Schlagwort-Archive: Festa

Stephen Hunter – Nachtsicht

Das geschieht:

Im Sommer des Jahres 1955 kam Earl Swagger, Sergeant der Landpolizei von Polk County, gelegen im Westen des US-Staates Arkansas, bei dem Versuch um, zwei flüchtige Gewaltverbrecher festzunehmen. Bevor er starb, konnte er seine Gegner allerdings noch ausschalten. Swagger wurde als Held begraben und betrauert.

Drei Jahrzehnte später ist auch Earls Sohn Bob Lee Swagger eine Legende: „Bob der Henker“ hat im Vietnamkrieg als „sniper“ unzählige Gegner erschossen; er ist ein geborener Meisterschütze, wie eine Verschwörer-Bande leidvoll erfahren musste, die ihn 1992 als Sündenbock missbrauchen wollte: Swagger Junior hat sie sämtlich ausgelöscht. Stephen Hunter – Nachtsicht weiterlesen

Algernon Blackwood – Der Zentaur. Ein mystischer Roman

Das geschieht:

Terrence O’Malley ist zwar ein Brite, kann sich aber mit seinen Landsleuten, die sich in diesem Jahr 1910 als Herren der Welt bzw. Bürger eines wahrhaftigen „Empires“ fühlen, nicht identifizieren. Was die Mehrheit begehrt – Macht, Reichtum, Prominenz – ist für ihn trivial und langweilig. Auch die Errungenschaften der modernen Zivilisation sind O’Malley ein Gräuel. Er liebt die Natur. Je ursprünglicher es zugeht, desto besser geht es ihm, weshalb er die meiste Zeit dorthin reist, wo es einsam und menschenleer ist; seinen kargen Lebensunterhalt verdient sich O‘Malley als Schriftsteller.

Im heimatlichen London ist er nur selten zu Gast. Immerhin hat er dort einen Freund, der zwar in einem Büro versauert, aber gern O’Malleys Reiseschilderungen oder seinen kuriosen Thesen über die Notwendigkeit einer Rückbesinnung auf uralte, von der Natur vorgegebene Lebenswerte lauscht. Algernon Blackwood – Der Zentaur. Ein mystischer Roman weiterlesen

Nate Kenyon – Sparrow Rock: Der schleichende Tod

Scheinbar zufällig überlebt eine Gruppe US-Teenies in einem Bunker das atomare Ende der Welt. Während innen die Nerven zunehmend bloßliegen, lauert außen genetisch ‚umprogrammiertes‘ Grauen auf seine Chance … – Drastischer Horror mit ausgeprägten Ekeleffekten, die in eine spannende Handlung eingebettet sind; diese wird durch sorgfältig gezeichnete Figuren zusätzlich aufgewertet.
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Robert E. Howard – Die unter den Gräbern hausen

Inhalt:

Neun Kurzgeschichten und vier Story-Fragmente erzählen von vergessenen aber quicklebendigen Schrecken der Vergangenheit, die sich in der Gegenwart mordreich zurückmelden. Hinzu kommt ein Essay, der Autor Robert E. Howards sehr eigene Weltsicht aus der Perspektive des „düsteren Barbaren“ beschreibt:

Die unter den Gräbern hausen (The Dwellers Under the Tombs, 1976), S. 7-33: Die Brüder Jonas und Hiob Kiles hassen einander bis aufs Blut, doch geht Jonas‘ irrwitziger Racheplan unverhofft und grausig nach hinten los.

Der Nasenlose (The Noseless Horror, 1970), S. 34-54: Dem Ägyptologen – und Grabräuber – Cameron sitzt rachelüstern ein Konkurrent im Nacken, den er in einen schrecklichen Tod geschickt hat. Robert E. Howard – Die unter den Gräbern hausen weiterlesen

Brian Keene – Tief begraben

Inhalt:

Tief begraben (Entombed, 2011), S. 7-196: Als in New York City untote Ratten aus der Kanalisation krochen und über die entsetzten Bürger herfielen, waren die Tage der Menschheit gezählt. „Hamelns Rache“ oder „Rattenfängerseuche“ nannte man die seltsame Krankheit, die nicht nur Menschen, sondern auch Tiere in Zombies verwandelte, die auf der Jagd nach frischem Fleisch bald die gesamte Erde verheerten.

Im US-Staat West Virginia konnte eine Handvoll noch lebendiger Menschen in einen Museumsbunker flüchten, der während des Kalten Krieges gebaut wurde. Hinter dicken Betonwänden und Stahltüren ist man zwar vor den Untoten sicher. Allerdings gibt es dort unten keine Lebensmittel. Da die Untoten sämtliche Ausgänge belagern, drohen die Überlebenden zu verhungern. Brian Keene – Tief begraben weiterlesen

Ramsey Campbell – Der Wahnsinn aus der Gruft

Inhalt:

In zwölf Kurzgeschichten lässt Ramsey Campbell H. P. Lovecrafts Cthulhu-Mythos aufleben:

Vorwort: Auf der Jagd nach dem Unbekannten (Chasing the Unknown, 1985), S. 7-19

Die Kirche in der High Street (The Church in High Street, 1962), S. 20-41: Der besorgte Mr. Dodd möchte einen lange nicht gesehenen Freund besuchen; tief unter den Fundamenten einer alten Kirche lüftet er zu seinem Leidwesen dessen Geheimnis.

Das Testament des Stanley Brooke (The Will of Stanley Brooke, 1964), S. 42-50: Der geizige Mr. Brooke konnte den Tod und seine Erben überlisten, doch sein Anwalt erkennt, was geschehen ist, und leitet Gegenmaßnahmen ein. Ramsey Campbell – Der Wahnsinn aus der Gruft weiterlesen

Bracken MacLeod – Mountain Home

Das geschieht:

Joanie Meyer hat als Scharfschützin im Dienst der US-Air-Force die Schrecken des Krieges im Nahen Osten hautnah kennengelernt. Nicht Kampfstress oder die Erinnerung an Selbstmordattentäter, Bombenattacken und tödliche Hinterhalte haben sie zusammenbrechen lassen, sondern eine Massenvergewaltigung durch Söldner aus den USA, die für das Militär arbeiteten.

Die Sicherheitsfirma konnte sich durch die Zahlung einer Entschädigung aus der Affäre ziehen. Meyer hat sich in die Bergwälder des US-Staates Idaho zurückgezogen und sich in Mercy Lake, einer Kleinstadt, eine abgelegene Hütte mit schöner Aussicht auf die Landschaft gekauft. Hier versucht sie, wieder Boden unter die Füße zu bekommen. Bracken MacLeod – Mountain Home weiterlesen

George R. R. Martin – In der Haut des Wolfes

Das geschieht:

Randi Wade besitzt in der Großstadt Chicago ein genretypisch schlechtgehendes Detektivbüro. Die Tochter eines hoch gerühmten Polizisten wurde aus dem Gleis geworfen, als ihr Vater vor Jahren bei einem Einsatz auf mysteriöse Weise ums Leben kam: Obwohl er seinen Angreifer mit sechs Revolverkugeln getroffen hatte, wurde Wade senior in Stücke gerissen sowie zum Teil aufgefressen – ein Fall, der nie gelöst wurde.

Willie Flambeaux könnte seine beste Freundin zwar aufklären, hat darauf aber mit gutem Grund bisher verzichtet: Während der schwächliche, von Asthma geplagte Mann tagsüber ein Inkasso-Unternehmen führt, streift er seine Haut in manchen Nächten buchstäblich ab und verwandelt sich in einen Werwolf. Diese Kreaturen der Nacht sind schon lange Teil der Gesellschaft. Sie haben sich ihr angepasst und verzichten auf die Menschenjagd, um den inzwischen eingekehrten Frieden nicht zu gefährden. Dabei kontrollieren sich die Mitglieder jedes „Rudels“ gegenseitig. In Chicago ist Jonathan Harmon, Spross einer uralten, steinreichen und mächtigen Familie, der Anführer. George R. R. Martin – In der Haut des Wolfes weiterlesen

Clark Ashton Smith – Das Grabgewölbe von Yoh-Vombis (Gesammelte Erzählungen – Band 2)

Der zweite Band der sechsbändigen Gesamtausgabe der Erzählungen von Clark Ashton Smith (1893-1961) mischt einmal mehr großartige, vom ideenstarken Verfasser bis ins Detail polierte Phantastik mit Brot-und-Butter-Prosa, die nichtsdestotrotz ihre eigenen unterhaltsamen Reize entfaltet: Wieder zeigt sich Smith als Autor, der sein Publikum noch heute in den Bann ziehen kann.
Clark Ashton Smith – Das Grabgewölbe von Yoh-Vombis (Gesammelte Erzählungen – Band 2) weiterlesen

Ramsey Campbell – Die Offenbarungen des Glaaki

Inhalt:

Der britische Schriftsteller Ramsey Campbell begann seine Karriere mit ‚Nachschöpfungen‘ der Cthulhu-Storys seines Lieblingsautoren H. P. Lovecraft (1890-1937): erster von zwei Sammelbänden mit Kurzgeschichten, die alle Freunde des klassischen Horrors begrüßen dürf(t)en.

Lovecraft: Eine Einführung (Lovecraft: An Introduction; 1990), S. 9-17:

Die Kammer im Schloss (The Room in the Castle; 1964), S. 19-44: Die Fahndung nach dem Vermächtnis eines Hexenmeisters endet erfolgreicher, als es dem Sucher lieb sein kann.

Das Grauen von der Brücke (The Horror from the Bridge; 1964), S. 45-80: Ein Schwarzkünstler überschätzt seine Fähigkeiten und beschwört eine Kreatur herauf, die noch viele Jahre später nach Opfern sucht.

Der die Schleier zerreißt (The Render of the Veils; 1964), S. 81-96: Privatforscher Fisher entdeckt nicht nur, wie man hinter die Kulissen der nur gefiltert wahrgenommenen Realität blicken kann, sondern auch, weshalb man dies tunlichst unterlassen sollte.

Die Insekten aus Shaggai (The Insects from Shaggai; 1964), S. 97-132: Raumschiffbrüchige Fremdwesen üben in einem verrufenen Waldstück ihr Schreckensregiment aus.

Der Bewohner des Sees (The Inhabitant of the Lake; 1964), S. 133-182: Was unter der Wasseroberfläche haust, schickt nachts seine Schergen aus, um eines neugierigen Besuchers habhaft zu werden.

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Robert W. Chambers – Der König in Gelb

Inhalt:

Die Lektüre eines berüchtigten Buches öffnet dem „Gelben König“ von den Sternen ein Portal, durch das er den neugierigen Leser auf Erden mit verhängnisvollen Folgen in seinen Bann ziehen kann: Sechs Storys, ein Zitat aus dem bösen Buch und einige gesammelte Fragmente verknüpfen sich zu einem Episodenroman:

– Cassildas Lied (Cassilda’s Song), S. 6/7: Einleitender Auszug aus dem ersten Akt des berüchtigten Buches „Der König in Gelb“.

– Der Wiederhersteller des guten Rufes (The Repairer of Reputations), S. 9-55: Hildred Castaigne will notfalls durch Mord anstelle seines Vetters Louis König von Amerika werden, wovon Louis zu seinem Unglück nichts ahnt, da diese Monarchie ausschließlich in Hildreds gestörtem Geist existiert. Robert W. Chambers – Der König in Gelb weiterlesen

P. N. Elrod – Der rote Tod

Das geschieht:

Im Jahre des Herrn 1773 herrscht Unruhe in den amerikanischen Kolonien Treu zur Krone steht Samuel Barrett, Jurist auf Long Island. Gattin Marie Fonteyn Barrett leidet unter einer Geisteskrankheit, die sie bösartig und unberechenbar macht. Da sie das Geld in diese Ehe brachte, hat sie die Macht, der Familie die Hölle auf Erden zu bereiten. So ist es Maries Entschluss, Sohn Jonathan zum Jurastudium ins englische Mutterland zu schicken. Der junge Mann geht unwillig, weiß er doch die jüngere Schwester Elizabeth sowie den bedrückten Vater den Attacken der Mutter ausgesetzt.

In London angekommen wird Jonathan von seinem Vetter Oliver Marling mit offenen Armen aufgenommen. Im Haus eines Freundes lernt er die charismatische Nora Jones kennen, die ein düsteres Geheimnis hütet: Sie ist ein Vampir, lässt sich von jungen reichen Männern aushalten, denen sie außerdem das Blut abzapft, von dem sie sich ernährt. Jonathan wird ihr Favorit und mit dem „Vampirvirus“ infiziert, ohne dies zunächst zu wissen. P. N. Elrod – Der rote Tod weiterlesen

Stephen Hunter – Shooter

Das geschieht:

Bob Lee Swagger war einer der blutjungen Amerikaner, die für die USA und scheinbar für eine gerechte Sache in den Vietnamkrieg gezogen sind. In Asien hat er dem Marinekorps alle Ehre gemacht, doch Anerkennung und Ehre durfte er dafür nicht erwarten: Swagger ist ein Scharfschütze. Als „Bob der Knipser“ konnte er 87 bestätigte ‚Abschüsse‘ verzeichnen, bis die Kugel eines noch geschickteren Vietkong-Heckenschützen seiner Laufbahn ein Ende setzte.

Im Zivilleben stürzte Swagger tief und kehrte nie wirklich aus dem Krieg zurück. Töten will er zwar nicht mehr, aber Waffen sind noch immer sein Leben, und seine Treffsicherheit hat eher noch zugenommen. In Blue Eye im ländlichen West-Arkansas führt Swagger ein zurückgezogenes Leben und wird von den Bürgern in Ruhe gelassen. Stephen Hunter – Shooter weiterlesen

Robert Bloch – Cthulhus Rückkehr

Das geschieht:

Albert Keith, passionierter Kunstsammler mit einem Hang zum Düsteren, ist hoch erfreut, als es ihm gelingt, ein Bild des Malers Richard Upton zu erwerben. Es zeigt wahrhaft Ungeheuerliches; kein Wunder, denn Upton – der den Jüngern des Horror-Meisters H. P. Lovecraft unter seinem vollen Namen Richard Upton Pickman kein Unbekannter ist – pflegte nach der Wirklichkeit zu malen. [Pickman tritt auf (und ab) in der Lovecraft-Story („Pickman‘s Model“ („Pickmans Modell“). Er findet außerdem Erwähnung in „The Dream-Quest for Unknown Kadath“ („Die Traumsuche nach dem unbekannten Kadath“)]

Aber hat er tatsächlich echte Ghoule bei ihrem schändlichen Treiben beobachtet? Bereitet wirklich der sagenhafte Cthulhu seine lang verschobene Rückkehr vor, jener „Große Alte“, der in der Stadt R‘lyeh tief auf dem Meeresgrund der Südsee schläft und nur manchmal (doch stets zum Nachteil etwaiger Zeugen) zum Vorschein kommt? Keith begibt sich auf eine folgenschwere Expedition zu dem Ort, den Upton/Pickman ihm wies; als diese endet, ist er zweifellos schlauer aber auch spurlos vom Erdboden verschwunden … Robert Bloch – Cthulhus Rückkehr weiterlesen

Ben Coes – Power Down: Zielscheibe USA

Das geschieht:

Vor zehn Jahren wurde Elitesoldat Dewey Andreas unehrenhaft aber ungerechtfertigt aus der Armee entlassen. Verbittert hat er einen anderen Weg gefunden, den USA zu dienen: Er leitet die Ölbohrungen auf einer Förderplattform im Pazifik. Diese Quelle sprudelt so reichlich, dass Amerika den gierigen Saudis bald den verdienten Tritt in den Hintern geben kann! Noch besser: Teddy Marks und Nick Anson, zwei gütige Konzern-Herren, tun sich patriotisch zum zweitgrößten Energielieferanten der Welt zusammen. Auch Strom muss nicht mehr von unzuverlässigen Verbündeten, Neidern und Feinden aus dem Ausland gekauft werden!

Doch im Nahen Osten planen feige Wüstenvipern einen apokalyptischen Gegenschlag. Fanatische Terroristen haben die Gastfreundschaft der Vereinigten Staaten missbraucht und sich dort eingenistet, wo sie am effektvollsten zerstören und meucheln können. Das Endziel lautet „Power Down“ – die USA sollen von ihren Energie- und Rohstoffquellen abgeschnitten werden. Super-Sprengstoff liegt versteckt unter Staudämmen, Stahlfabriken – und Deweys Bohrinsel! Ben Coes – Power Down: Zielscheibe USA weiterlesen

Clark Ashton Smith – Das Labyrinth des Maal Dweb (Gesammelte Erzählungen – Band 3)

Der dritte Band der geplanten Gesamtausgabe der Erzählungen von Clark Ashton Smith (1893-1961) sammelt vor allem Grusel- und SF-Geschichten, die Smith für zeitgenössische „Pulp“-Magazine schrieb: routinierte Brot-&-Butter-Storys wechseln sich ab mit ebenso unheimlichen wie stimmungsvollen Texten, die sämtlich ihr Unterhaltungswert eint.
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Tim Curran – Dead Sea: Meer der Angst

Ein Frachtschiff wird durch ein Dimensionstor gesaugt und in ein Meer voller bizarrer, fressgieriger Ungeheuer geworfen; zu allem Überfluss scheint es eine fremde, bitterböse Intelligenz auf die Besatzung abgesehen zu haben … – Nie wurden Fäulnis, Verwesung und pulsierendes Ekelleben so episch beschworen wie in diesem zwar (zu) langen aber spannenden Roman, dessen Verfasser klassischen Grusel gut mit modernem Horror zu mischen weiß. Tim Curran – Dead Sea: Meer der Angst weiterlesen

Greg F. Gifune – Kinder des Chaos

Drei Halbwüchsige töten versehentlich einen Landstreicher. Die Tat verfolgt sie und zerstört ihre Leben. Ein Vierteljahrhundert später sucht Philipp Moretti nach den Freunden von einst und findet sie im Bann eines monströsen Kultes … – Was als Variation des Conrad-Klassikers „Reise ins Herz der Finsternis“ und durchaus diesseitiges Kreisen um das Böse im Menschen schleppend beginnt, entwickelt sich im letzten Teil zum metaphysischen Thriller, dessen Handlung im letzten Drittel spannend anzieht.
Greg F. Gifune – Kinder des Chaos weiterlesen

Unsere Weihnachtsempfehlungen – Krimis und Thriller

Weihnachten ist nur noch eine Woche entfernt. Wer noch nicht alle Geschenke beisammen hat, findet im letzten Teil unserer Empfehlungen eine große Anzahl von KRIMIS und THRILLERN, die unsere Redakteure dieses Jahr nicht aus der Hand legen konnten.

Lee Child: 61 Stunden, Blanvalet, 2013
„Reacher, reisender Streiter für die Gerechtigkeit, strandet in einer US-Kleinstadt, die von Eis und Schnee isoliert, von rebellischen Bikern belagert und von einem Killer bedroht wird, während ein Drogen-Warlord mit seiner Privatarmee anrückt. – Auch in seinem 14. Abenteuer steht Reacher weitgehend allein gegen offen brutale und getarnte Schurken, die er trotz Überzahl einfallsreich das Fürchten lehrt: spannend und schnell und ungeachtet bekannter Handlungsmuster ausgezeichnete Unterhaltungslektüre.“ (Michael Drewniok)
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Harald Gilbers: Germania, Knaur, 2013
„Im Sommer des Jahres 1944 sucht ein Serienkiller Berlin heim. Der zuständige SS-Ermittler zwingt den jüdischen Ex-Kommissar Oppenheimer zur Mitarbeit. Dieser bringt Schwung in die Fahndung, während er gleichzeitig seinen ‚Kollegen‘ im Auge behält, der ihn nach erfolgreicher Jagd ins KZ abschieben müsste. – Hervorragend recherchiert, sauber geplottet, flüssig und ohne erhobenen Zeigefinger geschrieben: ein spannender Roman, der sich vor fremdsprachigen Historien-Thrillern keineswegs verstecken muss.“ (Michael Drewniok)
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Michael Hardwick: Dr. Watson, Blitz, 2013
„Eine Menge Unwahrheiten und Verdrehungen sind über Dr. John Hamish Watson und Sherlock Holmes im Umlauf – findet Dr. Watson. Deshalb sieht er sich bemüßigt, endlich mal klar Schiff zu machen und die Wahrheit zu erzählen. Die ist mitunter unangenehm. Der Autor hat es verstanden, die zentralen Motive, die für Watsons Leben bestimmend sind, in Spannungsbögen umzumünzen, die er einen nach dem anderen zu Ende führt. Das sorgt nicht nur für Unterhaltung, sondern auch für Spannung und Zusammenhalt der Erzählung. Der ganze Text wird auf diese Weise kompakt und stabil. Ich fand das Buch sehr unterhaltsam, amüsant, aber auch anrührend.“
(Michael Matzer)
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Anthony Horowitz: Das Geheimnis des weißen Bandes, Suhrkamp, 2013
„Im Winter des Jahres 1890 legt sich Sherlock Holmes mit einer Verschwörer-Gruppe an, die sogar die britische Regierung infiltriert hat, weshalb sich der geniale Ermittler plötzlich als Mörder hinter Gitter wiederfindet. – Dieser Historienkrimi ahmt die Doyle-Vorgaben nicht einfach nach, sondern erweitert und modernisiert das klassische Holmes-Universum behutsam und schlüssig um einige Aspekte, die ihm sehr gut bekommen: eines der besseren Holmes-Pastiches.“ (Michael Drewniok)
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Dan Simmons: Kalt wie Stahl, Festa, 2013
„Ex-Detektiv Joe Kurtz gerät in die Feuerzone eines Drei-Fronten-Krieges, den sich zwei verfeindete Mafia-Clans und ein zum Schurken mutierter Kriegsveteran liefern; mörderisch mit im Spiel sind außerdem gleich mehrere verrückte, aber ehrgeizige Killer sowie hartnäckige Polizeibeamte. – Im dritten und letzten Kurtz-Roman lässt Autor Simmons es nicht nur kräftig krachen, sondern ordnet Mord und Action einem erstaunlich kohärenten Plot unter: Schade um das Ende dieser Reihe!“ (Michael Drewniok)
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Michael Slade: Der Ghoul, Festa, 2012
„In London scheinen gleich mehrere Serienkiller an einem grotesken Wettbewerb um das scheußlichste Verbrechen teilzunehmen; die Spur führt u. a. in die USA, wo einst der Horror-Autor H. P. Lovecraft einen Albtraum in die Welt setzte. – Der zweite Fall des „Special-X“-Teams mischt gut recherchiert Krimi-Realität mit (scheinbarer) Phantastik; der Plot ist irrwitzig, wird aber in einem spektakulären Finale logisch aufgelöst: ein Thriller der härteren, aber lesenswerten Art.“ (Michael Drewniok)
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Nichts für euch oder eure Lieben dabei? Stöbert doch auch in unseren anderen Genres! Einen Überblick über alle Empfehlungen findet ihr hier!

Unsere Weihnachtsempfehlungen – Fantasy

Gestern haben wir die Weihnachtsempfehlungen aus unserer Redaktion im Bereich SCIENCE FICTION vorgestellt, heute machen wir mit dem Genre FANTASY weiter…

Mark Hodder: Der wundersame Fall des Uhrwerkmannes, Bastei Lübbe, 2013
„In einem alternativen Jahr 1861 untersucht Regierungsagent Sir Richard Burton einen möglichen Fall von Erbschleicherei, der sich als Teil eines Planes entpuppt, mit dem das britische Empire zerstört werden soll. – Der zweite Teil der Burton-&-Swinburne-Serie ist deutlich eleganter geraten als der Auftaktband und lässt einen übergreifenden Handlungsbogen erkennen; noch krudere Einfälle und absurde Ereignisse unterstützen eine ohnehin turbulente und spannende Geschichte: richtig gutes Lesefutter!“ (Michael Drewniok)
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Robert E. Howard: Der schwarze Hund des Todes, Festa, 2013
„Sammlung 13 klassischer Storys des „Schwert-und-Magie“-Klassikers Robert E. Howard (1906-1936). Als Werkschau ausgezeichnet und in der Lektüre ungemein spannend, krankt diese Kollektion höchstens an einer oft zu saloppen Übersetzung. Dennoch bietet sie Lesestoff, die nicht nur den historisch interessierten Phantastik-Freund fesseln dürfte.“ (Michael Drewniok)
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Und für jugendliche und junggebliebene Leser empfiehlt die Redaktion diese beiden Bücher…

Holly Black: Weißer Fluch, cbt, 2011
„In Urban-Fantasy-Büchern gehört es fast schon zum guten Ton, als Hauptperson weiblich zu sein. Bella Swan und Co. lassen grüßen. Holly Black findet, es reicht. Mit Cassel Sharpe hat sie eine wunderbare Romanfigur geschaffen, deren Abenteuer man gerne folgt. Der notorische Aufschneider ist das jüngste Kind einer so genannten Worker-Familie. Durch Berührung mit der Hand können Worker andere Leute töten, glücklich machen oder ihre Erinnerungen auslöschen. Cassels Brüder arbeiten beide für einen Worker-Mafia-Boss, seine Mutter sitzt wegen Trickbetrügerei im Gefängnis und er selbst ist von der Schule suspendiert, weil er auf dem Dach seines Internats geschlafwandelt hat. Eine durch und durch verkorkste Familie also, die ein großes Geheimnis hütet. Eines, das Cassels Leben verändert wird – und er wird dabei weder von einem Vampir gebissen noch lernt er seine große Liebe, einen Werwolf, kennen. Ein tolles Konzept, ein sehr sympathischer Ich-Erzähler und die spannende Handlung machen „Weißer Fluch“ zu einem Buch für die Twilight-Generation, die mal etwas anderes lesen möchte als als Urban Fantasy getarnte Schmonzetten.“ (Maren Strauß)
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Jonathan Stroud: Die seufzende Wendeltreppe, cbj, 2013
“ „Die seufzende Wendeltreppe“ ist der Auftakt zu Jonathan Strouds neuem Jugendbuchzyklus „Lockwood & Co.“ und noch besser als „Bartimäus. Jugendliche, die es nicht nur spannend und witzig, sondern auch ein wenig gruselig mögen, sind hier goldrichtig.“ (Birgit Lutz)
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