Perry Rhodan NEO – Hafen der Pilger / Der Schatz des Pilgerschiffes (Folgen 145+146)

NEO 145 – Hafen der Pilger

Sommer 2051: In höchster Not gelingt es Perry Rhodan und seinen Gefährten, eine Invasion des Sonnensystems abzuwehren. Der Wiederaufbau der verwüsteten Erde kann beginnen; endlich arbeiten alle Menschen zusammen. In dieser Situation werden Perry Rhodan und Tuire Sitareh von dem mysteriösen Geisteswesen ES entführt. Fern der Heimat müssen sie einen rätselhaften Auftrag erfüllen, um die Menschheit vor einer großen Gefahr zu retten – sie begeben sich auf die Suche nach METEORA. Am Rand der Zwerggalaxis Sagittarius beginnen Rhodan und Sitareh ihre Mission. Sie stoßen auf die Angehörigen eines fremden Sternenreiches. Bei den Gurrads wollen sie nähere Informationen über METEORA aufspüren – ihre erste Station ist der Hafen der Pilger …(Verlagsinfo)

Mein Eindruck:

Wer hätte es gedacht? Perry wird auf dem Weg zu METEORA … wer oder was auch immer das ist … gebremst. Ich hätte das gedacht! Nachdem die ersten Teile dieser Staffel schon repititiv waren, gibts hier zur Abwechslung mal eine Staffelbremse, damit nicht zu viel Spannung und Abenteuer auf einmal passieren. Und damit wir nicht zu schnell bei METEORA … wer oder was auch immer das ist … ankommen.

Das Universum ist verdammt groß … wie groß die Wahrscheinlichkeit ist, dass Perry und Tuire sich treffen, kann ich nicht ausrechnen … sehr wahrscheinlich ist das allerdings nicht. Nicht mal, wenn sie beide im Auftrag der gleichen Superintelligenz auf dem Weg in die gleiche Galaxis sind … auch die sind verdammt groß.

Dann könnte es doch jetzt mit vereinten Kräften Richtung METEORA … was auch, ok, ich lasse das ab jetzt … gehen. Könnte es, aber das ginge zu schnell. Folglich wird Perry mal wieder gefangen genommen, was immer eine sehr beliebte Aktion im Perryversum ist. Diesmal zeichnen die Löwenähnlichen dafür verantwortlich und Perry tritt auf einmal eine Pilgerreise an. Äh, ja, ok, wenn die denn mal bei METEORA endet. Mag sein, muss aber nicht. Bevors aber losgeht, erwarten ihn und uns fünf Prüfungen, die es zu bewältigen gilt. Warum fünf und nicht zwei oder zwölf? Man weiß es nicht … fünf ließen sich offenbar gut in einen NEO einbauen, um genug Seiten zu füllen.

Wenn man sich aber treiben lassen möchte und nicht so ungeduldig ist wie ich, dann kann man sich hier schon abwechslungsreich unterhalten lassen, so ists ja nicht. Es bleibt dem Hörer aber auch nicht viel anderes übrig, weil außer den Prüfungen nicht viel anderes passiert.

Hanno Dinger holt auf, ich bin beeindruckt. Seine Lesung ist diesmal fast so lang/kurz wie die des Kollegen auf der anderen CD. Und das fällt auf, denn schon klingt sein Vortrag spritziger und frischer. Der Hörer … in diesem Fall ich … ist direkt interessierter als sonst. Denn meist beginnt Hanno Dinger ruhig, macht ruhig weiter und ziehts bis zum Ende ruhig durch.

Nicht so diesmal, denn er nähert sich bei den beschreibenden Szenen seiner guten Performance an, die er bei Dialogen schon immer gezeigt hat. Die Figuren bekommen wiedererhörbar unterschiedliche Eigenheiten von ihm verliehen und auch das Gefühlsleben der Charaktere kommt glaubhaft im Kopfkino des Hörers an.

NEO 146 – Der Schatz des Pilgerschiffes

Sommer 2051: In höchster Not ist es Perry Rhodan und seinen Gefährten gelungen, eine Invasion des Sonnensystems abzuwehren. Der Wiederaufbau der verwüsteten Erde beginnt; endlich arbeiten alle Menschen zusammen.

In dieser Situation werden Perry Rhodan und Tuire Sitareh von dem mysteriösen Geisteswesen ES entführt. Fern der Heimat müssen sie einen rätselhaften Auftrag erfüllen – die Suche nach METEORA. Sie wissen allerdings nicht einmal, um was es sich dabei handelt.

Auf der heiligen Welt der löwenähnlichen Gurrads wollen sie Näheres über METEORA erfahren. Ihre Reise dorthin nimmt jedoch eine jähe Wendung: Rhodan und Sitareh erleiden Schiffbruch.

Unverdrossen suchen sie nach einem Ausweg – Rettung verspricht der legendäre Schatz des Pilgerschiffes … (Verlagsinfo)

Mein Eindruck:

Per Anhalter soll es für Perry durch die Galaxis gehen … wäre schön, wenns auch so wäre. Aber nachdem wir das letzte Mal schon einen Haufen Prüfungen zu bestehen hatten, anstatt voranzukommen … räumlich und handlungstechnisch … ists auch hier nicht anders.

Sicher ist die Welt, auf der wir … wie es der (Exposé-)Zufall so will … stranden interessant und auch die Riesenquallen und die Schatzschiffsuche spannend. Aber Spaß hab ich keinen, wenn die Handlung in jeder neuen Lesung schon wieder nicht Richtung METEORA geht und wir am Ende sogar nicht mal mehr wissen als Hörstunden vorher.

So ist dieses ganze Planetenabenteuer in seiner Gänze streichbar und für die Staffel gefühlt komplett unnötig gewesen. Wir stranden, erleben ein bissi was und starten wieder … woohoo.

Wir sind mittlerweile in der 6. Lesung der Staffel und bislang gabs nur Wiederholungen und Handlungsverschleppungen zu hören, anstatt Erkenntnisse oder irgendetwas, das auch nach Ende der Lesung noch Bedeutung hätte.

Axel Gottschick entschädigt für Vieles … eigentlich für alles. So oft hab ich ihn noch nie laut gehört. Ok, das Skript gibts vor, aber dennoch … er legt sich so richtig ins Zeug, als ob er wüsste, dass er eine langweilige Storyvorlage irgendwie interessant zu gestalten hat. Hat er ja auch. Und das macht er prima.

Seine Zwischensequenzen sind flott erzählt und klingen interessant, die Dialoge habe ordentlich Feuer und die Figuren alle unterschiedliche Stimmfarben von ihm bekommen. Das hat wirklich Spaß gemacht.

Die Sprecher:

Hanno Dinger (geb. 1969) wuchs in Wuppertal auf und besuchte die Hochschule für Musik und Theater in Bern (CH). Danach folgten zahlreiche Bühnenengagements u.a. in Konstanz, Linz, Basel, Zürich, Düsseldorf, bis er sich entschloss, vor allem in eigener Verantwortung zu arbeiten. Sein Weg führte nach Köln, wo er sich neben Rundfunk und Fernsehtätigkeiten in zahlreichen Theaterprojekten engagierte und die freie Bühne Raketenklub leitet. (Quelle: Perrypedia)

Axel Gottschick kann auf 25 Jahre Theatererfahrung und 13 Jahre Rundfunk-, Film- und Fernseharbeit zurückblicken. Er spricht Voice-Over für Dokumentarproduktionen und Radiohörspiele.

Die MP3s

Die Qualität der MP3s entspricht dem Eins-A-Medien-Standard: 192 kbps, 41,1 kHz und Joint Stereo. Die Tracks sind fortlaufend nummeriert, wobei die Tracknummer (mit einer unnötigen, führenden 0) im Dateinamen vorn steht und im ID3-Tag am Ende (ohne führende 0). Auch der Name des Autors ist vorhanden, der des Sprechers nicht.

Das Cover des jeweiligen Taschenhefts ist auch im ID3-Tag zu finden und liegt dem jeweiligen Hörbuch zusätzlich als JPG- Datei in der Auflösung 3000 x 3000 bei. Außerdem gibts noch eine TXT-Datei, in der die Technik-Credits, ein Urheberrechtshinweis und noch mal der Klappentext zur Lesung nachzulesen sind.

Die Ausstattung:

Die beiden MP3-CDs, die mit den jeweiligen Taschenheft-Cover bedruckt sind, stecken in einem Digipak auf dessen Front das Titelbild von Perry Rhodan NEO 146 zu sehen ist. Auf der Rückseite gibt es Inhaltsangaben zu den beiden Folgen zu lesen.

Technik-Credits:

Executive Producer und Regie: Hans Greis
Technik und Sounddesign: Michael Sonnen, Jan Gerhard
Sprecher: Hanno Dinger, Axel Gottschick
Cover- und CD-Illustration: Dirk Schulz

Fazit:

Für den einen … mich zum Beispiel … ist der erste NEO dieser Doppellesung eine weitere Handlungsbremse auf dem Weg zu METEORA, von dem/der wir immer noch nicht wissen, wer oder was das überhaupt ist. Für den anderen ist es ein abwechslungsreich erzähltes Abenteuer, in dem Perry fünf Prüfungen durchstehen muss, damit er auf dem kosmischen Spielbrett weiterziehen darf.

Wer den Teil mit den Prüfungen langweilig findet, der hat Pech gehabt, denn viel mehr als die gibts diesmal nicht. Wer das toll findet, für den hätte es in den nächsten NEOs noch mehr Prüfungen geben können .. aber, wer weiß, Perrys neu aufgenommene Pilgertour hat ja erst angefangen und als Unsterblicher kann sie für ihn auch verdammt lange dauern.

Diese Befürchtung bewahrheitet sich dann auch in der zweiten Lesung, in der wir ein Zwangsplanetenabenteuer erleben müssen, weil Perry schon wieder gevollbremst wird. Das Ganze ist zwar interessant erdacht und hier und da auch spannend erzählt, aber halt auch komplett streichbar und gefühlt komplett unwichtig für irgendwas mehr als Hörminuten zu schinden.

Im Kontrast zu der mich nicht wirklich fesselnden Handlung können diesmal beide Sprecher richtig gut punkten. Hanno Dingers Lesung ist handgestoppt kürzer als sonst und das macht sich in einem deutlichen Plus in Sachen Hörspaß wirklich bemerkbar. Ich würde mich freuen, wenn er in diesem Tempo weiterlesen würde.

Das kannten die NEO-Hörer bislang leider nur von Axel Gottschick, der nicht nur zügig und abwechslungsreich liest … er gibt hier richtig Gas und legt jede Menge Schauspiel in seinen Vortrag. Das macht Spaß, weil mans auch hören kann und gibt bei meiner Bewertung mehr Punkte als das Skript selbst.

2 MP3-CDs im Digipak
NEO 145 – Hafen der Pilger: 5:50 Std. Spieldauer (ungekürzt), 56 Tracks, gelesen von Hanno Dinger
NEO 146 – Der Schatz des Pilgerschiffes: 5:44 Std. Spieldauer (ungekürzt), 66 Tracks, gelesen von Axel Gottschick
ISBN-13: 978-3-95795-104-5

www.einsamedien.de

Die Reihe „Perry Rhodan NEO“ ist beim Verlag auch als Download-Version erhältlich.

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