Perry Rhodan – DORIFER (Silber Edition 161)

Die Handlung:

In den Galaxien von Estartu kämpfen die Gänger des Netzes – unter ihnen Perry Rhodan – gegen die Macht der Ewigen Krieger. Aktuell wollen sie zwei alte Freunde aus den Orphischen Labyrinthen befreien.
Zur gleichen Zeit taucht der geheimnisvolle KLOTZ auf, ein riesiger Raumkörper. Er materialisiert ausgerechnet in der Nähe von DORIFER – dabei handelt es sich um ein Kosmonukleotid, ein zentrales Element für den gesamten Kosmos … (Verlagsinfo)

Mein Eindruck:

Los gehts mit Alaska Saedalaere, der Teil der Gänger des Netzes geworden ist, und den wir auf der Suche nach Roi Danton und Ronald Tekener begleiten. Wobei … eigentlich ist es ja eine Jagd, der er sich anschließt.

An der nehmen wir aber noch nicht Teil, denn uns wird der KLOTZ vorgestellt. Das ist ein Großraumschiff, das den Namen mehr als verdient. 80x25x18 Kilometer sind die Maße … und der Klops bietet eine Menge Platz für Technik und Leben.

Bevor es aber hier zu interessant wird, müssen oder dürfen wir wieder zurück zur Jagd auf / die Rettung von Danton und Tekener. Die leben seit Ende von Silber Edition 158 verbannterweise im Orphischen Labyrinth, das unter anderem auch nicht nette Fallen zu bieten hat. Das Ganze lief dann aber wesentlich schneller ab, als ich erwartet hatte.

Dann erfahren wir, woher diese Silberlesung ihren Namen hat und folgen Atlan und seiner blinden Passagierin. Die bekommen alternative Fakten in nicht wirklich echten Universen zu sehen … na ja, zumindest nicht aus dem Universum, aus dem sie stammen. Irgendwie eine Idee zu esoterisch für meinen Geschmack.

Ronald und Roi schauen derweil bei den Ewigen Kriegern vorbei, die sich streiten. Vornehmlich gehts um Gerüchte, die Superintelligenz ESTARTU betreffend. Das ist dann auch nicht ganz so kurzweilig erzählt gewesen, wie ich das gern mag.

Ein Cliffhanger am Ende wirft weitere Fragen auf. Das ist ja prima, um die Spannung beim Hörer hochzuhalten … aber, wenns in zwei verschiedene Richtungen geht, dann wird mutmaßlich in der nächsten Lesung nur eine davon verfolgt. Und so wirds auch sein. Die andere Richtung wird erst in Silber Edition 163 wieder angeschaut werden. Aber, uns hetzt ja nix.

Das Hör-Erlebnis:

Martin Bross liest von Anfang an sehr eindringlich, als wäre es ihm ein besonderes Bedürfnis, diese Geschichte zu erzählen. Das zog mich schneller als gewohnt in die Story und konnte mich gut festhalten.

Die Szenenbeschreibungen klingen dabei wie nacherzählt und auch das Erzähltempo ist zügig, sodass keine Langeweile aufkommen kann.

Bei den Dialogen zeigt er gutes Schauspiel vor dem Mikro und gibt nicht nur jeder Figur eine andere Stimmfarbe, auch die Gefühlslage kann er gut vermitteln. Dabei wird er je nach Szene mal lauter, mal grummeliger, mal weicher … je nachdem, was grad passend ist und dem Hörer die Situation am Besten deutlich macht.

Die Kapitelanfänge sind mit einem Ambientsoundeffekt unterlegt, sonst gibts keine weiteren Fremdklänge zu hören.

Der Sprecher:

Martin Bross, geboren 1972 in Wetter an der Ruhr, absolvierte ein Schauspielstudium an der Hochschule für Musik und darstellende Kunst in Frankfurt am Main. Er spielte in zahlreichen Filmen und Fernsehspielen. Auf der Theaterbühne stand er erstmals 1997 in Heidelberg, später u.a. in Heidelberg, Mainz, Wiesbaden, Mannheim, Bonn, Hamburg und Mülheim. Als Sprecher in Hörspielen und Features tritt er für den WDR und andere Rundfunkanstalten auf. (Quelle: www.theater-an-der-ruhr.de)

Die MP3s und das Booklet:

Die Qualität der MP3s entspricht nicht dem Eins-A-Medien-Standard von festen 192 Kbps, 41,1 kHz und Joint Stereo. Hier wurde mit einer variablen Bitrate (VBR) codiert, um Platz zu sparen. Interessanterweise ist diese Lesung aber nicht wirklich so lang, als dass man das müsste und die Bitrate liegt auch fast durchgehend bei 191 Kbps.

Die Tracks sind fortlaufend nummeriert, wobei die Tracknummer im Dateinamen vorn steht und im ID3-Tag am Ende. Auch sämtliche Namen der an der kompletten Silber Edition beteiligten Autoren wurden mit in das ID3-Tag der Dateien geschrieben. Dies macht den Eintrag in der Playlist einiger Abspielgeräte so lang, dass nur noch die Autorennamen zu sehen sind und der Titel am Ende abgeschnitten wird.

Das Titelbild der Silber Edition, das auch in den ID3-Tags der Dateien zu finden ist, liegt dem Hörbuch zusätzlich als JPG-Datei in der Auflösung 3000 x 3000 bei und entspricht der Front von Heft 1318, „DORIFER“. Außerdem bekommen wir noch das tatsächliche Heft-Cover dieses Romans als JPG-Datei in der Auflösung 2724 x 4000 zum Ausdrucken als Poster mit dazu.

Im beiliegenden Booklet (als Print und als PDF) finden wir ein Tracklisting mit den Kapitelnamen, das Nachwort von Rainer Nagel aus der Silberbandversion, eine Zeitleiste und die Cover der in dieser Silber Edition enthaltenen Heftromane Nr. 1307 und 1315-1320. Außerdem gibts vorn noch mal die schicke CD-Cover-Version der Verpackungsfront und am Ende die von Band 1317, „Die Orphischen Labyrinthe“, zu sehen.

Die beiden Grafiken des KLOTZ‘ und von Geoffry Abel Waringers Sonden haben es leider nicht ins Booklet geschafft … weder ins gedruckte, noch in die PDF-Datei.

Mein Fazit:

Im Nachwort der Silberbandvorlage wird die „Was ist echt und was nicht?“-Thematik, die wir hier öfter mal erleben, als hoch aktuell gewertet, obwohl die hier enthaltenen Romane aus den 1980ern stammen. Kann man so sehen, kann man sich aber auch marketingtechnisch so zurechtlegen. Einiges davon fand ich recht streckend erzählt und zu esoterisch.

Aber, die Strangeness ist real und durch sie gibts halt verschiedene Eindrücke. Universen gibts ’ne Menge und daher auch viele Möglichkeiten, Geschichten weiterzuspinnen.

Abwechslungsreich ists dennoch, was hier erzählt wird und auch die Ideen der Autoren sind kreativ.

Martin Bross liest flott und mit Nachdruck, was zu einem lebendigen Erzählfluss führt. Die von ihm gesprochenen Charaktere klingen unterschiedlich und was sie erleben, kann der Hörer gut nachfühlen.

Wenn mir nur nicht immer seine scharfen S- und Z-Laute so in den Ohren pieksen würden.

2 MP3-CDs mit xxxx Tracks
Spieldauer der Lesung: 14:20 Std.
Sprecher: Martin Bross
1. Auflage, Mai 2023

www.einsamedien.de
www.perryrhodan.net

Die Silber Edition 160 ist auch als Downloadversion in vier Teilen oder komplett beim Verlag erhältlich.

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