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Orson Scott Card – Ender – Die Geschichte des Sprechers für die Toten (Ender 1 & 2)


Geschichten von Schweinchen und Krabblern

Dieser Sammelband umfasst die zwei ersten Ender-Romane „Das große Spiel“ und „Sprecher für die Toten“. Beide Romane wurden mit den höchsten Preisen des Genres ausgezeichnet, mit dem Hugo Gernsback Award und dem Nebula Award. Die Geschichte um Ender wurde in den Romanen „Xenozid“ und „Enders Kinder“ fortgesetzt. 1999 erschien der Roman „Enders Schatten“ (siehe meine Berichte).
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Orson Scott Card – Enders Kinder (Ender 4)

Ender muss seine Welt retten

Einst hatte Ender Wiggin eine ganze Spezies ausgelöscht. Dann fand er einen Weg, seine Schuld zu begleichen: er brachte die „Krabbler“ nach Lusitania, wo sie seitdem mit den „Schweinchen“, den Eingeborenen, und den Menschen zusammenleben. Doch die Menschen fürchten sich vor einem Virus auf Lusitania und wollen den Planeten vernichten. Sie schicken die Waffe, die Ender einst gegen die „Krabbler“ eingesetzt hat.

Enders älteste Freundin, die KI Jane, die sich mit ihm zusammen seit ihren Tagen auf der Kampfschule entwickelt hat, müssen die Flotte unbedingt aufhalten, wenn sie ihren Planeten retten wollen. Als die Menschen davon erfahren, schalten sie Janes Netzwerk ab. Um Lusitania zu retten, muss Ender erst Jane retten – doch der Preis dafür ist hoch…
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Card, Orson Scott – Xenozid (Ender 3)

_Spannende Weiterführung des Ender-Zyklus_

Im dritten Band des Ender-Zyklus spitzt sich die Lage für Ender und alles Leben auf Lusitania erheblich zu. Ein erneuter ‚Xenozid‘ droht, die Vernichtung allen fremdartigen Lebens.

_Handlung_

Die Erzählung schließt nahtlos an „Sprecher für die Toten“ an. Alle liebgewonnenen Helden tauchen auf: Ender Wiggin natürlich, seine Schwester Valentine, seine Adoptivfamilie auf Lusitania, die Schwarmkönigin, die Vaterbäume von Lusitania und nicht zuletzt die KI Jane, deren rätselhafte Herkunft in diesem Band von der Schwarmkönigin erklärt wird. Doch neben der Weiterentwicklung und Beantwortung früherer Fragen führt Card einen neuen Handlungsstrang und neue bedeutsame Charaktere ein.

Auf dem Planeten Weg, einer Welt von Taoisten, die von einer sehr strengen religösen Oligarchie, den ‚Gottberührten‘, beherrscht wird, lebt die junge Chinesin Qing-Jao, auch ‚Strahlend-Hell‘ genannt. Sie stellt ihre außergewöhnliche Intelligenz in den Dienst der Götter und wird so zur Vollstreckerin des Sternenkongresses der Hundert Welten. Der Kongress hat eine Raumflotte nach Lusitania entsandt, um diese Welt zu vernichten, da sie ja von dem tödlichen Virus der ‚Descolada‘ beherrscht wird. Der Virus schickt sich an, alles molekulare Leben im Universum zu töten.

Ender und seine Familie, die Xenologen auf Lusitania, versuchen verzweifelt, diesem Virus gentechnisch beizukommen, denn die Raumflotte würde ja nur ein weiteres Xenozid anrichten: Die Schwarmkönigin und ihre Krabbler wären ebenso wie die Schweinchen gefährdet. Die KI Jane isoliert die Flotte vom Kongress, setzt aber ihre eigene Existenz durch die Übermittlung der Botschaften von Demosthenes (auf Lusitania) aufs Spiel, denn hierbei kommt ihr Qing-Jao auf die Schliche und veranlasst Janes Vernichtung.

Jane offenbart sich deshalb Jian Qing, Strahlend-Hells Vater, und Si Wang Mu, der geheimen Magd der ‚Gottberührten‘, wobei sie die Welt Weg als einen Planeten entlarven, der vom Kongress gentechnisch durch das UZV (Unbewusst-Zwanghafte Verhalten) kontrolliert wird. Doch Strahlend-Hell bleibt der Wahrheit gegenüber blind, und so droht nicht nur der Untergang Janes, sondern der Kampf gegen den Xenozid wird für Ender und seine Familie(n) zum Wettlauf gegen die Zeit.

_Fazit_

Das Buch ist wie seine beiden Vorgänger ein sehr lesbares, trotz der langen familiären und philosophischen Ausführungen spannendes Buch, das zugleich viele Fragen aufwirft und neue Einsichten vermittelt. Ich habe das Buch im Asienurlaub am Strand gelesen, und es hat mir die Stunden ausgezeichnet vertrieben, auch wenn es keine einfache Kost ist.

Es gibt nicht viele Autoren in der Science-Fiction, die in der Lage sind, solche moralisierenden Bücher zu schreiben wie der Mormone Card. Er beherrscht meisterhafte Dialoge ebenso wie die Herbeiführung spannender Konflikte und stellt seine rhetorischen Tricks listig in den Dienst seiner Überzeugungsarbeit. Wie auch sein zauberhafter Dornröschen-Roman „Enchantment“ zeigt, verfügt er über Charisma und Charme. Er weiß das und so versucht er, seine Sicht der Wahrheit hinter den Dingen zu vermitteln. Viele Leser lieben ihn dafür, aber manche sind lieber vorsichtig.

Auf „Xenozid“ folgten in diesem Zyklus die Romane „Enders Kinder“ (Bastei-Lübbe), [„Enders Schatten“]http://www.buchwurm.info/book/anzeigen.php?id__book=951 sowie „Shadow of the Hegemon“ und „Shadow Puppets“

|Originaltitel: Xenocide, 1991
Aus dem US-Englischen übertragen von Uwe Anton|