Schlagwort-Archive: Der Hörverlag

Frank Schätzing – Tod und Teufel

Pfft – tschak! Der Killer mit der Armbrust

Köln im Jahre 1260: Die führenden Patrizier haben sich zu einem Komplott gegen den Erzbischof verschworen, der ihnen ihre Macht geraubt hat. Sie dingen einen skrupellosen Attentäter, der nicht nur den Erzbischof, sondern auch potenzielle Verräter in den eigenen Reihen aus dem Weg räumen soll. Als ein unbeteiligter Dieb per Zufall Zeuge einer solchen Verräterbeseitigung wird, sehen die Patrizier ihre Pläne in Gefahr. Der Attentäter mit der tödlichen Mini-Armbrust heftet sich an die Fersen des Diebes. Aber er hat nicht mit dessen klugen Verbündeten gerechnet …

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Stephen King – Friedhof der Kuscheltiere

Achtung: Manchmal kommen sie wieder!

Wer erinnert sich nicht mit Schaudern an den Film „Friedhof der Kuscheltiere“? Vielleicht sogar an dessen Fortsetzung von 1992? Der Westdeutsche Rundfunk (WDR) produzierte 1999 ein stimmungsvolles Hörspiel, das dem Film durchaus das Wasser reichen kann. Tatsächlich dringt der Horror des Endes noch stärker zum Zuhörer durch, denn keine Bilder unterstützen seine Vorstellungskraft – diese wird vielmehr selbst aktiv, wodurch der Horror umso unmittelbarer wirkt.

Tierliebhaber seien gewarnt: Wiederauferstandene Katzen gehören nicht ins Haus oder in die Nähe von Kindern!

_Der Autor_

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Lester Powell – Die Dame mit den grauen Löckchen

Ein Detektiv zwischen Engel und Teufel

Dies ist der dritte Fall der legendären „Damen-Krimi“-Reihe aus den 1950er Jahren. Philip Odell, Privatschnüffler und ehemaliger Mitarbeiter des Secret Service und des FBI, sitzt im Büro, als es zaghaft an seine Tür klopft. Eine kleine ältere Dame schluchzt: „Meine Tochter ist verschwunden. Finden Sie sie!“ Und schon ist der weichherzige Odell in einen Fall verwickelt, der viel Aufregung, aber wenig Bares verspricht. Und wie immer hat seine scharfsinnige Freundin Heather bei einem Glas in der Mondscheinbar eine rettende Idee …

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Angie Sage – Septimus Heap – Magyk

Genialer Vortrag einer Durchschnitts-Fantasy

In der Burg wütet der fürchterliche Zauberer DomDaniel, der den Turm der Zauberer erobert hat und eine Herrschaft des Schreckens errichtet. Der Einzige, der ihn aufhalten könnte, ist Septimus Heap. Denn er verfügt als siebter Sohn eines siebten Sohns (wie sein Name schon sagt) über große magische Kräfte. Aber wo steckt Septimus? Ist er tatsächlich bei seiner Geburt gestorben, wie die Hebamme behauptet, oder wurde er sogar entführt? Und warum lässt DomDaniel ohne Unterlass nach der Tochter der ermordeten Königin fahnden?

Das magische Abenteuer wird vom Verlag ab elf Jahren empfohlen.

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Jules Verne / Leonhard Koppelmann – Reise zum Mittelpunkt der Erde

Mit Kino-Feeling: Begegnung mit dem Meeresmonster

Professor Otto Lidenbrock, ein kauziger Experte in Sache Steine und Mineralien, findet in einem alten isländischen Buch eine Wegbeschreibung ins Erdinnere. Mit seinem Neffen Axel und dem einheimischen Führer Hans steigt er durch einen isländischen Vulkankrater hinab und entdeckt eine atemberaubende unterirdische Welt voll faszinierender Landschaften und Lebewesen. (ergänzte Verlagsinfo)

Der Autor

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Lester Powell – Die Dame ist blond

Wenn eine Romanfigur zum Leben erwacht

Dies ist der zweite Fall der legendären „Damen-Krimi“-Reihe aus den 1950er Jahren. Philip Odell, Privatschnüffler und ehemaliger Mitarbeiter des Secret Service, sucht mal wieder Arbeit …

„Junger Mann mit bewegtem Vorleben gesucht“ – klar, dass sich Odell auf diese Annonce meldet. Und prompt mit seiner Freundin Heather MacMara in einen neuen Fall verwickelt wird, der sich als reichlich turbulent herausstellt und Heather viel Anlass gibt, eifersüchtig zu werden.

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Tad Williams – Otherland 4: Meer des silbernen Lichts

Apocalypse Now Digital! So lässt sich der vierte Teil der „Otherland“-Tetralogie von Tad Williams, der jetzt als Abschluss des Mammut-Hörspielprojekts des HR und des |hörverlags| auf sechs CDs vorliegt, schlagwortartig beschreiben. Spektakulär stürzt der virtuelle Weltenraum in sich zusammen und für die Protagonisten kommt es zur finalen Konfrontation.

_von Bernd Perplies
mit freundlicher Unterstützung unseres Partnermagazins http://www.ringbote.de/ _

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Douglas Adams – Per Anhalter ins All

_Die Antwort lautet „42“_

Dieses Hörbuch bietet die Handlung der ersten zwei Romane [„Per Anhalter durch die Galaxis“]http://www.buchwurm.info/book/anzeigen.php?id__book=1491 und „Das Restaurant am Ende des Universums“. Das sind nach allgemeiner Ansicht sowieso die besten Teile der fünfteiligen Trilogie.

_Der Autor_

„Douglas Adams hasste das Schreiben“, wie uns sein Freund Ken Follett verriet. Dennoch wurde er ausgerechnet mit den fünf Romanen seiner Anhalter-Trilogie weltbekannter Kultautor. Aus der Trilogie wurden nicht nur die anfänglichen BBC-Hörspiele von anno 1978, sondern auch Schallplatten, Filme und Handtücher (die Kausalität ist wie immer arbiträr und rein zufällig).

Er starb viel zu früh im Jahr 2001 vor der Fertigstellung eines neuen Romans, der posthum in dem Sammelband „Lachs im Zweifel“ (|Heyne|) abgedruckt wurde.

_Die Sprecher & die Produktion_

Das Hörspiel wurde 1981/82 von mehreren Rundfunksendern produziert, darunter BR, SDR und WDR. Die Musik und Geräusche steuerte Frank Duval bei.

Wenigstens die Sprecher sind vom Feinsten: Dieter Borsche und Bernhard Minetti traten schon in den 40ern und 50ern vor die Kamera und natürlich auf der Bühne auf. Minetti spricht den Wal, der auf Magrathea abstürzt. Borsche spricht die Rolle des Planetendesigners Slartibartfass, der besonders auf die Fjorde Norwegens stolz ist. Denn natürlich hat er auch die Erde entworfen.

Als Erzähler fungiert Rolf Boysen, der am bekanntesten in seiner TV-Rolle als General Wallenstein wurde. Den obercoolen Playboy Zaphod Beeblebrox mit den zwei Köpfen und drei Armen spricht Klaus Löwitsch, der im TV stets entweder Kriminaler und Kriminelle spielen musste.

Am Anfang wunderte ich mich darüber, dass der Sound so leise ist. Diese Lautstärke ist leider durchgehend festzustellen. Abhilfe: Bässe aufddrehen und pump up the volume!

_Handlung_

Arthur Dent, bis dato unbescholtener Erdenbürger, hat einen echt miesen Tag, der damit beginnt, dass ein besessener Bulldozerführer sein Haus abreißen will. Es soll im Auftrag der Stadt und der Baufirma, die einer Adligen gehört, einer lukrativen Umgehungsstraße weichen. Arthur entschließt sich zur Liegeblockade.

Bis sein beinahe bester Freund mit dem seltsamen Namen Ford Prefect (ein prefect ist an einer englischen Schule so etwas wie ein Klassensprecher) vorbeischaut, der in Wahrheit von einem Planeten in der Nähe des Sterns Beteigeuze stammt. Ford lädt Arthur zu einem Bierchen ein, solange noch Zeit sei, denn schließlich gehe in 10 Minuten und 25 Sekunden die Welt unter. Das passiert dann auch: Eine Vogon-Bauflotte sprengt die Erde, um einer Hyperraum-Umgehungsstraße Platz zu schaffen.

Zum Glück werden sie per Anhalter mitgenommen. Die Bauarbeiter der Vogonen, die Dentrassi, haben sie in ihr Schlafquartier eingelassen. Hier outet sich Ford als Redakteur eines intergalaktischen Reiseführers, dessen Vorderseite die Buchstaben „KEINE PANIK“ schmücken. Ein so genannter „Babelfisch“ versetzt die beiden in die Lage, mit anderen Wesen zu kommunizieren.

Natürlich will der Käptn der Vogonen sie sofort wieder über Bord werfen lassen, doch zuvor lässt er sie noch die schrecklichen Gedichte, die er zu schreiben beliebt, hören (sie sind im 2. Booklet abgedruckt). Arthur und Ford winden sich in Qualen. Dabei ist die Vogon-Lyrik nur die drittschlechteste im Universum.

Kaum aus der Luftschleuse hinausgestoßen, tritt der unwahrscheinlichste aller Fälle ein: Sie werden von einem anderen Raumschiff aufgegabelt, das gerade des Weges fliegt: Die „Herz aus Gold“ ist mit dem unendlichen Unwahrscheinlichkeits-Drive ausgestattet, was die Rettung ermöglichte. Sie wurde von Zaphod Beeblebrox geklaut, einem zweiköpfigen Playboy, dessen Stimme fast stests von einem Echo begleitet ist, was recht sonderbar klingt.

In seiner Begleitung befinden sich Eddie der föhliche Computer, Marvin der paranoide Androide bzw. melancholische Roboter sowie die Londoner Astrophysikerin Trillian. Trillian heißt eigentlich Tricia Macmillan und ist ein Mädchen, das Arthur mal auf einer Party im Londoner Stadtteil Islington kennen gelernt hatte. Sie mag weiße Mäuse lieber als Spinnen, ist aber ansonsten sehr intelligent.

Zaphod ist ein Tunichtgut – er erfand den Pangalaktischen Donnergurgler – und Schatzjäger. Daher landen alle auf der seit fünf Millionen Jahren verlassenen Welt Magrathea, die einst die Heimat von Planetendesignern war, als noch Bedarf an Luxusplaneten bestand. Die Erde ist einer davon. Allerdings erweist sich auch, dass man Anrufbeantworter-Botschaften, selbst wenn sie aus dem Subäther kommen, nicht ignorieren sollte, wenn sie auf eine mögliche Gefahr hindeuten: Die „Herz aus Gold“ wird von Atomraketen anvisiert …

_Mein Eindruck_

Douglas Adams spielte gerne Theater und mit der Sprache. Da gab es schon mal den einen oder anderen Berührungspunkt mit der Truppe von „Monty Python“. Die Vorliebe für Absurditäten und satirisch-bissigen Humor teilt er mit Cleese & Co., tendierte aber mehr Richtung Hörspiel und Buch statt Film & Fernsehen.

In seiner fünfteiligen Anhalter-Trilogie nahm er eine ganze Menge Dinge auf die Schippe, wobei der Produktionsprozess ziemlich chaotisch gewesen sein muss, denn alles fand unter höchstem Zeitdruck statt (wie fast alles bei Adams, wie die Romanschlüsse belegen). In der frei beweglichen Form einer Science-Fiction-Satire jedenfalls fand Adams die optimal geeignete Literaturform, um alle möglichen lieb gewonnenen Philosophien, Moralvorstellungen, Theorien usw. zu hinterfragen. Er konnte seine Figuren kreuz und quer durch Raum und Zeit schicken, ohne dass man ihn wegen mangelnden (oder übermäßigen) Realismus‘ verklagen konnte.

Was mir immer am besten an den Büchern gefallen hat, ist einerseits die Umkehrung vermeintlich fest gefügter Vorstellungen, dann wieder umwerfende Vergleiche, schließlich dann die überbordende Fülle an erfundenen Wesen. Philosophierende Wale, experimentierende Mäuse, lebendig werdende Pilotensessel, qietschvergnügte Computer (Eddie), melancholische Androiden (Marvin) – und natürlich Miliways, das Restaurant am (räumlichen? zeitlichen?) Ende des Universums.

Kein Wunder, dass die Romane die Vorlagen für Unmengen noch heute gebräuchlicher Redensarten lieferten: „Die Antwort ist 42.“ Wenn das die Antwort [auf das Leben, das Universum und alles andere] ist, wie lautet dann die Frage? „Deep Thought“ stammt zwar von Adams, gibt’s aber auch von IBM („Deep Blue“).

Die Wirkung der Bücher geht daher weniger von der mangelnden Spannung aus (es gibt kaum Spannungsbögen), sondern vielmehr von der Faszination durch die Überraschungen und Wendungen aus – etwa so, als ob man ein großes Geschenkpaket mit Ideen öffnen würde.

|Sprecher & Inszenierung|

Laserschüsse hallen durch den Korridor, wo ein Computer, hinter dem sich unsere Helden verschanzt haben, unheimliche Töne von sich gibt. Sie deuten an, dass er gleich in die Luft fliegen wird. Das alles ist natürlich nicht ganz einfach akustisch umzusetzen, aber der Soundlieferant – Duval? Der Sender? – schafft das durchaus zufrieden stellend. Allerdings klingt das noch wie die erste Kinoversion von „Krieg der Sterne“ aus dem Jahr 1977. Will heißen: für uns Heutige doch schon recht altbacken und spielzeugmäßig. Nur selten passen Soundkulisse und Ambiente gut zusammen, so etwa die Zigeunergeigen im „Milliways“. Aber mit dieser Meinung stehe ich möglicherweise allein auf weiter Flur. Über die „Musik“ von Frank Duval schweige ich lieber: ein Produkt ihrer Zeit, klingt sie absolut veraltet.

Bei den Sprechern erfreut die Professionalität der jungen Garde – die der alten sowieso, aber es fällt doch auf, wie viele alte Sprecher aufgeboten werden: Borsche, Boysen, Minetti (der Nestor des deutschsprachigen Theaters). Am besten gefiel mir noch der ultracoole Klaus Löwitsch, besonders dann, wenn er schon ein wenig angesäuselt klingt (was ihm nicht schwer gefallen sein kann, Friede seiner Asche).

Daneben treten wahnsinnig viele Nebenfiguren auf, die gar nicht in den Credits aufgeführt werden. So etwa die weißen Mäuse Benny und Frankie, die unsere Helden nach dem Untergang der Erde und mit dem Ende des somit abrupt beendeten 10-Millionen-Jahre-Experiments der Mäuse mit dem Auftrag losschicken, die Frage auf die Antwort „42“ zu finden. Und natürlich „Deep Thought“ und viele andere.

_Unterm Strich_

Mein Eindruck von diesem beinahe bekanntesten aller Hörspiele ist also durchaus gespalten. Die Adams-Komponente ist witzig und einfallsreich, doch die Umsetzung ist je nach Geschmack entweder ein Kuriosum oder eine Katastrophe. Am besten ist derjenige dran, der dieses Hörspiel zum ersten Mal hört und noch nie etwas von Douglas Adams gelesen hat. Aber über die Musik wundert sich derjenige dann doch ein wenig …

|Literatur-Hinweis|

Wer mehr über den echten und wahren (ja, den gab es) Douglas Adams erfahren möchte, sollte unbedingt Neil Gaimans Biografie etc. lesen, die den ungemein beruhigenden Titel [„Keine Panik!“]http://www.buchwurm.info/book/anzeigen.php?id__book=1363 trägt und ebenfalls wie die Adams-Trilogie im |Heyne|-Verlag erschienen ist.

|291 Minuten auf 6 CDs|

Isabel Allende – Im Reich des goldenen Drachen

Spannendes Mystik-Abenteuer im Himalaya

Dieses Buch ist das zweite Abenteuer von Alex und Nadia. Isabel Allende mischt wie schon in „Die Stadt der wilden Götter“ Realität und magisch-mystische bzw. mythische Elemente. Dazu die Autorin: „Das Leben ist voller Geheimnisse. Und das Ziel von Literatur ist es, Geheimnisse zu ergründen. Wenn du Träumen, Visionen und Vorahnungen in deinem alltäglichen Leben und deiner schriftstellerischen Arbeit Raum lässt, scheint sich die Realität zu erweitern.“

Das Jugendbuch ist ab 12 Jahren geeignet, das Hörbuch ist 598 Minuten lang, also fast 10 Stunden. Hörproben und Infos gibt es unter www.hoerverlag.de.

Die Autorin

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Isabel Allende – Die Stadt der wilden Götter

In ihrem ersten Jugendbuch nimmt die Bestsellerautorin den Leser mit auf die Reise ins Innere des brasilianischen Dschungels, zu Menschenwesen, die noch nie Stahl, Waffen oder weiße Haut gesehen haben. Für die beiden Kinder in der Expedition wird dies eine Reise des Wachsens und der Verwandlung.

Das Hörbuch bietet laut Verlag die vollständige Lesung ohne jedwede Kürzung.

_Die Autorin_

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Lewis Carroll / Oliver Sturm – Die Jagd nach dem Schnatz

Sinnlich-hintersinnige Nonsens-Sch(n)atzsuche

Neun Männer und ein Biber landen auf einer Insel, um dort den sagenhaften Schnatz zu jagen. Doch was ist dieses Fabelwesen? Einen Schnatz zu erkennen, ist gar nicht so einfach – und ihn zu fangen noch viel schwieriger! Weit und breit taucht kein Harry Schotter® auf, um den Schnatzjägern einen hilfreichen Hinweis zu geben. Doch der furchtlose Captain ist ein Meister darin, seine Mannen zu motivieren, und so gelingt dem Bäcker, was keiner mehr für möglich gehalten hätte. Leider ist er gleich darauf auf Nimmerwiedersehen verschwunden.

Das Hörspiel ist für Kinder ab 7 Jahren geeignet, gibt der Verlag an.

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Franz Fühmann – Prometheus

Prometheus‘ Geheimnis: das Experiment Mensch

Das Hörspiel des Mitteldeutschen Rundfunks (MDR) aus dem Jahr 2001 beruht auf den zwei Romanen „Prometheus. Die Titanenschlacht“ und „Prometheus. Die Zeugung“ des DDR-Autors Franz Fühmann (siehe unten).

Fühmann, schon immer ein Freund der literarischen Gattung Mythos, verarbeitet die ältesten griechischen Sagen über die Entstehung von Himmel und Erde, die Titanen, ihre Niederlage gegen die (neuen) Götter, das Schicksal des Prometheus und seine Erschaffung der Menschen. Wie es danach weiterging, muss man bei Gustav Schwab nachlesen, denn Fühmanns Romane blieben unvollendet.

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Agatha Christie – Die blaue Geranie

Beim Hörverlag sind in letzter Zeit diverse Lesungen von Agatha-Christie-Romanen als Hörbuch erschienen, und jedes dieser Hörbücher erstreckt sich über die Spielzeit von 3 CDs bzw. ungefähr 170 Minuten. Im Rahmen dieser Serie sind unter anderem Klassiker wie „16 Uhr 50 ab Paddington“, „Mord im Orientexpress“ oder „Die Morde des Herrn ABC“ erschienen, Meisterleistungen und Klassiker der Krimi-Geschichte. Das mir vorliegende Hörbuch zu „Die blaue Geranie“ mit gerade mal knappen vierzig Minuten Spielzeit fällt da in der Konzeption etwas aus dem Rahmen, sowohl, was die Aufmachung, aber auch die Güteklasse der Story an sich und die Umsetzung als Lesung angeht. Die hektische Erzählweise und die über weite Strecken fehlende Spannung, welche man ja sonst aus den Erzählungen der legendären Krimi-Autorin gewohnt ist, überraschen nämlich durchaus unangenehm. Dabei könnten die Rahmenbedingungen kaum besser sein; mit der deutschen Stimme des Gandalf aus den „Herr der Ringe“-Filmen, Achim Höppner, hat man einen sehr guten Sprecher für diese Geschichte finden können und die Story an sich gibt in den Grundzügen auch einiges her; doch das Resultat gehört einerseits sicherlich zu den schwächeren Arbeiten der Krimikönigin und wird zudem durch die Umsetzung der Lesung selbst noch geschmälert.

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Herman Melville – Moby Dick

„Moby Dick“ ist ein Literaturklassiker. Und das, obwohl es bei der Erstveröffentlichung des Romans von Herman Melville 1851 nach einem Flop aussah. Als „trostloses Zeug, stumpfsinnig und öde“ und als eine „übel zusammengeschusterte Mischung aus Abenteuerroman und Tatsachenbericht“ wurde der Roman in Rezensionen gescholten. Und gilt dennoch heute als größtes Werk des Amerikaners. Melville selbst sah die damalige Kritik eher gelassen, war er sich doch von vorneherein darüber im Klaren, dass „Moby Dick“ eine literarische Gratwanderung darstellte. Und so verwundert der folgende Ausspruch von ihm wenig: „Es ist besser, auf der Suche nach Originalität zu scheitern, als mit bloßer Nachahmung Erfolg zu haben.“

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Lester Powell – Die Dame im Nebel

Dieses Hörspiel bietet den ersten Fall in der legendären „Damen-Krimi“-Reihe aus den 1950er Jahren. Philip Odell, Privatschnüffler und ehemaliger Mitarbeiter des Secret Service, wird von der charmanten Heather McMara gebeten, den Tod ihres Bruders Ricky zu untersuchen. Der war zwar auch ihrer Meinung nach „ein Lump oder Schlimmeres“, an Selbstmord kann sie jedoch nicht glauben.

Bald schon bekommen Heather und Philip eine Ahnung davon, dass Ricky vielleicht nur der Strohmann in einem gefährlichen Netz aus Intrigen, Eifersucht und schmutzigen Geschäften war. Und auch für die beiden Ermittler wird der Fall immer bedrohlicher … (Verlagsinfo)

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Nick Hornby – NippleJesus

Knien und Beten verboten!

Der „NippleJesus“ ist eine Collage aus kleinen nackten Brüsten, die von der Ferne betrachtet ein Kreuzigungsbild darstellen. Für den Museumsaufseher, der für dieses Skandalbild verantwortlich ist, wird das Bild zu seiner persönlichen Passion. Als er jedoch die eigentliche Intention der Künstlerin erfährt, versteht er die Welt nicht mehr … (Verlagsinfo)

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T. A. Barron – Merlin und die sieben Schritte zur Weisheit

Vom Lachen des Drachen und der Süße der Sünde

„Merlin und die sieben Schritte zur Weisheit“ ist der zweite Teil einer erfolgreichen fünfteiligen Saga um die Jugend des legendären Zauberers: Sie erzählt von jener Zeit, als Merlin noch nicht der berühmteste aller Magier war, noch nicht der weise Lehrmeister des jungen Königs Artus, sondern ein 13-jähriger Junge, der gerade seinen zuvor unbekannten Vater Stangmar verloren hat und dessen Mutter Elaine jenseits des Meeres lebt.

Kein Wunder, dass er seine Kräfte erprobt und sie herbeibeschwört. Doch der Erzfeind Ritagaur ist nie weit entfernt und vergiftet Elaine. Um das Gegenmittel vom Gott Daghda zu erlangen, muss Merlin die sieben Schritte zur Weisheit finden und gehen. Und er hat dafür nur vier Wochen Zeit.

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Umberto Eco – Die geheimnisvolle Flamme der Königin Loana

Was bleibt von einem Leben ohne jede persönliche Erinnerung? Nach einem Schlaganfall erwacht Giambattista Bodoni aus dem Koma. Zwar erinnert er sich an Alexander den Großen, erkennt dafür aber nicht den kleinen Alexander, seinen Enkel. Er hat sein biografisches Gedächtnis verloren. Schritt für Schritt tastet er sich zurück, sucht, was in den Jahrzehnten geschehen ist. Seine Suche führt ihn durch Trödelmärkte und das Internet bis hin zum Dachboden im Haus seines Großvaters. Und Königin Loana? Sie stammt aus einem populären Comic, der erstmals 1932 erschien, im Geburtsjahr Umberto Ecos.

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Hermann Hesse – Unterm Rad

Das autobiografische Werk „Unterm Rad“ ist der bedeutendste und meistgelesene deutsche Schulroman. 1906 erschienen, stellte er sich in den folgenden Jahren – mit einer Unterbrechung während des Dritten Reiches – als das provozierendste und folgenreichste Buch Hesses heraus. Seine Auflage beläuft sich inzwischen auf zwei Millionen Exemplare.

_Der Autor_

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Frank Schätzing – Der Schwarm

Vor Kanadas Küste greifen Wale Touristenschiffe an. Merkwürdige, gefräßige Organismen nehmen den norwegischen Meeresboden in Besitz. Etwas scheint das Leben im Meer unter Kontrolle gebracht zu haben und gegen den Menschen zu wenden.

Sigur Johanson, norwegischer Biologe und Schöngeist, sieht eine Katastrophe heraufdämmern. Gemeinsam mit dem kanadischen Walforscher Leon Anawak und der britischen Journalistin Karen Weaver nimmt er den Kampf auf – gegen eine Macht tief unten im Meer … (Verlagsinfo)

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