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Hanjo Lehmann – Die Truhen des Arcimboldo

Hanjo Lehmann, Jahrgang 1946, sitzt in seinem nach meinem Ermessen fabelhaften Kirchen-Thriller nicht gerade zimperlich mit den Machenschaften der Träger von blütenrein gewaschenen Talaren zu Gericht; insofern hätte das Buch auch der Rubrik „Zeitkritik“ zugeordnet werden können. Was das angeht, sei direkt eine Vergleichsmöglichkeit zu ähnlich gelagerten Werken von Vandenberg gezogen, auch Stilelemente des ewig gern heran zitierten Eco-Klassikers „Der Name der Rose“ lassen sich formgebend antreffen.
Lehmann studierte Germanistik, Philosophie und Medizin. Der einzige mir bekannte weitere Roman des Autors ist das 2001 erschienene „I killed Norma Jeane“, das wohl missglückt sein soll, wie ich aber nur als Hörensagen wiedergeben kann. Die gebundene Ausgabe des vorliegenden Werkes „Die Truhen des Arcimboldo“ wurde 2002 von Rütten & Loening erneut aufgelegt, die zunächst beim Aufbau-Taschenbuch-Verlag erschienene Broschur gab es dann als Neuausgabe von Bastei-Lübbe, nun wurde von |Aufbau| die Broschur in der 19. Auflage wieder herausgebracht; beides kommt zum echten Kaufmichpreis.

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