Erachtens ein eher durchschnittlicher Psychothriller. Er ist weist einige spannende Stellen auf, aber durchweg gefesselt hat mich die Lektüre nicht. Da es sich aber um einen Debütroman handelt, kann man eigentlich nicht viel meckern.

|Taschenbuch: 480 Seiten
ISBN-13: 978-3453355859
Originaltitel: Into the Darkest Corner
Übersetzt aus dem Englischen von Christiane Winkler|
[www.diana-verlag.de]http://www.diana-verlag.de

Sharon Bolton – Dunkle Gebete

Inhalt

Lacey Flint ist eine junge Ermittlerin in London. Eines Tages findet sie vor ihrem Auto eine schwer verletzte Frau, die daraufhin in ihren Armen stirbt. Später wird Lacey von DI Tulloch und deren Kollegen DI Joesbury als Zeugin vernommen. Sie kann vorerst nicht wirklich viel dazu sagen, aber als noch ein Mord geschieht und rätselhafte Briefsendungen auftauchen, die unter anderem auch an Lacey adressiert sind, wird sie selbst zur Verdächtigen …

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Busch, Petra – Mein wirst du bleiben

_Inhalt_

Miriam pflegt ihre Mutter Thea, seit diese ihr Gedächtnis verloren hat. Sie geht lediglich arbeiten, um das Leben der beiden zu finanzieren, ansonsten opfert sie sich voll und ganz ihrer Mutter auf und betüddelt diese den ganzen Tag. Sie kapselt sich ab, hat keine Freunde oder großartige Freizeitaktivitäten. Als in dem Haus, in dem sie wohnen ein Mord geschieht, kommt das ganze Leben von Miriam und Thea komplett durcheinander. Hauptkommissar Ehrlinspiel beginnt nämlich zu ermitteln und es kommt nach und nach so einiges ans Licht …

_Kritik_

„Mein wirst du bleiben“ von Petra Busch habe ich in ein paar Tagen durchgelesen. Es ist von Beginn an packend und zieht den Leser in seinen Bann. Die Geschichte ist aus der Sicht eines Beobachters geschrieben. Es werden die Eindrücke und Ereignisse von verschiedenen Personen dargestellt. Die Kapitel sind angenehm lang. Es ist in einfacher Sprache geschrieben und die Sätze lesen sich flüssig.

Die lebendigen Schilderungen lassen den Leser schnell in der Handlung versinken und selbst fast zum Ermittler werden. Auch in dieser Geschichte zieht sich der Spannungsbogen vom Anfang bis zum Ende durch, so dass man das Buch gar nicht mehr zur Seite legen mag.

Die Story an sich ist nicht ganz so gewöhnlich wie andere und meiner Meinung nach sehr einfallsreich. Bis zum Schluss kann man kaum erahnen, wer der Mörder der Opfer ist, trotzdem spekuliert man immer wieder zwischendurch, um vielleicht selber zum Ergebnis zu kommen. Aber diesen Gefallen tut die Autorin einem nicht. Sie versteht es, die Überraschungseffekte und Aha-Erlebnisse einfließen zu lassen, ohne zu viel zu verraten.

Im Fokus liegt die auf den ersten Blick einfach nur zurückhaltende und schüchterne Miriam, die sich aufopfernd um ihre Mutter Thea kümmert, da diese nach einem Unfall das Gedächtnis verloren hat. Sie unterstützt diese in allen Lebenslagen, nimmt ihr vieles ab und versucht sie von der Außenwelt abzuschotten. Aber es steckt mehr dahinter. Kommissar Ehrlinspiel wundert sich über die schroffe Art von Miriam, sie will kaum Auskünfte geben, als der Mord geschehen ist und versucht ihre Mutter komplett rauszuhalten. Ehrlinspiel vermutet, dass Miriam ein psychisches Problem hat. Aber was wirklich dahinter steckt, bekommt er erst zum Schluss heraus.

Dem Leser selbst ist Miriam von Anfang an nicht sehr sympathisch und die Mutter Thea tut einem aufgrund der Beschreibungen der Autorin recht leid, da diese quasi in der Wohnung gefangen gehalten wird und nur vor die Tür kommt, wenn ihre Tochter arbeiten ist. Thea erhält jeden Abend einen Tee von ihrer Tochter, mit Schlafmittel. Die ältere Dame ist aber nicht dumm und trinkt diesen schon seit einer Weile nicht mehr. Man erkennt sofort, dass etwas faul an der Sache ist, man kommt nur nicht so schnell dahinter, was …

_Autorin_

Petra Busch, geboren 1967 in Meersburg, arbeitet als freie Texterin und Journalistin für internationale Kunden aus Wissenschaft, Technik und Kultur. Sie studierte Mathematik, Informatik, Literaturgeschichte und Musikwissenschaften und promovierte in Mediävistik. Ihre Arbeiten wurden mehrfach ausgezeichnet. Sie lebt im Nordschwarzwald. „Schweig still, mein Kind“, ihr Krimidebüt, wurde mit dem renommierten Friedrich-Glauser-Preis ausgezeichnet. (Verlagsinfo)

_Fazit_

„Mein wirst du bleiben“ von Petra Busch ist ein äußerst gelungener Kriminalroman, der den Leser bei Laune hält. Ein tolles Lesevergnügen. Ich werde mir auf jeden Fall noch den Debütroman „Schweig still, mein Kind“ gönnen, denn das Buch „Mein wirst du bleiben“ macht Lust, mehr von der Autorin zu lesen.

|Taschenbuch: 448 Seiten
ISBN-13: 978-3426507926|
[www.knaur.de]http://www.knaur.de

Charlotte Link – Der Beobachter

Inhalt

Samson lebt bei seinem Bruder und dessen Frau mit im Haus. Er hat bislang noch nie eine Beziehung zu einer Frau gehabt, ist aber fasziniert von der Damenwelt. Er beobachtet des Längeren schon viele Frauen aus seiner Straße. Er nimmt aus der Ferne Anteil an ihrem Leben und bekommt so vieles mit. Am allermeisten interessiert er sich für die schöne Gillian, die auch in seiner Nachbarschaft wohnt. Insgeheim liebt er sie und himmelt sie an. Seine Gedanken, Gefühle und Entdeckungen schreibt er jeden Abend auf. Als zwei ältere alleinstehende Damen grausam umgebracht und die Leichen durch Zufall gefunden werden, wird Samson verdächtigt. Er taucht unter und will auf keinen Fall der Polizei in die Hände geraten, weil er sagt, dass er unschuldig sei. Doch sagt Samson die Wahrheit oder handelt es sich bei ihm um den Psychopathen, der die Morde begangen hat?

Kritik

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Slaughter, Karin – Tote Augen

_Inhalt_

Eine Frau wird auf einer Straße von einem älteren Ehepaar angefahren und liegt nun schwer verletzt mitten auf der Fahrbahn. Doch nicht alle Verletzungen kommen von dem Unfall. Man stellt fest, dass sie vorher misshandelt worden sein muss. Der Ermittler Will Trent beginnt die Umgebung abzusuchen und findet eine unterirdische ausgebuddelte Höhle, welche als grausame Folterkammer diente. Als in unmittelbarer Umgebung auch noch eine Frauenleiche entdeckt wird, sind alle in hoher Alarmbereitschaft und es beginnt die Suche nach dem Entführer und Mörder …

_Kritik_

„Tote Augen“ von Karin Slaughter ist von dem ersten Kapitel an packend. Die Ereignisse werden rückblickend aus der Sicht eines Beobachters geschildert. Es werden verschieden Personen durchleuchtet. Das Buch ist in einer einfachen Sprache geschrieben, so dass es leicht und schnell zu lesen ist. Die Protagonisten und die Schauplätze werden detailliert und anschaulich beschrieben. Die Kapitel sind allerdings ein wenig zu lang gehalten, sodass man manchmal ein wenig auf eine gewünschte Pause warten muss. Das verzeiht man der Autorin aber gern und es ist auch der einzige negative Aspekt, den ich zu beklagen habe. Ich habe mich schnell in die Story eingefunden und konnte den Ereignissen gut folgen.

Der Protagonist und Ermittler Will Trent ist eine interessante Person. Er ist Legastheniker und mogelt sich mit Hilfe seiner Partnerin Faith durch den Polizeialltag. Er war früher in einem Heim und hatte keine tolle Kindheit. Privat läuft es bei ihm auch nicht besonders, denn seine Frau Angie macht was sie will und lässt sich wochen- oder monatelang nicht blicken. Dann erscheint sie plötzlich wieder auf der Bildfläche und Will gibt sich ihr völlig hin. Er ist ihr sozusagen hörig. Er möchte die „Beziehung“ eigentlich beenden, um nicht mehr abhängig von Angie zu sein. Aber er schafft es nicht wirklich.

Auch Wills Partnerin Faith Mitchell ist ein sehr sympathischer Charakter. Sie hat einen Sohn, der bereits erwachsen ist. Sie hat ihn geboren, als sie Teenager war. Jetzt findet sie heraus, dass sie wieder schwanger ist. Außerdem wird nun festgestellt, dass sie unter Diabetes leidet. Dies bereitet ihr alles Kopfzerbrechen, denn ihr Gesundheitszustand macht die Arbeit als Ermittlerin für sie nicht wirklich einfacher.

Ich finde es gut, dass mitunter die privaten Erlebnisse und Gefühle der beiden Ermittler mit in die Geschichte eingeflochten werden. Es ist bestimmt nicht leicht, eine Legasthenie geheim zu halten und nur bestimmte Personen einzuweihen. Bemerkenswert ist auch, wie beide ihr Leben meistern. Faith hat trotz Muttersein noch einen Beruf erlernt und Karriere gemacht. Und Will ist trotz schwieriger Kindheit und seiner Lese- und Rechtschreibschwäche auch ein vernünftiger und guter Mensch geworden, der einen festen Job hat.

Trotzdem wird der Leser in diesem Buch nicht von Gewalt verschont. Die entdeckte Höhle, in der die Frauen gefoltert wurden, wird genauestens geschildert, so dass man die Bilder fast vor Augen hat. Auch die Verletzungen der Frau, die auf der Straße angefahren wurde und die Leiche, die im Wald gefunden wurde, werden detailliert dargestellt. Manches Mal läuft einem ein kalter Schauer über den Rücken. Bis auf ein paar wenige langweiligere Passagen, durchzieht das Buch ein leichter Spannungsbogen, dem man gerne weiter folgen will.

_Autorin_

Karin Slaughter, Jahrgang 1971, stammt aus Atlanta, Georgia, wo sie bis heute lebt. Mit ihren „Grant County“ Thrillern um die Rechtsmedizinerin Sara Linton und Polizeichef Jeffrey Tolliver hat sie sich in den Olymp der Thrillerautoren geschrieben. 2003 erschien ihr Debütroman „Belladonna“, der Karin Slaughter an die Spitze der internationalen Bestsellerlisten katapultierte. Ihre Bücher sind in 30 Sprachen übersetzt und haben eine Gesamtauflage von 20 Millionen Exemplaren überschritten. (Verlagsinfo)

_Fazit_

„Tote Augen“ von Karin Slaughter ist ein überaus gelungener Thriller. Die Autorin versteht sich im Schreiben und darin, der Geschichte zwischendurch eine überraschende Wendung zu geben. Die detaillierten Beschreibungen von den Protagonisten und den Schauplätzen runden das Ganze ab. Ich kann das Buch nur jedem Thriller-Fan ans Herz legen.

|Taschenbuch: 576 Seiten
Originaltitel: Undone
Übersetzt ins Deutsche von Klaus Berr
ISBN-13: 978-3764503437|
[www.blanvalet.de]http://www.blanvalet.de

_Karin Slaughter bei |Buchwurm.info|:_
[„Dreh dich nicht um“]http://buchwurm.info/book/anzeigen.php?id__book=1083
[„Belladonna“]http://buchwurm.info/book/anzeigen.php?id__book=1881
[„Vergiss mein nicht“]http://buchwurm.info/book/anzeigen.php?id__book=2402
[„Schattenblume“]http://buchwurm.info/book/anzeigen.php?id__book=2434
[„Gottlos“]http://buchwurm.info/book/anzeigen.php?id__book=3875
[„Entsetzen“]http://buchwurm.info/book/anzeigen.php?id__book=6712

Ohlsson, Kristina – Aschenputtel

_Inhalt_

Eines Tages verschwindet die kleine Lilian spurlos aus einem Zug. Einen Tag später werden der verzweifelten Mutter in einem Paket Lilians Sachen und ihre abgeschnittenen Haare geschickt. Ermittler Alex Recht und sein Team ermittelt mit Hochdruck. Doch leider ist es für Lilian schon zu spät, denn sie wird tot vor einer Notaufnahme gefunden, nackt und mit dem Wort „Unerwünscht“ auf der Stirn. Was will der Täter damit sagen und was für ein Motiv hat er?

_Kritik_

„Aschenputtel“ von Kristina Ohlsson ist aus der Sicht eines Beobachters geschrieben, der verschiedene Charaktere ausleuchtet. Meist dreht es sich natürlich um die Ermittlungen rund um Alex Recht und seine Truppe, die sich sofort an die Arbeit macht, als die kleine Lilian aus einem Zugabteil verschwindet. Aber auch andere Personen und deren Gefühle, wie zum Beispiel die Mutter des vermissten Kindes oder dessen Ex-Schwiegermutter werden in einigen Kapiteln anschaulich dargestellt. Man bekommt einen guten Eindruck davon, wie die Polizei in solchen Situationen mit Betroffenen und Zeugen umgeht und wie schwer es mitunter ist, einfühlsam und freundlich zu sein, obwohl die Zeit drängt, um die entführte Person zu finden. Viel erfährt man auch darüber, wie die Kommissare zueinanderstehen, die in diesem Fall ermitteln. Zum Beispiel hält Kommissar Peder Rydh nicht viel von seiner neuen Kollegin und Fahndungsspezialistin Frederika Bergmann, sodass er ihre Vermutungen und Recherchen zuerst nicht wirklich ernst nimmt. Nach und nach wird aber ein immer besseres Team aus den beiden, was letztendlich auch zum Erfolg führt.

Die Kapitel in dem Buch sind nicht allzu lang, sodass man das Buch auch zwischendurch mal zur Seite legen kann. Die Geschichte ist leicht zu lesen und die Sätze klar und verständlich. Das Buch ist mit seinen 480 Seiten recht umfangreich und somit kann der Autor bei vielen Beschreibungen gut ins Detail gehen. Die Szenerien und Personen werden anschaulich geschildert und die einzelnen Charaktere gut beschrieben. Von Anfang an zieht sich ein leichter Spannungsbogen durch viele Teile des Buches. Ein paar Dialoge und Szenerien waren etwas langweilig, aber das verzeiht man dem Autor gern und es hat keine Auswirkung auf den weiteren Leseverlauf. Man ist immer neugierig auf das, was als Nächstes passiert und auch gibt es etliche kleine Wendungen in dem Fall, womit man nicht gerechnet hat.

Den Hintergrund der Story finde ich ziemlich erschütternd, denn es werden hier Kinder verschleppt und ermordet. Zwar wird der Täter nicht brutal, aber dennoch muss es für Eltern unfassbar schlimm sein, ein Kind zu verlieren. Das Buch bleibt dadurch nachhaltig in Erinnerung.

_Autor_

Die Südschwedin Kristina Ohlsson, Jahrgang 1979, arbeitete zunächst im schwedischen Außen- und Verteidigungsministerium als Expertin für EU-Außenpolitik und Nahostfragen und später bei der nationalen schwedischen Polizeibehörde in Stockholm. Derzeit ist sie Terrorismus-Expertin bei der OSZE in Wien. Mit ihrem Debütroman „Aschenputtel“ gelang ihr sofort der internationale Durchbruch als Thrillerautorin. In ihrer Heimat Schweden sind inzwischen bereits zwei weitere Romane um Frederike Bergman und Alex Recht erschienen – beide mit sensationellem Erfolg. (Verlagsinfo)

_Fazit_

„Aschenputtel“ von Kristina Ohlsson ist meines Erachtens ein äußerst gelungener Debütroman. Man merkt, dass die Autorin Ahnung von dem hat, worüber sie schreibt. Ich freue mich sehr darauf, wenn die nächsten Romane von ihr auch in Deutschland erhältlich sein werden. Ich werde sie mit Freude lesen und kann das Buch „Aschenputtel“ jedem nur ans Herz legen.

|Gebunden: 480 Seiten
Originaltitel: Askungar
Übersetzt ins Deutsche von Susanne Dahmann
ISBN-13: 978-3809025917|
[www.limes-verlag.de]http://www.limes-verlag.de

James, Peter – Du sollst nicht sterben

_Inhalt_

Im Jahr 1997 wurden fünf Frauen vom sogenannten „Schuh-Dieb“ vergewaltigt. Der Täter suchte sich immer Frauen, die sich kurz vorher neue und sehr teure Schuhe gekauft hatten. Die Schuhe nahm er nachher mit. Damals kam der „Schuh-Dieb“ davon, denn Detective Superintendent Roy Grace gelang es nicht, ihn zu fassen. Zwölf Jahre später gibt es erneut eine Vergewaltigung einer jungen Frau, die dem Muster vom „Schuh-Dieb“ verdammt ähnelt. Detective Grace beginnt, erneut zu ermitteln. Kurze Zeit später gibt es noch weitere Opfer und eine Frau verschwindet spurlos. Kann Detective Grace den Täter diesmal stellen?

_Kritik_

„Du sollst nicht sterben“ von Peter James ist der 6. Fall in dem Detective Superintendent Roy Grace ermittelt. Das Buch ist von Anfang bis Ende durchweg fesselnd. Es fängt bereits mit einer packenden Szene an. Die Kapitel sind genau passend lang, um auch mal eine Pause einzulegen. Die Story ist einfach zu lesen und verläuft gradlinig.

Die Geschichte spielt generell im Jetzt. Einige Kapitel handeln allerdings von den Vorfällen und Ermittlungen aus den Jahren 1997/1998, die eine wesentliche Rolle spielen. Am Anfang eines jeden Kapitels wird mitgeteilt, ob das Kapitel im Jetzt oder in der Vergangenheit spielt, so dass man nicht durcheinanderkommt. Zu Anfang ist es allerdings nicht ganz so leicht, die Schilderungen von heute und damals auseinanderzuhalten. Aber nach ein paar Seiten legt sich das und man wird voll von der Story eingenommen.

Die Charaktere des Protagonisten Detective Superintendent Roy Grace ist recht liebenswert konzipiert. Er liebt seine Frau, aber auch seinen Job. Es ist schwer für ihn, beides unter einen Hut zu bekommen, da die Arbeit ihn natürlich sehr vereinnahmt. Aber meistens schafft er es doch, seine Frau mit seinem Charme zu besänftigen, wenn er wieder mal Überstunden machen muss.

Die Handlungen werden aus den Perspektiven von verschiedenen Personen beschrieben. Einmal aus der Sicht des Detectives, dann aus der Sicht der Opfer und auch aus der Sicht des Täters. Trotzdem auch die Sicht des Täters dargestellt wird, ist die Story unheimlich spannungsreich und man weiß nicht, was als Nächstes passiert oder wie und wann die Ermittlungen zu wichtigen Ergebnissen führen. Der Autor versteht es, einen im Dunkeln zu lassen, obwohl er jede Menge Details verrät. Es passiert immer wieder etwas Unerwartetes, was den Leser auf eine andere Fährte führt. Man ahnt dieses oder jenes und zum Schluss ist man doch überrascht, welches Ende es nimmt.

_Autor_

Peter James war lange Jahre in den USA als Drehbuchautor und Filmproduzent tätig. Seit seiner Rückkehr nach England widmet er sich vorrangig dem Schreiben. Seine Thriller-Serie mit Detective Superintendent Roy Grace ist mittlerweile in 33 Sprachen übersetzt. Der Autor lebt im Londoner Stadtteil Notting Hill und in seinem Landhaus in Sussex. (Verlagsinfo)

_Fazit_

„Du sollst nicht sterben“ von Peter James ist wieder einmal ein wirklich gelungener Thriller, der den Leser bis zum Schluss fasziniert. Die letzten hundert Seiten habe ich in einem Rutsch gelesen, da es wirklich super spannend war und ich wissen wollte, wie es nun ausgeht. Der Klapptext verspricht also nicht zu viel. Das Buch ist jedem Thriller-Fan nur zu empfehlen und auch ich werde noch weitere Fälle von Detective Roy Grace gerne lesen.

|Gebunden: 400 Seiten
Originaltitel: Dead Like You
Übersetzt aus dem Englischen von Susanne Goga-Klinkenberg
ISBN-13: 978-3502101987|
[www.fischerverlage.de]http://www.fischerverlage.de

_Peter James bei Buchwurm.info:_
[„Mein bis in den Tod“]http://buchwurm.info/book/anzeigen.php?id__book=2493
[„Stirb schön“]http://buchwurm.info/book/anzeigen.php?id__book=3154
[„Stirb ewig“]http://buchwurm.info/book/anzeigen.php?id__book=3268
[„Nicht tot genug“]http://buchwurm.info/book/anzeigen.php?id__book=5969
[„So gut wie tot“]http://buchwurm.info/book/anzeigen.php?id__book=6003
[„Und morgen bist du tot“]http://buchwurm.info/book/anzeigen.php?id__book=6601

George, Anne – Mörderische Verstrickungen

_Inhalt_

Die Ehefrau von Patricia Annes Cousin Luke verschwindet von jetzt auf gleich spurlos. Die beiden Geschwister Patricia Anne und Mary Alice helfen Luke bei der Suche nach ihr. Sie finden heraus, dass Lukes Ehefrau Virginia wohl mit einem Schlangenprediger durchgebrannt ist. Kurze Zeit später wird Virginias Wagen mit der Leiche des Predigers gefunden. Von Virginia immer noch keine Spur. Einziger Anhaltspunkt ist die Kirche, in der die Schlangenpredigten durchgeführt wurden. Die beiden Schwestern und Cousin Luke machen sich auf den Weg dorthin, wo sie noch eine schreckliche Entdeckung machen …

_Kritik_

„Mörderische Verstrickungen“ von Anne George wird aus der Sicht der Protagonistin Patricia Anne geschrieben, die mit ihrer Schwester den Fall ihrer verschwundenen Cousine und auch gleichzeitig damit zusammenhängende Mordfälle zu lösen versuchen. Es ist ein leicht zu lesender Kriminalroman, der durch kleine humorvolle Dialoge der beiden Schwestern gespickt ist. Die beiden Hobby-Detektivinnen sind bereits um die 60 Jahre alt, aber das Alter machen sie durch ihren Humor und ihre Schlagfertigkeit wieder wett. Wenn man liest, denkt man eher, dass die beiden erst um die vierzig sind. Sie necken sich zwischendurch, und das auch in skurrilen oder gefährlichen Situationen. Sie lassen sich nicht aufs Korn nehmen und schalten immer noch blitzschnell um sich aus brenzligen Lagen zu befreien.

Ich selbst bin in die Geschichte nicht so ganz reingekommen. Viele Passagen haben mich ein wenig gelangweilt und ich musste mich zum Weiterlesen zwingen. Vielleicht ist es einfach der Schreibstil, der nicht meinen Vorstellungen entspricht. Erst zum Schluss wurde es noch mal richtig spannend und man liest das Buch erwartungsvoll bis zum Ende durch, um zu erfahren, wie die Geschichte ausgeht. Allerdings hat das Buch ein ziemlich abruptes Ende, wie ich finde. Es geht alles wahnsinnig schnell und dann ist man schon auf der letzten Seite des Buches angekommen.

Generell sind die Charaktere der Schwestern aber sehr liebenswert dargestellt. Sie sind hilfsbereit, blitzgescheit und stehen immer noch mitten im Leben. Auch die Nebenrollen werden anschaulich beschrieben und man kann sich in etliche Szenen gut rein denken. Die Örtlichkeiten und auch das Aussehen der Personen werden genügend geschildert. Die Kapitel sind im Allgemeinen nicht zu lang und die Geschichte ist in einfacher Sprache geschrieben.

_Autor_

Anne George hat acht Krimis um die „Southern Sisters“ geschrieben und erhielt den begehrten Agatha Award. Sie wurde zum „Alabama State Poet“ ernannt, gründete den Verlag Druid Press und wurde für ihre Lyrik für den Pulitzer-Preis nominiert. Sie starb 2001 an den Folgen einer Operation. (Verlagsinfo)

_Fazit_

„Mörderische Verstrickungen“ von Anne George ist meines Erachtens eher eine durchschnittliche Geschichte mit nicht allzu viel Spannung und Aha-Erlebnissen. Dennoch sind etliche Passagen des Buches, trotzdem es eine Kriminalgeschichte ist, mit reichlich Humor versehen. Das lockert die ganze Sache auf. Der Klapptext verspricht allerdings zu viel. Mein Fall ist dieses Buch nicht, aber für jemanden, der schon mehrere Bücher von Anne George gelesen hat und sich daran erfreuen kann, ist es bestimmt die richtige Wahl.

|Taschenbuch: 304 Seiten
Originaltitel: Murder Carries a Torch
ISBN-13: 978-3423213325|
[www.dtv.de]http://www.dtv.de

_Anne George bei |Buchwurm.info|:_
[„O du Mörderische“]http://buchwurm.info/book/anzeigen.php?id__book=2056
[„Mörderische Dividende“]http://buchwurm.info/book/anzeigen.php?id__book=4379

Flegel, Sissi – Schneeballflirt und Weihnachtszauber

_Inhalt_

Katinka hat dieses Jahr keine Lust auf Weihnachten, denn sie hat Liebeskummer und außerdem musste sie die in der Schule wegen schlechter Noten die Klasse noch mal wiederholen. Da weiß sie ganz genau, dass bei dem Familienfest ihre Tante nur auf ihr rumhacken wird. Auch ihre Cousine Melli will Weihnachten nicht zu Hause feiern, weil ihr Vater eine neue Freundin hat, die mitfeiern soll. Darauf hat sie so gar keine Lust. Also beschließen beide, Geld zu verdienen, indem sie selbstgebastelte Strohsterne in der Stadt verkaufen und Mundharmonika spielen. Mit dem Geld wollen sie über Weihnachten nach Berlin fahren. Doch als Katinka in der Stadt steht und auf der Mundharmonika trällert, bekommt sie Konkurrenz. Ein Junge in ihrem Alter stellt sich neben sie und fängt an Trompete zu spielen. Zuerst ist Katinka sauer, aber nach ein paar Tagen beschließen sie im Team zu arbeiten, ohne zu ahnen, welche Überraschung das Weihnachtsfest für beide bereithält …

_Kritik_

„Schneeballflirt und Weihnachtszauber“ von Sissi Flegel ist eine tolle Liebesgeschichte für Teenager. Das Buch ist in 24 Kapitel eingeteilt, die hinter verschlossenen Seiten versteckt sind. Es wird immer nur ein Kapitel pro Tag gelesen. Es ist sozusagen ein Adventskalender.

Die Kapitel sind nicht allzu lang und enden meistens an einer spannenden Stelle, so dass man neugierig ist, wie es weitergeht. Die Geschichte wird aus der Sicht der Protagonistin Katinka erzählt. Der Schreibstil ist einfach und verständlich, die Sätze flüssig zu lesen. Es ist eine typische Liebesgeschichte für Jugendliche.

Katinka ist dem Leser auf Anhieb sympathisch. Sie ist ein junges Mädchen, das am Anfang ihres Teenagerlebens steht. Sie ist gerade von ihrem letzten Freund verlassen worden und ziemlich traurig. Sie hat durch die Beziehung die Schule vernachlässigt und ist auch noch sitzengeblieben. Hier erkennt man deutlich die Problematik, mit der viele Jugendliche zu kämpfen haben. Die erste Liebe beflügelt und man denkt an nichts anderes mehr. Die Schule ist nicht mehr wichtig. Die Eltern nerven und geben blöde Ratschläge, die man nicht hören will. Und danach kommt das böse Erwachen und der Herzschmerz. Diesen will Katinka nun loswerden und beschließt das bevorstehende Weihnachtsfest nicht wie üblich mit ihrer Familie, sondern in Berlin in einem Jugendhotel zu verbringen. Dafür braucht sie aber Geld. Sie verkleidet sich als Engel und spielt auf dem Marktplatz Mundharmonika. Leider hat sie nicht mit Konkurrenz gerechnet. Flori ist in ihrem Alter und spielt Trompete. Erst zicken sich die beiden etwas an, bis sie sich arrangieren. Und so entwickelt sich eine kleine Romanze, die noch etliche Probleme birgt.

Die Nebenrollen in der Geschichte sind ebenfalls ansprechend konzipiert und werden ausführlich beschrieben. Man kann sich viele Szenen bildhaft vorstellen und taucht schnell in die Story ein. Man bekommt einen guten Einblick in das Gefühlsleben eines Teenagers, sodass das Buch für das angegebene Lesealter (12 – 15 Jahre) passend ist.

_Autorin_

Sissi Flegel hat alles erlebt, was man erleben muss, um Kinder- und Jugendbücher zu schreiben. Sie kommt aus einer Großfamilie, ging auf ein Mädcheninternat, studierte Sprachen und arbeitete als Lehrerin, bis sich ihre Erfahrungen verselbstständigten und in Büchern materialisierten. Ihre witzigen Mädchenbücher sind Bestseller und ihre Fangemeinde wächst ständig. Um näher an den Alltag zu kommen, entstehen ihre Mädchenbücher meistens vor Ort.

_Fazit_

„Schneeballflirt und Liebeszauber“ von Sissi Flegel ist eine für Jugendliche durchaus lesenswerte Geschichte. Dennoch finde ich, dass sie keinen überaus herausstechenden und fantasievollen Inhalt oder Höhepunkt hat. Die Story verläuft gradlinig und ist vorhersehbar. Das Besondere an dem Buch ist aber, dass es quasi ein Adventskalender ist und die Seiten verschlossen sind. So liest man pro Tag nur einen Teil der Geschichte. Das macht die ganze Sache für einen Jugendlichen natürlich besonders spannend und es ist mal eine andere Art des Adventskalenders, der nicht aus Schokolade besteht.

|Gebunden: 296 Seiten
ISBN-13: 978-3570153147|
[www.cbj-verlag.de]http://www.cbj-verlag.de

Ali Lewis – Es wird schon nicht das Ende der Welt sein

Inhalt

Danny ist dreizehn und wohnt mit seiner Familie auf einer Farm im Outback von Australien. Er mag die Wüste, die Tiere und das Leben auf dem Hof. Er hilft gern und eigentlich ist alles super, bis sein großer Bruder bei einem tragischen Unfall ums Leben kommt. Als kurz danach auch noch seine Schwester schwanger wird und vom Internat fliegt, gerät das Leben der Familie völlig aus den Fugen. Um alles wieder etwas in den Griff zu bekommen, engagieren Dannys Eltern eine Haushaltshilfe. Die stellt sich zuerst aber ziemlich dämlich an und ist keine große Unterstützung. Nach und nach ändert sich das allerdings …

Kritik

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Ahern, Cecelia – Ein Moment fürs Leben

_Inhalt_

Lucy wurde vor drei Jahren von ihrem Freund Blake verlassen und bislang scheint sie immer noch nicht über ihn hinweg zu sein. Er spukt immer noch in ihrem Kopf herum. Außerdem hat sie allen Freunden und ihrer Familie erzählt, dass sie ihn verlassen hätte und nicht umgekehrt. Dann trank sie damals auch noch kurz nach der Trennung einen über den Durst, um ihren Schmerz zu betäuben, ist trotzdem Auto gefahren, da ihr Chef sie darum bat und verlor daraufhin ihren Job. Wieder einmal log sie und erklärte, dass sie selbst gekündigt hätte, um sich weiterzuentwickeln. Es folgten immer mehr Flunkereien. Doch irgendwie hat sie ihr Leben und die verzwickte Lügerei inzwischen nicht mehr im Griff. Erst als ihr eines Tages ihr eigenes Leben einen Brief schreibt und sie treffen will, verändert sich alles …

_Kritik_

„Ein Moment fürs Leben“ von Cecelia Ahern ist aus der Sicht der Protagonistin Lucy geschrieben, die seit drei Jahren versucht, sich mit Lügen durchs Leben zu schummeln. Der Charakter Lucy ist mir sehr sympathisch, weil sie ein lustiger Mensch zu sein scheint, der nicht die Ordnung, sondern ein wenig Chaos liebt und einfach sagt, was sie denkt und macht, was sie möchte. Sie schummelt ein wenig, um nicht schlecht dazustehen oder einen Job zu bekommen. Genau das macht sie nur allzu menschlich und man kann als Leser gut darüber hinwegsehen. Denn in dem Buch geht es ja hauptsächlich um ihre Lügen, wie sie momentan damit umgeht und was sie besser machen könnte.

Der richtige Weg wird ihr durch ihr eigenes Leben gezeigt, das ihr auf einmal einen Brief schreibt und sie treffen möchte. Erst hält sie es für einen Scherz, bis sie dann doch der Aufforderung folgt und eines Tages vor ihrem Leben steht. Es ist nicht so, wie sie es sich vorgestellt hatte. Es ist verwahrlost, stinkt und zu allem Überfluss noch männlich! Irgendwie gefällt ihr das gar nicht und sie weiß auch erst nichts mit ihm anzufangen. Auf liebenswert nervige Weise bringt das Leben sie dazu, Dinge zu tun, die sie sonst nie gemacht hätte. Es geht ihr immer besser und auch ihr Leben verändert sich deutlich.

Es ist interessant, die Entwicklung der Protagonistin Lucy und ihr Leben zu verfolgen. Es wird nie wirklich langweilig. Das Buch ist in einer einfachen Sprache geschrieben und super zu lesen. Die Geschichte ist zwischendurch mit lustigen Pointen gespickt, die den Leser oft zum Lachen bringen. Die Charaktere sind liebenswert und ansprechend konzipiert, die Story fantasievoll und anschaulich. Man kann sich viele Szenen bildlich vorstellen und man fühlt sich schnell in die Geschichte ein.

_Autor_

Cecelia Ahern ist eine der erfolgreichsten Autorinnen weltweit. Sie wurde 1981 in Irland geboren und studierte Journalistik und Medienkunde. Mit gerade einmal 21 Jahren schrieb sie ihren ersten Roman, der sie sofort international berühmt machte: „P.S. Ich liebe Dich“ verfilmt mit Hilary Swank. Danach folgten Jahr für Jahr weitere Weltbestseller in Millionenauflage. Cecelia Ahern schreibt auch Theaterstücke und Drehbücher und konzipierte die TV-Serie „Samantha Who?“ mit Christina Applegate. Sie lebt mit ihrer Familie in der Nähe von Dublin. (Verlagsinfo)

_Fazit_

„Ein Moment fürs Leben“ von Cecelia Ahern ist ein durch und durch charmanter und humorvoller Frauenroman. Es hat mir viel Spaß gemacht, ihn zu lesen. Wieder einmal hat die Autorin voll und ganz meinen Geschmack getroffen. Viel besser geht es nicht. Nur zu empfehlen.

|Gebunden: 448 Seiten
Originaltitel: The Time of My Life
ISBN-13: 978-3810501479|
[www.fischerverlage.de]http://www.fischerverlage.de

_Cecelia Ahern bei Buchwurm.info:_
[„P.S. Ich liebe Dich“]http://buchwurm.info/book/anzeigen.php?id_book=3321
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Blunt, Giles – Eismord

_Inhalt_

In einem Anwesen am Trout Lake in der Nähe von Toronto werden zwei geköpfte Leichen gefunden. Es sind keine Brieftaschen oder Papiere zu finden, die auf die Identität der Opfer schließen lassen. Da auch die Köpfe nicht mehr am Tatort sind, ist die Sache umso schwieriger. Detective John Cardinal beginnt zu ermitteln und stößt auf Spuren, die darauf hinweisen, dass es einen Überlebenden und somit Zeugen geben muss, der aus dem Haus geflüchtet ist …

_Kritik_

Der Thriller „Eismord“ von Giles Blunt fängt direkt mit einem spannenden Kapitel über eine Frau an, die einen Mord mitbekommt und dann flüchten muss. Somit ist durch den Anfang sofort die Neugier auf alles Weitere geweckt. Allerdings konnte ich mich nicht so schnell in das Buch einfinden. Was mitunter auch daran lag, dass in dem Buch ausländische Namen von Personen vorkommen, die ich nicht kenne und für mich erst mal nicht eindeutig einem Geschlecht zuzuordnen sind. Das finde ich etwas verwirrend. Des Weiteren habe ich leider keine der vorherigen Thriller von Giles Blunt gelesen, die meiner Recherche nach meist auch von Ermittlungen durch Detective John Cardinal und seinen Kollegen handelt. Jemand, der schon weitere Bücher von dem Autor, wie zum Beispiel „Gefrorene Seelen“ oder auch „Kalter Mond“ kennt, hat es da sicher leicht, in die Geschichte reinzukommen.

Der Schreibstil ist etwas gewöhnungsbedürftig und die Sätze manchmal lang und mit vielen Kommas versehen. Die Kapitel im Allgemeinen sind aber nicht endlos und angenehm zu lesen. Es wird aus der Sicht eines Beobachters geschrieben, der einige Charaktere der Geschichte beleuchtet. Es gibt da eine Frau, die einen Mord mitbekommt, aber vor dem Täter flüchten kann, dann die Detectives, die in diesem Fall ermitteln und selbstverständlich gibt es auch den Mörder. Alle haben ihre eigene Geschichte und nach und nach kann man die Verwicklungen erkennen.

Das Buch bleibt, bis auf kleine Ausnahmen, die ganze Zeit über recht spannend, so dass man geneigt ist, es zügig zu lesen. Zum Schluss ist es dann echt fesselnd und man ist erst zufrieden, wenn man das Buch komplett durchgelesen hat.

_Autor_

Giles Blunt, geboren 1952, wuchs in North Bay/Ontario auf und studierte Englische Literatur an der Universität Toronto. 1980 ging er nach New York, wo er sich unter anderem als Streetworker, Gerichtsdiener und Barkeeper durchschlug. Heute lebt er wieder in Toronto. Mit seinem hochgelobten Thriller „Gefrorene Seelen“ gelang ihm der internationale Durchbruch. Drei weitere Romane mit Detective John Cardinal und zahlreiche Auszeichnungen festigen seinen Ruf als Kanadas erfolgreichster Thrillerautor.

_Fazit_

„Eismord“ von Giles Blunt ist nichts für schwache Nerven und vielleicht auch nicht gerade eine passende Abendlektüre, wenn man die Nacht über als Frau dann allein ist. Es gibt ein paar eklige Szenen und ich erschrocken von der Skrupellosigkeit des Täters.

Alles in allem ist es aber ein spannungsreicher und mitreißender Thriller, der unter die Haut geht. Für alle Thriller-Fans interessant.

|Gebunden: 416 Seiten
Übersetzt aus dem Englischen von Anke und Eberhard Kreutzer
Originaltitel: Crime Machine
ISBN-13: 978-3426199145|
[www.droemer.de]http://www.droemer.de

_Giles Blunt bei |Buchwurm.info|:_
[„Gefrorene Seelen“]http://buchwurm.info/book/anzeigen.php?id__book=301
[„Blutiges Eis“]http://buchwurm.info/book/anzeigen.php?id__book=898

Thiesler, Sabine – Nachtprinzessin

_Inhalt_

In Berlin treibt sich ein Mörder herum. Er interessiert sich allerdings nur für junge homosexuelle Männer. Er vergewaltigt und tötet sie und fühlt sich dabei großartig und unanfechtbar. Als Mörder nennt er sich „Prinzessin“. Sonst führt er ein ganz normales Leben. Er ist geschieden, hat einen Sohn und einen super Job als Immobilienmakler. Als er Urlaub in der Toskana macht, überwältigt ihn der Drang zum Morden auch dort wieder. Die Polizei in Italien und auch in Deutschland steht erst mal auf den Schlauch, denn die DNA, die der Täter zurücklässt, ist in keiner Datenbank registriert. Gar nicht so einfach, so einen Verdächtigen zu finden …

_Kritik_

Mit „Nachtprinzessin“ hat Sabine Thiesler meiner Meinung nach wieder einen absoluten Hit gelandet. Ihrem unverkennbaren Schreibstil bleibt sie auch diesmal treu. Ich habe das Buch kaum mehr beiseite legen können und die knapp 600 Seiten in zwei Tagen regelrecht verschlungen. Es zieht sich wie immer ein feiner Spannungsbogen durch das gesamte Buch, jedes Kapitel für sich ist nicht allzu lang und man sitzt wie elektrisiert davor und wird einfach in die Geschichte hinein gesogen. Die Sätze sind einfach und schnell zu lesen, die Zusammenhänge leicht nachvollziehbar und die Charaktere sowie das Umfeld sind klar beschrieben, sodass man die Bilder fast direkt vor Augen hat. Auch die Gefühlswelten der Protagonisten werden deutlich aus der Sicht eines Beobachters geschildert und die Entwicklung ist gut erkennbar.

Der Fokus des Thrillers liegt auf Matthias, bei dem man von Anfang an weiß, dass er die „Prinzessin“ ist und die Morde begeht. Es werden sowohl die Morde als auch seine Motive und Gedanken deutlich geschildert. Nach außen hin ist Matthias ein einfacher Bürger, der einem geregelten Job nachgeht und gutes Geld verdient. Aber im Innersten ist er ein gieriges Tier, das nur nach seinem nächsten Opfer sucht. Er ist sich keiner Schuld bewusst und aus seiner Sicht führt er ein ganz normales Leben. Ihm ist es sogar egal, ob seine DNA am Tatort zurückbleibt, denn für ihn ist alles nur ein Spiel.

Spannend gehalten wird die Story auch durch die anderen Protagonisten, die beschrieben werden. Jeder hat seine eigene Geschichte, die erzählt wird. Alle sind wichtig und tragen zum Großen und Ganzen bei. Erst nach und nach wird deutlich, welchen Anteil sie an dem Gesamten haben.

Ich bin fasziniert von dem Ideenreichtum und der Fantasie, die Sabine Thiesler an den Tag legt. Allein die Gedanken, die dem Protagonisten Matthias durch den Kopf gehen, sind so krank und unvorstellbar grausam, dass sie mir niemals in den Sinn gekommen wären.

_Autorin_

Sabine Thiesler, geboren und aufgewachsen in Berlin, studierte Germanistik und Theaterwissenschaften. Sie arbeitete einige Jahre als Schauspielerin im Fernsehen und auf der Bühne und schrieb außerdem erfolgreich Theaterstücke und zahlreiche Drehbücher fürs Fernsehen (u. a. „Das Haus am Watt“, „Der Mörder und sein Kind“, „Stich ins Herz“ und mehrere Folgen für die Reihen „Tatort“ und „Polizeiruf 110“). Bereits mit ihrem ersten Roman „Der Kindersammler“ stand sie monatelang auf den Bestsellerlisten. Ebenso mit den folgenden Büchern „Hexenkind“, „Die Totengräberin“ und „Der Menschenräuber“. (Verlagsinfo)

_Fazit_

„Nachtprinzessin“ von Sabine Thiesler ist ein atemberaubend faszinierender und fesselnder, aber auch erschütternder Thriller. Ich liebe den Schreibstil der Autorin und habe auch schon drei der vorangegangenen Thriller („Hexenkind“, „Die Totengräberin“ und „Der Menschenräuber“) in sehr kurzer Zeit gelesen. Gierig wartend, was passiert, verschlingt man Seite um Seite. Meinetwegen könnte Sabine Thiesler jeden Monat ein neues Buch rausbringen, ich würde jedes lesen.

Ich kann für das Buch „Nachtprinzessin“ keine negative Kritik äußern und somit jedem Thriller-Fan nachdrücklich empfehlen.

|Gebunden: 576 Seiten
ISBN-13: 978-3453266322|
[www.heyne.de]http://www.heyne.de

_Sabine Thiesler bei |Buchwurm.info|:_
[„Der Kindersammler“]http://buchwurm.info/book/anzeigen.php?id__book=3317
[„Hexenkind“]http://buchwurm.info/book/anzeigen.php?id__book=4319
[„Die Totengräberin“]http://buchwurm.info/book/anzeigen.php?id__book=5797

Fried, Amelie – Eine windige Affäre

_Inhalt_

Katja ist verheiratet und hat zwei tolle Kinder. Nach einer längeren Kinderpause hat sie endlich wieder eine Chance in ihrem Beruf als Bauingenieurin Fuß zu fassen. Sie soll nach Litauen, um ein Windkraftprojekt zu leiten. Durch diese Aufgabe entstehen aber etliche Probleme, die gelöst werden müssen. Zuerst muss ein Au-Pair-Mädchen engagiert werden, welches die Kinderbetreuung übernehmen soll. Dieses ist super lieb und auch hübsch, so dass sich sofort etwas Eifersucht in Katja breitmacht und sie lässt ihre Familie nur ungern mit ihr allein. Auch in Litauen läuft nichts nach Plan. Windkraftgegner blockieren das Projekt und auf einmal ist auch Katjas Leben in Gefahr …

_Kritik_

„Eine windige Affäre“ von Amelie Fried ist aus der Sicht der Protagonistin Katja geschrieben. Die Sätze sind leicht und flüssig zu lesen und der Schreibstil ist locker. Aufgrund des Titels hätte ich nicht gedacht, dass sich über die Hälfte des Buches nur um den Kampf gegen die Windkraftgegner dreht. Ich hätte mir gewünscht, dass mehr über die Entwicklung der Familie an sich berichtet wird. Es ist mit Sicherheit nicht leicht, wenn die Ehefrau und Mutter plötzlich für längere Zeit beruflich ins Ausland geht und die Familie sich mit einem jungen Au-Pair-Mädchen arrangieren muss. Auf diese Aspekte hätte die Autorin gerne näher eingehen können.

Mit dem Thema Windkraft habe ich mich persönlich noch nicht auseinandergesetzt und somit war dieser Part für mich nicht ganz so fesselnd. Die Geschichte zeigt aber deutlich, dass es nicht leicht ist, so ein Projekt zu realisieren. Es werden dem Leser eventuelle Probleme oder Widerstände aufgezeigt und Einblick in die Verhandlungen mit den Ämtern und Städten gegeben. Durch die Geschehnisse vor Ort in Litauen und die Machenschaften der Windkraftgegner wird die Story allerdings etwas interessanter. Es entsteht sozusagen ein Minikrimi in dem Roman.

Die Protagonistin Katja ist eine sympathische Frau, die weiß, was sie will. Sie hat all die Jahre wegen der Kinder zurückgesteckt und möchte ihren Traum nun verwirklichen und denkt zum ersten Mal seit Jahren wieder an sich und ihre Karriere. Dafür bringt sie das Opfer, ihre Familie für längere Zeit nicht zu sehen und eine andere Frau in ihr Haus zu lassen. Katja muss meines Erachtens eine unheimlich toughe Frau sein, um das alles meistern zu können. Zusätzlich hat sie später den Stress in Litauen und entkommt nur knapp einem Anschlag durch die Windkraftgegner. Was anderen Menschen wahrscheinlich psychisch sehr zugesetzt hätte, macht sie scheinbar nur noch stärker. Für mich ist sie eine kluge und bewundernswerte Persönlichkeit.

_Autor_

Amelie Fried, Jahrgang 1958, wurde als TV-Moderatorin bekannt. Alle ihre Romane waren Bestseller. „Traumfrau mit Nebenwirkungen“, „Am Anfang war der Seitensprung“, Der Mann von Nebenan“, „Liebes Leid und Lust“ und „Rosannas Tochter“ wurden erfolgreiche Fernsehfilme. Für ihre Kinderbücher erhielt sie verschiedene Auszeichnungen, darunter den „Deutschen Jugendliteraturpreis“. Zuletzt erschienen bei Heyne ihr Sachbuch „Schuhhaus Pallas – Wie meine Familie sich gegen die Nazis wehrte“ und der Kolumnenband „Wildes Leben“. Die Autorin lebt mit ihrer Familie in der Nähe von München.

_Fazit_

Alles in allem ist „Eine windige Affäre“ von Amelie Fried ein lesenswerter Roman. Obwohl ich durchaus interessantere Bücher von der Autorin gelesen habe, finde ich die Geschichte dennoch überwiegend spannend und auch außergewöhnlich.

|Gebunden: 384 Seiten
ISBN-13: 978-3453265882|
[www.heyne.de]http://www.heyne.de

_Amelie Fried bei |Buchwurm.info|:_
[„Taco und Kaninchen“]http://buchwurm.info/book/anzeigen.php?id__book=561
[„Liebes Leid und Lust“]http://buchwurm.info/book/anzeigen.php?id__book=562
[„Die Findelfrau“]http://buchwurm.info/book/anzeigen.php?id__book=3717

Hennig von Lange, Alexa – Leichte Turbulenzen

_Inhalt_

Ivy hat tierische Flugangst und muss dennoch fliegen, denn sie war auf Besuch bei ihrer Schwester in Berlin. Sie selbst wohnt in London und muss nun den Rückflug antreten. Während des Flugs lernt sie einen sympathischen jungen Mann kennen, der ihr sofort ein Gefühl der Sicherheit gibt. Am liebsten hätte sie nach seiner Telefonnummer oder Adresse gefragt, traut sich aber nicht. Als auch er nach der Landung nichts in der Richtung verlauten lässt, geht sie davon aus, dass er kein Interesse hat. Da sie ihm beiläufig erzählt hat, dass sie bei Madame Tussauds Wachsfiguren arbeitet, hofft sie aber dennoch, dass er dort nach ihr sucht …

_Kritik_

„Leichte Turbulenzen“ von Alexa Hennig von Lange ist meines Erachtens ein eher durchschnittlicher und etwas holprig verlaufender Roman. Zu Beginn hat man Schwierigkeiten sich in die Geschichte einzulesen, denn es gibt mehrere Protagonisten über die in den verschiedenen Kapiteln aus der Sicht eines Beobachters berichtet wird. Es gibt hin und wieder in der Erzählung plötzliche Zeitsprünge, wodurch es einem nicht ganz leicht gemacht wird, der Story zu folgen. Die Sätze sind nicht immer ganz flüssig zu lesen und man stolpert über den einen oder anderen Ausdruck.

Aufgrund des Klapptextes habe ich gedacht, dass es sich in dem Buch überwiegend um die junge Ivy dreht, die bei Madame Tussauds in London Wachfiguren modelliert und auf der Suche nach dem perfekten Mann ist. Aber es wird auch viel über das Leben ihrer Schwester Nathalie geschrieben, die auch so etliche Probleme hat. Gut finde ich, dass auch noch ein paar Nebenrollen in einigen Kapiteln durchleuchtet werden, so dass man auch deren Sicht der Dinge miterleben kann.

Die Protagonistin Ivy ist mir durchaus sympathisch. Sie hat einen eher ruhigen und etwas zurückhaltenden Charakter, mit dem ich mich gut identifizieren konnte. Sie geht in ihrer Arbeit bei Madame Tussauds voll auf und setzt sich sehr mit dem Leben der von ihr zu modellierenden Personen auseinander, um ihnen gerecht zu werden. Sie ist Perfektionistin. So auch bei der Figur, die sie nun nachbilden soll: Vincent Van Gogh. Je länger sie an ihm arbeitet, desto mehr kommt es ihr so vor, als ob er lebendig wird und sie ihn persönlich gut kennt. Später spricht sie sogar mit ihm. Diese Szenerie gibt dem Buch ein wenig Humor mit, welchen ich überwiegend in der Geschichte vermisst habe. Ich finde die Erzählung von Ivys Erlebnissen etwas trocken.

Die Story von Ivys Schwester Nathalie ist dagegen ein wenig interessanter. Sie ist verheiratet und hat ein Kind. Sie ist sehr eifersüchtig und vermutet hinter allem einen Betrug oder hat Angst um ihre Liebsten. Sie ist immer auf das Schlimmste gefasst. Viele Gedanken und Wutanfälle von ihr sind sehr realistisch dargestellt und lassen das Buch etwas zum Leben erwecken.

Spannend ist auch die anfängliche Begegnung von Ivy und einem Mann, der während eines Fluges neben ihr sitzt. Ivy hat Gefallen an ihm gefunden und muss die ganze Zeit an ihn denken. Die Entwicklung der Beziehung zieht sich durch das ganze Buch, was die Geschichte etwas fesselnder macht.

_Autor_

Alexa Hennig von Lange wurde 1973 in Hannover geboren. 1997 erschien ihr Debütroman „Relax“, mit dem sie zur Stimme ihrer Generation wurde. Es folgten zahlreiche Romane für Erwachsene und Jugendliche, außerdem Erzählungen und Theaterstücke. Alexa Hennig von Lange lebt mit ihrem Mann und ihren Kindern in Berlin. (Verlagsinfo)

_Fazit_

„Leichte Turbulenzen“ von Alexa Hennig von Lange ist alles in allem ein solider Frauenroman, der einige interessante Handlungen enthält. Eine unheimlich spannende Geschichte ist es generell aber leider nicht. Wenn man allerdings ein nettes Buch für zwischendurch sucht, ist man hier genau richtig.

|Gebunden: 320 Seiten
ISBN-13: 978-3570100738|
[www.cbertelsmann.de]http://www.cbertelsmann.de

_Alexa Hennig von Lange bei |Buchwurm.info|:_
[„Woher ich komme“]http://buchwurm.info/book/anzeigen.php?id__book=962
[„Ich habe einfach Glück“]http://buchwurm.info/book/anzeigen.php?id__book=987
[„Erste Liebe“]http://buchwurm.info/book/anzeigen.php?id__book=988
[„Warum so traurig?“]http://buchwurm.info/book/anzeigen.php?id__book=1778