Naris: Die Legenden von Mond und Sonne

Die Handlung:

Die junge Kyndra, ein ganz gewöhnliches Mädchen aus dem kleinen Dorf Brenwym, eifert wie jeder andere Jugendliche in ihrem Dorf auf die Zeremonie zu, in der der wahre Name und die Berufung eines Menschen offenbart werden. Doch während des Rituals geschieht das Unfassbare – das uralte Relikt, das zur Findung der Zukunft benutzt wurde, zerbricht unter Kyndras Berührung.

Kurz darauf beginnen unkontrollierte Einschläge das Dorf heimzusuchen. Die Bewohner Brenwyms geben Kyndra die Schuld an dem Unglück und versuchen, das Mädchen zu töten.

Doch die Wirker Brégenne und Nediah, die die Erforschung der Einschläge nach Brenwym verschlagen hat, verhindern den Mord an Kyndra und bringen sie letztendlich dazu, mit ihnen nach Naris zu reisen, da Brégenne den Verdacht hat, Kyndra sei ebenfalls eine Wirkerin.

Die Charaktere:

Kyndra ist ein etwas vorlautes, junges Mädchen, dem sehr viel an seinem Heimatdorf Brenwym liegt. Bereits zu Beginn der Reise denkt Kyndra über eine Flucht nach, die sie etwas später auch umzusetzen versucht.

Zudem ist sie sehr neugierig und hält sich nicht gerne an die Regeln, die Naris und die Wirker ihr vorschreiben.


Sie wird von Visionen geplagt, die ihr Geschehnisse aus den Zeiten des Sturzes von Solinaris, der kristallenen Feste der Wirker, zeigen, die schon vor Jahrhunderten gefallen ist. Auch während sie bereits in Naris ist, setzt sie alles daran, wieder nach Hause zurückzukehren. Nach einer Begegnung mit ihrem Kindheitsfreund Jhren, lässt sie von diesem Vorhaben jedoch vorerst ab.

Brégenne und Nediah sind die Wirker, die Kyndra aus ihrem Heimatdorf fort nach Naris bringen, damit sie sich dort der Prüfung zur Affinität unterzieht, um herauszufinden, ob sie ein Mond- oder ein Sonnenwirker ist.

Die blinde Brégenne ist sehr still und etwas unterkühlt Kyndra gegenüber. In Naris hat sie, genau wie ihr Partner Nediah, den Rang des Meisters inne. Außerdem hat sie den Ruf, bei der Suche nach Potenzialen, noch nie einen Fehler gemacht zu haben. Da sie jedoch ihre Kräfte entgegen der Regeln vor ganz Brenwym eingesetzt hatte, um Kyndra zu retten, wurde ihr das Recht entzogen, Kyndra auf die Prüfung vorzubereiten.

Nediah, ehemaliger Schüler von Brégenne, hat an ihrer statt ein Auge auf Kyndra, die bei der ersten Prüfung gescheitert war. Er geht lockerer mit dem Mädchen um, als Brégenne und redet offener mit ihr über die Vorgänge in Naris – er erwähnt ihr gegenüber auch die Nerian, denen Naris nicht sehr freundlich gesonnen ist.

Die Nerian sind eine Sekte, die im Untergrund von Naris leben und den lebenden Sternengeboren als Retter der Welt und Naris sehen. Im Allgemeinen werden sie von den Bewohnern Naris als Verrückte abgetan und wurden in den Untergrund verbannt.

Der Rat übt eine beinahe völlige Kontrolle über die Geschehnisse in Naris aus, niemand wagt so richtig, den drei Ratsmitgliedern zu widersprechen. Zwar duldet der Rat die Nerian, das allerdings nur, damit niemand den Worten der Sekte Glauben schenkt.
Der Rat könnte als so etwas wie eine absolute Kraft in Naris angesehen werden.

Die Welt:

Der Kontinent Mariar wird von mysteriösen Einschlägen heimgesucht, denen Brégenne und Nediah auf der Spur sind. Mit Hilfe von Luftschiffen kann man entlang einer Kette den ganzen Kontinent bereisen, jedoch wird das im Westen liegende Murta von der Mehrheit der Bevölkerung eher gemieden, da sich einige dunkle Legenden um das Dorf ranken. In Mariar gibt es zwei verschiedene Arten von Wirker, Sonnen- und Mondwirker, die ihre jeweilige Energie aus den Strahlen der Sonne, beziehungsweise denen des Mondes ziehen.

Die Autorin:

Lucy Hounsom arbeitet als Buchhändlerin für Waterstones. Sie hat einen BA in English & Creative Writing von der Royal Holloway University of London. Ihren Master in Creative Writing machte bei Sir Andrew Motion. »Naris – Die Legenden von Mond und Sonne« ist ihr erster Roman und der Auftakt zu einer Trilogie.

In eigenen Worten:

„Naris: Die Legenden von Mond und Sonne“ ist ein sehr gelungener Auftakt zu einer Trilogie der Debütautorin Lucy Hounsom. Das Buch konnte mich von der ersten bis zur letzten Seite fesseln und ich konnte es kaum noch aus der Hand legen.

Allerdings muss ich alle enttäuschen, die auf eine leichte Abendlektüre hoffen, bei der man das Gehirn komplett abschalten kann. Die Handlung baut auch zu einem nicht unwesentlichen Teil auf kleinen Details auf und daher sollte man eher frisch ausgeschlafen an das Buch herangehen.

Ich persönlich kann es kaum erwarten, bis die Fortsetzung herauskommt und man den Abenteuern um Kyndra weiter folgen kann.

Broschiert: 522 Seiten
Originaltitel: Starborn. The Worldmaker Trilogy: Book One
ISBN-13: 978-3492703482

www.piper.de

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