Archiv der Kategorie: Sachbuch

Marina Lommel – Low Carb typgerecht express: 70 schnelle Schlankrezepte für Eilige

Worum gehts?

Low Carb ist derzeit in aller Munde. Es wird von einer sehr vielversprechenden und gesunden Ernährungsform gesprochen. Doch handelt es sich hierbei wirklich um einen abwechslungsreichen Essensplan oder kommt jeden Tag nur Fleisch, Eier und Käse auf den Teller? Nein,m Gegenteil – eine gut zusammengesetzte Low Carb Ernährung ist sogar sehr vielfältig. Es kommen viele frische Nahrungsmittel auf den Teller und das Ganze ist nicht zeitaufwändiger als eine kohlenhydratreiche Ernährungsform.

In diesem Buch werden schmackhafte Rezepte aller Kategorien für Eilige vorgestellt. Wobei viele Vorlieben bzw. Lebensmittelunverträglichkeiten berücksichtigt werden, so dass zum Beispiel auch Vegetarier, Zöliakiebetroffene und Diabetiker auf ihre Kosten kommen.

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Hans Frey – James Tiptree Jr. Zwischen Entfremdung, Liebe und Tod

Liebe ist der Plan: James Tiptrees Werk & Vermächtnis

James Tiptree Jr. war das Pseudonym der Psychologin Alice B. Sheldon (1915-1987). Sie begann nach einem bewegten Leben erst mit 53 Jahren SF zu veröffentlichen und avancierte in kurzer Zeit mit aufregenden Storys zum Szenestar. Selbst der Routinier Bob Silverberg hielt sie für einen Mann.

In der Rolle als fiktiver Autor, der real eine Frau war, forcierte Tiptree feministische Themen und verhalf den Frauen in der SF zum Durchbruch. Doch Tiptrees Bedeutung geht weit darüber hinaus. Durchaus der klassischen SF verbunden, gehört Tiptree zu den innovativen Autoren der US-amerikanischen New Wave. Nach ihrem Pseudonym wurde der James Tiptree, Jr. Award ((https://de.wikipedia.org/wiki/James_Tiptree,_Jr._Award )) benannt, der jedes Jahr für Werke der Science-Fiction oder Fantasy vergeben wird, die die Geschlechterrollen untersuchen und das Verständnis dafür erweitern.

Hans Frey liefert einen ausführlichen Überblick zu leben und Werk dieser außergewöhnlichen Schriftstellerin. Abgerundet wird der Band durch eine umfassende und aktuelle Bibliographie von Joachim Körber. (erweiterte Verlagsinfo)
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Sammons, Martha C. – Reiseführer durch Narnia, Der

_Hilfreicher Führer durchs Wunderland_

Die „Narnia-Chroniken“ von [Clive Staples Lewis,]http://de.wikipedia.org/wiki/Clive__Staples__Lewis einem zum Anglizismus konvertierten Oxford-Professor, haben weltweit Millionen Kinder bezaubert und ihnen etwas über die tieferen Gründe von Ethik, Moral und Religion beigebracht. Doch abgesehen von der vordergründigen, spannenden Handlung stecken doch etliche Geheimnisse in den Büchern.

Diese Geheimnisse versucht Martha C. Sammons aufzudecken – sie nennt zudem „Namen, Orte, Fakten“ und erklärt sie. Das ist besonders bei Personen- und Ortsnamen nützlich, die in einer übersichtlichen Liste erläutert werden. Dass dabei das Oxford Dictionary of English, eine Art Sprachenzyklopädie des Englischen, zu Ehren kommt, dürfte nicht weiter verwundern – schließlich kannte sich Lewis als Professor mit dieser Materie sehr gut aus. In seinem Diskussions- und Lesekreis, den Inklings, gab zum Beispiel auch ein Sprachtüftler namens Professor Tolkien seine Erfindungen zum Besten. Sie sind gemeinhin als „Der Herr der Ringe“ und „Der Hobbit“ bekannt geworden.

Folgende Kapitel hat Sammons‘ Buch:

1. Der Schöpfer der Narnia-Chroniken
2. Wie die Narnia-Geschichten entstanden
3. Die Chroniken von Narnia (alle 7 Bände)
4. Das Land Narnia
5. Aslan – der Schöpfer Narnias
6. Narnias Figuren
7. Geschöpfe des Bösen
8. Christliche Gedanken in den Narnia-Erzählungen – Eine Zusammenfassung

Dass das letzte Kapitel aufgenommen wurde, liegt nahe, denn Lewis lag bis zu einem bestimmten Tag des Jahres 1929 im Widerstreit mit der christlichen Religion und ihren Inhalten. Nach diesem Tag konnte er diese Inhalte wie kein anderer in fiktionale Form gießen. Diese Bücher sind samt und sonders beim christlichen Verlag [Brendow]http://www.brendow-verlag.de in Moers (bei Köln und Aachen) erschienen. |Brendow| verlegte auch Stephen Lawheads Trilogie „Das Lied von Albion“, das bei |Bastei Lübbe| im Taschenbuch erschienen ist.

Man muss den Schlussfolgerungen und Interpretationen der Autorin nicht beipflichten, um Vergnügen und Nutzen aus dem schmalen Band zu ziehen. Aber jedem Anglisten liefert Sammons wertvolle Hinweise. Jedem Narnia-Leser liefert sie nicht nur das, sondern auch Überblick (mehrere Karten, Index, vergleichende Chronologie) und tiefere Bedeutung.

_Der Autor Clive Staples Lewis (1898-1963)_

Clive Staples Lewis, der von 1898 bis 1963 lebte, war ein Freund und Kollege Professor J.R.R. Tolkiens. Dass dieser zufällige Umstand ihn auszeichnen soll, lässt darauf schließen, dass er im Bewusstsein der gegenwärtigen Leser hinter seinem bekannter gewordenen Kollegen zurückgetreten, wenn nicht sogar fast verschwunden ist. Tolkiens Stern leuchtet heller.

Dabei hat Lewis sowohl in der Fantasy als auch Science-Fiction Spuren hinterlassen. Auch in der Philosophie und Theologie schrieb er bekannte und gelobte Werke. Doch lediglich die „Chroniken von Narnia“, Fantasy für kleine und große Kinder, wurden auch verfilmt. Die Science-Fiction-Trilogie „Perelandra“, ein ambitionierter Weltentwurf, ist dagegen zu sperrig und dialoglastig für den heutigen Geschmack geraten.

|Originaltitel: A guide through Narnia, 1979
Aus dem US-Englischen übertragen von Christian Rendel|

Marina Lommel – Schlank mit Keto: Der 21-Tage-Kickstart nach dem Low-Carb-Prinzip

Worum gehts?

Die ketogene Ernährung – die strengste Form von Low Carb. Es wird nahezu komplett auf kohlenhydrathaltige Lebensmittel verzichtet, stattdessen ist hochwertiges Fett bei dieser Form der Ernährung der Hauptenergielieferant. Der Körper erreicht dadurch den Zustand der Ketose und das Gehirn wird mit sogenannten Ketonkörpern statt Glucose versorgt. Dies hat den positiven Effekt, dass das Gehirn auf lange Sicht keinen Zucker mehr aus der Nahrung fordert, gleichzeitig bleibt ein ständiges Hungergefühl aus.

Durch den gleichhaltenden Insulinspiegel werden Heißhungerattacken vermieden, während im Körper eine ununterbrochene Fettverbrennung stattfinden kann. Diese Art der Ernährung hat – wenn man ein paar Dinge beachtet – eine große positive Auswirkung auf unseren Organismus und man kann die Spirale der Zuckersucht durchbrechen.

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Jeannine Mik und Sandra Teml-Jetter – Mama, nicht schreien!: Liebevoll bleiben bei Stress, Wut und starken Gefühlen.

Worum gehts?

Mama werden ist nicht allzu schwer, Mama sein umso mehr! Genau darum geht es in diesem Buch. Welche Mutter oder Vater kennt sie nicht? Diese Situationen, in denen man am liebsten aus seiner eigenen Haut fahren möchte. Gerade hat man die eine Auseinandersetzung mit seinem Dreikäsehoch beendet, dreht sich um und sieht das nächste Chaos. Oft verliert man in solch einer Situation die Nerven, wird laut oder sogar handgreiflich. Dies sollte natürlich keinesfalls passieren und dieses Buch soll Eltern dabei helfen. Gelassen, liebevoll begleitend und nervenstark den nicht immer einfachen Alltag mit Kindern zu bewältigen.

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Stephan Orth – Couchsurfing in China

Urlaub im Überwachungsstaat

Er reist mit Vorliebe durch Länder mit einem schlechten Ruf: Drei Monate lang erkundet Bestsellerautor Stephan Orth China, um herauszufinden, wie die neue Weltmacht tickt. Er besucht Metropolen, die mit totaler Überwachung experimentieren, und abgeschiedene Dörfer, in denen fürs Wilkommensessen der Hund geschlachtet wird. Auf seiner Reise von Couch zu Couch versucht er sich als Wettkampf-Korbflechter, tanzender Englischlehrer und Casino-Glücksritter – und lernt, welche Träume und Ängste die Menschen bewegen. (Verlagsinfo)

Inhalt und Eindrücke

Drei Monate dauerte der Trip des Autors durch das riesige Land China. In gewohnter Manier erzählt Orth auch im dritten Band „Couchsurfing in …“ die Geschichte seiner Reise, indem er jeder Station in einer Stadt ein eigenes Kapitel widmet.

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Sarah Baxter – 500 Walks

Legendäre Erlebnis-Wanderungen weltweit

Jede Wanderung bietet die Möglichkeit zu entspannen, zu entschleunigen und gleichzeitig aktiv zu sein. Während man sich neu mit der Natur verbindet, lassen sich einsame, wilde oder auch malerische Landschaften erkunden und dabei neue Bekanntschaften mit Menschen von überall her schließen. 500 Wanderungen aus der ganzen Welt – von einfachen Routen für Ausflüge bis zu anspruchsvollen Fernwanderwegen für passionierte Wanderer – bieten dabei überraschend Neues und lassen uns die Vielfalt unserer Erde kennenlernen. Begeben Sie sich mit diesem Buch auf einen erlebnisreichen Tagestrip oder eine wunderbare Reise. (Verlagsinfo)

Inhalt und Eindrücke

„500 Walks“ ist nicht nur eine bebilderte Sammlung von Wanderungen rund um den Globus, sondern vielmehr auch ein Zeitreiseführer, der gleichzeitig die Weltgeschichte auf interessante Weise miteinbezieht. Autorin Sarah Baxter erläutert die Idee und Struktur der zunächst etwas ungewöhnlich erscheinenden Sortierung in ihrer Einleitung.

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Uwe Anton – Robert Silverberg. Zeiten der Wandlung (SF Personality 26 )

Gelungenes Porträt eines SF-Titanen

„Uwe Anton liefert einen ausführlichen Überblick zu Leben und Werk dieses außergewöhnlichen Schriftstellers. Abgerundet wird der Band durch ein[e] Ehrengastrede Silverbergs, die er auf der bisher einzigen World Science Fiction Convention (WorldCon) in Deutschland gehalten hat, sowie eine Bibliographie von [Übersetzer und Verleger] Joachim Körber.“ (ergänzte Verlagsinfo) Der WorldCon fand 1970 in Heidelberg statt.
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E. Benjamin Skinner – Menschenhandel. Sklaverei im 21. Jahrhundert

Der moderne Sklavenhandel – ein Milliardengeschäft

Nie gab es mehr Sklaven als heute: 27 Millionen Menschen. Sklaverei ist ein globales Phänomen und aktueller denn je. Auch in Deutschland ist Sklaverei in Form von Zwangsprostitution an der Tagesordnung. Überall auf der Welt begegnet der Autor einem blühenden Menschenhandel. Er infiltrierte Schleusernetzwerke, traf sich mit Kinderhändlern auf Haiti und im Sudan, beschreibt das Schicksal einzelner Opfer und lässt diese zu Wort kommen. Doch was unternehmen westliche Industrienationen wie die Vereinigten Staaten gegen Sklavenhandel? Dieses Kapitel ist so spannend wie ein Krimi.

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tiptoi® Mein Wörter-Bilderbuch Tiere

Worum gehts?

Weltweit gibt es in den verschiedenen Lebensräumen unzählig viele Arten von Tieren. In diesem neuen Bilderbuch von Tiptoi lernen Kinder spielerisch und mit viel Spannung und Eigeninitiative neben unseren heimischen Tieren ebenfalls die exotischen Tiere kennen. Solche, die in der Savanne, im Regenwald und am Nordpol leben.
Was ist Tiptoi?

Tiptoi ist ein audiodigitales Lern- und Kreativsystem des Ravensburger-Verlags. Mit den zahlreichen Büchern, Puzzlen, Spielen, u.ä. lernen Kinder aller Altersgruppen täglich neue spannende Dinge kennen. Bei der Handhabung ist jedes Kind sozusagen sein eigener Herr, denn es bestimmt selbst was und wen es entdecken möchte. Es erklingen verschiedene Geräusche, Melodien und/ oder Texte sobald man mit dem dazugehörigen Stift Bilder antippt. Ebenfalls hat man die Möglichkeit spielerisch sein neuerworbenes Wissen abzufragen.

Kinder können so täglich ihren Wortschatz erweitern und lernen neue Zusammenhänge kennen, und das auf eine ganz kindgerechte Art und Weise, bei der Spiel und Spaß an erster Stelle stehen.

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John Naish – GENUG. Wie Sie der Welt des Überflusses entkommen

Praktische Anleitung zum Zufriedensein

Mehr Informationen, mehr Essen, mehr Sachen, mehr Statussymbole. Heute gibt es von allem mehr, als wir jemals nutzen, genießen oder uns leisten können. Trotzdem rücken wir in der Überflussgesellschaft keinen Millimeter von der ältesten Überlebensstrategie der Menschheit ab: zu horten. Wir wollen immer mehr, auch wenn es uns krank, müde, übergewichtig, unzufrieden und arm macht. Die Welt des Überflusses zerstört jedoch unsere persönlichen Ressourcen ebenso gründlich wie die unserer Heimatwelt. (abgewandelte Verlagsinfo) Naish zeigt uns die Probleme ebenso wie die Strategien, wie wir sie bewältigen können. Praktische To-do-Listen helfen den Betroffenen ganz konkret – sofern sie sie beherzigen.
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Jean-Jacques Greif – Marilyn. Eine Biografie

Leben einer Filmgöttin, Leben eines Waisenkinds

Als Marilyn Monroe am 5. August 1962 tot aufgefunden wurde, starb ein Weltstar. Doch ob ihr Namen nun Norma Jeane Mortensen oder Norma Jean (ohne E) Baker war, darüber streiten sich die Gelehrten (wie schon damals die Standesbeamten) noch heute. Verschwörungstheorien ranken sich um ihre letzten Tage, als Geliebte des US-Präsidenten und des Justizministers soll sie Staatsgeheimnisse gekannt und vom FBI beseitigt worden sein.

Die tagebuchartige Auto-Biografie Marilyns enthüllt uns einen Menschen, der Glück suchte und es nur selten fand. Dabei nimmt die Erzählerin Marilyn kein Blatt vor den Mund, wenn es um Gott und Sex geht.
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Duriez, Colin – Tolkien und C. S. Lewis – Das Geschenk der Freundschaft

_Zwei Autoren in christlicher Mission, kritisch betrachtet_

Es gibt schon eine Reihe von Biografien über Lewis, den Schöpfer der Narnia-Chroniken, und Tolkien, den Schöpfer von Mittelerde. Das vorliegende Buch ist jedoch eine Biografie der besonderen Art: Nicht nur unternimmt es der Autor, gleich zwei Schriftsteller zu porträtieren, sondern auch noch ihre persönliche und literarische Wechselwirkung so zu würdigen, dass unser Verständnis von ihrer beider Werk erhöht und erweitert wird. Man sollte beachten, dass „Der Herr der Ringe“ ohne das Drängen C. S. Lewis’ nie vollendet worden wäre. Was sich Duriez vorgenommen hat, ist zweifellos eine anspruchsvolle Aufgabe. Mal sehen, ob er sie bewältigen konnte.

_Der Autor_

Colin Duriez hat laut Verlag sowohl über Tolkien als auch über C. S. Lewis und ihr jeweiliges Werk geforscht und gelehrt. „Er ist in Narnia und Mittelerde zu Hause und lebt in einem Haus voller Bücher in Leicester, England.“ Sein Buch erschien trotzdem zuerst in New Jersey, USA.

_Die vorgestellten Autoren_

|John Ronald Reuel Tolkien|

… wurde 1892 im südafrikanischen Bloemfontein geboren, übersiedelte aber schon zwei Jahre später nach England in die Nähe von Birmingham. Schon früh erweckte seine Mutter in ihm eine Vorliebe für Sprachen, er entwickelte eigene Sprachsysteme, so etwa zwei für Elben, eines für Zwerge und mehrere für Menschen. Sein Studium der englischen Sprache und Literatur in Oxford bestand er mit Auszeichnung. 1916/17 kämpfte er in Frankreich, wurde verwundet und lag längere Zeit im Lazarett, wo er anfing, seine Privatmythologie niederzuschreiben (gesammelt in den „Verschollenen Geschichten“). Danach ging er als Lektor und später Professor an die Uni Leeds, dem sich eine 34-jährige Laufbahn als Professor für Angelsächsisch in Oxford anschloss.

1937 erschien mit [„The Hobbit“]http://www.buchwurm.info/book/anzeigen.php?id__book=481 sein erster Bucherfolg, der ihn bekannt machte. Als sein Veleger eine Fortsetzung bestellte, begann Tolkien „Der Herr der Ringe“ zu schreiben. Er brauchte nach drei Anläufen insgesamt zwölf Jahre dafür. Doch obwohl der 1000-Seiten-Roman 1949 fertig war, konnte er wegen Papierknappheit erst 1954 und 1955 in drei separaten Bänden erschien. Dadurch erschien der Roman als eine Trilogie, was er keineswegs ist.

Nach Tolkiens Tod 1973 arbeitete sein Sohn Christopher den umfangreichen Nachlass auf. Das Ergebnis erschien 1978 unter dem Titel [„The Silmarillion“.]http://www.buchwurm.info/book/anzeigen.php?id__book=408 Es enthält Schöpfungsmythen, Heldensagen und zahlreiche Gedichte sowie Anhänge.

|Clive Staples Lewis|

…, der von 1898 bis 1963 lebte, war ein Freund und Kollege Professor J. R. R. Tolkiens (mehr dazu weiter unten). Dass dieser zufällige Umstand ihn auszeichnen soll, lässt darauf schließen, dass er im Bewusstsein der gegenwärtigen Leser hinter seinem bekannter gewordenen Kollegen zurückgetreten, wenn nicht sogar fast verschwunden ist. Tolkiens Stern leuchtet heller.

Dabei hat Lewis sowohl in der Fantasy als auch Science-Fiction Spuren hinterlassen. Auch in der Philosophie und Theologie schrieb er bekannte und gelobte Werke. Doch lediglich die „Chroniken von Narnia“, Fantasy für kleine und große Kinder, wurde auch verfilmt. Die Science-Fiction-Trilogie [„Perelandra“,]http://www.buchwurm.info/book/anzeigen.php?id__book=1665 ein ambitionierter Weltentwurf, ist eben zu sperrig und dialoglastig für den heutigen Geschmack.

Viel ist in die Narnia-Romane hineingedeutet worden. Dies muss nicht alles wiederholt werden. Feststeht aber, dass die Narnia-Chroniken seit über 50 Jahren in Großbritannien zum Standard der Jugendliteratur gehören, und das sicher nicht ohne Grund – sie verbinden Abenteuer und Wunder mit einer christlichen Botschaft.

Hier kommen altbekannte Fantasythemen zum Tragen, so etwa der Gegensatz zwischen Gut und Böse. Außerdem ist Narnia eine Parallelwelt, die durch ein Tor erreicht wird; es gibt sogar Zeitreisen und andere Dimensionen. Die Bücher werden als christliche Allegorien interpretiert, aber das würde ihnen wenig gerecht: Sie sind hervorragende und bewegende Geschichten – wenn auch mit sprechenden Tieren.

Mehr Infos sind auf http://www.narnia.com und http://www.narnia-welt.de zu finden.

_Inhalte_

1) Im ersten Kapitel „Prägejahre“ wird der Zeitraum von 1892, dem Geburtsjahr Tolkiens, bis 1925, als sie sich zum ersten Mal begegneten, betrachtet. Wer über die Biografie der Autoren detailliert Bescheid weiß, kann diesen Abschnitt überspringen. Tolkien liebt seit 1907/08 Edith Bratt, doch 1909 wird ihr Verhältnis entdeckt und sie werden getrennt. Er wird sich erst 1914 mit ihr verloben können, nachdem sie zu seiner römisch-katholischen Kirche übergetreten ist. Erst zwei Jahre später können sie heiraten. Dies ist unter dem Aspekt des Beren-Lúthien-Motivs bedeutsam.

Lewis hingegen heiratete erst 1956, als erst schon 58 war. Beide aber waren Soldaten im Ersten Weltkrieg: Tolkien erkrankte 1916 am Grabenfieber und verlor alle seine Jugendfreunde, im April 1918 wurde Lewis schwer verwundet, so dass er bereits für tot gehalten wurde. 1924 sind beide bereits Profi-Dozenten: Tolkien ist in Leeds Professor für Englische Sprache geworden (nach drei Jahren Assistenzprofessur), Lewis vertritt einen Professor in Oxford, wird 29 Jahre lang Fellow in Oxford, bekommt einen eigenen Lehrstuhl aber erst 1954 – in Cambridge (auf Drängen Tolkiens hin).

2) Das zweite Kapitel trägt den Titel „Begegnung in Geist und Fantasie: ‚Tolkien und ich sprachen über Drachen …'“ und deckt die Jahre 1926 bis 1929 ab. Zu dieser Zeit war C. S. Lewis noch ein Atheist, und seine Begegnung mit einem strenggläubigen Katholiken wie J. R. R. Tolkien verlief alles andere als reibungslos.

1925 bekam Tolkien eine Oxford-Professur für Angelsächsisch. Für den 11. Mai 1926 wird die erste Begegnung der beiden Dozenten dokumentiert. Nachdem er sich drei Jahre lang mit Tolkiens Ansichten und dessen Glauben auseinandergesetzt hat, wird Lewis zunächst Theist: Es gibt einen Gott – aber wie sieht er aus? Am 25.9.1929 stirbt sein Vater in Belfast (Lewis ist Nordire).

Seit 1912 erfindet Tolkien neue Sprachen auf der Grundlage des Walisischen (Sindarin) und des Finnischen (Quenya), dann beginnt er mit seiner privaten Mythologie 1916. Ende 1929 zeigt er Lewis seine „Skizze der Mythologie“ und ein langes Erzählgedicht mit dem Titel „Lay of Leithien“, der es in der Nikolausnacht komplett durchliest.

3) Eine Welt aus Geschichten: „Mythopoeia“ (1929-1931)

1930 oder 1931 beginnt Tolkien mit „Der kleine Hobbit“, das 1937 zu einem großen Kinderbucherfolg werden soll. Am 19./20. September 1931 kommt Lewis zu der Überzeugung, dass der christliche Glaube wahr sein muss. Am 28. September 1931 erlebt er auf der Fahrt im Beiwagen eines Motorrads, das sein Bruder Warren steuert, eine Epiphanie und kehrt zum 1911 verlorenen christlichen Glauben zurück.

4) Die dreißiger Jahre: Der Kontext der imaginativen Orthodoxie

Ende 1932 gibt Tolkien seinem Freund Lewis eine unvollständige Erstfassung des „kleinen Hobbits“ zu lesen. Lewis ist begeistert. Er hat bereits 1931 mit der Niederschrift eines eigenen Fantasy-Romans begonnen, der den seltsam programmatisch klingenden Titel „Flucht aus Puritanien“ trägt. Lewis tut sich in zahlreichen Debattierklubs der Universitätsstadt hervor, um seinen christlichen Glauben zu festigen. Er unterliegt in all den Jahren nur ein einziges Mal: gegen eine Frau!

5) Beginn der „Inklings“: Geteilte Freundschaft? (1933-1939)

Im Herbst 1933 versammelt Lewis zum ersten Mal einen Freundeskreis, der sich den Namen „Die Inklings“ gibt. Er ist die Fortsetzung des Literatenkreises „The Coalbiters“. Die Inklings treffen sich meist in einem Pub namens „The Child and Eagle“, den sie in ihrer despektierlichen Art stets „The babe and bird“ nennen. Bedeutende Literaten wie Charles Williams und Dorothy L. Sayers versammeln sich hier, aber auch Nichtschriftsteller wie der Philosoph Owen Barfield. 1936 erhält Lewis erstmals einen Brief von Williams, der sich für die positive Besprechung seines Romans „Die Stätte des Löwen“ bedankt. Tolkien wurde stets „Ronald“ genannt und Lewis immer „Jack“.

1936 rehabilitiert Tolkien vor wichtigen Mitgliedern der British Academy „Beowulf“ und die Märchen in seiner Vorlesung „Beowulf: Die Ungeheuer und ihre Kritiker“. Er vertieft diesen Ansatz 1939 in der Vorlesung „Über Märchen“. Beide Autoren entwickeln ihr literarisches Programm weiter, das sie in „Mythopoeia“ konzipierten.

6) Zweimal hin und wieder zurück: „Flucht aus Puritanien“ und „Der kleine Hobbit“ (1930-1937)

1931 schreibt Lewis das Buch „Flucht aus Puritanien“, das den Originaltitel „The Pilgrim’s Regress: A Allegorical Apology for Christianity, Reason and Romanticism“ trägt. Das Buch erscheint am 25. Mai 1933. Es ist sein drittes nach „Spirits in Bondage“, das er 1919 unter Pseudonym veröffentlichte, und „Dymer“ (1926). Am 21. September 1937 erscheint „The Hobbit or There and Back Again“. Die zahlreichen Parallelen zwischen diesen beiden Werken nimmt der Autor zum Anlass, sie detailliert zu vergleichen. Lewis‘ Allegorieroman ist heute nur noch Insidern geläufig, doch der „Hobbit“ soll von Peter Jackson verfilmt werden. Das sagt schon alles über das Urteil der Nachwelt.

7) Raum, Zeit und der „Neue Hobbit“ (1936-1939)

Im Dezember 1937 beginnt Tolkien mit dem „Neuen Hobbit“, der 17 Jahre später unter dem Titel „Der Herr der Ringe“ erscheinen soll. Er verwirft mehrere Anfänge, bevor er richtig loslegen kann. (Vergleiche dazu Tom Shippey: [„J. R. R. Tolkien – der Autor des Jahrhunderts“.)]http://www.buchwurm.info/book/anzeigen.php?id__book=1653 Lewis und die Inklings sind von Anfang eingeweiht, denn jeder weiß, dass auf den erfolgreichen „Hobbit“ eine Fortsetzung folgen muss.

1936 veröffentlicht Lewis sein Sachbuch „The Allegory of Love. A study in medieval tradition“, und 1938 beginnt er mit „Out of the Silent Planet” seine Perelandra-Trilogie, in der er SF-Motive mit christlichen Begriffen wie Himmel, Hölle, Engel, Satan usw. verbindet, allerdings nicht in alter Nomenklatur, sondern verkleidet. Der zweite Roman „Perelandra“ erscheint 1943 und „That Hideous Strength“ 1945. Obwohl inzwischen etwas unterbewertet, setzt sich hier Lewis mit den gleichen Themen wie Tolkien in „Herr der Ringe“ auseinander, so etwa mit Macht, Glaube und Freundschaft sowie mit der Natur des Bösen.

8) Der zweite Weltkrieg und danach: Charles Williams kommt nach Oxford (1939-1949)

Eine schwere Zeit für Tolkien, denn zwei seiner Söhne kämpfen in diesem Krieg auf Seiten der alliierten Truppen. (Er hat vier Kinder.) Er arbeitet weiter am „Herrn der Ringe“ und wird 1949 mit der ersten Fassung fertig. Lewis beginnt 1940 mit seinen Vorträgen vor der Royal Air Force, die er bis 1941 fortsetzt. Ab dem 6. August 1941 – die deutsche Wehrmacht hat Russland überfallen – hält er nicht weniger als fünfundzwanzig Radioansprachen bei der BBC.

Am 14.10.1940 erscheint sein Buch „Über den Schmerz“ und Charles Williams , der seit 1939 in Oxford lebt, veröffentlicht 1942 „The Forgiveness of Sin“. Beide Bücher sind den Inklings gewidmet. Tolkien jedoch widmet Lewis sein humorvolles Büchlein „The Screwtape Letters“ bzw. „Dienstanweisung an einen Unterteufel“, das bis heute sein populärstes Werk überhaupt geblieben ist. 1944 hält er Vorlesungen über Literatur in Cambridge. Am 15.5.1945 stirbt Williams unerwartet. Im Herbst wird Tolkien zum Professor für Englische Sprache und Literatur in Oxford berufen. Am 20. Oktober 1949 wird das letzte literarische Treffen der Inklings verzeichnet. Man trifft sich weiterhin informell bis zu Lewis‘ Tod 1963.

9) Der Kleiderschrank des Professors und die Zauberringe (1949-1963)

Ein erstes Manuskript von Tolkien „The Silmarillion“ wird mit Bedauern abgelehnt. Dieses Werk ist keinesfalls mit „The Hobbit“ zu vergleichen. Noch vier Jahre bis zum „Herrn der Ringe“. Bei Lewis läuft es besser: Er bringt den [ersten Roman]http://www.buchwurm.info/book/anzeigen.php?id__book=1758 seiner „Narnia-Chroniken“ im Jahr 1950 heraus und sechs weitere sollen folgen. Zunächst ist Tolkien skeptisch, weil ihm zu viele Allegorien – die er grundsätzlich ablehnt – darin vorzukommen scheinen, doch allmählich ändert er seine Meinung.

Lewis‘ Ruhm verbreitet sich besonders in den USA rasch, nachdem ein Artikel im „TIME Magazine“ 1947 beträchtlich zu seiner Bekanntheit beigetragen hat. Am 10. Januar 1950 erhält er einen Brief der 34-jährigen US-Schriftstellerin Helen Joy Davidman Gresham. Offensichtlich ist sie verheiratet. Wie schade! Im September 1952 trifft er sie zum ersten Mal persönlich.

10) Überrascht von Cambridge und enttäuscht von Joy (1954-1963)

Lewis verliebt sich in die unglücklich verheiratete Frau, schreibt ein Buch über diese Liebe („Surprised by Joy“, 1955) und heiratet die Geschiedene 1956 standesamtlich, ein Jahr später auch kirchlich, nachdem man bei ihr Krebs festgestellt hat. Im Oktober 1959 wird eine Remission festgestellt, 1960 liegen sie und Edith Bratt gemeinsam im Krankenhaus. Am 13. Juli stirbt sie und hinterlässt ihm ihre beiden Söhne. Am 15. Juni 1963 erleidet Lewis einen Herzanfall, doch er stirbt erst am 22. November, nur wenige Tage nach der Ermordung von John F. Kennedy. Es erscheinen weitere Bücher von ihm und über ihn.

1959 hält Tolkien seine Abschiedsrede in Oxford und widmet sich fortan ganz seinen literarischen Projekten. Das „Silmarillion“, sein Lebenswerk, ist immer noch nicht erschienen. Ab Sommer 1966 hilft ihm dabei Prof. Clyde S. Kilby.

11) Abschied von den Schattenlanden (1963-1973)

Nach dem Erscheinen der Raubdruck-Taschenbuchausgabe von „Der Herr der Ringe“ nimmt Tolkiens Ruhm, der schon zuvor beträchtlich gewachsen war, erheblich zu und gewinnt gelegentlich groteske Formen. „Frodo lives“ und „Gandalf for president“ steht auf Buttons der US-Studenten. Für die Bearbeitung der Briefzuschriften muss Tolkien eine Sekretärin einstellen. Fans belagern sein Haus, so dass die Tolkiens 1968 in das beschauliche Seebad Bournemouth ziehen.

12) Die Gabe der Freundschaft: „Wer hätte sie verdient?“

Am 29. November 1971 stirbt Edith Bratt Tolkien, und Tolkien kehrt nach Oxford zurück. Am 28. März 1972 erhebt ihn die Königin in den Rang eines Commander of the British Empire (CBE). Am 2. September 1973 stirbt Tolkien in Bournemouth. 1977, nach Jahren des Editierens, gibt Christopher Tolkien endlich „Das Silmarillion“ heraus, dann folgen die Ergänzungsbände „The History of Middle-Earth“ (zwölf Bücher), „The Book of Lost Tales“ und „Unfinished Tales“. Im April 2007 erscheint mit „Die Kinder Húrins“ die erste vereinheitlichte Romanversion von „Das Silmarillion“.

|Anhänge|

A) Kurze Zeittafel zu Tolkien und Lewis

Ich habe mich in meiner obigen Darstellung auf diese Zeittafel gestützt. Es sind natürliche noch viele weitere Daten enthalten, denn sie reicht vom Jahr 1857, als Tolkiens Vater Arthur Reuel in Birmingham geboren wurde, bis zum Jahr 2003, als das Buch entstand.

B) In seinem kurzen Essay führt der Autor in gedrängter Form Gründe für „Die anhaltende Popularität von Tolkien und Lewis“ auf – es ist eine verdichtete Form der Darlegungen aus den Hauptkapiteln und äußerst nützlich, um entsprechende Argumente für Tolkiens und Lewis‘ heutige Bedeutung zu erhalten. Kritik ist hier eher weniger gefragt.

Danach folgenden die bibliografischen Anmerkungen, also Endnoten statt Fußnoten – notwendig für Wissenschaftler. Es schließt sich eine recht vollständige und aktuelle Bibliografie der Tolkienschen und Lewis’schen Werke an, darauf folgt die Bibliografie der Sekundärliteratur. Den Abschluss bilden Quellenverweise des Autors. Einen Index sucht man vergeblich.

_Mein Eindruck_

Die wichtigste Erkenntnis, die ich aus diesem Buch mitgenommen habe und an die ich mich erinnern kann, ist folgende: Der strenggläubige Katholik Tolkien betrachtete das Neue Testament der Bibel als eine wahre Geschichte. Dies muss man sich mal auf der Zunge zergehen lassen, um die Idee in all ihren Weiterungen zu begreifen. Denn wenn es Jesus wirklich gegeben hat und er Gottes Sohn war, dann gab es auch all die Wunder, von denen uns die Evangelisten berichten. Das ist der Aspekt der Wahrheit. Das ist die „history“.

Hinzukommt der Aspekt der Geschichte als „story“: Hier haben Leute von einem Mann berichtet, den sie gar nicht selbst kennen gelernt hatten, und sie berichteten in einer Sprache, die er gar nicht selbst sprach. Jehoschua von Nazareth sprach Aramäisch, die Evangelisten hingegen überlieferten ihre Chroniken in Griechisch, der Handelssprache der Antike.

Es kann also durchaus sein, überlegte Tolkien zusammen mit Lewis, dass es erstens Bearbeitungen gab und dass uns nicht die ganze „story“ überliefert wurde. Noch dazu in einer Sprache und Form, die in einer gottlosen Zeit wie den Jahren nach dem Ersten Weltkrieg von der Mehrheit der britischen Intellektuellen abgelehnt wurde. Wer wollte schon etwas von Lazarus hören, wenn auf den Straßen die Bettler verhungerten? Soziales Engagement und Reformen waren gefragt, nicht salbungsvolles Geseiere von der Kanzel herab. Die Welt schien Werte wie Liebe, religiösen Glauben und Hoffnung endgültig auf die Müllkippe der Geschichte geworfen zu haben. Statt dieser Werte gab es neue Götzen, die sich Hitler, Stalin, Franco und Mussolini nannten und absolute Unterwerfung forderten.

|Einfluss Tolkiens auf Lewis|

Was offenkundig nötig war, bestand in einer Erneuerung des Glaubens in einer fiktional relevanten Form. Das Erstere fand schon 1931 bei Lewis seinen Anfang (s. o.) und die Fiktionalisierung nahm in der Folge immer größere und verzweigtere Formen an. Wenn das Neue Testament Wahrheit, Wunder und „story“ in glaubwürdiger Form für Milliarden von Christen darstellt, warum soll es dann nicht gelingen, ein Wunder in einer „Story“ so zu verpacken, dass es wie Wahrheit aussieht?

Dieses Vorhaben war zu keinem Zeitpunkt zynisch gemeint, als Unterhaltung von Intellektuellen etwa, sondern als eine Art Missionierung auf dem Wege der erzählenden Literatur. Bei Lewis nahm dies auch Formen einer Predigt in Selbstbekenntnissen an, aber Tolkien hielt sich davon fern. Er war ein Mann der Geschichten, die aus uralter Zeit zu uns gekommen sind: die Götter-, Helden- und Familien-Sagas Islands, die Heldengedichte um Siegfried, Artus und Beowulf, Epen wie das finnische „Kalevala“ – dies war seine Welt.

Von all diesen Einflüssen sind Spuren in seinen Werken nachgewiesen worden. Dazu lese man am besten Tom Shippeys kritisch würdigende Sachbücher „The Road to Middle-Earth“ (noch unübersetzt!) und „Tolkien – Autor des Jahrhunderts“ (|Klett-Cotta|). Beide Autoren verstanden sich als Schöpfer von Sekundärwelten, man nenne sie Mittelerde, Narnia oder Perelandra – stets bilden sie einen geschlossenen Kosmos, in dem eigene Gesetze gelten, die aber dennoch für den hiesigen und heutigen Leser nachvollziehbar dargestellt werden.

|Lewis‘ Einfluss auf Tolkien|

Der Einfluss Tolkiens auf seinen Freund Lewis ist in dessen Romantrilogien und Narnia-Chroniken unübersehbar, aber wie sieht es mit dem Einfluss des ursprünglichen Atheisten Lewis auf Tolkien aus? Ich sehe nun Lewis in einer vermittelnden Funktion: Er machte Tolkien nicht nur mit maßgeblichen Schriftstellern und Philosophen wie Owen Barfield und Charles Williams bekannt. Nein, er trommelte stets auch für die Anerkennung von Tolkiens Werken, und sein Wort hatte als Dozent und langjähriger Kritiker Gewicht, nicht nur bei den Akademikern, sondern auch in der breiten Masse der Zeitungsleser.

Seine dritte Aufgabe sehe ich in der permanenten Unterstützung des Freundes beim Schreiben. Ohne Lewis‘ Drängen wäre „Der Herr der Ringe“ nicht fertig geworden und wir müssten uns heute mit ähnlichen Bruchstücken wie mit dem „Silmarillion“ begnügen. Bei den Diskussionsrunden der Inklings übernahm „Jack“ gerne den Vorsitz, denn er verfügte über die mit Abstand lauteste Stimme (man denke an „Baumbart“) und jemand führte Protokoll, während bis 1949 meist Tolkien aus seinem Manuskript des „Herrn der Ringe“ vorlas. In dieser Eigenschaft des Vorsitzenden lancierte Lewis das entstehende Mammutwerk in die akademische Öffentlichkeit und lieferte in umgekehrter Richtung kritische Anmerkungen an den Autor Tolkien.

|Defizite dieses Buches|

Die Anhänge sind teils dem wissenschaftlichen Anspruch des Buches geschuldet, teils der „populären Bedeutung“ der beiden Autoren. Für das vollkommene Bild und die optimale Brauchbarkeit des Buches fehlt aber ein Stichwortverzeichnis. Auch Fotos wären sehr willkommen gewesen. Diese findet man in der Tolkien-Biografie von Humphrey Carpenter und in der Lewis-Biografie von Michael Coren (ebenfalls bei |Brendow| erschienen).

_Unterm Strich_

Es gibt einen C. S. Lewis Literaturpreis, aber keinen Tolkien-Literaturpreis. Dennoch hat Tolkien zweifellos wesentlich mehr Jünger, Anhänger und Nachfolger gefunden als sein langjähriger Freund und Mitstreiter. Dabei wäre der „Herr der Ringe“, der Tolkiens Ruhm und Popularität eigentlich erst begründete, ohne Lewis‘ Drängen und Fördern nicht fertig geworden, sondern Fragment geblieben. Beide Autoren unterstützten einander, wie sich das für Freunde gehört, aber sie kritisierten einander auch. Das ist für den Vorgebildeten manchmal spannend zu lesen, manchmal aber auch mit etwas Leerlauf verbunden. Die Schilderung von Lewis‘ Lebensumgebung in Oxford fand ich besonders uninteressant, obwohl sie seine Narnia-Bücher entscheidend beeinflusste.

Dieses Bild der zwei Autoren und ihres Verhältnisses zueinander vermittelt der Autor Duriez nicht ohne eigene kritische Distanz, vor allem gegenüber dem in vielen Büchern und Ansprachen oftmals predigenden Lewis. Das Bild ist ein echter Gewinn für den Kenner der beiden Autoren. Dass sich Duriez‘ Darstellung nachvollziehen und überprüfen lässt, verdanken wir seiner peniblen wissenschaftlichen Arbeit, die sich in den Anhängen niederschlug. Obwohl beide Autoren sich als Christen mit einer Mission verstanden, springt der Autor Duriez nicht auf diesen wohlfeilen Zug auf, sondern betrachtet die Zugfahrt aus sicherem Abstand, der alleine auch glaubwürdige Kritik erlaubt.

Das Buch wendet sich an Literaturwissenschaftler und weniger an Fans, die sich näher mit Tolkiens oder Lewis‘ Werk beschäftigen wollen. Der Laie findet hier vielmehr das philosophische und theologische Fundament erörtert, auf dem diese Werke entstanden. Außerdem handelt es sich um zwei parallele geführte Biografien. Doch jede Einzelbiografie ist ausführlicher, als es Duriez hier möglich ist. Insofern bietet das Buch eine bislang einzigartige Ergänzung im Kanon der bestehenden Sekundärliteratur über diese beiden maßgeblichen Autoren des 20. Jahrhunderts.

|Originaltitel: Tolkien and C. S. Lewis. The Gift of Friendship, 2003
304 Seiten
Aus dem US-Englischen von Christian Rendel|
http://www.narnia-welt.de
http://www.brendow-verlag.de/

Rolf Schieder – Die Gewalt des einen Gottes

Ist Gott an allem schuld?

Jan Assmann hat mit Büchern wie Moses der Ägypter und Die mosaische Unterscheidung international Aufsehen erregt. Die Diskussion seiner Untersuchung der Wurzeln des Monotheismus – einer Untersuchung, die die Frage nach dem Preis des neuen Religionsverständnisses nicht aussparte – geriet schnell in bedenkliches Fahrwasser, zumal in Deutschland, wo sogar der Vorwurf eines mindestens latenten Antisemitismus erhoben wurde. Nicht ohne Einfluss auf derartige – alsbald massenmedial verzerrte und verstärkte – Bedenken war die Verschärfung von Assmanns Thesen durch den Philosophen Peter Sloterdijk. Der attestierte dem israelitischen Projekt des einen Gottes den Charakter der Volkwerdung durch totale Mitgliedschaft, die gekennzeichnet gewesen sei durch den hemmungslosen, gewaltsam durchgesetzten Willen zur Vergemeinschaftung intern und durch „Phobokratie“ extern.

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Susann Quilliam – Sexbuch nur für Frauen

Ratgeber fürs ganze Frauen-Leben „So finden Frauen zu sich selbst und zu mehr Freude am Sex ein Leben lang“ – so lautet der ausführliche Untertitel dieses „Aufklärungsbuches“. Dass der Ausdruck “ ein Leben lang“ in den Untertitel aufgenommen wurde, verwundert vielleicht ein wenig. Die Verwunderung liegt eher in der verbreiteten Annahme, dass die sexuelle Leistungsfähigkeit oder Erregbarkeit der Frau mit den Wechseljahren ende. Das trifft nicht zu: Sie dauert durchschnittlich bis zum Alter von 70 Jahren! Erst danach klingt sie ab.

Die Autorin

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Sandra Brezina – Das große Handlettering-Set: Kreativbuch & Übungsheft + 2 Pentel-Stifte

Was ist eigentlich Handlettering?

Übersetzt bedeutet Handlettering: Handschriftzug. Im Gegensatz zur gewöhnlichen Handschrift werden hierbei die Buchstabenfolgen jedoch nicht geschrieben, sondern vielmehr gezeichnet. Es ist deswegen auch irrtümlicherweise keine schöne Handschrift vonnöten, da die gestalteten Letterings nicht viel mit der eigentlichen Handschrift gemein haben.
Im Alltag trifft man immer mehr auf Handlettering. Ob Hochzeitseinladungen, Glückwunschkarten, Bilder und Poster oder Schriftzüge auf Speisekarten in Restaurants. Das Schöne daran ist, dass diese Letterings wahre und ganz individuelle Kunstwerke sind, die in purer Handarbeit entstanden sind.

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Michael Winter – Die Geschichte deines Lebens

Die Geschichte Deines Lebens…

Zeit ist und bleibt das kostbarste Gut, das ein Mensch besitzen kann. Im heutigen Zeitalter ist alles so vergänglich und schnelllebig, so dass leider das ein oder andere viel zu leichtsinnig in Vergessenheit gerät. Was aber keinesfalls in Vergessenheit geraten sollte, ist das Heranwachsen unserer Kinder. Und damit genau das nicht geschieht, hat jemand sich dieses wundervolle Buch ausgedacht und mit viel Liebe zum Detail gestaltet.

Wie war das damals doch gleich?

Damit genau solche Fragen in Zukunft nicht mehr unbeantwortet bleiben, sollte jedes Elternpaar ein solches Buch für sein(e) Kind(er) anlegen. Die Kindheit unserer Kleinen strotzt meist nur so vor Ereignissen, Entwicklungssprüngen, Schreckmomenten, Glücksgefühlen und vieles, vieles mehr. Für all diese Dinge ist in diesem Buch sein eigener Platz reserviert.

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Lou Paget – Der perfekte Liebhaber. Sextechniken, die SIE verrückt machen

Nach ihrem Bestseller „Die perfekte Liebhaberin“ folgt hier nun das Gegenstück für Ihn: „Der perfekte Liebhaber – Sextechniken, die SIE verrückt machen“. Millionen männlicher Wesen auf zwei Beinen wüssten gerne, was das Mysterium Frau erregt, berauscht und tief befriedigt. (Kommt es etwa doch auf die Größe an?!) Und ebenso viele Frauen wünschen sich einen Mann, der über dieses Wissen verfügt – den perfekten Liebhaber, den Traummann.
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Eric Kroll – Eric Kroll’s Beauty Parade

Fetisch-Fotografie par excellence

„Beauty Parade“ ist nach „Fetish Girls“ der zweite Fotoband, der zu Eric Kroll im Benedikt Taschen Verlag erscheint.
Eric Kroll ist einer der wichtigsten Fetisch-Fotografen. In „Beauty Parade“ sowie in „Fetish Girls“ hat der TASCHEN Verlag seine wichtigsten fotografischen Werke veröffentlicht. Es sind gesuchte, großformatige Bildbände, beinhalten aber auch die Autobiografie Krolls. „Beauty Parade“ wurde von Burkhard Riemschneider herausgegeben und wiegt annähernd 2000 Gramm – ein fotografisches Schwergewicht, das an Helmut Newtons Band „SUMO“ erinnert.
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Harald Lesch – Vom Allergrößten bis zum Allerkleinsten: Eine Reise vom Rand des Universums bis zum Kern des Atoms

Die Verlagsinfo:

Die Reise führt in Zehnerpotenzen von der Oberfläche der Erde an den Nachbarplaneten vorbei, hinein in die unendliche Tiefe des Weltraums, mit ihren Abermilliarden von Galaxien und Galaxienhaufen, bis zum sphärisch leuchtenden Rand des Universums. Zurück auf der Erde geht es weiter durch den menschlichen Körper in den Mikrokosmos: die Zellen der Organe, die faszinierende Doppelhelix der DNS, die Moleküle und die geheimnisvolle Welt der Atome mit Elektronenwolken und dem Atomkern mit seinen Quarks.
Eine aufwendig gestaltete Gesamtschau der Welt, wie sie sich nach neuesten wissenschaftlichen Erkenntnissen erschließt. Mittendrin: der Mensch!

Mein Eindruck:

Professor Doktor Harald Lesch, der gefühlt für mich medienpräsenteste deutsche Wissenschaftler … bekannt aus Film, Funk und Hörsaal … fasst zusammen. Und zwar nicht irgendwas, sondern das Leben, das Universum und den ganzen Rest.

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