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Cornelia Funke – Geisterritter

Die Handlung:

Jon Whitcroft hat es schwer. Seine Mutter und ihr neuer Freund schicken ihn aufs Internat nach Salisbury. Strömender Regen, dunkle Gemäuer, enge Flure, fremde Gesichter und ein Zimmer, das er sich mit zwei Mitschülern teilen muss. Jon ahnt nicht, dass dies bald seine geringsten Sorgen sein werden. Denn in seiner sechsten Nacht im Internat erscheinen plötzlich drei Geister unter dem Fenster seines Zimmers und starren zu ihm herauf. Doch zum Glück gibt es jemanden in Salisbury, der sich mit Geistern auskennt …
(Verlagsinfo)

Mein Eindruck:

Aus der Ich-Perspektive des jungen Jon erzählt Cornelia Funke ihre neue Kinder-Gruselgeschichte. Nicht so blumig und ausschweifend wie gewohnt schildert sie die Erlebnisse im Internat in Salisbury, in das Jon von seiner Mutter abgeschoben wurde. Begleitet wird der Leser dabei von wunderschönen, ganz- oder auch mal doppelseitigen Illustrationen, die die schaurige Atmosphäre abrunden und den Leser immer wieder innehalten und die dargestellte Situation auf sich einwirken lassen. Passend zum Titelbild sind sie auch immer in düsteren Grüntönen gehalten.

Kindgerecht erzählt, aber wie immer für alle Altersgruppen ansprechend berichtet, begleitet der Leser Jon in dieser Geistergeschichte. Die titelgebenden Geisterritter, die nur er zu sehen scheint, tauchen recht schnell auf und sorgen bei den jüngeren Lesern gleich für die erste Gänsehaut. Die Charaktere, allen voran natürlich Jon und seine Mitstreiterin im Kampf gegen die Geister, Ella, sind liebevoll gezeichnet und wachsen dem Leser schnell ans Herz. Auch Ellas Oma Zelda gehört zu den Guten und hilft den beiden bei ihrem Abenteuer.

Die gut 250 Seiten, die mit vielen Bildern und einem großen Zeichensatz ausgefüllt sind, überfordern die Zielgruppe nicht und sind flüssig, schnell und leicht zu lesen. Auch ist das Buch gut für Eltern geeignet, die ihren Kindern gern einmal wieder etwas vorlesen wollen, auch wenn die Kinder aus dem Bilderbuchalter schon herausgewachsen sind. Sicher ist es kein böser Spoiler, wenn man davon ausgehen kann, dass alles ein gutes Ende nehmen wird. Das schmälert den Gruselspaß aber nicht, den dieses Kinderbuch bietet.

Die Autorin

Cornelia Funke, eine der bekanntesten deutschen Autorinnen von Kinder- und Jugendliteratur, hat erst nach einer Ausbildung zur Diplom-Pädagogin und einem anschließenden Grafikstudium angefangen zu schreiben. Texte zu Bilderbüchern, Bücher zum Vorlesen, für Leseanfänger und Leseratten entstanden und wurden zum größten Teil auch von ihr selbst illustriert; einige ihrer Romane sind Familienbücher im besten Sinne. Zu großen internationalen Erfolgen wurden „Herr der Diebe“, „Drachenreiter“ sowie die Tintenwelt-Trilogie: „Tintenherz“, „Tintenblut“ und „Tintentod“. Auch Ehrungen und Preise gibt es für Cornelia Funke nicht nur in Deutschland (schließlich sind ihre Bücher inzwischen in mehr als 40 Sprachen erschienen), Verfilmungen sind geplant und realisiert, und ihre Fans warten stets sehnsüchtig auf das jeweils nächste Buch und sorgen dann für den Sprung auf die Bestsellerlisten. Cornelia Funke lebt mit ihrer Familie in Los Angeles, Kalifornien. (Verlagsinfo)

Mein Fazit:

Eine Kinder-Geister-Geschichte für Leser jeden Alters (ab 10) mit Charakteren, die dem Leser schnell ans Herz wachsen. Ein gruseliges, aber nicht zu gruseliges Abenteuer, das durch wunderschöne Bilder noch lebendiger wirkt.

Hardcover: 252 Seiten
Cover und Illustrationen von Friedrich Hechelmann
Vom Verlag empfohlen ab 10 Jahren
ISBN: 978-3791504797
www.cecilie-dressler.de
www.corneliafunkefans.com