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[NEWS] R. A. SALVATORE: Charons Klaue (Niewinter 3)

Bei Blanvalet erscheint das dritte Niewinter-Buch von R. A. Salvatore:: „Charons Klaue“.

Ein hochdramatisches Fantasy-Epos voller Liebe, Action und faszinierender Charaktere.

Einmal mehr greift Drizzt Do’Urden zu den Waffen, um seinen Freunden beizustehen. Denn seine Geliebte, Dahlia Sin’felle, kann an nichts anderes mehr denken als an ihre Rache an Herzgo Alegni. Doch kann Drizzt für eine Sache töten, die er nicht versteht? Allerdings will er Dahlias Wunsch auch nicht abschlagen. Immerhin hat sein alter Rivale Artemis Entreri seine Unterstützung angeboten – und die Art, wie er Dahlia anschaut, gefällt Drizzt gar nicht.

R. A. Salvatore wurde 1959 in Massachusetts geboren, wo er auch heute noch lebt. Bereits sein erster Roman „Der gesprungene Kristall“ machte ihn bekannt und legte den Grundstein zu seiner weltweit beliebten Reihe von Romanen um den Dunkelelf Drizzt Do´Urden. Die Fans lieben Salvatores Bücher vor allem wegen seiner plastischen Schilderungen von Kampfhandlungen und seiner farbigen Erzählweise.

(Verlagsinfos)

Originaltitel: Charon’s Claw
Originalverlag: Wizards of the Coast, Renton 2012
Aus dem Amerikanischen von Imke Brodersen
Deutsche Erstausgabe
Taschenbuch, Broschur, 544 Seiten
ISBN: 978-3-442-26895-5

Der Verlag bietet unter dieser Adresse eine Leseprobe an.

[NEWS] LISA BLACK: Flammenbraut

Thrillerkost von Lisa Black bei Blanvalet: „Flammenbraut“.

Er mordete. Er wurde nie gefasst. Er hinterließ ein Erbe …

Die Ermittlerin Theresa MacLean wird in ein verlassenes Wohnhaus gerufen. Bei Abbrucharbeiten ist man auf einen geköpften Körper gestoßen. Theresas Ermittlerinstinkt ist sofort geweckt, denn die Leiche trägt die Handschrift eines berüchtigten Mörders. Jahrzehnte zuvor versetzte er ganz Cleveland in Angst und Schrecken, als er ein Dutzend Menschen ermordete und zerstückelte. Sollte dieser neue Fund endlich eine Spur zur Aufklärung dieser Morde sein? Doch kurz darauf werden an einem See Teile des Körpers einer jungen Frau gefunden. Und es ist klar: Sie ist erst seit wenigen Stunden tot …

Lisa Black hat einen Universitätsabschluss in Biologie und arbeitet seit mehreren Jahren als Gerichtsmedizinerin in Ohio und Florida, wo sie mit ihrem Mann lebt. In ihrer Thriller-Reihe um Theresa MacLean erschienen bereits „Schattenbraut“ und „Eisbraut“ bei Blanvalet.
(Verlagsinfos)

Originaltitel: Trail of Blood
Originalverlag: William Morrow, New York 2010
Aus dem Amerikanischen von Sabine Thiele
Deutsche Erstausgabe
Taschenbuch, Broschur, 448 Seiten
ISBN: 978-3-442-38079-4

Der Verlag bietet unter dieser Adresse eine Leseprobe an.

[NEWS] GRAHAM BROWN: Eden Prophecy

Bei Blanvalet erscheint Graham Browns Thriller „Eden Prophecy“:

Eine uralte Prophezeiung erweckt das Böse im Menschen!

Der amerikanische U.N.-Botschafter erhält einen mit einem unbekannten Virus verseuchten Brief. Auf dem Umschlag findet man die Fingerabdrücke eines Genetikers – und bald darauf in Paris die grausam verstümmelte Leiche des Mannes. Kurz vor seinem Tod sandte er eine verzweifelte Bitte um Hilfe an den ehemaligen CIA-Agenten Hawker. Der setzt alles daran, die Mörder seines alten Freundes zu finden. Seine Hetzjagd führt ihn von Frankreich über Beirut bis in die erbarmungslose iranische Wüste. Dort verfolgt eine rätselhafte Sekte ihre dunklen Pläne, die der Menschheit ein neues Eden bescheren könnten – oder aber die Hölle auf Erden …

Der leidenschaftliche Pilot Graham Brown hält Abschlüsse in Aeronautik und Rechtswissenschaften. In den USA gilt er bereits als der neue Shootingstar des intelligenten Thrillers in der Tradition von Michael Crichton. Wie keinem zweiten Autor gelingt es Graham Brown verblüffende wissenschaftliche Aspekte mit rasanter Nonstop-Action zu einem unwiderstehlichen Hochspannungscocktail zu vermischen. »Black Rain« ist Graham Browns Debütroman.
(Verlagsinfos)

Originaltitel: The Eden Prophecy
Originalverlag: Bantam, New York 2012
Aus dem Amerikanischen von Fred Kinzel
Deutsche Erstausgabe
Taschenbuch, Broschur, 480 Seiten
ISBN: 978-3-442-38015-2

Der Verlag bietet unter dieser Adresse eine Leseprobe an.

Marc Elsberg – Blackout

Ein Stromausfall versetzt ganz Europa in Angst und Schrecken

Worum gehts?

An einem kalten Wintertag im Februar geschieht etwas, das bislang nie für möglich gehalten wurde: In ganz Europa brechen die Stromnetze zusammen. Piero Manzano, ein italienischer IT-Fachmann, vermutet hinter dem totalen Blackout einen Hackerangriff und versucht erfolglos seine Vermutung bei sämtlichen Behörden kundzutun, um sie somit vor Schlimmerem zu bewahren. Doch so leicht lässt der Computerfreak sich nicht abservieren und bleibt hartnäckig. Als er bei Bollard, Europol-Kommissar, endlich auf offene Ohren stößt, gerät Manzano selbst ins Visier seines Gegners. Dieser hat herausgefunden, dass der Italiener ihm dicht auf den Fersen ist, und versucht nun mit aller Macht, ihn abzuschütteln, indem er sich in seinens Laptop einhackt und von dort aus dubiose, verdächtige Mails verschickt … unter Manzanos Namen, versteht sich. Marc Elsberg – Blackout weiterlesen

David Gemmell – Der Weg der Helden

Heroische Fantasy an der Grenze zur SF

Talaban ist einer der letzten des Volkes der Avatar, und die Macht, die es einst besaß, schwindet. Doch jetzt fällt die grausame Armee der Kristallkönigin über die Welt her. Talaban glaubt, nur er und seine Freunde seien in der Lage, sie aufzuhalten. Aber dann lernt er das Bauernmädchen Sofarita kennen und ahnt, dass er nun die Geburt einer Legende miterlebt. Talaban beschließt, die junge Frau zu beschützen, zu leiten – und wenn es soweit ist – für sie zu sterben. (Verlagsinfo)

Der Autor

David Gemmell (1948-2006), früher selbst einmal Soldat und Journalist, ist der führende britische Autor (wenn nicht sogar weltweit) von Fantasy-Action-Romanen. Besonders bekannt wurde ab 1984 er mit der Drenai-Saga, in der kernige Helden wie „Druss die Legende“ in einem untergehenden mittelalterlichen Reich schier aussichtslose Kämpfe ausfechten.

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Glenda Larke – Trügerisches Licht (Der Bund der Illusionisten 2)

Der Bund der Illusionisten:

Band 1: „Flüsternder Sand“
Band 2: „Trügerisches Licht“
Band 3: „Brennender Wind“ (15.07.2013)

Ligea hat trotz ihrer Liebe zu Temellin und obwohl sie ein Kind von ihm erwartet auf ihr Geburtsrecht, die Herrschaft über Kardiastan, verzichtet und ist nach Tyrans zurückgekehrt. Sie will sich nicht nur persönlich am Exaltarchen Bator Korbus und seinem Vorsteher Rathrox Ligatan rächen, sie will ganz Tyrans umkrempeln: die Sklaverei abschaffen, die eroberten Provinzen in die Freiheit entlassen … ein Mammutprojekt, und teuer obendrein! Sie muss schnell sein, denn sobald Favonius‘ Nachricht von den Ereignissen in der Illusion Tyr erreicht, wird der Exaltarch versuchen, ihren Besitz zu beschlagnahmen. Doch ihr Vermögensverwalter ist gar nicht glücklich über Ligeas Pläne …!

Tatsächlich ist Ligeas Vorhaben eigentlich kaum in die Tat umzusetzen. Zwar ist Ligea realistisch genug, um langfristig zu denken, gleichzeitig ist das aber auch das größte Manko des Plans, worauf ihr designierter General Gevenan sie gleich zu Beginn hinweist. Glenda Larke – Trügerisches Licht (Der Bund der Illusionisten 2) weiterlesen

Lee Child – Outlaw

Das geschieht:

Seine unstete Wanderschaft durch die USA führt Jack Reacher, den ehemaligen Militärpolizisten, der vor mehr als zehn Jahren vom Dienst ‚freigestellt‘ wurde, nach Colorado. In der wüstenhaften Landschaft liegen die beiden Orte Hope und Despair nur räumlich in dichter Nachbarschaft. Die seltsamen Namen erregen Reachers Neugier, doch er ist kaum in Despair eingetroffen, als er bereits von der Polizei aufgegriffen und vom Schnellrichter als unerwünschter Landstreicher abgeschoben wird.

Reacher hasst es, vertrieben zu werden. Zudem wundert er sich, dass der Richter den Polizeibeamten ignorierte, den er bei der Verhaftung verprügelt hatte. In Hope klärt ihn die Polizistin Vaughan auf: Despair ist Thurmans Stadt. Der Finanzmagnat hat hier ein gigantisches Recycling-Werk für Metall errichtet und ist der einzige Arbeitgeber dieser Stadt, deren Einwohner sich deshalb seiner an die Feudalzeit erinnernden Herrschaft beugen.

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[NEWS] JOHN JACKSON MILLER: Der Vergessene Stamm der Sith

John Jackson Miller veröffentlicht bei Blanvalet neue Geschichten aus dem Star Wars-Universum: „Der Vergessene Stamm der Sith“.

Ein unvergesslicher Einblick in die dunkle Seite der Macht

Nach einem Jedi-Angriff stürzt der Sith-Kreuzer „Omen” auf einem unbekannten Planeten ab. Geschwächt und verwundet bleibt der Sith-Crew nichts anderes übrig, als in die Tiefen des finsteren Planeten vorzudringen. Alleine die Dunkle Seite der Macht hilft ihnen, die brutalen Herausforderungen zu überleben, die über sie hereinbrechen.

Doch ihnen ist ein anderes Schicksal bestimmt: Als Herrscher über das Universum werden die Sith zurückkehren und sich Tausende von Jahre behaupten – bis sie mit der gefährlichsten Bedrohung konfrontiert werden: dem Feind im Inneren.

John Jackson Miller, geboren 1968, ist ein US-amerikanischer Autor und Publizist. Da er seit jeher selbst Comics sammelte, machte er sein Hobby zum Beruf und arbeitete als Redakteur bei einem Comicmagazin. Später veröffentlichte er auch eigene Comics. Von Miller stammt die Comicadaption des Films „Indiana Jones und das Königreich des Kristallschädels“. Inzwischen hat sich Miller auch als Autor von diversen Star-Wars-Romanen einen Namen gemacht.

Originaltitel: Star Wars™ Lost Tribe of the Sith. The Collected Stories
Originalverlag: Del Rey, New York 2012
Aus dem Amerikanischen von Andreas Kasprzak
Deutsche Erstausgabe
Paperback, Broschur, 512 Seiten, 13,5 x 20,6 cm
ISBN: 978-3-442-26931-0

Der Verlag bietet unter dieser Adresse eine Leseprobe an.

[NEWS] PATRICK DUNNE: Gottesgericht

Patrick Dunne lässt bei Blanvalet das „Gottesgericht“ urteilen:

Im Namen des Herrn werden sie töten

In der legendären Kirche Hagia Sophia in Istanbul nehmen Terroristen eine Gruppe von Besuchern als Geiseln und inszenieren ein grausames Spektakel: Wird auf ihre Forderungen nicht eingegangen, soll jeden Tag einer der Touristen ermordet werden – und das Video der Hinrichtung live im Internet zu sehen sein. Polizei und internationale Geheimdienste ermitteln fieberhaft, aber einzig die Journalistin Jane Wade erkennt den Hintergrund des Anschlags – denn die Drahtzieher sind ihr gut bekannt. Doch während die Entführer live auf Sendung gehen, wird auch Janes eigene Familie bedroht …

Patrick Dunne, geboren in Dublin, studierte zwar Literatur, wollte jedoch ursprünglich Musiker werden. Heute blickt er auf über zwanzig Jahre als renommierter Regisseur und Produzent beim irischen Rundfunk und Fernsehen zurück. Außerdem gehört er zu den erfolgreichsten Autoren Irlands. Jeder seiner Romane – beispielsweise „Die Keltennadel“, „Keltengrab“ und „Die Opferstätte“ – erklomm die Bestsellerlisten.

Originaltitel: Byzantium (Jane Wade 03)
Aus dem Englischen von Fred Kinzel
Deutsche Erstausgabe
Taschenbuch, Broschur, 416 Seiten
ISBN: 978-3-442-37789-3

Der Verlag bietet unter dieser Adresse eine Leseprobe an.

[NEWS] JAVIER SIERRA: Die Rache der Engel

Bei Blanvalet gibt es einen neuen Mysterythriller von Javier Sierra: „Die Rache der Engel“.

Während Julia Álvarez die berühmte Kathedrale in Santiago de Compostela restauriert, erhält sie eine schreckliche Nachricht: Ihr Mann Martin Faber wurde in der Türkei verschleppt, und sie könnte das nächste Opfer sein. Denn die Entführer wissen, dass Julia im Besitz eines wertvollen antiken Steins ist und sie allein die Macht hat, seine verborgene Kraft zu aktivieren – was fatale Folgen für die Menschheit haben würde. Das wissen auch der amerikanische Geheimdienst … und Martin. Schon bald fragt sich Julia, welche Rolle er im Wettlauf um die Macht des Steins wirklich spielt …

Javier Sierra ist der einzige zeitgenössische spanische Autor, dessen Romane es in die Top Ten der Amerikanischen Bestsellerlisten geschafft haben. Er wird in mehr als 40 Sprachen übersetzt, und auch in Deutschland waren bereits einige seiner Romane sehr erfolgreich. Sierra erkundete die Mysterien unserer Geschichte zunächst als Journalist, bevor er begann, Romane darüber zu schreiben.

Originaltitel: El Ángel Perdido
Originalverlag: Planeta, Barcelona 2011
Aus dem Spanischen von Stefanie Karg
Taschenbuch, Broschur, 544 Seiten
eine ganzseitige S/w-Abbildung
ISBN: 978-3-442-38099-2

Der Verlag bietet unter dieser Adresse eine Leseprobe an.

Glenda Larke: Flüsternder Sand (Der Bund der Illusionisten 1)

Der Bund der Illusionisten:

Band 1: „Flüsternder Sand“
Band 2: „Trügerisches Licht“
Band 3: „Brennender Wind“ (Juli 2013)

Ligea stammt aus Kardiastan, kam aber in so jungen Jahren nach Tyrans, daß sie sich an ihr Geburtsland so gut wie nicht erinnern kann. Obwohl sie bemüht ist, sich den Gepflogenheiten ihrer Umwelt anzupassen um dazuzugehören, gelingt ihr das bestenfalls oberflächlich. Trotzdem liebt sie Tyrans, das sie als ihre Heimat betrachtet. Bis ihr Vorgesetzter sie völlig unerwartet auf eine Mission in eines der eroberten Gebiete schickt … Kardiastan!

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Adam J. Dalton – Das Wispern der Schatten (Chronicles of a Cosmic Warlord 1)

Jillan ist dreizehn Jahre alt und steht damit kurz vor der geheimen Zeremonie, die ihn zum Erwachsenen machen wird. Doch obwohl er sich alle Mühe gibt, wie alle anderen zu sein, ist er doch ein Außenseiter, der von seinen Mitschülern verhöhnt und gehänselt wird. Als es im Rahmen einer erneuten Auseinandersetzung zu einem Toten kommt, flieht Jillan aus seiner Heimatstadt, aber es ist bereits zu spät! Er hat die Aufmerksamkeit des Heiligen Azual erregt … und auch noch die einiger anderer!

Adam J. Dalton bezeichnet seine Fantasy selbst als metaphysisch und düster. Damit hat er nicht einmal unrecht, abgesehen davon ist zumindest dieser erste Band seines neuen Zyklus auch noch abstoßend, nichtssagend und gegen Ende zunehmend nervtötend.

Fangen wir mit dem Aspekt „nichtssagend“ an. Ich gebe zu, dieses Adjektiv trifft nicht auf das gesamte Buch zu, sondern nur auf die Bösewichte. Leider stellen sie fünfzig Prozent aller Charaktere.

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[NEWS] DEBORAH HARKNESS: Wo die Nacht beginnt

Deborah Harkness führt bei Blanvalet die romantische Saga aus „Die Seelen der Nacht“ fort: „Wo die Nacht beginnt“.

Die größte Liebesgeschichte seit Romeo und Julia

Ihre Liebe ist stärker als jede Regel, stärker als die Zeit und das Leben selbst. Doch als Diana und Matthew im elisabethanischen London angekommen sind, werden sie auf eine harte Probe gestellt. In einer Welt der Spione und der Täuschung muss Diana einen Tutor finden, der sie in der fortgeschrittenen Hexenkunst unterweist, während Matthew unfreiwillig mit seiner Vergangenheit konfrontiert wird. Und welche Rolle spielt der enge Kreis von Matthews Freunden, die einst die geheimnisvolle »Schule der Nacht« gründeten und ihre gemeinsame Zukunft bedrohen?

Deborah Harkness ist Professorin für europäische Geschichte an der University of Southern California in Los Angeles. Für ihre wissenschaftlichen Arbeiten erhielt sie bereits mehrfach Stipendien und Auszeichnungen. Sie schreibt außerdem ein preisgekröntes Wein-Blog (goodwineunder20.blogspot.com).
(Verlagsinfos)

Originaltitel: Shadow of Night
Originalverlag: Viking, New York 2012
Aus dem Amerikanischen von Christoph Göhler
Deutsche Erstausgabe
Gebundenes Buch mit Schutzumschlag, 800 Seiten
ISBN: 978-3-7645-0467-0

Der Verlag bietet unter dieser Adresse eine Leseprobe an.

[NEWS] DAVID GEMMELL: Der Weg der Helden

David Gemmell beschreitet bei Blanvalet den „Weg der Helden“:

Talaban ist einer der letzten des Volkes der Avatare, und die Macht, die es einst besaß, schwindet. Doch jetzt fällt die grausame Armee der Kristallkönigin über die Welt her. Talaban glaubt, nur er und seine Freunde seien in der Lage, sie aufzuhalten. Aber dann lernt er das Bauernmädchen Sofarita kennen und ahnt, dass er nun die Geburt einer Legende miterlebt. Talaban beschließt, die junge Frau zu beschützen, zu leiten und – wenn es so weit ist – für sie zu sterben …

Der Engländer David Gemmell gehörte seit seiner „Drenai-Saga“ zu den bekanntesten und erfolgreichsten Fantasy-Autoren unserer Zeit. Seine Bücher landeten regelmäßig auf den Bestseller-Listen. Mit „Der silberne Bogen“ legt er erstmals einen großen historischen Roman vor.
(Verlagsinfos)

Originaltitel: Echoes of the Great Song
Originalverlag: Del Rey, New York 2002
Aus dem Englischen von Wolfgang Thon
Deutsche Erstausgabe
Taschenbuch, Klappenbroschur, 544 Seiten
ISBN: 978-3-442-26899-3

Der Verlag bietet unter dieser Adresse eine Leseprobe an.

Stephen Leather – Brut des Teufels

Das geschieht:

Geschasster Angehöriger einer Elite-Einsatztruppe der Polizei, dann erfolgloser Privatdetektiv in London, einst vom Vater an die Hölle verkauft und auf der Abschussliste mindestens einer nachtragenden Dämonin: Jack Nightingale ist kein Glückskind, und seine Pechsträhne setzt sich ungebrochen fort. Vater Ainsley Gosling hatte – dieses Mal im Tausch gegen die Macht über Frauen – auch die Seele seiner Tochter Robyn verkauft. Die ist inzwischen 31 Jahre alt und ahnt nicht, dass sie in zwei Jahren der Dämon Frimost holen wird.

Jack fühlt brüderliche Gefühle in sich aufsteigen. Er konnte Proserpina, jener Dämonin, der seine Seele versprochen war, in letzter Sekunde von der Schippe springen, und weiß daher, was Robyn erwartet. Doch wo ist die Schwester geblieben? Gosling hat nur spärliche Hinweise hinterlassen. Jack soll sich an den „Orden der neun Ecken“ wenden, deren Mitglieder allerdings dem Teufel Menschenopfer darbringen und schon deshalb für neugierige Außenseiter wenig übrig haben.

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Brent Weeks – Die blendende Klinge (Licht-Zyklus 2)

Licht-Zyklus:

Band 1: Schwarzes Prisma“
Band 2: „Die blendende Klinge“
Band 3: „The Blood Mirror“ (voraussichtlich 2014, noch ohne dt. Titel)

Garriston ist gefallen. Nun steht Gavin Guile vor dem Problem, wo er all die Flüchtlinge unterbringen soll, die er aus der eroberten Stadt gerettet hat. Die Lösung ist in ihrer Dreistigkeit typisch Gavin.

Kip dagegen wird in die Chromeria zurückgeschickt. Hauptmann Eisenfaust soll dafür sorgen, dass er die Aufnahme in die Schwarze Garde schafft. Selbstredend ist Andross Guile mit diesem Plan überhaupt nicht einverstanden. Trotz der Steine, die der alte Guile Kip in den Weg legt, gelingt es dem Jungen, sich mit einigen der anderen Antwärter anzufreunden, darunter die junge Sklavin Adrasteia.

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Brent Weeks – Schwarzes Prisma (Licht-Zyklus 1)

Licht-Zyklus:

Band 1: „Schwarzes Prisma“
Band 2: „Die blendende Klinge“
Band 3: „The Blood Mirror“ (voraussichtlich 2014, noch ohne dt. Titel)

Gavin Guile ist das Prisma, derjenige, der das Verhältnis der verschiedenen Farben innerhalb des Lichts und damit auch die Magie im Gleichgewicht hält. Das macht ihn zum nahezu mächtigsten Mann des Reiches. Was nicht bedeutet, dass er nicht mit Schwierigkeiten zu kämpfen hätte. Außerdem hat er ein extrem gefährliches Geheimnis…

Wer jetzt glaubt, die Geschichte klänge im Vergleich zur Schatten-Trilogie recht einfach gestrickt, der hat sich ziemlich geirrt. Tatsächlich wartet Brent Weeks‘ neuer Zyklus sogar noch mit mehr Handlungssträngen und Personen auf als sein erstes Werk.

Die Hauptfigur ist natürlich Gavin. Der Mann ist im Grunde ein recht anständiger Kerl. Hauptsächlich ist er mit dem Versuch beschäftigt, Missstände innerhalb der Reiche zu bereinigen. Allerdings lügt er wie gedruckt.

Gavins Vater Andross ist ein alter Mann, hält aber noch immer einen Sitz im Rat des Spektrums und macht Gavin dort das Leben schwer. Denn für Andross zählt nur der eigene, persönliche Vorteil, und es ärgert ihn ganz erheblich, dass Gavin sich seinen Befehlen nicht fügt.

Kip wiederum ist ein Bastard. Aufgewachsen in armen Verhältnissen, dick, unbeholfen und schwach, hält er sich selbst für einen Versager. Das Einzige, von dem er glaubt, dass er es gut kann, ist das Ertragen von Schmerz. Tatsächlich aber unterschätzt Kip seine Fähigkeiten.

Und dann wäre da noch Garadul, der Mann, der sich zum König von Tyrea ausgerufen hat, einfach weil er glaubt, die Macht dazu zu haben. Doch der Verbündete, auf den er sich da stützt, ist wesentlich gefährlicher als Garadul selbst …

Insgesamt entspricht die Qualität der Charakterzeichnung ziemlich genau dem, was man von Brent Weeks schon kennt. Nicht überaus intensiv, aber sehr gut nachvollziehbar, glaubwürdig und angenehm klischeefrei.

Noch besser gefallen hat mir der Entwurf der Magie. Magische Fähigkeiten beruhen auf Licht, wobei jede Farbe des Spektrums bestimmte Eigenschaften besitzt. Magiebegabte, die sogenannten Wandler oder Chromaten, können auf die Substanz dieser Spektralfarben, das Luxin, zugreifen und es für alles Mögliche verwenden, je nach Eigenschaft der Farbe. Diese Idee erlaubt nicht nur eine Vielzahl von Möglichkeiten, was die Nutzung von Magie angeht, sondern auch eine einfache Abstufung von Macht, abhängig davon, wie viele Farben jemand wandeln kann. Positiv ist auch, dass der Autor diese Fähigkeiten gedeckelt hat. Ein Wandler kann nur ein gewisses Maß an Farbe wandeln. Überschreitet er dieses Maß, hat das gefährliche Folgen, weshalb von Wandlern, die ihre Grenze erreichen, erwartet wird, dass sie sich einen Sterberitual unterziehen. Erwartungsgemäß sind damit nicht alle Wandler einverstanden.

Zwangsläufig bedeutet magische Macht in einer solchen Welt auch politische Macht. Bestes Beispiel dafür ist natürlich das Prisma, dessen Einflussmöglichkeiten auf die Politik auf seiner herausragenden Stellung beruhen, welche wiederum von seinen magischen Fähigkeiten abhängt. Denn logischerweise kann nur jemand die Farben des Lichts im Gleichgewicht halten, der auch auf jede einzelne davon zugreifen kann.

Um die Machtfülle eines solchen Superchromaten in Schach zu halten, gibt es den Rat des Spektrums, in dem jeweils ein Wandler jeder Farbe vertreten ist. Jeder dieser Wandler ist der Vertreter eine Satrapie. Und natürlich haben die alle unterschiedliche Interessen, was die Sache schon schwierig genug macht. Wenn dann auch noch Leute in diesem Spektrum sitzen wie Andross Guile, deren Entscheidungen lediglich den eigenen Interessen dienen, muss das früher oder später in einer Katastrophe enden. Eine solche Katastrophe gab es bereits, als zwei extrem mächtige Männer sich wegen einer Frau dermaßen in die Haare geraten sind, dass sie das gesamte Reich in einen grausamen Bürgerkrieg gestürzt haben: Gavin Guile und sein Bruder Dazen!

Das ist inzwischen zwar sechzehn Jahre her, die Auswirkungen sind aber noch immer zu spüren, vor allem in der Art und Weise, wie die damals unterlegene Satrapie Tyrea seither behandelt wird, in der unter anderem zum Beispiel Kip aufgewachsen ist. Kein Wunder, dass der selbsternannte König Garadul ausgerechnet Tyrea zu seinem Königreich machen will. In einer seit Jahren von allen Seiten ausgeplünderten Satrapie kann man prima als Befreier auftreten.

Weil es Gavin nicht gelingt, den Rat aus Duckmäusern, Kleingeistern und Egoisten rechtzeitig zur Raison zu bringen, nimmt er sich persönlich der Sache an. Ein gefährliches Unterfangen für einen Mann, der nicht nur Gegner hat, die seine Macht fürchten, sondern auch solche, die ihn persönlich hassen!

Das alles – die Magie, die politischen und sozialen Strukturen, die Familiengeschichte der Guiles, Gavins persönliche Geheimnisse – hat Brent Weeks zu einem dichten, nahtlosen Stoff verwoben. Das sorgt zum einen dafür, dass die Welt insgesamt wie aus einem Guss daherkommt, es tut andererseits auch den Figuren gut, die alle in einem engen Netz aus Beziehungen und Abhängigkeiten agieren. Keiner von ihnen tut etwas einfach nur so, alle haben sie ihre Beweggründe. Das ist vor allem ein dickes Plus für den Antagonisten, der dadurch zu einer echten Persönlichkeit wird, anstatt nur den Standardtypus des machthungrigen Bösewichts zu verkörpern. Zu keiner Zeit wirkt die Geschichte bemüht oder unglaubwürdig.

Auch Spannung findet sich, wenn sie sich auch nur langsam steigert. Die immer wieder eingestreuten Szenen über die Bemühungen des Gefangenen auszubrechen, über seine allmählichen Fortschritte, sorgt für eine unterschwellige Grundspannung. Der Großteil der Handlung ist aber so breit angelegt, dass der Aufbau der einzelnen Figuren und Stränge schon eine Menge Raum einnimmt. Vorerst ging das ein wenig auf Kosten eines echten Spannungsbogens. Mich hat das nicht gestört. Die Geschichte bietet so viele verschiedene Facetten, dass mir trotzdem niemals langweilig wurde.

Brent Weeks wollte schon als Junge Schriftsteller werden und hat sich deshalb nach dem College nicht mit dem Erlernen eines anderen Berufes aufgehalten, sondern gleich mit dem Schreiben begonnen. Bis jemand bereit war, ihm etwas dafür zu bezahlen, hielt er sich als Barkeeper über Wasser. „Der Weg in die Schatten“ war seine erste Veröffentlichung und der Auftakt zur Schatten-Trilogie, die inzwischen vollständig auf Deutsch erschienen ist. „Schwarzes Prisma“ ist der erste Band seines neuen Licht-Zyklus, dessen zweiter Band unter dem Titel „Die blendende Klinge“ ebenfalls bereits erschienen ist. Der Autor arbeitet derweil am nächsten Band.

Taschenbuch 800 Seiten
Originaltitel: Lightbringer 1 – Black Prism
Deutsch von Hans Link und Clemens Brumm
ISBN-13: 978-3-442-26816-0

www.brentweeks.com
www.randomhouse.de/blanvalet

Der Autor vergibt: (5.0/5) Ihr vergebt: SchrecklichNa jaGeht soGutSuper (8 Stimmen, Durchschnitt: 4,75 von 5)

Hanover, Daniel – Drachenschwert, Das (Dolch und Münze 1)

Dolch und Münze:

Band 1: „Das Drachenschwert“
Band 2: „The King’s Blood“ (noch ohne dt. Titel)

Geder Palliako wäre eigentlich gern ein Gelehrter und würde das Buch vor ihm lieber zu Hause übersetzen als in einem zugigen Zelt. Vor allem, weil die übrigen Adligen seiner Kompanie ihn ständig verspotten. Aber der König hat befohlen, die freie Stadt Vanai zu erobern …

Söldnerführer Marcus Wester hat genug vom Krieg. Doch das Einzige, was ihn vor einer Zwangsrekrutierung durch den Fürsten von Vanai schützt, ist ein Vertrag, den er nicht erfüllen kann, weil der Fürst seine Männer hat einsperren lassen. Es sei denn, er bekäme kurzfristig Ersatz irgendwoher …

Cithrin ist ein Mündel der mächtigen Medean-Bank, seit sie denken kann. Quasi ihr ganzes Leben lang hat der Leiter der Filiale in Vanai sie ausgebildet. Aber nichts, wirklich nichts hätte das junge Mädchen, das bisher kaum das Haus verlassen hat, darauf vorbereiten können, dass es Vermögenswerte der Bank vor dem drohenden Krieg aus der Stadt schmuggeln muss …!

Der Autor hat seine Geschichte mit einer ganzen Menge an Figuren bevölkert. Und interessant sind nicht nur die Hauptfiguren.

Geder ist im Grunde ein sanfter, freundlicher und gutmütiger Mensch. Aber er ist weder besonders stark noch besonders belastbar. Die vielen Demütigungen durch seine Standesgenossen gehen nicht spurlos an ihm vorüber, und dem Druck, den die Eroberung Vanais bedeutet, ist er letztlich nicht gewachsen. Gleichzeitig gehört Geder nicht zu den Leuten, die schnell und leicht verzeihen.

Marcus Wester hingegen ist vor allem ein guter Soldat und fähiger Anführer, zynisch, aber verlässlich und kompetent. Und er besitzt die Sorte von Anstand, die dafür sorgt, dass er des öfteren Entscheidungen wider jede Vernunft trifft.

Cithrin wiederum ist ein unerfahrenes junges Mädchen. Deshalb hat sie beim Verlassen Vanais vor allem eines: panische Angst vor Entdeckung! Aber sie ist nicht dumm, und sie hat gelernt, wie ein Geschäftsmann zu denken, und die Beschäftigung mit den Belangen des Bankwesens stärkt ihr Selbstbewusstsein ganz ungemein.

Unter den Nebenfiguren fand ich vor allem Clara bemerkenswert. Sie ist mit Dawson, dem Jugendfreund des anteanischen Königs, verheiratet. Und während Dawson, der Reaktionär, beinahe einen Bürgerkrieg vom Zaun bricht, nur um jegliche Art von gesellschaftlicher Veränderung in Antea zu verhindern, wirkt Clara stets besänftigend, dämpfend im Hintergrund, und sorgt so dafür, dass ihr Gemahl die Grenzen zivilisierten Benehmens nicht überschreitet, ohne jedoch ihrem Gatten zu irgendeinem Zeitpunkt ihre Unterstützung zu entziehen. Ein faszinierender Balanceakt.

Interessant ist auch Meister Kit, denn obwohl bereits bei dem Hinterhalt der Räuberbande klar war, mit wem der Leser es da zu tun hat, wird kaum etwas über seine Person verraten. Meister Kit fasziniert vor allem durch seine besondere Weltsicht und seine erstaunlichen Fähigkeiten, die vor allem auf der Theaterbühne zum Vorschein kommen.

Jeder einzelne von ihnen hat mir gut gefallen, vor allem Geder, dessen Entwicklung eine recht bedenkliche Richtung genommen hat. Die Darstellung wirkt jederzeit glaubhaft und echt, selbst Westers, der schon ziemlich dem Typus des mürrischen Haudegens entspricht. Und selbst diejenigen Charaktere, die noch weiter am Rand stehen, wie die einzelnen Schauspieler von Meister Kits Truppe, oder die diversen anteanischen Adeligen, sind alle, so knapp sie auch gezeichnet sein mögen, durchaus eigenständig und lebendig.

So bunt wie die Personenriege wirkt auch die Welt, die der Autor seiner Geschichte zugrunde gelegt hat. Allein dreizehn Menschenrassen gibt es, davon ein großer Teil mit tierischen Merkmalen wie Fell, Hauer, Schuppen oder Chitinpanzer. Zumindest teilweise wurden sie als Sklaven von den Drachen erschaffen, die einst die Welt beherrschten, ehe sie sich in einem verheerenden Bürgerkrieg selbst gegenseitig auslöschten. Jetzt herrschen die Erstgeborenen – man könnte sie als „normale Menschen“ bezeichnen – , und auch sie halten die anderen Rassen offenbar für minderwertig. Und dann gibt es noch, sozusagen am Ende der Welt, im von der Zivilisation vergessenen Osten, ein Kloster mit Mönchen, die eine Spinnengöttin verehren. Und die Ansichten darüber, welche Rolle diese Göttin in der Weltgeschichte gespielt hat, gehen offenbar ziemlich auseinander …

Der Entwurf der Gesellschaftsordnung entspricht sozusagen den Erwartungen: Es gibt Königreiche, von denen bisher allerdings ausschließlich Antea eine Rolle spielt, mit Adeligen, Kaufleuten, Handwerkern und Bauern sowie Söldnerheeren und den dazugehörigen Rangeleien um Macht und Einfluss.

Das gilt auch für die Handlung. Intrigen am Königshof von Antea, Krieg, eine Gruppe von Gefährten, die durch’s Land reist, das klingt alles nicht unbekannt. Ich könnte auch nicht sagen, daß die Geschichte besonders spannend gewesen wäre. Denn obwohl die Karawane nur knapp der Entdeckung durch das anteanische Militär entgeht, zeigt der parallel laufende Handlungsstrang um Dawson und seine Frau Clara, daß Antea im Grunde ganz andere Probleme hat als Vanai. Im Grunde ist die Eroberung dieser Stadt nur eine unbedeutende Episode innerhalb der anteanischen Politik und keiner Erwähnung wert, hätte nicht Geder Palliako daran teilgenommen!

Und auch Cithrins Flucht und ihr Neuanfang in Porta Oliva wären nicht unbedingt weltbewegend. Dass diese Ereignisse ein wichtiger Teil des Gesamtgeschehens sind, zeigt sich erst am Ende des Buches. Im Grunde sind die Eroberung Vanais und deren Folgen lediglich der Anstoß für etwas viel Weitreichenderes, Tiefgreifenderes. Etwas, das ganz bestimmt nicht angenehm werden wird!

Obwohl das Buch also trotz seines Umfanges eher eine Art Einleitung für die folgenden Bände ist, habe ich mich zu keiner Zeit gelangweilt. Das ist zum einen der gelungenen Charakterzeichnung zu verdanken. In jedem der einzelnen Handlungsstränge gab es eine oder mehrere Personen, die stark und interessant genug ausgearbeitet waren, um die Erzählung auch über weniger turbulente Stellen hinweg zu tragen. Ein wenig lag es auch an der oft nur angedeuteten Historie der Welt, die es erforderlich macht, dass der Leser gelegentlich seinen eigenen Kopf benutzt, um die einzelnen Teile zusammenzusetzen. Vor allem aber war der Verlauf der Geschichte eine einzige lange Kette von Ursache und Wirkung, eines kommt zum anderen, wobei teilweise auch sonst getrennt verlaufende Handlungsstränge einander bedingten. Und diese Kette entwickelte ihren ganz eigenen Sog. Der Leser ahnt im Grunde erst ziemlich gegen Ende, wohin die ganze Sache letztlich führen mag, und doch ist ihm mehr oder weniger die ganze Zeit über klar, dass die Protagonisten da unausweichlich in etwas hineinschlittern, das größer ist als die Frage, ob eine Gesellschaftsordnung reformiert werden sollte oder nicht, und bedeutender als der Kampf eines jungen Mädchens um seine Zukunft. Ich bin gespannt, wie es weitergehen wird.

Daniel Hanover ist eines der Pseudonyme, hinter denen sich der Verfasser des Zyklus Die magischen Städte verbirgt. Warum in Deutschland allerdings die Autorennamen Daniel Abraham und M. L. N. Hanover zu Daniel Hanover zusammengemischt wurden, erschließt sich mir nicht ganz. „Das Drachenschwert“ ist der erste Band seines neuen Zyklus Dolch und Münze, auf Englisch ist auch der zweite Band bereits erhältlich unter dem Titel „The King’s Blood“. Ein Erscheinungstermin für die deutsche Ausgabe ist nicht bekannt.

Taschenbuch 670 Seiten
Originaltitel: „The Dragon’s Path“ (The Dagger and the Coin 1)
Deutsch von Simone Heller
ISBN-13: 978-3-442-26865-8

http://www.danielabraham.com/
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Der Autor vergibt: (4.0/5) Ihr vergebt: SchrecklichNa jaGeht soGutSuper (No Ratings Yet)

Charlotte Link – Der Beobachter

Inhalt

Samson lebt bei seinem Bruder und dessen Frau mit im Haus. Er hat bislang noch nie eine Beziehung zu einer Frau gehabt, ist aber fasziniert von der Damenwelt. Er beobachtet des Längeren schon viele Frauen aus seiner Straße. Er nimmt aus der Ferne Anteil an ihrem Leben und bekommt so vieles mit. Am allermeisten interessiert er sich für die schöne Gillian, die auch in seiner Nachbarschaft wohnt. Insgeheim liebt er sie und himmelt sie an. Seine Gedanken, Gefühle und Entdeckungen schreibt er jeden Abend auf. Als zwei ältere alleinstehende Damen grausam umgebracht und die Leichen durch Zufall gefunden werden, wird Samson verdächtigt. Er taucht unter und will auf keinen Fall der Polizei in die Hände geraten, weil er sagt, dass er unschuldig sei. Doch sagt Samson die Wahrheit oder handelt es sich bei ihm um den Psychopathen, der die Morde begangen hat?

Kritik

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Larke, Glenda – Magierin, Die (Die Inseln des Ruhms 3)

Die Inseln des Ruhms:

Band 1: „Die Wissende“
Band 2: „Der Heiler“
Band 3: „Die Magierin“

Glut und ihren Gefährten ist es auf Xolchaspack endlich gelungen, den Dunkelmagier Morthred zu vernichten. Flamme jedoch hat sich noch vor Morthreds Tod aus dem Staub gemacht und ist nach Breth gesegelt, um dort Morthreds ursprünglichen Plan auf eigene Rechnung durchzuführen. Ruath ist ihr gefolgt, aber außerstande, etwas zu ihrer Rettung zu unternehmen.

Während Flamme immer mehr unter den Einfluss der Dunkelmagie gerät, hat die Gruppe um Glut sich getrennt. Thor und Kelwyn machen sich auf den Weg nach Tenkor, um dort nach einem Heilmittel gegen die Dunkelmagie zu forschen. Glut und Dek versuchen derweil, Flamme wiederzufinden, um sie ebenfalls nach Tenkor zu bringen.

Noch einmal wurde die Riege der Figuren um zwei weitere ergänzt. Elarn ist ein Gezeitenreiter, eine Art Surfer, der als Bote zwischen der Hauptstadt der Wahrer-Inseln und der Hafenstadt Tenkor unterwegs ist. Außerdem ist er ein leichtfertiger, egozentrischer, junger Kerl, der sein Hirn zwischen den Beinen herumträgt und erst noch erwachsen werden muss.

Und dann ist da noch Jesenda, Dasriks Tochter. Sie ist nicht nur eine Silbin, sondern auch intelligent, schön und stolz. Außerdem besitzt sie einen ausgeprägten Hang zum Risiko. Und sie ist so nachtragend, dass man es schon als rachsüchtig bezeichnen muß.

Beide sind ausgesprochen gut und lebendig gezeichnet. Dasselbe gilt für Ruarth, der in diesem Band erstmals als Erzähler auftritt, und dessen Persönlichkeit dadurch erheblich an Tiefe gewonnen hat. Nicht nur wegen seiner Verzweiflung angesichts der Umwandlung Flammes, auch die Auswirkungen von Morthreds Tod, mit denen er zu kämpfen hat, wurden dadurch noch deutlicher. Überhaupt gehört die eindringliche Schilderung dessen, was den Dunstigen-Vögeln widerfahren ist, zu den gelungensten Aspekten des gesamten Zyklus.

Die Handlung wurde durch die zusätzlichen Erzähler ebenfalls um einen weiteren Strang erweitert. Das wirkt sich zunächst nicht allzu stark aus, da das Hauptaugenmerk dabei auf Ruarth und Elarn liegt. Erst zu Beginn des Showdowns wird auch wieder aus der Sicht von Glut und Kelwyn erzählt.

Der Spannungsbogen hat dadurch nicht gelitten. Tatsächlich hatte beim Lesen dieses dritten Bandes weder Durchhänger, noch fühlte ich mich durch Wiederholungen genervt. Zwar entwickelt dauert es ein wenig, bis Elarn und Jesenda eingeführt und aufgebaut sind, die Entwicklung in Breth sorgte jedoch dafür, daß die Handlung insgesamt auch während dieser Phase interessant blieb, zumal es der Autorin gelungen ist, beide Stränge allmählich aufeinander zuzuführen und so eine Situation zu schaffen, in der Glut und ihre Helfer gleich von zwei Seiten in die Zange genommen wurden. Zwar weiß der Leser, dass Glut überleben wird, wie hätte sie Shor iso Fabold aus Kell sonst die ganze Geschichte erzählen können. Flamme dagegen hat während des gesamten Zyklus nicht ein einziges Wort selbst erzählt …

Einige nette Details sorgten für zusätzlichen Pepp, darunter ein erneuter Auftritt des kauzigen Garwin Gilfeder, dessen medizinischer Blickwinkel auf das Phänomen der Magie eine angenehme Abwechslung bedeutete, sowie die Tagebucheinträge einer jungen Kellin, welche bisher nur in Shor iso Fabolds Briefen aufgetaucht ist, und die ebenfalls eine völlig andere Sichtweise beinhalten als die des Ethnologen.

Bleibt zu sagen, dass der dritte Band endlich gehalten hat, was seine Vorgänger versprochen haben. Er war interessant, abwechslungsreich und spannend und hat keine Fragen offen gelassen, sodass der Leser am Ende des Zyklus das Buch zufrieden zuklappen kann. Insgesamt betrachtet war der Zyklus vielleicht nicht einer der mitreißendsten, hat sich gegen Ende aber spürbar gesteigert, und die glaubwürdigen und lebendigen Charaktere sowie der gelungene Entwurf der Magie trösteten über die vorhandenen Schwächen hinweg.

Glenda Larke stammt aus Australien und wollte schon als Kind Schriftstellerin werden. Zunächst kam jedoch eine Heirat und ein Lehrerberuf dazwischen. Bei einem längeren Aufenthalt in Wien kehrte die Lust am Schreiben zurück, seither hat die Autorin den Einzelroman „Havenstar“ sowie die Trilogien The Mirage Makers und The Isles of Glory geschrieben. „Die Wissende“ ist der erste Band der Trilogie Die Inseln des Ruhmes und das erste ihrer Bücher, das ins Deutsche übersetzt wurde. Der letzte Band ihres jüngsten Zyklus Watergivers kam letztes Jahr in die Buchläden. Die nächste Trilogie mit dem Arbeitstitel |Sorcery and Spice| ist bereits in Arbeit.

Taschenbuch: 574 Seiten
Originaltitel: The Isles of Glory 3 – The Tainted
Deutsch von Susanne Gerold
ISBN-13: 978-3-442-26762-0

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Der Autor vergibt: (4.5/5) Ihr vergebt: SchrecklichNa jaGeht soGutSuper (No Ratings Yet)