Schlagwort-Archive: Erzählungen

Damon Knight (Hrsg.) – Computer streiten nicht (NEBULA Award Stories 1)

Classic SF: Ausgezeichnete NEBULA-Erzählungen

Damon Knight, international bekannt und geschätzt als Autor der Genres der Fantasy und Science Fiction und als Anthologist, stellt hier vier seiner Autorenkollegen vor, deren Erzählungen den NEBULA-Preis erhielten – die begehrte Auszeichnung, die alljährlich vom Verband der Science Fiction Writers of America vergeben wird (dies sind die Preisträger des Jahres 1965):

1. Gordon R. Dickson mit der Story „Computer streiten nicht“: Das Schicksal eines Mannes, der sich im Recht fühlt.
2. James H. Schmitz mit der Story „Ausgeglichene Ökologie“: Die „Gleichgewichtsstörung“ eines Planeten wird behoben.
3. Harlan Ellison mit der Story „Bereue, Harlekin!“, sagte der Ticktackmann: Ein Nonkonformist im Kampf gegen den neuen großen Diktator.
4. Roger Zelazny mit der Story „Der Former“: Menschen im Grenzbereich zwischen Realität und Unwirklichem. (Verlagsinfo)

Dies ist der Auftaktband zu den Texten, die seit 1965 mit dem NEBULA Award ausgezeichnet wurden. Keineswegs alle dieser Jahresbände wurden ins Deutsche übertragen; viele erschienen beim Moewig-Verlag. Der Schwesterband mit den weiteren NEBULA-Preisträgern des Jahres 1965 trägt den Titel „Panne in der Hölle“ (siehe meinen Bericht).
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Donald Wollheim & Arthur Saha (Hg.) – World’s Best SF 2. Die besten SF-Geschichten des Jahres 1982

Classic SF: Solide US-Auswahl der Jahresbesten 1982

Diese Jahresbesten-Auswahl aus dem Jahr 1983 versammelt Erzählungen aus den Jahren 1981 und 1982. Unter den AutorInnen, die hier vertreten sind, finden sich Veteranen wie Frederik Pohl und James White ebenso wie Newcomer wie Bruce Sterling, Rudy Rucker und Jack Dann. Besonders erfreulich ist die Tatsache, dass nicht weniger als drei Frauen vertreten sind: Connie Willis, die inzwischen verstorbene Tanith Lee und die Feministin Joanna Russ.
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Terry Carr (Hrsg.) – Die schönsten Science Fiction Stories des Jahres #3

Von SF-Veteranen bis zum Cyberpunk: Classic SF

In dieser Anthologie sind 13 SF-Erzählungen amerikanischer und englischer AutorInnen vereinigt:

– die Novelle „Chrom brennt“ von William Gibson, einer der wichtigsten Erzählungen des Cyberpunk-Genres;
– Sowie „Schwarm“ von Bruce Sterling, einem weiteren Vater des Cyberpunk.
– Aber auch traditionsreiche Autoren wie Robert Silverberg (geboren 1936), Frederik Pohl (geboren 1919) und Ursula K. Le Guin (geboren 1929) sind unter den Ausgewählten.
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Wolfgang Jeschke (Hg.) – Science Fiction Story Reader 13

Klassische SF-Erzählungen von Star-AutorInnen

In dieser Anthologie aus dem Jahr 1980 sind neun SF-Erzählungen amerikanischer, deutscher, englischer und russischer AutorInnen vereinigt:

– der Kurzroman „Azteken“ der HUGO- und NEBULA-Award-Gewinnerin Vonda McIntyre;

– die romantisch-traurige Novelle vom „Alten Zinnsoldaten“ von Joan D. Vinge (HUGO für „Die Schneekönigin“);

– „Tertiär“, ein bemerkenswerter Kurzroman des deutschen Autors Gerhard Stein sowie

– die Kurzgeschichte „Kassandra“ der mehrfachen HUGO-Preisträgerin C.J. Cherryh, mit der sie im August 1979 erneut den HUGO Award gewann. Und vieles mehr.
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Wolfgang Jeschke (Hg.) – Science Fiction Story Reader 20. Erzählungen

Klassische Phantastik, darunter zwei US- Meisterwerke

In dieser Anthologie sind 13 SF-Erzählungen internationaler AutorInnen sowie zahlreiche deutschsprachige Gedichte vereinigt, darunter:

– Gene Wolfes Novelle „Sieben amerikanische Nächte“ (rund 70 Seiten);
– sowie Kate Wilhelms Novelle „Ein Untier an der Angel“ (ebenfalls rund 70 Seiten) und
– Erzählungen von Autoren aus der UdSSR, aus Deutschland, CSSR, Frankreich, Italien und Thailand.

Die 13 ist diesmal keine Unglücks-, sondern eine Glückszahl. Denn mit Gene Wolfe und Kate Wilhelm sind zwei innovative Schwergewichte der US-Phantastik vertreten.
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Jean-Pierre Andrevon – Neutron. Und andere apokalyptische Erzählungen

Gehörte Warnung

In seinen „apokalyptischen Erzählungen“ schildert der Franzose Jean-Pierre Andrevon, Jahrgang 1937, mit meist makabrem Sinn für Humor und Ironie die vielfältigen, doch stets bedrohlichen Folgen der atomaren Aufrüstung und des Atomkriegs. Diese Visionen sind aktueller denn je, seit die USA und Russland ihren atomaren Wettlauf wieder aufgenommen haben.
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Lee Child – No Middle Name / Der Einzelgänger. Jack Reacher Kurzgeschichten

Jack Reacher Kurzgeschichten zwischen Spannung und Romantik

Der Erzählband „No Middle Name“ versammelt sämtliche Kurzgeschichten, die Lee Child im Laufe der Jahre über seine Hauptfigur Jack Reacher veröffentlicht hat. Als Bonus enthält der Band die neue Novelle „Too Much Time“ und Storys, die es bislang nur als E-Books gibt.
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Ted Chiang – Das wahre Wesen der Dinge

Von Golems, Homunkuli und anderen unheimlichen Lebewesen

Weitere Geschichten Ted Chiangs, die uns die Augen öffnen sollen:

– Eine neue Gentechnologie, die auf den Ideen der Alchimie basiert;
– der Zweikampf zweier Supergehirne;
– der Lebenszyklus von künstlichem Leben aus dem Computer;
– der Junge, der nur Maschinen mochte;
– und einige andere mehr.

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George R. R. Martin – Planetenwanderer

Episodenroman: Ökologische Abenteuer im Weltall

Die Menschheit hat sich in den unendlichen Weiten des Weltalls ausgebreitet. Überall sind neue Siedlungen entstanden, und jede Welt birgt neue Gefahren. Als der interplanetarische Händler Haviland Tuf eines der letzten Saatgutschiffe der Erde erwirbt, beginnt seine Odyssee quer durch den Weltraum.

Eine Odyssee, auf der Haviland Tuf vom einfachen Händler zum gefeierten Retter der Menschheit wird. Denn sein Schiff, die Arche, birgt in seiner Gen-Datenbank den Schlüssel, mit dem sich alle Probleme lösen ließen – oder der die Menschheit vernichten kann … (Verlagsinfo)

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George R. R. Martin – Traumlieder 2. Erzählungen

Meisterliche SF-Classics

Drei Bände von Martins Erzählungen bringt der Heyne-Verlag häppchenweise auf den Markt. Der zweite Band umfasst einige seiner besten Novellen, darunter „Sandkönige“ und „Nachtgleiter“, beide aus dem Jahr 1980.

Das Beste sind allerdings die autobiographischen Skizzen des Autors selbst. Wer Martin kennt, ahnt schon, dass darin eine Menge Selbstironie stecken muss.
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George R. R. Martin – Traumlieder Band 1. Erzählungen

Meisterliche SF-Classics, aber auch frühe Gehversuche

Drei Bände von Martins Erzählungen bringt der Heyne-Verlag häppchenweise auf den Markt. Der erste Band umfasst die ersten vorzeigbaren literarischen Gehversuche von 1971 bis hin zu den ersten preisgekrönten Novellen aus den Jahren 1977 und 1978.

Das Beste sind allerdings die autobiographischen Skizzen des Autors selbst. Wer Martin kennt, ahnt schon, dass darin eine Menge Selbstironie stecken muss.

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George R.R. Martin – Lieder von Sternen und Schatten

Frühe Traumlieder vom Meister-Erzähler

In diesem Erzählband versammelte der heutige Starautor seine Kurzgeschichten aus der Mitte der siebziger Jahre. Nur zwei dieser Texte finden sich bislang auch in „Traumlieder I“ wieder. Deshalb lohnt sich ein Blick – für den Sammler.

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Walter M. Miller – Bedingt menschlich. SF-Erzählungen

Die Milch des Todes und andere riskante Phänomene

Dieser Erzählband versammelt Walter M. Millers Kurzgeschichten und Novellen. Viele darunter loten die veränderten gesellschaftlichen Bedingungen für Individuen aus, sei es auf dem Mars, im Theater oder als telepathischer Mutant. Sie wurden vielfach abgedruckt, ganz besonders in den Anthologien des Heyne-Verlags.

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Harlan Ellison – Ich muss schreien und habe keinen Mund. Erzählungen

Klassische SF- und Phantastik-Erzählungen

20 Erzählungen von einem Provokateur der Phantastik. „Der Weltuntergang liegt bereits über einhundert Jahre zurück, ausgelöst durch einen verheerenden Weltkrieg von intelligenten Supercomputern. Die Überlebenden haben sich in einen unterirdischen Komplex geflüchtet, doch sie sind nun von einem solchen Computer abhängig. Dieser hat die Menschen unsterblich gemacht – um sie einer ewigen Folter zu unterziehen … Harlan Ellison beweist mit seinen Stories, wie schonungslos spekulative Literatur die großen Fragen der Menschheit aufzudecken vermag.“ (Verlagsinfo)

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James Tiptree jr. – Sternenlieder eines alten Primaten

Psychosexuelle Alpträume: klassische SF-Erzählungen

In dieser Storysammlung der geheimnisumwitterten SF-Kultfigur der siebziger Jahre ist endlich ihre Novelle „Dein haploides Herz“ enthalten, die in den bislang veröffentlichten Sammlungen „10.000 Lichtjahre von Zuhaus“, „Beam uns nachhaus“ und „Warme Welten und andere“ fehlte, obwohl sie bereits 1969 erschien. Außerdem ist die preisgekrönte Novelle „Houston, Houston, bitte melden!“ enthalten, in der weibliche Astronauten nach 300 Jahren auf verschollen geglaubte männliche Astronauten treffen…

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Isaac Asimov (Hg.): Das Forschungsteam. Die Hugo-Gernsback-Preisträger 1955-1961

Klassische SF-Erzählungen aus den Fünfzigern

Seit 1955 wird in den USA der Hugo-Gernsback Award an die besten Romane und Erzählungen des Jahres vergeben. Der Preis ist benannt nach dem in Luxemburg gebürtigen Schriftsteller und Herausgeber , der 1926 das erste speziell der Science Fiction gewidmete Magazin herausgab: „Amazing Stories“.

Der beste Roman, die beste Novelle, die beste Erzählung und die beste Kurzgeschichte werden bei den alljährlich stattfindenden World SF Conventions, Treffen von Autoren, Verlegern und Lesern aus aller Welt, durch Abstimmung ermittelt.

Isaac Asimov (s. u.) hat in diesem Band die neun preisgekrönten Texte zusammengestellt, die 1955 in Cleveland, 1956 in New York City, 1958 in Los Angeles, 1959 in Detroit, 1960 in Pittsburgh und 1961 in Seattle (1957 wurden in London keine Preise vergeben) als die besten Veröffentlichungen des Jahres gekürt wurden. Sie gehören heute allesamt zu Klassikern des Genres. So auch die Titelgeschichte von Murray Leinster aus dem Jahr 1956. (Abgewandelte Verlagsinfo)

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J. G. Ballard – Der Garten der Zeit. Die besten Erzählungen

Vom Totenkutscher und der Marswüste in Florida

Diese Auswahl versammelt 14 Erzählungen des britischen Erzählers J.G. Ballard. So manche bekannte Story ist darunter, aber auch weniger gute, bei denen sich der Kenner fragt, was sie hier zu suchen haben. Texte aus der „Atrocity Exhibition“ sucht man hier vergeblich, und das lässt sowohl auf Selbstzensur wie auch Berücksichtigung des Massengeschmacks schließen.

„Ich glaube an den Tod von morgen, an die Erschöpfung der Zeit, an unsere Suche nach einer Zeit, die im Lächeln der Kellnerinnen in Autobahnraststätten liegt, in den müden Augen der Fluglotsen aus verlassenen Flughäfen. „Ich glaube an das Nichtvorhandensein der Vergangenheit, den Tod der Zukunft und die unerschöpflichen Möglichkeiten der Gegenwart.“ (Klappentext)

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Larry Niven – Geschichten aus dem Ringwelt-Universum

Nur für Niven-Komplettisten: Storys aus dem Known Space

„Zum ersten Mal vollständig und in deutscher Sprache werden hier alle Kurzgeschichten Nivens vorgestellt, die sich mit dem Universum beschäftigen, dessen wichtigste Welt die Ringwelt ist.

Vom 20 bis 31. Jahrhundert spannt sich der Bogen der Storys, in denen Larry Niven eine Vision der Eroberung des Weltraums und der Kolonisierung der Galaxis durch den Menschen entwirft.“ (Aus der Verlagsinfo)

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Manfred Kluge (Hg.) – Jeffty ist fünf (Magazine of Fantasy and Science Fiction 56)

Klassische SF-Erzählungen: von Damen, Magiern und seltsamen Jungs

Dies ist einer der besten Auswahlbände mit Erzählungen aus dem traditionsreichsten und mehrfach mit Preisen ausgezeichneten „Magazine of Fantasy and Science Fiction“. Die Auswahlbände erschienen rund vier Jahrzente in der Reihe „Heyne Science Fiction & Fantasy“.

Die 56. Folge des „Magazine of Fantasy and Science Fiction“ enthält folgende Erzählungen:

1) Die Story von dem Wissenschaftler, der zwar die Fähigkeiten, aber nicht das Zeug dazu hat, die Welt zu verändern.

2) Die Story von der Schauspielerin, die sich mit den elektronischen Gespenstern ihrer großen Vergangenheit umgibt.

3) Die Story von dem Mann, der die Lizenz besitzt, jedem seine Meinung sagen zu dürfen – aber keine Meinung hat.

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Edward L. Ferman (Hrsg.): 30 Jahre Magazine of Fantasy and Science Fiction

Die Tücken der Saurierjagd: klassische Science-Fiction-Geschichten

Anno 1979 feierte eines der renommiertesten SF-Magazine seinen dreißigsten Geburtstag. „Ed Ferman, sein langjähriger Herausgeber, hat aus diesem Anlass in Zusammenarbeit mit seinen Lesern und den Autoren einen Band der schönsten Erzählungen zusammengestellt, die in drei Jahrzehnten in diesem Magazin erschienen sind.“

So tönt der Klappentext. Aber in der Tat versammelt der schmale Band, den es anno 1981 für schlappe 5 Mark 80 zu kaufen gab, eine Vielzahl klassischer Storys sowie die Vorlagen zu den besten SF-Romanen aller Zeiten, darunter „Blumen für Algernon“ von Daniel Keyes und „Ein Lobgesang auf Leibowitz“ von Walter M. Miller. Zwar sind auch die US-Giganten wie Asimov, Heinlein und Silverberg vertreten, aber es gibt auch auffallend gute weibliche Autoren, die 1979 gerade ihre erste Phase abgeschlossen hatten: Ursula K. Le Guin, James Tiptree jr. (= Alice Sheldon) und Zenna Henderson.

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