Mark Brandis – Raumkadett: Mondschatten (Folge 8)

Die Handlung:

In der Astronautenschule gehen Gerüchte um: Die Gruppe, in der Mark Brandis und seine Freunde ausgebildet werden, soll gegen Jungkadetten antreten, die die Raumflotte heimlich trainiert hat. Als Ort der Übungsmanöver wurde der Mond ausgewählt. Doch kaum sind sie dort eingetroffen und auf sich allein gestellt, kommt alles anders. Und es hilft Mark Brandis nicht, dass er ausgerechnet jetzt Nina wieder begegnet. Der Frau, die ihm vor Jahren das Herz gebrochen hat … (Verlagsinfo)

Mein Eindruck:

Der Klappentext klingt auf der einen Seite spannend, auf der anderen macht er auch Angst. Nicht um Marks Leben, sondern um den eigenen Hörspaß. Wie viel Jugendliebesgeschichte gibts und wie hoch ist der eigentliche Abenteueranteil am Ganzen? Hat der Manuskripter eine gute Mischung hinbekommen? Romantik ist ja nicht immer schlecht in einem Abenteuer und kann das Erlebte noch … gefühlsechter … machen.

Unter die Haut geht dem Hörer auch, dass Mark seinen Freund Alec immer noch im Kopf hat. Warum er dessen Gedanken-Stimme auch nach dem letzten Abenteuer immer noch hört, das wird uns nicht erklärt und auch Mark weiß darauf keine Antwort. Manche Dinge sind halt spannender, wenn sie nicht erklärt werden.

Erklärbar ist aber leider, warum Marks Flamme Nina sich nicht mal an ihn zu erinnern scheint. Der Eindruck, den er in Folge 1 der Serie bei ihr mal hinterlassen hat, war vielleicht nicht so tief wie andersrum … vielleicht aber doch nicht.

Bevor wir aber mit zu viel unangenehmer Schwärmerei konfrontiert werden, wirds für Mark und Nina dramatisch … und nicht nur für die beiden. Denn in den Tunnel des Mondes geht irgendwas vor sich … oder zumindest irgendWER. Auf einmal sind Chinesen mit im Spiel, das keine Übung mehr zu sein scheint und auch der Wettkampf, in dem wir uns zu befinden glauben, wird zur Nebensache. Was wollen „die“? Und … was wollen „die“ von Mark und Nina und den anderen?

Und auf einmal ists kein Kinderspiel mehr, kein Jugendabenteuer mit naiven Schmetterlingen im Bauch und dem Traum vom ersten Kuss. Es gibt erwachsene Action zu erleben, mit Konsequenzen, die nicht immer schön sind und auch nicht immer ein Happy-End für alle bereit halten.

Was hier allerdings wirklich vom Zufall begünstigt ist, das gilt es in den nächsten Folgen herauszufinden. Die Aussichten aber sind düster, denn die globalen Zeichen sprechen nicht für ein schnelles oder gar friedliches Ende der hier erlebten Konflikte.

Das Hörerlebnis:

Die Sprecher machen allesamt einen guten Job und lassen das Kopfkinofeeling ungetrübte Unterhaltung bereiten. Die Soundtechnik tut, was sie bei allen Verlagshörspielen immer macht, sie bläst Leben in die Ohren des Hörers. Wie immer mit viel Liebe zum Geräuschdetail wird hier alles vertont, was nur irgendwo hörbar ist.

Die Sprecher und ihre Rollen:

Mark Brandis: Daniel Claus
Alec Delaney: Sebastian Kluckert
Lt. Wilhelm Eckmann: Wanja Gerick
Maj. Richard Westhoff: Leon Boden
Robert Monnier: Sebastian Fitzner
Nina Aaby-Ericsson: Sarah Alles
Rodrigo Rojas: Arne Kapfer
Mark Brandis (Erzähler): Michael Lott
Greg Badger: Nico Nothnagel
Oberstlt. Yu: Fang Yu
Warren: Hans-Eckart Eckhardt
Cpt. Lembeck: Konrad Bösherz

sowie Anne Elsen und Henning Schäfer

Trackliste:

01. Schwerelos im Ring
02. Prolog
03. Im Lavatunnel
04. Unterwegs mit Nina
05. „Es riecht … wie Honig“
06. Ein langer Gang
07. Unfreiwillige Zeugen
08. In Fesseln und ohne Hoffnung
09. Rettung in letzter Sekunde?
10. Auf der Lettow-Vorbeck

Technik-Credits:

Unter teilweiser Verwendung von Charakteren erschaffen von Nikolai v. Michalewsky
Manuskript: Balthasar von Weymarn
Sounddesign & Musik: Jochim-C. Redeker
Aufnahme: Tommi Schneefuß und Dennis Schmidkunz
Wortschnitt: Henrik Cordes
Tonstudio: Sound Of Snow, Berlin
Produktion, Regie und Schnitt: Jochim-C. Redeker und Balthasar von Weymarn
Artwork: Alexander Preuss
Layout/ Satz: Jürgen Straub
Product Management: dp
Label: Folgenreich (LC 12520)

Die Ausstattung:

Die CD steckt in einem Jewel-Case. Das Booklet-Faltblatt enthält einen fiktiven Bericht zu den Lavatunnel auf dem Mond. Zusätzlich werden noch die Sprecher und ihre Rollen aufgeführt sowie die Technik-Credits.

Mein Fazit:

„Mark Brandis – Raumkadett“ schafft in dieser Folge den Spagat zwischen Jugendabenteuer mit kleiner Romanze und erwachsenem Storytelling gut. Vom Bauchkribbeln bis hin zu Ereignissen, die auch in den nächsten Folgen noch die ganze Erde beschäftigen werden, gibt es hier eine Menge für den Hörer zu erleben.

Die Übung wird zur Lebensgefahr und in den Tunnel des Mondes schlummert ein Geheimnis, das nicht nur der Hörer nicht erwartet hat.

1 Audio-CD
Spieldauer: 56:33 Min.
Tracks: 10
Empfohlen ab 12 Jahren

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www.markbrandis.de
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