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Perry Rhodan – Suche nach der Erde (Silber Edition 78, Teil 4 von 4)

_|Suche nach der Erde|:_

Teil 1: 325 MB, 3:52 h, 47 Tracks
Teil 2: 334 MB, 3:56 h, 47 Tracks
Teil 3: 380 MB, 4:32 h, 53 Tracks
Teil 4: 369 MB, 4:12 h, 48 Tracks

_Die Handlung:_

April 3460: Die Milchstraße ächzt unter der Herrschaft der technisch überlegenen Laren und ihrer skrupellosen Helfer, den Überschweren. Perry Rhodan blieb keine andere Wahl, als Erde und Mond in einem gewagten Manöver dem Zugriff der Invasoren zu entziehen: Die Urheimat der Terraner und ihr Trabant gingen durch einen gigantischen Sonnentransmitter, sprangen durch den Hyperraum und rematerialisierten im „Mahlstrom der Sterne“, einem Gebiet des Alls, unendlich weit von dem vorgesehenen Zielpunkt entfernt. Lordadmiral Atlan organisiert derweil den Widerstand gegen die Invasoren – und die Suche nach der verschollenen Erde. Sein Weg führt ihn nach Andromeda, zu sterbenden, von Jahrzehntausende alten Ruinen übersäten Welten und zu einer mysteriösen Geisterflotte. Aber für vier seiner Begleiter erweist sich die Mission als ein Flug durch tausend Höllen …
(Verlagsinfo für die komplette |Silber Edition 78|)

|Dieser Teil|:

Die vier aus Versehen durch den Sonnentransmitter abgestrahlten Techniker geraten in die Gefangenschaft der raupenhaften Artmaccs. Alaska Saedelaere tut sein Möglichstes, um sie zu befreien.

_Mein Eindruck:_

Vor drei Wochen mittendrin unterbrochen, stehen wir am Anfang des Hörbuchs direkt vor dem Kontakt zwischen den gestrandeten vier Technikern und den Artmaccs. Die Anspannung steigt auf beiden Seiten, die Spannung steigt im Kopfkino des Hörers. Und Tom Jacobs tut sein geniales Übriges dazu, um die Stimmung auch wirklich perfekt zu transportieren.

Mit leicht modulierten Stimmfarben gibt er wieder allen Charakteren eigene wiedererkennbare Merkmale. Und das sowohl auf Seiten der Terraner als auch bei den Artmaccs. Dramatik, Kampf, Flucht, Anspannung und die Unfähigkeit einer echten Kommunikation zwischen den Raupenwesen und den Zweibeinern … all das und mehr setzt Jacobs gekonnt um.

Und auch wenn am Ende nach der Fluch aus der Gefangenschaft der Artmaccs leider nicht alle Techniker heil von Alaska Saedelaere zu Perry Rhodan gebracht werden können, ist es doch interessant, auch mal einen gescheiterten Kontakt zu einer fremden Rasse zu erleben. Ob sich die Menschen jetzt auf die zigtausend gestrandeten Raumschiffe auf der anderen Seite des Transmitters stürzen werden, das erfahren wir vielleicht in der nächsten |Silber Edition|.

|Die Effekte – Der Hintergrund|

Jedes Kapitel beginnt mit einer kleinen Melodie oder ein paar Sound-Effekten. Danach folgt bei einigen Kapiteln noch ein Ambient-Teppich als Untermalung für den Hintergrund. Dieser Teppich fällt aber kaum auf, weil er so leise und unscheinbar klingt, als wären es Nebengeräusche.

|Die MP3s und das Booklet|

Die Qualität der MP3s entspricht dem Eins-A-Medien-Standard: 192 kbps, 41,1 kHz und Joint Stereo. Die 48 Tracks sind fortlaufend nummeriert, wobei die Tracknummer im Dateinamen vorn steht und im ID3-Tag am Ende. Auch sämtliche Namen der an der kompletten |Silber Edition| beteiligten Autoren wurden mit in das ID3-Tag der Dateien geschrieben. Dies macht den Eintrag in der Playlist einiger Abspielgeräte so lang, dass nur noch die Autorennamen zu sehen sind und der Titel am Ende abgeschnitten wird.

Diesmal ziert die grafisch aufpolierte Front von Band 687 „Begegnung im Chaos“ die ID3-Tags. Das Bild liegt dem Hörbuch zusätzlich als JPG- und als PDF-Datei in der Auflösung 1448 x 1444 bei.

Der Download ist auch als One-Track-Version erhältlich.

Als Bonus gibt es wie immer als Zugabe zum letzten Teil das Booklet, das auch der CD-Version beiligt, als PDF-Datei. Hier finden wir ein Tracklisting mit den Kapitelnamen, ein Vorwort von Horst Hoffmann, eine Risszeichnung einer 60-m-Korvette, eine Zeitleiste und die Cover der in dieser |Silber Edition| enthaltenen Heftromane Nr. 680, 681, 682, 683, 686 und 687. Außerdem gibts am Ende noch mal die schicke CD-Cover-Version von Band 683 zu sehen.

_Mein Fazit:_

Das unbeabsichtigte Solo-Abenteuer der vier Techniker nimmt diesen kompletten Teil dieser |Silber Edition| ein und wird auch zu Ende geführt. Tom Jacobs vermittelt die ganze Dramatik auf Seiten der Techniker und ihrer Gegner perfekt und unterhält gewohnt souverän.

|MP3-Download mit ca. 369 MB Größe
Spieldauer der Lesung: 4:12 h
Anzahl der Tracks: 48
Sprecher: Tom Jacobs
ISBN-13: 978-3943013078|
[www.einsamedien.de]http://www.einsamedien.de
[www.perry-rhodan.net]http://www.perry-rhodan.net

|Hinweis:| Die |Silber Edition 78| wird zusammen mit dem letzten Download-Teil ab dem 11. Oktober 2011 auch komplett auf zwei MP3-CDs im Handel erhältlich sein.

Professor van Dusen 5: Stirb schön bei Shakespeare

_|Professor Dr. Dr. Dr. Augustus van Dusen|:_

Folge 1: [„Eine Unze Radium“]http://buchwurm.info/book/anzeigen.php?id__book=6717
Folge 2: [„Das sicherste Gefängnis der Welt“]http://buchwurm.info/book/anzeigen.php?id__book=6672
Folge 3: [„Mord bei Gaslicht“]http://buchwurm.info/book/anzeigen.php?id__book=6718
Folge 4: [„Der Mann, der seinen Kopf verlor“]http://buchwurm.info/book/anzeigen.php?id__book=6685
Folge 5: [„Stirb schön mit Shakespeare“]http://buchwurm.info/book/anzeigen.php?id__book=7411

_Die Handlung:_

Während einer Aufführung von Shakespeares „Wie es euch gefällt“ im New Yorker Garrick-Theater verschwindet der Schauspiel-Star Belinda Belmont spurlos. Die Polizei in Gestalt von Detective-Sergeant Caruso tappt wie üblich im Dunkeln, und auch Professor van Dusen scheint zunächst nicht weiter zu wissen. Doch eine scheinbar völlig uninteressante Schachtel Pralinen und die seltsamen Augen einiger Schauspieler bringen ihn schließlich auf die richtige Spur. (Verlagsinfo)

_Mein Eindruck:_

Arrogant, überheblich und extremst von sich und seinen Logik-Künsten überzeugt, hat es der Professor diesmal mit einem kombinierten Verbrechen zu tun. Wohin ist die Schauspielerin Belinda Belmont verschwunden und wer wollte sie vergiften? Und warum hat niemand etwas mitbekommen? Ist hier etwa Hypnose im Spiel?

Alles Fragen, zu dessen Lösungsfindung der Professor seinen Assistenten und Chronisten Hutchinson Hatch für sich ermitteln lässt, damit er dann alle Informationen als „Denkmaschine“ verarbeiten kann. Und am Schluss hält er dann einen langen Monolog vor allen Beteiligten, Unbeteiligten und dem Hörer und präsentiert allen den Täter. Auf den ist er nach eigener Aussage bereits nach 30 Minuten Hörzeit gekommen.

So sehr der Hörer in diesem Fall gern mitraten möchte, kann er hier doch nicht die gleichen Schlüsse, wie der Professor ziehen, weil ihm nicht die gleichen Fakten zur Verfügung stehen, auch wenn er anfangs den Eindruck hat. Und so wissen wir am Ende was passiert ist … das ist interessant … und warum es passiert ist … das fand ich ein wenig überzogen.

_Das Hörerlebnis:_

Da es sich hier um die Neuauflage einer 1979 erstmalig ausgestrahlten Radio-Produktion handelt, darf man nicht allzu viele Effekte erwarten. Die gibts bei Radiohörspielen eh selten, weil sie in der Regel sehr textlastig sind. „Stirb schön mit Shakespeare“ bildet hier keine Ausnahme, aber lässt auch nichts vermissen. Alle Dialoge sind immer lebendig mit Geräuschen unterlegt, die die Szenen passend unterstützen.

Die Überblend-Musik, meist Streicher oder Streicher und Klavier, passt gut zu der Zeit, in der der Fall spielt und wirkt manchmal wie die Tonspur zu einem Stummfilm.

Dass die Sprecher ausgebildete Profis sind, hört man schnell. Allein Detective-Sergeant Caruso klingt mir ein wenig betrunken-eingeschlafen-lallend, mit ihm bin ich nicht richtig warmgeworden.

|Die Sprecher und ihre Rollen:|

Prof. van Dusen – Friedrich W. Bauschulte
Hutchinson Hatch – Klaus Herm
Detective-Sergeant Caruso – Reinhard Kolldehoff
Paul Elton, Inspizient – Peter Schiff
John Meany (Jacques), Schauspieler & Regisseur – Arnold Marquis
Walter Mason (Narr), Schauspieler – Otto Sander
Dianne Warwick (Celina) – Sabine Baruth
Gertrud Manning, Garderobiere – Sabine Baruth
James Willis (Schäfer), Schauspieler – Horst Schön
Arzt – Horst Schön
Theaterportier – Otto Czarski
Belinda Belmont – Olga Demetriescu

|Technik-Credits:|

Produzent & Initiator der CD-Auflage: Sebastian B. Pobot, Highscore Music
Skript: Michael Koser
Regie: Rainer Clute
Aufnahmen: RIAS Berlin
Covergestaltung: Lars Vollbrecht
Illustrationen: Lars Vollbrecht und Gerd Pircher
Product Management: dp
Label: Folgenreich (LC 12520)

|Die Ausstattung:|

Die CD steckt in einem Jewel-Case. Als Bonus enthält die CD als letzten und zehnten Track einen Kommentar zu „Stirb schön mit Shakespeare“, in dem sich Autor und Sprecher an ihre Van-Dusen-Zeit erinnern. Das ist ein interessantes Schmankerl für die Fans, besonders die der ersten Stunde.

Im Booklet finden wir die Erinnerungen von Michael Koser an Van-Dusen noch mal schriftlich dargelegt. Dazu gibts noch ein paar Fotos und Hintergrundinfos zu Jacques Futrelle und Michael Koser sowie eine Sprecher-und-ihre-Rollen-Aufstellung.

_Mein Fazit:_

Ein Fall, bei dem der Hörer leider nicht mitraten und zum gleichen Ergebnis wie Professor van Dusen kommen kann. Dennoch ist es spannend, dem Verlauf der Ermittlungen zu folgen und den Täter am Ende überführt zu sehen … oder zu hören in diesem Fall.

|1 Audio-CD
Spieldauer: 55 Minuten
Tracks: 10
Originaltitel der Kurzgeschichte: Dressing Room A (1908)
Erstausstrahlung im Radio: RIAS Berlin, 1979
Empfohlen ab 10 Jahren
EAN: 0602527699066|
[www.universal-music.de]http://www.universal-music.de
[www.folgenreich.de]http://www.folgenreich.de
[www.vandusen.de]http://www.vandusen.de

Chevy Stevens – Never knowing – Endlose Angst

_Die Handlung:_

Kurz vor ihrer Hochzeit erfährt die adoptierte Sara etwas Unfassbares: Ihr leiblicher Vater ist ein berüchtigter Serienkiller. Seit über 30 Jahren geht er jeden Sommer auf die Jagd – nach Frauen. Er ist einer der meistgesuchten Verbrecher des Landes. Mit Hilfe der Therapeutin Nadine versucht Sara, mit ihren Ängsten fertigzuwerden: Hat sie mehr von ihrem Vater geerbt, als sie sich eingestehen will? Doch bald wird klar, dass es Schlimmeres gibt, als herauszufinden, dass dein Vater ein Serienkiller ist – nämlich dass er Teil deines Lebens werden will … (Verlagsinfo)

_Mein Eindruck:_

Wer den Erstling von Chevy Stevens genossen hat, der wird sich sicher auf den zweiten Roman von ihr gefreut haben. Und auch der Hörbuch-Fan wird mit Wohlwollen zur Kenntnis genommen haben, dass auch das zweite Buch von Laura Maire gelesen wird, die beim Vorgänger bereits überzeugen konnte.

Sofort fällt auf, dass wir es hier wieder mit Therapiesitzungen zu tun haben, wie schon bei „Still missing“, dieses Mal sind es 24. Das muss pauschal ja nichts Schlechtes sein, könnte aber von Einfaltslosigkeit zeugen. Wir lernen Sara direkt in dem Moment kennen, als sie bei ihrer Therapeutin ist und erzählt. Alles geht ein wenig langsam los, weil die Autorin den Hörer offenbar langsam an das Gefühlsleben der Frau heranführen möchte. Als Adoptivkind möchte sie nämlich gern wissen, wer ihre Eltern waren oder vielleicht noch sind.

Das mag jetzt vielleicht nicht jeden interessieren, der auf dem Klappentext von einem Serienkiller und „Endlose Angst“ gelesen hat. Dennoch schafft es die Autorin die Suche interessant genug zu gestalten und die Protagonistin so gefühlvoll zu zeichnen, dass der Hörer eine Verbindung zu ihr aufbaut. Und nachdem sie nach einer halben Stunde Hörzeit auf ihre Mutter trifft, die nichts mit ihr zu tun haben möchte, wird es langsam spannend und man ist voll und ganz zum Reisegefährten von Sara geworden und möchte sie bei ihrer Suche begleiten.

Leicht verwirrend für den Hörer der Lesung sind die nicht kenntlich gemachten Sprünge zwischen dem Erzählstrom von Sara, wenn sie über ihre Erlebnisse erzählt und die kurzen Passagen, in denen sie zu ihrer Therapeutin spricht. Das geht direkt ineinander über, hin und her wie bei einer echten Therapiesitzung. Da kann man leicht durcheinanderkommen, wenn man nicht genau aufpasst. Ich gehe davon aus, dass dies im Buch wenigstens durch einen Absatz gekennzeichnet wurde.

Extrem gut gelungen ist es der Autorin auch, die Spannungskurve immer steiler werden zu lassen, ganz ohne detaillierte Opfer-Beschreibungen. Die hätte man gut einbauen können, schließlich ist Saras leiblicher Vater der „Campside Killer“. Während andere Autoren auf Schockmomente setzen, indem sie dem Hörer haarklein die zerteilten Körper beschreiben, kommt Chevy Stevens komplett ohne so etwas aus. Und das macht es eigentlich noch schlimmer, das ist „Psycho“ und nicht bloß „Thriller“.

Auch der Kontakt zu ihrem Vater, der zu Stande kommt, obwohl der Hörer es ihr eigentlich ersparen möchte, geht unter die Haut. Die Zusammenarbeit mit der Polizei beruhigt da auch nicht, im Gegenteil. Wie bei „Still missing“ ist es nicht vorbei, wenn man glaubt, es sei vorbei. Und immer wieder legt man sich im Kopf Theorien zurecht, die dann doch nicht stimmen. Chevy Stevens unterhält nicht nur mit „Never Knowing – Endlose Angst“, sie überrascht. Und das nicht nur einmal.

_Das Hörerlebnis:_

Laura Maire schafft es auch diesmal wieder innerhalb weniger Sätze, den Hörer zu fesseln. Ihre Stimmfarbe passt perfekt zum Stil der Autorin und ihre Art zu lesen passt auch diesmal wieder perfekt zur Protagonistin. Ihre Stimme, die sie leicht und schnell ins Brüchige, Ängstliche oder Verwirrte verschieben kann, beschreibt in jeder Sekunde das Gefühlsleben von Sara und gibt dem Hörer einen intensiven und besorgniserregend guten Einblick in ihre Psyche.

Das führt dazu, dass der Hörer bei dem intensiven Erlebnis und der sich langsam aufbauenden Spannung der Romanvorlage nicht nur neben Sara steht oder die Rolle ihrer Therapeutin einnimmt, zu der sie spricht, sondern oftmals ihre Gefühle sogar teilt.

Auf Musik, Klangteppiche oder sonstige Effekte hat der Verlag bei dieser Lesung komplett verzichtet. Das lässt die Sprecherin durch ihre Leistung aber auch nicht vermissen.

Was mich allerdings ein wenig gestört hat, waren zu viele Höhen, die dem Hörer unangenehm ins Ohr zischen. Jedes „s“ ist zu scharf und jedes „t“ klingt zu hart. Wenn man dies allerdings am Abspielgerät nachregeln kann, ist das auch in den Griff zu bekommen.

|Die Aufmachung:|

Die sechs schlichten, dunkelgrün bedruckten CDs stecken in einer Jewel-Case-Box und sind mit weißer Schrift bedruckt. Auf ein Booklet wurde verzichtet. Stattdessen sind die Infos zu den Tracks, in diesem Fall die Nummern der Therapiesitzungen auf die Innenseite des rückwärtigen Covers gedruckt. Auf der Rückseite der Front sind zudem noch die Namen der an dieser Produktion Beteiligten aufgeführt. Infos zu Autorin und Sprecherin findet man auf der Rückseite des Jewel-Case‘. Dazu legt der Verlag noch ein Programm seiner Hörbücher bei.

_Die Autorin:_

Chevy Stevens ist auf einer Ranch auf Vancouver Island aufgewachsen. Sie arbeitete einige Jahre als Immobilienmaklerin und kam während der einsamen Wartezeiten bei Open-House-Besichtigungen auf die Idee zu ihrem ersten Thriller „Still Missing – Kein Entkommen“. Der Roman wurde sofort zu einem internationalen Bestseller. Die Autorin lebt mit ihrem Mann auf Vancouver Island vor der kanadischen Westküste. (Verlagsinfo)

_Die Sprecherin:_

Laura Maire ist eine deutsche Schauspielerin und Sprecherin, die u. a. in „Verdammt verliebt“, „alphateam“ und „Die Rosenheim-Cops“ im deutschen Fernsehen zu sehen war. Als Sprecherin wirkte sie 2006 in der Radio-Produktion „Das Gespenst von Canterville“ mit und als Marie in „Krieg der Knöpfe“ 2007. Im Kino ist sie als dt. Stimme von Alice Cullen (gespielt von Ashley Greene) in „Twilight – Bis(s) zum Morgengrauen“ zu hören. (Verlagsinfo)

_Mein Fazit:_

Die Spannung baut sich etwas langsam auf, bekommt dadurch aber mehr Zeit, unter die Haut des Hörers zu kriechen, wo sie sich dann festsetzt. Laura Maire transportiert das Gefühlsleben der Protagonistin perfekt ins Ohr des Hörers und garantiert ein intensives Hörerlebnis. Wieder ein spannender Volltreffer der Autorin und die richtige Sprecherwahl des deutschen Verlags.

|6 Audio-CDs mit 50 Tracks
Gesamtspielzeit: 6:51 Min.
Originaltitel: Still Missing
Aus dem Amerikanischen von Maria Poets
Gelesen von Laura Maire
ISBN: 978-3839811269|
[www.argon-verlag.de]http://www.argon-verlag.de

_Chevy Stevens bei |Buchwurm.info|:_
[„Still missing – Kein Entkommen“ (Lesung)]http://buchwurm.info/book/anzeigen.php?id__book=6927

Fünf Freunde und das Geheimnis des Winterwaldes (Folge 93)

_Die Handlung:_

Weihnachten steht vor der Tür, doch die Fünf Freunde kümmern sich erst einmal um die Tiere des Waldes. Dort tauchen überall Igel auf, obwohl diese Tiere längst ihren Winterschlaf halten müssten. Und das ist nur der Anfang einer Reihe seltsamer Veränderungen, die im Forstwald vor sich gehen. Mit Beharrlichkeit und Mut lösen die fünf Freunde die Rätsel des Waldes und kommen einem hinterhältigen Verbrechen auf die Spur. (Verlagsinfo)

_Mein Eindruck:_

Nicht völlig überraschend haben die fünf Freunde Ferien, diesmal sinds die weihnachtlichen und auch nicht total unerwartet verbringen sie die in Kirren.

Zuerst helfen sie Förster Sharewood im Wald und nebenbei lernen sie und der Hörer, dass man, um eine Futterkrippe für die Tiere im Winterwald zu füllen, Heu, Eicheln und Kastanien braucht. Auch wird uns erklärt, dass Igel nicht nur aus Angst zittern, was sie am liebsten essen und was ein „Schlafhäuschen“ ist.

Und warum die Igel im Wald überhaupt wach sind, anstatt Winterschlaf zu halten, das erklärt sich dem Hörer auch erst, nachdem die fünf Freunde durch Zufall und Annes Frösteln eine entscheidende Entdeckung machen. Den Grund haben sie gefunden, fehlt nur noch der Verursacher.

Dadurch, dass dem Hörer nur wenige Informationen zur Verfügung stehen, wird diese Folge nie langweilig, denn so bleibt die Spannung erhalten. Zusammen mit den Jungen und Mädchen erleben sie einen spannenden Fall, der gerade noch vor Weihnachten gelöst werden kann.

_Das Hörerlebnis:_

Hier machen alle Beteiligten einen prima Job. Die Textvorlage ist lebend und klingt nicht zu sehr nach Schriftsprache. Die Sprecher der fünf Freunde, die den Hauptanteil der Dialoge dieser Folge übernehmen, liefern gewohnt authentisch klingende Arbeit ab.

Ein kleines Lautstärkeproblem gibts dennoch. Bei seinem ersten Auftritt ist Förster Sherwood noch laut und deutlich zu hören, später, als die Kinder ihm dann den gefundenen Igel zeigen, kann man ihn nur schwer verstehen, weil er viel zu leise abgemischt wurde. Danach muss man den Lautstärkeregler rechtzeitig wieder herunterdrehen, damit man vom nächsten Sprecher nicht erschreckt wird.
Das Gleiche Phänomen gibts gegen Ende der Folge beim Telefonat mit Constable Wilbert auch noch mal zu (über)hören.

Als Übergang zwischen den Szenen dient gern mal ruhige 80er-Jahre-Musik vom E-Piano.

|Die Sprecher und ihre Rollen:|

Erzähler: Lutz Mackensy
Julian: Ivo Möller
Dick: Jannik Endemann
Anne: Theresa Underberg
George: Alexandra Garcia
Tante Fanny: Ursula Sieg
Bauer Scofield: Harald Dietl
Mr. Stone: Peter Lontzek
Förster Sharewood: Peter Weis
Constable Wilbert: Achim Schülke
und Timmy der Hund

|Trackliste:|

1. Weihnachtsvorbereitungen in Kirrin
2. Timmy macht eine Entdeckung
3. Das Geheimnis der Igel
4. Weiße Löcher im Schnee
5. Rätselhafte Wurzeln
6. Das letzte Teil des Puzzles
7. Julian und Dick riskieren alles
8. Beweise in letzter Minute

|Technik-Credits:|

Buch: Katrin McClean
Produktion und Regie: Heikedine Körting
Redaktion: Hilla Fitzen, Wanda Osten
Geräusche: Wanda Osten
Musik: Tonstudio EUROPA

|Die Ausstattung:|

Die in winterlich kaltem Hellblau bedruckte CD steckt in einem Jewel-Case. Das Booklet in gleicher Farbgestaltung enthält eine Aufstellung der bereits veröffentlichten Folgen sowie zwölf schwarz-weiß Bilder einiger Folgen-Cover. Zusätzlich werden noch die Sprecher und ihre Rollen aufgeführt sowie die Technik-Credits.

_Mein Fazit:_

Eine spannende Folge mit geschickt eingebautem Biologie-Unterricht, die dem Hörer durchgängige Unterhaltung bietet und ihn bei der Stange hält, da auch er nicht mehr weiß als die fünf Freunde.

|1 Audio-CD mit 54 Minuten Spieldauer
Vom Verlag empfohlen ab 6 Jahren
EAN: 886972309323|
[www.natuerlichvoneuropa.de]http://www.natuerlichvoneuropa.de

Eine Hörprobe stellt der Verlag unter [diesem Link]http://www.hoerspiel.de/dstore/shop/Serien/Fuenf+Freunde/Fuenf+Freunde+und+das+Geheimnis+des+Winterwaldes/366892 bereit.

_Die |Fünf Freunde|-Hörspiele bei |Buchwurm.info|:_
[„… verfolgen den Wilderer“ (Folge 74)]http://buchwurm.info/book/anzeigen.php?id__book=4674
[„… und die verlorenen Blüten“ (Folge 86)]http://buchwurm.info/book/anzeigen.php?id__book=6365
[„… und das rätselhafte Sternbild“ (Folge 87)]http://buchwurm.info/book/anzeigen.php?id__book=6519

TKKG – Doppelgänger auf der Rennbahn (Folge 174)

_Die Handlung:_

Alarm! „Vivaldi“ – das erfolgreiche Rennpferd wurde auf dem Fasanenhof klammheimlich gegen einen Doppelgänger ausgetauscht! TKKG wittern einen neuen Fall und stürzen sich in die Ermittlungen! Doch wer spielt hier falsch? Als sich ein stummer Zeuge meldet, wird den vier Detektiven klar, dass hier eine ganz üble Sache am Kochen ist! Doch wie ist den Übeltätern beizukommen? Tim bereitet eine raffinierte Falle vor; aber werden die Verbrecher auch hineintappen? (Verlagsinfo)

_Mein Eindruck:_

Draußen legt der Altweibersommer noch mal richtig los und gewährt uns sommerliche Temperaturen, da beschert uns EUROPA einen Vorweihnachtsfall mit TKKG im Schnee. Wobei man hier nicht wirklich „unpassend“ sagen kann oder „falsches Timing“, gibt es doch im Supermarkt längst Lebkuchen und Dominosteine zu kaufen.

In den ersten Minuten lernt der Hörer unter anderem den taubstummen Wolfgang kennen. Dieser wird aber unglücklich und sicher unabsichtlich vom Autor als geistig zurückgeblieben dargestellt, indem er Ingeborg auf der Vorweihnachtsparty von Brigitte Palmer überlaut auf ihn einreden lässt, als wäre er schwerhörig. Und in Zeitlupe sagt sie dann am Ende: „Win-ke, Win-ke“. Ganz offensichtlich nimmt sie ihn nicht ernst und hält ihn für zurückgeblieben. Vielleicht wollte der Autor die Dame aber auch überdeutlich sprechen lassen, damit Wolfgang Lippenlesen kann. Dass er das beherrscht, wird aber nicht erwähnt. Die Gebärdensprache ist für die Dame hörbar belustigend und faszinierend zugleich.

Die Idee einen taubstummen Charakter in eine Jugendgeschichte einzubauen ist sicher keine schlechte, funktioniert aber in einem Hörspiel logischerweise nur schwerlich. Denn außer Umgebungsgeräusche hört man während der Unterhaltungen mit ihm in Gebärdensprache natürlich nichts. Sicher ein Grund, warum dieser Charakter nur am Anfang und am Ende der Geschichte vorkommt.

Ansonsten agieren die TKKGs wie immer ihrer Rollenvorgabe entsprechend: Tim ist anführerisch und selbstbewusst, Klößchen denkt nur an Süßigkeiten und ans Essen, Karl recherchiert wie Bob von den drei ??? und Gabys Tierliebe ist es zu verdanken, dass sich die vier überhaupt mit dem Fall des ausgetauschten Rennpferds befassen, auch wenn sie niemand beauftragt hat.

Dass es sich hier um Grunde um einen schlichten Versicherungsbetrug handeln muss, stellt der Fan „im reifen Alter“ sofort fest, während Tim nach etwa 40 Minuten das auch dem Hörer vorschlägt, der noch nicht auf diese Idee gekommen war.

Dennoch verläuft die Geschichte nicht ganz so geradlinig, wie man jetzt denken könnte. Es gibt Verwicklungen, Ideen, falsche Fährten und interessante Erkenntnisse, auf die nicht jeder Hörer gekommen wäre. Allein die Auflösung im letzten Track „Hereingelegt!“ war mir ein wenig zu einfach.

_Das Hörerlebnis:_

Wie gewohnt gibt es hier jede Menge Geräusche als Untermalung zu hören. Allein der Beginn ist diesmal in dieser Hinsicht nicht ganz so gut gelungen. Auf der Pferderennbahn klingt das Hufgetrappel beim Rennen eher wie ein sanfter Platzregen. Und auch die Zuschauerkulisse, die irgendwie an ein volles Einkaufszentrum erinnert, wird immer mal abrupt in den Vordergrund gemischt, was leicht irritierend und dadurch fast wie Meeresrauschen wirkt. Ansonsten ist die Geräuschkulisse wie eine Kopfkino-Tonspur aufbereitet. Mit viel Liebe zum Detail sind zum Beispiel bei Außenszenen Vögel im Hintergrund zu hören und auch im Stall bei Vivaldi klingt alles authentisch und echt.

Krystian Martinek als Bösewicht und vom Hörer gleich zu Anfang als vermeintlicher Folgen-Hauptgegner ausgemacht, klingt bemüht, aber steif wie ein Dorfbühnenschauspieler oder ein Darsteller einer deutschen Vorabendserie. Im Vergleich zu den bekannten TKKG-Sprechern klingt er unnatürlich, hölzern und abgelesen. Tim Grobe, der seinen Komplizen Ulrich Rösner spricht, wirkt dagegen glaubwürdiger.

Die Überblendmusik zwischen den Szenen ist diesmal oftmals weihnachtlich-beschwingt oder weihnachtlich-anrührend gewählt. Auch im Hintergrund ist neben der Spannung steigernden „Dramatikmusik“ auch gern mal ein „Fröhliche Weihnacht überall“ zu hören.

|Die Sprecher und ihre Rollen:|

Erzähler: Wolfgang Kaven
Tim: Sascha Draeger
Karl: Nicki Nowotny
Klößchen: Manou Lubowski
Gaby: Rhea Harder
Kommissar Glockner: Edgar Bessen
Heino Schnuller: Krystian Martinek
Ulrich Rösner: Tim Grobe
Hermann Sauerlich: Henry König
Brigitte Palmer: Regina Lemnitz
Ingeborg: Anja Topf
Kati: Carolin von der Groeben
Katis Vater: Stephan Schleberger
Rennbahn-Sprecher: Oliver Böttcher
Hieronymus Kamm: Lutz Mackensy
Mann: Peter Lontzek
und Oskar, der schwarz-weiße Cockerspaniel

|Trackliste:|

1. Mangelnde Schulbildung
2. Glatter Sieg!
3. Vollbremsung
4. Hundert Prozent
5. Ausgetauscht!
6. Tag der offenen Tür
7. Vierbeiniger Wischmopp
8. Versicherungsprämie
9. Rote Strähnchen
10. Daneben getippt!
11. Hereingelegt

|Technik-Credits:|

Produktion und Regie: Heikedine Körting
Buch: André Minninger nach Motiven von Stefan Wolf
Hörspielbearbeitung und Effekte: André Minninger
Redaktion und Geräusche: Wanda Osten
Cover Illustration: Comicon S.L. – nach Artwork-Vorlagen von Rainer Stolte
Rahmendesign: KB&B
Gestaltung: Atelier Schoedsack

|Die Ausstattung:|

Die CD steckt in einem Jewel-Case und ist in „TKKG-Blau“ bedruckt. Das Booklet, das in der gleichen Farbe daherkommt, enthält eine Aufstellung der bereits veröffentlichten Folgen, die Sprecher und ihre Rollen sowie die Technik-Credits. Außerdem gibts als extra Einlageblättchen noch etwas Werbung für eine weitere EUROPA-Hörspiel-Serie, die sich aus dieser Folge abspaltet.

_Mein Fazit:_

Ein Fall, der nicht so gradlinig und einfach verläuft, wie es erst den Anschein hat, unterhält nicht nur TKKG, sondern fesselt auch den Hörer eine interessante und spannende Stunde an den CD-Spieler.

|1 Audio-CD mit 58 Minuten Spieldauer
Vom Verlag empfohlen ab 6 Jahren
EAN: 886979032729|
[www.natuerlichvoneuropa.de]http://www.natuerlichvoneuropa.de
[www.tkkg.de]http://www.tkkg.de

Eine Hörprobe bietet EUROPA unter [diesem Link]http://www.hoerspiel.de/dstore/shop/Serien/Topserien/TKKG/Doppelgaenger+auf+der+Rennbahn/366928/ an.

Erlhoff, Kari / Minniger, André – Die drei ??? – Der namenlose Gegner (Folge 149) (Hörspiel)

_Die Handlung:_

In dem sonst so idyllischen Vorort Seven Pines droht ein Nachbarschaftskrieg auszuarten. Die aufgebrachten Anwohner bitten die drei ??? um Hilfe. Doch Bob wird bei einer nächtlichen Beschattungsaktion verletzt und verliert das Bewusstsein. Als er wieder zu sich kommt, weiß er nicht mehr, wer er ist! Das nutzt ein alter Feind der drei ??? gnadenlos aus. Während der dritte Detektiv nun auf unerwartete Abwege gerät, bekommen Justus und Peter es mit einem gefährlichen Gegner zu tun. Schnell wird aus einem scheinbar harmlosen Routinefall eine harte Probe für das berühmte Trio aus Rocky Beach – womöglich die Härteste, die es für sie gegeben hat … (Verlagsinfo)

_Mein Eindruck:_

Was wie ein langweilig und schnell und einfach zu lösender Fall beginnt, entpuppt sich genauso schnell, aber gar nicht langweilig als ein interessanter Konflikt. Eigentlich sollten die zwei Fragezeichen, Justus und Peter agieren hier allein, weil Bob vermeintlich mit seinen Eltern wegfahren muss, ein paar Tulpen ausreißende Camper überführen.

Parallel dazu hat Bob einen Unfall mit dem Rad, bei dem er von einem Auto angefahren und verletzt wird. Dass er dabei sein Gedächtnis verliert, nutzt der alte ???-Feind Skinny Norris aus und „programmiert“ ihn um. Nun sind Peter und Just seine Feinde. Dass Bob sich aber so schnell und nachhaltig ohne Nachwirkungen von einem schweren Unfall erholt, fand ich dann doch ein wenig unrealistisch.

Die Idee, die drei auch einmal gegeneinander antreten zu lassen, gefiel mir sehr. Einen „Bob“-Fall hat sich der sonst eher im Hintergrund recherchierende, dritte Detektiv, wirklich verdient gehabt. Hier bekommt er einiges zu tun und darf auch mal handgreiflich werden. Und auch der Fall, um den sich die drei ??? kümmern sollen, spielt dabei eine wichtige Rolle und ist auch gar nicht so gradlinig und einfach zu durchschauen, wie man anfangs noch denkt.

Kari Erlhoff ist hier eine wirklich interessante Geschichte gelungen, die nicht nur Bob einmal ganz anders zeigt, sondern auch Skinny.

_Das Hörerlebnis:_

Gewohnt lebendig hat die Soundregie die Umgebungsgeräusche arrangiert. Alles passt perfekt und alles klingt authentisch. Allein der Schrei von Peter, nachdem er im Pool gelandet ist … den hätte ich vor dem Platscher erwartet. Alle Sprecher machen einen prima Job und klingen glaubhaft. Allen voran natürlich Oliver, Jens und Andreas, denen nicht mal Andreas von der Meden als Skinny Norris das Wasser reichen kann. Sie bieten wieder echtes Schauspiel vor dem Mikro, das lebendig im Ohr des gespannten Hörers ankommt. Einzig die Überblendmusik zwischen den Szenen ist für meinen Geschmack zu lang geraten. Ich hätte gern einige Sekunden eher weiterermittelt.

|Die Sprecher und ihre Rollen:|

Erzähler: Thomas Fritsch
Justus Jonas: Oliver Rohrbeck
Peter Shaw: Jens Wawrczeck
Bob Andrews: Andreas Fröhlich
Cynthia McGowan: Luise Lunow
Inspektor Cotta: Holger Mahlich
Mr. Andrews: Henry König
Mrs. Andrews: Konstanze Ullmer
Skinny Norris: Andreas von der Meden
Mina Parker: Annabelle Krieg
Brandon Fraser: Tim Grobe
Beatrix Fraser: Sophie Lechtenbrink
Roxy: Julia Fölster
Josh: Volker Hanisch
Paul: Tim Kreuer
Davis: Frank Meyer-Brockmann

|Technik-Credits:|

Erzählt von: Kari Erlhoff
Buch und Effekte: André Minninger
Redaktion und Geräusche: Wanda Osten
Regie und Produktion: Heikedine Körting
Titelmusik: Simon Bertling & Christian Hagitte (STIL)
Musik: Christian Hagitte & Simon Bertling (STIL), Morgenstern, Conrad

|Trackliste:|

1. Vandalismus
2. Terror in Seven Pines
3. Nein!
4. Nacht in Angst
5. Miss Biss
6. Junge ohne Namen
7. Ein Baum in Nöten
8. Kein gutes Verhältnis
9. Auf Leben und Tod
10. Echte Kerle
11. Rachespiel
12. Bombenstimmung
13. Schutt und Asche
14. Happy Ending

|Die Ausstattung:|

Die CD steckt in einem Jewel-Case. Das Bookletchen enthält eine Doppelseite Werbung für die „Die drei ???“-T-Shirt-Kollektion. Dazu kommt noch eine Aufstellung der Sprecher und ihrer Rollen und eine kleine Bildvorschau für die nächste Folge 150.

_Mein Fazit:_

Eine interessante Grundidee, die Jungs mal gegeneinander antreten zu lassen, kombiniert die Autorin mit einem spannenden Fall, der anders endet, als man denkt. Das sind zwei gute Ideen zusammen in einer Folge, die nie langweilig wird und fast schon zu kurz ist.

|1 Audio-CD
Spieldauer: ca. 62 Minuten
EAN: 886978014948|
[www.natuerlichvoneuropa.de]http://www.natuerlichvoneuropa.de

Mehr als 80 weitere Rezensionen zu den „Drei ???“ findet ihr in unserer [Datenbank]http://buchwurm.info/book .

Point Whitmark: Das Schloss des Blutmalers (Folge 33)

_Die Handlung:_

Im Zuge einer Reportage über walisische Architektur werden Jay, Tom und Derek von einem Unwetter überrascht und gezwungen, die Nacht auf Glamorgan Castle zu verbringen. Ist es nur ein Gerücht, oder hat sich der Burgherr wirklich innerhalb des verlassenen Gemäuers begraben lassen? Es heißt, die Gemälde in den düsteren Korridoren wurden mit echtem Blut gemalt. Die Jungen stoßen das Tor zu einem lange vergessenen Geheimnis auf. Als körperlose Schreie durch die einsamen Flure hallen, müssen Sie sich entscheiden. Gehen sie der Sache auf den Grund, oder verbarrikadieren sie sich in ihrem Zimmer, wie man es Ihnen geraten hat? (Verlagsinfo)

_Mein Eindruck:_

Etwa einen Monat zu früh kommt diese gruselige Folge von „Point Whitmark“ heraus, ist doch bald Halloween. Aber das ist umso schöner für den Fan, der schon sehnllichst auf die neue Folge gewartet hatte, nachdem am Ende der Letzten ein gruseliger Spoiler Lust auf mehr gemacht hatte.

Eher zufällig tappen die drei Freunde in diesen neuen Fall, für den sie einige schaurige Stunden rund um Glamorgan Castle verbringen müssen. Freiwillig sind sie nämlich nicht da und wenn es nach dem Willen anderer geht, dann würden sie auch nicht mehr entkommen.

Die befürchteten Parallelen zum Fall „Gespensterschloss“ der drei Detetektivkollegen aus Rocky Beach bestätigen sich zum Glück nicht, denn Jay, Tom und Derek gehts wirklich an den Kragen. Auch sonst verläuft der Fall ganz anders. Interessant ist auch, dass die Jungs diesmal zum Teil getrennt voneinander ermitteln, jeder hat so seine eigenen Gruselmomente zu ertragen in dieser Folge. Und am Ende wissen wir dann, was es mit dem Blutmaler auf sich hat, ob er wirklich mit echtem Blut gemalt hat und warum die, die er gemalt hat, nach seinem Tod erpresst werden. Und, wer schreit denn eigentlich in den Wänden im Castle?

All das und noch einiges mehr erfahren der Hörer und die Jungs vom Sender, der heißt wie die Stadt, in diesem jugendgerecht gruseligen und manchmal auch sehr witzigen Teil der Serie. Eine Vorschau auf die nächste Folge gibts am Ende diesmal übrigens nicht.

_Mein Höreindruck:_

Das Hörerlebnis war diesmal nicht so begeisternd. Sicher kann die Produktion durch tolle Effekte glänzen, aber von denen gibts hier für meinen Geschmack zu wenige. Sicher, die Jungs schleichen durch das Castle und sollen still sein … da kann man wenig hören, auch ok … nur, eignet sich so etwas wenig für ein Hörspiel. Da nützen auch die leichten Hall- und Echo-Effekte wenig, die man zudem auch nicht hört, sobald man während des Hörens Nebengeräusche hat. Im Auto muss man dann schon reichlich aufdrehen, um festzustellen, ob die Folge noch läuft oder nicht. Wenn es aber Effekte gibt, dann sind sie extra gruselig. Jede Tür öffnet sich extra knarrend und auch der Wind klingt düster und gemein.

Die Sprecher machen allesamt einen für ihre Charaktere passenden tollen Job. Gestört hat mich das ständig langgezogene „okaaay?“ einer Dame nach jedem Satz, aber dafür kann die Sprecherin ja nichts. Ein kleines Problem mit dem Sounddesign hatte ich an der Stelle, an der Tom mit einer „Gardinenkrücke“ durch den Keller geschlichen ist. Das Sample klingt zwar gedämpft metallisch, mir aber zu computertechnisch. Jedes Mal, wenn das Geräusch ertönt, klang es für mich wie ein nicht zur Folge passender Ton-Fehler, eher wie Industrial-Musik.

Die teilweise wirklich schöne Musik, die zur Überblendung zwischen den Szenen verwendet wird, war mir in fast allen Fällen eine Idee zu lang. Das Highlight war für mich die in die Folge eingebaute Titelmelodie als Streicher-Version, die zwar auch toll klang, aber auch zu viel Zeit einnahm. Da hätte ich gern schon wieder im Abenteuer gesteckt, als noch der Musik lauschen zu müssen.

|Die Sprecher und ihre Rollen:|

Erzähler: Jürg Löw
Jay Lawrence: Sven Plate
Tom Cole: Kim Hasper
Derek Ashby: Gerrit Schmidt-Foss
Mrs Delwyndyn: Sonja Deutsch
Mr Delwyndyn: Dominik Freiberger
Kendrick Gwaunfarren: Horst Lampe
Maddox Jones: Bert Franzke
Adwen Cadoc: Hannelore Minkus
Yvain Gwlady: Claus-Dieter Clausnitzer
Glasaugen-Opa: Herr Steiner
Dorfoma: Heike Paul

|Technik-Credits:|

Idee & Konzeption: Volker Sassenberg
Drehbuch: Andreas Gloge & Volker Sassenberg
Musik: Matthias Günthert und Volker Sassenberg, Markus Segschneider und Manuel Rösler
Tontechnik und Schnitt: Volker Sassenberg & Marc Sander
Illustration & Cover Design: Ingo Masjoshusmann
Verlegt durch ROBIL BOR Music
Aufgenommen und gemischt unter Finians Regenbogen
Produziert von Volker Sassenberg

|Die Ausstattung:|

Die CD steckt in einem Jewel-Case. Das Booklet enthält eine Bildergalerie der bislang erschienen Folgen, inklusive der kommenden Folgen „Die einäugigen Puppen“ und „Verirrt im Spinnenwald“. Zusätzlich werden noch die Sprecher und ihre Rollen aufgeführt sowie die Technik-Credits.

_Mein Fazit:_

Eine gruselige Folge, die aber auch lustige Szenen hat. Keine der besten und spannendsten Folgen der Serie, aber eine, die sich nicht ganz so leicht auflöst, wie anfangs gedacht. Ein paar mehr Effekte hätte ich mir im Castle gewünscht und ein wenig kürzere Musiküberblendungen zwischen den Szenen.

|1 Audio-CD
Spieldauer: 64 Minuten
Tracks: 10
EAN: 886979512627
Vom Verlag empfohlen ab 6 Jahren|
[www.point-whitmark.de]http://www.point-whitmark.de

_|Point Whitmark| bei |Buchwurm.info|:_
Folge 1: [„Die Bucht der 22 Schreie“]http://www.buchwurm.info/book/anzeigen.php?id__book=5128
Folge 2: [„Die rote Hand des teufels“]http://www.buchwurm.info/book/anzeigen.php?id__book=5256
Folge 22: [„Die blutenden Schlüssel“]http://www.buchwurm.info/book/anzeigen.php?id__book=4793
Folge 23: [„Der Duft der Finsternis“]http://www.buchwurm.info/book/anzeigen.php?id__book=5058
Folge 24: [„Am Tag der großen Flut“]http://www.buchwurm.info/book/anzeigen.php?id__book=5410
Folge 25: [„Die fiebrigen Tränen“]http://www.buchwurm.info/book/anzeigen.php?id__book=5551
Folge 26: [„Die Diener der Pest“]http://www.buchwurm.info/book/anzeigen.php?id__book=5743
Folge 27: [„Eiland der Gespenster“]http://www.buchwurm.info/book/anzeigen.php?id__book=5817
Folge 28: [„Der leere Raum“]http://buchwurm.info/book/anzeigen.php?id__book=6175
Folge 29: [„Der Seelenkünder (1/2)“]http://buchwurm.info/book/anzeigen.php?id__book=6518
Folge 30: [„Der Seelenkünder (2/2)“]http://buchwurm.info/book/anzeigen.php?id__book=6670
Folge 32: [„Hauptrolle: tot“]http://buchwurm.info/book/anzeigen.php?id__book=7330

Die Elfen: Königstein (Folge 3)

_Die Handlung:_

Alfadas und sein Heer haben Albenmark erreicht – doch die Menschen sind in der Elfenfestung Phylangan alles andere als willkommen. Fürst Landoran ist überzeugt, die Festung, die einst unter dem Namen »Königstein« das Herz des Trollreichs bildete, auch ohne ihre Hilfe verteidigen zu können. Die Trolle jedoch haben es nicht darauf abgesehen, ihren Königstein zu erstürmen. Mithilfe ihrer Schamanin Skanga schicken sie einen »Geist« ins Innere, der schlimmer wütet als tausend Trolle … (Verlagsinfo)

_Mein Eindruck:_

Nachdem das Menschenheer am Ende des letzten Teils seinen ersten Kampf gewonnen, aber sich noch im Feiern darüber der Erkenntnis geschlagen geben musste, dass sie lediglich ein paar Späher erwischt haben und nicht das eigentliche Heer der Trolle, ist nicht nur der Hörer gespannt darauf, wie es weitergeht.

Wie befürchtet beginnts auch diesmal wieder mit der üblichen einleitenden Folterszene. Die leidende Elfe erzählt weiter und wir steigen wieder in die Geschichte ein. Die Menschen bejubeln immer noch ihren Sieg. Von der Anzahl der Sprecher sind die Menschen aber in dieser Folge in der Unterzahl, wohl auch, weil wir jetzt in Albenmark sind. Hier soll es nun zur großen Schlacht um Königstein kommen, zur Schlacht der Trolle gegen die Elfen.

Einen Anteil daran hat auch Shahondin, der (genau wie der Erzähler) recht schwer zu verstehen ist. Seine Stimme ist zwar düster, extrem tief moduliert und daher ziemlich gruselig, aber das ist der Verständlichkeit nicht sehr zuträglich. Wer bei seiner Meldung an die Trolle von Nebengeräuschen im Auto oder beim Joggen gestört wird, der wird ihm kaum folgen können.

Mir gewohnter Liebe zum Geräuschdetail gibt es hier wieder Hollywood-Kopfkino vom Feinsten zu hören. Nicht nur die Effekte, auch die Sprecher und die immer zur Szene passende Musikuntermalung bieten Unterhaltung, die den Standard für Fantasy-Hörspiele darstellen sollten. Mehr geht nicht, alles passt perfekt zusammen. Auch an dieser Folge fand ich nichts auszusetzen und bin über eine Stunde spannend und kurzweilig unterhalten worden.

Die Schlacht fand nicht den Ausgang, den ich anfangs der Folge noch erwartet hatte, was mir gefiel. Und auch der Schluss macht Lust auf mehr ELFEN-Hörspiele, die hoffentlich bald erscheinen werden.

|Die Reihenfolge der Hörspielumsetzung|:

Am Anfang war die Entwirrung. Der |Elfen|-Zyklus von Bernhard Hennen umfasst fünf Bände. |Die Elfen| als Hörspielausgabe beginnt aber nicht beim ersten, sondern beim zweiten Band, ist also die Umsetzung von |Elfenwinter|. Diese Hörspielumsetzung wird aus fünf Teilen bestehen, von denen der Verlag die ersten drei auf einmal herausgebracht hat. Die Hörspielumsetzung der Folgebände |Elfenlicht| und |Elfenkönigin| sind laut Verlag bereits in Planung.

|Die Sprecher und ihre Rollen:|

|Elfen|
Ollowain: Bernd Rumpf
Meister Alvias (Erzähler): Helmut Zierl
Lyndwyn: Celine Fontanges
Landoran: Peter Weis
Graf Fenryl: Kai-Henrik Möller
Silvyna: Cathlen Gawlich
Shahondin: Andreas von der Meden
Wächterin: Kerstin Draeger
Wächter: Alexander Rieß

|Kentauren|
Orimedes: Martin Keßler

|Trolle|
Orgrim: Tilo Schmitz
Skanga : Luise Lunow
Branbart: Douglas Welbat
Boltan: Frank Felicetti
Dumgar: Jan-David Rönfeldt
Gran: Thomas Petruo
Birga: Simona Pahl
Brud: Frank Gustavus

|Menschen|
Alfadas: Sascha Rotermund
Lambi: Dirk Hardegen
Egil Horsason: Marius Clarén
Hure Dalla: Mia Diekow

|Weitere Bewohner von Albenmark|
Benjamin Dittrich, Dennis Ehrhardt, Janis Grossmann, Frank Gustavus, Christopher Hamann, Oliver Kalkofe, Stefan Krause, Tim Kreuer, Günter Lach, Christian Langmann, Regina Lemnitz Alexander Rieß, Thomas Schmuckert sowie der ehrenamtliche 15-köpfige Trollchor unter Regie von Sebastian Breidbach.

|Technik-Credits:|

Skript, Regie und Produktion: Dennis Ehrhardt
Aufnahmen: Alexander Rieß, CSC Studio, Hamburg
Urs Hauck und der echte Gran im Studio Konterfei, Berlin
Sprachschnitt & Sounddesign: ear2brain productions
Musik: Andreas Meyer
Illustrationen: Sandobal
Layout: Sebastian Hopf
Product Management: dp
Label: Folgenreich (LC 12520)

|Die Ausstattung:|

Die CD steckt in einem Jewel-Case. Das Booklet ist eine Augenweide und trägt auf der Vorderseite das gezeichnete Bild eines Elfenkriegers mit aus dem Hintergrund lauernden Trollen. Diese sehen aber eher wie dicke, glatzköppfige Yetis aus. Innen finden wir eine ausführliche Erklärung des Autors dazu, welche Position im Familienranking er seit dieser Hörspielproduktion einnehmen konnte.

Auch die Aufstellung der Sprecher und ihrer Rollen ist besonders ansprechend gestaltet. Übersichtlich wurde hier nach Rassen getrennt: Elfen, Trolle, Kentauren, Menschen, Restvolk von Albenmark. Zusätzlich gibt es noch die oben erwähnten Technik-Credits nachzulesen und etwas Werbung in eigener Autorensache.

Die Elfen:
Band 1: „Die Elfen“
Band 2: „Elfenwinter“
Band 3: „Elfenlicht“
Band 4: „Elfenkönigin“
Band 5: „Elfenlied“

Elfenwinter als Hörspielumsetzung:
Folge 1: „Der Untergang von Vahan Calyd“
Folge 2: „Firnstayns Kinder“
Folge 3: „Königstein“
Folge 4: „Der Fluch des Schicksalswebers“
Folge 5: „Elfenwinter“

Elfenlicht als Hörspielumsetzung:
Folge 1: „Die goldenen Pfade“
Folgen 2-6: – angekündigt –

_Mein Fazit:_

Alles läuft auf die Schlacht um den Königstein hinaus, die imposant und fulminant vertont durch die Surround-Lautsprecher des Kopfkinos dröhnt. Die Story ist und bleibt spannend, die Sprecher machen einen tollen Job und der Hörer wartet gespannt auf Folge vier.

1 Audio-CD
Spieldauer: 75 Min.
Tracks: 21
Empfohlen ab 12 Jahren
UPC: 0602527772898

www.folgenreich.de

Der Autor vergibt: (5/5) Ihr vergebt: SchrecklichNa jaGeht soGutSuper (No Ratings Yet)

Die Elfen: Firnstayns Kinder (Folge 2)

_Die Handlung:_

Das Fjordland mit seinen menschlichen Bewohnern ist vom neu entbrannten Krieg der Trolle gegen die Elfen bisher unberührt geblieben. Das »Nichts«, eine abgrundtiefe, gefährliche Schwärze, trennt beide Welten. Dem Elfen-Schwertmeister Ollowain gelang es jedoch, das Nichts zu überwinden und die verwundete Königin Emerelle in der kleinen Siedlung Firnstayn zu verstecken.

Schon bald verbreitet sich die Kunde von der Ankunft der Fremden – und König Horsa Starkschild lässt ein Heer zusammenstellen, um den Elfen im Kampf beizustehen … (Verlagsinfo)

_Mein Eindruck:_

Nachdem wir am Ende des ersten Teils zwar die erfolgreiche Flucht von Emerella vor den Trollen erlebt haben, sind wir natürlich gespannt ob und wie es für die verwundete Elfe weitergeht. Stattdessen gibts erstmal wieder eine Folterszene, wie schon am Anfang und am Ende von Teil eins. Der Großteil der Handlung dieser Folge ist auch schnell zusammengefasst: Ein Menschenheer soll zusammengestellt und durch ein magisches Portal nach Albenmark geschickt werden, damit die Elfen im Kampf gegen die Trolle Unterstützung erfahren.

Und wir lernen die ersten Menschen aus dem titelgebenden Firnstayn kennen. Menschen sind in diesem Teil das erste Mal mit dabei, dafür gibts diesmal keine Kobolde. Lebendig und mit viel Schauspiel vor dem Mikro begegnen uns in der Siedlung sämtliche Sprecher, selbst der junge Ulric steht mit seiner Leistung den anderen in nichts nach. Allein der Erzähler spricht wieder zu leise und man muss schon genau hinhören, damit man alles versteht, was er zurückhaltend berichtet.

Besonders fällt die Sprecherin der Elfe Lyndwyn auf, die mit ihrer Interpretation des Charakters nicht nur dem Schwertmeister Ollowain ein prickelnd erotisches Zwischenspiel beschert, sondern sicher auch so manchem Hörer ein süffisantes Grinsen abverlangt. Und am Ende sind wir wieder zurück bei der Elfenfolterung.

Die Effekte und die zur Fantasy-Welt passende Musik sind auch in diesem Teil wieder hollywoodreif imposant. Fantasy-Kopfkino, wie es sein sollte und wie es klingen sollte. Bernhard Hennen meint: „So müssen DIE ELFEN klingen.“ Ich würde sogar sagen: „So müssen Hörspiele klingen“, nicht nur die aus dem Fantasy-Bereich.

|Die Reihenfolge der Hörspielumsetzung|:

Am Anfang war die Entwirrung. Der |Elfen|-Zyklus von Bernhard Hennen umfasst fünf Bände. |Die Elfen| als Hörspielausgabe beginnt aber nicht beim ersten, sondern beim zweiten Band, ist also die Umsetzung von |Elfenwinter|. Diese Hörspielumsetzung wird aus fünf Teilen bestehen, von denen der Verlag die ersten drei auf einmal herausgebracht hat. Die Hörspielumsetzung der Folgebände |Elfenlicht| und |Elfenkönigin| sind laut Verlag bereits in Planung.

|Die Sprecher und ihre Rollen:|

|Elfen|
Ollowain: Bernd Rumpf
Meister Alvias (Erzähler): Helmut Zierl
Lyndwyn: Celine Fontanges
Landoran: Peter Weis
Silvyna: Cathlen Gawlich
Graf Fenryl – Kai-Henrik Möller
Lysilla – Annette Gunkel
Wächter: Robert Kotulla

|Trolle|
Skanga: Luise Lunow
Birga: Simona Pahl

|Kentauren|
Orimedes: Martin Keßler

|Menschen|
Alfadas: Sascha Rotermund
Lambi: Dirk Hardegen
Horsa Starkschild: Eckart Dux
Gundar: Christian Schult
Ole Ragnarsson: Andreas Mannkopff
Asla: Dagmar Dreke
Ulric: Philipp Draeger
Ragni – Markus Pfeiffer

|Weitere Bewohner von Albenmark|
Benjamin Dittrich, Dennis Ehrhardt, Janis Grossmann, Frank Gustavus, Christopher Hamann, Günter Lach, Christian Langmann, Regina Lemnitz, Alexander Rieß, Thomas Schmuckert sowie der ehrenamtliche 15-köpfige Trollchor unter Regie von Sebastian Breidbach

|Technik-Credits:|

Skript, Regie und Produktion: Dennis Ehrhardt
Aufnahmen: Alexander Rieß, CSC Studio, Hamburg
Urs Hauck und der echte Gran im Studio Konterfei, Berlin
Sprachschnitt & Sounddesign: ear2brain productions
Musik: Andreas Meyer
Illustrationen: Sandobal
Layout: Sebastian Hopf
Product Management: dp
Label: Folgenreich (LC 12520)

|Die Ausstattung:|

Die CD steckt in einem Jewel-Case. Das Booklet ist eine Augenweide und trägt auf der Vorderseite das in warmen Tönen gezeichnete Bild eines Elfenkriegers. Innen finden wir eine ausführliche Erklärung des Autors, welche persönlichen Erlebnisse zur Geschichte von Kadlin und dem Hund „Blut“ geführt haben.

Auch die Aufstellung der Sprecher und ihrer Rollen ist besonders ansprechend gestaltet. Übersichtlich wurde hier nach Rassen getrennt: Elfen, Trolle, Kentauren, Menschen, Restvolk von Albenmark. Zusätzlich gibt es noch die oben erwähnten Technik-Credits nachzulesen und etwas Werbung in eigener Autorensache.

Die Elfen:
Band 1: „Die Elfen“
Band 2: „Elfenwinter“
Band 3: „Elfenlicht“
Band 4: „Elfenkönigin“
Band 5: „Elfenlied“

Elfenwinter als Hörspielumsetzung:
Folge 1: „Der Untergang von Vahan Calyd“
Folge 2: „Firnstayns Kinder“
Folge 3: „Königstein“
Folge 4: „Der Fluch des Schicksalswebers“
Folge 5: „Elfenwinter“

Elfenlicht als Hörspielumsetzung:
Folge 1: „Die goldenen Pfade“
Folgen 2-6: – angekündigt –

_Mein Fazit:_

Das Fantasy-Kopfkino geht imposant weiter. Die überragenden Effekte sorgen zusammen mit den Sprechern, die sich richtig reinhängen, für ein weiteres spannendes ELFEN-Abenteuer.

|1 Audio-CD
Spieldauer: 80 Min.
Tracks: 17
Empfohlen ab 12 Jahren
UPC: 0602527772882|
www.folgenreich.de

Der Autor vergibt: (5/5) Ihr vergebt: SchrecklichNa jaGeht soGutSuper (No Ratings Yet)

Die Elfen: Der Untergang von Vahan Calyd (Folge 1)

_Die Handlung:_

Elfen, Kobolde, Feen – die Völker von Albenmark sind in Vahan Calyd zusammengekommen, um die Elfenkönigin Emerelle als Herrscherin über Albenmark zu bestätigen. Doch das Fest wird jäh unterbrochen: Die Trolle sind aus der Verbannung zurückgekehrt und legen die Stadt in Schutt und Asche!

Emerelle befindet sich auf der Flucht – in der Begleitung ihres Schwertmeisters Ollowain, der ahnt, dass es einen Verräter unter den Elfen geben muss und dass diese Nacht über das Schicksal von ganz Albenmark entscheidet … (Verlagsinfo)

_Mein Eindruck:_

Es beginnt direkt mit einem Schreckeffekt und Dramatik, erleben wir doch eine Elfe, die von Trollen gefoltert wird. Das Sounddesign ist sehr lebendig und der Hörer ist sofort in der Story drin. Das Kopfkino geht schon los, bevor man überhaupt richtig Platz genommen hat.

Dann folgt die traurige und ruhige, halb mittelalterliche, halb industrial Titelmusik, die sich immer weiter entfaltet und orchestraler wird. Was auch direkt auffällt, nachdem der Erzähler, der Elf Meister Alvias, ansetzt, um die Zeit und die Umstände zu beschreiben, in der das Abenteuer seinen Anfang nimmt: Er klingt ziemlich leise und spricht recht zurückhaltend und gedrungen. Als Erzähler eines Fantasy-Hörspiels wäre einen Sprecher mit einer markanteren und vor allem tieferen Stimme passender gewesen, auch wenn der Erzähler in diesem Fall ein Elf ist. Aber hier ist er leise und kuschelt sich für meinen Geschmack zu sehr in die Hintergrundmusik. Das tut er aber nur am Anfang und gegen Ende, ansonsten ist „Der Untergang von Vahan Calyd“ ein sprecherloses Hörspiel.

Negativ ist mir auch die Ausdrucksweise der Trolle aufgefallen. Sicher, sie werden nicht nur in dieser Geschichte zumeist als dumm und grobschlächtig beschrieben, aber Begriffe wie „Arschloch“ und „Scheiße“ passen für mich nicht in das Gesamtgefüge dieses Fantasy-Hörspiels. Ob das der Buchvorlage entspricht, kann ich allerdings nicht sagen.

Und das war auch schon, was ich an dieser ersten ELFEN-Folge auszusetzen hatte. Alles andere hat mich komplett begeistert. Allein die Liebe zum Detail bei der Gestaltung der Hintergrundeffekte ist absolut hollywoodtauglich, das ganze Hörspiel klingt wie eine Tonspur eines teuren Fantasy-Spektakels. Teilweise ist der Hintergrund so überragend lebendig, dass einige der Sprecher tatsächlich in ihm untergehen und mit ihrer Leistung nicht mithalten können. Dennoch liefern alle Sprecher einen guten Job ab und Oliver Kalkofe als Kobold Gondoran zwingt den Hörer geradezu zum Grinsen, sobald er spricht.

Richtig viel passiert in dieser ersten Folge noch nicht, aber das ist vielleicht auch gar nicht so schlecht, denn der Hörer muss sich schließlich auch erstmal in Albenmark zurechtfinden. Zumal er direkt in einen Konflikt und die Zerstörung der Stadt Vahan Calyd gerät. Da muss man erstmal sortieren, wer gut und wer böse ist und bei wem man sich noch nicht so ganz entscheiden kann.

Schön ist auch, dass man für dieses Hörspiel keinerlei Vorkenntnisse der Romanvorlagen braucht. Und dass dies die Umsetzung des zweiten Teils der Bücher ist, fällt niemandem auf, der das nicht weiß.

|Die Reihenfolge der Hörspielumsetzung|:

Am Anfang war die Entwirrung. Der |Elfen|-Zyklus von Bernhard Hennen umfasst fünf Bände. |Die Elfen| als Hörspielausgabe beginnt aber nicht beim ersten, sondern beim zweiten Band, ist also die Umsetzung von |Elfenwinter|. Diese Hörspielumsetzung wird aus fünf Teilen bestehen, von denen der Verlag die ersten drei auf einmal herausgebracht hat. Die Hörspielumsetzung der Folgebände |Elfenlicht| und |Elfenkönigin| sind laut Verlag bereits in Planung.

Die Sprecher und ihre Rollen:

Elfen
Ollowain: Bernd Rumpf
Meister Alvias (Erzähler): Helmut Zierl
Emerelle: Daniela Hoffmann
Lyndwyn: Celine Fontanges
Silvyna: Cathlen Gawlich
Shahondin: Andreas von der Meden
Hallandan: Hasso Zorn
Vahelmin: Tim Kreuer
Sansella: Dina Kürten

Kentauren
Orimedes: Martin Keßler
Antafes : Martin Sabel

Kobolde
Maruk: Stefan Fredrich
Gondoran: Oliver Kalkofe

Trolle
Orgrim: Tilo Schmitz
Skanga : Luise Lunow
Branbart: Douglas Welbat
Boltan: Frank Felicetti
Dumgar: Jan-David Rönfeldt
Gran: Thomas Petruo
Birga: Simona Pahl

Weitere Bewohner von Albenmark:
Benjamin Dittrich, Dennis Ehrhardt, Marion Elskies, Janis Grossmann, Frank Gustavus, Christopher Hamann, Günter Lach, Christian Langmann, Regina Lemnitz, Alexander Rieß, Thomas Schmuckert sowie der ehrenamtliche 15-köpfige Trollchor unter Regie von Sebastian Breidbach.

Technik-Credits:

Skript, Regie und Produktion: Dennis Ehrhardt
Aufnahmen: Alexander Rieß, CSC Studio, Hamburg
Urs Hauck und der echte Gran im Studio Konterfei, Berlin
Sprachschnitt Dennis Ehrhardt, Marco Göllner und ear2brain productions
Sounddesign Marco Göllner, Dennis Schuster und ear2brain productions
Musik: Andreas Meyer
Illustrationen: Sandobal
Layout: Sebastian Hopf
Product Management: dp
Label: Folgenreich (LC 12520)

Die Ausstattung:

Die CD steckt in einem Jewel-Case. Das Booklet ist eine Augenweide und trägt auf der Vorderseite das in warmen Tönen gezeichnete Bild von Emerelle, der Elfenkönigin. Innen finden wir eine ausführliche Erklärung des Autors zur verwunschenen Stadt Vahan Calyd und welche persönlichen Erlebnisse ihn bei ihrer Erschaffung inspiriert haben. Aber auch, welche schlimmen weltgeschichtlichen Ereignisse die Vorlage für ihre Zerstörung dienten.

Auch die Aufstellung der Sprecher und ihrer Rollen ist besonders ansprechend gestaltet. Übersichtlich wurde hier nach Rassen getrennt: Elfen, Trolle, Kentauren, Kobolde, Restvolk von Albenmark. Zusätzlich gibt es noch die oben erwähnten Technik-Credits nachzulesen und etwas Werbung in eigener Autorensache.

Die Elfen:
Band 1: „Die Elfen“
Band 2: „Elfenwinter“
Band 3: „Elfenlicht“
Band 4: „Elfenkönigin“
Band 5: „Elfenlied“

Elfenwinter als Hörspielumsetzung:
Folge 1: „Der Untergang von Vahan Calyd“
Folge 2: „Firnstayns Kinder“
Folge 3: „Königstein“
Folge 4: „Der Fluch des Schicksalswebers“
Folge 5: „Elfenwinter“

Elfenlicht als Hörspielumsetzung:
Folge 1: „Die goldenen Pfade“
Folgen 2-6: – angekündigt –

Mein Fazit:

Ein überragend gelungener Auftakt mit fantastischen Effekten. Lebendige Sprecher und eine spannende Handlung garantieren Fantasy-Fans und solchen, die es werden sollten, über eine Stunde pures Hollywood-Kopfkino.

1 Audio-CD mit
Spieldauer: 75 Min.
Tracks: 15
Empfohlen ab 12 Jahren
UPC: 0602527772875

www.folgenreich.de

Der Autor vergibt: (5/5) Ihr vergebt: SchrecklichNa jaGeht soGutSuper (No Ratings Yet)

Rebecca Gablé – Der dunkle Thron

_Die |Waringham|-Saga:_
01 „Das Lächeln der Fortuna“
02 „Die Hüter der Rose“
03 „Das Spiel der Könige“
04 _“Der dunkle Thron“_

_Die Handlung:_

London 1529: Der 14-jährige Nick of Waringham lebt als Schüler bei dem berühmten Humanisten Sir Thomas More. Als Nicks Vater, der Earl of Waringham, Opfer einer Intrige wird und der Häresie beschuldigt wird, wird der Junge zurück nach Hause geschickt, wo sein Vater vor seinen Augen an den Folgen der Folter stirbt. Nick bleibt zurück mit einer Baronie in desolatem Zustand – und einer großen, schier unlösbaren Aufgabe: Er soll Prinzessin Mary, Catalinas einziges Kind, beschützen – auch vor ihrem eigenen Vater … (Verlagsinfo)

_Mein Eindruck:_

Nach vier Jahren Warten gehts in der Familenchronik der Waringhams weiter. Das hätte selbst Rebecca Gablé nicht gedacht, denn eigentlich sollte nach dem dritten Band Schluss sein mit den Waringhams. Unterstützt von den Fans und weil ihr die Geschichte selbst nicht aus dem Kopf ging, präsentiert die Autorin also einen vierten Band.

Mittlerweile sind wir im 16. Jahrhundert angekommen und der Fokus liegt auf dem 14-jährigen Nick of Waringham. In den ersten Hörstunden erleben wir mit ihm zusammen das, was wir schon auf der Verpackung gelesen haben. Und obwohl der Hörer in diesem Fall schon weiß, was passiert, macht die Autorin die Geschichte dennoch zu einem echten Erlebnis. Ihre lebendige Erzählweise und ihre Beschreibungen von Land und Leuten lassen schnell ein historisches Kopfkino beim Hörer entstehen, in dem er gern Platz nimmt und verweilen möchte.

Der Protagonist wächst dem Hörer schnell ans Herz und seine Abneigung gegen „Brechnuss“ und „Sumpfhexe“, seine Stiefschwester und seine Stiefmutter, teilt auch er sofort. Nachdem sein Vater verstorben ist und er sich verpflichtet, auf Prinzessin Mary aufzupassen, muss er ganz schnell erwachsen werden. Wir begleiten die beiden dabei und erleben auch die verzweifelten Versuche Henry VIII. mit, der unbedingt einen Thronfolger haben möchte und deshalb sogar mit der katholischen Kirche bricht. Nicht nur Nick ist jetzt verunsichert, wem er noch etwas sagen darf, ohne verhaftet zu werden, auch das Volk weiß es nicht mehr.

Und so verknüpft Rebecca Gablé wieder einmal geschickt gut recherchierte Fakten mit einer fiktiven Geschichte. Und ob sich wirklich alles so zugetragen hat oder nicht, das ist dem Hörer bei ihrem einfühlsamen Erzählstil eh egal. Hier sind viele spannende, schmunzelnde, aber auch tragisch unterhaltsame Stunden garantiert. Und die können auch problemlos genossen werden, wenn man die Vorgängerbände nicht kennt. Gablé macht es also auch Quereinsteigern leicht, der Faszination der Waringham-Sga zu erliegen.

_Das Hörerlebnis:_

„Bierstedt liest ausdrucksstark und unwahrscheinlich vielseitig“, sagt Rebecca Gablé laut Verlag über ihren Sprecher. Ich kann weder das eine noch das andere bestätigen. Mir fiel direkt auf, dass er am Anfang sehr gehetzt seine Zeilen runterhastet. Da fällt es schwer, sich fallenzulassen, wenn der Sprecher direkt so eine Hektik verbreitet, die nicht vom Skript vorgeschrieben ist. Danach verfällt er aber wieder in die eher monotone Sprechweise, die ich von ihm gewohnt war.

Die „Inszenierung“ dieser Lesung war für meine Ohren sehr inkonsequent, denn vom Einsatz von zur Szene passenden Geräuschen wird leider nur wenig Gebrauch gemacht und wenn, dann sind es auch gern mal zu viele. Als Nick durch Hampton streift, werden gleich so viele Effekte unter den Sprecher gemischt, dass das dabei entstehende Bild im Kopf des Hörers eigene Wege geht und der Sprecher fast stört. Wenn Nick aber seinen eingesperrten Vater besucht, erwischt die Tonregie genau das richtige Maß an Effekten und Musik, sodass diese Szene ein wirklich rundes Hörerlebnis bietet.

Der oftmals schön ausgewählte und die Story unterstützende Musik- und Klangteppich wertet die Lesung absolut auf. Detlef Bierstedt, der sonst eher als einschläfernder Sprecher bekannt ist, erfährt dadurch eine willkommene Unterstützung. So wirkt sein Vortrag nicht mehr saftlos, sondern zur Zeit passend gediegen. Zumindest in den Momenten, die mit Musik unterlegt sind oder wenn er wörtliche Rede vorliest.

Das meinte ich mit „inkonsequent“. Der Hörer bekommt also im Wechsel minutenlang einen Musikteppich als Unterlage zu hören oder nur den Sprecher. Ab und an gibts dann auch mal ein paar Effekte mit dabei, als könnte man sich nicht entscheiden, welches Stilmittel man denn benutzen möchte und vor allem wie oft und wie lange.

Bierstedt wirkt hörbar bemüht, die Geschichte um Nick so lebendig wie ihm möglich zu erzählen. Bei allem Verstellen der Stimme, wenn er den verschiedenen Charakteren wiedererkennbare Merkmale gibt, fühlt der Hörer leider die ganze Zeit über, dass Bierstedt abliest und nicht erzählt. Dazu klingt seine Stimme grad bei beschreibenden Stellen zu monoton, fast gleichgültig, weil er mit angezogener Handbremse liest. Nicht nur die Lautstärke, sondern auch die Sprechgeschwindigkeit zu verändern, um aus dem Schwarz-Weiß-Film im Kopf einen sprühenden Farbfilm entstehen zu lassen, wäre ein probates Mittel gewesen. Aber das verwendet der Sprecher nur sporadisch und wenn, dann nur kurz. Danach geht es direkt weiter mit der gleichen langsamen Geschwindigkeit und die Dramatik ist dahin, da hilft dann auch die Musikuntermalung wenig. Manchmal ist auch nicht zu erkennen, ob die Charaktere sprechen oder der Sprecher die Szene beschreibt, weil beides mit der gleichen Geschwindigkeit und Sprachmelodie im Ohr des Hörers ankommt.

Wenn er in solchen Situationen auch noch durch die zwar zur Szene passende dramatische Musik übertönt wird, muss man schon genau hinhören. Denn manchmal klingt es so, als würde der Lautstärkeregler für den Sprecher recht abrupt heruntergezogen und der für die Musik nach oben geschoben, bis zu einem Punkt, an dem sie nicht mehr unterstützt, sondern störend ablenkt, wie die vorhin erwähnten „Mittelalter“-Geräusche.

_Der Sprecher:_

Detlef Bierstedt, 1952 geboren, ist einer der gefragtesten Synchronsprecher Deutschlands. Er leiht u. a. George Clooney, Jonathan Frakes („Star Trek“) und Bill Pullman („Independance Day“) seine Stimme. Insgesamt wirkte er in mehr als 1000 Film- und Fernsehproduktionen mit. (Verlagsinfo)

_Die Ausstattung:_

Die 12 CDs sind stilvoll verpackt. In zwei entfaltbaren Pappboxen stecken sie zusammen in einem Pappschuber. Vor und hinter den weinrot bedruckten CDs ist jede Menge Platz für Zusatzinfos, sodass das Fehlen eines Booklets nicht auffällt.

So gibt es ein Dankeswort der Autorin, ein Zitat aus dem Roman von Nicholas of Waringham, einen gezeichneten Stammbaum der Waringhams, eine gezeichnete Karte, die das England unter Henry VIII. zeigt, Lob aus der Presse, Werbung für die anderen Teile der Waringham-Saga, Infos zu Autorin und Sprecher und, sehr wichtig, eine sehr lange Auflistung aller beteiligten wichtigen Personen aus dem Roman. Wobei diejenigen noch mal gekennzeichnet wurden, die es tatsächlich gegeben hat.

_Mein Fazit:_

Warum Rebecca Gablé sich Detlef Bierstedt als Sprecher aussuchte, kann ich nicht nachvollziehen, warum sie so von ihm schwärmt, erst recht nicht. Ein lebendigerer und mit mehr Einsatz vor dem Mikro agierender Sprecher hätte so viel mehr aus der spannenden Geschichte um Nicholas of Waringham herausholen können und so dem Hörer ein intensiveres Erlebnis beschert. So bleibt der Kontrast zwischen einem weiteren unterhaltsamen und schönen Roman der „Waringham“-Reihe und einem bemühten Sprecher, der auch mit Musikuntermalung nicht in der Lage ist, den Hörer wirklich zu fesseln oder in die Story hineinzuziehen. Kopfkino ja, aber leider in Schwarz-Weiß.

|12 Audio-CDs
Spieldauer: 15:13 Std.
Gelesen von Detlef Bierstedt
ISBN: 978-3-7857-4567-0|
[www.luebbe.de]http://www.luebbe.de

Audible bietet auch eine ungekürzte Lesung an, die 35 Stunden Spieldauer bietet. Auch hier liest Detlef Bierstedt.

Wer erst einmal in die Lesung reinhören möchte, der kann unter [diesem Link]http://www.luebbe.de/Hoerbuecher/Historisches/Details/Id/978-3-7857-4567-0# beim Verlag hörprobieren.

_Rebecca Gablé bei |Buchwurm.info|:_
[„Die Siedler von Catan“]http://www.buchwurm.info/book/anzeigen.php?id__book=1218 (Hörbuch)
[„Die Siedler von Catan“]http://www.buchwurm.info/book/anzeigen.php?id__book=258
[„Das Lächeln der Fortuna“]http://www.buchwurm.info/book/anzeigen.php?id__book=1522 (Hörbuch)
[„Die Hüter der Rose“]http://www.buchwurm.info/book/anzeigen.php?id__book=1733
[„Das Spiel der Könige“]http://www.buchwurm.info/book/anzeigen.php?id__book=4129
[„Das zweite Königreich“]http://www.buchwurm.info/book/anzeigen.php?id__book=4541 (Hörspiel)
[„Hiobs Brüder“]http://buchwurm.info/book/anzeigen.php?id__book=5953

Daniel H. Wilson – Robocalypse

_Die Handlung:_

In einem Labor experimentieren Wissenschaftler mit einer überlegenen künstlichen Intelligenz – bis sie beginnt, sich zu wehren: ARCHOS bringt sämtliche Maschinen der Welt unter seine Kontrolle, vom kleinsten Computer bis zum tödlichen Waffensystem. Die Robocalypse bringt die Menschheit an den Rand der Auslöschung – doch die Maschinen haben nicht mit dem Mut der Menschen gerechnet … (Verlagsinfo)

_Mein Eindruck:_

Ok, auch die unter uns, die nur selten ins Kino gehen, werden bei dem Klappentext an „I Robot“ oder aber wenigstens an das „Terminator“-Franchise denken. Die Generation, die noch mit VHS aufgewachsen ist, wird sich auch noch an Stephen Kings „Rhea M. – Es begann ohne Warnung“ erinnern, in dem die Maschinen auch plötzlich anfingen zu rebellieren. In einigen Teilen kommen dem Hörer dann auch Gedanken an „Staatsfeind Nr. 1“ und „Eagle Eye“.

Und das ist auch schon der größte Kritikpunkt. Nein, nicht der Teil mit der Rebellion, sondern der Vergleich mit Filmen. Denn nichts anderes ist dieses Buch, es ist ein Action-Film-Skript, das übrigens im Jahr 2013 von Steven Spielberg verfilmt tatsächlich ins Kino kommen wird.

Da gehört es auch hin, denn als Buch ist diese Geschichte leider schwer bis gar nicht zu gebrauchen. Kapitel für Kapitel erzählt der Autor in Episoden wie unterschiedliche Menschen den Aufstand der Maschinen erlebt haben wie bei einer Kurzgeschichtensammlung. Alles ist bereits passiert, denn der Hörer weiß schon, dass die Menschen am Ende gewonnen haben. Erzählt wird das Ganze von einem Soldaten, der die aufgezeichneten Erlebnisse anderer Menschen während des Maschinen-Aufstands gefunden hat und sie an den Hörer weitergibt.

Da kommt kein Handlungsfaden zustande, weil es keinen echten gibt. Es ist halt eine Kurzgeschichtensammlung mit dem Oberthema „Wie ich den Roboteraufstand erlebte“. Auch kann man keine Verbindung zu den Charakteren aufbauen, weil man sie oftmals nur in kurzen, lauten Action-Sequenzen erlebt, wie das in einem schnell geschnittenen Film halt so ist. Eine Charakterentwicklung gibt es demzufolge auch nicht. Es sind lauter kleine Geschichtchen, die aneinandergereiht wurden. Und da man eh schon weiß, wer gewinnt, ist auch der Showdown am Ende nur mäßig spannend.

Als Film wird die Story aber sicher gut funktionieren und nettes Popcorn-Kino bieten. Überraschenderweise funktioniert das auch als Hörbuch ganz gut, wenn man einen talentierten Sprecher hat. Denn der kann, wenn er denn kann, im Kopf des Hörers ein Action-Feuerwerk abbrennen.

_Das Hörerlebnis:_

Die dunkle und rau-kratzige Stimme von Rolf Berg passt sehr gut zu dieser Romanvertonung. Energisch, druckvoll und lautstark verlangt der Sprecher sofort nach Aufmerksamkeit, die er vom Hörer auch bekommt. Lebendig und authentisch kommt sein Vortrag im Ohr an und man hat das Gefühl, als würde man tatsächlich einem Soldaten zuhören, der uns von seiner Entdeckung erzählt. Das klingt bei Rolf Berg wie Action-Kopfkino klingen muss: schnell, hart und dreckig. Passend zum Krieg, der gerade zu Ende gegangen ist.

Aber er kann auch anders, denn nach dem Prolog, den er als Ich-Erzähler und Soldat spricht, bekommt er von der episodenhaften Romanvorlage die Gelegenheit, zu zeigen, dass er auch andere Charaktere lebendig sprechen kann. Plötzlich klingt seine Stimme nicht mehr rau und hart, plötzlich schlüpft in eine andere Rolle und in die Nächste und in die Nächste … Auch die nimmt ihm der Hörer ab, weil er es mit der Modulation der Stimme nie übertreibt, aber dennoch von Kapitel zu Kapitel genug Unterscheidbarkeit zwischen den Charakteren herstellt. Auch als Erzähler kann Berg durch einen lebendigen Stil überzeugen.

Mich hat allerdings gestört, dass er dabei fast durchgängig zu laut gelesen hat. Lautstärke ab und zu als dramaturgisches Mittel einzusetzen, ist absolut ok, passt ja auch zu den ganzen dramatischen Roboter-Geschichten. Aber wenn der Sprecher den Hörer die ganze Zeit anbrüllt, dann wirkt das trotz aller dramatischer Geschehnisse irgendwann unangenehm und der Hörspaß leidet. Da nützt auch ein Herunterregeln der Lautstärke nichts, weil das nichts an der Art und Weise ändert, mit der gelesen wird.

Ein wenig Musik gibts auch zu hören, dramatische und bewegende Orchestermusik, passend zum Action-Kopfkino. Am Anfang und am Ende der Kapitel wird sie unter den Sprecher gemischt.

_Der Autor:_

Daniel H. Wilson wurde am 6. März 1978 in Tulsa, Oklahoma geboren – oder vielleicht doch von Robotern unter die Menschen geschmuggelt: Schon als Kind versuchte er, seinen Computer zum Sprechen zu bringen, und verliebte sich in das Androidenmädchen einer Fernsehserie. Nach der High School studierte Daniel H. Wilson neben Informatik alles, was mit künstlicher Intelligenz zusammenhängt, bevor er 2005 am Institut für Robotertechnik in Pittsburgh den Doktortitel für Robotik erwarb. Neben Artikeln für das „Popular Mechanics Magazine“ veröffentlicht er sehr erfolgreich Anleitungen, wie man einen Roboteraufstand überlebt. Daniel H. Wilson lebt heute in Portland, Oregon in den USA. Seine besten Freunde sind Werkzeuge – und er arbeitet, wie er selbst betont, für die Mächte des Guten. (Verlagsinfo)

_Der Sprecher:_

Rolf Berg ist Schauspieler, Sprecher und Kampfchoreograph. Er spielte an verschiedenen deutschen Theatern und ist in der WDR-Fernsehserie „Die Anrheiner“, aber auch vielen anderen Fernseh- und Kinoproduktionen zu sehen. (Verlagsinfo)

_Die Ausstattung:_

Die sechs schlicht weiß bedruckten CDs stecken in Einschüben in einer entfaltbaren Pappbox. Aufgedruckt auf den Einschüben finden wir Infos zu Autor und Sprecher, technische Daten zur Produktion und etwas Eigenwerbung des Verlags für weitere Hörbücher.

_Mein Fazit:_

Die Geschichte ist ein Skript für einen Action-Film, das als Roman nicht funktioniert, weil es wie eine Kurzgeschichtensammlung wirkt, ist es ja im Prinzip auch. Zu episodenhaft, um die Charaktere im Gedächtnis zu behalten und durch den Spoiler am Anfang auch noch unspannend, weil man weiß, wies ausgehen wird.

Als Hörbuch mit einem lebendig erzählenden Sprecher aber, funktioniert es wieder. „Robocalypse“ ist tatsächlich einer der wenigen Fälle, in denen das Hörbuch mehr Spaß bereitet als das Buch. Hier kann sich der Hörer entspannt zurücklehnen und wird vom Sprecher actionträchtig unterhalten. Action-Popcorn-Kino für den Kopf, bunt wie ein Comic, wenn auch ein ziemlich lauter Comic in diesem Fall.

|6 Audio-CDs mit 70 Tracks
Spieldauer: 6:58 Std.
Gelesen von Rolf Berg
Originaltitel: Robopocalypse: How Humanity Survived the Robot Uprising
ISBN-13: 978-3-7857-4571-7|
[www.luebbe.de]http://www.luebbe.de
[www.danielhwilson.blogspot.com]http://www.danielhwilson.blogspot.com

Bei Audible liest Rolf Berg die ungekürzte Version in 12:35 Std. vor.

Der Verlag stellt unter [diesem Link]http://www.luebbe.de/Hoerbuecher/SF-Fantasy/Details/Id/978-3-7857-4571-7# auch eine Hörprobe zur Verfügung.

Perry Rhodan – Suche nach der Erde (Silber Edition 78, Teil 3 von 4)

_|Suche nach der Erde|:_

Teil 1: 325 MB, 3:52 h, 47 Tracks
Teil 2: 334 MB, 3:56 h, 47 Tracks
Teil 3: 380 MB, 4:32 h, 53 Tracks
Teil 4: – erscheint am 11.10.2011 –

_Die Handlung:_

April 3460: Die Milchstraße ächzt unter der Herrschaft der technisch überlegenen Laren und ihrer skrupellosen Helfer, den Überschweren. Perry Rhodan blieb keine andere Wahl, als Erde und Mond in einem gewagten Manöver dem Zugriff der Invasoren zu entziehen: Die Urheimat der Terraner und ihr Trabant gingen durch einen gigantischen Sonnentransmitter, sprangen durch den Hyperraum und rematerialisierten im „Mahlstrom der Sterne“, einem Gebiet des Alls, unendlich weit von dem vorgesehenen Zielpunkt entfernt. Lordadmiral Atlan organisiert derweil den Widerstand gegen die Invasoren – und die Suche nach der verschollenen Erde. Sein Weg führt ihn nach Andromeda, zu sterbenden, von Jahrzehntausende alten Ruinen übersäten Welten und zu einer mysteriösen Geisterflotte. Aber für vier seiner Begleiter erweist sich die Mission als ein Flug durch tausend Höllen …
(Verlagsinfo für die komplette |Silber Edition 78|)

|Dieser Teil|:

Atlan und sein Team erwehren sich der wahnsinngen Embryos und finden mit Hilfe der Graunzer das gesuchte Wissen um die lemurischen Sonnentransmitter. Beim Versuch, den Gercksvira-Sonnentransmitter in Betrieb zu nehmen, wird Atlans Schiff über der Schaltwelt des Transmitters, Peschnath, abgeschossen. Hier begegnet er der schönen Ermigoa Merota, welche ihn stark und schmerzlich an Mirona Thetin erinnert und einen Zellaktivator trägt.

Parellel dazu machen vier Techniker, die versehentlich durch den Sonnentransmitter geschickt wurden, einige interessante und auch unliebsame Entdeckungen und Erstkontakte. Währenddessen macht auch Alaska Saedelaere sich auf den Weg, um eine verschollene lemurische Raumschiffflotte zu finden.

_Mein Eindruck:_

Es geht direkt so dramatisch los, wie der letzte Teil geendet hat. Wir sind auf der Sumpfwelt Tockton, suchen das Zentralarchiv der Lemurer und die wahnsinnigen Embryonen versuchen grad, die Fauna des Planeten so zu manipulieren, dass sie unseren Einsatztrupp tötet.

Auch Tom Jacobs macht da weiter, wo er vor drei Wochen aufgehört hat. Mit gewohnt vollem Einsatz vor dem Mikro bringt er sofort die dramatische Situation auf Tockton ins Kopfkino des Hörers. Souverän bringt er auch den Rest des als Vorlage dienenden Heftromans zu Ende, der gegen Ende des letzten Teils unterbrochen wurde.

Ohne Atempause fiebert der Hörer sofort mit dem Außenteam mit und kann sich erst nach einer guten Stunde mit ihm zusammen ausruhen, als die Embryos endlich bezwungen und der Planet verlassen ist. Danach ist Jacobs‘ Talent gefordert, den vielen auch außerirdischen Charakteren, die sich unterhalten, viele verschiedene Stimmmodulationen und angenehm anzuhörende Akzente zuteil werden zu lassen, damit man sie auseinanderhalten kann. Auch das gelingt ihm gewohnt gut. Einzig Galbraith Deightons amerikanischer Akzent klingt ein wenig übertrieben.

Als die Handlung dann auf einmal zu einem dramatischen Liebesroman wird, sagt dem Hörer ein ängstlicher Blick zum MP3-Player, dass ihm noch gute drei Stunden bevorstehen. Der zu diesem Zeitpunkt vertonte Roman heißt „Das Mädchen von Lemuria“, aber das hält nicht nur Atlan, sondern auch den Hörer auf. Denn nicht nur der möchte eigentlich den Sonnentransmitter mit dem notdürftig reparierten Dummy-Lemurerschiff getestet haben, um die vor tausenden von Jahren durch gerade diesen Transmitter verschwundenen 22.000 Lemurerschiffe zu finden und sich nicht mit einer Weltraumfurie herumschlagen.

Und während sich Atlan und Ermigoa mit für den Erscheinungszeitpunkt des Romans (1974) passend klingenden Begriffen wie „Schuft“ und „Närrin“ beschimpfen, kann Tom Jacobs wieder einmal zeigen, dass er vor dem Mikro genauso wild werden kann, wie die beiden Kontrahenten.

Zum Hörer-Glück wechselt die Handlung dann aber auch wieder. Der Dummy-Raumschiff-Abstrahl-Test hatte funktioniert. Leider wurden dabei aber in der Hektik vier Techniker vergessen, die zum Abstrahlzeitpunkt noch an Bord waren. Und mit ihnen zusammen orientiert sich der Hörer dann am unbekannten Ankuftsort neu und macht in den letzten 90 Minuten noch ein paar spannende Entdeckungen. Und auch Alaska Saedelaere macht sich auf die Suche nach den 22.000 verschollenen Raumschiffen.

Das ansatzlose Wechseln zwischen diesen beiden Handlungsfäden kann zu Verwirrungen beim Hörer führen, weil sie nicht durch Musik oder Effekte kenntlich gemacht werden. Aufpassen ist also zu jeder Zeit angesagt.

|Die Effekte – Der Hintergrund|

Jedes Kapitel beginnt mit einer kleinen Melodie oder ein paar Sound-Effekten. Danach folgt bei einigen Kapiteln noch ein Ambient-Teppich als Untermalung für den Hintergrund. Dieser Teppich fällt aber kaum auf, weil er so leise und unscheinbar klingt, als wären es Nebengeräusche.

|Die MP3s|

Die Qualität der MP3s entspricht dem Eins-A-Medien-Standard: 192 kbps, 41,1 kHz und Joint Stereo. Die 53 Tracks sind fortlaufend nummeriert, wobei die Tracknummer im Dateinamen vorn steht und im ID3-Tag am Ende. Auch sämtliche Namen der an der kompletten |Silber Edition| beteiligten Autoren wurden mit in das ID3-Tag der Dateien geschrieben. Dies macht den Eintrag in der Playlist einiger Abspielgeräte so lang, dass nur noch die Autorennamen zu sehen sind und der Titel am Ende abgeschnitten wird.

Diesmal ziert die grafisch aufpolierte Front von Band 683 „Das Mädchen von Lemuria“ die ID3-Tags. Das Bild liegt dem Hörbuch zusätzlich als JPG- und als PDF-Datei in der Auflösung 1448 x 1444 bei.

Der Download ist auch als One-Track-Version erhältlich.

_Mein Fazit:_

Das Abenteuer, das vor drei Wochen unterbrochen wurde, wird hier zu Ende gebracht und ein Neues wird gestartet. Parallel gibts noch ein Liebes-Drama, das ein wenig ablenkt und aufhält. Dann aber gehts spannend an anderer Stelle weiter. Tom Jacobs agiert überragend vor dem Mikro und lässt nicht den Hauch von Langeweile aufkommen.

Eine dramatische Begegnung, von der der Hörer schon weiß und die die vier Techniker fürchten, verschiebt sich aber auf den nächsten Teil. Schade, denn auch die wird sicher interessant werden.

|MP3-Download mit ca. 380 MB Größe
Spieldauer der Lesung: 4:32 h
Anzahl der Tracks: 53
Sprecher: Tom Jacobs
ISBN-13: 978-3943013078|
[www.einsamedien.de]http://www.einsamedien.de
[www.perry-rhodan.net]http://www.perry-rhodan.net

|Hinweis:| Die |Silber Edition 78| wird zusammen mit dem letzten Download-Teil ab dem 11. Oktober 2011 auch komplett auf zwei MP3-CDs im Handel erhältlich sein.

Cornelia Funke – Geisterritter

Die Handlung:

Jon Whitcroft hat es schwer. Seine Mutter und ihr neuer Freund schicken ihn aufs Internat nach Salisbury. Strömender Regen, dunkle Gemäuer, enge Flure, fremde Gesichter und ein Zimmer, das er sich mit zwei Mitschülern teilen muss. Jon ahnt nicht, dass dies bald seine geringsten Sorgen sein werden. Denn in seiner sechsten Nacht im Internat erscheinen plötzlich drei Geister unter dem Fenster seines Zimmers und starren zu ihm herauf. Doch zum Glück gibt es jemanden in Salisbury, der sich mit Geistern auskennt …
(Verlagsinfo)

Mein Eindruck:

Aus der Ich-Perspektive des jungen Jon erzählt Cornelia Funke ihre neue Kinder-Gruselgeschichte. Nicht so blumig und ausschweifend wie gewohnt schildert sie die Erlebnisse im Internat in Salisbury, in das Jon von seiner Mutter abgeschoben wurde. Begleitet wird der Leser dabei von wunderschönen, ganz- oder auch mal doppelseitigen Illustrationen, die die schaurige Atmosphäre abrunden und den Leser immer wieder innehalten und die dargestellte Situation auf sich einwirken lassen. Passend zum Titelbild sind sie auch immer in düsteren Grüntönen gehalten.

Kindgerecht erzählt, aber wie immer für alle Altersgruppen ansprechend berichtet, begleitet der Leser Jon in dieser Geistergeschichte. Die titelgebenden Geisterritter, die nur er zu sehen scheint, tauchen recht schnell auf und sorgen bei den jüngeren Lesern gleich für die erste Gänsehaut. Die Charaktere, allen voran natürlich Jon und seine Mitstreiterin im Kampf gegen die Geister, Ella, sind liebevoll gezeichnet und wachsen dem Leser schnell ans Herz. Auch Ellas Oma Zelda gehört zu den Guten und hilft den beiden bei ihrem Abenteuer.

Die gut 250 Seiten, die mit vielen Bildern und einem großen Zeichensatz ausgefüllt sind, überfordern die Zielgruppe nicht und sind flüssig, schnell und leicht zu lesen. Auch ist das Buch gut für Eltern geeignet, die ihren Kindern gern einmal wieder etwas vorlesen wollen, auch wenn die Kinder aus dem Bilderbuchalter schon herausgewachsen sind. Sicher ist es kein böser Spoiler, wenn man davon ausgehen kann, dass alles ein gutes Ende nehmen wird. Das schmälert den Gruselspaß aber nicht, den dieses Kinderbuch bietet.

Die Autorin

Cornelia Funke, eine der bekanntesten deutschen Autorinnen von Kinder- und Jugendliteratur, hat erst nach einer Ausbildung zur Diplom-Pädagogin und einem anschließenden Grafikstudium angefangen zu schreiben. Texte zu Bilderbüchern, Bücher zum Vorlesen, für Leseanfänger und Leseratten entstanden und wurden zum größten Teil auch von ihr selbst illustriert; einige ihrer Romane sind Familienbücher im besten Sinne. Zu großen internationalen Erfolgen wurden „Herr der Diebe“, „Drachenreiter“ sowie die Tintenwelt-Trilogie: „Tintenherz“, „Tintenblut“ und „Tintentod“. Auch Ehrungen und Preise gibt es für Cornelia Funke nicht nur in Deutschland (schließlich sind ihre Bücher inzwischen in mehr als 40 Sprachen erschienen), Verfilmungen sind geplant und realisiert, und ihre Fans warten stets sehnsüchtig auf das jeweils nächste Buch und sorgen dann für den Sprung auf die Bestsellerlisten. Cornelia Funke lebt mit ihrer Familie in Los Angeles, Kalifornien. (Verlagsinfo)

Mein Fazit:

Eine Kinder-Geister-Geschichte für Leser jeden Alters (ab 10) mit Charakteren, die dem Leser schnell ans Herz wachsen. Ein gruseliges, aber nicht zu gruseliges Abenteuer, das durch wunderschöne Bilder noch lebendiger wirkt.

Hardcover: 252 Seiten
Cover und Illustrationen von Friedrich Hechelmann
Vom Verlag empfohlen ab 10 Jahren
ISBN: 978-3791504797
www.cecilie-dressler.de
www.corneliafunkefans.com

David Lozano Garbano – Totengelächter (Puerta Oscura 2)

Puerta Oscura:

Band 1: „Totenreise“
Band 2: „Totengelächter“
Band 3: „Totengesang“

Die Handlung:

Pascal ist der Wanderer. Er ist der einzige Mensch, der die Dunkle Pforte durchschreiten kann, die Schwelle zwischen den Lebenden und den Toten. Unter der Führung der schönen Toten Beatrice hat er sich tief in das Reich der Verdammten vorgewagt und seine Freundin Michelle befreit, die dorthin entführt worden war. Nie wieder wollte Pascal nach diesem Erlebnis das Jenseits betreten, jedenfalls nicht vor seinem eigenen Tod.
Doch er ahnt nicht, dass er beobachtet wird. Auf der Suche nach dem Wanderer geistert ein Dämon durch das Zwischenreich. Es ist Marc, der vermeintlich unschuldige zehnjährige Junge, den Michelle und Pascale aus Mitleid befreit haben. Er blickt durch jeden Spiegel, den er finden kann, hinein in unsere Welt. Denn er wartet nur auf die Gelegenheit, ins Leben zurückzukehren. Und während Pascal sich hin- und hergerissen fühlt zwischen seiner Liebe zu Michelle und der tiefen Sehnsucht nach Beatrice, erhält er einen neuen Auftrag: Er muss Marc wieder dorthin bringen, wohin er gehört: in die Hölle.
(Verlagsinfo)

Mein Eindruck:

Im echten Leben ist ein Jahr vergangen, in der Welt von Pascal, dem Wanderer zwischen dem Reich der Lebenden und der Toten waren es drei Monate. So lange hatte unser Held Zeit, sich zu erholen und seine blutigen Abenteuer mit dem im letzten Band befreiten Vampir zu verarbeiten. Und auch in Sachen Liebe hat Pascal so einiges zu verdauen. Ist er doch auch hier zwischen den Lebenden und den Toten hin- und hergerissen. Michelle und Beatrice üben beide ihre besonderen Anziehungskräfte auf ihn aus.

Im Prinzip wurde zur Fortführung der Handlung lediglich der Vampir aus dem ersten Band durch einen Dämon ersetzt, dennoch ist auch der zweite Teil der Reihe um die Dunkle Pforte, die Puerta Oscura, spannend zu lesen und voller gruseliger Momente. Das Leseerlebnis ist trotz des für ein Jugendbuch beträchtlichen Umfangs kurzweilig. Das liegt nicht zuletzt daran, dass die Kapitel angenehm kurz sind und gar keine Langeweile aufkommen kann, weil der Autor es versteht, die Spannung die ganze Zeit hochzuhalten.

Nicht kindgerecht und zweifelhaft jugendgerecht wird auch hier munter drauflosgemetzelt. Der Verlag empfiehlt das Buch ab 13, ich würde das Einstiegsalter aber eher auf 16 erhöhen, weil der Leser schon einiges serviert bekommt. Nachdem es mit einer harmlosen Gänsehaut losgeht, wenn der Dämon anfängt, durch die Spiegel ins Diesseits zu spähen, dreht der Autor gehörig an der Horror-Schraube, denn auch der Dämon möchte sich nicht mit einer Peepshow zufriedengeben.

Wie befürchtet und erwartet endet dieser Roman, der zwar auch einzeln gelesen werden kann, aber viel mehr Spaß macht, wenn man den Vorgänger und die Charaktere schon kennt, mit einem Cliffhanger. Und wer an dieser Stelle kein Spanisch spricht, der muss sich leider gedulden, bis der Verlag auch den dritten Band der Reihe übersetzt, was vermutlich wieder ein Jahr dauern wird.

Wie schon beim Vorgänger „Totenreise“ ist das Cover auffällig gestaltet, sodass es sicher vielen Spontankäufern direkt ins Auge springt. Viele kleine, schwarze, lachende Skelette tummeln sich auf weißem Untergrund und lassen erahnen, dass es hier nicht um einen schmalzigen Liebesroman handelt. Die gleichen Skelette finden wir auch am Anfang jedes Kapitels im Buch wieder, wo sie sichtlich ihren Spaß haben.

Der Autor

David Lozano Garbala wurde 1974 in Zaragoza geboren. Schon als Jugendlicher liebte er Fantasy- und Horrorfilme und er fing schon früh an, selbst zu schreiben. Er studierte Jura und arbeitete als Anwalt in seiner Heimatstadt, aber er hörte nie auf, Geschichten zu erzählen. Seit dem Erscheinen von Puerta Oscura in Spanien ist David Lozano Garbala dort zu einer Ikone der Jugendliteratur geworden. (Verlagsinfo)

Mein Fazit:

Eine gelungene gruselig-spannende Fortsetzung der Geschichte um den Wanderer zwischen den Welten, die aufgrund der angenehm kurzen Kapitel und der fesselnden Erzählweise des Autors ein blutiges Kopfkino entstehen lässt. Für Kinder sicher nichts und auch nicht für jeden Jugendlichen geeignet. Wer nicht so zart besaitet ist, verbringt hier aber einige schaurig schön spannende Stunden.

Hardcover: 590 Seiten
Originaltitel: La Puerta Oscura – El Viajero
Aus dem Spanischen von Kirstin Bleiel und Catalina Rojas Hauser
Vom Verlag empfohlen ab 13 Jahren
ISBN: 978-3785568644
www.loewe-verlag.de

John Sinclair – Die Leichenkutsche von London (Folge 68)

_Die Handlung:_

Rod Kane zog seine Luger und schritt leicht gebückt und nach allen Seiten blickend in den Garten. Das diffuse Mondlicht tauchte das Gelände in ein unheimliches Grau. Plötzlich hörte er das Geräusch. Ein Wiehern. Kane fuhr herum – und erblasste. Mitten auf dem Rasen stand sie. Eine Kutsche. Eine schwarzlackierte Leichenkutsche, vor die zwei ebenfalls pechschwarze Pferde gespannt waren. Die Augen der Tiere leuchteten in einem tiefen rot. Rod wusste, dass nun etwas Schreckliches geschehen würde. (Verlagsinfo)

_Mein Eindruck:_

Dieses Mal beglückt uns das Sinclair-Team mit der Hörspielumsetzung des Heftromans mit der Nummer 214, der erstmalig im Jahr 1982 an den Kiosken zu kaufen war. Den Hörer erwartet aber hier nicht das übliche Sinclair-gegen-das-Böse, sondern ein reinrassiger Krimi. Dass dabei ein Dämon auftritt, ist schon fast Nebensache.

Der Dämon Xorron soll für den Mafiaboss Logan Costello einige „Mitbewerber“ töten, damit er mit Solo Morassos (alias Dr. Tod) Hilfe die Londoner Unterwelt kontrollieren kann. Dazu ist er mit der titelgebenden Leichenkutsche unterwegs. Erst stirbt Rod Kane, dann Jason Frogg und dann ist Wesley Steele sein Ziel. Ein weiterer Bösewicht begeht lieber Selbstmord, bevor der Dämon auch ihn erwischen kann. So will Costello eine Message an die gesamte Unterwelt senden und sich zum Boss der Bosse aufschwingen.

John trifft zwar zwischendurch auch auf Xorron, der macht sich aber lieber aus dem Staub, anstatt Sinclair auch anzugreifen. Er hat halt andere Aufträge. Den Höhepunkt hat die Folge gegen Ende dann in der Disco „Rave In“. In der Romanvorlage hieß der Tanzpalast noch „Come In“, das klang den Machern wohl nicht mehr zeitgemäß. Was mir nicht mehr zeitgemäß klang, war das gegenseitige Ansprechen mit „Alter“. Das passt vielleicht bei jüngeren Darstellern noch, aber nicht bei hörbar erwachsenen Männern. Da hätte es ein „Mann“ auch getan.

Die kleine Überraschung, die am Ende dann Jane zuteilwird, hätte der Hörer dann auch gern John Sinclair erzählt. Dessen Reaktion wurde aber wohl auf die nächste Folge verschoben.

_Das Hörerlebnis:_

Was es hier nicht an Kampf gegen das Böse gibt, gibts in ausführlichen Beschreibungen der Morde und den zerquetschten Organen. Garniert mit reichlich vielen Kraftausdrücken und Flüchen.

Diesmal sind auch die Effekte extrem „matschig“ und das Horror-Kopfkino kriegt schon fast eine Überdosis an Blut auf die Leinwand gespritzt. Einen kurzen Zwischengrinser kann der Hörer einlegen, wenn Lana Leroy zu Pornomusik tanzt und der eigentlich sonst so gruselig erzählende Joachim Kerzel plötzlich ganz süffisant und lasziv die Szene beschreibt.

Alle Sprecher machen einen prima Job, wie man es von der Serie gewohnt ist. Oliver Kalkofe brachte mich mit seinem für meinen Geschmack leicht übertrieben Einsatz zum Grinsen. Der DJ in der Disco klingt ein wenig abgelesen und leblos. Leblos ist er auch wenig später, nachdem er extrem grafisch zu Tode gekommen ist.

|Die Sprecher und ihre Rollen:|

Erzähler – Joachim Kerzel
John Sinclair – Frank Glaubrecht
Suko – Martin May
Sir James Powell – Karlheinz Tafe
Jane Collins – Franziska Pigulla
Wesley Steele – Rainer Fritzsche
Jason Frogg – Wolfgang Bahro
Mark – Oliver Kalkofe
Digger – Jan Spitzer
Randy – Markus Pfeiffer
Lana – Marie Bierstedt
Xorron – Udo Schenk
Logan Costello – Bernd Vollbrecht
Rod Kane – Kaspar Eichel
DJ – Ralph Caspers
Roddy – Tobias Kluckert
Peter – Phillip Schepmann
sowie Christian Schult, Thomas Nero Wolff, Dietmar Wunder, Gerrit Schmidt-Foss, Jörg Döring, Fred Bogner, Hans-Georg Paczak, Jörg Hengstler, Thomas Nokielski

|Technik-Credits:|

Produktion: Ales Stelkens (WortArt), Marc sieper (Lübbe Audio)
Realisation: Ila Schnier von Wittich
Tontechnik und SChnitt: ear2brain productions
Buch und Regie: Oliver Döring

|Die Ausstattung:|

Die CD steckt in einem Jewel-Case. Das Booklet-Faltblatt enthält eine Aufstellung der bereits veröffentlichten Folgen. Zusätzlich werden noch die Sprecher und ihre Rollen aufgeführt sowie die Technik-Credits.

_Mein Fazit:_

Diesmal keine John-gegen-das-Böse-Folge, sondern ein Bandenkrieg in der Londoner Unterwelt, mit einem Dämon als Auftragskiller. Sehr grafisch für die Ohren garniert, noch grafischer, als man das sonst gewohnt ist.

|Audio-CD mit ca. 49 Minuten Spieldauer
ISBN-13: 978-3-7857-4474-1|
[www.luebbe-audio.de]http://www.luebbe-audio.de

_|Geisterjäger John Sinclair| auf |Buchwurm.info|:_
[„Der Anfang“]http://www.buchwurm.info/book/anzeigen.php?id__book=1818 (Die Nacht des Hexers: SE01)
[„Der Pfähler“]http://www.buchwurm.info/book/anzeigen.php?id__book=2019 (SE02)
[„John Sinclair – Die Comedy“]http://www.buchwurm.info/book/anzeigen.php?id__book=3564
[„Im Nachtclub der Vampire“]http://www.buchwurm.info/book/anzeigen.php?id__book=2078 (Folge 1)
[„Die Totenkopf-Insel“]http://www.buchwurm.info/book/anzeigen.php?id__book=2048 (Folge 2)
[„Achterbahn ins Jenseits“]http://www.buchwurm.info/book/anzeigen.php?id__book=2155 (Folge 3)
[„Damona, Dienerin des Satans“]http://www.buchwurm.info/book/anzeigen.php?id__book=2460 (Folge 4)
[„Der Mörder mit dem Januskopf“]http://www.buchwurm.info/book/anzeigen.php?id__book=2471 (Folge 5)
[„Schach mit dem Dämon“]http://www.buchwurm.info/book/anzeigen.php?id__book=2534 (Folge 6)
[„Die Eisvampire“]http://www.buchwurm.info/book/anzeigen.php?id__book=2108 (Folge 33)
[„Mr. Mondos Monster“]http://www.buchwurm.info/book/anzeigen.php?id__book=2154 (Folge 34, Teil 1)
[„Königin der Wölfe“]http://www.buchwurm.info/book/anzeigen.php?id__book=2953 (Folge 35, Teil 2)
[„Der Todesnebel“]http://www.buchwurm.info/book/anzeigen.php?id__book=2858 (Folge 36)
[„Dr. Tods Horror-Insel“]http://www.buchwurm.info/book/anzeigen.php?id__book=4000 (Folge 37)
[„Im Land des Vampirs“]http://www.buchwurm.info/book/anzeigen.php?id__book=4021 (Folge 38)
[„Schreie in der Horror-Gruft“]http://www.buchwurm.info/book/anzeigen.php?id__book=4435 (Folge 39)
[„Mein Todesurteil“]http://www.buchwurm.info/book/anzeigen.php?id__book=4455 (Folge 40)
[„Die Schöne aus dem Totenreich“]http://www.buchwurm.info/book/anzeigen.php?id__book=4516 (Folge 41)
[„Blutiger Halloween“]http://www.buchwurm.info/book/anzeigen.php?id__book=4478 (Folge 42)
[„Ich flog in die Todeswolke“]http://www.buchwurm.info/book/anzeigen.php?id__book=5008 (Folge 43)
[„Das Elixier des Teufels“]http://www.buchwurm.info/book/anzeigen.php?id__book=5092 (Folge 44)
[„Die Teufelsuhr“]http://www.buchwurm.info/book/anzeigen.php?id__book=5187 (Folge 45)
[„Myxins Entführung“]http://www.buchwurm.info/book/anzeigen.php?id__book=5234 (Folge 46)
[„Die Rückkehr des schwarzen Tods“]http://www.buchwurm.info/book/anzeigen.php?id__book=3473 (Buch)
[„Im Jenseits verurteilt“ (Folge 57)]http://buchwurm.info/book/anzeigen.php?id__book=6469
[„Sakuro, der Dämon“ (Classics, Folge 5)]http://buchwurm.info/book/anzeigen.php?id__book=6765
[„Das Erbe des Schwarzen Tods“ (Folge 59)]http://buchwurm.info/book/anzeigen.php?id__book=6768
[„Verlorene Seelen“ (John-Sinclair-Jubiläumsbox)]http://buchwurm.info/book/anzeigen.php?id__book=6846
[„Ich stieß das Tor zur Hölle auf“ (Folge 60)]http://buchwurm.info/book/anzeigen.php?id__book=6888
[„Im Zentrum des Schreckens“ (Folge 61)]http://buchwurm.info/book/anzeigen.php?id__book=6889
[„Bring mir den Kopf von Asmodina“ (Folge 62)]http://buchwurm.info/book/anzeigen.php?id__book=6890
[„Tokatas Todesspur“ (Folge 63)]http://buchwurm.info/book/anzeigen.php?id__book=7004
[„Die Leichenkutsche von London“ (Folge 68)]http://buchwurm.info/book/anzeigen.php?id__book=7370

Annette Klosa – DUDEN – Richtiges und gutes Deutsch (Band 9)

Beschreibung:

Mehrere Hunderttausend Anfragen an die Duden-Sprachberatung bilden die Grundlage für diesen Sprachratgeber. Behandelt werden die typischen Zweifelsfälle der deutschen Sprache. Sortiert von A bis Z gibt der Titel Antworten auf orthografische, grammatische und stilistische Fragen. Erstmals enthält der Band Dudenempfehlungen bei grammatischen Varianten. Außerdem ergänzen Formulierungshilfen und Erläuterungen zum aktuellen Sprachgebrauch dieses Standardwerk. Verständliche Erklärungen, Übersichtsartikel zu Themen wie Groß- und Kleinschreibung und Kommasetzung sowie zahlreiche Beispiele runden den Titel ab. (Verlagsinfo)

Mein Eindruck:

Was der „Knigge“ für gutes Benehmen ist, das ist „Richtiges und gutes Deutsch“ für das Schreiben und den guten Umgangston. In einer Zeit, in der sich immer mehr Menschen auf die Rechtschreibprüfung ihrer Textverarbeitung verlassen, weil sie spätestens seit der „Neuen Rechtschreibung“ keine Ahnung mehr haben, wie denn nun was geschrieben wird, verspricht der Sprachratgeber aus der DUDEN-Reihe Hilfe. Aber auch und gerade Vielschreiber finden hier professionelle Hilfe.

In diesem handlichen und ziegelgewichtigen Buch bietet die DUDEN-Redaktion Tipps für Zweifelsfälle an. Alphabetisch sortiert, damit man sich schneller zurechtfindet und mit Empfehlungen, falls es mehrere richtige Möglichkeiten gibt. Erstmals auch mit gelb gekennzeichneten DUDEN-Empfehlungen für Grammatik- und Stilfragen, das gab es bislang nur für die Rechtschreibvariante der DUDEN-Reihe. Und das Ganze auch noch verständlich formuliert, sagt die DUDEN-Redaktion.

Am Anfang wird dem interessierten Vielschreiber auf wenigen Seiten übersichtlich erklärt, wie er optimal mit dem Buch umgehen sollte und dann folgt direkt die alphabetisch sortierte Rundum-Glücklich-Hilfe. Die Entscheidung, das Buch auf diese Weise zu ordnen, vereinfacht die Suche ungemein.

Und Suchen kann man in diesem Ratgeber nach Herzenslust. Fündig wird man dabei auch. Alles, was mir spontan in den Sinn kam, habe ich auf Anhieb gefunden. Vieles davon war sogar als ausführliche „Überblicksartikel“ vorhanden. In denen steht nicht nur, wie man was richtig schreibt, sondern auch warum.

Zu den „Überblicksartikeln“ gehören unter anderem die Klassiker: Apostroph, Getrennt- und Zusammenschreibung, Groß- und Kleinschreibung, Genitiv-s und Kommaregeln. Aber auch jede Menge andere Tipps bietet „Richtiges und gutes Deutsch“. Artikel zu Bewerbungen, Brief-Deutsch, wie man das Partizip I und II bildet, indirekt redet und vieles mehr.

Den dicksten Teil aber machen die vielen Zweifelsfälle der deutschen Sprache aus, die von der Menge her mit einem Wörterbuch für Rechtschreibung locker mithalten können. Spontan aufgeschlagen fand ich grad: „hierzulande / hier zu Lande“. Tja, was ist nun richtig? Beides, das ist ja das Problem. Die DUDEN-Redaktion empfiehlt übrigens die erste Variante und markiert diese gelb. Noch ein Beispiel? Gern: „Lassen Sie mich mich erst anziehen / Lassen Sie mich erst anziehen“ … ginge beides, ist aber „stilistisch unschön“ und sollte eh umformuliert werden.

Je nachdem wie leicht man zu verunsichern ist, hilft „Richtiges und gutes Deutsch“, das eigene Wissen zu verfestigen oder es hilft dabei, die eigenen Zweifel noch stärker zu schüren, weil hier wirklich so viele Tipps und Hilfen zu finden sind, dass man ständig in das Buch schaut, ob man jetzt die richtige Variante erwischt hat.

Wer also richtig und gut Deutsch schreiben und sprechen möchte, dem bietet dieser Teil der DUDEN-Reihe die perfekte Unterstützung in wirklich allen Fragen, die man sich beim Erstellen von Texten jemals gestellt hat und vielleicht irgendwann mal stellen wird oder von denen man nie gedacht hat, dass man sie sich einmal stellen würde. Alles frisch für die aktuelle Auflage noch einmal neu überarbeitet, weil die deutsche Sprache nicht starr ist, sondern sich verändert. So habe ich übrigens zu meinem Leidwesen erfahren, dass man „noch mal“ auch zusammenschreiben darf, auch wenns nicht empfohlen wird. Empfohlen wird aber bei „wenns“ das Apostroph wegzulassen und es nicht „wenn’s“ zu schreiben. Vorsicht also beim Verbessern von anderen, es könnte ein Eigentor werden.

Und wenn man grad mal nichts schreibt und Hilfe dabei braucht, kann man stundenlang wild hin- und herblättern und einfach nur Wissen und Vorschläge aufsaugen. Und mit ein bisschen Glück, behält man sich das eine oder andere sogar.

Die Zugabe

Zur Buchversion gibt die DUDEN-Redaktion auch eine CD für Windows mit dazu. Hier finden wir die beliebte Rechtschreibprüfung, auch bekannt als DUDEN KORREKTOR, in der Version 7.0 für Microsoft Office, die 30 Tage kostenlos zu benutzen ist. Aktuell ist übrigens die Version 8.0.

Mein Fazit:

Ein Ratgeber für jeden, der richtiges und gutes Deutsch schreiben muss oder möchte. Viele Hilfestellungen und verständliche Erklärungen runden das große Verzeichnis der alphabetisch sortierten „Zweifelsfälle der deutschen Sprache“ ab. Ein Standardwerk, das neben jedes Wörterbuch gehört, denn richtiges und gutes Deutsch wird eben nicht überbewertet.

Gebunden: 1064 Seiten
7., vollständig überarbeite und erweiterte Auflage (22.08.2011)
ISBN: 978-3411040957
www.duden.de

Auch erhältlich als Plugin für Microsoft Office, Works und OpenOffice/LibreOffiice auf CD-Rom für Windows, Mac und Linux und Medienpaket mit Buch + CD-Rom.

Der Autor vergibt: (5/5) Ihr vergebt: SchrecklichNa jaGeht soGutSuper (No Ratings Yet)

S. J. Watson – Ich. Darf. Nicht. Schlafen

_Die Handlung:_

Ohne Erinnerung sind wir nichts. Stell dir vor, du verlierst sie immer wieder, sobald du einschläfst. Dein Name, deine Identität, die Menschen, die du liebst – alles über Nacht ausradiert. Es gibt nur eine Person, der du vertraust. Aber erzählt sie dir die ganze Wahrheit? Als Christine aufwacht, ist sie verstört: Das Schlafzimmer ist fremd, und neben ihr im Bett liegt ein unbekannter älterer Typ. Sie kann sich an nichts erinnern. Schockiert muss sie feststellen, dass sie nicht Anfang zwanzig ist, wie sie denkt, sondern 47, verheiratet und seit einem Unfall vor vielen Jahren in einer Amnesie gefangen. Jede Nacht vergisst sie alles, was gewesen ist. Sie ist völlig angewiesen auf ihren Mann Ben, der sich immer um sie gekümmert hat. Doch dann findet Christine ein Tagebuch. Es ist in ihrer Handschrift geschrieben – und was darin steht, ist mehr als beunruhigend. Was ist wirklich mit ihr passiert? (Verlagsinfo)

_Mein Eindruck:_

Beim Klappentext fühlte ich mich sofort an die Filme „Memento“ und „50 erste Dates“ erinnert. Dennoch war ich interessiert, weil ich auf diese Thematik schon länger nicht mehr gestoßen bin und sehen wollte, wie der Autor sie in seinem Erstlingswerk angeht. „Memento“ hat er nach eigenen Angaben tatsächlich gesehen, aber seine Inspiration zu dem Buch kam durch eine tatsächliche Geschichte, von der er gelesen hatte. Ein Mann hatte nach einem chirurgischen Eingriff, der seine Epilepsie heilen sollte, die Fähigkeit zur Erinnerungsbildung verloren.

Ich hätte nicht erwartet, dass mich die Geschichte, bei dieser recht simplen Prämisse, so stark in seinen Bann ziehen würde. Vor allem tat sie das unglaublich schnell. Wenn ich die Buchausgabe vor mir gehabt hätte, dann hätte ich mein Lesetempo stetig gesteigert, weil ich wissen wollte, wie es weitergeht und vor allem, wie es überhaupt zu der Amnesie gekommen ist.

So war ich Andrea Sawatzki ausgeliefert und das war ich gern. Schon mit den ersten Sätzen hatte sie mich an die Geschichte gefesselt. Verstört, verängstigt, verärgert, verzweifelt, verwirrt … die Sprecherin transportiert die Gefühle der Protagonistin von der ersten Sekunde an perfekt ins Ohr des Hörers. Die Leinwand im Kopfkino wird hell und die Spannung lässt den Hörer nicht mehr los.

Die Geschichte ist in drei Teile aufgesplittet, alle werden aus Sicht von Christine erzählt, sodass der Hörer auch nicht mehr weiß als sie. Der erste Teil spielt im Jetzt, direkt nachdem Christine (mal wieder) ohne Erinnerung an die letzten Jahre aufgewacht ist und befasst sich mit ihren ersten verwirrten Stunden in einem Leben und einem Körper die ihr fremd sind. Das dauert etwa 50 Hör-Minuten. In den nächsten Stunden bekommen wir 14 Tage aus ihrem Tagebuch erzählt, das sie für sich selbst angelegt und vor ihrem Mann versteckt hat. Wieso sollte sie das tun? Das fragt sich nicht nur der Hörer, sondern sie sich auch selbst! Mit dem Wissen des Tagebuchs gehts dann für den Hörer und die Protagonistin wieder zwei Stunden lang zurück ins Jetzt und in den Endspurt, der vor Spannung kaum zu ertragen ist.

Ich hatte erwartet, dass der Tagebuch-Teil ein wenig langweiliger wird, grad, weil er so lang ist. Aber im Gegenteil. Das Tagebuch wird von Andrea Sawatzki genauso spannend gelesen wie der Jetzt-Teil. Immer wenn sich ein Hauch von Langeweile einschleichen will, wirft der Autor ein Info-Bröckchen ins Ohr des Hörers und schon ist die Spannung wieder auf 100%. In keiner Sekunde ihres Vortrags hat der Hörer einen Zweifel daran, dass hier die Frau spricht, die immer und immer wieder ihr Gedächtnis verliert. Beängstigend gut schafft Sawatzki es, nicht nur die Verwirrung, sondern auch die immer weiter ansteigende Spannung und innere Unruhe authentisch und lebendig zu erhalten und gemäß der Vorlage sogar weiter zu steigern..

|Der Erfolg des Erstlings:|

Dieses Buch ist das Produkt eines Autoren-Kurses „Wie man ein Buch schreibt“. Den hatte der Autor im Jahr 2009 besucht. Am letzten Abend des Kurses traf er auf eine Literaturagentin und der Rest ist Erfolgsgeschichte. Mittlerweile sind die Rechte an dem Buch nicht nur in 37 Länder verkauft worden, sondern die Filmrechte auch an den bekannten Regisseur Ridley Scott. Die Dreharbeiten sollen noch dieses Jahr beginnen.

_Der Autor:_

S. J. Watson wurde in den Midlands geboren, lebt in London und hat viele Jahre für den staatlichen britischen Gesundheitsdienst (NHS) gearbeitet. 2008 wurde S. J. Watson in das Studienprogramm Kreatives Schreiben der Faber Academy aufgenommen. „Ich. Darf. Nicht. Schlafen.“ erscheint weltweit in über 30 Sprachen. (Verlagsinfo)

_Die Sprecherin:_

Andrea Sawatzki begeistert ihr Publikum mit Filmen wie „Das Experiment“ oder „Die Manns – Ein Jahrhundertroman“. 2005 erhielt sie den Adolf-Grimme-Preis für Ihre Rolle als Tatort-Kommissarin. Ihre einzigartige Stimme, für die sie 2009 mit dem Deutschen Vorlesepreis ausgezeichnet wurde, hat sie bereits vielen Hörbuchbestsellern geliehen. (Verlagsinfo)

_Die Ausstattung:_

Das Hörbuch hat ein schlichtes blaues Cover mit einem gebogenen Schriftzug, neben dem ein dicker Falter abgedruckt ist, der an „Das Schweigen der Lämmer“ erinnert. Die CDs, die in einem dicken Jewel-Case stecken, sind mit dem gleichen Blau bedruckt, aber ohne zusätzliches Bild. Im Inneren finden wir ein Tracklisting mit den Titeln der Buchkapitel und den entsprechenden Tracks der CDs. Ein Booklet gibt es nicht. Stattdessen hat der Verlag ein dickes Verlagsprogramm mit in die Box gelegt.

Auf der Rückseite der Box finden wir noch Bilder von Autor und Sprecherin und ein paar Infos zu ihnen.

_Mein Fazit:_

Eine einfache Grundidee, überragend spannend erzählt. Gepaart mit einer beängstigend guten Sprecherleistung fesseln Autor und Sprecherin den Hörer gnadenlos an die Geschichte, die genialerweise in gut acht Stunden keinen Funken Langeweile aufkommen lässt. Stattdessen wird der Spannungsbogen immer weiter gespannt. Selten habe ich meinen Alltag für ein Hörbuch so stark eingeschränkt, weil ich unbedingt weiterhören musste.

|6 CDs mit 87 Tracks
Spieldauer: 7:48 Std.
Gelesen von Andrea Sawatzki
Originaltitel: Before I Go To Sleep
ISBN-13: 978-3839811054|
[www.argon-verlag.de]http://www.argon-verlag.de

Point Whitmark: Hauptrolle: tot (Folge 32)

_Die Handlung:_

Derek Ashby kann es nicht glauben, aber der Brief in der Manteltasche seiner Mutter lässt keine Zweifel: Mrs Ashby wird erpresst!
Als sie eines Nachts erneut heimlich das Haus verlässt, folgen ihr Jay, Tom und Derek und stoßen auf den Mann im Nadelstreifenanzug. Ehe die Jungen wissen, wie ihnen geschieht, finden sie sich inmitten eines siebenundzwanzig Jahre alten Mordkomplotts wieder. Der ehemalige Filmstar Norma D’Arcy beichtet ihnen in Todesangst vom bedingungslosen Ultimatum der Bertani-Familie.
Und immer wieder fällt ein und derselbe Name: der Doktor … (Verlagsinfo)

_Mein Eindruck:_

Nach neun Monaten Pause und dem Wechsel des Vertriebs tauchen die drei Jungs aus Point Whitmark, der Stadt, die heißt wie der Radiosender, wieder auf. Und durch Zufall kommen sie auch direkt an ihren nächsten Fall, der für Derek eine ganz besondere Bedeutung hat, geht es doch um seine Mutter, die bedroht wird.

Während ihrer Ermittlungen verschlägt es die drei an ein Filmset und sie machen die Bekanntschaft der Hauptdarstellerin Norma D’Arcy. Zuerst erweckt Sonja Deutsch, die diesem Charakter ihre Stimme leiht, den Anschein, als wäre sie etwas over the top in ihrer Darbietung. Im Laufe der Zeit erklärt sich dem Hörer aber, warum sie so übertrieben spielt.

Auch die anderen Sprecher, allen voran die der drei Radiosenderbetreiber, machen einen prima Job und wirken lebendig und natürlich bei ihrer Interpretation der Figuren. Die Emotionen werden wie vom Skript gefordert mal lautstark und mal verschroben, angsterfüllt oder wütend von den Sprechern sehr gut vermittelt, sodass ein spannendes Kopfkino entsteht.

Unterstützt wird das Ganze durch die von der Serie gewohnt aufwendige Geräuschkulisse. Da wird nicht einfach nur ein einzelner Effekt zur Untermalung einer Szene benutzt, oftmals sind es mehrere, die zusammen ein authentisches Gesamtbild ins Ohr bringen. Hier und da gibt es auch ein wenig Zwischenmusik, die aber vom Hörer nicht als Minutenschinder wahrgenommen wird.

Interessant an dem Fall ist, dass den Hörer durch einen Twist in der Handlung letztendlich doch nicht das erwartet, was er die ganze Zeit über erwartet hat. Nach dem Abschlusslacher, der nicht von den drei Jungs kommt, sondern vom Hörer, gibts noch eine mit düsterer und dramatisch gruseliger Musik unterlegte Vorschau auf die kommende Folge.

|Die Sprecher und ihre Rollen:|

Erzähler: Jürg Löw
Jay Lawrence: Sven Plate
Tom Cole: Kim Hasper
Derek Ashby: Gerrit Schmidt-Foss
Mr McLaughlin: Horst Lampe
Jimmy Chase: Dominik Freiberger
Norma D’Arcy: Sonja Deutsch
Monica Ashby: Martin Treger
Jonathan Walcott: Olaf Baden
Der alte Fry: Bert Franzke
Rosie Day: Tirzah Haase
Der Doktor: C.-D. Clausnitzer
Mr Crowley: Herr Steiner
Portier: Ernst Meincke

|Technik-Credits:|

Idee & Konzeption: Volker Sassenberg
Drehbuch: Andreas Gloge & Volker Sassenberg
Musik: Matthias Günthert und Volker Sassenberg, Markus Segschneider und Manuel Rösler
Tontechnik und Schnitt: Volker Sassenberg & Marc Sander
Illustration & Cover Design: Ingo Masjoshusmann
Verlegt durch ROBIL BOR Music
Aufgenommen und gemischt unter Finians Regenbogen
Produziert von Volker Sassenberg

|Die Ausstattung:|

Die CD steckt in einem Jewel-Case. Das Booklet enthält eine Bildergalerie der bislang erschienen Folgen, inklusive der kommenden „Das Schloss des Blutmalers“. Zusätzlich werden noch die Sprecher und ihre Rollen aufgeführt sowie die Technik-Credits.

_Mein Fazit:_

Nach einem leicht wirren Beginn entwickelt sich ein spannender Fall, der nicht so endet, wie man glaubt. Gewohnt souverän gespieltes und genial mit Effekten unterstütztes Kopfkino, das den Hörer eine kurzweilige Stunde unterhält. Neuer Vertrieb, aber gewohnte Hörspiel-Qualität.

|1 Audio-CD mit 60 Minuten Spieldauer
EAN: 0886979467828|

_|Point Whitmark| bei |Buchwurm.info|:_
Folge 1: [„Die Bucht der 22 Schreie“]http://www.buchwurm.info/book/anzeigen.php?id__book=5128
Folge 2: [„Die rote Hand des teufels“]http://www.buchwurm.info/book/anzeigen.php?id__book=5256
Folge 22: [„Die blutenden Schlüssel“]http://www.buchwurm.info/book/anzeigen.php?id__book=4793
Folge 23: [„Der Duft der Finsternis“]http://www.buchwurm.info/book/anzeigen.php?id__book=5058
Folge 24: [„Am Tag der großen Flut“]http://www.buchwurm.info/book/anzeigen.php?id__book=5410
Folge 25: [„Die fiebrigen Tränen“]http://www.buchwurm.info/book/anzeigen.php?id__book=5551
Folge 26: [„Die Diener der Pest“]http://www.buchwurm.info/book/anzeigen.php?id__book=5743
Folge 27: [„Eiland der Gespenster“]http://www.buchwurm.info/book/anzeigen.php?id__book=5817
Folge 28: [„Der leere Raum“]http://buchwurm.info/book/anzeigen.php?id__book=6175
Folge 29: [„Der Seelenkünder (1/2)“]http://buchwurm.info/book/anzeigen.php?id__book=6518
Folge 30: [„Der Seelenkünder (2/2)“]http://buchwurm.info/book/anzeigen.php?id__book=6670
Folge 32: [„Hauptrolle: tot“]http://buchwurm.info/book/anzeigen.php?id__book=7330

Perry Rhodan – Suche nach der Erde (Silber Edition 78, Teil 2 von 4)

_|Suche nach der Erde|:_

Teil 1: 325 MB, 3:52 h, 47 Tracks
Teil 2: 334 MB, 3:56 h, 47 Tracks
Teil 3: – erscheint am 20.09.2011 –
Teil 4: – erscheint am 11.10.2011 –

_Die Handlung:_

April 3460: Die Milchstraße ächzt unter der Herrschaft der technisch überlegenen Laren und ihrer skrupellosen Helfer, den Überschweren. Perry Rhodan blieb keine andere Wahl, als Erde und Mond in einem gewagten Manöver dem Zugriff der Invasoren zu entziehen: Die Urheimat der Terraner und ihr Trabant gingen durch einen gigantischen Sonnentransmitter, sprangen durch den Hyperraum und rematerialisierten im „Mahlstrom der Sterne“, einem Gebiet des Alls, unendlich weit von dem vorgesehenen Zielpunkt entfernt. Lordadmiral Atlan organisiert derweil den Widerstand gegen die Invasoren – und die Suche nach der verschollenen Erde. Sein Weg führt ihn nach Andromeda, zu sterbenden, von Jahrzehntausende alten Ruinen übersäten Welten und zu einer mysteriösen Geisterflotte. Aber für vier seiner Begleiter erweist sich die Mission als ein Flug durch tausend Höllen …
(Verlagsinfo für die komplette |Silber Edition 78| )

|Dieser Teil|:

Atlan ist mit der IMPERATOR VII unterwegs auf der Suche nach der Erde. In Andromeda hofft er, Antworten zu finden. Aber die dortigen Sonnentransmitter werden von den Maakhs kontrolliert, die plötzlich darauf bestehen, dass sämtliche Terraner Andromeda verlassen. Ein einziger Transmitter, der von einem für Maahks undurchdringlichen „Wahnsinnsschutzschild“ umgeben ist, wird für Atlan interessant …

_Mein Eindruck:_

Die Idee mit dem „Wahnsinnsschild“ ist schon interessant, dennoch fühlt sich dieser zweite Teil der |Silber Edition 78| wie ein Lückenfüller an. Lange geht es nur um politische Spannungen mit viel Hektik und Kämpfen. Aber irgendwie hält das Ganze nicht nur Atlan, sondern auch den Hörspaß auf.

Erst als Atlan anfängt, den Sonnentransmitter Gercksvira zu untersuchen, wird es wieder spannender. An dieser Stelle geht es als Planetenabenteuer weiter, das aber auch eher halbherzig interessant so lange aufhält, bis die Forschergruppe einen alten Kontrollturm der Lemurer findet, der kryostatisch aufbewahrtes Leben enthält. Und ohne wirklich etwas herausgefunden zu haben, das dem Trupp weiterhelfen könnte, endet dieser Teil auch schon wieder. Zwar gibts einen kleinen mini-dramatischen Cliffhanger, dennoch glaubt der Hörer nicht, dass es hier wirklich ernsthafte oder gar fatale Probleme für die Forscher geben wird.

_Mein Höreindruck:_

Als Solarmarschall Bulmer Akbosht legt Tom Jacobs gleich zu Anfang lautstark los, passend zur Romanvorlage überschlägt sich seine Stimme geradezu vor Hektik. Hektisch hat er unter anderem auch einen überforderten Ortungsoffizier zu sprechen, wobei Jacobs wieder einmal eine Menge Schauspiel vor dem Mikro zeigt.

Egal ob als kühler und souveräner Atlan oder mit kräftiger Stimme als Oxtorner Ortokur, Jacobs kann sich in diesem Teil der |Silber Edition 78| so richtig austoben. Den Abschluss der Stimmenvariationsgala bilden die garstig krächzenden, wahnsinnigen Lemurer-Embryos oder besser ihre Gedanken.

Tom Jacobs ist es zu verdanken, dass trotz wenig Handlungsfortschritts oder fesselnd spannender Geschehnisse, das Kopfkino dennoch eingeschaltet bleibt.

|Die Effekte – Der Hintergrund|

Jedes Kapitel beginnt mit einer kleinen Melodie oder ein paar Sound-Effekten. Danach folgt bei einigen Kapiteln noch ein Ambient-Teppich als Untermalung für den Hintergrund. Dieser Teppich fällt aber kaum auf, weil er so leise und unscheinbar klingt, als wären es Nebengeräusche.

|Die MP3s|

Die Qualität der MP3s entspricht dem Eins-A-Medien-Standard: 192 kbps, 41,1 kHz und Joint Stereo. Die 47 Tracks sind fortlaufend nummeriert, wobei die Tracknummer im Dateinamen vorn steht und im ID3-Tag am Ende. Auch sämtliche Namen der an der kompletten |Silber Edition| beteiligten Autoren wurden mit in das ID3-Tag der Dateien geschrieben. Dies macht den Eintrag in der Playlist einiger Abspielgeräte so lang, dass nur noch die Autorennamen zu sehen sind und der Titel am Ende abgeschnitten wird.

Diesmal ziert die grafisch aufpolierte Front von Band 682 „Terror der Ungeborenen“, die gleichzeitig auch das Titelbild des |Silberbandes 78| ist, die ID3-Tags. Das Bild liegt dem Hörbuch zusätzlich als JPG- und als PDF-Datei in der Auflösung 1448 x 1444 bei.

Der Download ist auch als One-Track-Version erhältlich.

_Mein Fazit:_

Die Handlung hängt ein wenig durch, weil die diplomatische Bremse in Andromeda nicht nur Atlan aufhält, sondern auch den Hörspaß ein wenig trübt. Der Wechsel zum Planetenabenteuer entschädigt dann aber wieder für die ein wenig gestreckte Handlung. Tom Jacobs schöpft aus dem Vollen und hängt sich richtig rein. Seine packende und sehr lebendig variable Sprecherleistung bindet den Hörer auch in Phasen, in denen er die Geschichte gern selbst vorantreiben möchte.

|MP3-Download mit ca. 334 MB Größe
Spieldauer der Lesung: 3:56 h
Anzahl der Tracks: 47
Sprecher: Tom Jacobs
ISBN-13: 978-3943013078|
[www.einsamedien.de]http://www.einsamedien.de
[www.perry-rhodan.net]http://www.perry-rhodan.net

|Hinweis:| Die |Silber Edition 78| wird zusammen mit dem letzten Download-Teil ab dem 11. Oktober 2011 auch komplett auf zwei MP3-CDs im Handel erhältlich sein.