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[NEWS] Ann Leckie – Die Mission (Die Maschinen 2)

Über Tausende von Sternsystemen erstreckt sich das mächtige Imperium der Radchaai – doch es ist in sich gespalten und steht kurz vor einem Bürgerkrieg. Breq, die Maschinenintelligenz des interstellaren Kriegsschiffs Gerechtigkeit der Torren, ist die Einzige, die den Zerfall noch aufhalten kann. Das Schiff wurde vor Jahrhunderten vollständig zerstört, und nur Breq, die Maschinenintelligenz im Körper einer Frau, hat überlebt. Nun wird sie von Anaander Mianaai, der totalitären Herrscherin der Radch, formell adoptiert, zur Flottenkapitänin ernannt und ins Athoek-System beordert. Dort haben die Gegner der Herrscherin zwei Tore für den interstellaren Schiffsverkehr zerstört und das System von seiner Versorgung abgeschnitten. Über Jahrtausende hinweg haben die Radch riesige Bereiche der Galaxis annektiert und sich viele Feinde gemacht. Vor allem aber wird das Reich der Radch aus seinem Inneren bedroht, denn seine Herrscherin Anaander Mianaai ist in Tausende von geklonten Körpern gespalten. Jetzt ist ein heimtückischer Kampf zwischen zwei Fraktionen ihrer multiplen Existenz ausgebrochen, der das ganze Imperium bedroht – und es gibt nur eine Person, die Anaander Mianaai mehr fürchtet als sich selbst: Breq … (Verlagsinfo)

Taschenbuch: 480 Seiten
Originaltitel: Ancillary Sword (2)
Heyne

Weihnachtsempfehlungen SF 2015

… und weiter geht’s mit unseren Empfehlungen zur Science Fiction. Die fallen dieses Jahr etwas umfangreicher aus – euch bleibt die Freude an der Auswahl:

Ann Leckie – Die Maschinen

Unser Fazit:

»[…] ein interessanter Weltentwurf, eine spannende Geschichte und abwechslungsreich durch die verschiedenen Abschnitte, die die Protagonistin in Rückblicken miterleben lässt. Sogar an die unangenehm große Schrift der deutschen Erstausgabe im Tradepaperback gewöhnt man sich mit der Zeit, bis sie schließlich nicht mehr stört. Atmosphärisch dicht erzählt, fällt am Ende fast nicht auf, woher der Roman seinen Umfang und damit seinen Preis bezieht. Ann Leckie jedenfalls kann man keine Aufplusterung zum Vorwurf machen. Der Roman findet zu einem befriedigenden Ende und ist damit auch alleinstehend eine gute Lektüre – trotzdem darf man gespannt sein, ob Leckie das hohe Niveau über die beiden Fortsetzungen halten kann und ob das Thema Stoff für zwei weitere Romane bietet.«

Rezension von Tobias Schäfer

Ian Tregillis: Saat des Unheils

Als Nazi-Deutschland den II. Weltkrieg mit Hilfe biotechnisch aufgerüsteter Superhelden zu gewinnen droht, greifen die Briten in ihrer Not auf Magie zurück, um ihnen die Stirn bieten zu können … – Der Zeitgeschichte wird vom Verfasser eine alternative Ebene eingezogen, die Thriller-‚Realität‘ und Phantastik routiniert aber spannend mischt und Auftakt einer seitenstarken Trilogie ist, die populäre (bzw. Popkorn-) Unterhaltung der gelungenen Art bietet

Rezension von Michael Drewniok

Andreas Brandhorst – Ikarus

Unser Fazit:

»So ist »Ikarus« anfangs vor allem dystopisch und grausig, ein Roman mit vielen Elementen zwischen Space Opera und Cyberpunk, aber durchdrungen von der Lebensbejahung, die für Brandhorsts Romane charakteristisch ist. Und obzwar der kriminalistische Aufbau der Geschichte anderen aus seiner Feder ähnelt, ist die Art des Erkenntnisgewinns jedes Mal anders. »Ikarus« hebt sich angenehm von anderen dicken Schinken dieser Subkultur ab, indem der Stil kondensiert ist, keine langweiligen Ausschweifungen zulässt und seine Geschichte flüssig und klar erzählt.«

Rezension von Tobias Schäfer

Kazuaki Takano: Extinction

Als im zentralafrikanischen Dschungel ein Mensch mit schier unbegrenzter Intelligenz geboren wird, fürchtet die ultrakonservative US-Regierung um ihre Weltmachtstellung und bläst zur Hatz auf den noch kindlichen Mutanten, während eine kleine Rettergruppe sich auf dessen Seite stellt … – Spannender Wissenschafts-Thriller, der Sachwissen mit Verfolgungsjagden mischt sowie erstaunlich deutlich und kritisch die USA als Bösewicht darstellt: interessante Variante der üblichen „Wunder-&-Rätsel-der-Natur“-Garne.

Rezension von Michael Drewniok

Robert Corvus – Grauwacht

Unser Fazit:

»Insgesamt ist der Roman ein spannendes Fremdweltspektakel mit mehreren unvermutet auftauchenden Details, die sich stimmig zusammenschließen und vor den phantastischen Genregrenzen keinen Halt machen. Sogar die dritte der Phantastik zugeordneten Schublade, der Horror, findet seinen Platz in den letzten Zügen der großen Rätselei. Das Buch liest sich schnell und flüssig, befördert einen interessanten Weltenbau mit stimmigen Charakteren und unterhält phantastisch. Einzig eine fremdartige Figur treibt es zeitweise etwas auf die Spitze und verschließt sich deshalb des Leserverständnisses, doch diese Sache rückt sich im Verlauf der Geschichte wieder zurecht und verblasst vor der Zufriedenheit, die das Buch hinterlässt.«

Rezension von Tobias Schäfer

Biom Alpha – Aus den Tiefen des Kosmos

Die gefeuerte NASA-Mitarbeiterin Dr. April Reignar und der Hobbyastronom Jimmy MacPeale entdecken, was Ufologen schon immer wussten: Wir sind nicht allein! Ein riesiger Schwarm von Flugobjekten nähert sich der Erde. Als sich diese Nachricht verbreitet, fiebern UFO-Jünger dem ersehnten Erstkontakt mit den Aliens entgegen. Während die Welt auf die Landung der Außerirdischen wartet, stellt ein Arzt in Brasilien fest, dass dies nicht der erste Besuch aus dem All ist. Auch seine biologischen Forschungsobjekte kamen einst aus den Tiefen des Kosmos …
(Verlagsinfo)

Hier erscheint eine neue Serie in Form von Ebooks im mittlerweile bekannten Genreverlag „Wurdack“, geschrieben von ambitionierten deutschen Autoren wie Uwe Post oder Nicklas Peinecke, die schon auf sich aufmerksam machten. Ein Blick, der sich lohnt!

Karl Edward Wagner: Kane 2 – Kreuzzug des Bösen

Der unsterbliche Barbar Kane versucht sich auf Kosten eines selbsternannten Propheten als Thronräuber, erregt dadurch jedoch den Zorn eines uralten ‚Gottes‘, der ihm daraufhin mörderisch im Nacken sitzt … – Ungewöhnlich vielschichtige „Sword-&-Sorcery“-Fantasy, die packende Kampfszenen und interessante Figuren bietet sowie in den ‚ruhigen‘ Passagen eindringliche Bilder kreiert: eine hochwillkommene und endlich ungekürzte Neuausgabe.

Rezension von Michael Drewniok

Andreas Brandhorst – Das Schiff

Unser Fazit:

»Dies ist bis heute Brandhorsts Meisterwerk, denn obwohl man seine Auseinandersetzung mit ähnlichen Themen aus den letzten Romanen und gerade auch aus dem diesjährigen »Ikarus« kennt, erreicht er mit diesem Roman eine andere Ebene. Und das Beste: Unreflektiert ist es einfach eine spannende, ungemein unterhaltsam eskapistische Geschichte!«

Rezension von Tobias Schäfer

Ann Leckie – Die Maschinen

Eine ferne Zukunft. Menschliche Zivilisationen haben sich über die Galaxis ausgebreitet, haben ihren Ursprung vergessen, den Kontakt verloren und teilweise wiedergefunden. Sternenreiche sind entstanden und koexistieren oder bekriegen sich. Das mächtigste Reich nennt sich die Radch, ihre Völker heißen Radchaai. Sie breiten sich mit der maschinellen Effizienz ihrer KI-gesteuerten Schiffe aus, dulden keine Gegenwehr und ziehen von einer Annexion zur nächsten, geführt durch die Herrin der Radch, Anaander Minaai in ungezählten Varianten ihres Körpers, ständig und überall präsent, die absolute Kontrolle.

Und doch ziehen Veränderungen in dieser Gesellschaft auf: Die Annexionen werden plötzlich beendet, gigantische Truppentransporter stationiert, diplomatische Beziehungen zu anderen Zivilisationen, ja sogar zu Aliens aufgenommen. Und lange unbemerkt, bahnt sich eine Katastrophe an, die das Reich der Radchaai zu zerstören droht: Ein Konflikt, geboren aus der divergenten Entwicklung der Herrin, die sich plötzlich selbst feindlich gegenüber steht. Für die Akteure stellt sich bald die Frage: Welche Anaander Minaai vertritt welche Meinung? Und wie soll man sie unterscheiden? Wie sich ihrer allumfassenden Befehlsgewalt entziehen?

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[NEWS] Ann Leckie – Die Maschinen

Was wird aus den Menschen, wenn die Maschinen frei sein wollen?

Breq ist eine Kämpferin, die auf einem einsamen Planeten auf Rache sinnt. Hinter ihrer verletzlichen, menschlichen Fassade verbirgt sich mehr, als es zunächst den Anschein hat: Sie wurde von den Radch geschaffen, die nach und nach das gesamte Universum unterworfen haben. Breq ist nur dem Äußeren nach eine Frau, vor allem aber ist sie ist eine perfekt konstruierte Maschine, abgerichtet zum Erobern und Töten. Nun aber beschließt sie das Unmögliche: Ganz allein will sie es mit Anaander Mianaai aufnehmen, dem unbesiegbaren Herrscher der Radch. Denn Breq will endlich frei sein. (Verlagsinfo)

Taschenbuch: 544 Seiten
Originaltitel: Ancillary Justice
Heyne