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Redaktionsteam – Multi-Mania 10

Der Airbus MM 10 hebt mit dem Vorwort von Mikis Wesensbitter ab, der die Ferien- und Jubiläumsausgabe in neuem, modernerem Layout einläutet, dem sich wieder kleine persönliche „Offenbarungen“ des MM-Teams anschließen, gefolgt von KINO & DVD NEWS und KOLUMNEN zum Remake „The Blob“ und dem sehenswerten „Das Lächeln der Tiefseefische“, ein |Die erste Liebe ist die Liebe, die man nie vergisst, weil irgendwann alles so schön und so traurig wurde|-Film.

Die COVERSTORY beschäftigt sich mit der Kino-Sensation des Jahres „Snakes On A Plane“, |dem| diesjährigen Anwärter auf den heiß begehrten Blockbuster-Thron, in dem sich der FBI-Agent, der einen wichtigen Zeugen in einem Mordprozess in die Staaten eskortieren soll, fünfhundert todbringenden Schlangen gegenübersieht, die der mutmaßliche Mörder, in das Flugzeug geschmuggelt hat, um den Zeugen auszuschalten. Vom Plot her hört sich das eher dünn an, aber die Dreharbeiten wurden von PR-trächtigen Titelrechtskämpfen begleitet. Eine bessere Promotion konnte es nicht geben! Ob der Film das Zeug hat zu begeistern, kann ein jeder seit September selbst entscheiden.

Sven Siemens bedankt sich in „Zehnmal MULTIMANIA – Zehnmal Danke an alle“ bei allen Beteiligten, die zu dem Erfolg von Multimania beigetragen haben. Von der ersten Ausgabe, die dem Metal-Magazin LEGACY beilag, bis zur aktuellen Ausgabe 10 in neuem Layout. Er spricht auch von künftigen Plänen und verrückten Ideen, die das Redaktionsteam hat, und endet mit den Worten des französischen Dichters Victor Hugo: |“Nichts trägt im gleichen Maß wie der Traum dazu bei, die Zukunft zu gestalten. Heute Utopia, morgen Fleisch und Blut.“|

Bei den DVDs werden „The Ride of your Life“, „Gefangen“ (C.S.I.), und „Tödliche Schatten“ ausführlicher besprochen; in KINO „Superman Returns“ (ohne den man gut ausgekommen wäre), „The Fast and the Furious: Tokio Drift“, „Born to Fight“ (nur absoluten Action-Puristen zu empfehlen) und „Das Mädchen aus dem Wasser“.

Die DVD-REVIEWS sind gewohnt umfangreich (sechs Seiten) und informativ, aber hier muss ich den einzigen dicken, fetten Kritikpunkt loswerden, was das neue Layout betrifft. Die Reviews sind in derart kleiner Schriftgröße gesetzt, da macht das Lesen echt keinen Spaß mehr und ich habe mir das Gros gespart, was nicht im Sinne eines solchen Magazines ist und sicher etlichen Lesern ebenso gehen wird.

Die NEWS SERIEN berichten über „The Lost Room“ (Mini-Serie), „Witch Doctor“ (Mischung aus Medizin, Übernatürlichem und Comedy), „Stoner“ und „Outpost“ (SF-Abenteuerserie). Robert Vogel führte abschließend ein Interview mit dem |Stargate|-Erfinder Peter De Luise.

Martin Lips stellt in REVIEW PC „Paradise“ (Jäger des Dschungels) vor, zu dessen Verkaufsstart MM und dtp drei Fanpakete verlost. Darüber hinaus findet man „Undercover“ (Mystische Kriegskost) und „Sword of the Stars“ (Revolutonäre Raumschlachten) vor. Christopher Wulf outet sich als „Bad Day L.A.“-Fan, das für ihn einfach Kultstatus erreichen muss. Wer auf Zombies, die eine Stadt angreifen, steht, Terroristen, die ihr Unwesen treiben, Erdbeben und damit verbundene Verwüstungen, wird das ähnlich sehen. Der dritte Teil des PC-Rollenspieles „Gothic“ läutet den Angriff auf den Rollenspiel-Thron ein

In REVIEW KONSOLE (vier Seiten) bietet z. B. „Forbidden Sirene 2“ ein Schatzkästchen für jeden Horror-Fan.

In den NEWS HÖRSPIELE gibt es Wissenswertes über das kleine feine Hörspiel-Label „Foned“, die „Hörfabrik“, die noch junge Website „Hörgruselspiele“, „Hörplanet“ (z. B. „Genotype“), und „Hörspiele Welt“, die u. a. MACABROS anbieten, mit Simon Gosejohann als Sprecher von Björn Hellmark. Simon Goesjohann stellte unlängst „Der Monstermacher“ u. a. bei TV-Total in PRO 7 vor. Als Bücher werden die Macabros-Abenteuer neu überarbeitet und illustriert im [BLITZ-Verlag]http://www.BLITZ-Verlag.de angeboten und können dort als Serie auch abonniert werden. Olaf Brinkmann führte abschließend ein Interview mit Dan Shocker (Jürgen Grasmück), dem Autor der Macabros-Heftserie

Die REVIEWS HÖRSPIELE können sich auf drei Seiten ebenfalls sehen lassen. Ob nun „John Sinclair: Die Eisvampire“, „20.000 Meilen unter dem Meer“, „Das magische Amulett: Die schwarze Witwe, Folge 2“, „Der Fluch von Loch Ness“ …

Markus Mirschel bietet einen kleinen Einblick in die Vorschau der Literatur-Neuerscheinungen 2006-2007, Michael Strehlau führte ein Interview mit Frank Festa und die REVIEWS LITERATUR erwähnen Titel von Andreas Eschbach, Jan Off & Antje Herden und mehr. Da wünsche ich mir immer noch ein wenig mehr Infos.

Darüber hinaus hat die aktuelle Multimania natürlich auch wieder viel mehr zu bieten:
FSK O Multimania für Eltern mit Tipps, was man den Kleinen so Schönes an DVDs, CDs etc. kaufen kann; es gibt wieder eine umfangreiche Verlosung, die NEWS GAMES, HARDWARE (GP2X bringt frischen Wind in die Konsolenwelt und Gamepads), NEWS ROLLENSPIELE, NEWS MANGA & ANIME, COMICS („Hellboy“: Nazys, Monster und Pfannkuchen und „Tarot“: Ein magisch-erotisches Comic-Meisterwerk), MUSIK (u. a. über die Musikerlegende Meatloaf und dessen neues Album „Bat Out Of Hell 3“), und in der Mitte des Heftes gibt es wieder Poster

Die Ausgabe 10 kommt bis auf den einen Kritikpunkt mit einem modern-neuen Layout daher und bietet wie immer eine vollends gelungene Mischung. Da ist für |jeden| etwas dabei. Kaufen oder abonnieren!!!

Die neue Ausgabe soll laut Vorschau schon ab dem 19. Oktober erhältlich sein.

_MULTIA MANIA_
Kino/DVD/Games/Hörspiele/Rollenspiele/Anime/Comic
Einzelausgabe: 3 €
Abo (6 Hefte): 15 € (Inland)
Probeabo (3 Hefte): 6 €

_Abos und Nachbestellungen:_
Devil Inc Presseverlag
Richard-Wagner-Str. 64
66111 Saarbrücken
Fax: 0681/3907661
mailto: abo@legacy.de

_Chefredakteur:_
Sven Siemen, mailto: sven@multi-mania.net

_Redaktionsleitung / Marketing / Vertrieb:_
Alexander „eRTI“ Ertner, mailto: erti@multi-mania.net

_Lektorat:_ Diana Glöckner

_Produktionsleitung:_ Jörg Mathieu, Alexander Ertner, Sven Siemen

_Redaktionelle Mitarbeiter: _
Elina Lydia Müller (ELM), Jens Riediger (JR), Mikis Wesensbitter (MW), Ulf Imwiehe (UI), Daniel Harnoß (DH), Yazid Benfeghul (YB), Simon Dümpelmann (SD), Sebastian Hirschmann (SH), Rouven Dorn (RD), Philipp von dem Knesebeck (PVK), Michael Fangmann (MF), Björn Backes (BB), Michael Hempel (MH), Andreas Peter (AP), David Ivanov (DI), Jörg Mathieu (JM), Martin Kreischer (MK), Sven Siemen (SVS), Olaf Brinkmann (OB), Alexander Ertner (AE), Florian „Zosse“ Zastrau (ZOS), Oliver „Zappo“ Stichweh (ZAP), Martin Lips (MAL), Kai-Uwe Sander (KUS), Henri Kramer (HK), Patric Knittel (PK), Ruben Heim (RH), Björn Thorsten Jaschinski (BTJ), Julia Stichweh (JST), Jan Stetter (JS), Jan „Karli“ Schaarschmidt (Karli), Christian Bartsch (CB), Dorothea Gallien (DOG); Diana Glöckner (DG), Daniel Pereé (DP), Dennis Pelzer (DEP), Holger Bals (HB), Christian Hubert (CH), Michael Kulüke (MIK), Dorothea Gallien (DOG)

_Design:_ Jörg Mathieu, mailto: layout-devil@legacy.de

_Anzeigenleitung_
Mario Vojvoda
Tel. 0178/8745473
Fax. 0681/3907660
mailto: anzeigen@multi-mania.net

Bollhöfener, Klaus (Red.) / Havemann, Achim (Hrsg.) – phantastisch! 23

_Inhalt_

|Interviews|

Vou Valero & Thomas Harbach: Interview mit Dan Brown
Carsten Kuhr: Interview mit Eoin Colfer
Thomas Harbach: Interview mit Thomas Thiemeyer
Nicole Rensmann: Interview mit Markus Heitz

|Bücher und Autoren|

Andreas Eschbach: Ein paar Kniffe für das Überarbeiten von Texten
– Werkstattnotizen Teil 8
Christian Stiegler: Universitäre Phantastik – Streitgespräch mit einem Skeptiker
Ulrich Blode: Zehn hoch einhundert: Science Fiction von H. D. Klein
Thaddaios Apostolos Alexander: Der Mars, die Menschen und die Marsianer
Bartholomäus Figatowski: Der phantastische Horizont Mitteleuropas
– Zum Tod von Stanislaw Lem
Thomas Harbach: Trash and Treasury

|Phantastisches Update|

Phantastische Nachrichten zusammengestellt von Horst Illmer

|Rezensionen|

Ulrich Blode: Werner Illing: „Utopolis und andere phantastische Geschichten“
Horst Illmer: José Saramago: „Die Stadt der Sehenden“
Andreas Wolf: Stephen King: „Puls“
Horst Illmer: Ursula K. Le Guin: „Die wilde Gabe“
Carsten Kuhr: George R. R. Martin: „Dead Man River“
Horst Illmer: Daniel Keyes: „Blumen für Algernon“
Horst Illmer: Michael Cunningham: „Helle Tage“
Regnier Le Dyckt: M. John Harrison: „Die Centauri-Maschine“
Andreas Wolf: Dean Koontz: „Die Anbetung“
Andreas Wolf: Christian Brachthäuser: „Eine grenzenlos einsame Seele“

|Comic|

Olaf Funke: Schöne, düstere Kindheit – Courtney Crumrin

|Film|

Max Pechmann: Sadako, Asami und andere böse Frauen

|Story|

Ralph Constantin: Writer´s Cut
Ernst Vlcek: Morgen Früh wirst Du wieder geweckt … wer weiß …

|Wissenschaft|

Götz Roderer: An der Grenze

REZENSION

Auch die Ausgabe 23 der PHANTASTISCH! startet mit dem UPDATE von Horst Illmer mit Nachrichten und Neuerscheinungen. Neben Nachrufen, Neuer Sekundärliteratur, SF & Fantasy in den Medien, der Frage: Wer ist eigentlich José Saramago? (portugiesischer Autor) gibt es hier auch die Rubrik Neue (Hör-)Bücher, in der u. a. auf die von Frank W. Haubold herausgegebenen Anthologie [„Das schwerste Gewicht“,]http://www.buchwurm.info/book/anzeigen.php?id__book=2352 die im EDFC erschien, hingewiesen wird. Bei den Beiträgen, die genannt wurden, fand leider der beste ( „Vergessen sei der Wechselbalg“ des Dark-Fantasy-Autors Marc-Alastor E.-E.) keine Erwähnung.

Die REZENSIONEN bieten die gewohnte Bandbreite. Sei es „Die Stadt der Sehenden“ von José Saramago, „Die Anbetung“ von Dean Koontz oder „Die wilde Gabe“ von Ursula K. Le Guin und etliche mehr.

_Andreas Eschbach_ gibt in dem achten Teil der Werkstattnotizen Tips zum Überarbeiten von Texten.

Die INTERVIEWS lassen sich auch wieder einmal lesen.

_Dan Brown_, dessen Roman [„Sakrileg“]http://www.buchwurm.info/book/anzeigen.php?id__book=1897 inzwischen 40 Millionen mal über die Ladentische ging und mit Tom Hanks verfilmt wurde, gesteht, dass für jede Seite, die ein Leser des Romans liest, zehn im Papierkorb gelandet sind, und gibt einiges über sich preis.

Das zweite Interview wurde mit _Eoin Colfer_ geführt, der verrät, dass er sein Leben lang ein Fan der bösen Gegenspieler war. Der Autor von [„Artemis Fowl“,]http://www.buchwurm.info/book/anzeigen.php?id__book=172 erzählt einiges über seinen Protagonisten („Artemis ist wie |Stirb Langsam| mit Feen“) und sich selbst.

_[Thomas Thiemeyer]http://www.buchwurm.info/artikel/anzeigen.php?id=25 _ gesteht in seinem Interview Thomas Harbach, dass er als Leser erschreckend normal ist. Der Illustrator und Autor gibt erfrischend sympathisch Einblick in seine Arbeiten und mehr.

Nicole Rensmann befragte _[Markus Heitz,]http://www.buchwurm.info/artikel/anzeigen.php?id=56 _ dessen |PIPER-Romane| 350.000 verkaufte Exemplare vorweisen können und der auch bei anderen Verlagen erfolgreich an den Start ging. Was ihm recht gab, nach zehn Jahren Arbeit bei der Saarbrücker Zeitung in die freiberufliche Schriftstellerei abzuwandern.

Max Pechmann liefert mit „Sadako, Asami und andere böse Frauen“ einen hochinteressanten Artikel zur Charakteristik des modernen japanischen Horrorfilms ab.

Ulrich Blodes „Zehn hoch einhundert: Science Fiction von H.D. Klein“ stellt den Fotograf und Autor _Hans-Dieter Klein_ vor, der hauptberuflich als Fotograf arbeitet und mit seinem Debutroman [„Googol“]http://www.buchwurm.info/book/anzeigen.php?id__book=2250 erste Leser auf sich aufmerksam machte.

Thaddaios Apostolos Alexander schildert in „Der Mars, die Menschen und die Marsianer“ die Geschichte einer phantastischen Beziehung.

Zum Tod des polnischen Schriftstellers _Stanislaw Lem_ verfasste Bartholomäus Figatowski einen Artikel über den phantastischen Horizont Mitteleuropas.

Natürlich bietet auch diese Ausgabe TRASH & TREASURY und WISSENSCHAFT und etliches mehr.

_Fazit_: PHANTASTISCH! ist ein erfreulich informatives und abwechslungsreiches Magazin auf gleichbleibend |hohem| Niveau. Ich ziehe meinen Hut und kann auch bei dieser Ausgabe eine Kaufempfehlung aussprechen!

PHANTASTISCH! 23
Ausgabe 3/2006
Juli 2006
Vierfarbcover, 68 Seiten, 4,50 €
ISSN 1616-8437
http://www.phantastisch.net
Verlag Achim Havemann
Harlingen 119
29456 Hitzacker
Cover – David von Bassewitz

Bollhöfener, Klaus (Red.) / Havemann, Achim (Hrsg.) – phantastisch! 22

_Inhalt_

|Interviews|

Carsten Kuhr: Interview mit Thomas Finn
Johannes Rüster: Interview mit Matt Ruff
Andreas Nordiek: Interview mit Marcel Feige
Thomas Harbach: Interview mit Zoran Zivkovic

|Bücher, Autoren & mehr|

Andreas Eschbach: Warnung vor akuter Dramaturgitis – Werkstattnotizen Teil 7
Horst Illmer: Science Fiction? Studieren?? In Deutschland???
Horst Illmer: Die „Science Fiction“-Definition als Herausforderung für die Philologie
Johannes Rüster: Die Welten des Matt Ruff
Achim Schnurrer: Meister der phantastischen Literatur: Leo Perutz – Teil 2
Nicole Rensmann: Sprungbrett Fantasy – Der Wolfgang Hohlbein Preis
Ulrich Blode: Level 4: Die Computerkrimis von Andreas Schlüter
Thomas Harbach: Trash and Treasury
Phantastische Nachrichten zusammengestellt von Horst Illmer

|Rezensionen|

Andreas Wolf: Peter James: „Stirb ewig“
Horst Illmer: Mikael Niemi: „Das Loch in der Schwarte“
Regnier Le Dyckt: Martin Amanshauser „Alles klappt nie“
Carsten Kuhr: Terry Pratchett: „Ab die Post“
Ulrich Blode: Kim Stanley Robinson:
„Die Romane des Philip K. Dick. Eine Monographie“
Horst Illmer: China Miéville: „Der eiserne Rat“
Andreas Wolf: Stephen King: „The Colorado Kid“
Regnier Le Dyckt: Frank Beddor: „Das Spiegellabyrinth“
Andreas Wolf: Reaves/Pelan (Hg.): „Sherlock Holmes – Schatten über Baker Street“
Carsten Kuhr: Thomas Finn: „Der Funke des Chronos“
Regnier Le Dyckt: David Brin: „Copy“

|Story|

Niels-Arne Münch: In der Nacht
Edgar Philips: Das Geräusch

_Rezension_

Im Vorwort der Ausgabe 2/2006 der PHANTASTISCH! 22 weist Klaus Bollhöfener die Leser darauf hin, dass die Redaktion dank vieler Texte zu Autoren und Büchern auf Beiträge in den beiden Rubriken COMIC und WISSENSCHAFT verzichten musste. Dafür erfährt man in den Interviews mehr über Matt Ruff, Thomas Finn, Marcel Feige und Zoran Zivkovic.

_[Thomas Finn]http://www.buchwurm.info/artikel/anzeigen.php?id=59 _ ist in letzter Zeit in aller Munde, ist ein Allroundtalent und darüber hinaus netter Mensch. Er ist auf jeden Fall ein intensives Hinblicken wert, was das Interview über ihn umso interessanter macht. Ob es um seine Leseleidenschaft geht, seine Kinogänge, seine Liebe zur phantastischen Literatur und zu Rollenspielen, seinem Patensohn, seine Liebe zu Hamburg – aber vor allem seinem Schaffen. Wie seinen Romanen bei |PIPER|, den Zusammenarbeiten mit anderen Autoren wie Bernhard Hennen, aber auch seinen Theaterstücken.

[Matt Ruff,]http://www.buchwurm.info/book/anzeigen.php?id__book=2712 Sohn eines Pfarrers aus New York/Queens, in dessen Romanen sich Abgründe hinter bürgerlicher Fassade auftun, wird detailliert vorgestellt und verrät, dass er eigentlich in erster Linie für sich selbst schreibt, und dass ihn Stephen King früh und stark beeinflusst hat.

_Marcel Feige_ wird vorgestellt, dessen Romanfiguren sich nicht selbständig machen, wie der Autor verrät und dessen Roman-Trilogie [„Inferno“,]http://www.buchwurm.info/book/anzeigen.php?id__book=2112 eine moderne Horror-Serie im |FESTA|-Verlag, das Licht der Leserwelt erblickt hat, der ein Roman im |Goldmann|-Verlag und weitere Titel in anderen Verlagen folgen werden.

Im UPDATE berichtet _Horst Illmer_ über Nachrichten und Neuigkeiten wie Nachrufe. Gedenktage, Neue (Hör-)Bücher, SF& Fantasy in den Medien und fragt: Wer ist Titus Müller? Es sei vorweg gesagt: Ein interessanter Autor!

_Andreas Eschbach_ warnt in dem siebten Teil seiner Werkstattnotizen vor „akuter Dramaturgitis“.

Die REZENSIONEN lassen sich auch wieder sehen. Ob „Der Eiserne Rat“ von China Miéville, „Ab die Post“ von Terry Pratchett, die Holmes-Anthologie „Sherlock Holmes – Schatten über Baker Street“ – Hrsg.Michael Reaves & John Pelan -, „Der Funke des Chronos“ von Thomas Finn und etliche mehr.

Achim Schnurrer verfasste Teil zwei des Portraits über _Leo Perutz_, der sich mit den Höhepunkten und Niederlagen des jüdischen Schriftstellers bis zu seinem Tod 1957 beschäftigt.

Nicole Rensmanns Artikel widmet sich dem „Sprungbrett Fantasy – Der Wolfgang Hohlbein-Preis“ und stellt die bisherigen PreisträgerInnen vor.

„Level 4: Die Computerkrimis von _Andreas Schlüter_“, stellt sowohl den Autor als auch seine Werke vor.

TRASH & TREASURY, die Kolumne von Thomas Harbach, informiert über _Zoran Zivkovic_, den serbokroatischen Schriftsteller, worauf ein Interview mit eben jenem folgt.

Die STORIES runden den Unterhaltungswert ab.

_Fazit_: Eine wieder einmal |rundum| gelungene Ausgabe! Kaufen!

PHANTASTISCH! 22
Ausgabe 2/2006
April 2006
Vierfarbcover, 68 Seiten, 4,90 €
ISSN 1616-8437
Cover: Volkan Baga
http://www.phantastisch.net
Verlag Achim Havemann
Harlingen 119
29456 Hitzacker

Autorenteam – Morgana 18

_MORGANA meets BLACK PAPER FOR STRANGE PEOPLE_

Im Vorwort des Leipziger Szenemagazines MORGANA, einem kleinen feinen Mag in Taschenbuchformat mit einer beeindruckenden Auflage von 15.000 Exemplaren, kündigt die Redaktion zwei Hauptthemen an: Fußball und das WGT, das größte Schwarztreffen des Jahres, bei dem u. a. „The House of Usher“ auftrat, deren Frontmann Jörg Kleudgen auch der „schreibenden Zunft“ angehört (Mitbestreiter der |Wolfgang Hohlbeins Schattenchronik| im [BLITZ Verlag).]http://www.BLITZ-Verlag.de Ebenso stellt sie ein Joint Venture in Sachen BLACK PAPER, einem little Mag aus Halle, das Jubiläum feiert, in Aussicht. Auch Morgana feiert eines – das Zweijährige. Wir erfahren darüber hinaus, dass die Redaktion Zuwachs bekommen hat, aber Volly Tanner das Team verlassen hat.

Doch kommen wir zum Inhalt des 94 Seiten starken Magazines. Auch vom BLACK PAPER-Team gibt es ein einleitendes Vorwort. BLACK PAPER informiert seit vier Jahren über alle Termine der Gothic-, Grufti-, oder einfach der Schwarzen Szene Halles und liegt |kostenlos| bei vielen schwarzen Veranstaltungen aus. In dieser Ausgabe der MORGANA gibt es dann auch satte acht Seiten mit Terminen aus Halle und Leipzig, Oliver Baglieri, Autor und Fotograf, kommt zu Wort, es gibt ein WGT-Special, die Leipziger geben ihre Meinung über das WGT ab, man findet Interviews mit dem Alltroundtalent Christian von Aster, Daniel Myer (Musikprojekt DESTROID), Angelo Bergamini & Elena Alice Fossi (Kirlian Camera – ital. Band), Dennis Ostermann, dem Frontmann von „In Strict Confidence“, Tomas Petterson, dem Gründer der skandinavischen Band O.R.E. (Ordo Rosarius Equilibrio), Rudy Ratzinger (Wumpscut), Jaromir Konecny, seines Zeichens Bühnenliterat und Schriftsteller, und Alisha Bionda (Autorin, Herausgeberin, Lektorin, Rezensentin …).

Sehr informativ ist auch MORGANAS SOMMER SPECIAL mit den heißesten Veranstaltungstipps für den Sommer rund um Halle und Leipzig. Ebenso MORGANAS SOMMER MODE, das einige schwarz-modischen „Anlaufstellen“ für potenzielle Käufer vorstellt. Kulturell stellt sich Halle in „1200 Jahre Halle Saale“ vor. Schön ist auch, dass MORGANA „Gesicht zeigt“ und sein Team vorstellt: Frank Bröker, Claudia Ponelies, Peggy Schladitz, Maria Carfagna, Ane-Kathrin Kretschmar und Sandra Nieman.

MORGANAS CD NEUVORSTELLUNG und LOGBUCH LEIPZIG, eine Kolumne von Frank Bröker über den Bummel durch Antiquariate, runden den MORGANA-Lesecocktail vollmundig ab. Für die heimlichen Esoteriker in uns gibt es sogar ein MORGANA HOROSKOP und den großen Bogen aus den Sternen zurück auf den Globus nach Indien in „Kleines Indien-ABC für unerschrockene Traveller im direkten Vergleich“ von Frank Bröker, das von A-C geht und fortgesetzt wird.

MORGANA bietet noch viel mehr und ist dank der sehr speziellen Mischung erfrischend abwechslungsreich und informativ, auch für jene, die nicht aus dem Leipziger Raum kommen, und besonders für jene, die ihre Fühler in diese Richtung ausstrecken wollen und sollten!

Die nächste Ausgabe der MORGANA erscheint am 10. September. Zugreifen!

|MORGANA
Das Szenemagazin von Leipzig
http://www.morgana-leipzig.de

ISSN 1860-9783
Auflage 15.000

Kontakt:
Maria Carfagna
Oststr. 6
04317 Leipzig
Tel & Fax: 0341 2154899
Website: http://www.morgana-leipzig.de
Maria Carfagna: anzeigen@morgana-leipzig.de
Peggy Schladitz: peggy.schladitz@morgana-leipzig.de |

Autorenteam – Multi-Mania 9

Das ist sie, die nächste Ausgabe der Multimania! Miklis Wesensbitter heißt den Leser mit einem dreifachen |Ole| willkommen und weist darauf hin, dass es die Multimania nun schon ein Jahr gibt, und wie sehr sie sich in dieser Zeit gewandelt hat. Die Ausgabe beschäftigt sich u. a. mit dem neue ungewöhnliche Wege gehenden PC-Game |Dreamfall|, dem Taktikspiel, auf Seite 4 wird wieder dem MM-Team die eine oder andere Frage gestellt, was den nächsten kleinen Einblick auf die dienstbaren Redaktionsgeister zulässt. Ich stelle fest, ich teile mit Olaf Brinkmann und Oliver „Zappo“ Stichweh meine Lieblingseissorten (Frau hat zwei und outet sich).

Kommen wir zum Inhalt dieser Ausgabe. Grob angesprochen, aber vorweg: Wieder einmal erfreut die Multimania durch Abwechslung und sehr gutes Infotainment! Wieder lohnen sich die 2,90 € um jeden Cent!

Olaf Brinkmann liefert eine Kolumne über „2000 Maniacs“, den unterhaltsamen H.G. Lewis Splatter-Klassiker, der zwar uralt aber lustiger als das missratene Remake ist, in SPLATTER CLASSICS.

In COVERSTORY GAME informiert Christopher Wulf ausführlich über „Dreamfall – The Longest Journey“, den lange erwarteten Nachfolger des im Jahre 2000 veröffentlichten und von Adventure-Fans bejubelten „The Longest Journey“, darüber hinaus sprach er mit Chef-Designer Ragnar Tornquist.

Weiter geht’s mit dem MOVIE SPECIAL und dem zehnten „Weekend of Fear“, dem internationalen Filmfestival für Horror, Thriller und Obskure Filme.

In MOVIE darf ein Bericht über „Fluch der Karibik 2“ natürlich nicht fehlen. Captain Jack is back! Auch Damien, der Sohn des Satanas, kehrt zurück. Und zwar in „Das Omen“. Man kann gespannt sein, was Regisseur John Moore 30 Jahre nach dem ersten Teil der „Das Omen“-Serie aus dem alten Stoff geformt hat. Alles andere als süß ist „Hard Candy“, der sich zwei hochaktuellen Tabuthemen unserer heutigen Gesellschaft nähert: „Pädophilie meets Masochismus“. Damit präsentieren Marco Weber und das neu gegründete Genrelabel einen Schock-Film der kontroversen und härteren Gangart, auf den die Zuschauer sicher unterschiedliche reagieren werden, denn es ist ein wichtiger Film, weil er den Fokus auf Dinge richtet, die manche lieber unter den Tisch kehren würden.

In REVIEWS KINO darf natürlich auch „The daVinci Code – Sakrileg“ nicht fehlen, der aber wohl kein Meisterwerk geworden ist. Ein klares Highlight kommt dagegen aus Großbritannien mit „The Descent – Abgrund des Grauens“ daher. Die ungeschnittene Deluxe-Edition bietet umfangreiches Bonusmaterial (u. a. ein Making-of, Outtakes …)

REVIEW DVD bietet wieder DVD-Infos auf satten neun Seiten.

Das SPECIAL beschäftigt sich mit Tim Sullivan, der das Drehbuch zum Remake der Splatter-Komödie „2001 Maniacs“ schrieb.

REVIEWS FSK 0: MUTLIMANIA FÜR ELTERN berät die zahlenden Eltern, mit welchen PC-Spielen, CDs, DVDs und sonstigem sie ihre Kleinen beschäftigen können, wenn ihnen die eigene Phantasie abhanden gekommen ist.

Mikis Wesensbitter erfreut wieder mit einer locker-humorvollen Kolumne, IM SCHATTEN DES GRAUENS, und schwärmt nicht nur von Melanie, sondern auch dem Wohlfühlkinoerlebnis zu „Hwal – Der Bogen“ des Filmemachers Kim Ki Duk.

SPECIAL GAMES berichtet über „Belief & Betrayal“, „Wächter der Nacht“, „Guitar Hero“, GAMES über „Heroes of Might and Magic 5“ und REVIEWS GAMES: für PC und Konsole über Neuigkeiten dieses Sektors auf fünf Seiten.

Über die R&B (Russel & Brandon Company), die Meister des etwas anderen Horrors, handelt der Bericht m HÖRSPIEL SPECIAL. Oliver „Zappo“ Stichweh sprach mit Wolfgang Strauss und Simeon Hrissomallis. In NEWS HÖRSPIELE finden sich wieder interessante Fakten zu Hörspiellabels und Projekten, z. B. „Vampira“, „Rettungskreuzer Ikarus“ und vielem mehr.

Wie immer gibt es auch eine beeindruckende MULTIMANIA VERLOSUNG, Poster im Innenteil, Infos über Technikzubehör, Rollenspiele ( im SPECIAL ROLLENSPIEL werden von Sven Siemen „Warhammer“ vorgestellt, „Midgard“ und andere …), ein kleines SPECIAL LITERATUR über „Fantasy 2006“ von Markus Mirschel gibt es auch, wenngleich mir gerade diese in Multimania noch etwas zu kurz kommt.

Wollen Sie mehr wissen? Dann kaufen Sie Multimania – besser noch: abonnieren Sie! Das Magazin ist jeden Cent wert! Und Ausgabe No. 10 soll es seit dem 09. August bereits geben.

|MULTIA MANIA
Kino/DVD/Games/Hörspiele/Rollenspiele/Anime/Comic
Einzelausgabe: 3,00¤
Abo (6 Hefte): 15,–¤ (Inland)
Probeabo (3 Hefte): 6,–¤

Abos und Nachbestellungen:
Devil Inc Presseverlag
Richard-Wagner-Str. 64
66111 Saarbrücken
Fax: 0681/3907661
mailto: abo@legacy.de

Chefredakteur:
Sven Siemen, mailto: sven@multi-mania.net

Redaktionsleitung / Marketing / Vertrieb:
Alexander „eRTI“ Ertner, mailto: erti@multi-mania.net

Lektorat: Diana Glöckner

Produktionsleitung: Jörg Mathieu, Alexander Ertner, Sven Siemen

Redaktionelle Mitarbeiter:
Elina Lydia Müller (ELM), Jens Riediger (JR), Mikis Wesensbitter (MW), Ulf Imwiehe (UI), Daniel Harnoß (DH), Yazid Benfeghul (YB), Simon Dümpelmann (SD), Sebastian Hirschmann (SH), Rouven Dorn (RD), Philipp von dem Knesebeck (PVK), Michael Fangmann (MF), Björn Backes (BB), Michael Hempel (MH), Andreas Peter (AP), David Ivanov (DI), Jörg Mathieu (JM), Martin Kreischer (MK), Sven Siemen (SVS), Olaf Brinkmann (OB), Alexander Ertner (AE), Florian „Zosse“ Zastrau (ZOS), Oliver „Zappo“ Stichweh (ZAP), Martin Lips (MAL), Kai-Uwe Sander (KUS), Henri Kramer (HK), Patric Knittel (PK), Ruben Heim (RH), Björn Thorsten Jaschinski (BTJ), Julia Stichweh (JST), Jan Stetter (JS), Jan „Karli“ Schaarschmidt (Karli), Christian Bartsch (CB), Dorothea Gallien (DOG); Diana Glöckner (DG), Daniel Pereé (DP), Dennis Pelzer (DEP), Holger Bals (HB), Christian Hubert (CH), Michael Kulüke (MIK), Dorothea Gallien (DOG)

Design: Jörg Mathieu, mailto: layout-devil@legacy.de

Anzeigenleitung
Mario Vojvoda
Tel. 0178/8745473
Fax. 0681/3907660
mailto: anzeigen@multi-mania.net |

Ertner-Knittel-Vojvoda GbR / MM-Redaktion – Multi-Mania 8

Schon das Covermotiv ist große Klasse und macht Lust auf diese Ausgabe der MULTIMANIA, an deren Bord Mikis Wesensbitter den Leser wieder willkommen heißt. Er bietet mit der Multimania-Crew allen eine Reise in die Weiten der multimedialen Welt. Ich kann nur raten: Folgt ihm! Dieses Magazin ist große Klasse!

Auf Seite 4 werden wieder Fragen an das MM-Team gestellt, die einen weiteren Einblick erlauben, wer hinter den „Machern“ steckt. Gute Idee und höchst amüsant! Der richtige Einstieg also, um sich „warmzulesen“. Sozusagen als kleine Lockerungsübung vor der Informationsflut, die über den geneigten Leser hereinbricht und von der man sich nur allzu bereitwillig mitreißen lässt. Und Mikis verspricht in seinem Vorwort nicht zu viel!

Die Titelstory zum neuen Spiele-Highlight „Guild Wars: Factions“ ist in der Tat phantastisch und bildgewaltig. Aus ihr entstammt auch das von mir bejubelte Covermotiv. Christoph Wulf verfasste einen informativen Artikel über die Stand-Alone-Erweiterung von |ArenaNets| und |Ncsofts| preisgekröntem Online-Rollenspiel „Guild Wars“, das auch noch gebührenfrei daherkommt. Was will man mehr?

Weiter geht‘s mit Movie- und DVD(-short)-NEWS. Und ausführlicher wird’s dann in den KOLUMNEN über „Ab in die Ewigkeit“, dessen blutige Effekte das Herz eines jeden Splatterfreaks zum schnelleren Schlagen bringen sollen. In „Im Schatten des Grauens“ geht es laut Mikis Wesensbitter, von ihm wieder urkomisch verfasst (ich oute mich mal, da könnte ich ja stundenlang auch etwas über den Wetterbericht lesen), um den aberwitzigsten Film, den man gesehen haben soll. Ein Feuerwerk der guten Laune (wie die Wesensbitter-Kolumnen).

NEW ON DVD bietet wieder gute Infos über das, was neu auf dem DVD-Markt ist. U.a. „Godzilla – Final Wars“, „Amitville – Der Fluch kehrt zurück“, „Train of the Dead“, „Drive“, „Preacher – Der Haschpapst“ …

REVIEWS DVD ist erfrischend abwechslungsreich. Ob nun „American Teen“, „Auch Schildkröten können fliegen“, „Bonanza-Season2“, „Der Killer von Wien“, „Für alle Fälle Fitz – Season 1“, „Im Auftrag der Liebe“, „Kir Royal – Jubliläums-Edition“, „Nicht von dieser Welt“, „Wer tötet Bambi“, „Zombie Town“ und viele mehr – Reviews auf satten neun Seiten!

In SPECIAL KINO gibt es dieses Mal u. a. etwas über „Mission Impossible III“, den aktuellen Tom-Cruise-Film. Ich gebe zu, ich habe meine Probleme mit dem Schauspieler, aber das tut nichts zur Sache; in dem Artikel der MM kommt der Film gut weg – vom Unterhaltungswert her. „Silent Hill“, eine Videospiel-Verfilmung, findet ebenfalls Erwähnung. Die Charaktere des Films orientieren sich dabei grob an denen des ersten SILENT HILL-Videospiels, die Story ist jedoch eine etwas andere als die im Game. Den von Quentin Tarantino produzierte Gewaltstreifen „Hostel“ (Buch und Regie Eli Roth) für eingefleischte Splatter- und Gore-Freaks bekommen wir ebenfalls vorgestellt.

SPECIAL DVD berichtet über das 2-DVD-Set „Der Fluch der Fliege“ und „Die Fliege 2“ sowie „Das Imperium der Wölfe“, einen verworrenen Verschwörungsthriller mit unglaubwürdiger Story. In „Masters of Horror“ haben dreizehn der besten Regisseure aus dem Horrorfilmgenre jeweils eine ca. einstündige Folge der Horror-Anthologie inszeniert und sind dabei aufwendig, blutig und ohne jegliche Einschränkungen vorgegangen. In Deutschland werden nun jeweils 2 Folgen auf einer DVD angeboten.

REVIEW KINO stellt „Firewall“, einen Film rund um einen Computer-Coup mit Harrison Ford, vor, der wohl schnell zum Langweiler wird. Auch „V wie Vendetta“ schneidet nicht wirklich gut ab. Ebenso „Vincent“, eine Story aus der Sicht eines psychisch angeschlagenen Menschen.

NEWS & REVIEWS MUSIK stellt u. a. die OOMPH!-CD „GlaubeLiebeTod“ vor. Martin Lips sprach mit Michael Roth, dem Sänger von EISREGEN, deren Texte wahre Blutorgien und deren Musik reinster Black Metal sind.

In NEWS GAMES berichtet Sven Siemen über Wissenswertes aus dem Spielbereich.

In der Mitte des Magazins befinden sich zwei Poster; u.a. eines von „Guild Wars“ – klasse!

SPECIAL GAME informiert u. a. über „Black“, an dem Shooter-Freunde nicht vorbeikommen, und „Call of Cthulhu – Dark Corners of Earth“, mit Spannung und Atmosphäre, besonders für Fans des Lovecraft-Mythos‘, „Pathologic“, mit überzeugendem Soundtrack und Ergo-Perspektive, aus der man das Spiel erlebt.

Auf satten vier Seiten informiert REVIEWS GAMES: KONSOLE, gefolgt von REVIEW GAMES: PC, da u. a. „Der Pate“, „Tom Raider Legends“ …

Es gibt auch wieder ein SPECIAL: HARDWARE&SOFTWARE; die NEWS HÖRSPIELE stellen einige interessante Hörspiel-Labels vor. Z.B. LAUSCH, deren Macher Günter Merlau und Janet Sunjic von Oliver „Zappo“ Stichweh interviewt wurden und von denen im REVIEWS HÖRSPIELE einige Produktionen vorgestellt werden; wie z. B. „Die schwarze Sonne“, aber auch von anderen Labels, u. a. „Edgar Wallace – Das Gesicht im Dunkeln“ und „Edgar Wallace – Das Verrätertor“, „Sherlock Holmes – Die fünf Orangenkerne“ und „Fragmente“ von Stefan Pinternagel …

In SPECIAL LABEL sprach wiederum ein Redakteur von MM mit Olaf Seider von HÖRSPIELE WELT, der u. a. darüber erzählt, wie es zum Kontakt zu Dan Shocker (Larry Brent & Macabros) kam: nämlich über den BLITZ-Verlag. Olaf Seider weist auch darauf hin, dass Hörbücher der Serie „Wolfgang Hohlbeins Schattenchronik“ geplant seien und dass es sich hierbei um Sammelbände düsterer Kurzgeschichten handele. Da ich die Serie ins Leben gerufen habe, die nun seit 2005 unter der Herausgabe von Wolfgang Hohlbein erscheint, und die ich mit drei Co-Autoren schreibe, möchte ich darauf hinweisen, dass das so nicht stimmt. Nur Band 1 „Der ewig dunkle Traum“ ist eine Anthologie, in der die Auftaktstory von Wolfgang Hohlbein enthalten ist, ansonsten folgen und folgten (aktuell Band 5 und 6) reine Serien|romane|!

Abgerundet wird diese Ausgabe von REVIEWS ANIME & MANGA, NEWS ROLLENSPIELE, BRETTSPIELE, einem SPECIAL ROLLENSPIEL über „Shadowrun“ und auch REVIEW LITERATUR (Bücher & Comics) gibt es wieder (was mein Herz erfreut), mit u. a. „Das Zeitalter der Wandlung 1 – Nebelriss“ von Markolf Hoffmann und „Der Funke des Chronos“ von Thomas Finn. Im SPECIAL LITERATUR geht es um |Verschwörungen| und u. a. Thomas Finn, Markus Heitz und Michael Baigent.

Und vieles, vieles mehr …

Fazit: Multimania No. 8 besticht wieder einmal durch ein sehr ansprechendes Layout und einen satten Inhalt. Es gibt einige gute Magazine dieser Art, aber für mich ist Multimania führend; auch, wenn man das Preis-Leistungsverhältnis betrachtet. Daher: kaufen, besser noch abonnieren!

_MULTIA MANIA_
Kino/DVD/Games/Hörspiele/Rollenspiele/Anime/Comic
Einzelausgabe: 3,00 €
Abo (6 Hefte): 15,00 € (Inland)
Probeabo (3 Hefte): 6,00 €
http://www.multi-mania.net/

_Abos und Nachbestellungen:_
Devil Inc Presseverlag
Richard-Wagner-Str. 64
66111 Saarbrücken
Fax: 0681/3907661
mailto: abo@legacy.de

_Chefredakteur:_
Sven Siemen, mailto: sven@multi-mania.net

_Redaktionsleitung / Marketing / Vertrieb:_
Alexander „eRTI“ Ertner, mailto: erti@multi-mania.net

_Lektorat:_ Diana Glöckner

_Produktionsleitung:_ Jörg Mathieu, Alexander Ertner, Sven Siemen

_Redaktionelle Mitarbeiter: _
Elina Lydia Müller (ELM), Jens Riediger (JR), Mikis Wesensbitter (MW), Ulf Imwiehe (UI), Daniel Harnoß (DH), Yazid Benfeghul (YB), Simon Dümpelmann (SD), Sebastian Hirschmann (SH), Rouven Dorn (RD), Philipp von dem Knesebeck (PVK), Michael Fangmann (MF), Björn Backes (BB), Michael Hempel (MH), Andreas Peter (AP), David Ivanov (DI), Jörg Mathieu (JM), Martin Kreischer (MK), Sven Siemen (SVS), Olaf Brinkmann (OB), Alexander Ertner (AE), Florian „Zosse“ Zastrau (ZOS), Oliver „Zappo“ Stichweh (ZAP), Martin Lips (MAL), Kai-Uwe Sander (KUS), Henri Kramer (HK), Patric Knittel (PK), Ruben Heim (RH), Björn Thorsten Jaschinski (BTJ), Julia Stichweh (JST), Jan Stetter (JS), Jan „Karli“ Schaarschmidt (Karli), Christian Bartsch (CB), Dorothea Gallien (DOG); Diana Glöckner (DG), Daniel Pereé (DP), Dennis Pelzer (DEP), Holger Bals (HB), Christian Hubert (CH), Michael Kulüke (MIK), Dorothea Gallien (DOG)

_Design:_ Jörg Mathieu, mailto: layout-devil@legacy.de

_Anzeigenleitung_
Mario Vojvoda
Tel. 0178/8745473
Fax. 0681/3907660
mailto: anzeigen@multi-mania.net

Heller, Frank (Chefredakteur) – Cthuloide Welten Jubiläumsausgabe

Zu vielen Rollenspielen gibt es regelmäßig erscheinende Fan-Magazine. Als das wohl qualitativ Hochwertigste hat sich das Magazin für das „Cthulhu“-Rollenspiel, die „Cthuloide Welten“, einen Namen gemacht. Das halbjährig erscheinende Magazin feiert jetzt gleich ein dreifaches Jubiläum, denn 2006 jährt sich das Erscheinen von „Call Of Cthulhu“ (erstes „Cthulhu“-Rollenspiel auf Englisch) zum 25. Mal und deren deutscher Übersetzung „Auf Cthulhus Spur“ zum 20. Mal. Zudem erscheinen nun auch die „Cthuloide Welten“ zum zehnten Mal, Grund genug, um eine Jubiläumsausgabe zu kreieren.

Und diese hat es in sich, denn auf den über 110 Seiten wird einiges geboten:

Neben einer Abhandlung „Die Geschichte von Cthulhu in Deutschland von 1986-1998“, die äußerst interessant ist (Stichwort: Verlagspolitik), enthält die Ausgabe einige weitere Schmankerl, wie etwa das Abenteuer „Das Gelbe Zeichen“ oder das nicht ganz ernst gemeinte Fußball-Abenteuer „Endspiel“, in dem man beim Finale der WM 2006 die Welt retten soll (als Fußballspieler, versteht sich).

Desweiteren enthält die Jubiläumsausgabe einen Report über die Verwendung von Tarotkarten bei „Cthulhu“, eine kleine Geschichte der Fotographie, einen Bericht über kuriose Ausrüstungsgegenstände aus den 1920ern (mit tollen Fotos), eine Kurzbiographie des Erfinders Nikola Tesla, einen Nachruf über den „Psycho“-Autor Robert Bloch und noch einige weiter nützliche Dinge.

Sehr lesenswert sind außerdem das Interview mit dem Chefredakteur der „Cthuloide Welten“, Frank Heller, der sich den Fragen von Roman- und Rollenspielautor Thomas Finn („DSA“/“Cthulhu“/“Der Funke des Chronos“ etc.) stellte, sowie die Vorstellung des kompletten Cthulhu-Teams.

Man spürt einfach bei jeder Seite des Lesens, dass sich die Autoren der „Cthuloide Welten“ mit Hingabe ihrem Magazin widmen. Da findet man für ein nicht ganz ernst gemeintes Abenteuer wie „Endspiel“ einen Spielplan und Spielfiguren zum Rauskopieren oder Fotos von etwaigen skurrilen Ausrüstungsgegenständen aus den 1920ern. Die Artikel sind zudem durchgehend informativ und können eine Bereicherung für jeden „Cthulhu“-Spielleiter enthalten, sofern er solche Dinge wie etwa Tarotkarten in seine Spielrunde integrieren möchte. Insgesamt ist diese Jubiläumsausgabe qualitativ mit den Softcover-Quellenbänden etwaiger anderer Rollenspiele auf eine Stufe zu stellen, ohne mit einem Preis von 6 €uro auch nur annährend so viel zu kosten wie diese.

Von daher kann ich die „Cthuloide Welten“ nur jedem Freund dieses Spieles empfehlen. Es wäre schön, wenn andere Rollenspiele auch ein solch hochwertiges Fan-Magazin hätten.

http://www.cthuloide-welten.de/

Ertner-Knittel-Vojvoda GbR / MM-Redaktion – Multi-Mania 7

|Ausgabe 7, 01/2006, Februar/März |

Mikis Wesensbitter heißt den Leser der Ausgabe 7 der |MULTI MANIA| in seinem Vorwort willkommen und verkündet gleich die erfreuliche Botschaft, dass das Magazin um sechzehn Seiten stärker geworden ist.
Der Inhalt der mir – erstmals vorliegenden – |MULTI MANIA| kann überzeugen! Das vorweg. Da ist für jeden etwas dabei: Ob Kinofreak oder Rollenspieler, ob Comicfan oder sonstig Interessierter.

Es finden sich Movie-News, DVD-News, Kolumnen, z. B über die DVD „Die kalte See“, sehr anschaulich von Mikis Wesensbitter geschildert, der hoffentlich nicht mehr mit Gipsbeinen seiner Weiblichkeiten kämpfen muss. Es folgt ein Bericht über das von Jean-Paul Salomé geschaffene filmische Meisterwerk „Arsene Lupin“ – Gentleman, Charmeur, Dieb.

Es folgen die DVD-REVIEWS/NEW ON DVD mit vielen interessanten Infos, querbeet, wie z. B. zu „Totentanz der Hexen“, „Antares – Studien der Liebe“, „Angst“, „Caprona – das vergessene Land“, „Frankenstein“, „Die eiserne Rose“, „Kind of Quenne“ (4.Staffel), Nonstop Nonsens – Box 1 (über Kultkomiker Dieter Hallervorden), „The Fantastic Four“ (Comic aus den Sechzigern über ein Superhelden-Team), „Brennen muss Salem“, „Des Teufels Saat“, „Die Kinder der Verdammten“ und vieles mehr.

In den SPECIAL AUKTIONEN wird „Filmundo.de“ vorgestellt. Wer schon lange nach seinem Lieblingsfilm auf DVD sucht oder eine besondere Karte für sein Magic-Deck, ist bei dem Internet-Auktionshaus „Filmundo“ richtig. Hier findet sich alles, was das Cineasten-Herz höher schlagen lässt: Filme, Aushangfotos, Autogramme, Bücher, Comics, Soundtracks, Computerspiele – bei „Filmundo“ bekommt man alles. MM sprach mit Sven Roddewig, dem geistigen Vater von „Filmundo“.

Als SPECIAL DVD werden „Krieg der Welten“ und „Dark Water/Dunkle Wasser“ vorgestellt, denen Verlosungen von DVDs angegliedert sind.

In SPECIAL KINO plaudert Michael Fangmann über „SAW 2“, den er als raffinierten Horror-Thriller betitelt, der nach Teil eins nicht abfällt. Auch „Capote“ findet Erwähnung, ein Film, der die sympathischen und verwerflichen Seiten des Schriftstellers Truman Capote belegt, der 1984 an den Folgen seiner Alkohol- und Tablettenabhängigkeit starb. Capotes Sucht begann mit der Arbeit an seinem 1986 erschienen Welt-Bestseller „Kaltblütig – In Cold Blood“ – genau in dieser Zeit der Nerven aufreibenden Recherche und des schwierigen Schreibens spielt „Capote“.

Es folgt Rajko Burchardts Artikel über den Film „Rothenburg“, der den Kannibalen von Rothenburg thematisch aufgreift. Ich schließe mich Burchardt an: „Diesen Film hat niemand gebraucht.“ Sven Siemen berichtet über den enttäuschenden Film „Underworld 2“, einem abgeflachten Vampirepos auf Storysuche.

In SPECIAL MUSIC werden neue akustische Werke vorgestellt: „Erdenstein“ und ihre instrumentalen Stücke, & „Amber“ (Martina Sophie Noeth), die Autorin unzähliger Publikationen für „Das Schwarze Auge“ und |Feder & Schwert|, von der nach „Bardensang“ nun „Rabenflug“ erschien.

Auch NEW GAMES finden Erwähnung. In SPECIAL GAMES stellt Sven Siemen „Dreamfall – The Longest Journey“ ausführlicher vor, das ein Adventure der Spitzenklasse zu werden scheint. Ebenso bringt er „Dark Age of Camelot – Darkness Rising“ dem Leser näher, ein Spiel, das auch nach vier Jahren noch Spaß machen soll. Auch „Tony Tough 2“, der sympathische Anti-Held, wird dargestellt. Weiter geht es mit „Heroes V“, „Castlevania – Curse of Darkness“ & „Pathologic“.

Zum Thema Technik findet der Leser noch ein SPECIAL: HARDWARE & SOFTWARE, in dieser Ausgabe „All-In-Wonder X 1900“, der derzeit leistungsstärksten Grafikkarte auf dem Markt, aber auch andere.

Im NEWS HÖRSPIELE wird auf Hörspiele wie „John Sinclair“, „Perry Rhodan“ und andere hingewiesen. In dem Zusammenhang wird in SPECIAL LABEL „Europa“ vorgestellt, die Hörspiel-Fans ein Begriff sind, mit Produktionen wie „Larry Brent“ & „Macabros“, „Sherlock Holmes“ und anderem. MM-Redakteur Oliver „Zappo“ Stichweh interviewte Dirk Eichhorn, den Chefredakteur des EUROPA-Internetauftritts. Ebenso stellt er DREAMLAND PRODUCTIONS vor.

Es folgen die interessanten REVIEWS HÖRSPIELE.

Weiter geht’s mit NEWS ANIME und SPECIAL ANIME, hier „Gilgamesh“ – Whose side are you on? Laut Martin Kreischler eine Empfehlung für alle, auf der Suche nach einem ordentlichen Mystery-Anime. Auch REVIEWS ANIME & MANGA, NEWS ROLLENSPIELE und REVIEWS ROLLENSPIELE & BRETTSPIELE halten viele Informationen zu z. B. „Samurai 7“, „Das Schwarze Auge-Würfelset“, „2. Schwarze Augen Brettspiel“, „Cthulhu-Festival Obscure Quellenbuch“ und vielem mehr bereit.

Elena Lydia Müller stellt in SPECIAL ROLLENSPIEL André Wiesler vor.

REVIEWS LITERATUR bietet auch etwas aus meiner = der schreibenden Zunft. Unter anderem Stephen Clarkes „Ein Engländer in Paris“, Frederic Neuwalds „Götterschwert“, Thomas O. Meißners „Das Paradies der Schwerter“ … In SPECIAL BUCH stellt Mikis Wesensbitter „Lesen im Reich der Mitte“ vor, sprich chinesische Literatur; gefolgt von SPECIAL COMIC, das den Comic „V wie Vendetta“ näher bringt.

Schön für den Leser ist auch die Vorstellung einiger Redakteure des MM-Teams. Es ist immer angenehm, wenn Namen auch Gesichter erhalten!

Alles in allem ist |MULTIA MANIA| ein wirklich abwechslungsreiches Magazin, das ich wärmstens empfehlen kann!

_MULTIA MANIA_
Kino/DVD/Games/Hörspiele/Rollenspiele/Anime/Comic
Einzelausgabe: 3,00
Abo (6 Hefte): 15 € (Inland)
Probeabo (3 Hefte): 6 €

_Abos und Nachbestellungen:_
Devil Inc Presseverlag
Richard-Wagner-Str. 64
66111 Saarbrücken
Fax: 0681/3907661
mailto: abo@legacy.de

_Chefredakteur:_
Sven Siemen, mailto: sven@multi-mania.net

_Redaktionsleitung / Marketing / Vertrieb:_
Alexander „eRTI“ Ertner, mailto: erti@multi-mania.net

_Lektorat:_ Diana Glöckner

_Produktionsleitung:_ Jörg Mathieu, Alexander Ertner, Sven Siemen

_Redaktionelle Mitarbeiter:_
Elina Lydia Müller (ELM), Jens Riediger (JR), Mikis Wesensbitter (MW), Ulf Imwiehe (UI), Daniel Harnoß (DH), Yazid Benfeghul (YB), Simon Dümpelmann (SD), Sebastian Hirschmann (SH), Rouven Dorn (RD), Philipp von dem Knesebeck (PVK), Michael Fangmann (MF), Björn Backes (BB), Michael Hempel (MH), Andreas Peter (AP), David Ivanov (DI), Jörg Mathieu (JM), Martin Kreischer (MK), Sven Siemen (SVS), Olaf Brinkmann (OB), Alexander Ertner (AE), Florian „Zosse“ Zastrau (ZOS), Oliver „Zappo“ Stichweh (ZAP), Martin Lips (MAL), Kai-Uwe Sander (KUS), Henri Kramer (HK), Patric Knittel (PK), Ruben Heim (RH), Björn Thorsten Jaschinski (BTJ), Julia Stichweh (JST), Jan Stetter (JS), Jan „Karli“ Schaarschmidt (Karli), Christian Bartsch (CB), Dorothea Gallien (DOG); Diana Glöckner (DG), Daniel Pereé (DP), Dennis Pelzer (DEP), Holger Bals (HB), Christian Hubert (CH), Michael Kulüke (MIK), Dorothea Gallien (DOG)

_Design:_ Jörg Mathieu, mailto: layout-devil@legacy.de

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Moyse, Claude M. (Hrsg.) – VIRUS: Happy Halloween

Das zweimonatlich erscheinende Film-, Spiel- und Lifestyle-Magazin |VIRUS| widmet sich ausschließlich den dunklen Seiten des Lebens und stellt neben neuen Horror-Movies (Kino & DVD) und Fantasy-Games (PC & Konsole) auch ungewöhnliche Künstler, extreme Sportarten und Kurioses aus der Welt des Un- und Übernatürlichen vor.

In der Tradition berühmter US-Genre-Magazine spielt das extravagante Blut- und Höllen-Design der Zeitschrift eine große Rolle. Schockierende Artworks und bizarre Stilelemente entführen den |VIRUS|-Leser in eine unheimliche Schattenwelt voller Überraschungen und düsterer Offenbarungen und sorgen somit für ein bislang nie da gewesenes Lese-Abenteuer und gehobenen Nervenkitzel. Für die Auswahl der Themen sorgt ein erfahrenes Redaktions-Team, das in der Vergangenheit für bekannte Film- und Spiel-Magazine verantwortlich war.

HAPPY HALLOWEEN – Das Heft zum Party-Kult, 01/05 Oktober-Dezember 2005, enthält alles Wissenswerte über das Fest der Geister und des schwarzen Humors. Die für 7,90 € erhältliche Ausgabe startet zur Einstimmung auf Halloween mit einigen schaurigen Goodies, Evants und Locations in „World of Halloween“, das die Ausgabe eröffnet, gefolgt von einem anschaulichen Artikel, der die Frage „Wie ist Halloween entstanden?“ beantwortet, und den Berichten „Halloween der Kult“ und „Halloween-Parade in New York“, der größten Halloween-Parade der Welt, die jeder Halloween-Fan einmal erlebt haben sollte. Aber auch die Evants der deutschen Fans können sich sehen lassen. So auch die Geschehnisse an „Halloween auf Burg Frankenstein“ in der Nähe von Darmstadt an drei Wochenenden um Halloween herum.

Weiter geht es mit einem Artikel über das [„Hamburg Dungeon“,]http://www.hamburgdungeon.com ganz nach dem Vorbild der Dungeons, die erstmals in London eröffnet wurden. Die Hamburger Kerker erfreuen sich regen Zulaufs und sind sicher einen mitternächtlichen Besuch wert.

Die Chiller-Expo in New Jersey ist die größe Horror-Film-Convention der USA. Zweimal jährlich treffen sich hier mehr als 10.000 Horror-Fans aus aller Welt. Neben DVDs, Postern, Figuren und anderem Merchandise bietet die Con auch die Möglichkeit, diverse Stars und Sternchen zu treffen. Auch das VIRUS-Team trat die Reise nach New Jersey an und berichtet über das „Chiller Theatre – Die Halloween Convention“.

Einen Besuch bei Hessens Blutsaugern bietet „Draculas Museum der Vampire und Fledermäuse“, das in der Nähe von Gießen in dem pittoresken Dorf Laubach eröffnet wurde, um der Öffentlichkeit den Mythos rund um die Blutsauger näher zu bringen.

Richtig schaurig wird es in dem Interview „Halloween Babies“ mit Jeremi R. aus New Mexico, dem Vater der „Autopsy Babies“, der aus herkömmlichen Kinderpuppen seine morbiden Kunstwerke fertigt, die sicher bei vielen auf Ablehnung stoßen werden. So kann man auch nachlesen, dass Jeremi R. sogar schon Morddrohungen erhalten habe, was mich nicht erstaunt, da auch ich seine Puppen als |sehr| grenzwertig empfinde.

„Nocturnals“ bringt dem Leser Dan Brereton nahe, den Autor und Illustrator des von ihm geschaffenen gleichnamigen düsteren Universums, das seinesgleichen sucht. Zum zehnjährigen Bestehen der Serie ist ein aufwändiger Bildband erschienen, den Brereton selbst als die NOCTURNALS-Bibel bezeichnet.

|VIRUS| eröffnet mit „Chucky‘s Baby“ die Hollywood Puppenkiste rund um den fünften Teil der CHILD’S PLAY-Reihe, stellt in „Friendforce Records“ das Plattenlabel, das aus der Hölle kam, vor und wendet sich damit auch dem Horror der Musik zu, macht danach einen Schlenker zu „Elvira – Mistress of the Dark“, der seit 24 Jahren durch das amerikanischen Fernsehen geisternden berühmtesten erotischen Scream Queen.

Auch Joe Chiodo, der Meister infernaler Illustrationen, und seine DARK WORKS finden Erwähnung.

Ebenso gibt es ein Interview mit dem Verleger des [BLITZ-Verlages]http://www.BLITZ-Verlag.de Jörg Kaegelmann, der zu seinem aktuellen Verlagsprogamm phantastischer und fictionaler Werke befragt wurde, zu denen düstere Reihen und Serien wie „Edgar Allan Poes Phantastische Bibliothek“, „Wolfgang Hohlbeins Schattenchronik“, aber auch die „Magic Edition“ mit phantastischen Einzeliteln, und die modifizierte Social-Ficition-Serie „Titan-Sternenabenteuer“, die mit unterhaltsamen Thrill aufwartet, finden Erwähnung – und noch vieles mehr!

Neben „Schaurig schöne Geschenk-Tipps“, „Die 13 kultigsten Halloween-Movies“, „Grusel-Hits für KIDS“, „13 gruselige Halloween-Bücher“, „Halloween-Cocktails, einem „Halloween-Quiz“, „Die 13 schaurigsten Halloween-Bands“, „Die 13 unheimlichsten Halloween-Games“ als Information und für die Kurzweil, wird sehr viel Aufschlussreiches rund um das Fest der Horrors geboten.

Die Ausgabe ist äußerst abwechlungsreich und lesenswert und somit jeden Cent wert. Sie kann darüber hinaus nicht nur rund um Halloween gelesen werden!

http://virus.raptor.de/

|Anm. d. Ed.: Ab dem 17. März ist die Jubiläumsausgabe Nummer X im Handel erhältlich. „Im neuen Heft berichten wir von den neuen amerikanischen Horror-Schockern Hostel, Slither und The Hills have Eyes, haben Interviews mit Bill Mosley, Tom Savini, Ruggero Deodato, The Other und Psychocharger geführt und bescheren euch allerlei Reportagen und Reviews zu gar grauenhaften Themen.“|

Bollhöfener, Klaus (Red.) / Havemann, Achim (Hrsg.) – phantastisch! 21

_COVER_
Gabriele Scharf

_INTERVIEWS_
|Dirk van den Boom / Carsten Kuhr|: Interview mit Lois McMaster Bujold
|Thomas Harbach|: Interview mit Rainer Erler
|Thomas Harbach|: Interview mit Spider Robinson
|Nicole Rensmann|: Interview mit Christoph Marzi

_BÜCHER UND AUTOREN_
|Andreas Eschbach|: Der Autor und sein Notizbuch – Werkstattnotizen Teil 6
|Ulrich Blode|: Ein Reisender im Kosmos: Der Autor Pierre Bordage
|Horst Illmer / Matita Leng|: Wetzlar – Die Stadt der träumenden Bücher
|Klaus N. Frick|: Zweimal Zaubermond
|Achim Schnurrer|: Meister der phantastischen Literatur: Leo Perutz – Teil 1
|Thomas Harbach|: Trash and Treasury

_PHANTASTISCH! UPDATE_
Phantastische Nachrichten zusammengestellt von Horst Illmer

_REZENSIONEN_
|Horst Illmer|: Charles Stross: „Supernova“
|Carsten Lührs|: Helmuth W. Mommers (Hrsg.): „Die Legende von Eden und andere Visionen“
|Matita Leng|: Bernd Ulbrich: „Flam oder Diesseits und Jenseits“
|Andeas Wolf|: Markus K. Korb: „Nachts … Unheimliche Erzählungen vom zerfaserten Rand der Wirklichkeit“
|Horst Illmer|: Ian R. MacLeod: „Aether“
|Doris Dreßler|: Volker Strübing: „Das Paradies am Rande der Stadt“
|Carsten Kuhr|: Theodore Roszak: „Schattenlichter“
|Horst Illmer|: Wolfgang Jeschke: „Das Cusanus-Spiel“
|Tobias Schäfer|: Andreas Brandhorst: „Der Zeitkrieg“

_STORY_
|Ljubow Lukina / Jewgeni Lukin|: Der Todesplanet
|Michael Tillmann|: Kratzer auf der Wand

_COMIC_
|Olaf Funke|: Uli Oesterle: Der alltägliche Wahnsinn in München

_WISSENSCHAFT_
|Götz Roderer|: Ursprünge

Phantastisch! No. 21 kommt gewohnt informativ und abwechslungsreich daher, wie die oben stehende Inhaltsangabe schon darlegt. Man sollte über ein Mag nie zu viel preisgeben, denn es soll ja gelesen werden. Phantastisch! hat es mehr als verdient.

Klaus Bollhöfener, Chefredakteur, gibt in seinem Vorwort bekannt, dass Jan Gardemann, der bisherige Spartenredakteur der Rubrik „Stories“ seine Aufgabe nicht mehr wahrnehmen kann und diese an Gabriele Scharf weitergibt, die auch das Covermotiv der vorliegenden Ausgabe gestaltet hat.

Die Ausgabe 21 startet mit dem „UPDATE – Nachrichten und Neuerscheinungen“, das über neue (Hör)-Bücher informiert, aber auch über „SF und Fantasy in den Medien“, der Frage „Was macht eigentlich _Bernd Ulbrich_?“ nachgeht, der nach einer elfjährigen VÖ-Pause im Sommer 2005 mit dem herausragenden Roman |Flam oder Diesseits und Jenseits| endlich wieder auf den Buchmarkt zurückkehrte, und mit einem „Nachruf“ über den am 20.09.2005 verstorbenen SF-Autor _Charles L. Harness_.

_Andreas Eschbach_ gewährt zum sechsten Mal ein Einblick in sein |Notizbuch|, der sowohl für Jungautoren lehrreich als auch für Leser interessant ist; gefolgt von einem Bericht über die „Wetzlaer Tage der Phantastik“, einer Veranstaltung, die beinahe ein Muss für jeden an phantastischer Literatur Interessierten ist.

Dirk van den Boom und Carsten Kuhr führten ein Interview mit _Lois McMaster Bujold_, der bekanntesten und produktivsten Fantasyautorin des US-amerikanischen Buchmarktes, die ihre Karriere Mitte der 80er Jahre begann und mehrfach den NEBULA- wie auch den HUGO-Award gewann.

Thomas Harbach befragte das Multitalent _Rainer Erler_ – Autor, Regisseur und Produzent –, dessen Texte man unlängst in der von Helmuth W. Mommers herausgegebenen SF-Reihe VISIONEN im Shayol Verlag lesen konnte, und _Spider Robinson_, dessen Frau Teilnehmerin am „Civilians in Space“-Programm der NASA und seine Co-Autorin bei den |Stardance|-Romanen war. Thomas Harbachs Kolumne „Trash & Treasury“ befasst sich dann in Folge mit den Romanen Spider Robinsons.

_Christoph Marzi_, dessen Vorbild Charles Dickens ist und der an einem wirtschaftswissenschaftlichen Gymnasium unterrichtet, wurde von Nicole Rensmann zu seinem Werdegang und seinen Heyne-Romanen |Lycidas| und |Lilith| interviewt. Auch _Pierre Bordage_, der zur Zeit erfolgreichste SF-Autor Frankreichs, wird vorgestellt. Olaf Funke indessen sprach mit dem mehrfach preisgekrönten deutschen Comicautor _Uli Oesterle_.

Achim Schnurrer erstellte für die Rubrik „Meister der phantastischen Literatur“ den ersten Teil eines Portraits über den in der Literaturwissenschaft stets umstrittenen _Leo Perutz_.

Auf dem Story-Sektor unterhält Michael Tillmann mit seiner Kurzgeschichte |Kratzer auf der Wand|. Es folgt ein Bericht von Klaus N. Frick über zwei Serien, die im Programm des Zaubermond-Verlages zu finden sind: MADDRAX und PROFESSOR ZAMORRA.

Abgerundet wird diese Ausgabe des unterhaltsamen Mags mit einem Bericht über Ursprünge von Götz Roderer in der Rubrik „Wissenschaft“ … doch „phantastisch!“ 21 bietet noch mehr … und ist rundum empfehlenswert!

phantastisch! 21
neues aus anderen welten
Ausgabe 1/2006
4,50 €
Vierfarbcover, 68 Seiten
Verlag Achim Havemann
ISSN 1616-8437
http://www.phantastisch.net

Frank Schenk und die Chaos-Crew – Chaos Magazine Nr. 13

Sie waren die krasseste und verrottetste Grindcore-Band des Planeten: CARCASS, die sich um 1997 herum relativ unvermittelt auflösten. Was die Mitglieder heute machen und welche Hintergründe der Split damals hatte – solche Infos stehen im aktuellen „Chaos Magazine“ Numero 13. Die Macher des Blatts haben nämlich Ken Owen interviewt, den ehemaligen Drummer der britischen Grindcore-Legende. Owen hat 1999 eine schwere Gehirnblutung überlebt und erzählt, wie er sich nach einem langen Koma inzwischen wieder erholt. So ist 2004 mit seiner Unterstützung das CARCASS-Best-of-Album „Choice Cuts“ erschienen. Die Fragen an Owen sind klug gestellt, die Antworten ausführlich – und so erfahren die Fans viel aus seinem Leben nach dem Krankenhaus und über die sicken Geschichten, die CARCASS in ihrer Karriere so erlebten. Das Interview ist auf einer Doppelseite platziert, wegen der kleinen Schriftgröße aber doch ausführlich. Allerdings, und da wird es haarig: Da das Magazin als eigentlich schmucker Schwarz-Weiß-Druck erscheint und deshalb der Untergrund wie etwa bei CARCASS manchmal grau ist, wird darauf die weiße oder schwarze Schrift schnell relativ unleserlich.

Das Layout ist denn auch das generelle Problem dieses ansonsten erstklassigen Fanzines. So geschieht es VOMITORY etwa, dass ihr Doppelseiter quer steht, also quasi das Mag um 90 Grad gedreht werden muss, um die wegen der wiederum miesen Farbgebung sowieso schwer erkennbaren Interviewzeilen lesen zu können. Dafür haben die Zine-Designer erkennbar viel Arbeit in die Auswahl der zum Teil großartigen Fotos gesteckt, zudem ist jede Band mit ihrem großen individuellen Erkennungsschriftzug würdig vertreten. 78 prall gefüllte Seiten warten also auf den Leser – der allerdings schon eine Affinität zu extremen Klängen haben sollte. Besonders für die skandinavische Ecke interessieren sich die Macher des Chaos Magazines – die Bandauswahl mit zum Beispiel DISMEMBER, GRAVE, UNLEASHED, DARK TRANQUILLITY, AMON AMARTH, MAZE OF TORMENT, INCAPACITY oder ONE MAN ARMY AND THE UNDEAD QUARTET (ex-THE CROWN) spricht eine deutliche Sprache. Da bilden die Interviews mit OBITUARY und eben CARCASS fast eine Ausnahme.

Die Texte sind allesamt in interessantem Ton geschrieben, das verwendete Englisch für Leute mit normalen Schulsprachkenntnissen recht einfach verständlich. Cool sind auch die großen Reviewteile, bei denen viele Undergroundveröffentlichungen durchgenommen werden. Die Bewertungen scheinen dabei einen guten Mittelweg zwischen Fan-Euphorie und echter Kritikfähigkeit getroffen zu haben – die schleichende Tendenz mancher Metal-Postillen, auch noch den letzten Dreck hochzuloben, ist beim Chaos Magazine zum Glück noch nicht angekommen. Doch ein Umstand trübt das harmonische Bild: Da bekommt Metal Blade die besonders teure Rückseitenanzeige. Komischerweise sind gleichzeitig die meisten der mit einem Kasten als Sondertipp hervorgehobenen CD-Rezensionen ebenfalls Bands mit Metal-Blade-Vertrag – siehe UNEART, NEAERA, BORN FROM PAIN, CATARACT, FRAGMENTS OF UNBECOMING, PRIMORDIAL, FLESHCRAWL, GOD DETHRONED, CANNIBAL CORPSE und AMON AMARTH. Sieht etwas komisch aus, als wenn Interessen vermischt werden – aber das fällt ja bei vielen Metal-Blättern manchmal auf …

Dennoch, das Chaos Magazine ist lesenswert. Denn im Prinzip geht es hier um profunde Infos für Undergroundfreaks, die auch einmal andere Autoren lesen wollen als ewig nur dieselben Gesichter und Zeilen im RockHard, MetalHammer oder Legacy. Zudem sind dem gut gedruckten Heft noch zwei CDs beigelegt – Ausschnitte der aktuellen Scheiben von ARCH ENEMY und NEVERMORE sowie ein Sampler von MDD Records. Nett. So sind die fünf Euro inklusive Porto und Versand sicher nicht falsch investiert – denn wo Chaos draufsteht, ist ganz viel kreative und in Schrift gepresste Extreme-Metal-Energie drin – trotz kleiner Schwächen.

Das Heft erhaltet ihr unter CHAOS MAGAZINE, c/o Frank Schenk, Wormser Str. 40, 72760 Reutlingen, E-Mail: frank.schenk@schwaben.de .

Helten, Volker (Hrsg.) – Zeitsprünge – Die Nibelungen in Dormagen

Seit der Eröffnung des [Nibelungenmuseums]http://www.nibelungenmuseum.de/ 2001 in Worms und den einhergehenden Wormser Festspielen sind die Nibelungen wieder im gesamten deutschen Sprachraum in den kulturellen Mittelpunkt des Bewusstseins gerückt. Allerorts versucht man Bezüge herzuleiten, um von dem damit verbundenen erfolgreichen Marketing etwas mitzuprofitieren. So auch in Dormagen, das bislang noch nie mit den Nibelungen in Verbindung gebracht werden konnte. Dass der Geschichtsverein Dormagen nun doch auf Spurensuche gegangen ist, geht auf Ralf Koneckis (Mythenforscher und Skandivanist) zurück, der aufgrund der Ländernamen in der Thidreksaga fündig wurde und in Dormagen den Ort des Kampfes zwischen Siegfried und dem Drachen vermutet.

Die Forschungen Otto Höflers erweiternd, der Siegfried mit Arminius gleichsetzte, setzt sich nach Koneckis die Siegfried-Gestalt aus drei verschiedenen „Siegfrieden“ zusammen und der Drache entspricht keinem mythologischen Tier, sondern einem spätrömischen Fähnrich mit Drachenstandarte. Auf Dormagen stößt er, da in der Thidreksaga der Ort der Drachentötung mit einer „Gnitaheide“ bezeichnet ist und Dormagen zu deutsch „Kiesfeld“, mittelalterlich „Gnitaheide“ (Geröllebene) lautet und sich dort sowohl ein Fahnenheiligtum (Drachenfahne) wie auch ein Mithraeum (Truppenkasse mit Goldschätzen) befanden. Auch in der Edda wird „Fafnir“ noch als Mann geschildert, der einem spätrömischen „Draco“, einem Fähnrich mit Drachenstandarte, zugeordnet werden kann.

Die Thidrek-Sage (um 1250) entstand entgegen vieler Meinungen erst nach dem Nibelungenlied und wurde im Gegensatz zu dieser als chronikartiges Werk verstanden. Obwohl aus den Kreisen des Geschichtsvereins nun versucht wird, ein Siegfried-Drachendenkmal vor dem Rathaus von Dormagen zu verwirklichen, sind in diesem Heft nicht nur Beiträge für Koneckis These zu finden, sondern auch kritische Gegenstimmen veröffentlicht. Aufwertend für Nibelungen-Interessenten sind allemal die zusätzlichen Beiträge, in welchen die Ursprünge der Nibelungensage von der Edda bis zum mittelalterlichen Nibelungenlied dargestellt sind, eine Übertragung der Nibelungen in das mittelalterliche Wertesystem erfolgt, die höfische Kultur und das Rittertum im Nibelungenlied in Augenschein genommen werden, an historischen Bezügen Hunnen und Burgunder erforscht werden und sich zwei weitere Beiträge der Schatzsuche und den Drachen- und Drachentötermythen widmen. Abgeschlossen wird mit einer knappen, aber dennoch sehr ausführlichen Zusammenfassung des Nibelungenliedes. Auch die vielen – in ihrer Auswahl durchaus als seltener anzusehenden – verwendeten Schwarzweiß-Fotos und Illustrationen sprechen für den Kauf der netten A-4-Broschüre.

http://www.geschichtsverein-dormagen.de/

ISSN: 1611-2245

Deschler, Netti, Kolb u. a. – SkullCrusher – Free Your Mind And Free Your Soul

Liebe Freunde der gepflegten Metal-Unterhaltung, es ist wieder soweit: Der SKULLCRUSHER geht in die elfte Runde und bietet mal wieder bestes Heavy-Metal-Entertainment.

Dieses Mal gibt’s für die traditionelle Fraktion ausführliche Interviews mit METAL CHURCH (plus History), Adrian Smith von IRON MAIDEN und EDGUY, für Fans der extremeren Sparte gibt es Lesenswertes von KRISIUN, INCAPACITY und MONSTROSITY und auch der Underground wird mit den Death-Thrashern von NECROID und der Todesbrigade von BLOODSTAINED COFFIN prima abgedeckt. Desweiteren finden sich noch Gespräche mit den finnischen Newcomern von ALTARIA, ACHERON-Leader Vincent Crowley, HAN JIN OAKLAND (sehr cool), PSYCHOTRON, CRUACHAN und ANVIL, die, wie im SKULLCRUSHER halt üblich, Unterhaltung, massig Information und Humor miteinander verbinden wie in kaum einem anderen Fanzine.

Desweiteren warten Harald Drescher und sein Team wiederum mit einigen coolen Specials auf, wie zum Beispiel einem lustigen Gespräch mit dem `Film-Regisseur´ von „Der Henker“ (stark!), einem Kreativworkshop zum Thema Metal-Kasperletheater (Kult!) und einem Report unter dem Titel `Der Metal-Beichtstuhl´, bei dem man auf seltsame Art und Weise herausfinden kann, ob das eigene Metal-Gewissen auch wirklich rein ist und außerdem erfährt, wie die sieben Todsünden des Metals lauten.

Auf den letzten Seiten gibt es dann noch einen `Kommentar zur Lage der Nation´, der dieses erneut sehr gelungene Magazin beschließt. Saubere Arbeit und ein Kompliment an das Team des SKULLCRUSHER für dieses tolle 48-seitige Heft.

Mehr Infos gibt es hier:

SKULLCRUSHER Magazine
c/o Harald Deschler
Jörgstr. 9
88410 Bad Wurzach

oder schaut mal nach unter:

http://www.skullcrusher.net

Sindri & Jarne – Cothurnus Vol. 7

Euch kotzen sie an, diese ewig gleichen Langweiler-Reviews in normalen Metalmagazinen? Ihr wollt nicht wissen, dass ein schwuchteliges Gothic-Metal-Album „teilweise ganz okay“ ist – obwohl eigentlich so überflüssig wie ein Sandkorn in der Wüste? Und ihr hasst Interviews, in denen Bands dauernd „unsere aktuelle Scheibe ist die beste“ sagen…? Dann ist das „Cothurnus“-Magazin für euch das richtige Heft: Hier werden Schwedenbands vergöttert, sämtliche Napalm-Records-Bands verrissen und Faschos verachtet – diese Zeitung ist Metal in Reinkultur! Mit einer gesunden Mischung aus Arroganz, Humor und dem fast schon elitären Wissen um gute Musik machen die beiden Herausgeber Sindri (alias Volk-Man von den APOKALYPTISCHEN REITERN) und Jarne (Booker beim Party.San Open-Air) ihrer metallischen Lebensfreude zum siebten Mal Luft, verarschen GORGOROTH, verulken sich mit den EXCREMENTORY GRINDFUCKERS und rufen auf zum „Döner-Weitwurf gegen Rechts“. Außerdem ist noch ein neuer Schreib-Extremist zum Cothurnus-Team hinzugestoßen: Der ABV Schnakenburg holzt herzerfrischend ehrlich in jedes lächerliche Poserbeinchen.

Die Höhepunkte der messerscharfen „Cothurnus“-Anaylse der Metalszene anno 2004 sind die 101 Regeln „um als Metaller Anerkennung und Ruhm zu ernten“, die Auswertung zur Jahres-Poll-Frage „Welcher Band würdest du gerne mal ins Catering pissen?“ (souveräner Gewinner sind logischerweise die Nulpen von CREMATORY…) und die Nicht-Anerkennung der Auflösung von IMMORTAL. Eindeutiges Hitpotenzial tragen auch die zehn Verisse zum akustischen Verbrechen von SIEGFRIED „Eisenwinter“ (eine Napalm-Records-Band…) sowie das Interview mit Querus Hex, dem Oberförster aller Oberförster dieser Welt: Er erzählt von der bisher kaum berücksichtigten Wirkung, die bestimmte Baumarten auf den Erfolg von Black-Metal-Bands haben. Das ist großes Kino, genau wie das Rezept für „Nazi Goreng“. Im Reviewteil wird die eingeschlagene Linie konsequent weitergefahren: Auf der Punkteskala sind 0, 1, 2, 8, 9 oder 10 Punkte zu holen – in einer Welt der permantenten Alben-Schwemme ist auch eine nur durchschnittliche Scheibe Dreck.

That’s life! Angst vor großen Namen haben die Cothurnisten nicht, eine eingefahrene Band wie TIAMAT erhält 0 Punkte und Mr. Edlund den Hinweis, sich die Haare wachsen zu lassen. Die neue Scheibe von MY DYING BRIDE bekommt dagegen 10 Zähler und eine sehr persönlich gehaltene Rezension – wirklich lesenswert. Natürlich bleibt das akuelle „Cothurnus“-Heft auch in anderer Hinsicht lehrreich in Erinnerung: Hier werden in einem sechseitigen Gespräch die Hintergründe vom Zusammenbruchs des „Ars Metalli“-Labels geschildert (früher mit Bands wie DIE APOKALYPTISCHEN REITER oder MENHIR) – die Antworten kommen vom Ex-Chef (jetzt Chefin…) Dobberstein höchstpersönlich. Zu allem Überfluss erfährt der geneigte, sitzende oder auch stehende Leser am Ende auch noch, dass Karel Gott das uneheliche Kind eines gewissen Adolf H. ist. 66 Seiten sind insgesamt zu durchforsten, jedes Blatt davon lohnt sich, auch wenn das eigentlich ideenreiche Layout manchmal einen Tick augen- und lesefreundlicher sein könnte. Fazit: So muss ein Fanzine sein, respektlos, politisch inkorrekt, bösartig, intelligent, satirisch, augenzwinkernd und voller Herzblut für echten Metal. Gratulation und Danke!

Die 777er-Auflage des „Cothurnus“ ist jedes Mal recht schnell vergriffen. Wer sich beeilt, kann aber auf der Homepage des [Cothurnus]http://www.cothurnus.de noch ein Exemplar bestellen. Das Heft kostet fünf Euro und kommt sogar zusammen mit einem Poster „Döner-Weitwurf gegen Rechts“ in euer Haus…

Oliver Loffhagen und Co. – Animalize Vol. 29

Kreativer Engpass oder einfach nur ein schlechter Tag? Die 29. Ausgabe des [Animalize-Magazins]http://www.animalize.de ist im Vergleich zu den älteren Heften sehr schwach ausgefallen. Das liegt nicht an den wie immer recht informativ geführten Interviews aus der Feder von Herausgeber Oliver Loffhagen und seinem Team. Nein, es liegt eindeutig an der Themenwahl. Wo sich das Heft in vergangenen Ausgaben als mehr als breite Zeitschrift für alle Metalsparten präsentierte, kommen in der Nummer 29 Fans von brachialen Klängen deutlich zu kurz. Dafür darf ein musikalischer Nichtsnutz wie Joachim WITT auf vier Seiten erzählen, dass die Redakteure beim Metal Hammer und im RockHard vielleicht einfach nur „ein kaputtes Verhältnis zur deutschen Spache haben“, weil sie ihn verreißen. Es ist schon ungewollt lustig, angesichts der WITTschen Abfallmusik so etwas zu behaupten. Auch das vierseitige Interview mit JADED HEART-Frontmann Michael Bormann glänzt mit grenzdebiler Komik: Macht sich dieser Typ doch a) über die Kommerzialität seiner Ex-Kollegen von BONFIRE lustig und ist er b) schon mal bei RTL zum besten BON JOVI-Double Deutschlands gewählt worden. Wer im Glashaus sitzt… Ach ja, und Michaela Schaffrath alias „rattenscharf“ Gina Wild erzählt auf zwei Seiten über ihr autobiographisches Hörbuch, auf das die Welt schon immer gewartet hat. Geht’s noch?!

Außer diesen zehn Seiten Totalverlust erzählen OOMPH! über ihre Liebe zu Regisseuren wie David Lynch und Stanley Kubrick, berichtet MANTAS über seine eigene Band und davon, dass von VENOM erstmal nichts mehr Neues kommt. Zum Glück! Richtig gut ist der Talk mit den FARMER BOYS, die unter anderem eine Brücke zwischen Frischmilch und Metal schlagen. Dagegen bleibt das Interview mit einer Berliner Popband namens POEMS FOR LAILA schleierhaft – was suchen solche Typen in einem Metalheft, auch wenn sie musikalisch noch so anspruchsvoll sind…?! Auf der „Gut-Seite“ stehen dagegen die Frage-Antwort-Spielereien mit den reunierten Thrashern von ASSASSIN und das Geflachse mit KNORKATOR, dagegen braucht eine Band wie EISBRECHER und ihre Antworten kein Mensch. Für Melodie-Junkies gibt es noch abgedruckte Gespräche mit TAD MOROSE („LEFAY gibt es noch!“), RUNNING WILD (Juhu, Rock’n’Rolf plant keine Biographie) und EIDOLON, indem Schlagzeuger Shawn jedes Stück des aktuellen Albums ‚Apostels Of Defiance‘ analysiert. Noch was vergessen? Ja, ein Interview mit den Melodicrockern von HOUSE OF LORDS… Hinten im Heft stehen noch elf Seiten Reviews, alle recht abwägend beschrieben. Ein Verriss fehlt leider… Dazu sind noch drei Seiten mit Musik-DVD-Rezensionen angefüllt.

Was bleibt? Der Eindruck, dass die Redakteure ruhig mal wieder interessantere und härtere Bands ins Heft nehmen dürfen, so wegen der inhaltlichen Vielfalt. Dann kann man auch über das zum Teil schludrige Interview-Layout hinwegsehen, bei dem manchmal nicht zu erkennen ist, wo überhaupt die erste Frage des Gesprächs steht… Außerdem würden Albencover die Bleiwüste mit den CD-Reviews spürbar auflockern. Das Fazit kommt als eine Schulnote: Vier Plus, aber auch nur, weil es das Heft kostenlos gibt…

Autorenkollektiv – AHA April/Mai 2004

Seit nunmehr sechzehn Jahren erscheint das Magazin _AHA_ im deutschsprachigen Raum, das ich seit einiger Zeit zu meinen Schmökerfavoriten zähle und euch mit der Ausgabe April/Mai 2004 aus zwei besonderen Gründen gerade jetzt vorstellen möchte: Zum einen halte ich eine der in vielerlei Hinsicht besten Ausgaben der letzten Zeit in Händen, und zum anderen war im April der hundertste Jahrestag der Niederschrift des „Liber AL vel Legis“ durch [Aleister Crowley]http://de.wikipedia.org/wiki/Aleister__Crowley.

Warum ist das für die AHA bedeutsam? Dies ist ein Magazin rund um Themen der Spiritualität, Philosophie, Magie/Magick sowie Kunst und versteht sich als ein Wegbereiter des Neuen Aeons/Zeitalters, in esoterischen Kreisen auch „Zeitalter des Horus“ oder „Wassermann-Zeitalter“ genannt. Da die Macher vom Tiphareth-Verlag diesen Weg in thelemitischer Tradition beschreiten und für diese wiederum das „Liber AL vel Legis“ von zentraler Bedeutung ist, wird klar, dass das hundertjährige Jubiläum auch für die AHA einen besonderes Zeitpunkt markiert. Im Gegensatz zum ähnlich ausgerichten Magazin „Der Golem“, das sich ebenfalls als Publikation für [Magick,]http://de.wikipedia.org/wiki/Magie Gnosis und Metaphysik versteht, kreisen die Artikel dieser Ausgabe allerdings nicht um dieses Ereignis, um das „Liber AL“ oder Crowley, sind dafür aber thematisch wie stets sehr breit gefächert und von besonderer Güte. (Interessierten sei die erwähnte aktuelle Ausgabe des „Golem“, mit einigen sehr kritischen Betrachtungen, übrigens wärmstens empfohlen: http://www.golem-net.de/ )

In der AHA geht es also um Magick, gnostische Erkenntnisprozesse und Metaphysisches, um Thelema natürlich, aber auch um Kunst und Psychologie, um Systemtheorien, Neurolinguistische Programmierung (NLP), Konstruktivismus, Rhizome, Kabbalah oder diverse philosophische sowie zeitkritische Betrachtungen. Die Auswahl ist breit genug gefächert, um in jeder Ausgabe für jeden Leser so manchen Volltreffer bereit zu halten. Die AHA versteht sich dabei als offenes Forum, in dem die unterschiedlichsten Autoren zu Worte kommen können (auch mit kontroversen Beiträgen und Kritik) und das umfassend informieren und diskutiert werden möchte. Unter den hier regelmäßiger publizierenden Autoren findet man den Philosophen und „Versucher“ Michael D. Eschner, den Allround-Künstler Voenix (siehe dazu unsere Rezensionen zu [„Dantes Inferno“]http://www.powermetal.de/book/anzeigen.php?id__book=134 und „Tolkiens Wurzeln“), den Verleger W. H. Müller, den Geisterbarden Dominik Irtenkauf, den Weltenbummler Claas vom Mars (immer noch mein Lieblingsname in der Liste), den psychopolitischen Aktivisten und Buchmarktkenner Berthold Röth (der als Gastautor auch in unserer Bücherecke einige Rezensionen beisteuerte), den Magicker Stephen Mace, den Verleger Georg Dehn, Tula von Irminsul, und und und… Außerdem werden die Hefte mit allerlei Gastbeiträgen, die nicht selten zu überraschen wissen, bereichert.

Das Magazin hat inzwischen einiges zugelegt, was die Güte der Gestaltung (die letzten Coverbilder sind schlichtweg Zucker für die Netzhaut und die Bebilderung der vorliegenden Ausgabe ist phantastisch im doppelten Wortsinne), des Layouts sowie die textliche Zusammenstellung anbelangt. Und der inhaltlichen Güte von Ausgabe 02/2004 will ich mich nunmehr im Einzelnen zuwenden, die vermutlich besser als alle allgemeinen Ausführungen, die vorangingen, darstellen kann, was so zwischen Cover und Rückblatt in der AHA vor sich geht…

_Aufstieg zur Heilehütte_
…von Tula von Irminsul ist abseits des recht kuschlig-esoterisch anmutenden Titels ein herausragender, tiefsinniger und gleichsam wissenschaftlich, spirituell wie künstlerisch geprägter Essay von geradezu ausufernder Ausführlichkeit (20 Magazinseiten mit übrigens fabelhafter Illustrierung). Tula beschreibt hier anhand einer praktischen Erfahrung – die bereits für sich faszinierend genug geschildert wird, aber auch mit vielfältigen theoretischen Überlegungen angereichert ist – ein Fernclearing in schamanischer Tradition, verbunden mit modernerer Magietheorie und Metaphysik. Muss man schlicht gelesen haben.

_Die Passion eines Films_
Der Theologe und einstige katholische Priester spectator (dessen Vorträge man sich übrigens dringend mal geben sollte, das war das erste Mal, dass mich ein katholischer Priester nicht zum Lachen oder Einschlafen brachte) kratzt sich verwundert am Kopf ob des neuen Gibson-Filmes über die Passion Christi.

_Blick auf ein neues Europa_
Berthold Röth gibt einen historischen Überblick und betrachtet die Eingliederung der neuen Ostländer in die EU skeptisch. Dabei orientiert er sich an Hannes Hofbauers Buch „Osterweiterung. Vom Drang nach Osten zur peripheren EU-Integration“. Ein ganz wesentliches Thema, zu dem man sich ernsthaft Gedanken machen sollte. Als ergänzenden Artikelfundus kann ich dazu übrigens die Onlinepublikation [German Foreign Policy]http://www.german-foreign-policy.com empfehlen.

_Paranoisches Denken_
Frater Poincare 9°=2° setzt seinen Artikel über „Paradoxes Denken“ fort, in dem es um Denkmuster und -prozesse geht. Verwirrend und erhellend. Wen das verwirrt – lesen! Vielleicht lieber gleich zwei Mal.

_Pazuzu und Lamaschtu_
A. Hellmuth und Soror Hel widmen sich eingehend den Dämonenvorstellungen im alten Orient babylonischer Zeit. Wer sich für Kulturgeschichte und Ärchäologie interessiert, wird in diesem sehr gründlich recherchierten, mit Bild- und Quellmaterial bestückten Artikel fündig werden.

_Magie – Der Pfad der inneren Transformation_
Dr. Paul A. Clark von der Fraternitas L.V.X. Occulta versucht eine definitorische Standortbestimmung des Suchenden auf dem Pfade der Magie/Magick. Sehr empfehlenswerter Einstiegsartikel.

_Das Schweigen der Lämmer_
oder auch: Hannibal Lecter – das Raubtier im Menschenpark. Die Nomaden der Thelema Society haben das cineastische Meisterwerk ausführlich analytisch und psychologisch seziert und geschaut, was der Film über unser Menschsein, über Einsamkeit und Kommunikation aussagt. Sehr ungewöhnlich, lehrreich und bedenkens-wert.

_Sprachmagie VI: Stille Finsternis_
Die Fortsetzung einer – tja, Geschichte? Erzählung? Informationsreihe? von Dominik Irtenkauf.

_The Time and Space Society proudly presents: Die Botschaft vom anderen Stern_
„Eine erleuchtende Beleuchtung des Siegels vom silbernen Stern“
Fürst Claas vom Mars lässt sich detailliert und nicht gerade simpel nachvollziehbar über einige Ungewöhnlichkeiten im Tarot und speziell der crowleyschen Variante aus. Etwas für eingefleischte Kabbalisten.

_Thelema und Hexentum_
„Denkanstöße für die Leser vom Steinkreis und der AHA“
Heinz Bama übt ein assoziativ-sprunghaftes Brainstorming zum obigen Thema, das von einem erfrischend naiv wirkenden Charme lebt und trotz der spielerischen Herangehensweise zum Nachdenken anzuregen weiß.

_Interview mit W.H. Müller_
Knut Gierdahl und Dominik Irtenkauf entlocken dem Autoren und Verleger allerhand tiefgründige Überlegungen und Ansichten zu Alchimie, Hermetik, Magie und Weltsicht. Faszinierend und von einigem Anspruch getragen. Den zweiten Teil des ausführlichen Gespräches gibt es in der nachfolgenden AHA.

_Neues vom Buchmarkt_
Berthold Röth hat wie stets ein sorgsam kritisches Auge auf die Buchmarktentwicklungen geworfen und berichtet von Veröffentlichungen, Verlagen und Veranstaltungen.

_Olds & News_
Schlaglichter zum Zeitgeschehen, diesmal etwas kürzer geraten als sonst und auch die Leserbriefsparte musste diesmal aus Platzgründen entfallen.

_Rezensionen_
Eine Vielzahl von Buch- und CD-Kritiken.

Bei Interesse könnt ihr euch an dieser Stelle über das Magazin informieren:

http://www.aha-zeitschrift.de

Kontaktmöglichkeit:

Tiphareth Verlag
Redaktion AHA
Breite Str. 65
29468 Bergen
Fon: (05845) 988 957
Fax: (05845) 988 956
E-Mail: redaktion@aha-zeitschrift.de
[Bestellmöglichkeit]http://www.aha-zeitschrift.de/index.php?bestellen

Autorenkollektiv – Aufklärungsarbeit Nr. 15

Einige einleitende Worte zur Zeitschrift „Aufklärungsarbeit“ schrieb ich an [dieser Stelle]http://www.powermetal.de/book/anzeigen.php?id__book=124.
In Ausgabe 15 geht es nicht um ein zentrales Thema wie in Nummer 14 (Ägypten und die Pyramiden), Diplomingenieur Axel Klitzke führt seine rechnerischen Betrachtungen und Vermessungsergebnisse aber auch diesmal weiter. Weitere aktuelle Themen drehen sich um die US-Politik, die fürsorgliche EU-Gesundheitsaktion gegen das Rauchen und die ominösen und etwas sparsam wegerklärten Stromausfälle der letzten Zeit. Dazu gibt es wieder eine interessante Mischung allgemeiner Betrachtungen sowie historischer und mythologischer Artikel.

Im Einzelnen findet der geneigte Leser diesmal folgendes Lesefutter für die grauen Zellen:

_Der Feind im Inneren_
Barbara Thielmann über Matrix, Harry Potter, Märchen, Mythen, Al-Qaida-Verschwörungsmythen, Realität und das selbstständige Denken gegen die Manipulation.

_Der fürsorgliche EU-Gesundheitsminister und andere Krankheiten_
Um Manipulationen dreht sich auch der zweite Kurzartikel. Maria Rossmanith fragt sich, was wohl mit den netten Hinweisaufklebern auf Zigarettenpackungen bewirkt werden soll und welche Risiken und Nebenwirkungen dazu nicht auf der Packung stehen.

_Skull & Bones: Jagd auf Saddam_
Bestsellerautor Andreas von Rétyi erzählt ein wenig zur Saddamjagd und zum Irakkonflikt und gibt einen Abriss über die Geschichte des Yale-Ordens „Skull & Bones“, der durch seine prominenten Mitglieder (die Bush-Familie u.a.) seit einiger Zeit in das Blickfeld des Interesses rückt. Einige interessante Verbindungen zu den „Bilderbergern“ und den Weishaupt-Illuminaten kommen auch zur Sprache.

_Das Geheimnis der Blackouts_
Ein weiterer Buchautor bemüht sich im nachfolgenden Artikel um Aufklärungsarbeit und Hintergrundinformationen. „Morpheus“ agiert hier unter Pseudonym, da er auch anderweitig erfolgreicher Autor ist und sich unter dem Ersatznamen brisanteren Grenzthemen widmet. Von ihm stammt auch das grenzwissenschaftliche Werk „Matrix-Code“. Morpheus gibt einen Rückblick auf die Stromausfälle der letzten Zeit und verweist dabei auf die parallelen ungewöhnlichen Sonnenaktivitäten sowie die atmosphärischen Vorgänge. Bezüge zwischen diesen wurden auch bereits von akademischer Seite beleuchtet. Soweit beginnt der Artikel interessant, aber noch harmlos, doch dann geht es ins Detail und das wird dann wirklich faszinierend. Mehr will ich nicht verraten, aber davon liest man gerne mehr. Als Ergänzungslektüre seien zu diesem Artikel von meiner Seite empfohlen:
[„Fehler in der Matrix“]http://www.powermetal.de/book/anzeigen.php?id__book=138 (Fosar / Bludorf)
[„Vernetzte Intelligenz“]http://www.powermetal.de/book/anzeigen.php?id__book=56 (Fosar / Bludorf)
[„Der kreative Kosmos“]http://www.powermetal.de/book/anzeigen.php?id__book=99 (Görnitz / Görnitz)
„Das Geheimnis des Vakuums“ (Davidson)
…sowie diverse Schriften von und über Burkhard Heim (genialer, aber angefeindeter Quantenphysiker, bereits verstorben)

_Britisches Maßsystem in Grabanlage des ersten Königs der 1. Dynastie Ägyptens entdeckt!_
Hier liefert Axel Klitzke (Autor von „Die kosmische 6“ sowie wesentlicher Forschungsartikel der vorhergehenden Ausgabe) weitere Detailarbeit zu den neueren Vermessungen und Berechnungen in Ägypten. Wohl besonders für Numerologen und Kabbalisten interessant, und hier insbesondere aufgrund der Altersdatierungen der Anlage von allgemeinem Interesse.

_Das Geschenk der Weisen_
Eine Weihnachtsgeschichte von O. Henry.

_Von der Herkunft des Menschen_
Isabella Iorga (Rumänien) über die mythischen Überlieferungen aus dem babylonischen Zweistromland.

_Die Sintflut_
Weitere Betrachtungen von Isabella Iorga zum Wahrheitsgehalt mythischer Überlieferungen. Beides sehr faszinierend, aber eigenwillig. Umso besser.

_Lebens-Schulen für Kinder entstehen_
Ein bemerkenswerter Artikel von Marco Leonardo zu Sinn und Unsinn von Schulen. Ein Ausschnitt aus der „Kent-Depesche“.

Insgesamt gibt es also wieder jede Menge Denkanreize und Aufmunterungen zum Weiterforschen, außerdem noch Amüsantes, Horoskopisches und Kurzgemeldetes. Zugreifen, solange noch Exemplare parat sind, es lohnt sich wie immer!

Homepage der Zeitschrift: http://www.aufklaerungsarbeit.de

Oliver Loffhagen und Co. – Animalize Vol. 28

“Es war überfällig, unumgänglich, lang ersehnt, unausweichlich und soooo schön!” Die “Animalze”-Crew freut sich im Editorial der 28. Ausgabe wie eine Horde Schneekönige. Recht haben sie. Denn das 46 Seiten starke Heft besitzt zwar eine nicht ganz soooo souveräne Themenmischung und schon gar kein galaktisch innovatives Layout, dafür stecken in den einzelnen Interviews aber jede Menge Herzblut und Information.

So lernen wir, dass John Bush von ANTHRAX den Traum hat, “ohne alles zu sterben”. Geld allein macht eben doch nicht glücklich. Ähnlich minimalistisch ist Quorthon von BATHORY eingestellt, der zu der Erkenntnis gekommen ist, kein Hifi-Freak zu sein und lieber seine alten Kassetten laufen lässt. Später erzählt Quorthon noch, was ihm in den Anfangszeiten von BATHORY alles so passierte: Etwa die Story von einem Plastiksack voller Friedhofserde, der zu ihm per Post kam. Später stellte sich heraus, dass auf der Erde sogar ein weiblicher Fan masturbiert hatte. Wird der Briefträger damals einen Spaß gehabt haben…! Ingo Appelt hat bei seinem Interview ganz andere Probleme zu lösen und verdaut noch seinen Rauswurf bei ProSieben. EXTRABREIT werden auf fünf Seiten ausgewälzt und bemerken, dass zu ihren großen Zeiten das Wort “Kult” eine Synonym für Scheiße war. Dagegen räsonieren HELLOWEEN auf ihren drei Seiten unter anderem über existierende oder eingebildete “Zweifler und Neider”. Außerdem erfahren wir, dass LORDI gern mal die Geisterbahn im Vergnügungspark gestalten würde. So weit, so abwechslungsreich. Die Interviews sind allesamt gut lesbar, wenn auch manchmal einen Tick zu lang. Jedoch merkt man den “Animalize”-Schreibern ihre lange Erfahrung an, die Hälfte der Redaktion arbeitet sowieso hauptberuflich bei vampster.de. Die Qualität setzt sich auch in den sechs Review-Seiten fort – sie lesen sich allesamt gut und sind anschaulich geschrieben. Allerdings fehlt mir gerade bei den Kritiken der Drang, eine Scheiß-Platte auch einmal richtig runterzuschreiben, fast alle Reviews enden mit Kauf- oder Ancheck-Empfehlungen. Hier fehlt die flotte Spritzigkeit, die ein Magazin wie etwa das “Cothurnus” zu einem echten Lesehammer macht.

Das größte Problem des “Animalize” liegt aber woanders: So schön die Texte sind und sich das Papier anfasst, so bieder ist das Layout beim Öffnen des Heftes. Ganze Doppelseiten voll textlicher Bleiwüsten schrecken definitiv ab – da will nur weiterlesen, wer die zugehörige Band auch wirklich mag. Außerdem gibt es noch viel zu oft grobe und “echte” Layoutschnitzer. Ein Beispiel: Eigentlich sind die Interviewer-Fragen immer gefettet, dafür erscheinen die Antworten in “Normal”-Schrift. Dumm wird es nur, wenn sich plötzlich beide Schriftarten vertauschen – Verwirrung pur. Ähnlich schlecht sind die Anfänge der Interviews zu finden, hier wären Schriftzüge der Bands als Hinweis ganz angebracht. Außerdem schweben einige der herausgehobenen Zitate zu sehr im luftleeren Raum, der Leser hat keine Ahnung was sie bedeuten sollen – kleine Untertitel würden hier Wunder wirken.

Dennoch ist das “Animalize” ein empfehlenswertes und ehrliches Magazin, zumal es auf Konzerten und in Clubs zum Teil sogar kostenlos verteilt wird. Inzwischen haben sich besonders auf der [Homepage]http://www.animalize.de einige echte Perlen versteckt. Unter anderem gibt es inzwischen Interviews aus vierzehn Jahren Heftgeschichte und einen unglaublichen “Animalize-Girls”-Wettbewerb voller Anmut, Grazie und Rock’n’Roll… harhar! Ergo: Auf die nächsten Ausgaben und ein bis dahin verbessertes Layout!

PS: Das Heft gibt es noch zu bestellen. Sendet einfach zwei Euro an:

Animalize
Oliver Loffhagen
Postfach 1217
23752 Oldenburg

Autorenkollektiv – Aufklärungsarbeit Nr. 14

Nachdem ich euch die Ausgabe 13 der „Aufklärungsarbeit“ bereits unterschlagen habe und Ausgabe 15 schon wieder unterwegs ist, wird es höchste Zeit, euch die mir derzeit vorliegende Ausgabe 14 vorzustellen. Einige nähere Ausführungen zu diesem ungefähr monatlich erscheinenden alternativen Magazin hatte ich ja bereits an [dieser Stelle]http://www.powermetal.de/book/anzeigen.php?id__book=124 geschrieben, kommen wir also diesmal direkt zum Inhalt des (noch) aktuellen Heftes.

Diesmal konzentriert sich das Redaktionsteam ganz auf allerhand rund um Ägypten und die Pyramiden. Insbesondere hat man sich mit dem Ingenieur Axel Klitzke, Jahrgang 1947 und Autor des ungewöhnlichen Werkes „Die kosmische 6“, Verstärkung ins Team geholt und sich erneut auf den Weg nach Ägypten begeben, um die derzeitigen Entwicklungen auf dem Gizeh-Plateau zu beobachten und allerlei Vermessungen anzustellen. Doch dazu gleich mehr.

Das Thema „Ägypten“ wird in diesem Themenheft sehr vielseitig angegangen. So gibt es Artikel zu weniger bekannten, aber um so faszinierenderen Teilen der altertümlichen Historie des ägyptischen Reiches, Ausführungen zur Mythologie und Kultur, unerwartete Neuigkeiten zur Sperrzone und zum Mauerbau rund um das Plateau und, ganz zentral, exklusive Arbeiten und Berechnungen sowie Vermessungen von Herrn Klitzke, die Erstaunliches zu Tage fördern. Als Einstieg in diesen Hauptteil des Heftes gibt es noch ein Essay über das Wesen der Zahlen und die Verbindungen zur Mystik und Mythologie. Denn wie in allen anderen alten Hochkulturen auch, so waren Wissenschaft, Architektur, Mystik und Mythen eng miteinander verwoben und gingen fließend ineinander über, so dass man zu einem wirklichen Verständnis und einer Dekodierung dessen, was uns die Altvorderen hinterlassen haben, über den Spezialisierungstunnelblick hinaus Betrachtungen anstellen muss, deren Breite durch die Artikelauswahl recht gut abgedeckt wird.

Für den zentralen Heftteil kommt man somit allerdings nicht umhin, so manchen Zahlenkolonnen und -spielereien sowie (allerdings einfachen) Berechnungen zu folgen, dabei assoziativ mitzudenken und sich die Bedeutung so manchen Zusammenhangs, verborgen und ausgedrückt in Zahlenwerten, genüsslich durch den Kopf gehen zu lassen.

Der Inhalt des Heftes gestaltet sich nun im Einzelnen wie folgt:

_Echnaton_
Ein Versuch, in knappen Sätzen eine der schillerndsten Epochen überhaupt zu fassen.
Von Maria S. Rossmanith

_Rätsel der Amarna-Kultur_
und: War der Schauplatz um Echnaton eine Ausschlag gebende Quelle des Christentums?
Von Andreas von Rétyi (Bestseller-Autor, „Die Stargate-Verschwörung“)

_Die Große Pyramide und die Freimaurer_
Warum sagten die Ägypter das größte Spektakel zum Millennium ab?
Von Robert G. Bauval

_Das letzte Geheimnis der Cheops-Pyramide?_
Eine schwache Vorstellung des ZDF. Rückbetrachtung der Schachtöffnung von 2002, um aktuelle Entwicklungen ergänzt.
Von Manuel Strapatin

_Sperrzone Pyramiden_
Wer mauert sich da seinen Weg frei?
Manuel Strapatin war mit einem kleinen Team vor Ort und hat sich die eigenartigen und geheimniskrämerischen aktuellen Vorgänge auf dem Plateau näher angesehen. Zum Beispiel den meterhohen Sicherheitszaun und die Mauer, die seit dem Sommer 2002 am Plateau hochgezogen werden und sich kilometerweit in die Wüstenlandschaft erstrecken.

_Geheimnis und Wesen der Zahlen_
Die architektonischen Details der altägyptischen Bauten sind natürlich kein Zufall, ebenso wie die Mystik in die Abmessungen gotischer Kathedralen einfloss. Barbara Thielmann vom Caduceum liefert numerologische Betrachtungen zur Entstehung und Bedeutung der Ziffern,

_Die Geheimnisse Ägyptens_
Auf 22 Seiten bietet Axel Klitzke neueste Forschungsergebnisse rund um ägyptische Maße und Architektur:

* Der Urzoll, die Zahlenfolge (1)-2-7-3-2 und die Cheops-Pyramide
* Die Geheimnisse der Cheops-Pyramide, Königs-Elle und Code des „Sarkophags“
* Die Bedeutung von Königinnen- und Königskammer

Außerdem: Die Sterne im November, Kurzmeldungen und redaktionelles Vorwort

Homepage des Magazins: http://www.aufklaerungsarbeit.de/

Persona Non Grata e.V. – Persona Non Grata

Das Heft beginnt im Editorial mit einer Abhandlung über Ledertangas mit „Warlock“-Applikation für Männer, zum Beispiel als „Schutz vor den Zumutungen des Lebens“. Ja, das PERSONA NON GRATA-Heft ist anders als andere Hefte – und besser. Die Macher verzichten auf den Tunnelblick und schauen in die Breite, alles (Un-)Mögliche von Pop bis Metal tummelt sich auf den fast 150 Seiten, Hauptsache es ist abgedreht und hat eine nachvollziehbare musikalische Seele. Das aktuelle Heft bietet für abgedrehte Metal-Heads genau den richtigen Fokus: Es gibt lange und informative Specials über die Labels „Relapse“ und „Rage of Achilles“. Gerade der „Relapse“-Teil über fast 17 Seiten besticht durch ein Interview mit dem Label-Chef Matt Jacobson und die Vorstellung der wichtigsten „Relapse“-Bands wie NASUM, DISFEAR und BURNT BY THE SUN. Außerdem wird noch das Sublabel von „Relapse“, die Schmiede von „Release“-Records ausreichend gewürdigt. Zu „Rage Of Achilles“ stehen 14 Seiten im Heft, ähnlich informativ, ähnlich schön geschrieben.

PERSONA NON GRATA hebt sich wohltuend vom restlichen Magazin-Einerlei ab. Fast poetisch geschriebene Berichte aus der Pop- bis Metal-Schiene lesen sich ähnlich gut wie die im Heft enthaltenen Kurzgeschichten. Der Hit der aktuellen Ausgabe ist ein Erfahrungsbericht von 1990: Ein Typ besucht darin mit seinen Freunden das erste „DDR-Grind-und-Noisecore-Festival“ und erlebt traumatische Ereignisse in einem Inferno aus Alk, Schlamm und Grindcore-Freaks. Die Reviews sind ebenso genial geschrieben, der Mundwinkel verzerrt sich öfters zu einem Lächeln, besonders die Verisse bestechen durch Häme und Bosheit. Damit ist PERSONA NON GRATA eine intellektuellere Variante des „Cothurnus“-Magazins, leider jedoch ohne ganz dieses Niveau zu erreichen. Das liegt einmal am manchmal etwas unübersichtlichen Layout, oft auch an der verwendeten und nicht unbedingt lesefreundlichen Schriftart. Wer sich allerdings in den Stil des dicken Heftes hineingefuchst hat, wird es auch bis zum Ende lesen, zumal tolle Anatomie-Fotos auch die Medizin-Freaks unter den Lesern befriedigen. Der Preis für die reguläre neue Ausgabe beträgt drei Euro. Allerdings gibt es noch eine besondere Ausgabe mit zwei CDs, die das Wort „Preis-Leistung“ neu definiert. Die Bonus-Edition kostest sechs Euro, dafür ist auf den zwei beiliegenden CDs fast der komplette Back-Katalog (WAHNSINN!!!) von „Realpse“ und „Rage of Achilles“ vertreten. Zudem kommt die teurere Ausgabe in einem edlen silbergeprägten schwarzen Umschlag. Die Bezugsadresse: Die Netzseite von [Persona Non Grata]http://cms.png-online.de/ oder Sven Hartig, Arthur-Hoffmann-Str. 69, 04275 Leipzig.

CD 1:
KAPTAIN SUN – Golden Harvest
HATEPULSE – God Of Hypocrisy
FACEBRAKER – Beyond Redemption
OMNIUM GATHERUM – Amor Tonight
APOCRYPHAL VOICE – Choose Your Side
AXIS OF PERDITION – To Walk The Corridors Of Hell
THE ENTITY – Duality
SONATA NOCTURNA – Hatefull
FROST – Rest In Piss
DARKFLIGHT – Under The Shadow Of Fear
DER GERWELT – Into Mayhem

CD 2:
BURNT BY THE SUN – Forlani
MASTODON – March Of The Fire Ants
NOSTALGIA – Occulta Fama
DYSRHYTHMIA – And Just Go
BURST – Sculpt The Lives
NILE – Sacrophagus
NASUM – Scoop
HIGH ON FIRE – Hung, Drawn And Quartered
AGORAPHOBIC NOSEBLEED – Mosquito Holding Human Cattle Prod
ALCHEMIST – Alpha Capelle Nova Vega
MANDIBLE CHATTER – Tangle In Delirium
TODAY IS THE DAY – Crooked
ALABAMA THUNDERPUSSY – Motor-Ready
PIG DESTROYER – Piss Angel
DILLINGER ESCAPE PLAN – Clip The Apex … Accept Instruction
vidnaObmana – Spore
NEUROSIS – The Tide (Single Edit)
DISFEAR – The Horns
HALO – Meat