Perry Rhodan – Sammelpunkt Vier-Sonnen-Reich (Silber Edition 134)

Die Handlung:

Dreißig Millionen Lichtjahre von der Milchstraße entfernt: Die Galaktische Flotte unter dem Kommando von Perry Rhodan ist weit über die Galaxis M 82 verstreut. Um die Schiffe und ihre Besatzungen zu retten, wagt Rhodan ein gefährliches Spiel. Er will den Kosmischen Puls aussenden – dieses Funksignal soll die verstreute Flotte wieder zusammenführen.

Für Rhodan wird es ein Kampf um das eigene Überleben. Sein Gegner ist einer der geheimnisvollen Silbernen, die nach der Macht über die Endlose Armada greifen, einem Heerwurm aus Millionen von Raumschiffen.

Auch die Mutanten Gucky und Ras Tschubai sowie der Terraner Jen Salik riskieren viel. Weil sie die Geheimnisse der Silbernen ergründen wollen, suchen sie nach einer Armadaschmiede. Dabei geraten sie in die Gewalt eines Feindes, der nur ein Ziel kennt: die Terraner zu vernichten … (Verlagsinfo)

Mein Eindruck:

Los geht das lange Hörabenteuer mit jeder Menge Aliens mit schwer auszusprechenden Namen und einem Planetenabenteuer für Perry. Hier wird nicht nur vorgetäuscht, sondern der Hörer zum Grinsen gebracht, weil die Frauberaterin, die wir hier treffen, „Sternchen“ heißt. In Indy-Jones-Manier kämpft sich der relativ Unsterbliche auf der Suche nach Schlüsseln durch eine Ruine … um Seth-Apophis zu rufen? Wirklich? Hat er sich das gut überlegt?

Die Dramatik wird weiter gesteigert, als Perry mal wieder in Gefangenschaft gerät und um sein Leben kämpfen muss. Wie lange das Leben des Armadschmieds Schovkrodon noch dauert, das erfahren wir dann im Anschluss auch.

Weiter gehts mit unserem Lieblings-Haluter Icho Tolot, der sein eigenes Planetenabenteuer bekommt … zusammen mit den Silkrinen vom Planeten Silkron aus dem Silk-System. Auch er versucht, die Band wieder zusammenzubekommen .. sprich, die Galaktische Flotte zu mobilisieren, die dereinst auf der Suche nach dem Frostrubin war, der ja den Anfang dieses Zyklus bildete.

Den für mich interessantesten und spannendsten Hörteil bis hierher bildete der Handlungsfaden rund um das Multitalent Gucky, der zusammen mit Ras Tschubai und Jen Salik unterwegs ist. Hier gibts jede Menge Abwechslung und endlich mal wieder ein wenig Mutantenaction zu erleben. Alle Handlungsfäden werden aber durch das SOS-Signal verbunden, das von Perry ausgehend in jedem weiteren Handlungsfaden aufgefangen wird.

Der wartet aber nicht auf Rettung, sondern hat einen Plan, um sich selbst zu befreien … dem er dann auch nachgeht. Dem Hörer beschert das einen Handlungsfortschritt und später auch eine Anwesenheitskontrolle der Galaktischen Flotte.

Den Abschluss der Lesung bildet dann ein Teleportationssprung zurück zu Gucky, der von Armadaschmieden gefangen ein weiteres Planetenabenteuer in einer verdammt großen Fabrik erlebt und durch die „Goon-Hölle“ gehen muss. Welche Rollen dabei das „Wett“ und die Pellacks spielen, davon erzählt uns der Sprecher in den letzten Hörminuten auch.

Das Hör-Erlebnis …

… tut wie auch bei den letzten Lesungen des Sprechers in den Ohren weh. Immer noch nicht sind die scharfen „S“- und „Z“-Laute von Martin Bross durch die Tonregie entschärft worden und immer noch lassen sie mich alle paar Sekunden das Gesicht verziehen. Ich kann es nicht nachvollziehen … und dabei höre ich nicht mal per Kopfhöhrer … schon über Lautsprecher ist es schlimm. Mit Kopfhörern oder In-Ear-Stöpseln ist der Effekt mit Sicherheit noch „gemeiner“.

Dabei macht der Sprecher einen prima Job. Er liest mit unterschiedlichem Tempo und lockert so die Story auf und macht sie lebendiger, erlebter. Wenn es die Dramatik der jeweiligen Szene erfordert, wird er auch mal eindringlicher.

Passend dazu gibt er jedem von ihm vertonten Charakter eine hörbar unterschiedliche Eigenheit. Dabei verbiegt er seine Stimme nicht allzu sehr, sondern lässt den Hörer eher durch die Art, wie er vorliest, an der Stimmung der Figuren teilhaben … selbst und gerade die von Cheercy-Androidinnen wie Sternchen. Gucky hingegen fand ich etwas zu krächzig-quakig

Die Kapitelanfänge sind mit einem Ambientsoundeffekt unterlegt, sonst gibts keine weiteren Fremdklänge zu hören.

Der Sprecher:

Martin Bross, geboren 1972 in Wetter an der Ruhr, absolvierte ein Schauspielstudium an der Hochschule für Musik und darstellende Kunst in Frankfurt am Main. Er spielte in zahlreichen Filmen und Fernsehspielen. Auf der Theaterbühne stand er erstmals 1997 in Heidelberg, später u.a. in Heidelberg, Mainz, Wiesbaden, Mannheim, Bonn, Hamburg und Mülheim. Als Sprecher in Hörspielen und Features tritt er für den WDR und andere Rundfunkanstalten auf. (Quelle: www.theater-an-der-ruhr.de)

Die MP3s und das Booklet:

Die Qualität der MP3s entspricht dem Eins-A-Medien-Standard von festen 192 Kbps, 41,1 kHz und Joint Stereo. Die Tracks sind fortlaufend nummeriert, wobei die Tracknummer im Dateinamen vorn steht und im ID3-Tag am Ende. Auch sämtliche Namen der an der kompletten Silber Edition beteiligten Autoren wurden mit in das ID3-Tag der Dateien geschrieben. Dies macht den Eintrag in der Playlist einiger Abspielgeräte so lang, dass nur noch die Autorennamen zu sehen sind und der Titel am Ende abgeschnitten wird.

Das Titelbild der Silber Edition, das auch in den ID3-Tags der Dateien zu finden ist, liegt dem Hörbuch zusätzlich als JPG-Datei in der Auflösung 2400 x 2400 bei und entspricht der Front von Heft 1103, „Außenseiter der Armada“, das hier nicht enthalten ist. Außerdem bekommen wir noch das tatsächliche Heft-Cover der Nummer 1142, „Sammelpunkt Vier-Sonnen-Reich“, als JPG-Datei in der ungewohnten Auflösung 2027 x 2976 zum Ausdrucken als Poster mit dazu.

Im beiliegenden Booklet finden wir ein Tracklisting mit den Kapitelnamen, einen Auszug aus dem Nachwort von Hubert Haensel aus der Silberbandversion, eine Zeitleiste und die Cover der in dieser Silber Edition enthaltenen Heftromane Nr. 1131-1135, 1142 und 1143. Außerdem gibts vorn noch mal die schicke CD-Cover-Version der Verpackungsfront und am Ende die von Band 1142, „Sammelpunkt Vier-Sonnen-Reich“ zu sehen.

Mein Fazit:

Perry ruft um Hilfe, aber keiner kommt. Denn seine Freunde in den anderen Handlungsfäden haben selbst genug um die Ohren und/oder werden selbst auch gefangen gehalten. Was Perry gegen den unfreiwilligen Aufenthalt unternimmt, wie Gucky in eine 20 Kilometer lange Fabrik gerät und was Tolotos mit den Silkrinen erlebt, davon erzählt uns der Sprecher in dieser Lesung.

Das macht auch er richtig prima und kann durch seine Art des Vorlesens eine gute Dynamik zu entwickeln. Die beschreibenden Szenen spricht er mit zur Story passenden, unterschiedlichen Sprechgeschwindigkeiten und die Dialoge klingen lebendig.

Wenn die Tontechnik die messerscharfen S- und Z-Laute des Sprechers entschärft hätte, wäre es ein wirklich tolles Hörabenteuer geworden. So habe ich alle paar Sekunden zusammenzucken müssen, weil wieder so ein fieser Ton durch die Lautsprecher in meine Ohren stach. Das minderte bei mir den Hörspaß wirklich immens.

2 MP3-CDs mit 202 Tracks
Spieldauer der Lesung: 15:44 Std.
Sprecher: Martin Bross
ISBN-13: 978-3957950659

www.einsamedien.de
www.perryrhodan.net

Die Silber Edition 134 ist auch als Downloadversion in vier Teilen oder komplett beim Verlag erhältlich.

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