Jussi Adler-Olsen – Miese kleine Morde

Die Verlagsinfo:

Eine rabenschwarze Geschäftsidee
Wie freimütig diese Frauen doch reden! Sitzen beim Friseur und beratschlagen mit ihm oder ihrer besten Freundin, wie sie sich am besten ihres Ehemanns entledigen könnten. Lars Hansen, gerade selbst von seiner Frau verlassen und in akuten Geldnöten, muss nicht lange überlegen. Was für eine Geschäftsidee! Ja, gegen eine anständige Bezahlung kann er die Damen nachhaltig von ihren Gatten erlösen. Nur Blut darf dabei nicht fließen, auf keinen Fall. Und so scheffelt Hansen ein kleines Vermögen, der Bedarf scheint groß, seine Methode unangreifbar. Doch dann geschieht etwas, das die Konstruktion seines neuen Doppellebens maximal ins Wanken bringt.

Mein Eindruck:

Lars Hvilling Hansen weiß, was Frauen wollen: Keine Langweiler an ihrer Seite. Was aber macht frau, wenn es nun doch dazu gekommen ist? Hier bietet der Geschäftsmann seine Dienste an und beseitigt das „Problem“ für sie. Ob er nun Antagonist oder Protagonist dieser lustig-fiesen Krimistory ist, das kann jeder für sich entscheiden. Wer Leute umbringt, ist eher ein Gemeiner. Auch wenn er eher unfreiwillig zu seinem neuen, durchaus lukrativen Job gekommen ist. Und mit irgendwas muss man ja die Miete bezahlen, oder?

Kreativität kann man ihm nicht absprechen und auch hier und da eine Portion Glück, schließlich soll es ja immer wie ein Unfall aussehen und wenn er direkt nach dem ersten Mord geschnappt würde, dann wäre das Buch um 100 Seiten dünner als es jetzt eh schon für manche Fans zu schmal ist.

Außerdem muss Herr Hansen eine Menge Krimis gelesen oder viel ferngesehen haben, denn irgendwie ist seine Transformation zum Berufskiller ein wenig unglaubwürdig zügig. Aber, da kann ich (zum Glück) nicht mitreden, mag sein, dass dieses „Talent“ schon länger in ihm schlummerte.

Und so geht er dem nach, was er zu seinem neuen Lebensinhalt gemacht hat … bis zu dem doch recht abrupten Ende der Geschichte, die nicht jedem Leser so gefallen wird.

Der Autor:

Jussi Adler-Olsen wurde am 2. August 1950 unter dem bürgerlichen Namen Carl Valdemar Jussi Henry Adler-Olsen in Kopenhagen geboren. Er studierte Medizin, Soziologie, Politische Geschichte und Film. Bevor er 1995 mit dem Schreiben begann, arbeitete er in verschiedensten Berufen: als Redakteur für Magazine und Comics, als Koordinator der dänischen Friedensbewegung, war Verlagschef im Bonnier-Wochenblatt TV Guiden und Aufsichtsratsvorsitzender bei verschiedenen Energiekonzernen. Sein Hobby: Das Renovieren alter Häuser. Er ist verheiratet und Vater eines Sohnes. (Verlagsinfo)

Mein Fazit:

Klein, stark, schwarz. Der neue Adler-Olsen für die Hosentasche ist ein Spaß für Freunde seiner Mørck-Romane, die gern auch mal was anderes von ihm lesen wollen. Das können sie hier.

Bei dem Umfang und vor allem der „Größe“ von 11x17cm darf der Leser nicht allzu viel Tiefgang, Erklärungen oder Wendungen erwarten … doch aber gute Unterhaltung. Und die gibts hier.

Gebunden: 128 Seiten
Originaltitel: Intriguing little killings
1. Auflage, September 2018
ISBN-13: 978-3423217620

www.dtv.de

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