Isaac Asimov (Hg.): Das Forschungsteam. Die Hugo-Gernsback-Preisträger 1955-1961

Klassische SF-Erzählungen aus den Fünfzigern

Seit 1955 wird in den USA der Hugo-Gernsback Award an die besten Romane und Erzählungen des Jahres vergeben. Der Preis ist benannt nach dem in Luxemburg gebürtigen Schriftsteller und Herausgeber , der 1926 das erste speziell der Science Fiction gewidmete Magazin herausgab: „Amazing Stories“.

Der beste Roman, die beste Novelle, die beste Erzählung und die beste Kurzgeschichte werden bei den alljährlich stattfindenden World SF Conventions, Treffen von Autoren, Verlegern und Lesern aus aller Welt, durch Abstimmung ermittelt.

Isaac Asimov (s. u.) hat in diesem Band die neun preisgekrönten Texte zusammengestellt, die 1955 in Cleveland, 1956 in New York City, 1958 in Los Angeles, 1959 in Detroit, 1960 in Pittsburgh und 1961 in Seattle (1957 wurden in London keine Preise vergeben) als die besten Veröffentlichungen des Jahres gekürt wurden. Sie gehören heute allesamt zu Klassikern des Genres. So auch die Titelgeschichte von Murray Leinster aus dem Jahr 1956. (Abgewandelte Verlagsinfo)

In der Wikipedia sind alle HUGO-gewinnenden und -nominierten Erzählungen aufgelistet: http://en.wikipedia.org/wiki/Hugo_Award_for_Best_Short_Story#Winners_and_nominees (ohne Gewähr)

Der Herausgeber

Isaac Asimov, geboren 1920 in Smolensk, wuchs in New York City auf und gehörte zu den Gründern der amerikanischen Science-Fiction. Er gehörte ab 1938/1939 zum Stall von Autoren, die für John Campbell jr, den Herausgeber von „Astounding Stories“ (später „Analaog“) schreiben durften, und der mehr zahlte als andere Herausgeber.

Asimovs drei (später vier) Robotergesetze werden bis heute in einem Atemzug mit seinem Namen genannt, aber der Doktor der Biochemie ist auch für über 200 oder 300 Buchveröffentlichungen verantwortlich. Mit seiner Frau Janet, ebenfalls einer Autorin, hatte er eine Tochter.

Die Erzählungen

Cleveland 1955

1) Walter M. Miller: Der Darfsteller

In der nahen Zukunft hat das von programmierbaren Schaufensterpuppen ausgeführte „Autodrama“ das traditionelle Theaterschauspiel abgelöst – und mit ihm auch die menschlichen Darsteller. Thornier, der einst große Mime, hat dadurch seine Berufung verloren, doch er arbeitet immer noch im Theatergebäude: als Reinigungskraft. Dass er sich erniedrigt fühlt, versteht sich von selbst. Sein Kumpel Rick erklärt, wie das Autodrama im einzelnen funktioniert, und ein tollkühner Plan.

Als das neue Stück namens „Der Anarchist“ seine Premiere hat, will er die Puppe der Hauptfigur ausfallen lassen und für sie einspringen. Soweit klappt sein Plan auch hervorragend, denn die Koproduzentin spielt mit, ist sie doch eine alte Bekannte von Thornier. Doch dann taucht auch seine frühere Geliebte Mela auf, die ebenfalls in diesem Stück durch eine Puppe verkörpert wird. Und an diesem Punkt beginnen die Dinge schiefzugehen …

Mein Eindruck

In jeder Zeile verrät der Autor seine genaue Kenntnis des Theaters, und zwar nicht nur von dessen äußerer Mechanik und Verwaltung, sondern auch vom Innenleben der Schauspieler – wie sie „ticken“, was sie motiviert, was sie zum Versagen und zum Weitermachen bringen kann. Diese Psychologie erfüllt den Charakter der Hauptfigur der Geschichte auf glaubwürdige Weise und bringt den Leser dazu, mit ihm zu fühlen: sich zu freuen, mit ihm zu bangen.

Der Autor verschließt auch nicht die Augen vor der Notwendigkeit der Veränderung durch neue Technik: Rechner, Fernsehen, Schreibmaschine, was auch immer – nun ist es eben Autodrama. Doch er sagt auch, dass jede unabwendbar erscheinende Veränderung nicht immer zum Besten ausschlagen muss. Die Hauptsache ist doch meist, dass sie Geld einbringt. Wenn dadurch einige tausend Leute ihren Job verlieren – nun ja, dann müssen sie eben umsatteln. Leichter gesagt als getan.

Was die Geschichte inzwischen antiquiert erscheinen lässt (anno 1982 wohl nicht so sehr als jetzt, 2014), sind natürlich die technischen Details. Die Programmierung der „Mannequins“, die wie frühere Stars aussehen, erfolgt noch mit Lochstreifenbändern wie anno dazumal und noch nicht mit magnetischen (Festplatte) oder optischen Medien (mit Laserabtastung) wie heute. Auch das ein paar verwirrende Druckfehler den Leser stören, gehört zu den Schwächen dieses Textes. An einer Stelle muss es z.B. statt „mit einem … Federhütchen und dem Kopf“ natürlich „auf dem Kopf“ heißen.

2) Eric Frank Russell: Allamagoosa

Die Mannschaft des Marinekriegsschiffs „Bustler“ macht gerade im Sirius-System fröhlichen Landurlaub, als vom terranischen Flottenkommando eine schreckliche Nachricht für Captain McNaught eintrifft: In zwei Tagen kommt ein Inspekteur an Bord, um die Schiffsausrüstung auf Vollständigkeit zu überprüfen. McNaught kennt den Inspekteur Cassidy: Er ist für seine Pingeligkeit berüchtigt. Wehe, etwas ist zuwenig oder – noch schlimmer – zuviel an Bord. Dann hagelt es Verweise – und womöglich eine Degradierung des Kapitäns.

Also muss alles getan werden, um diese Katastrophe zu verhindern. Das Schiff wird innen und außen frisch gestrichen. Doch bei der Inventur tritt der Anfang vom Ende ein. Als sich in der Kombüse ums Verrecken kein „Offund, ein“ finden lässt und auch alle anderen Offiziere noch nie von einem solchen „Offund“ gehört oder gelesen haben, ist guter Rat teuer. Wenn dieses ominöse „Offund“ auf der unterzeichneten Inventarliste steht, muss es auch vorhanden sein. Der Funker Burman bekommt den Befehl, ein Offund zu bauen, was auch immer das sein mag.

Bei der Inventur durch Cassidy geht alles klar. Kaum ist er von Bord, wischen sich alle den Schweiß von der Stirn und machen einen drauf. Doch dann beginnen die Schwierigkeiten. Denn keine Marine der Welt kann es dulden, wenn ihre Mannschaften kreativ werden…

Mein Eindruck

Ein Allamagoosa ist so etwas wie ein Potemnkinsches Dorf: mehr Schein als Sein. Und in diese Kategorie fällt der, die oder das „Offund“: pure Augenwischerei. Doch der gewiefte Leser ahnt schon von Anfang an, um was es sich in Wahrheit bei diesem gelieferten und auf der Inventarliste stehenden „Offund“ handeln könnte. Denn nichts ist im Militär so stark wie die Bürokratie und nichts so subversiv wie ein Tippfehler …

Die Story ist ein feines Beispiel für die Kenntnisse, die sich der englische Autor im britischen Militär angeeignet hatte und wie er es verstand, dessen bürokratische Verhältnisse zu karikieren. Noch heute weiß die Story amüsant zu unterhalten, und Asimovs Einleitung ist wieder mal vom Feinsten.

New York City 1956

3) Murray Leinster: Das Forschungsteam

Der Planet Loren zwei ist menschenfeindlich. Nachdem die raubtierhaften Sphexe alle Kolonisten und Roboter ausgeschaltet haben, ist nur noch Huyghens übrig. Er wird von drei großen Kodiakbären beschützt, die es mit den Raubtieren aufnehmen können. Allerdings ist Huyghens ein Verbrecher, und das in mehrfacher Hinsicht: Seine Kolonie ist völlig ungenehmigt und unbeaufsichtigt. Das macht ihm Roane klar, ein Offizier der Kolonialaufsichtsbehörde, der bei ihm landet. Er könne ihn erschießen, meint Huyghens gleichmütig, aber dann käme er hier nicht mehr lebend raus.

Sie fangen ein SOS-Signal von einer Mine auf, die die Kolonisten und ihre Roboter gegraben haben. Um dorthin zu gelangen und Hilfe zu leisten, müssen sie sich durch die Wildnis schlagen. Es wird ein gefährlicher Marsch und keiner weiß, ob in der Mine noch jemand am leben ist. Das Notsignal klingt doch ziemlich mechanisch …

Mein Eindruck

Wenn einer eine Reise tut, dann kann er was erleben. So ergeht es auch Roane, dem Kolonialoffizier. Im Kampf mit den Sphexen und anderem Gelichter, lernt er die Welt auf eine bislang unbekannte Art kennen: völlig frei von behütenden Robotern, nur mit lieben Kodiakbären als Schutz.

Was er zunächst für Huyghens‘ Marotte gehalten hat, nämlich das Pochen auf menschliche Selbstachtung, macht er sich am Ende selbst zueigen. Roboter sollten Menschen nicht bemuttern, denn in einer unberechenbaren Umgebung müssen Roboter einfach versagen: Sie wurden dafür nicht programmiert. So erging es den Schürfern auf Loren zwei, von denen sich dann doch noch drei Überlebende finden.

Die Geschichte ist flott und einfach erzählt. Der Ausgang ist zwar schon bald abzusehen, nämlich dazu Roane „bekehrt“ wird, aber es gibt doch Situationen, in denen es für Roane, den Neuling, ziemlich eng wird. Für Spannung und Action ist gesorgt, ebenso für Humor. Das Bemerkenswerteste an der Story sind die kenntnsireichen Beschreibungen des Verhaltens der Kodiakbären. Sie werden nicht vermenschlicht, und der Autor verhehlt nicht, dass es sich um menschenfreundliche Mutationen handelt.

Das einzige Textmerkmal, das mich störte, waren die Wiederholungen, die dem Autor unterlaufen. Leinster, ein SF-Autor der ersten Stunde, war 1956 bereits 30 Jahre lang (!) im Geschäft. Asimov versieht ihn in seiner Einführung mit einem Heiligenschein. Einem solchen Routinier sollten diese Fehler nicht mehr unterlaufen. Oder der Übersetzer war nicht in der Lage, die Nuancen der Vorlage angemessen zu übertragen. (Mehr dazu unten.)

4) Arthur C. Clarke: Der Stern

Der Stern von Bethlehem, um den es hier geht, war in Wahrheit eine alles vernichtende Supernova. Als der Jesuit und Chefastronom an Bord des Forschungsraumschiffes dies herausfindet, zweifelt er am Wohlwollen eines alles beherrschenden, gütigen Gottes. Denn jene Supernova vernichtete in ihrer Explosion eine blühende Zivilisation, die bereits die Welten ihres Sonnensystems erreicht hatte …

Mein Eindruck

Clarkes Story „Der Stern“ ist recht kurz, aber eindrucksvoll. Die Pointe besteht in der Preisgabe der Identität jener explodierten Sonne aus dem Jahre Null nach christlicher Zeitrechnung. Und wenn mann zuvor erfahren hat, welche Opfer es dabei gegeben haben muss, so erfolgt die Pointe als echter Tiefschlag in die Magengrube.

Bemerkenswert ist diese Geschichte noch in anderer Hinsicht: Wie schon in „Der Wächter / The Sentinel“ taucht hier ein Monolith auf, der von einer anderen Zivilisation errichtet wurde. Er markiert eine Art Gruft, in der die ausgelöschte Zivilisation ihre Erinnerungsstücke deponiert hat, damit andere Kulturen sie finden und sich an sie erinnern mögen.

Das Stichwort „Monolith“ verweist den Filmkenner auf Stanley Kubricks Meisterwerk „2001 – Odyssee im Weltraum“ und auf den darauf folgenden Roman, den Clarke dazu verfasste (dem er dann eine ganze Serie bis zur Jahreszahl „3001“ folgen ließ). Im Film wie auch in dieser Geschichte wird auf ein Kind verwiesen, das der Menschheit Hoffnung bringt.

Los Angeles 1958

5) Avram Davidson: Oder alle Meere voll Austern

Der Fahrradhändler Oscar erzählt einem Stammkunden von seinem verstorbenen Partner Ferd. Der war ein richtiges Technikergenie, aber von dem lebensfrohen Oscar völlig verschieden. Eher ein belesener Grübler verfiel Ferd auf die seltsamsten Vorstellungen. So behauptete er beispielsweise, dass sich Sicherheitsnadeln, Kleiderbügel und selbst Fahrräder der Mimikry bedienen könnten, um sich zu tarnen. Als was, will Oscar verblüfft wissen. Sie wollen verbergen, dass sie in Wahrheit andersartige, lebendige Wesen sind. Das findet Oscar, der lieber hübschen Frauen nachstellt, gelinde gesagt, verschroben.

Aber es ist nun mal eine Tatsache, dass im Fahrradladen immer wieder zu wenige oder zu viele Sicherheitsnadeln und Kleiderbügel auftauchen und dass Kinder ihnen Fahrräder bringen, die zuvor keinen Besitzer hatten. Woher also kommen sie? Das hätte Oscar reichlich gleichgültig sein können, erzählt er, wenn da nicht die Sache mit Ferds rotem Rennrad gewesen wäre.

Dieses Rennrad ist Ferds Liebling, denn daran hat er zahlreiche Verbesserungen vorgenommen. Aber Oscar eignet sich das schicke Teil an, um wieder mal einer Frau hinterherzuradeln. Als er abends zurückkehrt, ist es verschmutzt, geradezu besudelt. In einem Wutanfall oder aus Eifersucht zertrümmert Ferd das Schmuckstück. Am nächsten Morgen steht es wieder da wie neu. Oscar freut sich und gratuliert zu dieser Glanztat, doch Ferd rätselt: Er hat nämlich keinen Finger gerührt, um dieses Wunder der Regeneration zu vollbringen.

Seine unheilvollen Vorahnungen sollen sich schon bald bewahrheiten …

Mein Eindruck

Man braucht keine Kristallkugel, sondern nur ein aufmerksames Leserauge, um auf die Wahrheit zu stoßen, die der Autor geschickt verschlüsselt hat. Eine außerirdische Lebensform hat sich durch Mimikry geschickt getarnt, um ihren Fortpflanzungszyklus zu schützen. Die Sicherheitsnadeln sind die Eier, die Kleiderbügel die Larven und die Fahrräder ihre ausgewachsene Form.

Doch der unglückselige Ferd hat die Stadien dieses Zyklus‘ entdeckt und darf nicht weiterleben. Ich werde allerdings nicht verraten, welches Stadium es ist, das ihm den Garaus macht…

Ohne Zweifel ist dies eine der seltsamsten Geschichten, die je über Aliens geschrieben wurden. Und so mancher Leser hat Schwierigkeiten, sie überhaupt zu verstehen. Auch die rätselhaften Argumente dagegen, dass sich die Aliens nicht schon längst überall ausgebreitet haben, tragen nicht gerade zur Erhellung bei. An diesem Punkt bemüht Ferd die Analogie mit den Austern. Austern müssten eigentlich schon längst alle Meere gefüllt haben, wenn sie nicht natürliche Feinde hätte. Die Antwort auf die Frage, wer denn bitteschön die natürlichen Feinde der Aliens sein sollen, bleibt uns der Autor schuldig.

Ich habe im Netz keinen Hinweis gefunden, aus welchem Gedicht oder Text der Autor seinen wundervollen Titel genommen kann. Autoren benutzen ja häufig die eine Hälfte einer bekannten Zeile, um den Leser die andere Hälfte ergänzen zu lassen. So etwa in Kate Wilhelms Romantitel „(Bare ruin’d choirs,) where late the sweet birds sang“ – eine Zeile aus Shakespeares Sonett 73.

Wer aber Lewis Carrolls bekanntes Nonsens-Gedicht „The Walrus and the Carpenter“ kennt, weiß, dass darin ein ganzer Chor voll Austern vorkommt, welche dann aber leider alle von den beiden Titelfiguren verspeist werden. Alle Leser sind daher an Carrolls verdrehte Logik erinnert, wenn sie Davidsons Story-Titel lesen. Und das finde ich sehr passend.

Detroit 1959

6) Clifford D. Simak: Der große Vorgarten

Hiram Taine arbeitet in dem ruhigen Städtchen Willow Bend als Antiquitätenhändler und Reparaturmechaniker für alles. Da seine Familie schon seit hundert Jahren in seinem Haus gelebt hat, ist er ein geachteter Mann, denn Alteingesessene werden hier geschätzt. Als Abbie Horton, die tyrannische Frau des wichtigsten Mannes des Dorfs, ihm einen alten Fernseher zur Reparatur bringt, geschleppt von Beasly, ihrem Handlanger, sagt Hiram natürlich nicht nein. Aber als sie die neue Decke seines Werkstattkellers bewundert, fällt ihm auf, dass diese Decke am Abend zuvor noch nicht da war. Sobald Abbie wieder weg ist, klopft Hiram auf das Material, bohrt es an – und zerbricht den Bohrkopf. Zwischen den Bodendielen seiner Diele und dieser Kellerdecke ist ein Hohlraum, aus dem Licht hervordringt. Hmm.

Henry Horton, Abbies Mann, schaut abends nach dem alten Schwarzweißfernseher und wundert sich. Der zeigt ja jetzt ein erstklassiges Farbbild an. Wie hat Hiram das nur geschafft? Das weiß Hiram selber nicht. Henry Horton ist aber ein Computerfabrikant, der zwar nichts von Technik versteht, aber viel vom Organisieren des Verkaufs solcher Technik. Und deshalb bietet er Hiram gleich eine Partnerschaft an, wenn Hiram seinen Technikern zeigt, wie er das gemacht hat. Und er lässt einen alten ausgedienten Computer herbringen. Wer weiß, ob ein Genie wie Hiram den nicht wieder zum Laufen bringt. Na?

Beasly hat bei Abbie gekündigt, die ihn eh nur tyrannisiert. Nun will er Hirams Hund Towser beim Graben helfen. Wieso Graben? Towser habe etwas im Wald hinterm Haus gefunden: einen Panzer, der im Boden vergraben ist. Hiram holt Schaufel, Spitzhacke und Kelle, dann legen er, Beasly und Towser mit vereinten Kräften ein richtiges Ungetüm frei: sechs Meter lang, drei Meter breit und drei Meter hoch. Aber ein Panzer ist das bestimmt nicht, oder? Die metallisch schimmernde Oberfläche scheint vielmehr aus Opalglas zu bestehen. Manche Leute würden einiges dafür geben, ahnt Hiram, der ein Weltmeister im Feilschen um Antiquitäten ist.

Als sie zum Haus zurückkehren, ist die Garage weg. Und die Vorderfront. Und die Veranda. Stattdessen krümmt sich die Vorderseite seines Hauses in einem unmöglichen Winkel. Hiram rast zum Hintereingang. Zum Glück ist die Rückseite noch da! Er stürmt mit der ganzen Meute durch Küche und Flur ins Wohnzimmer. Doch wo die Vordertür war, erstreckt sich zwar nun immer noch eine Veranda und eine Einfahrt mit Hirams Pickup-Laster. Doch dahinter: nicht etwa das gute alte Willow Bend, sondern eine Wüste. Mit einer Sonne, die im Norden steht …

Mein Eindruck

Dies ist eine der schönsten und umwerfendsten Erstkontaktgeschichten, die ich kenne. Zunächst einmal wird die schöne neue Welt nebenan erkundet und ein weiteres Weghaus zu einer anderen Welt entdeckt. Offenbar haben die Fremden, die Hirams Haus in ein solches Weghaus umgemodelt haben (und ihm dafür seine Elektrogeräte reparierten), den Auftrag, auf vielen Welten solch einen Anschluss herzustellen. Doch wofür und wer soll die Wege benutzen?

Auch dies klärt sich im Verlauf der Geschichte. Die Fremden kommen, um mit Ideen zu handeln, die sie eintauschen wollen. Die Fremden reiten auf Sätteln, die in der Luft schweben: gesteuerte Antischwerkraftfahrzeuge sozusagen. Und was hat die Erde zu bieten? Da kommt Hiram ein wenig ins Grübeln, aber dann kommt ihm die Erleuchtung. Wissen die Fremden, was Lack ist? Nope, sie haben keine Ahnung, signalisieren aber erst mal Desinteresse. Hiram hat noch eine Erleuchtung: Sie wollen feilschen. Nun, darin ist er ja Weltmeister, wie ihm Henry Horton schon mehrfach bescheinigt hat. Beasly dolmetscht mit seinen telepathischen Fähigkeiten, und weiteres Wesen dolmetscht für die Fremden.

Inzwischen ist die ganze Sache jedoch in aller Welt publik geworden. Der UN-Sondergesandte Lawrence fragt, was er tun könne, denn schließlich warten draußen vor dem Haus Unmengen von Leuten darauf, Zutritt zu der fremden Welt zu erlangen. Ein Militäroberst hat Hiram sogar damit gedroht, ihn zu enteignen, biss damit aber auf Granit. Der UNO-Mann ist diplomatischer. Hiram sagt ihm, was zu tun ist. Endlich ist die Erde in den Weltenverbund aufgenommen. Und vielleicht ist sie sogar bereit für weitere Kontakte. Mal sehn.

7) Robert Bloch: Der Zug zur Hölle

Martin ist der Sohn eines Bahnarbeiters, und von seinem Dad hat ber das Lied vom „Zug zur Hölle“ gelernt. Als sein alter Herr bei einem Unglück umkommt und sich seine Mom mit einem Vertreter aus dem Staub macht, begibt sich Martin auf die Landstraße – also auf die Zugstrecken der glorreichen vereinigten Staaten. Aber die Jahre vergehen, und nichts verbessert sich für den Landstreicher. Er denkt sogar daran, in die Heilsarmee einzutreten. Da taucht ein düsterer Zug auf und stoppt direkt vor ihm.

Der Zugführer humpelt, und unter seiner Kappe verbirgt sich ein Auswuchs, er entzündet seine Laterne mit einem einzigen Hauch. Ein recht sonderbarer Zugführer, findet Martin. Aber sein Angebot ist interessant: Für seine Seele und einen Sitz in seinem Zug zur Hölle hat Martin einen Wunsch frei. Der Landstreicher bittet um die Möglichkeit, die Zeit anhalten zu können, nur für einen Augenblick subjektiver Zeit. Abgemacht. Der Zugführer gibt ihm eine altmodische Taschenuhr, mit der der Zeitstopp zu bewerkstelligen sei.

Die Jahre vergehen, aber Martin sucht immer noch einen perfekten Moment des Glücks, der ihm eines Zeitstopps würdig erscheint. Er heiratet, bekommt einen Sohn – nahezu perfekt -, hat eine Geliebte, wird geschieden, reist herum… Schließlich erleidet er als alter Mann auf einer Kreuzfahrt einen Herzinfarkt und landet im Krankenhaus.

Da fällt ihm seine alte Uhr ein und dass er sie immer noch nicht benutzt hat. Als der Zug zur Hölle erneut für ihn hält und er einsteigen darf, erkennt er, dass der perfekte Moment endlich gekommen ist. Was könnte es Schöneres geben, als immer und ewig kreuzfidel mit all den anderen Sündern unterwegs zur Hölle zu sein?

Aber da hat der Zugführer noch ein Wörtchen mitzureden …

Mein Eindruck

Der Leser wundert sich, ob dies wirklich eine Science-Fiction-Story ist. Aber ja: Wenn es um einen Zeitstopp geht, dann ist das ein „naturwissenschaftliches“ Phänomen. Doch die Geschichte dreht sich ausnahmsweise um die Bedingungen, unter denen dieser Zeitstopp zu erfolgen hat.

Dabei greift der Autor auf die alte amerikanische Tradition der „tall stories“ aus dem Bible Belt zurück, also auf Geschichten über den Widersacher und Versucher. Die Yankee-Variante erlaubt es dem menschlichen Teilnehmer an der Story, schlauer als der Gegner zu sein. Aber hat er damit wirklich etwas gewonnen? Das soll hier nicht verraten werden. Aber es ist eine verdammt gut erzählte Geschichte.

1960 Pittsburgh

8) Daniel Keyes: Blumen für Algernon

Durch eine Kombination aus Hormonbehandlung und Neurochirurgie gewinnt der geistig behinderte Charly Gordon eine Intelligenz, die ihn weit über die geistigen Fähigkeiten seiner Mitmenschen hinaus katapultiert. Auf sein bisheriges Leben zurückblickend, erkennt er die Demütigungen, die er von anderen, insbesondere von seiner Mutter erfahren mußte. Seine ehemaligen Freunde entpuppen sich als Lügner und Betrüger, die ihre Späße auf seine Kosten trieben.

Obwohl er die an dem Experiment beteiligten Wissenschaftler geistig überflügelt, weigern sich letztere, ihn als Mensch wahrzunehmen. Für sie bleibt Charly nach wie vor ein Versuchsobjekt, wie sein Pendant und Vorgänger, die Testmaus Algernon. Bedroht durch die Schizophrenie des nach wie vor in ihm schlummernden Alter Egos, erkennt Charly, das seine Uhr bald ablaufen wird. Algernon zeigt zunehmend Verhaltensanomalien und Intelligenzstörungen. Charly versucht das Unausweichliche aufzuhalten, den jähen Absturz seines geistigen Höhenfluges und wird zum Forscher in eigener Sache …

Mein Eindruck

Keyes greift hier das Thema von Stevensons Dr. Jekyll und Mr. Hyde in einer ganz faszinierenden, umgekehrten Art neu auf. Mit der Figur des Charly Gordon gelingt ihm ein packendes, eindringliches Bild eines geistig behinderten Menschen und seiner Hilflosigkeit, seiner Abhängigkeit vom Wohlwollen seiner Mitmenschen, seinem Aufbruch in die Riege der Intelligenten, seinen Ausbruch in die geistige Elite und die sich daraus entwickelnden Konflikte.

Die Entwicklung vom Volltrottel zum Genie wirkt glaubhaft und wird auch sprachlich durch die gewählte Tagebuchform realistisch nachvollzogen. So strotzen z.B. die von Charly anfangs verfassten „Forschritsberiche“ von Fehlern und entwickeln sich almählich zu komplexen Gedankengängen, die man teilweise zweimal lesen muss, um sie zu verstehen.

Die Botschaft des Autors ist überdeutlich: Der Mensch zeichnet sich nicht allein durch Intelligenz aus. Und Philip K. Dick würde ihm beipflichten und ergänzen: Was uns von den Denkmaschinen unterscheidet, ist das menschliche Mitgefühl („kindness“). „Blumen für Algernon“, so der Titel des späteren Romans, gehört sicherlich zu den zehn besten Science-Fiction-Büchern überhaupt.

Seattle 1961

9) Poul Anderson: Die längste Reise

Auf einer Fantasiewelt segeln die motalirischen Seeleute sehr, sehr weit übers Meer. So lange, bis Essen und Wasser unerträglich schlecht werden und sie meutern wollen. Doch Kapitän Rovic bringt sie zur Räson: Dies sei eine Weltumsegelung, und nur solche Männer wie sie könnten diese Leistung der Königin zum Geschenk machen. Murrend gehen die Matrosen wieder an ihre Arbeit. Der Schiffsjunge Zhean, der die Geschichte erzählt, fragt sich, wie lange sie friedlich bleiben werden.

Schließlich erreicht die Karavelle „Goldspringer“ ein tropisches Pardies, das unserem Tahiti entspricht. Hier erhält Kapitän Rovic Hilfe von Fürst Guzan. In einem unbedachten Moment reden Guzans Höflinge von einem Mann von den Sternen, der in einem Schiff im Kaiserreich von Ulas gelandet sein. Rovic überredet Guzan, mit ihm diesen weisen Mann von den Sternen aufzusuchen. Vielleicht kann er ja Auskunft über seinen Heimweg geben.

Der Priesterkönig Iskilip ist schon ziemlich betagt und ahnt nichts Böses, als sein Untertan Guzan einen blauäugigen Fremdling und dessen Mannschaft vorstellt. Er findet nichts dabei, Rovic unter dem Siegel der Verschwiegenheit den Mann von den Sternen zu zeigen. Dieser Val Nira lebt allein in einer kleinen, aber sehr sauberen Hütte am Hang des großen Vulkans von Ulas. Und er freut sich ungemein, verständige Menschen zu sehen, die ihm helfen wollen, sein Schiff wieder flottzukriegen.

Er erlitt damit vor 43 Jahren Schiffbruch. Alles, was er noch für einen neuen Start braucht, ist eine etwa kopfgroße Menge Quecksilber. Er zeigt Rovic und Guzan sein Schiff: Damit könne er die Welt umrunden und zum Sternenreich zurückfliegen, das sich sicherlich dankbar erweisen werde.

Zhean stutzt, als Kapitän Rovic am nächsten Morgen nicht etwa nach Quecksilber schürfen lässt, sondern den Befehl erteilt, alle Mann sollte sich vollständig bewaffnen und ein Fass mit Schießpulver den Berg hinaufschaffen. Der Junge ahnt nicht das geringste von dem Kampf, der zwischen Rovic und Guzan entbrannt ist …

Mein Eindruck

Das Thema der Geschichte ist eine große Entdeckungsreise (die erste Weltumsegelung), die unvermittelt durch eine Entdeckung in ihrem Sinn infrage gestellt wird. Welche Sinn hat es, die Welt immanent, sozusagen vom Boden aus entdecken zu wollen, wenn es doch ein viel bequemeres Mittel gäbe, nämlich die Entdeckung aus einem Raumschiff heraus?

Aber es gibt noch einen, viel naheliegenderen Grund. Guzan ist ehrgeizig und weitsichtig genug, um zu erkennen, dass derjenige, der über dieses Raumschiff gebietet, die Welt beherrschen kann. Alle, die nicht an Wissenschaft glauben, würden sich vor diesem unbegreiflichen Wunder vor ihm in den Staub werfen und ihn, den Eroberer, als Gott verehren. So ist es ja bereits Val Nira widerfahren. Warum also nicht auch Guzan?

Es geht also sowohl um Freiheit der Bewohner der Welt als auch um ihre selbstbestimmte Entwicklung, die ja auch eine Art Freiheit darstellt. Diese Selbstbestimmung steht im Gegensatz, wenn nicht sogar Widerspruch zu der Vision des Paradieses jenseits der Grenzen der Welt, das auf die Raumfahrer wartet. Sagt zumindest Val Nira, der das Bild eines idealen Sternenstaates zeichnet.

Rovic aber erkennt, um welchen Preis dieses Paradies zu erreichen ist: um den Verlust der Selbstbestimmung und der Freiheit. Deshalb sprengt er das Raumschiff in die Luft. Diese Heilsgeschichte geht nicht gut aus. Der junge Zhean verfolgt als Chronist die Vorgänge mit unschuldigen, unparteiischen Augen und Ohren. Mögen doch die „hohen Herrschaften“, denen er bescheiden Bericht erstattet, über Sinn oder Unsinn dieser Geschichte urteilen.

Zusatztexte & Anhänge

1) Vorwort und Nachwort vom Herausgeber

In seinem VORWORT gibt sich Asimov als ungemein eitel und geschmeichelt, aber auf selbstironische Weise. Er erklärt, wie er zur der unverhofften Ehre kam, diesen Band herausgeben zu dürfen – er war häufig der Moderator der HUGO-Konferenzen. Nur ein einziges Mal erwähnt er die Herausgeberin Judith Merril und zwar auf charmanteste Weise.

In seinem NACHWORT bedankt sich Asimov auf ehrerbietige Weise bei den wichtigsten Herausgebern von SF jener Zeit, also zwischen 1938 und 1961. Er weiß aus erster Hand jeden einzelnen der Männer – es gab damals nur einen einzigen Herausgeber, nämlich Judith Merril – genau zu charakterisieren. Vorzüge wie auch Schattenseiten jedes einzelnen kann er aus dem Gedächtnis aufzählen.

2) Liste der HUGOs 1954 bis 1961

Diese Liste bietet eine Übersicht über sämtliche Preise, die auf den Conventions 1954 bis 1961 vergeben wurden. Dabei wird deutlich, dass Texte nur den kleinsten Teil ausmachten. Auch Filme und (Amateur-) Magazine wurden prämiiert.

Vergleicht man diese Liste mit der unter http://www.thehugoawards.org/hugo-history/1960-hugo-awards/ , dann wird deutlich, dass hier wirklich nur die Top-Gewinner genannt werden. Was ist beispielsweise aus „The Alley Man“ von P. J. Farmer geworden? Die Story wurde nur „zweiter Sieger“ und wird daher nicht berücksichtigt.

Und auch Heinleins Sieger „Starship Troopers“ in der Kategorie Roman taucht zwar HIER auf, aber Asimov verliert in seiner entsprechenden Einleitung zur 1960er-Convention kein Sterbenswörtchen darüber. War ihm die Sache zu peinlich oder der Roman zu umstritten?

Jedenfalls entstand bei mir der Eindruck, dass der Herausgeber wirklich nur seine eigene Sicht der Dinge und Geschehnisse präsentiert, und dass dies eben ein Zerrspiegel ist. Wer die ganze Wahrheit kennenlernen will, der konsultiere die Wikipedia oder die fabelhafte Webseite http://www.thehugoawards.org .

Die Übersetzungen

Uwe Anton, Charlotte Winheller, Irene Holicki und Walter Brumm übertrugen die Vorlagen ins Deutsche. Dabei unterliefen ihnen zahlreiche Fehler.

S. 183: „Die Luft war dünn, Roane überlegte verwirrt, endlich kam er auf den Grund für die Kälte.“ Die Satzstellung ist falsch. In der Mitte müsste es korrekt heißen: „… überlegte Roane verwirrt…“

S. 196: „unab[h]lässig“. Das H ist überflüssig.

S. 201: In der letzten Zeile ergibt „Qualität“ keinen Sinn. Ersetzt man es hingegen durch „Quantität“, wird ein Schuh draus.

S. 207: „im Jahre 1054 v. Chr… Fünfhundert Jahre später, im Jahre 1572…“ Etwas kann hier nicht mit der Berechnung stimmen. Statt „v.Chr.“ müsste es daher „n.Chr.“ heißen.

S. 219: „Sein Haar war orangefarben.“ Nun, keiner hat NATÜRLICHES orangefarbenes Haar, sondern allenfalls ingwerfarbenes Haar. Ich wette, im Original stand daher „ginger-colored“.

S. 330: „Nun würde er nicht länge[r] ein Narr sein.“ Das R fehlt.

S. 397: „Sumpfige Küsten… es war nicht eine jener Hühnerstangen, die die Matrosen so fürchten.“ Vielleicht war der Übersetzung selbst Matrose, denn für eine Landratte wie mich bleibt der Sinn dieses Ausdrucks dunkel.

S. 414: „wir ihr unsere Inseln einmal verlassen habt…“ Statt „wir“ müsste es besser „wie“, noch besser aber „sowie“ heißen.

S. 421: „Während der Tages, abends…“ Korrekt muss es „Während des Tages“ heißen.

S. 435: „dieser diamanthafte Rumpf“ müsste korrekt besser „diamanthart“ sein.

Man sieht also, dass etliche Fehler einfach durch die alte Art des Drucks auftraten, die anno 1982 noch praktiziert wurde. Aber es finden sich auch ein paar sinnentstellende oder gar undurchschaubare Ausdrücke, die man heute keinem Leser mehr zumuten könnte.

Die großen Lücken zwischen den Fehlern erklären sich dadurch, dass ich Texte, die ich schon woanders besprochen haben, nicht noch einmal gelesen habe. Sonst hätte ich mir die Mühe ja doppelt gemacht. Und das muss nicht sein.

Jede Geschichte weist mindestens eine Illustration auf, die Giuseppe Festino schuf. Mehr als einmal zeigt die Grafik den jeweiligen Autor der Geschichte.

Unterm Strich

Auf eine altmodische und konservative Weise präsentiert Isaac Asimov, der „gute Doktor“, hier seine Sicht der Geschehnisse und Texte aus den Jahren 1955 bis 1961. Seine kurzen Einleitungen sowohl zu den Conventions als auch zu den Autoren selbst sind selbstironisch: Er gibt sich überaus eitel („gut aussehend“), höchst kompetent und geschmeichelt, dabei missgönnt er anderen angeblich ihren größeren Erfolg: Er ist der einzige Autor, der in dieser Auswahl NICHT auftaucht. Vor- und Nachwort sowie die Award-Liste sind wertvolle Ergänzungen, aber nur für den Fan und Sammler interessant, also für meinesgleichen.

Die Auswahl umfasst meist klassische Texte von guter bis sehr guter Qualität, aber über Davidsons Erzählung „Oder alle Meere voll Austern“ kann man sich streiten. Das gleiche gilt für Millers Novelle „Der Darfsteller“. „Blumen für Algernon“ und „Der große Vorgarten“ sind großartige und unumstrittene Klassiker. Aber bei der Story von Murray Leinster hätte ich mir vom Herausgeber nicht Heiligsprechung, sondern Kritik gewünscht: Leinster, der seit 1926 schrieb, war ein Routinier, aber er wiederholte sich in seinen Sätzen, zumindest in der Titelgeschichte.

Ein anderes Kapitel sind die deutschen Übersetzungen. Manchmal kam bei mir der Verdacht auf, dass nicht falsch und sinnentstellend übertragen wurde, sondern dass auch schon im Original Fehler vorhanden gewesen sein müssen. Das ist ärgerlich, denn Fehler des Originals sollten in jedem Fall korrigiert oder wenigstens kommentiert werden. Für die Illustrationen Festinos verdient der Verlag hingegen Lob. So etwas findet man heute nur noch im Bereich Kinder- und Jugendbuch.

Der Autor vergibt: (4.0/5) Ihr vergebt: SchrecklichNa jaGeht soGutSuper (No Ratings Yet)

Taschenbuch: 450 Seiten
Originaltitel: The HUGO Winners, vol. 1; Heyne, 1982, München;
Aus dem US-Englischen von Uwe Anton, Charlotte Winheller, Irene Holicki und Walter Brumm
ISBN-13: 978-3453308046

www.heyne.de