Schlagwort-Archive: Droemer

[NEWS] Marie Sand – Wie ein Stern in mondloser Nacht

Immer größer wird die Schere zwischen Arm und Reich im Berlin der 50er-Jahre. Das sieht auch die Hebamme Henni Bartholdy mit wachsender Sorge. Wie kann es sein, dass im Deutschland des Wirtschaftswunders verzweifelte Mütter ihre ungewollten Babys aus Angst, Scham und schierer Not aussetzen oder gar töten? Als ihre junge unverheiratete Patientin sich nach der Geburt aus Angst vor der Schande das Leben nimmt, als die illegal in Deutschland lebende Nachbarin androht, ihr Kind umzubringen, weil sie es nicht ernähren kann, da weiß Henni: Jetzt muss sie handeln.  Verlagsinfo)


Broschiert ‏ : ‎ 304 Seiten
Droemer

[NEWS] Christian Kraus – Tiefer als der Abgrund

Hochintelligent, hochsensibel – und ein verurteilter Mörder: Elias, der neueste Patient des Psychologen Malte Fischer, ist ein ungewöhnlicher junger Mann. Zwar hat er keinerlei Erinnerungen an die brutale Tat, die er mit 16 begangen haben soll, aber die Beweislast war erdrückend. Frisch aus der Haft entlassen, fürchtet Elias nichts mehr als das Monster, das tief in seinem Inneren zu lauern scheint. Im Verlauf ihrer Sitzungen kommt Malte jedoch zu dem Schluss, dass Elias unschuldig sein könnte und wendet sich an die zuständige Kommissarin Freya Svensson. Freya will nichts von dieser Theorie wissen – bis es erneut Tote gibt und Elias spurlos verschwindet … (Verlagsinfo)


Taschenbuch ‏ : ‎ 368 Seiten
Droemer

Rose Wilding – Wer vom Teufel spricht

Inhalt

Sieben Frauen starren am Silvesterabend 1999 in einem heruntergekommenen Hotel auf den abgetrennten Kopf von Jamie Spellman. Alle sieben haben ihn gekannt, alle beteuern ihre Unschuld – und alle hatten einen mehr als guten Grund, Jamie zu ermorden: seine betrogene Ehefrau; die Teenagerin, die von ihm schwanger ist; die beiden Ex-Geliebten; seine beste Freundin, die er nur ausgenutzt hat; die Frau, die er zu Uni-Zeiten vergewaltigt hat; und selbst die Tante, die ihn großgezogen hat. Detective Nova Stokoe weiß nichts von den Frauen, als sie die Ermittlungen aufnimmt. Doch auf einem Überwachungsvideo erkennt sie ihre ehemalige Geliebte Kaysha … (Verlagsinfo)

Mein Eindruck:

In “Wer vom Teufel spricht” spielt Frauenfeindlichkeit eine große Rolle. Ich mag es generell, wenn Schriftsteller*innen gesellschaftliche Probleme in eine Romanhandlung einfließen lassen, hier ist mir das jedoch ein bisschen zu explizit und dominant gestaltet – zum Beispiel: Wieso sind Jamies Opfer alle weiblich? Rose Wilding – Wer vom Teufel spricht weiterlesen

Sebastian Fitzek – Playlist

Die 15-jährige Feline ist seit ein paar Wochen spurlos verschwunden, ihre Eltern völlig verzweifelt. Doch dann sieht ihr Vater vor der Haustür einen merkwürdigen Lieferwagen, öffnet die Tür und sieht hinten im Laderaum seine Tochter – lebend, aber gefesselt. Als er sie gerade befreien will, klingelt ein Handy. Er geht ran, lauscht kurz und dreht sich dann unverrichteter Dinge wieder ab, ohne seine Tochter zu befreien. Der Lieferwagen fährt ab und Feline ist erneut verschwunden. Was hat ihr Vater gehört, dass ihn veranlasst hat, seine Tochter nicht zu befreien?

Felines Mutter beauftragt Privatermittler Alexander Zorbach damit, Feline zu suchen. Und hier kommt auch wieder die sehbehinderte Physiotherapeutin Alina Grigoriev ins Spiel, denn diese hat Feline nach einem Unfall behandelt und weiß, dass Feline über eine Smart Watch verfügt, mit der sie Musik hören kann. Ihr Vater durfte das nicht wissen, weil er sämtliche technischen Spielereien verboten hat. Als Alina und Alexander Zorbach sehen, dass die Playlist erst vor wenigen Tagen verändert wurde und sie die Smart Watch orten können, hoffen sie, Feline retten zu können.

Doch die Spur führt in eine geheime Klinik, in der misshandelte Menschen Zuflucht finden und in die Alina und Alex nicht hineinkommen. Also ersinnt Felines Mutter einen eigenen Plan.

Alina und Alex versuchen gemeinsam, die Playlist zu enträtseln und Feline zu retten – und ahnen dabei nicht, dass sie sich selbst in größte Gefahr begeben.

Alte Bekannte
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Sebastian Fitzek – Mimik

Hannah Herbst ist Mimikresonanz-Expertin und kann winzigste Zuckungen und Bewegungen im Gesicht anderer Menschen genau analysieren. Diese Fähigkeit hat sie schon häufig eingesetzt, um die Polizei bei Verhören zu unterstützen. Zuletzt im Fall des Fischermanns, der Kinder entführt und brutal ermordet.

Doch nun wird Hannah mit einem Video konfrontiert, in dem sie selbst gesteht, ihre Familie ermordet zu haben. Nur ihr Sohn Paul scheint überlebt zu haben, aber niemand weiß, wo er sich versteckt. Hannah kann nicht glauben, dass sie diese bestialische Tat tatsächlich verübt hat. Leider kann sie sich an nichts erinnern, weil sie eine seltene Unverträglichkeit gegen Betäubungsmittel hat und nun nach einer OP das Gedächtnis verloren hat.

Also beginnt sie, ihre eigene Mimik zu entschlüsseln und Unstimmigkeiten in ihrer Aussage zu suchen. Damit möchte sie zunächst ihr eigenes Leben retten, denn ein Mörder hat sie entführt und will nun Hannah dafür büßen lassen, dass sie ihre Familie ermordet hat.

Die Zeit läuft also für Hannah, und aufgrund ihres Gedächtnisverlustes weiß sie nicht, wem sie wirklich trauen kann. Zudem passt nichts so recht zusammen. Was ist also wirklich geschehen mit ihrer Familie? Um dies herauszufinden, begibt sie sich zurück an den Tatort…

Sebastian Fitzek – Mimik weiterlesen

Pearl, Matthew – Stunde des Raben, Die

_Fehlzündung: enttäuschende Ermittlung in Sachen Poe_

Baltimore, 1849: Der junge Anwalt Quentin Clark ist ein glühender Verehrer des für seine Schauergeschichten berühmten Edgar Allan Poe. An einem neblig-trüben Herbsttag des Jahres 1849 fährt eine schwarze Kutsche mit einem Sarg vorüber, als er morgens aus dem Haus tritt. Er folgt ihr wie in Trance und wird zufällig Zeuge der tristen Beerdigung seines Idols. Auf eigene Faust versucht er daraufhin, die mysteriösen Umstände von Poes Ableben aufzuklären, und setzt dabei seine ganze Existenz aufs Spiel. (Verlagsinfo)

_Der Autor_

Matthew Pearl, geboren 1977, hat in Harvard, wo ein Großteil der Handlung spielt, Englische und Amerikanische Literatur studiert und 1997 seinen Abschluss |summa cum laude| gemacht. 1998 erhielt er für seine Forschungen den Dante-Preis der |Dante Society of America|. Die erste Fassung seines Thrillers „The Dante Club“ schrieb er, während er an der Yale Law School promovierte. Er wuchs in Fort Lauderdale auf und lebt in Cambridge, Massachusetts, wo er Literatur und Kreatives Schreiben unterrichtet. [„Der Dante-Club“, 406 sein erster Roman, erschien in mehr als dreißig Ländern.

_Handlung_

Baltimore am 8. Oktober 1849. Quentin Clark ist ein junger, hoffnungsvoller Anwalt. Eines Morgens tritt er aus seinem Haus, als eine Kutsche mit einem Sarg vorüberfährt. Er folgt ihr, um zu sehen, wer begraben werden soll. Zu seinem Schrecken handelt es sich um sein literarisches Idol Edgar Allan Poe. Nicht nur, dass Clark seine Geschichten und Gedichte, die von der feinen Gesellschaft abgelehnt werden, mag, nein, er hat auch noch in Briefkontakt mit Poe gestanden und wollte ihm beim Projekt einer neuen Literaturzeitschrift unter die Arme greifen. Nach dem Tod seiner Frau Virginia Clemm war Poe von New York City wieder zurück nach Richmond gereist, hatte eine Dichterin kennengelernt und wollte sie heiraten. Doch nun wird Poe in einem Armengrab beigesetzt, und nur eine Handvoll Männer erweist ihm die letzte Ehre.

Doch was hat zum unzeitigen Tod des verehrten Mannes geführt? Clarks mit Misstrauen beäugte Nachforschungen in Baltimore ergeben nur, dass Poe in der Gosse vor einem bekannten Wahllokal gefunden ist und dann ins städtische Krankenhaus eingeliefert wurde, wo er vier Tage später in geistiger Umnachtung verstarb. Was wollte Poe in diesem Wahllokal, wo doch bekannt war, dass Alkohol für ihn pures Gift war?!

Da Clark alleine nicht mehr weiterkommt, verfällt er auf die Idee, dass der berühmte Detektiv, den Poe in drei Erzählungen erwähnte, ihm helfen könnte, das Rätsel von Poes Tod zu lösen. Dieser Detektiv ist laut Poe ein gewisser Monsieur Auguste C. Dupin. In der französischen Hauptstadt kann Clark jedoch nur einen lethargischen Alten namens Auguste Duponte ausfindig machen, der zu Berühmtheit gelangt ist, weil er für die Polizei vor Jahren einige verzwickte Fälle gelöst hat. Der Mann reagiert kaum auf Clarks Bitten und Flehen.

Als Clark schon aufgeben will, taucht wie aus heiterem Himmel der zwielichtige Baron Claude Dupin auf und nimmt für sich in Anspruch, das reale Vorbild für Poes Detektiv zu sein. Clark weiß nicht mehr, was er davon halten soll, doch das politische Pflaster in Paris wird jeden Tag heißer, denn Präsident Napoleon bereitet seinen Umsturz vor, der nur zwei Jahre später zur Einrichtung des Zweiten Kaiserreichs führen soll, mit ihm als Kaiser Napoleon III. Clark verlässt Frankreich an Bord eines Schiffes, auf dem ihn Baron Dupin begleitet – und ein Spion der kaiserlichen Partei.

Aber auch Auguste Duponte hat sich auf den Weg nach Baltimore gemacht. In dem Wettlauf um das geistige Erbe von Poe versucht sich Baron Dupin als Volksheld zu profilieren und so etwas wie eine zweite Existenz aufzubauen. Er hat eine zwielichtige Frau (Mademoiselle Bonjour) und einen Schwarzen in seinen Diensten, die für ihn Clark überwachen und manipulieren. Ein Wettlauf entwickelt sich, in dessen Verlauf die Beteiligten Dupin, Duponte und Clark sowie diverse Nebenfiguren jegliche Skrupel verlieren.

Als der Baron endlich der Bevölkerung von Poes Heimatstadt Baltimore die Wahrheit über den Tod des Dichters verkünden will, kommt es zu einem Attentat. Offenbar gibt es Menschen in der Stadt, welche die Verkündung der Wahrheit zu verhindern versuchen …

_Mein Eindruck_

Mit der Wahrheit ist ja eine knifflige Sache. Erstens erscheint sie jedem anders und zweitens ist sie nicht jedem angenehm und drittens verlangt sie immer einen Preis. Die Bibel sagt zwar „Die Wahrheit wird euch frei machen“, doch an freien Menschen sind die wenigsten Machthaber interessiert. Deshalb ist die Wahrheit immer das erste Opfer eines Krieges.

Die Wahrheit über einen Mann wie Poe herausfinden zu wollen, sieht zunächst nach einem harmlosen Unterfangen aus, und unser Held Quentin Clark, der keine Eltern mehr hat, ist noch grün genug hinter den Ohren, um sich einen baldigen Erfolg vorzustellen. Hätte er sich doch nur einen anderen Mann ausgesucht! Aber nein, es muss ja Poe sein. Der Gespenster-Poe, der verstiegene Dichter, der Verderber der Jugend und Sitten, der schärfste Kritiker von angesehenen Autoren, die Sitte und Moral hochhalten und wunderschöne erbauliche Reime zu schmieden wissen. Poe, der Kranke, der dem Alkohol Verfallene, der seine eigene minderjährige Kusine Virginia Clemm zur Frau nahm! Muss es ausgerechnet Poe sein, Mister Clark?

Es muss, und zwar umso mehr, als alle ihm dabei in die Quere kommen und ihn von seinem Vorhaben abhalten wollen. Vergessen Sie Poe, Mr. Clark! Aber wozu ist er denn Anwalt, der Mr. Clark, und kennt sich mit den Schlichen des Gesetzes aus? Und so begibt sich Clark auf eine lange abschüssige Bahn, die ihn ins Gefängnis und darüber hinaus führen wird. Der Preis der Wahrheit ist mitunter sehr hoch, doch da Clark nicht nur Praxis, Freunde und Verlobte verloren hat, macht es ihm kaum noch etwas aus, unschuldig in den Bezirksknast geworfen, von Sklavenhändlern ausgepeitscht, von französischen Polizisten des Kaisers verfolgt und in einer Regenflut fast ersäuft zu werden.

Clark scheint im Verlaufe dreier Jahre in gewissem Sinn eine Reinkarnation seines Vorbildes zu werden: der Dropout, der Rebell, der Wahrheitskünder, der Spielball unsichtbarer Mächte. Zerrissen zwischen den beiden Polen Dupin, dem ehrgeizigen Schwindler, und Dupont, dem ehrlichen aber lethargischen Kombinierer, weiß Clark bald nicht mehr, ob es so etwas wie Wahrheit geben kann. Dann der Anschlag auf Dupin, gerade in dem Moment, als dieser die ach so heilige Wahrheit verkünden will. Weitere Wirrungen folgen, die erst enden, als sich Dupont endlich dazu bequemt, seine Version der Wahrheit vor Clarks erschöpftem Auge auszubreiten.

Dupont hat die Zeitungen gelesen. Eigentlich eine Selbstverständlichkeit, sollte man meinen, doch weder Clark noch Dupin scheinen sich je die Mühe zu machen, die |richtigen| Zeitungen zu lesen. Dupont hat die letzten Lebenstage und -stunden Poes rekonstruieren können und breitet die Wahrheit – Clark glaubt es kaum – in einem fast stundenlangen Monolog vor dem staunenden Zuhörer aus. Mehr darf nicht verraten werden.

|Stärken und Schwächen|

Der Leser erfährt viel über Poe, den Menschen, aber fast nichts über Poe, den Dichter und dessen Werke. Sie werden einfach als bekannt vorausgesetzt, und nur ein- oder zweimal wird daraus zitiert, so etwa aus den Dupin-Geschichten und aus dem Gedicht, das in der Erzählung [„Der Untergang des Hauses Usher“ 2347 steht. Wer also noch nichts von Poe gelesen hat, ist hier auf der falschen Baustelle. Somit richtet sich das Buch an Poe-Experten und -Liebhaber. Sie müssen nichts über Poe, den Menschen, wissen, denn das eruiert ja Clark im Laufe seiner Nachforschungen.

Wir lernen, durch die Augen Clarks blickend, die Stadt Baltimore, ihre wirtschaftliche und geistige Kultur kennen. Im Jahre 1849 herrschen hier immer noch Sklavenhalter, und Sklaven müssen kuschen oder um ihr Leben bangen. Clark verfügt über eine andere Sensibilität und zeigt Verständnis für die Lage der Sklaven, begehrt sogar gegen einen besonders brutalen Sklavenhalter auf.

Der Autor versteht es durchaus, eine Actionszene herbeizuführen und so zu schildern, dass man sie gespannt verfolgt. Leider geschieht dies viel zu selten für meinen Geschmack. Wenn französische Geheimpolizisten, die Clark für einen Spießgesellen des gesuchten Barons Dupin halten, ihm fast den Schädel einschlagen, so wirft dies ein Schlaglicht auf die Verbindungen zwischen den jungen Vereinigten Staaten – der Unabhängigkeitskrieg ist gerade erst 65 Jahre her, der letzte Krieg gegen die Briten erst 37 Jahre – und der befreundeten Nation Frankreich. Dass die Franzosen einem Amerikaner ans Leder wollen, ist eine versteckte Kritik an diesen sogenannten „Freunden“ und an den Machenschaften von Agenten im Allgemeinen.

Die Nachforschungen Clarks ziehen sich hin – sie sollen ja romanfüllend sein. Die größte Enttäuschung in dieser Hinsicht sind nicht die beiden Detektive, die Clark an Land zieht und ins Land bringt, sondern das Fehlen einer großen klaren Einsicht im Sinne eines „Heureka – ich hab’s!“ Stattdessen präsentiert Duponte, wie oben erwähnt, eine ganze Wagenladung voller Hinweise, die zu diesem und jenem Schluss Anlass geben. Seltsamerweise interessierte es mich am Schluss dieser Ausführungen gar nicht mehr, woran denn Poe nun gestorben ist. Es war so, als wäre eine Zündschnur abgebrannt worden – und dann ging sie einfach aus, ohne eine Bombe zu zünden.

Die Strategie, die bei [„Dante-Club“ 406 ausgezeichnet klappte, schlägt hier fehl. Dort sehen sich die Helden der Literatur, die den „heidnischen“ Dante ins Englische übersetzen und damit allenthalben bei den Christen anecken, einer Mordserie gegenüber, die schlussendlich auch sie selbst bedroht. Das führt zu einem spannenden, dramatischen Finale, das mich voll überzeugen konnte. In „The Poe Shadow“ ist nichts eindeutig und alles vorläufig, leider auch die finalen Erkenntnisse des Monsieur Dupont. Actionszenen, Drama und Komik wechseln sich in rascher Folge ab, doch entbehren sie jeder Stringenz, so dass sie in den meisten Fällen etwas willkürlich eingestreut wirken. Dass der Anschlag auf Dupin erfolgt, war jedoch wegen der angekündigten Enthüllungen über Poe zu erwarten – eine weitere Fehlzündung.

_Unterm Strich_

Ich könnte nicht unbedingt sagen, dass „Die Stunde des Raben“ eine anstrengende oder zähe Lektüre sei. Es ist nur ein Buch, das man sich auch erarbeiten muss, um den Lohn der Mühe genießen zu können. Der wichtigste und längste Spannungsbogen wird ja durch die Frage aufgebaut: Wie starb Poe? Und diese Frage wird wohlweislich erst im Finale beantwortet, dem dann noch ein unbedeutender Epilog folgt.

Man muss also bis zum Finale bei der Stange bleiben, in der Hoffnung, bahnbrechende Erkenntnisse geliefert zu bekommen. Da dies nicht der Fall ist (sonst hätten es die Medien ja schon längst ausposaunt), kann man sich die Lektüre im Grunde sparen. Sie setzt sowieso die Kenntnis von Poes hauptsächlichem Werk voraus, sonst kann man gar nicht mitreden. Am besten liest man vorher den entsprechenden [Artikel]http://de.wikipedia.org/wiki/Edgar__Allan__Poe in der |Wikipedia|.

Fazit: lehrreich, unterhaltsam, aber letzten Endes unbefriedigend.

|Originaltitel: The Poe Shadow, 2006
576 Seiten
Aus dem US-Englischen von Karl-Heinz Ebnet|
http://www.droemer.de

Sebastian Fitzek – Das Paket

Zehn Jahre nach Sebastian Fitzeks Debütroman „Die Therapie“ liegt nun in den Bücherregalen ein besonderes „Paket“ zur Lektüre bereit – Fitzeks neuer Thriller, der als gebundenes Buch daher kommt und aussieht, als sei es in Packpapier verpackt. Natürlich musste ich dieses spannende Paket direkt öffnen und in den Inhalt abtauchen…

In einem Hotelzimmer entdeckt die junge Psychiaterin Emma Stein nach dem Duschen eine Warnung – die sich im Dunste auf dem Badezimmerspiegel abzeichnet. Auf ihren Schrei hin klingelt eine Zimmernachbarin, um sich zu erkundigen, was los ist. Recht schnell beruhigt sich Emma, doch plötzlich wird sie von einem unbekannten Mann überwältigt, vergewaltigt und geschoren.

Sebastian Fitzek – Das Paket weiterlesen

[NEWS] Sebastian Fitzek und Micky Beisenherz – Schreib oder stirb

Carl Vorlau, mysteriöser Patient einer psychiatrischen Privatklinik, behauptet, vor Monaten die siebenjährige Pia entführt und an einen geheimen Ort verschleppt zu haben. Über seine Tat will Vorlau nur mit einem einzigen Menschen reden – dem ebenso humorvollen wie unkonventionell arbeitenden Literaturagenten David Dolla, dem Vorlau ein diabolisches Angebot macht: Der Agent soll ihm einen Verlagsvorschuss von einer Million Euro verschaffen, für einen Thriller mit dem Titel „Ich töte was, was du nicht siehst“. Ein Geständnis in Form eines True-Crime-Romans über das Schicksal der kleinen Pia! (Verlagsinfo)


Gebundene Ausgabe ‏ : ‎ 336 Seiten
Droemer

[NEWS] Sebastian Fitzek – Elternabend: Kein Thriller (Auch wenn der Titel nach Horror klingt!)

Sascha Nebel hat sich zur falschen Zeit am falschen Ort das falsche Auto für einen Diebstahl ausgesucht. Kaum, dass er hinter dem Steuer eines Geländewagens Platz genommen hat, zieht eine Horde demonstrierender Klimaaktivisten durch die Straße. Allen voran eine junge Frau, die den SUV mit einer Baseballkeule demoliert. Als die Polizei auf der Bildfläche erscheint, ergreifen Sascha und die Unbekannte die Flucht und platzen in den Elternabend einer 5. Klasse. Um die Nacht nicht in Polizeigewahrsam zu verbringen, bleibt ihnen keine andere Wahl: Sie müssen in die Rolle von Christin und Lutz Schmolke schlüpfen, den Eltern des 11jährigen Hector, die bislang jede Schulveranstaltung versäumten. Zwei wildfremde Menschen, zwischen denen kaum größeres Streitpotential herrschen könnte, geben sich als Vater und Mutter eines ihnen völlig unbekannten Kindes aus. Dabei ist die Tatsache, dass Hector der größte Rüpel der Schule ist, sehr schnell ihr kleinstes Problem … (Verlagsinfo)


Broschiert ‏ : ‎ 336 Seiten
Droemer

[NEWS] Desmond Shum – Chinesisches Roulette

Wann ist man wirklich mächtig? Wenn auf dem Konto eine Milliarde liegt? Wenn die Ehefrau mit der Frau des Premiers beim Shoppen große Geschäfte macht?
Desmond Shum wächst in Shanghai und Hongkong auf. Nach dem Studium in den USA stürzt er sich ins Beijinger Businessleben mit dem Blickwinkel eines Outsiders und den richtigen Connections. Er scheffelt mit Immobilientransaktionen Geld. Ehefrau Whitney pflegt Beziehungen zu Ehefrauen wichtiger politischer Akteure. Und doch sind Desmond Shum die Hände gebunden, als Whitney, Multimilliardärin wie er, spurlos verschwindet. Wem aber konnte Whitney Duan gefährlich werden? Was wusste sie über Staatspräsident Xi Jinping – oder was außer Ärger mit der Staatsführung könnte hinter ihrem plötzlichen Verschwinden sonst stecken? (Verlagsinfo)


Taschenbuch ‏ : ‎ 328 Seiten
Droemer

[NEWS] Charlotte Roth – Ich bin ja heut so glücklich

Berlin 1931: Renate Müller ist der Shooting Star, die Sensation des jungen deutschen Tonfilms. »Ich bin ja heut so glücklich« singt sie in der Liebeskomödie »Die Privatsekretärin«, und sie scheint es ernst zu meinen.
Die Filmwelt verfällt quasi über Nacht der Tochter eines Münchner Journalisten, die mit achtzehn nach Berlin kommt. Und das, obwohl Renate Müller so gar nicht dem gängigen Leinwandideal entspricht und weder das süße Püppchen noch den männermordenden Vamp verkörpert. Die junge Schauspielerin ist gefragt, begehrt, selbst Hollywood ruft nach ihr.
Renate könnte so glücklich sein, wie es ihr berühmtes Lied verspricht, doch ihre große Liebe hat sie einem Juden geschenkt und gerät damit ins Visier der Nationalsozialisten …
(Verlagsinfo)


Taschenbuch ‏ : ‎ 416 Seiten
Droemer

Val McDermid – Nacht unter Tag (Karen Pirie 02)

Schicht im Schacht: verzwickter Bergarbeiterkrimi

Ungelöste Fälle sind ihre Spezialität, doch dieser führt Detective Inspector Karen Pirie an ihre Grenzen. Ein Mann wird als vermisst gemeldet – nach über 20 Jahren. Karens Ermittlungen im schottischen Glenrothes stoßen auf eine Mauer des Schweigens. Ähnlich ergeht es einer Journalistin, die einen fast vergessenen Entführungsfall recherchiert. Bald landet auch dieser alte Fall auf Karens Schreibtisch – zusammen mit einem neuen Mord … (Verlagsinfo)

Die Autorin

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[NEWS] Ira Laudin – Der Himmel am nächsten Morgen

Wuppertal, 1945: Kurz vor Kriegsende entgeht die junge Lissi bei einem Bombenangriff nur knapp dem Tod. Zum Glück findet sie bei ihrer Tante und deren zwei Kindern ein neues Zuhause. Die schwere Nachkriegszeit ist geprägt von Hunger, Kälte und Wohnungsnot. Dann wird der siebzehnjährige Johann, ein Vertriebener aus Pommern, ausgerechnet in Lissis Rückzugsort einquartiert, in die versteckte Kammer unter dem Dach. Sie verliebt sich in den selbstbewussten Jungen, als dieser unerwartet an Tuberkulose erkrankt und weit weg zur Kur muss. (Verlagsinfo)


Taschenbuch ‏ : ‎ 352 Seiten
Droemer

[NEWS] Christian Kraus – Tiefer als der Abgrund

Hochintelligent, hochsensibel – und ein verurteilter Mörder: Elias, der neueste Patient des Psychologen Malte Fischer, ist ein ungewöhnlicher junger Mann. Zwar hat er keinerlei Erinnerungen an die brutale Tat, die er mit 16 begangen haben soll, aber die Beweislast war erdrückend. Frisch aus der Haft entlassen, fürchtet Elias nichts mehr als das Monster, das tief in seinem Inneren zu lauern scheint. Im Verlauf ihrer Sitzungen kommt Malte jedoch zu dem Schluss, dass Elias unschuldig sein könnte und wendet sich an die zuständige Kommissarin Freya Svensson. Freya will nichts von dieser Theorie wissen – bis es erneut Tote gibt und Elias spurlos verschwindet … (Verlagsinfo)


Taschenbuch ‏ : ‎ 368 Seiten
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Wolfram Fleischhauer – Die Verschwörung der Engel (Die Legenden von Phantásien)

Nadil ist ein junger Schmetterlinger. Schmetterlinger sind eng mit den Riesenschmetterlingen befreundet, sie bemalen deren Flügel mit Sternenstaub und dürfen auf ihnen reiten. Den Sternenstaub erhalten die Schmetterlinger von den Sternenputzern, und dorthin sind Nadil, seine Freunde Piri, Beliar und Masía mit Meister Toralon unterwegs. Als sie aber in Mangarath ankommen, der riesigen Stadt des Klangs, die in den letzten Jahren um das Sternentor herum gewachsen ist, wird ihnen von den Stierwächtern der Stadt vorboten, das Sternenputzerviertel zu betreten! Und überhaupt ist noch einiges andere äußerst merkwürdig!
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Sebastian Fitzek – Der Heimweg

Jules Tannberg übernimmt von seinem Freund „Caesar“ die Nachtschicht beim Begleittelefon – einem Service, den Frauen anrufen können, wenn sie alleine auf dem nächtlichen Heimweg sind und sich unwohl fühlen. Während er auf den ersten Anruf wartet, läuft im Hintergrund im Fernsehen eine Folge von „Aktenzeichen XY … ungelöst!“, in der sie nach dem sogenannten Kalender-Killer suchen – einem Mörder, der seinen Opfern mit Blut ihr Sterbedatum an die Wand schreibt. Dann klickt es in der Leitung und Jules nimmt einen Anruf entgegen, der zur folgenschwersten Unterhaltung seines Lebens wird.
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Ursula Poznanski – Böses Licht (Mordgruppe Band 2)

Worum geht’s?

Wiener Burgtheater. Die Aufführung von Shakespeares Richard III ist gerade in vollem Gange. In dem Stück wird alles andere als mit Theaterblut gegeizt, kein Wunder also, dass sowohl die Akteure als auch das Publikum die echte Leiche nicht sofort wahrnimmt. Bei dem Opfer handelt es sich um jemanden aus den eigenen Reihen – Ulrich Schreiber. Langjähriger und allseits beliebter Garderobier, ohne Feinde. Anders als das zweite Opfer, dessen Tod nicht lange auf sich warten lässt.

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[NEWS] Silke Müller – Wir verlieren unsere Kinder!

Nicht die Dauer der digitalen Medien-Nutzung ist das Problem, sondern die Inhalte, die Kinder konsumieren. Schon Grundschüler sind Bildern von Gewalt, Pornographie und Rassismus ausgesetzt. Eine Schulleiterin schlägt Alarm!
“Wissen Sie, was Ihr Kind auf seinem Smartphone sieht?” Diese Frage stellt Silke Müller ahnungslosen Eltern auf Infoveranstaltungen ihrer Schule. Die Fotos, Sticker und Videos, die sie dann zeigt, sind so verstörend, dass kaum jemand hinsehen kann. (Verlagsinfo)


Gebundene Ausgabe ‏ : ‎ 224 Seiten
Droemer