Archiv der Kategorie: Horror & Unheimliches

Christopher Fowler – Über den Dächern von London

Postviktorianischer Steampunk: An Seilen über Londons Dächer

Eigentlich will der Drehbuchautor Robert Linden nur für einen neuen Film recherchieren, doch dabei kommt er einer Geheimbande auf die Spur, die mit ihren Ritualmorden der Polizei Rätsel aufgibt. Auf den Dächern von London leben sonderbare junge Leute nach eigenen Gesetzen. Nachts fliegen sie an Nylonschnüren über die verhasste, laute Metropole.

Doch während die einen die Freiheit ihrer Schattenwelt bewahren wollen, haben die anderen der ganzen Stadt den Krieg erklärt. Robert Linden gelingt es, einen Weg in jenes dunkle Reich auf Londons Dächer zu finden. Und bald steckt er mitten in einem Bandenkrieg, wie er grausamer nicht sein könnte… (Verlagsinfo)

Dies ist Chris Fowlers erster Roman, und er machte ihn schlagartig berühmt – zumindest in der phantastischen Literatur. In so manchem Aspekt erinnert die Story an Tim Powers‘ Roman „Die Tore zu Anubis‘ Reich“, der im viktorianischen London spielt (siehe meinen Bericht). Seine folgenden Romane wie etwa „Gilde der Nacht“ oder „Runen“ erreichten nicht wieder dieses hohe Niveau.
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Clive Barker – Die Bücher des Blutes IV-VI. Horror-Storys

Das Grauen der neuen irdischen Götter

Nichts für schwache Gemüter und zart besaitete Seelen – so lautet die Warnung im ursprünglichen Vorwort von Ramsey Campbell, ebenfalls ein renommierter Horrorautor. Für seine „Bücher des Blutes“ bekam Clive Barker 1985 den |World| und den |British Fantasy Award|. Seine Schrecken sind (meist) in der realen Welt angesiedelt, im Hier und Jetzt, oft sogar mitten in der Großstadt.

Das vorliegende Buch versammelt die „Bücher des Blutes“ IV bis VI, die im Internet häufig zu überhöhten Preise angeboten werden. Neuausgaben aus den achtziger und neunziger Jahren sind längst vergriffen beziehungsweise noch nicht in Sicht.

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Peter Straub – Haus der blinden Fenster. Schauerroman

Break on through to the other side*

Ein Serienmörder versetzt die Jugendlichen der Kleinstadt Millhaven in Angst und Schrecken. Den 15-jährigen Mark Underhill, der gerade seine Mutter verloren hat, jedoch beschäftigt etwas ganz anderes: Er ist besessen von dem verfallen aussehenden und verlassenen Haus, das an die Rückseite seines eigenen Hausgrundstücks grenzt, getrennt nur durch eine hohe Mauer. Er meinte, hinter den schmutzigen Fensternscheiben ein Mädchen gesehen zu haben, und sein Freund Jimbo hat darin angeblich einen dicken Mann mit silbernen Augen gesehen. Eines Nachts brechen sie zusammen in das Gebäude ein und machen eine grausige Entdeckung.

* Meine Überschrift zitiert den Titel eines Songs von |The Doors|, ca. 1967/68.

Der Autor

Peter Straub zählt neben Stephen King, John Saul und Dean Koontz zu den herausragenden amerikanischen Horror-Autoren. Er wurde in Milwaukee, Wisconsin (wo viele deutsche Auswanderer wohnten), geboren und lebte ein Jahrzehnt lang in England und Irland. Seine Bücher sind in viele Sprachen übersetzt worden und hatten 1994 eine Weltauflage von zehn Millionen bereits weit überschritten. Heute lebt er mit seiner Frau auf einer Farm in Connecticut.

Zusammen mit Stephen King schrieb er „Der Talisman“ und dessen Fortsetzung „Das schwarze Haus“. Seine eigenen Romane sind ebenfalls – meistens – bei |Heyne| erschienen:

Schattenland
Geisterstunde
Das geheimnisvolle Mädchen / Julia / Die fremde Frau
Der Hauch des Drachen
Wenn du wüsstest
Koko und die Fortsetzung „Der Schlund“ (Romane mit Tim Underhill)
Mystery
Reise in die Nacht / [Hellfire-Club]http://www.buchwurm.info/book/anzeigen.php?id__book=1110 (später umbenannt)
Mister X / Schattenbrüder (später umbenannt)
[Schattenstimmen]http://www.buchwurm.info/book/anzeigen.php?id__book=3090
[Esswood House]http://www.buchwurm.info/book/anzeigen.php?id__book=1603

Die Storysammlungen „Haus ohne Türen“ und „Magic Terror“ sind ebenfalls sehr zu empfehlen.

Handlung

Als der Schriftsteller Tim Underhill, den wir schon von Straubs Romanen „Koko“ und „Der Schlund“ sowie aus diversen Erzählungen kennen, einen Anruf von seinem Bruder Philip bekommt, fliegt er sofort nach Millhaven, das irgendwo im Hinterland von Chicago in Wisconsin liegen muss. Philips Frau ist gestorben, heißt es, und die Beerdigung ist schon am nächsten Tag. Doch Philip ist ein aufgeblasener Wichtigtuer, ein richtiges Arschloch: der stellvertretende Schuldirektor der Quincy-Schule. Und so braucht Tim eine Weile, bis er herausbekommt, dass Nancy sich umgebracht hat. Ebenfalls eine Tatsache, die Philip auf die Palme bringt, weil er sie als Verrat an sich empfindet. Wie sich sein Sohn Mark dabei fühlt, ist ihm völlig schnuppe. Er ist ein ausgemachter Idiot.

Dafür wendet sich nun Tims Interesse umso stärker Mark zu, dem fünfzehnjährigen Halbwüchsigen, der ihm schon ein paar witzige E-Mails schickt hat. Er war es, der seine Mutter tot in der Badewanne gefunden hat – ein schreckliches Ereignis, das ihn aber zunächst nicht aus der Bahn zu werfen scheint. Er hängt mit seinem besten Freund Jim herum und fährt mit ihm Skateboard. Dass in Millhaven ein Serienmörder umgeht, der es auf Jungen zwischen 14 und 16 abgesehen hat, scheint ihn nicht sehr zu berühren. Es herrscht eben Ausgangssperre ab 22:00 Uhr, na und?

Kaum ist Tim Underhill nach der Beerdigung wieder abgeflogen – er hat Mark nach New York City eingeladen -, da erhält er nach einer Woche schon wieder einen Anruf von Philip. Mark wird vermisst. In den Verhören, denen er Marks engsten Freund Jimbo unterzieht, stellt sich heraus, dass Mark von einem bestimmten Haus in der Nachbarschaft geradezu besessen war. Das ist seltsam, denn er und Jim hatten dieses Haus nie zuvor bei ihrem Skaten bemerkt, dabei befindet es sich direkt hinter Marks eigenem.

Die Fenster sind schmutzig, die Veranda verfallen, die Fassade ist angekokelt, als habe es gebrannt. Aber der Rasen ist gemäht, was dem verlassenen Eindruck widerspricht. Bei ihren Erkundungsmissionen erspähen Mark und Jimbo erst einen großen Mann in schwarzem Mantel, dann ein Mädchen. Mark hält es nicht aus und bricht kurzerhand ein. In einem Versteck findet er ein Fotoalbum, das den Cousin seiner Mutter in jungen Jahren zeigt: Damals war Joseph Kalendar noch nicht der Serienkiller, der seine Frau, seine Tochter Lily und unzählige junge Frauen umbrachte, bevor man ihn 1980 schnappte. 1985 wurde er von einem Mithäftling getötet. Und dreimal darf man fragen, wo Kalendar, Marks Großonkel, seine Opfer tötete und quälte – genau in diesem Haus.

Als Tim Underhill mit Hilfe der Polizei und eines befreundeten Hackers nach Joseph Kalendar und Mark Underhill sucht, stößt er nicht nur auf eine lange verborgen gehaltene Unterwelt, die das wohlanständige Millhaven Lügen straft, sondern auch auf den Serienkiller, der gerade jetzt das Städtchen in Furcht und Schrecken versetzt.

Mein Eindruck

Zuerst dachte ich, dass Peter Straub schon wieder eine seiner ältesten Geschichten auf neue Weise erzählt. In „Der Talisman“ und „Das schwarze Haus“ muss ein Junge, der später nochmals das Gleiche durchmacht, durch ein Haus, das als Pforte dient, in die schreckliche Anderswelt reisen, um seine Mutter – oder andere Lieben – zu retten. Diese Anderswelt wird von schrecklichen Mächten beherrscht, die alles unternehmen, um den Erfolg dieser Mission zu vereiteln.

„Haus der blinden Fenster“ ist im Ansatz so ähnlich, aber zunächst keineswegs Fantasy, sondern purer Thriller, mit Anklängen an Horror. Der Kern, um den sich alles dreht, ist natürlich das titelgebende Haus, in dem nicht nur die finsteren Geheimnisse der Vergangenheit versteckt sind, sondern in dem sich auch eine Pforte in eine andere Dimension öffnet. Mark entdeckt die Geheimnisse nicht nur seiner eigenen Familie – dass nämlich seine Mutter eine Kalendar war und der Massenmörder ihr Cousin, vor dem sie Mark beschützen wollte -, sondern auch die finstere Unterwelt seiner Heimat Millhaven, quasi ihre Nachtseite. Das Symbol dafür ist der „Schattenmann“.

Ein CSI-Thriller

Da gab es einen Psychopathen, den man als solchen in seiner Straße kannte. Der alte Homosexuelle Omar Hillyard kann Tim Underhill dazu eine packende Story erzählen. Und da gibt es – makabre Wiederholung der Ereignisse – jetzt schon wieder einen Psychotiker, nur dass dieser nicht Frauen, sondern Jungs verfolgt und brutal ermordet. Hat sich der Unbekannte etwa Joseph Kalendar zum Vorbild erkoren? Folgt man Tim Underhills privaten Ermittlungen, so wird daraus ein richtig guter Thriller. Leider werden seine Bemühungen a) durch den bornierten Philip abgeschmettert und b) durch die unfähige Polizei ignoriert (außer dann, als Underhill handfeste Beweise liefert). Die ach so braven Bürger Millhavens scheinen unfähig, sich gegen eine Bedrohung aus ihrer Mitte zur Wehr zu setzen.

Ein Akte-X-Thriller

Auch Tims Neffe Mark ist quasi ein Privatschnüffler, allerdings befindet er sich in einer Akte-X-Handlung statt in der von „CSI“. Der Tod seiner Mutter und ein Aha-Erlebnis haben ihn besessen gemacht, das Geheimnis des verfallenen Hauses herauszufinden. Es ist, wie er entdeckt, nicht nur der Ort gewesen, wo Menschen gefoltert und gefangen gehalten wurden, sie wurden auch beobachtet – die Wände sind doppelt gezogen und von Geheimtreppen und -türen durchzogen. Kalendar war offenbar auch ein fähiger Schreiner.

Lost boy meets lost girl

Der eigentliche Grund für Marks Besuche in Haus Nr. 3323 ist allerdings – wen wundert’s? – ein Mädchen, vielmehr eine junge Frau von 19 Jahren, die sich Lucy Cleveland nennt. Früher war sie vielleicht mal Lily Kalendar, die kleine Tochter von Joseph, die einmal vor ihm geflohen war, aber dann wieder eingefangen wurde. Sie nennt den anderen Bewohner des Hauses den „Schattenmann“, und vor ihm will sie Mark retten. Der Haken bei der Sache ist jedoch, dass Lucy in einer anderen Dimension lebt. Jimbo beispielsweise kann Lucy nicht sehen, Mark hingegen schon. Um mit ihr zusammensein zu können, muss Mark die hiesige Dimension verlassen – eine schwierige Entscheidung zunächst, aber sobald er sich verliebt hat, nicht mehr.

Haben wir also wieder mal eine andere alte Story von Mister Straub zu ertragen – boy meets girl? Teils ja, teils nein. Denn Lucy Cleveland ist wieder einmal eine jener geisterhaften jungen Frauen, die Straub in „Das geheimnisvolle Mädchen“, „Julia“, „Die fremde Frau“ und „Wenn du wüsstest“ porträtiert hat, also vor langer Zeit (siehe die Daten auf Straubs Website peterstraub.net). Doch die Kommunikation mit unserer Dimension ist inzwischen viel einfacher geworden, schließlich gibt es das Internet. Das hebt diesen Handlungsstrang in die Sphäre des Cyberspace, den William Gibson schon 1983 bekannt gemacht hat (er wurde von einem anderen Autor erfunden). Deshalb ist das Auftauchen einer Website namens lostboylostgirl.org absolut folgerichtig. Tim Underhill wird im Stil der Zeit getröstet.

Fallstricke: der Erzählstil

Womit die meisten Leser ein Problem haben dürften, ist der extravagante Erzählstil des Autors. Der hat nun mal Philosophie studiert und kennt die großen Literaten aus dem Effeff, daher fällt es ihm leicht, eine Geschichte etwas anders und weitaus anspruchsvoller als seine Kollegen von der Paperback-Horror-Fraktion zu gestalten. Mit scheint, die Geschichte, die keineswegs linear erzählt wird, hat die Struktur einer Spirale.

Damit folgt sie nicht dem Pfeil der Zeit, der nur in eine Richtung zeigt, sondern der Arbeitsweise der Erinnerung, die sich oft in Kreisen strukturiert. Wenn die Kreisbewegung nicht an den Ausgangspunkt zurückführt, sondern darüber hinausweist, ergibt sich eine Spirale. Das hat mehrere Konsequenzen. Die gleichen Ereignisse werden von mehreren Personen auf unterschiedliche Weise betrachtet und folglich anders beleuchtet und gedeutet. Ob sich daraus andere Aktionen ergeben, ist noch dahingestellt. Aber für den Leser ist es etwas verwirrend und nervig, häufig von den gleichen Geschehnissen lesen zu müssen. Es ist ein doppelter Erkenntnisprozess: der von Mark, der zuerst das Haus und die Grenze erkundet, und dann von Tim, der ihm auf seinen Spuren folgt. Leider bedeutet dies, dass ständig die Perspektive wechselt: Mark, Tim und Jimbo. Geübte Leser kommen aber damit zurecht, schätze ich.

Und an einer Stelle wissen wir genau, was hinter der Badezimmertür auf Mark wartet, werden aber kurz davor abgehalten, weiterzugehen. Das baut Spannung auf. Als Mark dann durch die Tür tritt und seine tote Mutter findet, ist dies schon fast nicht mehr so schlimm – für uns, nicht für ihn. Eine weitere Manipulation der normalen Zeit-Wahrnehmung tritt ein, als Tim eine E-Mail erhält, die zwei Tage nach Marks Verschwinden abgeschickt wurde. Und durch Fernzugriff – eine zusätzliche Aufhebung der räumlichen Distanz – kann Tim in seinem Mail-Postfach feststellen, was Mark geschickt hat.

Die Aufhebung der Grenzen von Raum und Zeit ist das Merkmal eines geübten und kunstfertigen Schriftstellers. Dennoch schreibt er seine Story in absolut einfachen und allgemein verständlichen Worten, so dass keiner über sprachliche Probleme klagen kann. Die Probleme tauchen erst auf, wenn man versucht, das Erzählte richtig einzusortieren, denn das Gehirn will unbedingt alles in eine chronologische Reihenfolge bringen. Dieser Versuch ist wegen der begrenzten Merkfähigkeit des Gehirns zum Scheitern verurteilt, es sei denn, man macht sich Notizen und bringt diese in entsprechende Ordnung. Eine Hilfe sind immerhin die datierten Tagebucheinträge Underhills.

Der rote Himmel

Der Himmel über der Dimension der Anderswelt, in der Lucy Cleveland lebt, ist nicht blau, sondern rot. Dass dies so sein muss, wusste Tims Vater oder einer von dessen Saufkumpanen ganz genau. Tim erscheint es daher nur plausibel, dass Mark das seinem Freund so erzählt hat. „Red skies over paradise“ – so hieß ein Song der Popgruppe |Fischer-Z|. Es ist auch der Titel des vierten Teils von „Haus der blinden Fenster“. Zufall oder Notwendigkeit?

Der Leser fragt sich am Schluss, als der Garten des unheimlichen Hauses umgegraben wird: Ist Mark wirklich tot oder in eine andere Dimension gewechselt? Diese Frage will sich Tim, will sich Marks Vater nicht stellen. Und letzten Endes erweist sie sich als unwichtig. Folglich wird sie auch nicht beantwortet. Der Leser muss seine eigenen Schlüsse ziehen.

Unterm Strich

„Haus der blinden Fenster“ ist sowohl ein Roman für Jungs von fünfzehn, die erwachsen werden (wollen bzw. sollen) als auch für Erwachsene. Obwohl die Sprache, in der die Story erzählt wird, einfach genug ist, hat jeder Leser so seine Probleme, dem Verlauf der Geschehnisse zu folgen. Die Erzählstruktur folgen den Ereignissen nicht chronologisch, sondern hebt, wie in der Erinnerung, die Grenzen von Raum und Zeit auf. Doch keine Angst: Straub ist noch meilenweit von James Joyce entfernt (was nicht heißen soll, dass Straub nicht dazu fähig wäre, einen zweiten „Ulysses“ zu schreiben – aber wer wollte das schon tun?).

Diesmal rettet der jugendliche Held nicht seine Mutter – dafür ist es bereits zu spät. Er rettet sich selbst vor dem „Schattenmann“ und wohl auch ein Mädchen, das unter diesem Finsterling zu leiden hatte. So entkommt – je nach Lesart – der jugendliche Held der Nachtseite jener Stadt Millhaven. Die Stadt sollte ihm eigentlich in ihrer Wohlanständigkeit Schutz und Unterstützung bieten, hat aber letzten Endes nur zwei Serienkiller hervorgebracht, die wie Wölfe unter Schafen wüteten. Der Durchbruch in die andere Dimension – ist das die Flucht in ein Paradies des Cyberspace, der Virtualität? Bedeutet dies Eskapismus oder Hoffnung für unsere Generation und unsere Kinder? Die Antworten sind im Buch versteckt, man muss sie – jeder für sich – selbst finden. Sie werden nicht auf dem Silbertablett serviert. Das unterscheidet einen Künstler wie Straub von den Groschenheftautoren.

Originaltitel: Lost boy lost girl, 2003
Aus dem US-Englischen übersetzt von Uschi Gnade
320 Seiten
ISBN-13: 9783453430006

www.heyne.de

Der Autor vergibt: (4.5/5) Ihr vergebt: SchrecklichNa jaGeht soGutSuper (No Ratings Yet)

Garry Kilworth – Hexenwasser

Wasserhexen und die Springflut

Essex, 1952 und 1953. Der elfjährige Junge Titch verbringt seine Sommerferien bei den Großeltern auf dem Land. Mit seinen drei Freunden durchstreift er die Sümpfe von Essex; er verstrickt sich in Phantasieschlachten und die Suche nach der mysteriösen Wasserhexe, die in einem weißen Häuschen oder dessen Gartenteich haust.

Weil plötzlich einer der Spielkameraden tödlich verunglückt, verflüchtigt sich die verzauberte Idylle. Die Freunde erweisen sich als grausam; die Harmonie zwischen den Großeltern zerreißt wie ein trügerisches Gespenst. Als eine Flutwelle den bukolischen Landstrich überschwemmt, verwandeln sich Titchs kindliche Nachtmahre in die reale Furcht vor der Welt und den Menschen… (erweiterte Verlagsinfo)
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Kim Newman – Das Quorum

Teufelspakt mit dem Medientycoon

1978. Mark Amphlett, Michael Dixon und Mickey Yeo sind jung und ehrgeizig. Und sie bekommen ein unwiderstehliches Angebot: Der Medientycoon Derek Leech bietet ihnen Ruhm, Glamour und Reichtum. Natürlich nicht umsonst. Denn alles hat seinen Preis, und Leechs Preis heißt Qual. Und es ist klar, wer ihn zahlen soll: Neil Martin, der keine Ahnung hat, welchen Handel seine Freunde hinter seinem Rücken abschließen. Doch diese wissen schon, was sie ihm bereiten werden – die Hölle auf Erden. (Verlagsinfo)

Der Autor
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Bryan Smith – Verkommen

Monster aus der Stadt bei den Teufeln vom Lande

Jessica möchte einen günstigen Gebrauchtwagen kaufen. Als sie mit dem Besitzer alleine in dessen Wohnung ist, fällt er über sie her und vergewaltigt sie. Jessica will nur noch eines: Rache. Deshalb entführt sie den Mistkerl in die einsame Wildnis. Sie will ihn erschießen, er soll sterben.

Aber die beiden befinden sich an einem bösen Ort. Die inzüchtigen Einwohner des Städtchens Hopkins Bend hüten seit Generationen ein grauenvolles Geheimnis – und Jessica kommt ihnen für ihre perversen Spiele gerade recht. (Verlagsinfo)

Der Autor

Bryan Smith lebt in Murfreesboro, Tennesee/USA. Er schreibt mit einer explosiven Kraft. In Rekordzeit hat er sich an die Seite von Richard Laymon, Edward Lee und Jack Ketchum gekämpft, in die Riege der Kultautoren brutaler Thriller. Mehr Info: http://thehorrorofbryansmith.blogspot.de/(Verlagsinfo)

Weitere Werke bei Festa:

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Clive Barker – Das sechste Buch des Blutes. Horror-Erzählungen

Der Tod ist auch nicht mehr, was er mal war

„Mit diesen fünf Erzählungen setzt Clive Barker den Schlussstein zu seiner Anthologie des Grauens. Wieder schafft er eine Gegenwelt, die nur vordergründig aus Zombies, Geistern und Ungeheuern besteht, eine Welt, in der die Grenzen des Vorstellbaren aufgehoben sind und alle verborgenen Ängste, Begierden und Phantasien des Monsters Gestalt annehmen.“ (Verlagsinfo)

1. Das Leben des Todes
2. Wie Schänder bluten
3. Festungsdämmerung
4. Die letzte Illusion
5. Das Buch des Blutes (Postskriptum) Auf der Jerusalem Street

Der Autor

Clive Barker, 1952 in Liverpool geboren, ist der Autor von bislang 18 Büchern, darunter die sechs „Bücher des Blutes“. Sein erstes Buch für Kinder trägt den Titel „The Thief of Always“ (Das Haus der verschwundenen Jahre). Er ist darüber hinaus ein bekannter bildender Künstler, Filmproduzent und -regisseur („Hellraiser 1“) sowie Computerspiel-Designer. Er lebt in Beverly Hills, Kalifornien, mit seinem Lebenspartner, dem Fotografen David Armstrong, und ihrer Tochter Nicole.
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Clive Barker – Das fünfte Buch des Blutes. Horror-Erzählungen

Das Grauen irdischer Götter

Im „Fünften Buch des Blutes“ treten irdische Götter auf, die Verkörperungen von Ideen und Prinzipien sind, wie etwa dem der Sünde. Mit seinen sechs „Büchern des Blutes“ hat der britische Superstar des Horrors, Clive Barker, moderne Klassiker des Unheimlichen geschaffen. Am besten bekannt bei uns ist er für seine „Hellraiser“-Filme. Einige der Erzählungen aus den „Büchern des Blutes“ wurden ebenfalls verfilmt.

Die in diesem Band enthaltenen Erzählungen sind:

1. Das Verbotene
2. Die Madonna
3. Babels Kinder
4. Leibhaftig

Der Autor
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Clive Barker – Das vierte Buch des Blutes. Horror-Erzählungen

Der Aufstand der Hände

Mit seinen sechs „Büchern des Blutes“ hat der britische Shootingstar des Horrors, Clive Barker, moderne Klassiker des Unheimlichen geschaffen. Am besten bekannt ist er bei uns für seine „Hellraiser“-Filme. Die im Virten Buch des Blutes veröffentlichte Erzählung „Das Leibregime“ wurde ebenfalls verfilmt.

1. Das Leibregime
2. Das nichtmenschliche Stadium
3. Das Zeitalter der Begierde
4. Offenbarungen
5. Erscheine Satan!

Der Autor

Clive Barker, 1952 in Liverpool geboren, ist der Autor von bislang 18 Büchern, darunter die sechs „Bücher des Blutes“. Sein erstes Buch für Kinder trägt den Titel „The Thief of Always“ (Das Haus der verschwundenen Jahre). Er ist darüber hinaus ein bekannter bildender Künstler, Filmproduzent und -regisseur („Hellraiser 1“) sowie Computerspiel-Designer. Er lebt in Beverly Hills, Kalifornien, mit seinem Lebenspartner, dem Fotografen David Armstrong, und ihrer Tochter Nicole.
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Guy Burt – The Hole. Der Roman zum Film

Verrückter Student als „Herr der Fliegen“?!

„Hinein treibt sie die Neugier. Hinaus führt sie der Tod.“ Fünf Teenager wagen ein Experiment: Sie lassen sich drei Tage in einem abgelegenen Keller der Schule einsperren, aus dem es kein Entkommen gibt. … Doch als die drei Tage um sind, tauch Martyn nicht auf – und niemand weiß etwas von dem Experiment… (Verlagsinfo)

Wenn vier (oder fünf?) junge Menschen in einem Bunker (Romanversion: im Keller) eingesperrt sind und dort ausflippen, wird daraus schon ein „Kultbuch“? Behauptet jedenfalls der Verlag. Richtig ist jedenfalls, dass es zahlreiche Unterschiede zwischen dem Buch und der Verfilmung gibt. Mal sehen, was dabei besser abschneidet. Und ob man sich für diese Geschichte überhaupt interessieren sollte.
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Clive Barker – Hellraiser. Ungekürzte, illustrierte Ausgabe

Die Lehren des Schmerzes und der Lust

Mit Hilfe einer chinesischen Puzzle-Box ruft Globetrotter und Glücksritter Frank Cotton die Zenobiten herbei, Dämonen aus der Anderswelt. Sie versprechen ihm das, was er am meisten begehrt: sinnliche Lust und Freuden des Fleisches, wie sie noch kein lebender Mensch erfahren hat.

Doch die Grenzen zwischen Lust und Schmerz sind fließend, und Frank sieht sich betrogen, gefangen in der Zenobiten-Hölle. Um in seine eigene Welt zurückzukehren, braucht er Julia, die Frau seines Bruders. Und Blut. Viel Blut…

Der Autor

Clive Barker, 1952 in Liverpool geboren, ist der Autor von bislang 18 Büchern, darunter die sechs „Bücher des Blutes“. Sein erstes Buch für Kinder trägt den Titel „The Thief of Always“ (Das Haus der verschwundenen Jahre). Er ist darüber hinaus ein bekannter bildender Künstler, Filmproduzent und -regisseur („Hellraiser 1“) sowie Computerspiel-Designer. Er lebt in Beverly Hills, Kalifornien, mit seinem Lebenspartner, dem Fotografen David Armstrong, und ihrer Tochter Nicole.

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Clive Barker – Das dritte Buch des Blutes. Horror-Erzählungen

Dämonen und Verdammte – preisgekönter Horror

Mit seinen sechs „Büchern des Blutes“ hat der neue britische Shootingstar des Horrors, Clive Barker, moderne Klassiker des Unheimlichen geschaffen. Am besten bekannt bei uns ist er für seine „Hellraiser“-Filme. Waren die ersten beiden Bände erstklassiger Stoff, so fällt im dritten Buch sowohl das Niveau der Einfälle als auch die Spannung in der fünf Erzählungen ziemlich ab.

Auch im dritten Band seiner Serie von Horror-Erzählungen steht Clive Barker auf der Seite der Monster. Bei ihm sterben Sympathiepersonen, und das Gute wird nicht immer belohnt. Das macht ihn so ungewöhnlich. „Keine Wonne kommt der des Grauens gleich – solange es nicht das eigene ist“, schreibt der Autor.

Inhalt:

1. Rohkopf Rex
2. Bekenntnisse eines (Pornographen-) Leichentuchs
3. Der Zelluloidsohn
4. Sündenböcke
5. Menschliche Überreste

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Clive Barker – Das zweite Buch des Blutes. Horror-Erzählungen

Die furchterregende Sinnlichkeit Jacquelines

Leser mit schwachen Nerven seien gewarnt: Clive Barker ist nichts für zart besaitete Gemüter! In seinen phantastischen Geschichten beschwört er voller Wortgewalt das Grauen und geht über alles hinaus, was man sich in seinen schlimmsten Alpträumen vorgestellt hat. (Verlagsinfo) Für seine „Bücher des Blutes“ bekam Clive Barker 1985 den World- und den British Fantasy Award. Seine Schrecken sind (meist) in der realen Welt angesiedelt, im Hier und Jetzt, oft sogar mitten in der Großstadt.

Auch im zweiten Band seiner Serie von Horror-Erzählungen steht Clive Barker auf der Seite der Monster. Bei ihm sterben Sympathiepersonen, und das Gute wird nicht immer belohnt. Das macht ihn so ungewöhnlich. „Keine Wonne kommt der des Grauens gleich – solange es nicht das eigene ist“, schreibt der Autor in seiner ersten Geschichte hier.

Inhalt

1. Moloch Angst
2. Das Höllenrennen
3. Jacqueline Ess: ihr Wille, ihr Vermächtnis
4. Wüstenväter
5. Neue Morde in der Rue Morgue

Der Autor

Clive Barker, 1952 in Liverpool geboren, ist der Autor von bislang 18 Büchern, darunter die sechs „Bücher des Blutes“. Sein erstes Buch für Kinder trägt den Titel „The Thief of Always“ (Das Haus der verschwundenen Jahre). Er ist darüber hinaus ein bekannter bildender Künstler, Filmproduzent und -regisseur („Hellraiser 1“) sowie Computerspiel-Designer. Er lebt in Beverly Hills, Kalifornien, mit seinem Lebenspartner, dem Fotografen David Armstrong, und ihrer Tochter Nicole.
Clive Barker – Das zweite Buch des Blutes. Horror-Erzählungen weiterlesen

Clive Barker – Das erste Buch des Blutes. Horror-Erzählungen

Dämonen und Verdammte – preisgekönter Horror

Nichts für schwache Gemüter und zartbesaitete Seelen – so lautet die Warnung im Vorwort von Ramsey Campbell, ebenfalls einem renommierten Horrorautor. Für seine „Bücher des Blutes“ bekam Clive Barker 1985 den World- und den British Fantasy Award. Seine Schrecken sind (meist) in der realen Welt angesiedelt, im Hier und Jetzt, oft sogar mitten in der Großstadt.

Der Autor

Clive Barker, 1952 in Liverpool geboren, ist der Autor von bislang 18 Büchern, darunter die sechs „Bücher des Blutes“. Sein erstes Buch für Kinder trägt den Titel „The Thief of Always“ (Das Haus der verschwundenen Jahre). Er ist darüber hinaus ein bekannter bildender Künstler, Filmproduzent und -regisseur („Hellraiser 1“) sowie Computerspiel-Designer. Er lebt in Beverly Hills, Kalifornien, mit seinem Lebenspartner, dem Fotografen David Armstrong, und ihrer Tochter Nicole.
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Stephen King – Nachtschicht. Ein Stundenbuch des Grauens

Rasenfressende Monster

Die zwanzig Erzählungen in Nachtschicht sind Stephen Kings persönliche Auswahl vom Besten, was er je geschrieben hat: der Stoff, aus dem die Alpträume sind. Unter der Oberfläche unseres Alltags lauert der allnächtliche Wahnsinn. Nachtschicht ist ein Stundenbuch des Grauens. Stephen King blättert es auf. Seite um Seite fällt den Leser das Entsetzen an. Nachtschicht: kein Buch, um früh schlafen zu gehen! (Verlagsinfo)

Dies ist Stephen Kings erste Sammlung von Stories überhaupt – und wohl auch die wichtigste, denn sie umfasst beinahe alle Werke des Meisters, die er in seiner Anfangszeit schrieb. Das Qualitätsniveau ist leider recht unterschiedlich. 16 Geschichten waren bereits vorher in verschiedenen amerikanischen Magazinen erschienen, u.a. in Männermagazinen wie „Penthouse“ und in „The Cavalier„, die besser zahlten als Genremagazine.

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Clive Barker – Jenseits des Bösen

Gruselig, aber beliebig: für jeden Geschmack etwas

Ein diebischer Postbote stößt auf einen Geheimbund, der offenbar schon ganz Amerika unterwandert hat. Von Natur aus neugierig, will er mehr darüber herausfinden. Er bekommt mehr, als er erwartet hat…

Der Autor

Clive Barker, 1952 in Liverpool geboren, ist der Autor von bislang 18 Büchern, darunter die sechs „Bücher des Blutes“. Sein erstes Buch für Kinder trägt den Titel „The Thief of Always“ (Das Haus der verschwundenen Jahre). Er ist darüber hinaus ein bekannter bildender Künstler, Filmproduzent und -regisseur („Hellraiser 1“) sowie Computerspiel-Designer. Er lebt in Beverly Hills, Kalifornien, mit seinem Lebenspartner, dem Fotografen David Armstrong, und ihrer Tochter Nicole.
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Stephen King – Danse macabre. Die Welt des Horrors

Von der Magie des Schreckens

Der Horrormeister aus Maine vermittelt in diesem Wälzer einen wertvollen Überblick über fast alle Erscheinungsformen von Horror und Fantasy: in Film, Radio, Buch und Fernsehen. Comics hat er zwar ausgespart, kommt aber immer wieder darauf zu sprechen. Außerdem ist der betrachtete Zeitraum auf die 30 Jahre von 1950 bis 1980 begrenzt. Dennoch ist „Danse macabre“ eines der grundlegenden Sekundärwerke zur Schauerliteratur, das in keinem Regal eines ernsthaften Horrorlesers fehlen sollte.

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Stephen King – Der Sturm des Jahrhunderts. Originaldrehbuch

Katastrophen mit und ohne Horror

Stephen Kings Filmvorlage „Der Sturm des Jahrhunderts“ liest sich wie einer seiner klassischen Horrorromane. Mit dem Jahrhundertsturm bricht das Unheil über die Inselgemeinschaft vor der Küste von Maine herein. Mord, Gewalt und dämonische Kräfte zerstören nach und nach die kleine Gemeinde. (Verlagsinfo)

Dieses Buch umfasst das erste veröffentlichte Originaldrehbuch von Stephen King. Formal beachtet King alle Bedingungen des TV-Genres, und er legt eine Beherrschung etlicher wirkungsvoller Tricks an den Tag.
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Terry Goodkind – Nest. Confront True Evil (Jack Raines 1)

Racheengel vs. Kopfgeldjäger

Nachdem ihr Bruder brutal ermordet worden ist, hat Kate Bishop eine Menge Fragen an die Kripo. Warum hielt ihr Bruder in seinem Keller einen Mann in Ketten gefangen? Wer hat ihn um seine Augen beraubt? Worin bestand seine Beziehung zu der Kripo-Ermittlerin, die seine Ermordung untersucht? Könnte der Mord mit dem Tod ihres Onkels Everett vor zwei Wochen zusammenhängen?

Der rätselhafte Autor eines Buches mit dem Titel „Eine kurze Geschichte des Bösen“ nimmt mit Kate Kontakt auf und behauptet, er habe die Antworten auf ihre Fragen, Antworten, die sie mit der wahren Natur des Bösen vertraut machen würden. Er sagt, Kate verfüge über eine verborgene Gabe, ein Talent, dessentwegen sie von den menschlichen Raubtieren, die ihren Bruder auf dem Gewissen haben, zur Zielscheibe gemacht worden ist: Sie könne sie an ihren Augen erkennen…

Der Autor
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