Perry Rhodan – Welten in Angst (Silber Edition 49)

Die Handlung:

Unangreifbar schwebt der Todessatellit in der Sonne, und kein Mensch kann zu der vor 200.000 Jahren eingebauten Sextadimbombe vordringen. Der Untergang des Solsystems mit all seinen Planeten scheint kaum aufzuhalten zu sein – doch Perry Rhodan hat während seiner Reise in die Vergangenheit einen wertvollen Verbündeten gewonnen. Es ist Ovaron, der Cappin, dessen Volk die Höllenmaschine gebaut hat.

Im Juni 3434 startet Ovarons Expedition in die Außenhülle der Sonne. Sein Ziel ist, den Satelliten zu sprengen. Als dies unmöglich erscheint, müssen Perry Rhodan und er zum wiederholten Mal eine Zeitreise antreten: Diesmal geht es zum Saturnmond Titan, wo Ovaron seinem früheren Ich begegnen soll.

Währenddessen flammt die Sonne immer stärker. Sie schleudert ihre zerstörerischen Energien bis an den Rand des Systems, das durch das Antitemporale Gezeitenfeld von der restlichen Galaxis abgeschirmt wird. Wenn das Gezeitenfeld aufbricht, droht eine Raumschlacht: Vor dem Solsystem warten 55.000 waffenstarrende Raumschiffe darauf, der solaren Menschheit den Todesstoß zu versetzen … (Verlagsinfo)

Mein Eindruck:

So, ging der Plan von Perry, den SOL-Todessatelliten in der Vergangenheit mit einer Bombe zu bestücken, die ihn in der Gegenwart zerfetzen soll, nun auf oder nicht? Zumindest war das die Frage, mit der mich die letzte Silberlesung vor drei Monaten zurückgelassen hatte.

Einfache, schnelle und direkte Antwort: Nein. Wäre ja auch zu schön gewesen … der Grund hierfür allerdings hätte von den schlauen Wissenschaftlern in Zukunft und Vergangenheit aber eigentlich vorausgesehen werden können.

Also muss ein neuer Plan her und neuen Material, denn die Grundidee scheint die Gleiche geblieben zu sein, wie unsere Sonne von dem Todessatelliten befreit werden kann. Dabei soll wieder die Zeitmaschine benutzt werden und es gibt Hilfe von Ovaron, der seine Gedächtnislücken füllen möchte. Dass wir es auf einmal mit zwei Ovarons zu tun haben, ist eine verzwickte Geschichte für die Autoren, die sie aber clever lösen und für ihre eigenen Zwecke zur Unterhaltung des Hörers zu nutzen wissen.

Auch Perry Rhodan wird unterhalten, indem ihm die Autoren ein unverhofftes Wiedersehen mit seinem totgeglaubten Sohn Roi Danton verschaffen. Der kommt in Begleitung eines neun Aliens daher, eines Oproners. Dieser sieht nicht nur (wie gewohnt) seltsam aus, er hat auch noch eine „böse Stimme“, mit der eine Menge Unheil anrichten kann … wenn er will.

Dann spitzt sich die Lage zu … nicht aber, ohne mal wieder im Voraus eine Menge Geschichtsinfos ins Kopfkino des Hörers abzustrahlen. Hier erfahren wir unter anderem woher die Lemurer stammen. Jetzt ists aber gut … schließlich soll die Sonne bald explodieren, wenn der Satellit nicht endlich unschädlich gemacht wird. Zusätzlich wartet vor dem Zeitschirm, von dem das Sol-System ja geschützt wird, ein Zeitfeld-Zerstörer, der seinem Namen alle Ehre machen wollen. Die Zeit wird knapp …

Das Hör-Erlebnis:

Wie von Josef Tratnik gewohnt bekommt der Hörer für jeden Charakter, den er zu vertonen hat, eine wiedererkennbare Eigenheit mit auf den Hörweg ins Kopfkino. Dabei verstellt er nur selten seine Stimme ins Schräge … wie beim Mathelogiker Professor Kase, der zwar aufgebracht, mir aber zu krächzig war. Gleiches gilt für Merkosh, der auch ganz schön an den Trommelfellen des Hörers kratzt … aber, laut „Drehbuch“ muss er das auch, denn auch Perry hat so seine Probleme mit dessen Stimme. Dass Josef Tratnik Gucky wie Kermit quaken lässt, dass hat sich in 49 Lesungen nicht geändert und wird sich sicher auch in den kommenden 24 nicht ändern … dann haben wir zur zweiten Lesungsschiene aufgeschlossen, die nicht von ihm gesprochen wird. Normaler ist, dass sich der Sprecher einfach mehr in die Brust wirft, wenn er autoritäre Figuren wie Perry Rhodan spricht … der klingt bei ihm immer stolzgeschwellt.

Aber auch bei den erklärenden und beschreibenden Szenen wird der Hörer abwechslungsreich unterhalten. Nicht nur die Sprachgeschwindigkeit wird hier gewechselt auch die Eindringlichkeit, die Intensität ändert der Sprecher immer zu jeweiligen Szene passend. So bleibt der Hörer gespannt, denn alles klingt irgendwie spannend und wichtig, auch wenns das nicht immer ist.

Die Kapitelanfänge sind mit einem Ambientsoundeffekt unterlegt, sonst gibts keine weiteren Fremdklänge zu hören.

Der Sprecher:

Josef Tratnik ist der Sprecher der „klassischen“ Silber Editionen. Er studierte Theaterwissenschaften, Philosophie und Germanistik in Köln und absolvierte er dort eine Schauspielausbildung am Theater „Der Keller“. Neben der Sprechertätigkeit für Hörfunk und Fernsehen, hauptsächlich bei den Sendern DLF, DW und WDR mit Hörspiel-/ und Feature-Produktionen, ist er freischaffender Schauspieler, Synchronsprecher und Sprecher in Köln. (Quelle: wikipedia)

Die Ausstattung:

Die 12 CDs sind mit dem Titelbild der Silber Edition bedruckt, die der Front von Heft 458, „Im Arsenal der Androiden“ entspricht … das im Romanvorlage-Silbersammelband gar nicht zu finden ist. Die CDs sind einzeln in Papphüllen verpackt und in einer stabilen Papp-Klappbox zusammengefasst. Die Rückseiten der Papphüllen ergeben zusammengesetzt das Cover von Heft 446, „Die Zeitbrüder“. Für die Rückseite der Klappbox ist als Hintergrundbild ein Ausschnitt des gleichen Covers gewählt worden, nur seitenverkehrt und leicht beschnitten. Auch die aneinandergereihten Rücken der Klappboxen bilden mit jeder weiteren Ausgabe ein sich zusammensetzendes schickes Gesamtbild.

Zusätzlich ist wieder ein Booklet enthalten, mit Tracklisting und Kapitelnummern, einer Inhaltsangabe, einem Teil der Einleitung von Horst Hoffmann aus der Romanvorlage, einer Zeitleiste, einer Risszeichnung eines Beibootes der Ganjasen und den Titelbildern der in dieser Silber Editon zusammengefassten Hefte Nr. 444-449 der Erstauflage. Außerdem gibt es noch Werbung für verschiedene weitere PERRY-RHODAN-Lesungen des Verlags. Auch die Rückseite des Booklets ziert das Cover von Heft 446, „Die Zeitbrüder“ … auch wieder seitenverkehrt und etwas beschnitten.

Mein Fazit:

Zeitreisen, ein Cappin, der (relativ) unsterblich wird und vor allem der immer noch extrem gefährliche Todessatellit halten den Hörer in dieser Silberlesung bei Laune. Machts am Ende Bumm! und Perry segnet das Zeitliche? Schließlich ist auch er nur relativ unsterblich und nicht unverwundbar.

In Hochform präsentiert Josef Tratnik die Geschehnisse, als hätte er sie selbst erlebt. Die Dialoge klingen lebendig, die Charaktere sind gut unterscheidbar und alles, was sich so zwischen den Dialogen abspielt, wirkt wichtig. Mir haben er und die Story eine Menge Spaß gemacht.

12 Audio-CDs in Papp-Klappbox mit 169 Tracks
Spieldauer der Lesung: 14:41 Std.
Sprecher: Josef Tratnik
ISBN-13: 978-3-95795-061-1

www.einsamedien.de
www.perryrhodan.net

Auch erhältlich als Download-Version mit PDF-Booklet und Cover als JPG-Datei
Größe: 1,19 GB

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