Point Whitmark: Der glühende Mönch (Folge 38)

Die Handlung:

Ein Spezialauftrag von Vater Callahan führt Jay, Tom und Derek in eine der dunkelsten Schluchten der White Mountains. Kesslers Ravine war einst Schauplatz entsetzlicher Beschwörungrituale. Über einhundert Jahre später dringen die Vorboten der Hölle erneut an die Oberfläche. Die ahnungslose Mädchenfreizeit, die am Fuße des alten Klosters die Zelte aufgeschlagen hat, schwebt in allerhöchster Gefahr! Können die Jungen rechtzeitig den verschwundenen Mönch finden, der die Zeichen des Bösen als Einziger zu deuten vermag? Als der rote Blutmond die Nacht erhellt, öffnen sich die Tore des Krematoriums. (Verlagsinfo)

Mein Eindruck:

Eine Woche vor Halloween erscheint das dazu bestens passende Jugend-Grusel-Abenteuer der drei Jungs vom Sender, der heißt wie die Stadt. Diesmal begleiten wir die armen Mitgliedermädchen des katholischen Bibelkreises von Point Whitmark auf ihrem Freizeitausflug … allein das ist schon Grusel und Horror genug. Aber die Fußballmädels sind zum Glück nicht so verblendet wie die Reiseleiterin und so könnte es doch noch ganz interessant werden. Erleben wir hier vielleicht einen Teenie-Slasher oder eine große Party beim „Burning Man“?

Das nun nicht, aber die Autoren warten mit einem Fußballspiel zwischen Mädchen und Mönchen auf … das hatte ich auch noch nicht gehört. Wobei zu hören nur die Girls sind … die Mönche sind Trappisten. Die gibts wirklich und auch das in dieser Folge erwähnte Schweigeglübte … das macht das Fußballspielen dann für ein Hörspiel nicht ganz so geeignet.

Die zwei Mädchen Summer und Victoria, die auch im Team spielen, das heißt wie die Stadt … Moment, heißt in Point Whitmark eigentlich alles „Point Whitmark“? Egal, eine witzige Idee ist das allemal. Dass sich die Mädchen unserem Trio bei den Ermittlungen im Gruselkloster anschließen lockert die Hörstimmung ebenso auf, wie der bekannte SitCom-Wortwitz, den wir auch in dieser Folge nicht vermissen müssen. Und da wir Gaststars haben, bekommt eines der Mädchen eins auf die Nase und somit einen Running Gag verpasst, der immer wieder zum Grinsen einlädt, wenn er auch für sie recht schmerzhaft ist.

Und während die Nase schmerzt lernen wir zwischendurch auch mal wieder was … das mit Trappisten mal ausgenommen … dass ein „Tracking-Interferometer“ nicht nur ein schwer auszusprechender Begriff ist, sondern auch ein Laser-Messgerät ist. Ach so, fast hätte ich noch vergessen, dass Blauregen ziemlich dicht wächst. Wer diese Pflanze noch nicht kannte, lernt sie hier kennen und rascheln.

Aber, worum geht es eigentlich in dem Kloster? Gibts hier wirklich einen wahnsinnigen oder brennenden Mönch? Was hat es mit dem Portal auf sich? Und wer soll hier beschworen werden? Und warum das Ganze?

Fragen über Fragen, auf deren Klärung sich der Hörer bis zum Ende freuen kann, während er grübelnd und gebannt den Geschehnissen im Kloster lauscht … und den drei Jungs … und den beiden Mädchen … und den anderen auch.

Die Sprecher und ihre Rollen:

Erzähler – Jürg Löw
Jay Lawrence – Sven Plate
Tom Cole – Kim Hasper
Derek Ashby – Gerrit Schmidt-Foss
Lazarus Kessler – Oliver Beckmann
Ms Fawcett – Dagmar Heller
Summer Dawn – Rieke Werner
Tony Mack – Raphael Kübler
Victoria Thornton – Sonja Spuhl
Bruder Remigius – Gerald Paradies
Jerome Cunningham III – Horst Lampe
Bartlebee – Thomas Nero Wolff
Reverend Tucci – Axel Lutter
Der Abt – Florian Dietrich
Registrat von Burgos – Ernst Meincke

Technik-Credits:

Idee & Konzeption: Volker Sassenberg
Drehbuch: Andreas Gloge & Volker Sassenberg
Musik: Matthias Günthert und Volker Sassenberg, Markus Segschneider und Manuel Rösler
Tontechnik und Schnitt: Volker Sassenberg & Marc Sander
Tonassistenz: Antonia Pehle
Illustration & Cover Design: Ingo Masjoshusmann
Verlegt durch ROBIL BOR Music
Aufgenommen und gemischt unter Finians Regenbogen
Produziert von Volker Sassenberg

Die Ausstattung:

Die schwarz bedruckte CD steckt in einem Jewel-Case. Das Booklet enthält eine Covergalerie aller 38 erschienenen Folgen. Zusätzlich werden noch die Sprecher und ihre Rollen aufgeführt sowie die Technik-Credits.

Mein Fazit:

Halloween steht von der Tür und die Jungs vom Sender, der heißt wie die Stadt, nehmen uns mit auf eine gruselige Exkursion ins Krematorium eines Klosters. Garniert wird das Ganze von zwei Gastfußballmädchen, die für Abwechslung sorgen und in die sich … man höre und freue sich … keiner der Jungs unsterblich verliebt. Somit gibts hier handfesten Jugend-Grusel vom Feinsten zu hören, Portalsöffnungen und Satans-Anrufungen wahnsinniger Mönche gibts obendrauf und keine schmalzige Schmonzette.

Über eine Stunde werden wir hier gut und spannend und schaurig unterhalten und hin und wieder durch den einen und anderen cleveren Wortwitz oder Einwurf zum Lachen gebracht. Diese Mischung weiß wie immer zu gefallen und schafft es wie gewohnt, nicht ins Alberne oder Absurde abzudriften.

Eine packend passende Musikuntermalung unterstützt die überzeugenden Sprecher genauso gut wie die liebevoll arrangierten Effekte. Da wird das Drama fühlbar, besonders weil bis zum Schluss nicht klar ist, worum es wem eigentlich wirklich geht und wer was im Schilde führt.

Bei all dem Stress und dem Geschreie halte ich dieses Schauer-Abenteuer aber nicht für Achtjährige geeignet. Da könnte es schnell Abträume geben, trotz entspanntem Abschlussgag.

1 Audio-CD
Spieldauer: 65:16 Minuten
Tracks: 10
EAN: 888837091725
Vom Verlag empfohlen ab 8 Jahren

http://www.point-whitmark.de

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