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Point Whitmark: Geschöpf der bösen Träume (Folge 36)

_Die Handlung:_

Etwas Unerklärliches geschieht im Haus in der William-Prescott-Road. Jay will und kann es nicht glauben, aber seine Mutter scheint wahrhaftig von einer dämonischen Spukgestalt besessen zu sein. Zudem geht ein plötzlicher Verehrer bei ihnen ein und aus, dessen gefährlichem Charme die verängstigte Mrs Lawrence immer mehr verfällt. Ist besagter Maurice Micklewhite gar schuldig am tragischen Unfall einer jungen Frau in der Nachbarschaft? Tom und Derek setzen alles daran, zu helfen, aber die Zeit rinnt ihnen davon. Auf der Spur der verschwundenen Toten wird auch Jay zum Opfer des teuflischen Nachtmahrs … (Verlagsinfo)

_Mein Eindruck:_

Was für eine Achterbahnfahrt! Es fängt an mit einer wichtigen Zeugin in einem großen Prozess, die (offenbar nicht ganz) zufällig direkt vor ihrer Aussage einem Verkehrsunfall zum Opfer fällt. Dann hat Jays Mutter Alpträume und sieht in wachem Zustand einen Nachtmahr mit glühenden Augen. Und als ob das noch nicht verwirrend und offenbar zusammenhanglos genug wäre, scheint es so, als ob Jays Mutter einen dem Jungen unsympathischen alten Knacker datet.

Was hier seltsam anmutet, wird von Minute zu Minute immer mehr zum Psycho-Thriller … obwohl man aufgrund des Covers ja eher von einer Gruselfolge ausgehen konnte. Aber die Schreie von Jays Mutter gehen dem Hörer gewaltig durchs Mark und spätestens, nachdem auch Jay in die Sache reingezogen wird, kann man es schon mit der Angst zu tun bekommen. Die Altersempfehlung ab 6 Jahren würde ich locker auf mindestens 12 hochschrauben. Diese Folge könnte den einen oder anderen jungen Hörer sonst verstören. Für die ältere Hörerschaft ist das absolut positiv gemeint.

Dass der Autor sich wiedermal ein cleveres Konstrukt ausgedacht hat, das hinter allem steht, und dass am Ende alle Fäden und Personen zusammengeführt und aufgeklärt werden, das bekommt der Hörer leider erst am Ende erzählt. Genau … erzählt … denn in dieser Folge wird sehr viel Wert auf die Psycho-Effekte und Schauerstimmung gelegt und darauf, den Hörer und die Jungs möglichst lange am Grübeln und Gruseln zu halten. Da war dann am Ende einfach kein Platz mehr auf der Silberscheibe, um die Ermittlungen zu Ende zu bringen. Stattdessen erzählen die drei Jungs von dem Sender, der heißt wie die Stadt, in einem Radiobeitrag alles und klären auf.

Das fand ich ein wenig schade und ging ein mir wenig schnell. Erst dachte ich, ich hätte ein paar Tracks übersprungen, aber nein. Tom und Derek ermitteln klassisch und Jay bekommt den Psycho-Teil dieser Folge zu spüren wie auch seine Mutter. Und wer was mit wem und warum getan hat … das gibts dann halt am Ende direkt in einem Zug erzählt. Das fühlte sich dann am Schluss an, als hätte der Hörer eine knappe Stunde lang einen packenden Psycho-Thriller im Kopfkino gesehen und kurz vor dem Abspann wird schnell noch erzählt, wer eigentlich der Mörder war.

Das kann man unbefriedigend finden, aber, besser so, als wenn man zu früh gewusst hätte, worum es geht. Also, bei dieser Folge hat man als mitratender Hörer keine Chance, weil das nicht vorgesehen ist. Stattdessen sollte man sich hier eine Psycho-Folge lang unterhalten und fesseln lassen, denn das tut diese Folge auf jeden Fall, um am Ende selbst auf Jays Kosten den Abschlusslacher auszustoßen.

Ach so, wir lernen übrigens auch etwas, so ist es ja nicht … nämlich, woher der Ausdruck „vom Teufel geritten“ stammt … und das am praktischen Beispiel.

|Die Sprecher und ihre Rollen:|

Erzähler – Jürg Löw
Jay Lawrence – Sven Plate
Tom Cole – Kim Hasper
Derek Ashby – Gerrit Schmidt-Foss
Charles Laughton – Ulrich Voß
Mrs Lawrence – Karin Buchholz
Maurice Micklewhite – Bert Stevens
Dr. Linus – Liane Rudolph
Gallagher – Frank Schaff
Conor O’Reilly – Dietel Memel
weitere: Claus-Dieter Clausnitzer, Ghadha al-Akel

|Technik-Credits:|

Idee & Konzeption: Volker Sassenberg
Drehbuch: Andreas Gloge & Volker Sassenberg
Musik: Matthias Günthert und Volker Sassenberg, Markus Segschneider und Manuel Rösler
Tontechnik und Schnitt: Volker Sassenberg & Marc Sander
Illustration & Cover Design: Ingo Masjoshusmann
Verlegt durch ROBIL BOR Music
Aufgenommen und gemischt unter Finians Regenbogen
Produziert von Volker Sassenberg

|Die Ausstattung:|

Die CD steckt in einem Jewel-Case. Das Booklet enthält eine Bildergalerie der 35 weiteren erschienen Folgen. Zusätzlich werden noch die Sprecher und ihre Rollen aufgeführt sowie die Technik-Credits.

_Mein Fazit:_

Eine anfangs verwirrende und nach und nach zum Psycho-Thriller mutierende Folge, die nicht immer etwas für schwache Nerven ist. Jay und seine Mutter bekommen den Psycho-Teil am eigenen Leib zu spüren und auch beim Hörer steigt das Unbehagen von Minute zu Minute weiter an. Hinter allem steckt ein cleveres Konstrukt der Autoren, die sich wiedermal richtig was einfallen ließen. Das ist aber für nur eine Stunde des Hörens zu komplex und so mag die schnell erzählte Auflösung am Ende den einen oder anderen Hörer ein wenig enttäuschen.

Nichtsdestotrotz gibts von mir die volle Punktzahl für diesen Fall, weil er wirklich schnell zu fesseln weiß, die ganze Zeit über die Spannung hochhält und intelligent aufgebaut ist.

|1 Audio-CD
Spieldauer: 56 Minuten
Tracks: 10
EAN: 886919739022
Vom Verlag empfohlen ab 6 Jahren|
[www.point-whitmark.de]http://www.point-whitmark.de

_|Point Whitmark| bei |Buchwurm.info|:_
Folge 1: [„Die Bucht der 22 Schreie“]http://www.buchwurm.info/book/anzeigen.php?id__book=5128
Folge 2: [„Die rote Hand des teufels“]http://www.buchwurm.info/book/anzeigen.php?id__book=5256
Folge 22: [„Die blutenden Schlüssel“]http://www.buchwurm.info/book/anzeigen.php?id__book=4793
Folge 23: [„Der Duft der Finsternis“]http://www.buchwurm.info/book/anzeigen.php?id__book=5058
Folge 24: [„Am Tag der großen Flut“]http://www.buchwurm.info/book/anzeigen.php?id__book=5410
Folge 25: [„Die fiebrigen Tränen“]http://www.buchwurm.info/book/anzeigen.php?id__book=5551
Folge 26: [„Die Diener der Pest“]http://www.buchwurm.info/book/anzeigen.php?id__book=5743
Folge 27: [„Eiland der Gespenster“]http://www.buchwurm.info/book/anzeigen.php?id__book=5817
Folge 28: [„Der leere Raum“]http://buchwurm.info/book/anzeigen.php?id__book=6175
Folge 29: [„Der Seelenkünder (1/2)“]http://buchwurm.info/book/anzeigen.php?id__book=6518
Folge 30: [„Der Seelenkünder (2/2)“]http://buchwurm.info/book/anzeigen.php?id__book=6670
Folge 32: [„Hauptrolle: tot“]http://buchwurm.info/book/anzeigen.php?id__book=7330
Folge 33: [„Das Schloss des Blutmalers“]http://buchwurm.info/book/anzeigen.php?id__book=7398
Folge 34: [„Die einäugigen Puppen“]http://buchwurm.info/book/anzeigen.php?id__book=7591
Folge 35: [„Verirrt im Spinnenwald“]http://buchwurm.info/book/anzeigen.php?id__book=7749
Folge 36: [„Geschöpf der bösen Träume“]http://buchwurm.info/book/anzeigen.php?id__book=XXXX

Die Elfen: Elfenwinter (Folge 5)

Die Handlung:

Alfadas Mandredson ist als siegreicher »Trollschlächter« aus Albenmark zurückgekehrt – und findet im Augenblick des Triumphes sein Heimatdorf in Schutt und Asche gelegt. Die Trolle haben sich auf ihrer Jagd nach der Elfenkönigin Emerelle blutig an den Menschen gerächt! Alfadas‘ Frau Asla befindet sich zusammen mit den Kindern Ulric und Kadlin auf der Flucht über das blanke Eis des Fjordlands – aber die Trolle sind ihnen bereits auf der Spur … Wird Alfadas noch rechtzeitig eintreffen, um seine Familie zu retten? (3erlagsinfo)

Mein Eindruck:

Ich gebe zu, dass mich dieser letzte Teil mehr verwirrt hat als die Vorgänger und das nicht nur, weil ich vorher erstmal nachlesen musste, was bisher passiert war. Die Handlung spielt an verschiedenen Schauplätzen und es gibt so viele Beteiligte, dass ich sie irgendwann nicht mehr anhand der Stimmen auseinanderhalten konnte, wenn sie nicht jemand angesprochen hätte. Die Menschen unterscheiden sich stimmlich nicht von den Elfen, das macht die Sache nicht leichter.

Wir erleben hier also die Belagerung von Sunnenberg, deren menschliche Bewohner die im letzten Teil noch schlafende Elfenkönigin Emerelle verstecken und die Trolle, die gegen die Schutzwälle anstürmen. Auch innerhalb der Trollschaft gibt es politische Streitereien und es herrscht Uneinigkeit in diversen Bereichen. Die Stimmen der Trolle allerdings sind elektronisch verzerrt und tiefergelegt worden, sodass der Hörer nach einem Szenenwechsel direkt weiß, wo er sich befindet. So ist das auch, wenn wir dem kleinen Ulric folgen, der mutig das blinde Mädchen Halgard aus dem Trolllager befreit und mit ihr übers Eis flüchtet. Dieser Handlungsfaden berührt am meisten.

Dieser letzte Teil der ELFENWINTER-Hörspielumsetzung ist neben der Belagerung durch die Trolle geprägt von Flucht und Suche. Die Trolle suchen Emerell, Alfadas sucht Asla, Ulric und Halgard suchen den Rückweg, Orgrim sucht einen Weg, um den Trollfürsten Dumgar loszuwerden, für den auch er Asla suchen soll …

Von den Effektmachern der Reihe wird dem Hörer durch ihre gewohnte Liebe zum Geräuschdetail auf die Sprünge geholfen, damit sie den Überblick behalten. Es gibt nämlich wieder Hollywood-Kopfkino vom Feinsten zu hören. Nicht nur die Effekte, auch die Sprecher und die immer zur Szene passende Musikuntermalung bieten Unterhaltung, die den Standard für Fantasy-Hörspiele darstellt. Mehr geht nicht, alles passt perfekt zusammen. Jeder Tritt im Schnee, jedes Zischen eines abgeschossenen Pfeils, jedes Knirschen eines Menschenrippchens geht unter die Haut und vermittelt beste Unterhaltung.

Alle Mitwirkenden legen sich richtig ins Zeug und füllen ihre Rollen sehr lebendig aus. Egal welche Rassen wir zu hören bekommen, jeder Charakter bekommt durch den Einsatz seines Sprechers seinen Platz im opulenten Fantasy-Kopfkino des Hörers. Selbst der junge Ulric, der von Philip Draeger gesprochen wird, entwickelt für sein Alter eine Menge Schauspiel vor dem Mikro und erinnerte mich irgendwie immer an Wickie. Getoppt wird seine Leistung sogar noch durch Carla Sachse, die die blinde Halgard spricht.

Auch wenn hier am Ende schon ein paar Handlungsfäden abgeschlossen sind, bleiben noch einige Fragen offen und bei dem einen oder anderen Hörer etwas Verwirrung zurück. Aber, davon gehe ich stark aus, das ist vom Autor auch so beabsichtigt. Schließlich gibt es noch drei weitere ELFEN-Bände, die es zu verhörspielen gilt. Es wäre für jeden Fantasyfan und jeden Hörspielfreund ein Gewinn, wenn es dazu käme.

Die Reihenfolge der Hörspielumsetzung:

Am Anfang war die Entwirrung. Der |Elfen|-Zyklus von Bernhard Hennen umfasst fünf Bände. |Die Elfen| als Hörspielausgabe beginnt aber nicht beim ersten, sondern beim zweiten Band, ist also die Umsetzung von |Elfenwinter|. Diese Hörspielumsetzung besteht aus fünf Teilen. Die Hörspielumsetzung der Folgebände |Elfenlicht| und |Elfenkönigin| sind laut Verlag bereits in Planung.

Die Sprecher und ihre Rollen:

Elfen
Meister Alvias (Erzähler): Helmut Zierl
Ollowain: Bernd Rumpf
Emerelle: Daniela Hoffmann
Silvyna: Cathlen Gawlich

Trolle
Orgrim: Tilo Schmitz
Dumgar: Jan-David Rönfeldt
Boltan: Frank Felicetti
Birga: Simona Pahl
Brud: Frank Gustavus

Menschen
Asla: Dagmar Dreke
Ulric: Philipp Draeger
Halgard: Carla Sachse
Alfadas: Sascha Rotermund
Lambi: Dirk Hardegen
Kalf: Martin May
Kodran: Erik Schäffler
Sigvald: Helmut Winkelmann
Olav: Jürgen Holdorf
Kadlin: Lilli Martha König
Gundar: Christian Schult

Weitere Bewohner von Albenmark|
Mia Diekow, Celine Fontanges sowie der ehrenamtliche 15-köpfige Trollchor unter Regie von Sebastian Breidbach

Technik-Credits:

Skript, Regie und Produktion: Dennis Ehrhardt
Aufnahmen: Alexander Rieß, CSC Studio, Hamburg
The one & only Gran und Urs Hauck im Studio Konterfei, Berlin
Christoph Bette, Mango Studios, Köln
Schnitt & Sounddesign & Mischung ear2brain productions
Musik: Andreas Meyer
Illustrationen: Sandobal
Layout: Sebastian Hopf
Product Management: dp

Die Ausstattung:

Die in einfachem Schwarz gehaltene CD steckt in einem Jewel-Case. Das Booklet ist eine Augenweide und trägt auf der Vorderseite das in warmen Farbtönen gezeichnete Bild einer Frau, die von Trollen umringt ist, die aussehen wie Oger. Innen finden wir eine ausführliche Erklärung des Autors dazu, warum er tragische Liebesgeschichten liebt und offene Enden, die seiner Meinung nach nicht immer happy sein müssen.

Auch die Aufstellung der Sprecher und ihrer Rollen ist besonders ansprechend gestaltet. Übersichtlich wurde hier nach Rassen getrennt: Elfen, Trolle, Menschen und den restlichen Bewohnern von Albenmark. Zusätzlich gibt es noch die oben erwähnten Technik-Credits nachzulesen und etwas Werbung in eigener Autorensache.

Die Elfen:
Band 1: „Die Elfen“
Band 2: „Elfenwinter“
Band 3: „Elfenlicht“
Band 4: „Elfenkönigin“
Band 5: „Elfenlied“

Elfenwinter als Hörspielumsetzung:
Folge 1: „Der Untergang von Vahan Calyd“
Folge 2: „Firnstayns Kinder“
Folge 3: „Königstein“
Folge 4: „Der Fluch des Schicksalswebers“
Folge 5: „Elfenwinter“

Elfenlicht als Hörspielumsetzung:
Folge 1: „Die goldenen Pfade“
Folgen 2-6: – angekündigt –

Mein Fazit:

Der letzte Teil der Hörspielumsetzung von ELFENWINTER schließt zwar soundtechnisch fulminant arrangiert das Buch ab, hinterlässt aber sicher den einen oder anderen Hörer leicht verwirrt. Nicht alles ist abgeschlossen, nicht jedes Ende ist happy, aber in allen Handlungsfäden gibts Spannung, Freude, Angst und jede Menge Gemetzel zu hören. Ein Fantasy-Ohrenschmaus der Extraklasse, der hoffentlich nicht der Letzte gewesen ist, gibt es doch noch drei weitere Bände in der ELFEN-Reihe.

1 Audio-CD
Spieldauer: ca. 70 Min.
Tracks: 23
Empfohlen ab 12 Jahren
UPC: 0602527772912

www.folgenreich.de

Der Autor vergibt: (5/5) Ihr vergebt: SchrecklichNa jaGeht soGutSuper (No Ratings Yet)

John Sinclair – Die Werwolf-Elite (Teil 1 von 2, Folge 73)

_Die Handlung:_

Eine Vollmondnacht in Stanmore nahe London. Die kleine Debbie kann nicht schlafen und schleicht sich ins Wohnzimmer. Durch die Scheibe sieht sie etwas Seltsames, Schwarzes auf der Terrasse liegen. Als Debbie hinaustritt, wird sie von dem grauenhaften, knurrenden Ding angefallen. Ein Werwolf! Und er ist nur der Erste. Denn die Königin der Wölfe schickt sich an, ihre gesamt Armee in die alles entscheidende Schlacht zu schicken … (Verlagsinfo)

_Mein Eindruck:_

Diesmal hat sich die neue Sinclair-Vertonungs-Gang an die Hörspielumsetzung des Taschenbuchs mit der Nummer 11 gemacht, das erstmalig im Februar 1982 erschienen ist, ganz knapp also 20 Jahre auf dem Werwolf-Buckel hat. Mit von der Partie ist Lupina, die Königin der Wölfe, die wir schon mal im Sinclair-Universum begrüßen durften. Und da John mit dieser Dame im Taschenbuchformat ein wenig mehr erlebt als im simplen Heftroman, hat der Verlag aus der Story eine Doppelfolge gemacht, deren zweiter Teil „Lupinas Sohn“ im Mai dieses Jahres erscheint. Der geneigte Grusel-Fan darf hier also mit einem Cliffhanger rechnen … den er auch bekommt. Mit dem ursprünglichen Stoff des Taschenbuchs hat die Hörspielumsetzung allerdings nur den Titel, Lupina selbst, ihre Werwölfe und die Mordliga gemein, alles andere ist eine komplett eigene Story geworden. Aber, das muss ja nichts Schlechtes sein.

Stellt zu Anfang ein genervter Sinclair noch mal fest, dass seine Jane nun zur anderen Seite zwangsübergelaufen ist und noch niemand etwas dagegen unternehmen konnte und vergrault damit seine Sekretärin, wirds für den Hörer dieses ersten Werwolf-Teils leicht unübersichtlich. Dass Sinclair jeder an den Kragen will, das ist für uns ja nichts Neues, aber es scheint im Moment keinen akuten Grund zu geben, warum dem so ist. Lupina stellt ihm nach und auch die Mordliga will ihn tot sehen, schon klar, aber irgendwie dauert es eine gefühlte Ewigkeit, nämlich genau bis zum Ende dieser Folge, bis einer von ihnen John auch mal gegenübertritt, das sind wir aber fesselnder und spannend komprimierter gewohnt.

Nachdem wir am Anfang der Folge eine leider nicht sehr überzeugende Darbietung einer vom Werwolf Getöteten bekommen, würden wir ihre Tochter Debbie am liebsten knuddeln. Wer die Sprecherinnen der beiden Rollen sind, lässt sich vom Klappentext her leider nicht zuordnen. Aber auch der gespielte Schrecken des Kindes hält sich im Vergleich zu den wirklich hollywoodreifen Splattereffekten dieser Folge, die gerade ihre Mutter töten, in eher unglaubwürdigen Grenzen.

Beschrieben wird das alles von der gewohnt lasziven und rauchig erotischen Stimme der Sprecherin, die in dieser Folge nur angenehm wenige Auftritte hat, da die meisten Szenen selbsterklärend sind und durch die überragenden Effekte plastisch auf die Kopfkinoleinwand des Hörers gebracht werden. Und so wird hier im Grund eine Stunde lang „nur“ ermittelt. Die böse Seite geht dabei in Brutalo-Baller-Manier vor, um an ihre Informationen zu gelangen und John und Suko ermitteln auf die klassische Art. Ach ja, Lupina gibts ja auch noch … die scheint den leichtesten Job zu haben, lässt sie Sinclair doch einfach zu sich kommen. Und dafür wird sie dann auch mit den geringsten Seiten im Skript bedacht, auch wenn ihre „Werwolf-Elite“ den Titel stellt. Tja, und dann ist dieser erste Teil auch schon zu Ende und der Hörer fragt sich, warum diese Folge nicht als Doppel-CD erschienen ist oder wenigstens als zeitgleiche Veröffentlichung von beiden Folgen, wenn man schon einen Mehrteiler aus dem Stoff gemacht hat. Denn so als reine Ermittlungsfolge, die einzeln gehört nicht viel Spaß macht und Sinn ergibt und ganz offensichtlich nur zur Vorbereitung dessen dient, was da wohl im nächsten Teil John und dem Hörer passieren wird, kann sie nicht wirklich allein dastehen.

Eines ist auf jeden Fall gewiss … die nächste Folge wird nicht langweilig beginnen.

|Die Sprecher und ihre Rollen:|

John Sinclair: Frank Glaubrecht
Suko: Martin May
Erzählerin: Alexandra Lange
Erzähler (Intro): Ronald Nitschke
Ansage: Jürgen Holdorf
Lady X: Katrin Fröhlich
Sergeant Gary Burke: Christian Gaul
Mr. Trent: Thomas Petruo
Dr. Tod: Tilo Schmitz
Lupina: Claudia Urbschat-Mingues
Luparo: Rasmus Borowski
Logan Costello: Bernd Vollbrecht
Constable Brian Jones: Peter Weis
Glenda Perkins: Ilya Welter

sowie: Maresi Bischoff-Hanft, Simona Pahl, Eckart Dux, Gerlinde Dillge, Lilli Martha König, Anna Julia Kapfelsperger, Jörg von Liebenfelß, Susanne Meikl, Marco Göllner

|Technik-Credits:|

Hörspielskript und Regie: Dennis Ehrhardt
Sounddesign, Schnitt und Mischung: ear2brain productions
Musik: Andreas Meyer
Gitarren im John-Sinclair-Theme: Jan Frederik
Produktion: Marc Sieper (Lübbe Audio)

|Die Ausstattung:|

Die komplett schwarze CD steckt in einem Jewel-Case. Das Booklet-Faltblatt enthält eine Liste der bereits veröffentlichten Folgen der „2000er“-Serie und der „Classic“-Serie. Zusätzlich werden noch die Sprecher und ihre Rollen aufgeführt sowie die Technik-Credits.

_Mein Fazit:_

Nichts Halbes und nichts Ganzes. John ermittelt und auch die Gegenseite ermittelt und am Ende treffen sich die beiden Seiten. Mehr oder weniger ist es das, was hier passiert. Garniert und gewohnt soundtechnisch genial aufbereitet auf jeden Fall, aber spannungstechnisch unbefriedigend, weil irgendwie das gewisse Etwas fehlt und wir auf das noch einen weiteren Monat warten müssen. Dann kommt nämlich der zweite Teil dieser Doppelfolge raus. Einzeln gehört macht diese Folge auf jeden Fall weniger Spaß, als man das vom Sinclair-Team her gewohnt ist.

|Audio-CD
Spieldauer: 56 Min.
Tracks: 10
ISBN: 978-3-7857-4552-6|
[www.luebbe-audio.de]http://www.luebbe-audio.de

Über 40 Rezensionen rund um den beliebten Geisterjäger |John Sinclair| findet ihr in [unserer Datenbank]http://buchwurm.info/book

Die drei ??? – … und das Fußballphantom (Folge 153)

Die Handlung:

Das Fußballstadion brodelt. Die Los Angeles Hawks spielen gegen die Philadelphia Tornados um den amerikanischen Highschool-Meisterschaftstitel. Peter gerät durch eine Fehlvermittlung zufällig in ein fremdes Handygespräch. Was er mithört, lässt ihm das Blut in den Adern gefrieren. Unversehens müssen die drei ??? einem gefährlichen Erpresser das Handwerk legen. Werden sie die seltsamen Rätsel des Fußballphantoms lösen können? Sie müssen. Das Leben eines Menschen draußen auf dem Spielfeld hängt davon ab. (Verlagsinfo)

Mein Eindruck:

Die drei ??? – … und das Fußballphantom (Folge 153) weiterlesen

Fünf Freunde und das gefährliche Treibgut (Folge 96)

_Die Handlung:_

Ein Kreuzfahrtschiff macht Station in Kirrin und sorgt für viel Touristenrummel in der kleinen Küstenstadt. Zur selben Zeit finden die Fünf Freunde schreckliche Dinge am Strand von Kirrin. Doch haben diese Funde wirklich etwas mit dem Schiff zu tun? Die Freunde verfolgen natürlich eine heiße Spur und geraten dabei in größte Gefahr. (Verlagsinfo)

_Mein Eindruck:_

In ihren 96. Sommerferien am Stück erleben die immer noch jungen Freunde diesmal ein Öko-Abenteuer. Die Prämisse ist recht einfach, aber leider auch seit vielen Jahren immer wieder aktuell: Die Verklappung von Plastikmüll in den Meeren. Und in diesem klassisch strukturierten und kindgerecht aufbereiteten Abenteuer stoßen die Kinder erst auf etwas Ungewöhnliches, beginnen dann mit den Ermittlungen, haben einen Verdächtigen im Auge, kommen bei den Nachforschungen in Schwierigkeiten, werden gerettet und fassen den Bösewicht.

Das klingt abgedroschen, wird aber von der Autorin mit einer ordentlichen Prise Spannung gewürzt und hält die Spannung und das Interesse des Hörers die ganze Zeit über hoch. Hier lösen die fünf Kinder nicht als geschlossene Gruppe den Fall, hier bekommt jeder seine fünf Minuten des Ruhms. Und sogar die sonst eher schüchterne und zurückhaltende Anne zeigt, dass sie Mut hat und bekommt gegen Ende eine wichtige Solo-Runde spendiert. Genau wie Hund Timmy, der in bester Lassie-Manier einen wesentlichen Beitrag dazu leistet, dass nicht nur die Umweltverschmutzer gefasst werden, sondern auch die Kinder unverletzt dieses Abenteuer überstehen.

Und nebenbei lernen wir wiedermal etwas: Nicht nur stellt die in diesem Abenteuer behandelte Umweltverschmutzung tatsächlich eine Bedrohung für die Meerestierwelt dar, auch die hier erwähnten „Friendly Floatees“ gibt es wirklich. Die bunten Quietscheentchen und das andere Spielzeug, das 1992 mit einem chinesischen Schiff unterging und seitdem über die Weltmeere trieb, halfen den Meeresforschern tatsächlich dabei, die Meeresströmungen zu erforschen. Das war und blieb aber auch der einzige Nutzen, den diese Art von Umweltverschmutzung hatte, denn durch das Verschlucken der Plastikteile verenden weiterhin jährlich viele Tiere.

|Die Sprecher und ihre Rollen:|

Erzähler: Lutz Mackensy
Julian: Ivo Möller
Dick: Jannik Endemann
Anne: Theresa Underberg
George: Alexandra Garcia
Mr. Fisher: Kai-Hendrik Möller
Alf Fischer: Timo Sünnemann
Kapitän: Michael Bideller
Henk (Kabel-Ede): Christian Rudolf
Smutje Sam: Robert Missler
Steuermann Dexter: Horst Stark
Bootsführer: Urs Affolter
Constable Wilbert: Achim Schülke
Matrose Thomas: Cornelius Henne

|Trackliste:|

1 – Ein Kreuzfahrtschiff in Kirrin
2 – „Falsche Quallen“ am Strand
3 – Schreckliches in der Felsenbucht
4 – Vier Freunde gehen an Bord
5 – Hinter Schloss und Riegel
6 – Anne und Timmy im Alleingang
7 – Der Schwindel fliegt auf

|Technik-Credits:|

Buch: Katrin McClean
Produktion und Regie: Heikedine Körting
Redaktion: Hilla Fitzen, Wanda Osten
Geräusche: Wanda Osten
Musik: Tonstudio EUROPA

|Die Ausstattung:|

Die in Meeres-Blau bedruckte CD steckt in einem Jewel-Case. Das Booklet-Faltblatt, das außen passend zur Folge in warmen Sommerferien-Tönen gehalten ist, enthält eine Aufstellung der bereits veröffentlichten Folgen sowie Werbung für die Hörspielfassung des neuen „Fünf Freunde“-Kinofilms.. Zusätzlich werden noch die Sprecher und ihre Rollen aufgeführt sowie die Technik-Credits.

_Mein Fazit:_

Dies ist eine Öko-Folge, die auf die Verschmutzung der Weltmeere durch Plastikmüll aufmerksam macht. Das tut sie aber nicht langweilig und mit erhobenem Zeigefinger, sondern eingepackt in ein spannendes Abenteuer, in dem die Fünf Freunde auch mal einzeln zeigen können, was in ihnen steckt.

|1 Audio-CD mit ca. 53 Minuten Spieldauer
Vom Verlag empfohlen ab 6 Jahren
EAN: 0886972309620|
[www.natuerlichvoneuropa.de]http://www.natuerlichvoneuropa.de

_Die |Fünf Freunde|-Hörspiele bei |Buchwurm.info|:_
[„… verfolgen den Wilderer“ (Folge 74)]http://buchwurm.info/book/anzeigen.php?id__book=4674
[„… und die verlorenen Blüten“ (Folge 86)]http://buchwurm.info/book/anzeigen.php?id__book=6365
[„… und das rätselhafte Sternbild“ (Folge 87)]http://buchwurm.info/book/anzeigen.php?id__book=6519
[„… und das Geheimnis des Winterwaldes“ (Folge 93)]http://buchwurm.info/book/anzeigen.php?id__book=7400
[„… und die Sturmflut“ (Folge 94)]http://buchwurm.info/book/anzeigen.php?id__book=7549
[„… in der Höhle des Urmenschen“ (Folge 95)]http://buchwurm.info/book/anzeigen.php?id__book=7720
[„… und das gefährliche Treibgut“]http://buchwurm.info/book/anzeigen.php?id__book=7839

TKKG – Die Spur der Wölfin (Folge 177)

_Die Handlung:_

Auch wenn sie zunächst ihren Augen kaum trauen, so sind sich TKKG dann doch sicher: Sie haben im Wald einen Wolf gesehen. Wo kommt er her, wird er im Stadtwald bleiben ? und ist er für den Menschen gefährlich? Niemand, der sich mit Wölfen auskennt, will den vier Freunden glauben: Wölfe, die bei uns ein Jahrhundert lang ausgestorben waren, wagen sich zwar allmählich wieder in unsere Wälder zurück – ein Wolf im Stadtwald der Millionenstadt aber scheint einfach unmöglich! Tim, Karl, Gaby und Klößchen lassen nicht locker. Sie wollen die Existenz des Wolfes beweisen und dem Tier das Leben retten. Denn der Wolf hat Feinde, die mit ihren miesen Machenschaften gegen TKKG arbeiten. Die Vier lassen sich aber nicht davon abhalten, einen spannenden Fall aufzudecken, zu dem die Spur der Wölfin führt … (Verlagsinfo)

_Mein Eindruck:_

Dass diese Folge ab 6 Jahren empfohlen wird, das erkennt der geneigte Fan sehr schnell. TKKG sind (mit Hund!) auf einem Klassenausflug im Wald und sehen einen Wolf, was ihnen keiner glaubt. Das wars, mehr Spannung gibts nicht. Keine Entführung, keine Erpressung, kein Verbrechen und keine Dramatik, die den Hörer direkt in die Story zieht und an die Lautsprecher oder Ohrstöpsel klebt.

Und das ändert sich auch in den ersten 40 Hörminuten leider nicht. Die Meinung, dass dies ein „spannendes Abenteuer“ ist, hat der Sprecher zu diesem Zeitpunkt leider exklusiv. Auch, dass der Wolf kein Wildtier ist, sondern einen Besitzer hat, ändert wenig an dieser Ödlage und lässt den Hörer nach einem Blick auf die Restzeitanzeige des CD-Players Schlimmes befürchten.

Doch diese Befürchtungen werden zum Glück enttäuscht. Als ob die Macher der Folge gemerkt hätten, dass sie nicht nur zum Seelenheil der älteren Hörerschaft doch ein wenig gewaltig an der Spannungsschraube drehen sollten, holen sie den Akkuschrauber raus und legen los.

Auf einmal gibts eine Frage nach der anderen, die nicht nur TKKG rätseln lassen, sondern auch das Interesse der Hörer binden können, die zu diesem Zeitpunkt noch nicht eingeschlafen waren oder abgeschaltet hatten. Wer bis hierher durchgehalten hat, der wird eindeutig belohnt. Plötzlich entpuppt sich die ganze Geschichte hintergründiger, als man es hätte vermuten können (wie hätte man aber auch, ohne Hintergrundwissen). Es gibt nun echte Verdächtige, echte Spuren, die interessant aufbereitet verfolgt werden, und eine Auflösung, die mit den letzten Tracks dieses „spannenden Abenteuers“ einige der verlorenen Sympathiepunkte wieder reinholen kann.

Und am Ende hat der Fan dann ein paar interessante Fakten rund um das Paarungsverhalten der Eichhörnchen und die Verbreitung von Wölfen und Waldmeister gelernt … und doch noch ein spannendes Abenteuer erlebt, wenn auch mit erheblichen Ladehemmungen.

|Die Sprecher und ihre Rollen:|

Erzähler: Wolfgang Kaven
Tim: Sascha Draeger
Karl: Niki Nowotny
Klößchen: Manou Lubowski
Gaby: Rhea Harder
Kommissar Glockner: Edgar Bessen
Ettel: Andre Minninger
Hank Zacher: Tim Kreuer
Elly Eichbaum: Christine Pappert
Oswald Öchsner: Urs Affolter
Edgar Flint: Erik Schäffler
Schafzüchter Weidner: Kai-Hendrik Möller
Kai Lederer: Utz Richter
Harry Zacher: Tobias Schmidt
Reporter: Leonhard Mahlich
Vater Zacher: Achim Schülke
TV-Kommentator: Cornelius Henne
und Oskar, der schwarz-weiße Cockerspaniel

|Trackliste:|

1. Mücken und ein Kobold
2. Bishudo
3. Wölfe und ein Jäger
4. Eichhörnchen
5. Tote Schafe
6. Roxy
7. Wildwechsel
8. Schüsse
9. Harry The Wulf
10. Siegesparty

|Technik-Credits:|

Buch: Veronika Hampl nach Motiven von Stefan Wolf
Hörspielbearbeitung und Effekte: André Minninger
Redaktion: Wanda Osten, Maike Nagel
Geräusche: Wanda Osten
Produktion und Regie: Heikedine Körting
„TKKG – Die Profis in spe“: Bonda / Büscher
Cover Illustration: Comicon S.L. – nach Artwork-Vorlagen von Reiner Stolte Rahmendesign: KB&B
Gestaltung: Atelier Schoedsack
Inhaltliche Beratung: Martin Tripp (Niedersächsische Landesforsten)

|Die Ausstattung:|

Die Hörspiel-CD steckt in einem Jewel-Case und ist in „TKKG-Blau“ bedruckt. Das Booklet, das in der gleichen Farbe daherkommt, enthält diesmal eine Menge Infos rund um das Thema „Wölfe“, aufbereitet in einem Pseudo-Interview zwischen TKKG und Elly Eichbaum. Dazu gibts dann noch einen Steckbrief des Europäischen Wolfs und Internetadressen für Interessierte Wolf-Fans. Eine Aufstellung der Sprecher und ihrer Rollen sowie die Technik-Credits finden wir auf der Rückseite des Booklets.

_Mein Fazit:_

Das vom Sprecher versprochene „spannende Abenteuer“ geht leider erst nach der 40. Minute los. Vorher bekommen wir Grundschul-Bio-Unterricht und durchweg Langeweile. Dann aber dreht die Spannung unerwartet noch mal auf und es geht endlich interessant zur Sache. Und nach dem Abschlusslacher ist der Fan dann ein wenig milde gestimmt, wenn auch nicht begeistert von diesem Fall, der so langsam anlief wie kaum ein anderer.

|1 Audio-CD ca. 64 Minuten Spieldauer
Vom Verlag empfohlen ab 6 Jahren
EAN: 886919239522|
[www.natuerlichvoneuropa.de]http://www.natuerlichvoneuropa.de
[www.tkkg.de]http://www.tkkg.de

Perry Rhodan – Aphilie (Silber Edition 81, Teil 1 von 4)

_|Aphilie|:_

_Teil 1: 332 MB, 3:56 h, 49 Tracks_
Teil 2: – erscheint am 01.05.2012 –
Teil 3: – erscheint am 22.05.2012 –
Teil 4: – erscheint am 12.06.2012 –

_Die Handlung:_

Im Jahr 3540 steht die Bevölkerung der Erde im Bann der Aphilie. Reine Vernunft und Urinstinkte bestimmen das Verhalten der Terraner, Gefühle zählen nichts mehr. Auch Reginald Bull ist der Aphilie verfallen: Er entmachtet seinen Freund Perry Rhodan und treibt ihn mit mehr als tausend Begleitern in die Verbannung. An Bord des Fernraumschiffs SOL verlassen die Verurteilten ihre Heimat ohne Hoffnung auf eine Rückkehr, aber auch ohne Aussicht, die Milchstraße im Meer der Galaxien zu finden. Eine Odyssee durch Raum und Zeit nimmt ihren Anfang, geprägt vom unbeugsamen Willen der Verbannten, dem Schicksal zu trotzen. Auf der Erde greift die Aphilie indessen unaufhaltsam um sich. Als es Bull gelingt, die Fessel der Aphilie abzuschütteln, wird er ebenfalls zum Gejagten …
(Verlagsinfo für die komplette |Silber Edition 81|)

|Dieser Teil|:

Von der neuen Sonne krank gemacht, stürzen Reginald Bull und die „Aphiliker“ Perry Rhodan und verbannen ihn und alle, die noch Gefühle empfinden können, mit dem neuen Raumschiff SOL in den Weltraum.

_Mein Eindruck:_

Dass Perry und seine Leute zusammen mit unserem Planeten Terra den Weg zurück in die heimische Milchstraße dann doch nicht geschafft haben, das musste der Fan am Ende der letzten |Silber Edition| des letzten Zyklus schon feststellen. Auch diesmal scheint der Heimweg nicht so einfach zu werden, denn der neue Zyklus, |Aphilie|, der mit dieser |Silber Edition| gleichen Namens startet, umfasst stolze 13 Bände. Der Kampf gegen die Laren scheint sich also noch ein wenig zu ziehen und die Autoren dürfen sich wohl auch im Mahlstrom noch ein wenig austoben.

Und wenn der Hörer sich drauf einlässt und nicht zu geknickt darüber ist, dass es unter fremder Sonne weitergeht, dann wird er auch eine Menge Spaß damit haben, was diese Sonne namens Medaillon mit den Terranern anstellt. Denn „Aphilie“ klingt nicht nur wie eine Krankheit, sondern ist auch eine. Von der Sonne beschienen, verwandelten sich in der 80-jährigen Pause zwischen der letzten |Silber Edition| bis zu dieser eine Menge Menschen in reine Logiker. Klingt ein wenig nach Spock von „Star Trek“, geht auch in die Richtung, entwickelt sich aber weniger sympathisch, sondern eher dramatisch. Und Begriffe wie „Söhne der reinen Vernunft“, „Buch der Liebe“ und „Organisation Guter Nachbar“ klingen wie eine Mischung aus Hippie-Kult, Esoterik und Scientology-Sektenwahn … und hat auch von all dem was.

Dieser Zyklus beginnt also nicht mit einem übermächtigen Gegner, der mit Waffengewalt aus dem Weltall geblasen werden muss, sondern mit einer ganz unerwarteten, gar gewaltlosen und neuen Möglichkeit, die Serie weiterhin abwechslungsreich und spannend zu halten. Bully und Perry sind durch Bullys „Zwangslogik“ entzweit, die ihn dazu bringt, Perry am Ende dieses ersten Teils mit dem neuen und bei vielen Lesern beliebten Raumer SOL in den Weltraum zu verbannen … denn Bully geht davon aus, dass Rhodan selbst krank geworden ist. Die Koordinaten der Milchstraße werden Perry dabei aber nicht überlassen. Und so können wir uns auf eine interessante Irrfahrt Perrys freuen, während sich auf Terra der fühlende und nicht-logische Untergrund formiert, der die Terraner heilen möchte. Faszinierend!

|Das Hör-Erlebnis:|

Da die „Aphiliker“ nichts mehr fühlen, hat auch Andreas Laurenz Maier vom Skript her nicht wirklich die Gelegenheit bekommen, vor dem Mikro schauspielerische Akzente zu setzen, „sachlich“ klingen die Verstrahlten und passend sachlich klingt dann auch der Sprecher. Dennoch versteht er es, die neue Entwicklungslage auf Terra plastisch und lebendig ins Ohr des Hörers zu transportieren. Und entgegen der Gefühlslosen, fängt der eine oder andere sicher schon mal an darüber nachzugrübeln, wie es wohl wäre … so ganz ohne Gefühle … nur mit Logik … wäre mein Leben dann einfacher oder einfach langweiliger?

Dass Maier Bruder Trailokanat hoch und krächzend spricht, wie man Maier zu Anfang seiner Sprechertätigkeit bei „Perry Rhodan“ zu oft hören musste, ist aber dem Skript geschuldet, denn er klingt halt „hell“ und „quäkend“, da passt das (leider) sehr gut.

|Die MP3s|

Die Qualität der MP3s entspricht dem Eins-A-Medien-Standard: 192 kbps, 41,1 kHz und Joint Stereo. Die Tracks sind fortlaufend nummeriert, wobei die Tracknummer im Dateinamen vorn steht und im ID3-Tag am Ende. Auch sämtliche Namen der an der kompletten |Silber Edition| beteiligten Autoren wurden mit in das ID3-Tag der Dateien geschrieben. Dies macht den Eintrag in der Playlist einiger Abspielgeräte so lang, dass nur noch die Autorennamen zu sehen sind und der Titel am Ende abgeschnitten wird.

Diesmal ziert die grafisch aufpolierte Front von Jubiläums-Band 700 „Aphilie“ die ID3-Tags. Das Bild liegt dem Hörbuch zusätzlich als JPG- und als PDF-Datei in der Auflösung 1448 x 1444 bei.

Der Download ist auch als One-Track-Version erhältlich.

_Mein Fazit:_

Wieder überrascht die Serie mit einem neuen Twist. Es geht nicht zurück in die Milchstraße zu den Laren, es wird sogar noch ein weiterer Keil in die Menge getrieben. Die „Aphiliker“ vertreiben Perry und alle Gefühlsempfinder in den Weltraum, von wo aus er von den Autoren auf eine interessante Odyssee geschickt werden könnte. Ich bin sehr gespannt, wohin es ihn treiben wird.

|MP3-Download mit 332 MB Größe
Spieldauer der Lesung: 3:56 h
Anzahl der Tracks: 49
Sprecher: Andreas Laurenz Maier
ISBN-13: 978-3-943393-32-3|
[www.einsamedien.de]http://www.einsamedien.de
[www.perry-rhodan.net]http://www.perry-rhodan.net

|Hinweis:| Die |Silber Edition 81| wird zusammen mit dem letzten Download-Teil ab dem 12. Juni 2012 auch komplett auf zwei MP3-CDs im Handel erhältlich sein.

 

Professor van Dusen 7: Whisky in den Wolken

_Professor Dr. Dr. Dr. Augustus van Dusen:_

Folge 1: [„Eine Unze Radium“]http://buchwurm.info/book/anzeigen.php?id__book=6717
Folge 2: [„Das sicherste Gefängnis der Welt“]http://buchwurm.info/book/anzeigen.php?id__book=6672
Folge 3: [„Mord bei Gaslicht“]http://buchwurm.info/book/anzeigen.php?id__book=6718
Folge 4: [„Der Mann, der seinen Kopf verlor“]http://buchwurm.info/book/anzeigen.php?id__book=6685
Folge 5: [„Stirb schön mit Shakespeare“]http://buchwurm.info/book/anzeigen.php?id__book=7408
Folge 6: [„Die Perlen der Kali“]http://buchwurm.info/book/anzeigen.php?id__book=7668
Folge 7: _“Whisky in den Wolken“_

_Die Handlung:_

Sir Hector McMurdock, Clanchef im schottischen Hochland, will in seinem Ballon den Atlantik überqueren und Amerika erreichen. Doch schon beim Start explodiert der Ballon – Sir Hector stirbt. „Mord!“ meint Professor van Dusen. Unbeirrt forscht er nach, und während eines Gastmahls auf Schloss Glenmore, bei Haggis, Blutsuppe und Whisky, begleitet von Dudelsackklängen, nennt er den Namen des Täters, mit dem niemand gerechnet hat. Damit ist der Fall jedoch noch nicht zu Ende … (Verlagsinfo)

_Das Hörerlebnis:_

Da es sich hier um die Neuauflage einer 1979 erstmalig ausgestrahlten Radio-Produktion handelt, darf man nicht allzu viele Effekte erwarten. Die gibts bei Radiohörspielen eh selten, weil sie in der Regel sehr textlastig sind. „Whisky in den Wolken“ bildet hier keine Ausnahme, aber lässt auch nichts vermissen. Alle Dialoge sind immer lebendig mit Geräuschen unterlegt, die die Szenen passend unterstützen. Der rauschende Wind allerdings klang mir ein wenig sehr nach elektronischem Rauschgenerator als nach echter bewegter Luft.

Ein von „Dudel-Angus“ hörbar genervter Freund, Assistent und Reporter Hutchinson Hatch erzählt uns diesen von Doppelrollen geprägten Fall. Der Mitreisende der „Denkmaschine“ stört sich nicht nur am Dudelsackspiel des Angestellten von Sir Hector MacMurdock, sondern auch am typisch schottischen Essen, das während dieser spannenden Folge serviert wird. Nachdem die Haushälterin allerdings eingehend beschrieben hat, was so alles in ihrem Haggis drinsteckt, könnte auch dem einen oder anderen Hörer der Appetit vergehen. Aber, der soll ja auch eine Stunde lang nicht essen, sondern zuhören.

Zu hören gibts im Hintergrund vor allem „Dudel-Angus“, dessen Dudelsackspiel den einen Hörer recht schnell und den Freund schottischer Klänge etwas später anfängt zu nerven. Interessanterweise bittet Professor van Dusen selbst exakt in dem Moment darum, mit der Musik aufzuhören, als es auch mir selbst zu viel wurde.

Dass „Dudel-Angus“ in diesem Mordfall auch in der Rolle des Gärtners zu hören ist (nein, er ist nicht der Mörder, das wäre zu profan), stört nicht weiter, denn Letzterer artikuliert sich nur spärlich. Dass aber das Opfer und sein Bruder vom gleichen Sprecher ins Ohr des Hörers gebracht werden, das mutet schon seltsam an. Aber, auch der Grund für diese recht ungewöhnliche Wahl wird gegen Ende klar, wenn der Professor nicht nur den Tathergang und das Tatwerkzeug, sondern auch gleich Täter und Motiv liefert. Und wieder bleibt dem Hörer nur die Rolle des passiven Stauners, denn es kommen Informationen zu Tage, die ihm nicht zugänglich waren. Und selbst nachdem die Sachlage geklärt ist, gibt es noch einen Nachschlag und wir erleben eine Verfolgungsjagd zwischen einem Ballon und einem Luftschiff.

Am Ende dann, wenn dem einen oder anderen aufgefallen sein mag, dass ja schon lange nicht mehr „gedudelt“ worden ist … wird es das … und das wird dann jeder Fraktion ein Lächeln abverlangen, ist dies doch eine traditionsreiche, schottische Folge und da gehört diese Musik halt dazu … finde ich auch.

|Trackliste:|

01 – 09 Whisky in den Wolken
10. Kommentare zu Whisky in den Wolken
11. Persönliche Anekdote von Michael Koser

|Die Sprecher und ihre Rollen:|

Prof. van Dusen: Friedrich W. Bauschulte
Hutchinson Hatch: Klaus Herm
Sir Hector MacMurdock: Alexander Kerst
James MacMurdock, sein Bruder: Alexander Kerst
Inspektor Smiley, Scotland Yard: Rolf Marnitz
Marmaduke Porter vom Kgl. Brit. Luftschiffer-Club: Hermann Ebeling
Susan Porter, seine Tochter: Angelika Thomas
Flora MacNab, Haushälterin: Susanne Lüpertz
Angus, Dudelsackspieler: Herbert Weißbach
Fergus, Gärtner: Herbert Weißbach

|Technik-Credits:|

Produzent & Initiator der CD-Auflage: Sebastian B. Pobot, Highscore Music
Skript: Michael Koser
Regie: Rainer Clute
Aufnahmen: RIAS Berlin
Covergestaltung: Lars Vollbrecht
Illustrationen: Lars Vollbrecht und Gerd Pircher
Product Management: dp

|Die Ausstattung:|

Die wie immer stilvoll und aufwendig bedruckte CD steckt in einem Jewel-Case. Als Bonus enthält die CD noch Kommentare zur Folge und eine Anekdote des Autors, in der er unter anderem über das Treffen mit einem Fan der Reihe berichtet.

Im Booklet-Faltblatt zieht Michael Koser schriftlich den Hut vor Jules Verne, der ihn stark beeinflusst hat. Dazu gibts noch ein paar Fotos und Hintergrundinfos zu Jacques Futrelle, Michael Koser, Sebastian Pobot, der die CD-Version angeschubst hat sowie eine „Sprecher und ihre Rollen“-Aufstellung. Außerdem sehen wir die Cover der bereits erschienen Folgen sowie der kommenden Episode und Werbung für den van-Dusen-Comic und den Van-Dusen-Roman. Und als besonderes Schmankerl sehen wir auf der Rückseite einen gezeichneten „Dudel-Angus“, der sturmgebeutelt am Meer aufspielt.

_Mein Fazit:_

Zwei Doppelrollen, die erst seltsam anmuten, sich aber nach einem interessanten und wie immer spannenden Twist dem Hörer erklären, sind die Basis für diese durch und durch schottische Folge. Die geht allen Beteiligten (und auch dem Hörer) durch Ohren und Magen und bietet eine gewohnt gediegene und feinhumorig spannende Stunde mit der „Denkmaschine“.

|1 Audio-CD
Spieldauer: 58:40 Min. (davon 53 Min. Hörspiel)
Tracks: 11
Erstausstrahlung im Radio: RIAS Berlin, 1979
Empfohlen ab 10 Jahren
UPC: 0602527699127|
[www.universal-music.de]http://www.universal-music.de
[www.folgenreich.de]http://www.folgenreich.de
[www.vandusen.de]http://www.vandusen.de

Ernest Cline – Ready Player One

Die Handlung:

Im Jahr 2044 hat die reale Welt für Wade Watts nicht mehr viel zu bieten. Daher flieht er – wie die meisten Menschen – in das virtuelle Utopia von OASIS. Hier kann man leben, spielen und sich verlieben, ohne von der bedrückenden Realität abgelenkt zu werden. Da entdeckt Wade in einem Online-Game den ersten Hinweis auf einen unsagbar wertvollen Schatz, den der verstorbene Schöpfer von OASIS in seiner Cyber-Welt versteckt hat. Plötzlich ist Wade eine Berühmtheit, aber er gerät auch in das Visier eines Killerkommandos – in OASIS und in der Realität. Wade weiß, dass er diese mörderische Hetzjagd nur überleben kann, wenn er das Spiel bis zu seinem ungewissen Ende spielt!
(Verlagsinfo)

Mein Eindruck:

Ernest Cline – Ready Player One weiterlesen

Ernest Cline – Ready Player One

Die Handlung:

Im Jahr 2044 hat die reale Welt für Wade Watts nicht mehr viel zu bieten. Daher flieht er – wie die meisten Menschen – in das virtuelle Utopia von OASIS. Hier kann man leben, spielen und sich verlieben, ohne von der bedrückenden Realität abgelenkt zu werden. Da entdeckt Wade in einem Online-Game den ersten Hinweis auf einen unsagbar wertvollen Schatz, den der verstorbene Schöpfer von OASIS in seiner Cyber-Welt versteckt hat. Plötzlich ist Wade eine Berühmtheit, aber er gerät auch in das Visier eines Killerkommandos – in OASIS und in der Realität. Wade weiß, dass er diese mörderische Hetzjagd nur überleben kann, wenn er das Spiel bis zu seinem ungewissen Ende spielt! (Verlagsinfo)

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Michael Crichton / Richard Preston – Micro

_Die Handlung:_

Eine Gruppe von Studenten wird von einem Unternehmen für den Einsatz an der Front der Mikrobiologie rekrutiert. Die streng geheime Arbeit führt die Forschungstalente nach Hawaii. Hier sehen sie sich nicht nur einer erbarmungslosen Natur, sondern auch einer radikalen neuen Technik gegenüber, die die Gruppe schnell beherrschen lernen muss, will sie nicht für immer in den undurchdringlichen Wäldern Oahus verschwinden … (Verlagsinfo)

_Mein Eindruck:_

Das ist es nun, das wirklich letzte Buch, an dem Michael Crichton bis zu seinem Tod im Jahr 2008 gearbeitet hat. Gut ein Drittel hatte er zu diesem Zeitpunkt fertiggestellt. Sein Verlag engagierte Richard Preston, um aus den restlichen Aufzeichnungen und Notizen einen kompletten Roman zu fertigen.

Aber, hatte Michael Crichton nicht schon mal einen Roman über winzige Naniten geschrieben, die im Rudel gejagt haben? Hat er und das Ergebnis hieß BEUTE. Nun wollte Crichton aber nach eigenen Angaben mal wieder eine Geschichte erzählen, die in Richtung JURASSIC PARK geht und deshalb wurden seine sieben Helden auch in einen Urwald verfrachtet, in dem sie ums Überleben kämpfen müssen. Von großen Uraltmonstern also hin zu winzigen neumodernen Monstern. Die Größenverhältnisse aber bleiben dennoch, denn im Laufe der Geschichte werden die Protagonisten geschrumpft und jedes Insekt wird zur Bestie.

Ob sich Crichton bei seinem Teil von MICRO von „Liebling, ich habe die Kinder geschrumpft“ hat inspirieren lassen oder von Klassikern des SciFi-Films wie „Die unglaubliche Geschichte des Mr. C“, wir werden es nie erfahren. Parallelen sind aber schon zu erkennen. Zumindest bei den Teilen mit dem Schrumpfen und den Kämpfen gegen die Insekten. Denn das beschert der Bösewicht des Romans, der irre und machtbesessene Chef einer Hightech-Firma, denen, die nicht so spuren, wie er das gern hätte. Er schrumpft sie einfach und überlässt sie ihrem Schicksal.

Und so darf man hier keine epischen Charakterentwicklungen oder Beziehungsgeschichten erwarten, sondern ein „Dschungelabenteuer“ auf Oahu, einen bösen Wissenschaftler und jede Menge Spannung. Gewürzt mit den üblichen schulmeisterlichen Kurzvorträgen über das recherchierte Fachwissen des Autors, trauert der Leser im Anschluss dem Tod von Michael Crichton noch einmal nach. Denn er konnte wirklich kurzweilig unterhalten, was er hier (wenn auch nur zu einem Drittel) posthum wieder unter Beweis stellt. Die wirklich vielen und kurzen Kapitel helfen dabei auch und halten die Handlung spannend und knackig.

|Das Hörerlebnis|

Womit wir beim großen „Aber“ dieser Hörbuchumsetzung wären: dem Sprecher. Gordon Piedesacks Art des Vortrags klingt von Anfang an irgendwie genervt, gelangweilt, einschläfernd und nörgelig. Das, zusammen mit einer Prise „überarbeiteter Großstadt-Cop“. Auch legt er zum Teil in den Sätzen seltsam lange Sprechpausen ein … wohl um die Dramatik der Szene zu steigern oder die Aufmerksamkeit und die Geduld des Hörers auf die Probe zu stellen. Das würde hervorragend zu einem New-York-Krimi der 70er Jahre, als Synchronstimme für Robert De Niro oder Peter Falk als Columbo passen, dieser Story kommt es aber nicht zugute, sondern lässt das Szenario häufig leblos wirken und bremst die an sich spannende Handlung aus. Und immer wieder verschwindet im Kopfkino des Hörers der Dschungel, wenn er denn schon da war und man sieht einen Sprecher in einer abgedunkelten Kabine mit einer kleinen Lampe, der ein Skript vorliest.

Wo andere Sprecher zur besseren Unterscheidbarkeit zwischen den Charakteren mit der Stimmfarbe spielen, wird Piedesack fast ausschließlich erstmal pauschal unangenehm lauter beim Sprechen. Das hat er gar nicht nötig … und der Hörer würde sich weniger oft erschrecken … denn er kann auch fremdsprachige Akzente und weibliche Figuren gut umsetzen.

|Die Ausstattung|

Die mit dem Titelmotiv bedruckten CDs stecken in einem Jewel-Case. Im Bookletfaltblatt finden wir ein paar Vorschusslorbeeren des Verlags für die Autoren, Infos zu den Autoren selbst und auch ein paar Hinweise zum Sprecher. Außerdem gibts noch etwas verlagsinterne Werbung für weitere Hörbücher zu sehen.

_Die Autoren und der Sprecher_

|Michael Crichton| wurde 1942 in Chicago geboren und studierte in Harvard Medizin; seine Romane, die in über 36 Sprachen übersetzt werden, verkauften sich mehr als 200 Millionen Mal, dreizehn davon wurden verfilmt. Zu seinen bekanntesten Büchern zählen „Next“, „Welt in Angst“, „Timeline“, „Jurassic Park“ und „Andromeda“. Crichton, Schöpfer der Serie Emergency Room, ist bis heute der einzige Künstler, der es schaffte, mit Film, Fernsehserie und Roman gleichzeitig die ersten Plätze der Charts zu belegen. Crichton, der seit Mitte der Sechzigerjahre Romane schrieb, griff immer wieder gekonnt neueste naturwissenschaftliche und technische Forschungen auf. Im November 2008 starb Michael Crichton im Alter von 66 Jahren. Bis zuletzt hat er an seinem neuen Wissenschaftsthriller „Micro“ geschrieben. (Verlagsinfo)

|Richard Preston| studierte am Pomona College in Claremont, Kalifornien und graduierte summa cum laude in Englisch. Anschließend studierte Preston an der Princeton University, wo er 1983 seinen Doctor of Philosophy machte. Während des Studiums nahm er an dem Kurs The Literature of Fact teil, welcher von dem amerikanischen Schriftsteller John McPhee gehalten wurde. Dieser Kurs über das Schreiben nichtfiktiver Bücher ebnete Prestons Weg zu seiner späteren Schriftsteller-Karriere. Für sein erstes Buch „First Light“ erhielt er 1988 vom American Institute of Physics den Science Writing Award. Der Asteroid Preston ist nach ihm benannt. Richard Preston ist verheiratet und hat drei Kinder. Sein jüngerer Bruder Douglas ist ebenfalls Schriftsteller. (Wikipedia)

|Gordon Piedesack|, geboren 1972, ist professioneller Sprecher für Hörspiele, Hörbücher und Synchron. Fernsehzuschauern ist er als Station-Voice von 3sat bekannt. Für Random House Audio hat er die Hörbücher zur Kultreihe „Shaft“ von Ernest Tydiman gelesen. (Verlagsinfo)

_Mein Fazit:_

Geschrumpfte Studenten kämpfen gegen die Probleme, die man an als reiskorngroßer Mensch so hat. Wer JURASSIC PARK mochte, der könnte auch hier seinen Spaß haben, wenn die durchaus spannende Story nicht vom Sprecher gebremst würde. Wenig fesselnd und irgendwie gelangweilt wirkt er die ganze Zeit über, egal wie dramatisch die Ereignisse grad sind. Ein lebendigerer Vortrag mit mehr Schauspiel vor dem Mikro hätte diesem wirklich packenden Roman besser getan und hätten der Hörbuchumsetzung mehr Feuer und fühlbares Abenteuer verliehen. So aber sitzt der Hörer in einem Kopfkino, in dem in schwarz-weiß ein Super-8-Film läuft, der von einem Sprecher mit einer Kurbel im immer gleichen Tempo abgespult wird … das ist bei Super-8-Filmen auch nötig, im Kopfkino aber wirds schnell langweilig.

|6 Audio-CDs mit insg. 64 Tracks
Laufzeit: 7:33 Std.
Originaltitel: Micro
ISBN-13: 978-3837109009|
[www.randomhouse.de/randomhouseaudio]http://www.randomhouse.de/randomhouseaudio/index.jsp

_Michael Crichton bei |Buchwurm.info|:_
[„Next“]http://www.buchwurm.info/book/anzeigen.php?id__book=3300
[„Welt in Angst“]http://www.buchwurm.info/book/anzeigen.php?id__book=880
[„Sphere – Die Gedanken des Bösen“]http://www.buchwurm.info/book/anzeigen.php?id__book=698
[„Timeline“]http://www.buchwurm.info/book/anzeigen.php?id__book=360
[„Gold – Pirates Latitudes“ (Lesung)]http://buchwurm.info/book/anzeigen.php?id__book=6108

Michael Crichton / Richard Preston – Micro

_Die Handlung:_

Eine Gruppe von Studenten wird von einem Unternehmen für den Einsatz an der Front der Mikrobiologie rekrutiert. Die streng geheime Arbeit führt die Forschungstalente nach Hawaii. Hier sehen sie sich nicht nur einer erbarmungslosen Natur, sondern auch einer radikalen neuen Technik gegenüber, die die Gruppe schnell beherrschen lernen muss, will sie nicht für immer in den undurchdringlichen Wäldern Oahus verschwinden … (Verlagsinfo)

_Mein Eindruck:_

Das ist es nun, das wirklich letzte Buch, an dem Michael Crichton bis zu seinem Tod im Jahr 2008 gearbeitet hat. Gut ein Drittel hatte er zu diesem Zeitpunkt fertiggestellt. Sein Verlag engagierte Richard Preston, um aus den restlichen Aufzeichnungen und Notizen einen kompletten Roman zu fertigen.

Aber, hatte Michael Crichton nicht schon mal einen Roman über winzige Naniten geschrieben, die im Rudel gejagt haben? Hat er und das Ergebnis hieß BEUTE. Nun wollte Crichton aber nach eigenen Angaben mal wieder eine Geschichte erzählen, die in Richtung JURASSIC PARK geht und deshalb wurden seine sieben Helden auch in einen Urwald verfrachtet, in dem sie ums Überleben kämpfen müssen. Von großen Uraltmonstern also hin zu winzigen neumodernen Monstern. Die Größenverhältnisse aber bleiben dennoch, denn im Laufe der Geschichte werden die Protagonisten geschrumpft und jedes Insekt wird zur Bestie.

Ob sich Crichton bei seinem Teil von MICRO von „Liebling, ich habe die Kinder geschrumpft“ hat inspirieren lassen oder von Klassikern des SciFi-Films wie „Die unglaubliche Geschichte des Mr. C“, wir werden es nie erfahren. Parallelen sind aber schon zu erkennen. Zumindest bei den Teilen mit dem Schrumpfen und den Kämpfen gegen die Insekten. Denn das beschert der Bösewicht des Romans, der irre und machtbesessene Chef einer Hightech-Firma, denen, die nicht so spuren, wie er das gern hätte. Er schrumpft sie einfach und überlässt sie ihrem Schicksal.

Und so darf man hier keine epischen Charakterentwicklungen oder Beziehungsgeschichten erwarten, sondern ein „Dschungelabenteuer“ auf Oahu, einen durchgedrehten Wissenschaftler und jede Menge Spannung. Gewürzt mit den üblichen schulmeisterlichen Kurzvorträgen über das recherchierte Fachwissen des Autors, trauert der Leser im Anschluss dem Tod von Michael Crichton noch einmal nach. Denn er konnte wirklich kurzweilig unterhalten, was er hier (wenn auch nur zu einem Drittel) posthum wieder unter Beweis stellt. Die wirklich vielen und kurzen Kapitel helfen dabei auch und halten die Handlung spannend und knackig.

_Die Autoren_

|Michael Crichton| wurde 1942 in Chicago geboren und studierte in Harvard Medizin; seine Romane, die in über 36 Sprachen übersetzt werden, verkauften sich mehr als 200 Millionen Mal, dreizehn davon wurden verfilmt. Zu seinen bekanntesten Büchern zählen „Next“, „Welt in Angst“, „Timeline“, „Jurassic Park“ und „Andromeda“. Crichton, Schöpfer der Serie Emergency Room, ist bis heute der einzige Künstler, der es schaffte, mit Film, Fernsehserie und Roman gleichzeitig die ersten Plätze der Charts zu belegen. Crichton, der seit Mitte der Sechzigerjahre Romane schrieb, griff immer wieder gekonnt neueste naturwissenschaftliche und technische Forschungen auf. Im November 2008 starb Michael Crichton im Alter von 66 Jahren. Bis zuletzt hat er an seinem neuen Wissenschaftsthriller „Micro“ geschrieben. (Verlagsinfo)

|Richard Preston| studierte am Pomona College in Claremont, Kalifornien und graduierte summa cum laude in Englisch. Anschließend studierte Preston an der Princeton University, wo er 1983 seinen Doctor of Philosophy machte. Während des Studiums nahm er an dem Kurs The Literature of Fact teil, welcher von dem amerikanischen Schriftsteller John McPhee gehalten wurde. Dieser Kurs über das Schreiben nichtfiktiver Bücher ebnete Prestons Weg zu seiner späteren Schriftsteller-Karriere. Für sein erstes Buch „First Light“ erhielt er 1988 vom American Institute of Physics den Science Writing Award. Der Asteroid Preston ist nach ihm benannt. Richard Preston ist verheiratet und hat drei Kinder. Sein jüngerer Bruder Douglas ist ebenfalls Schriftsteller. (Wikipedia)

_Mein Fazit:_

Geschrumpfte Studenten kämpfen gegen die Probleme, die man als reiskorngroßer Mensch so hat. Wer JURASSIC PARK mochte, der wird auch hier seinen Spaß haben.

|Gebunden: 550 Seiten
Originaltitel: Micro
Aus dem Englischen von Michael Bayer
ISBN: 978-3896674296|
[www.randomhouse.de/blessing]http://www.randomhouse.de/blessing/index.jsp

_Michael Crichton bei |Buchwurm.info|:_
[„Next“]http://www.buchwurm.info/book/anzeigen.php?id__book=3300
[„Welt in Angst“]http://www.buchwurm.info/book/anzeigen.php?id__book=880
[„Sphere – Die Gedanken des Bösen“]http://www.buchwurm.info/book/anzeigen.php?id__book=698
[„Timeline“]http://www.buchwurm.info/book/anzeigen.php?id__book=360
[„Gold – Pirates Latitudes“ (Lesung)]http://buchwurm.info/book/anzeigen.php?id__book=6108

Perry Rhodan – Menschheit am Scheideweg (Silber Edition 80, Teil 4 von 4)

Menschheit am Scheideweg:

Teil 1: 351 MB, 4:09 h, 47 Tracks
Teil 2: 370 MB, 4:22 h, 53 Tracks
Teil 3: 363 MB, 4:18 h, 52 Tracks
Teil 4: 415 MB, 4:53 h, 59 Tracks

Die Handlung:

Das Jahr 3460. Die Milchstraße steht unter der Herrschaft des technisch überlegenen Konzils der Sieben. Leticron, der oberste Helfershelfer der Invasoren, erstickt jeden Widerstand mit eiserner Faust. Die wenigen Menschen, die seinen Truppen entkommen konnten, haben sich in den Schutz einer Dunkelwolke geflüchtet. Da keimt unerwartet neue Hoffnung. Kroiterfahrn, der todkranke Angehörige des bislang unbekannten Konzilvolks Greikos, trifft in der Galaxis ein. Er glaubt, eine Insel des Friedens und des Wohlstands vorzufinden, geschaffen von der gütigen, gerechten Hand des Konzils. Wird es den Menschen gelingen, ihm die Augen für die Wahrheit zu öffnen? Erde und Mond treiben währenddessen nach der misslungenen Flucht durch den Hyperraum weiter im »Mahlstrom der Sterne«, einer unendlich weit entfernten Region des Alls. Noch wärmt das Licht hunderter Atomsonnen die Urheimat der Menschen – doch Perry Rhodan weiß, dass er eine neue Sonne für sie finden muss. Rhodans einzige Hoffnung sind die erklärten Feinde der Terraner. (Verlagsinfo für die komplette Silber Edition 80)

Perry Rhodan – Menschheit am Scheideweg (Silber Edition 80, Teil 4 von 4) weiterlesen

Lissa Price – Starters (Starters 1)

_Die |Starters|-Dilogie_:

01 _“Starters“_
02 „Enders“ (Herbst 2012)

_Die Handlung:_

Nach dem Ausbruch eines tödlichen Virus gibt es nur noch sehr alte und junge Menschen. Mittellos kämpfen die 16-jährige Callie und ihr kleiner Bruder auf der Straße ums Überleben. Callie entschließt sich daher zu dem Undenkbaren: Sie verleiht ihren Körper an einen alten Menschen, dessen Bewusstsein übernimmt ihren Körper und kann so wieder jung sein. Doch alles verläuft anders als geplant … (Verlagsinfo)

_Mein Eindruck:_

Seit Jugend-Dystopien hoch im Kurs stehen, wird jeder neue Roman, der auch nur annähernd in diese Richtung schaut, mit den „Hunger Games“ verglichen. Das ist eine Art „Herr der Ringe“-Phänomen. Wenn man aber das Genre mal zur Seite schiebt und auf die Idee schaut, die hinter dem Roman steckt, dann gibts doch so einige erhebliche Unterschiede und das macht „Starters“ interessant. Die Weichen für die aktuellen gesellschaftlichen Probleme bereitete ein dem Roman vorangegangener Krieg, der offenbar ohne Rücksicht auf Verluste geführt wurde, bei dem es keine Sieger gab und der die USA isoliert zurückgelassen hat. Dabei starben alle Menschen, die nicht schnell genug gegen die eingesetzten Sporen geimpft wurden … und die Geimpften waren die Jungen (die Starters) und die Alten (die Enders).

Ein wenig unlogisch erschien mir aber die Tatsache, dass die Enders reich wurden, durch den Verkauf von Dingen, die aufgrund der vielen Tode in der produzierenden Altersschicht keiner mehr produzieren oder reparieren konnte und daher immer neu gekauft werden müssen … wer aber stellt die denn dann her, wenn die Enders alle so alt sind, dass sie sich junge Körper mieten müssen, um wieder ein wenig Action im Leben zu haben?

Nehmen wirs halt mal so hin und schauen auf die Situation. Die Enders, werden also immer reicher und viele der Starters, die keine Familie mehr haben, immer ärmer … das sorgt schon mal grundsätzlich für Spannung, in die man seine Protagonisten werfen und um die man eine interessante Story wickeln kann. In die wird der Hörer auch sofort hineingezogen, denn sowohl die Autorin als auch die Sprecherin tun dazu ihr Übriges.

Zusammen mit Callie erfahren wir gleich zu Anfang, was es mit der ominösen und bestimmt nicht ganz legalen „Body Bank“ des Unternehmens Prime Destinations auf sich hat und welch verlockenden Angebote sie Teenagern in Not machen. Und schnell fragt sich der Hörer, was er an ihrer Stelle tun würde, um für die zu sorgen, die ihm noch geblieben sind … würde er nicht alles tun? Selbst wenn dies bedeutet, seinen Körper anderen zur Verfügung zu stellen … Menschen, die man nicht mag und denen man nicht mal vertraut? Das klingt nach einer Kreuzung aus moderner Prostitution und Sklaverei.

In dieses Setting baut die Autorin noch einen interessanten Twist ein, denn es geht nicht alles glatt bei der finalen Körper-Ausleihe von Callie. Und aus einem anfänglich grinsenden „Oh, cool!“ im Kopf des Hörers wird schnell ein „Oh, oh!“ und schließlich ein „Oh mein Gott!“, wenn Callie und ihm die Hintergründe bewusst werden und sich die Ereignisse abzeichnen, die es nun zu verhindern gilt. Aber auch dieser Twist birgt noch einen weiteren Twist und die Intensität steigert sich immer weiter, denn in „Starters“ ist nichts so, wie es auf den ersten Blick erscheint und auch bei den Menschen kann man sich da nie so sicher sein. Und immer, wenn der Hörer sich an eine neue Situation gewöhnt hat, setzt die Autorin noch einen drauf und zieht die Spannungsdaumenschrauben weiter an. Und das geht bis zur letzten Minute so weiter … sogar bis zur letzten Sekunde!

Und auch wenn dies der erste Teil einer Dilogie ist, so hat es die Autorin geschafft, sowohl ein befriedigendes Ende zu schaffen, als auch die Lust darauf zu wecken, sofort den nächsten Teil in den CD-Player zu werfen … wenn er denn nur schon erschienen wäre.

|Das Hörerlebnis|

Annina Braunmiller gelingt es von der ersten Minute an, das Gefühlsleben von Callie eindrucksvoll zu vermitteln. Ihre ganze Wut, Verwirrung, Liebe, die Verzweiflung und das Misstrauen den „alten Säcken“ gegenüber kommen so lebendig im Ohr des Hörers an, als würde die Sprecherin selbst diese Gefühle teilen. Und schon kurz darauf hat man das Gefühl, Callie erzählt ihre Geschichte selbst, so authentisch wirkt der Erzähltstil von Annina Braunmiller. Ihre Stimmlage und Stimmfarbe passen perfekt zur Protagonistin und sie kann auch auch prima damit spielen. Hier macht sich bemerkbar, dass sie ihr Talent als Synchronsprecherin auch in dieser Lesung einzusetzen weiß, was dem Hörer ein fesselndes Kopfkinoerlebnis bietet.

_Die Autorin und die Sprecherin_

|Lissa Price| ist Drehbuchautorin und lebt nach mehreren Aufenthalten in Japan und Indien heute mit ihrem Mann und gelegentlichen Rehen im Süden Kaliforniens. Ihr Roman »Starters« ist das höchstgehandelte Debüt der letzten Jahre. (Erweiterte Verlagsinfo)

|Annina Braunmiller|, Jahrgang 1985, ist die Synchronsprecherin von Kristen Stewart, der Bella Swan aus den „Twilight“-Verfilmungen. Sie absolvierte an der Stage School Hamburg eine Ausbildung zur Bühnendarstellerin für Gesang, Tanz und Schauspiel. Als Sprecherin ist sie u. a. auch die deutsche Stimme von „Camp Rock“-Star Demi Lovato. Sie lebt und arbeitet in München. (Verlagsinfo)

_Mein Fazit:_

„Starters“ ist eine Jugend-Dystopie, die sich durch die spannende Grundidee von den anderen Romanen des Genres abhebt. Der Hörer erlebt mithilfe der genialen Annina Braunmiller Callies Gefühle hautnah mit und sitzt in einem Kopfkino, das auf eine Gefühlsachterbahn montiert wurde. Die Spannung steigt kontinuierlich an und ein Twist folgt dem Nächsten. Bis zur letzten Sekunde gibts hier fesselnde Unterhaltung, die mit zum besten gehört, was das Genre derzeit zu bieten hat.

Marketingtaktisch klug geplant, dass der Roman in Deutschland genau zum Kinostart der HUNGER GAMES erscheint.

|6 Audio-CDs
Laufzeit: 7:29 Minuten
Originaltitel: Starters
ISBN-13: 978-3492702638|
[www.osterwold.de]http://www.osterwold.de
[www.lissaprice.com]http://www.lissaprice.com

[NEWS] SARA SHEPARD: Lying Game – Und raus bist du (Lying Game 1)

SARA SHEPARD: Lying Game - Und raus bist du (Lying Game 1) „Lying Game – Und raus bist du“ … raus bist du noch lange nicht … Sara Shepard startet ihre erfolgreiche Jugendserie um Emma, ihre ermordete Zwillingsschwester Sutton und jede Menge Lügenspiele nun auch bei cbt.

Kurz vor ihrem 18. Geburtstag macht Emma via Facebook eine überraschende Entdeckung: Sie hat eine eineiige Zwillingsschwester! Doch noch bevor sie Sutton treffen kann, erhält sie die mysteriöse Nachricht, dass ihre Schwester tot ist – und sie ihre Rolle übernehmen soll. Der Beginn eines gefährlichen Lügen-Spiels: Aus Emma wird Sutton, um herauszufinden, was wirklich geschehen ist. Dabei übernimmt sie nicht nur Suttons Leben als makelloses Upperclass- Girl, die teuflischen Glamour-Freundinnen und Boyfriend Garret – sondern gerät auch in tödliche Gefahr. Denn nur der Mörder weiß, dass Emma nicht Sutton ist … (Verlagsinfo)

Broschiert, 320 Seiten
Originaltitel: The Lying Game

Der Verlag bietet unter dieser Adresse eine Leseprobe an.

Unsere Rezension zum Roman findet ihr HIER.

Lying Game:
Band 1: „Und raus bist du
Band 2: „Never Have I Ever“ (noch ohne dt. Titel)
Band 3: „Two Truths and a Lie“ (noch ohne dt. Titel)
Band 4: „Hide and Seek“ (31.07.2012, noch ohne dt. Titel)

Sara Shepard – Und raus bist du (Lying Game 1)

_|Lying Game|:_

Band 1: _“Und raus bist du“_
Band 2: „Never Have I Ever“ (noch ohne dt. Titel)
Band 3: „Two Truths and a Lie“ (noch ohne dt. Titel)
Band 4: „Hide and Seek“ (31.07.2012, noch ohne dt. Titel)

_Die Handlung:_

Kurz vor ihrem 18. Geburtstag macht Emma via Facebook eine überraschende Entdeckung: Sie hat eine eineiige Zwillingsschwester! Doch noch bevor sie Sutton treffen kann, erhält sie die mysteriöse Nachricht, dass ihre Schwester tot ist – und sie ihre Rolle übernehmen soll. Der Beginn eines gefährlichen Lügen-Spiels: Aus Emma wird Sutton, um herauszufinden, was wirklich geschehen ist. Dabei übernimmt sie nicht nur Suttons Leben als makelloses Upperclass-Girl, die teuflischen Glamour-Freundinnen und Boyfriend Garret – sondern gerät auch in tödliche Gefahr. Denn nur der Mörder weiß, dass Emma nicht Sutton ist … (Verlagsinfo)

_Mein Eindruck:_

Mit Lügnerinnen hats die Autorin offenbar. Nach ihren Erfolgen mit den „Pretty Little Liars“ lässt sie nun die Zwillinge Emma und Sutton ein „Lying Game“ spielen. Und dass das extrem gefährlich (und für den mit dem Buch in der Hand auch manchmal recht verwirrend) sein kann, das lernen Emma und der Leser schnell. Denn, ohne es zu wollen, gerät Emma in eine Sache hinein, mit der sie nicht gerechnet hat und auch der Leser ist schockiert und gespannt darauf, wie sich die Dinge entwickeln.

An dieser Stelle zu verraten, dass ihre Zwillingsschwester Sutton tot ist, das ist kein Spoiler, das steht schon auf dem Buchrücken, aber auch im Prolog. Wir verfolgen nämlich zusammen mit Sutton, die als eine Art Geist über Emma schwebt, die Geschichte. Das ist schon eine seltsame, aber aufregende Erfahrung und sowohl der getötete Teenager als auch der Leser haben dabei schon ein ungutes und gruseliges Gefühl. Und wenn sich Sutton noch daran erinnern könnte, wer sie denn nun umgebracht hat, dann wäre das Buch wohl auch direkt mit dem Prolog schon zu Ende gewesen und es hätte keine Folgeromane gegeben.

So aber zieht die Autorin ihre Leser vom Vorspann an schon in ihr Storykonstrukt und wirft sie zusammen mit der armen Emma, die sich eigentlich auf die Begegnung mit ihrer unerwartet in ihr Leben getretenen Schwester freut, in eine völlig neue Umgebung, in der sich alle erstmal zurechtfinden müssen. Und als wäre es nicht genug, dass Sutton tot ist, muss Emma sie nun spielen … vor allen Freunden und auch vor Suttons Familie. Hier fiebert der Leser auf der einen Seite ständig mit, dass ihr „Lying Game“ von niemandem aufgedeckt und sie bloßgestellt und womöglich dann auch ermordet wird, auf der anderen Seite möchte man, dass sie sich doch jemandem anvertraut, um wenig ein bisschen weniger Last auf der Seele zu haben. Wie wäre es mit denn mit einer ihrer Freundinnen oder mit Garrett oder mit Ethan? Aber, wem kann sie wirklich trauen? Und, wer sagt denn, dass nicht einer ihrer Freunde der Mörder ist? Bei all den Lügenspielen wäre das kein Wunder.

Die 33 Kapitel (plus Prolog und Epilog), die auf die 320 Seiten des Romans verteilt sind, fliegen nicht nur so dahin, weil sie kurz und schnell geschnitten wie eine TV-Serie sind, sie sind auch wirklich fesselnd, weil sie so flüssig und lebendig geschrieben sind. Emma zu folgen ist eine Gefühlsachterbahn, die einfach nicht anhalten will und man möchte auch nicht, dass sie anhält, weil man Emma nicht allein lassen will. Und so wird auch der Story mehr Raum gegeben als der Charakterentwicklung oder -beschreibung. Mir aber gefällt das, ich mags, wenn etwas passiert und nicht ständig nur beschrieben, sondern die Spannung hochgehalten wird wird.

Die Unterschiede zwischen Emma und Sutton sind so groß wie der Unterschied ihrer Herkunft. Und so erleben wir zwei unterschiedliche Betrachtungsweisen aus zwei unterschiedlichen Welten. Die eine kommt aus einer Folge von Pflegefamilien, die nicht die Nettesten waren, die andere hatte alles, was sie wollte und lebte den Stil einer reichen und verzogenen Göre … tja, ob ihr das den Tod brachte oder die kranken Spiele, die sie mit ihren Freundinnen gespielt hat? Das Ganze noch mit einer ordentlichen Prise Mystery und Paranoia zu würzen, ist der Autorin perfekt gelungen und unterhält unglaublich gut.

Der eine oder andere Leser könnte allerdings schnell mal die Übersicht über die ganzen Charaktere verlieren, weil die Autorin so einige davon ins Spiel bringt. Und immer mal wieder gibts Wendungen, die das Lesetempo und die Spannung hochhalten.

Und wer damit leben kann, dass eventuell nicht alle auftauchenden Fragen in diesem ersten Band der Serie beantwortet werden, sondern im Gegenteil eher noch Neue dazukommen, der bekommt ein paar fesselnde Stunden geboten, die Lust auf den nächsten Band machen.

Wer sich bis dahin auf die in den USA erfolgreich gelaufene erste Staffel der TV-Umsetzung des Romans stürzen möchte, der wird sich wundern. Hier sind nämlich beide Schwestern am Leben und suchen nach ihrer leiblichen Mutter! Eine unheimliche Bedrohung, jede Menge verdächtige Geheimnisse, Lügner und Lügenspiele gibts aber auch hier. Wer offen genug für die Unterschiede ist, der wird auch hierbei viel Spaß haben.

_Die Autorin_

Sara Shepard hat an der New York University studiert und am Brooklyn College ihren Magisterabschluss im Fach Kreatives Schreiben gemacht. Sie wuchs in einem Vorort von Philadelphia auf, wo sie auch heute lebt. Ihre Zeit dort hat die „Pretty Little Liars“-Serie inspiriert, die in 22 Länder verkauft wurde und die, ebenso wie ihre neue Reihe „The Lying Game“, zum New-York-Times-Bestseller wurde. Inzwischen werden „Pretty Little Liars“ und „The Lying Game“ mit großem Erfolg als TV-Serien bei ABC ausgestrahlt. (Verlagsinfo)

_Mein Fazit:_

Ein Lügenspiel größer als das Nächste, eine ermordete Zwillingsschwester, ein Haufen Verdächtiger und ständige Paranoia sind nur einige der Zutaten, die „Lying Game – Und raus bist du“ zu einem Pageturner nicht nur für Teenager machen.

Bleibt zu hoffen, dass der Verlag auch die Folgebände veröffentlicht, damit die Neugier des Lesers befriedigt wird.

|Broschiert: 320 Seiten
Originaltitel: The Lying Game 1
ISBN-13: 978-3570308004|
[www.randomhouse.de/cbt]http://www.randomhouse.de/cbt/index.jsp

John Sinclair – Das Ölmonster (Folge 72)

_Die Handlung:_

Alarm in der saudi-arabischen Botschaft in London! Menschen verwandeln sich in blutrünstige Bestien und fallen über die Botschaftsangehörigen her. Doch dies ist nur der Anfang, denn aus dem Wüstensand nahe Riad erhebt sich ein Heer von Untoten, um die Menschheit für ihr Vergehen an der Natur zu bestrafen. Können Geisterjäger John Sinclair und sein Kollege Suko die Apokalypse aufhalten? (Verlagsinfo)

_Mein Eindruck:_

Dieses Gruselabenteuer ist die Hörspielumsetzung des Heftromans mit der Nummer 215, der erstmalig im Jahr 1982 an den Kiosken zu kaufen war. Somit haben die Produzenten einen „Heftsprung“ von acht Romanen nach vorn gemacht.

Es geht in dieser Geschichte zwar um einen Dämon, El-Chadd, aber um einen, der einen Öko-Touch hat. Ist doch sein Hauptanliegen, die Erde vor der Ausbeutung durch den Menschen zu schützen. Und dass grad richtig tief und viel gebohrt wird, das passt ihm gar nicht. Und so gibts eigentich auch nicht nur ein Ölmonster, wie der Titel verheißt, sondern El-Chadd schickt eine ganze Menge schleimig, glitschige Gegner los, gegen die sich der Geisterjäger wehren muss. Ölmonster-Zombies sozusagen. Und das wars eigentlich auch schon, was die Handlung anbetrifft.

Wir erleben eine soundtechnisch prima umgesetzte Massenpanik in einem Hotel und lernen, dass Johns Gemme Ölmonster zum Platzen bringen kann, Sukos Dämonenpeitsche und auch Silberkugeln sind diesmal keine besonders hilfreiche Wahl. Der abschließende Show-down im Einkaufszentrum ist dann aber leider weniger dramatisch und packend, als die Musik es im Hintergrund gern vermitteln möchte.

Und dann gibts noch einen vorgeschobenen Drei-???-Abschlusslacher zwischen John und Suko, bei dem der Hörer auch grinsen muss … mehr, als er sich vielleicht vorher im Geisterbahnschauder gegruselt hat.

|Die Sprecher|

Da es hier so einige Arabisch sprechende Rollen zu besetzen gab, hat der Verlag sich entschlossen, dies nicht ausschließlich mit Deutschen zu tun, die einen (doch oftmals) schlechten oder in diesem Fall von Kai-Henrik Möller als Djamal Faruk überhaupt keinen Akzent auflegen. Laut Sprecherliste hat man für die Folge auf Sprecher zurückgegriffen, die ihre Wurzeln zumindest dem Namen nach nicht in Deutschland haben. Das tut der Authentizität der jeweiligen Rolle sehr gut.

Die Erzählerin führt mit gewohnt verrucht-rauchiger Liebes-Roman-Stimme durchs Programm und macht recht früh ihren ersten Aussprachefehler: Der Name „Liam“ (leitet sich von „William“ ab) wird nicht „Leiem“ ausgesprochen, sondern „Li-äm“. Aber, auch John Sinclair höchst persönlich und sein Chef sprechen den Namen falsch aus. Dann wirds wohl eine Regieanweisung gewesen sein.

Ansonsten sorgt das Sprecherensemble für ein lebendiges Glitschmonster-Kopfkino, das von reichlich Effekten und dramatischer Musik unterstützt wird.

|Die Sprecher und ihre Rollen:|

Erzählerin – Alexandra Lange-Behr
Erzähler (Intro) – Ronald Nitschke
John Sinclair – Frank Glaubrecht
Suko – Martin May
Djamal Faruk – Kai-Henrik Möller
Iskandar Chalid – Karim Chamlali
Liam Farell – Frank Jordan
Halim – Imtiaz ul-Haque
Raimond Jones – Erik Schäffler
Sir James Powell – Karlheinz Tafel
Page – Tim Kreuer
Ishaq – Frank Gustavus
Glenda Perkins – Ilya Welter

sowie: Romanus Fuhrmann, Shristian Gaul, Silke Haupt, Jürgen Holdorf, Hussein Saad und Chadi Soueidan

|Technik-Credits:|

Hörspielskript und Regie: Dennis Ehrhardt
Sounddesign, Schnitt und Mischung: ear2brain productions
Musik: Andreas Meyer
Gitarren im John-Sinclair-Theme: Jan Frederik
Produktion: Marc Sieper (Lübbe Audio)

|Die Ausstattung:|

Die komplett schwarze CD steckt in einem Jewel-Case. Das Booklet-Faltblatt enthält eine Liste der bereits veröffentlichten Folgen der „2000er“-Serie und der „Classic“-Serie. Zusätzlich werden noch die Sprecher und ihre Rollen aufgeführt sowie die Technik-Credits.

_Mein Fazit:_

Zwar kämpft der Geisterjäger diesmal mit seiner Gemme gegen einen echten Dämon, der aber lässt sich recht einfach besiegen. Ölmonster statt Zombies, Öko-Grusel statt Horror. Eine durchschnittliche Folge, die dennoch phasenweise durch gutes Sounddesign und dramatische Musik Akzente setzen kann.

|Audio-CD
Spieldauer: 54 Min.
Tracks: 10
ISBN-13: 978-3-7857-4551-9|
[www.luebbe-audio.de]http://www.luebbe-audio.de

[NEWS] MEG GARDINER: Die Buße (Jo Beckett 3)

MEG GARDINER: Die Buße (Jo Beckett 3) War ihr Tod „Die Buße“ für etwas, das die Sängerin Tasia getan hat? Meg Gardiner lässt es die forensische Psychiaterin Jo Beckett nun auch im Taschenbuchformat bei Heyne aufklären.

Es sollte ihr großes Comeback werden. Tausende von Fans feiern Tasia McFarland, als sie, von einer Kugel tödlich getroffen, auf der Bühne zusammenbricht. Ein Unfall? Mord? Selbstmord? Jo Beckett nimmt die Ermittlungen auf. Fieberhaft rekonstruiert sie die letzten Stunden der Toten und stößt bald auf die entscheidende Spur: einen Songtext, in dem Tasia McFarland ihren Tod vorwegzunehmen scheint. (Verlagsinfo)

Broschiert, 512 Seiten
Originaltitel: The Liar’s Lullaby

Der Verlag bietet unter dieser Adresse eine Leseprobe an.

Jo Beckett:
01 „Die Beichte“
02 „Die Strafe“
03 „Die Buße

Brian Greene – Die verborgene Wirklichkeit – Paralleluniversen und die Gesetze des Kosmos

Worum gehts?

Universum – dieser Begriff bezeichnet nicht nur den Weltraum, sondern umfasst die Gesamtheit aller Dinge in unserer Welt. Doch was wäre, wenn das Universum doch nicht die gesamte Welt darstellen würde? Wenn es zwei, drei, ja unendlich viele Universen gäbe? Dass die Idee des Multiversums, also mehrerer möglicher Universen, nicht nur Stoff für Science-Fiction-Romane ist, sondern ein wichtiges Forschungsfeld der Physik, das unseren Blick auf die Welt und unser Verständnis der Wirklichkeit verändert, zeigt Brian Greene in seinem neuesten Bestseller.
(Verlagsinfo)

Mein Eindruck:

„Der mit Abstand beste Erklärer komplexer Konzepte in unserer Welt“ (Washington Post) ist zurück und schickt sich an, allen Interessierten etwas über Paralleluniversen zu erzählen. Ja, Mehrzahl, denn in den elf Kapiteln des Buches widmet sich der Autor gleich einer ganzen Reihe von Denkansätzen und Multiversen, auch wenn bislang durch kein Experiment die Existenz auch nur eines einzigen weiteren Universums erwiesen werden konnte … es deutet halt alles nur darauf hin. So erfahren wir Näheres zum Patchwork-Multiversum, dem Inflations-Multiversum, dem Quanten-Multiversum und noch einigen weiteren parallelen Wirklichkeiten, die alle ein eigenes Kapitel bekommen.

Vom Leser dieses Buches werden keine Fachkenntnisse in den Bereichen Mathematik oder Physik verlangt, so der Autor, auch wenn er in diesem Buch keine Grundlagenkapitel zu den einzelnen Bereichen mehr anbietet, wie er das in seinen vergangen Büchern gern getan hat. Vielmehr hat er sich bemüht, alles so anschaulich wie möglich zu beschreiben und mit „Metaphern, Analogien und eingestreuten historischen Episoden“ zu erklären. Dennoch bietet er hier sowohl für den Laien als auch für Fortgeschrittene etwas an und, je nachdem zu welchem Lager man gehört, bekommt man vom Autor eine Kurzzusammenfassung gegen Ende des Kapitels und kann den komplizierteren Teil überspringen, der sich zwar an die Fortgeschrittenen, aber ausdrücklich auch an Laien mit Durchhaltevermögen wendet. Oder man überspringt den Block, der zu trivial erscheint, weil man sich auskennt. In den 40 Seiten Anmerkungen, die das Buch abschließen, können dann Interessierte mit physikalischem und mathematischem Vorwissen Erklärungen finden, mit denen der Neueinsteiger wenig bis gar nichts anzufangen weiß.

Einzig die Bereitschaft, das eigene „bequeme“ Denken aufzugeben und offen für Neues und teilweise sehr Abgefahrenes zu sein, ist die Voraussetzung für beide Parteien, um ein paar Physikstunden der besonderen Art erleben zu können.

Nicht nur der interessierte Laie freut sich beim Lesen immer über Bilder, die das vermittelte Wissen anschaulicher darstellen sollen, und so hat auch Brian Greene alle paar Seiten ein paar Schwarz-Weiß-Abbildungen zu bieten. Hier sehen wird dann unter anderem Quantentunneln in der String-Landschaft, ein Schaubild der Kaluza-Klein-Theorie zu zusätzlichen Raumdimensionen, Wahrscheinlichkeitswellen, Branen und … ein Bild von Albert Einstein, auf dem er aus der Entfernung betrachtet aussieht wie Marilyn Monroe. Faszinierend, nicht nur Letzteres! Einstein selbst, seinen Relativitätstheorien und der Stringtheorie (nebst aktuellem Forschungsstand) begegnet der Leser zwangsläufig auch in diesem Buch, das lässt sich halt nie vermeiden, weils dazugehört.

Und immer wieder gibts Beispiele, die jeder verstehen kann. Die möglichen Positionen einer im Schlafzimmer nervenden Fliege, die Anzahl unterschiedlich miteinander kombinierbaren Kleidungs-Outfits, gemischte Spielkartendecks oder Rückblicke in die Vergangenheit zu Newton und anderen Wissenschaftlern, die sich interessante Fragen gestellt haben.

Und wieder landen wir am Ende bei grundlegenden Fragen, wie: Warum sind manche Dinge, wie sie sind? Gibt es vielleicht gar keine andere Möglichkeit? Gern würden einige Wissenschaftler Einsteins Behauptung darüber widerlegen können, dass das Universum gar nicht anders sein kann, als es ist … das können sie aber (noch) nicht.

Vielleicht schreibt Brian Greene ja darüber in seinem nächsten Buch …

Der Autor

Brian Greene hat in Harvard und Oxford studiert und ist seit 1996 Professor für Physik und Mathematik an der Columbia University in New York. Er zählt zu den führenden Forschern auf dem Gebiet der Superstrings, ist ein beliebter TV-Gast und weltweit begehrter Redner. Seine Bücher, darunter „Das elegante Universum“ (2000) und „Der Stoff, aus dem der Kosmos ist“ (2004), sind internationale Bestseller. (Verlagsinfo)

Mein Fazit:

Wer sich über den aktuellen Stand der verschiedenen Ideen bezüglich Paralleluniversen informieren und das Neueste zur Stringtheorie erfahren möchte, der ist hier richtig. Wer schon Fachwissen mitbringt, ist hier ebenfalls richtig, aber auch, wer die Ideen einfach nur faszinierend findet, die sich hinter den Multiversen verstecken. Für neuen Theorien gegenüber aufgeschlossene Laien und Fortgeschrittene hat Brian Greene einiges zu bieten, wobei er mit Darstellungen veranschaulicht und auch dem studierten Physiker detailliertere und nicht-triviale Erklärungen anbietet.

Beweisen oder experimentell belegen konnte noch niemand die Existenz von Parallelwelten, auch wenn einiges darauf hindeutet, dass es welche gibt. Trotz dieses Vorwissens ist der Ausflug in diese (noch) verborgene Wirklichkeit extrem unterhaltsam und überfordert auch den ambitionierten Laien nicht … wenn er ein wenig Durchhaltevermögen mitbringt und nicht gleich versucht, alle Informationen auf einmal zu verarbeiten. Es könnte passieren, dass nicht nur einem seiner parallelen Ichs dabei der Kopf explodiert.

Auch für mich gehört Brian Greene zu den besten Erklärern, wenns um komplexe Themen geht … aber in einem anderen Universum findet jemand, der genauso aussieht wie ich, das Buch total doof und unverständlich.

Gebunden: 448 Seiten
Originaltitel: The Hidden Reality: Parallel Universes and the Deep Laws of the Cosmos
Aus dem Englischen von Sebastian Vogel
ISBN 978-3-8275-0001-4
www.randomhouse.de/siedler

NEWS: ANTONIA MICHAELIS: Jenseits der Finsterbachbrücke

 ANTONIA MICHAELIS: Jenseits der Finsterbachbrücke

Antonia Michaelis  zeigt nun auch Taschenbuchkäufern, was „Jenseits der Finsterbachbrücke“ passiert. Neu bei Oetinger.

Das heilige Kloster des Erlöserordens ist ein trostloser Ort, an dem Hoffnung und Freude unbekannt sind. Die jungen Novizen sind dem brutalen Regime der Mönche ausgeliefert. Thomas Cale ist einer von ihnen. Er kann nicht sagen, wie alt er ist und wie er wirklich heißt. An sein früheres Leben kann er sich nicht wirklich erinnern. Er weiß nicht, was ihn noch alles erwarten wird, aber eines weiß er: Niemals werden sie ihn unterkriegen. Seine Zeit wird kommen, und dann wird er sich rächen …
(Verlagsinfo)

Broschiert, 349 Seiten

 

Der Autor vergibt: (3.5/5) Ihr vergebt: SchrecklichNa jaGeht soGutSuper (No Ratings Yet)