Schlagwort-Archive: Heyne

Mary Higgins Clark – Hab Acht auf meine Schritte

Mary Higgins Clark hat sich schon seit langem einen Namen als Grand Dame der Spannungsliteratur gemacht, ihre erfolgreichen Romane zeichnen sich meist durch ausgeklügelte Plots mit psychologischem Hintergrund aus, die sich vom oft anzutreffenden Mittelmaß erfreulich abheben. Auch in ihrem aktuellen Thriller „Hab Acht auf meine Schritte“ versetzt Mary Higgins Clark sich und ihre Leser in die Rolle eines unschuldigen Opfers, mit dem es mitzufühlen gilt. In den letzten 25 Jahren hat die berühmte Autorin über 20 Kriminalromane veröffentlicht, die überwiegend zu internationalen Bestsellern avancierten.

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Kurt Singer (Hg.) – Horror 1: Klassische und moderne Geschichten aus dem Reich der Dämonen

singer-horror-1-cover-klein14 Gruselgeschichten aus guter, alter Zeit. Es wird lustvoll handfest und ohne psychologische Sperenzchen gespukt, gerächt & gemordet, denn hier werden vor allem Storys aus der großen Zeit der US-amerikanischen Pulp-Magazine präsentiert. Echte Klassiker mischen sich unter vergessene Kleinodien des Genres, dazwischen muss man sich durch (wenig) Mittelmaß kämpfen.
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Charles Stross – Supernova

„Supernova“ ist der Titel der direkten Fortsetzung von Charles Stross‘ Debütroman „Singularität“. Der Planet Moskau liegt mit Neu-Dresden in einem wirtschaftlichen Konflikt. Anscheinend steckt Neu-Dresden hinter der Attacke, die die Sonne Moskaus in eine Supernova verwandelt und ein Volk auslöscht. Eine etwas brachiale Methode der Konfliktlösung, möchte man meinen. Und natürlich streitet Dresden alles ab, sieht sich sogar selbst als Ziel des Rückschlags: Planetenbomber liegen unsichtbar auf Kurs.

Aus „Singularität“ ist bekannt, was eine „Verbotene Waffe“ ist: Kausalitätsverletzende Tätigkeiten, darunter fallen auch Waffen, können der Wesenheit „Eschaton“ gefährlich werden, sogar seine Existenz gefährden. Es ist also sein höchstes Bestreben, derartige Fälle zu verhindern; dabei greift es bei Bedarf auch hart, aber auf gewisse Weise humorvoll durch. Seit der Singularität, dem Entstehen des Eschaton, steht die Menschheit unter dessen Geboten, jegliche Kausalitätsverletzung zu unterlassen.

Nun beginnt „Supernova“ mit einer ebensolchen, hervorgerufen durch eine Verbotene Waffe. Ein Sonnensystem wird zerstört, ein bevölkerter Planet verdampft. Das wirft sofort die Frage auf, warum das Eschaton nicht eingegriffen hat?!

Versammlungsort: Weltraum
Wednesday Child

Wednesday, ein etwa neunzehnjähriges Mädchen, wird in den Fall verwickelt. Seit früher Kindheit steht sie mit Hermann, dem uns bekannten „Agenten“ des Eschaton, in Verbindung. Hermann brachte sie dazu, die verschiedenen Fertigkeiten der Spionage zu erlernen, so dass sie die dem Moskausystem vorgelagerte Raumstation, ihre Heimat, kennt wie unsereins den Inhalt seines Kühlschranks. Bei der Zwangsräumung der Station als Folge der Supernovabedrohung stößt Wednesday mit Hermanns Hilfe auf geheime Unterlagen, die brisante Informationen über die Schuldigen an der Katastrophe enthalten. Nun steht sie selbst im Fadenkreuz der Täter. Sie flüchtet über ein Luxusraumschiff, von Hermann mit den finanziellen Mitteln ausgestattet.

Die Übermenschen

Es existiert eine Organisation, die sich selbst als „Übermenschen“ bezeichnet. Ihre Mitglieder werden militärisch höchst effizient ausgebildet, ihre Fähigkeiten über Implantate verstärkt und ihre Emotionen kontrolliert. Ziel der Übermenschen ist es, das Eschaton zu vernichten und einen eigenen Gott zu entwickeln, in den der Geist aller verstorbenen Menschen zu seiner Entwicklung eingehen soll. Zu diesem Zweck sammeln die Übermenschen mit einer geheimen Technik Geistesinhalte ihrer Mitglieder, sobald diese gegen Vorschriften verstoßen – eine geeignete Kontrolle. Diese Tätigkeit sowie ihre hinterhältigen Eroberungsfeldzüge sind allgemein unbekannt, so dass sie weitgehend ungestört arbeiten können und der Allgemeinheit höchstens unheimlich sind.
Planetenregierungen übernehmen sie, indem sie die Mitglieder in Marionetten verwandeln, zu einer Volksrevolution treiben und sich schließlich als Hilfe anbieten, so dass sie ganz „legal“ an die diktatorische Macht kommen. Dass es daraus resultierende „Erziehungslager“ gibt, in denen brutal gewirtschaftet wird, ist weitgehend unbekannt.

An Bord des Luxusraumschiffs befindet sich eine kleine Gruppe der Übermenschen, die eine als Jugendfahrt getarnte Rundreise über jene Planeten unternehmen, auf denen Exminister der Moskauer Regierung sind, die über eine ultimative Vergeltungswaffe – die Planetenbomber – verfügen. Merkwürdigerweise gibt es unerklärliche Mordfälle an diesen Ministern, die zeitlich mit der Anwesenheit des Luxusschiffes zusammenfallen.

Die UN

Auf dem Schiff befindet sich auch die Geheimdienstlerin der Vereinten Nationen Rachel Mansour, die letztens den Konflikt in der Neuen Republik (vgl. „Singularität“) klärte, mit ihrem Mann Martin Springfield, der in selbigem Fall als Agent des Eschaton arbeitete (sein Verbindungsmann war ebenfalls Hermann, der sich jetzt um Wednesday kümmert). Sie sollen versuchen, die Mordserie aufzuklären und weitere Morde zu verhindern, um die Planetenbomber nicht in fremde Hände fallen zu lassen und sie von ihrem jetzigen Vergeltungsschlag gegen Neu-Dresden abzubringen.

Konfliktlösung

Stross befleißigt sich einer klareren Ausdrucksweise als im Vorgänger, so dass sich der Übersetzer weniger mit langen Anmerkungen zu arbeiten genötigt sah. Dadurch wird zumindest eine höhere Lesbarkeit erreicht und gleichzeitig das Augenmerk des Lesers auf den Inhalt gerichtet, wohin es gehört (das ist vielleicht der Unterschied zwischen der deutschen und der Originalausgabe von „Singularität“, das ja in englischsprachigen Ländern ein großer Erfolg war). Statt übermäßig vielen Anspielungen auf gesellschaftliche Begebenheiten der Heimat, unverständlich für Ausländer, und große physikalische Erklärungen entwickelt Stross eine mehrschichtige, spannende Handlung, die auch in „normaleren“ Bahnen abläuft als „Singularität“. Dabei bleiben leider einige interessante Aspekte als lose Fäden hängen, wobei die Hoffnung auf Auflösung in späteren Romanen begraben werden muss: In einem Interview für die SF-Zeitschrift „Locus“ soll sich Stross von den beiden Romanen distanziert haben. Er würde die Sache nicht weiter verfolgen, da ihm einige Inkonsistenzen durchgegangen seien. So werden wir wohl leider weder das Festival näher kennen lernen noch uns mit dem Eschaton und der großen Bedrohung für es auseinander setzen können.

Nochmal die Übermenschen

Davon abgesehen, kreiert Stross in Supernova wieder Spitzencharaktere mit vielfältigen Eigenarten und Hintergründen, die die Eigenarten glaubwürdig machen. Höchst interessant ist die Darstellung der Organisation der Übermenschen als brutal organisierte und gedrillte Sekte. Die Mitglieder lösen sich möglichst von den groben menschlichen Emotionen, alle Taten werden von dem großen Ziel geleitet, das Eschaton zu vernichten, um der eigenen Gottheit Willen. Dabei wagt sich Stross auf ein Terrain von großem Konfliktpotenzial: Die Übermenschen erinnern mit ihrer stolzen Logik und Überheblichkeit an die Darstellung der deutschen Nazis in Hitlers Gefolgschaft. Verstärkt wird der Eindruck durch deutsche Namen für die Handelnden; so heißt die Führerin passender Weise „Hoechst“, die Soldaten Karl, Paul und Mathilde begleiten sie. Ihren Namen voran wird ein U. gestellt, was ihre Zugehörigkeit zu den „Uebermenschen“ symbolisiert. Das Wort allein ist eine Übersetzung der Herrenrasse, der Arier. Ihre Handlungen sind von ähnlicher Abscheulichkeit: In den „Erziehungslagern“ werden Menschen umerzogen, Gehirne gewaschen, Menschen erniedrigt und gequält (was wiederum nicht an die Öffentlichkeit zu kommen bestimmt ist) -> Konzentrationslager der Zukunft.

Die Ideologie wird radikal und konsequent umgesetzt – die Frage dabei ist nur die nach Stross‘ Motivation diesbezüglich. Wenn man eine Verbindung zwischen dieser Organisation und den Nazis finden kann, erhält man sofort eine vorgebildete Meinung über die Mitglieder und die Glaubwürdigkeit von gemäßigten Aussagen und Standpunkten. Eine Vereinfachung der Charakterisierung für Stross, einfach Teil seines Zukunftsbildes oder steckt mehr dahinter? Natürlich gibt es auch hier Abtrünnige, wie es diese auch zu jeder Zeit in jedem diktatorischen Reich gibt und gab.

Das Eschaton

Was verbindet „Supernova“ mit „Singularität“? Die Protagonisten Mansour und Springfield (wobei Letzterer eine sehr viel geringere Rolle innehat) sowie der Eschatonagent Hermann und das Eschaton selbst, schließlich natürlich Bezüge wie die Erwähnung der „Neuen Republik“. Das Eschaton offenbart eine Schwäche und ein paar Eigenschaften, Dinge, die zu den interessantesten Themen dieses Universums zählen. Es existiert auf verschiedenen Zeitebenen und schickt seinen „jüngeren“ Ichs Informationen aus der Zukunft, vor allem, was die Gefahr von Kausalverletzungen angeht. Dadurch müsste es eigentlich Geschehnisse wie die Supernova des vorliegenden Bandes mittels Verbotener Waffen frühzeitig erkennen und verhindern können. Dass es das nicht konnte, deutet auf eine Schwäche oder einen mächtigen Gegner hin – mächtiger, als Hermanns Meinung nach die Übermenschen sind, die eigentlich mit ihrer ideologischen Planung eines „ungeborenen Gottes“ dem Eschaton noch längst nicht gefährlich werden können.

Sind die Übermenschen etwa doch mächtiger und dem Eschaton bereits ebenbürtig, war die verbotene Supernova doch ein Zufall (herbeigeführt durch unverstandene Experimente) oder existiert noch ein Gegner im Hintergrund, den Stross erst später vorstellen wollte? Fragen, die leider wohl keine Antwort mehr finden werden, soll man den Gerüchten um sein Interview glauben.

Fazit

Supernova ist weit besser lesbar als sein Vorgänger, die Kreativität der Geschichte ist beeindruckend und verlangt eigentlich nach Fortsetzung, in dieser Unabgeschlossenheit reicht es noch nicht zur vollen Befriedigung. Immerhin besteht die Hoffnung, dass Stross seine Ideen in anderer Richtung entfalten wird.

Der Autor vergibt: (4/5) Ihr vergebt: SchrecklichNa jaGeht soGutSuper (No Ratings Yet)

Michael Connelly – Die Rückkehr des Poeten

Acht Jahre konnte er seine Verfolger narren und galt als tot: Mehr als genug Zeit für den Ex-FBI-Agenten und Serienmörder Jim Backus, genannt „der Poet“, um ein neues Mordkomplott anzuzetteln. Bei seinem ersten Auftritt hatten ihn ein Journalist und seine Schülerin, die FBI-Agentin Rachel Walling, daran gehindert, sein sadistisches Spiel zum geplanten Ende zu bringen. Das will Backus nun wieder aufnehmen und sich gleichzeitig an Walling rächen.

Ebenfalls in sein Visier gerät der Ex-Polizist Terry McCaleb, der nach einer Herztransplantation „ehrenamtlich“ als Profiler arbeitet und dem Poeten dabei bedrohlich nahe gekommen ist. Als McCaleb nach einem Herzanfall stirbt, glaubt seine Witwe nicht an einen natürlichen Tod. Sie bittet den Privatdetektiv Hieronymus „Harry“ Bosch, einen Freund ihres Gatten, um Hilfe und Aufklärung.

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Dean R. Koontz – Der Geblendete

Thriller zwischen Religion und Quantenmechanik

Der Horrorautor versucht sich an einer Familiensaga, die mit einer makabren Farce kontrastiert wird: eine gewöhnungsbedürftige Mischung für alle, die von [Dean Koontz]http://de.wikipedia.org/wiki/DeanKoontz kurze, knackige Horrorkost gewöhnt sind. Nie war der Unterschied zu Stephen King deutlicher zu sehen als an diesem Buch.

Handlung

Bevor Bartholomew Lampion am 6. Januar 1965 geboren wird, stirbt sein Vater Joe bei einem Verkehrsunfall auf dem Weg zum Krankenhaus, in dem seine Frau Agnes ihr Baby zur Welt bringen will: Barty. Agnes Lampion überlebt knapp.

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C. J. Cherryh – Der Baum der Schwerter und Juwelen (Ealdwood 2)

Bewegende Elben-Fantasy Teil 2: Kampf gegen den Dunkelelf

Arafel, die mächtige Zauberin, herrscht über den uralten Wald von Eald. Mit prophetischem Blick sieht sie drohende Gefahr für Lrod Ciaran von Cear Wiell und die Seinen voraus. Sie warnt ihn vor dem königlichen Bruder Donnchad, den der Höllengeist Duibath aus Arafels eigenem Geschlicht der Sidhe beherrscht. Es kommt zum Gefecht zwischen Arafel und Duilbath, und Arafel flieht verwundet zurück in den Wald. Und dann bricht das Jüngste Gericht über die Welt herein. Auch Lord Ciaran unterliegt gegen das Böse und kehrt sterbend zu seiner Familie zurück. Allein seine unmündigen Kinder überleben und sehen einer ungewissen Zukunft entgegen.
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W. Michael Gear – Spinnennetze

Actionreicher Höhepunkt der SF-Trilogie

Im actionreichen, weit gespannten Spinnen-Zyklus des amerikanischen Anthropologen W. Michael Gear findet im dritten Band „Spinnennetze“ endlich die Entscheidungsschlacht über die Zukunft der Menschheit statt. Und ein Epilog lässt ein Schlupfloch für Fortsetzungen dieser Geschichte.

Band 1: Spinnenkrieger
Band 2: Spinnenfäden

Der Autor

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C. J. Box – Jagdopfer [Joe Pickett 1]

Ein idealistischer Wildhüter stolpert im waldigen Wyoming über einen Mord, an dessen Aufklärung seine Vorgesetzten wenig Interesse zeigen. Natürlich lässt er nicht locker und deckt ein anti-ökologisches Komplott auf, was ihn und seine Familie in Lebensgefahr bringt … – Kleiner, aber feiner Thriller, der grünen Kitsch und New-Age-Naturschwurbel meidet und routiniert die Geschichte vom einsamen Kämpfer gegen das scheinbar übermächtige Böse erzählt. C. J. Box – Jagdopfer [Joe Pickett 1] weiterlesen

Isaac Asimov – Das Foundation-Projekt (Foundation-Zyklus 7)

Aus Isaac Asimovs großem Foundation-Zyklus liegt uns mit „Das Foundation-Projekt“ der siebente Band vor. Es ist der direkte Vorgänger der berühmten „Foundation-Trilogie“, die gleichsam Ursprung und wichtigstes Werk des Zyklus‘ ist. Im Foundation-Projekt lässt Asimov uns den Weg des großartigen Mathematikers Hari Seldon verfolgen, seinen Lebensweg und seine Entwicklung der Psychohistorik, durch die er der Menschheit den Weg aus dem Chaos nach dem Fall des Trantorschen Imperiums ebnen will.

Isaac Asimov wurde in der Sowjetunion geboren und emigrierte mit seinen Eltern in die USA, wo er neben seinem Studium der Chemie bereits Science-Fiction-Erzählungen schrieb und veröffentlichte. Besondere Steckenpferde waren ihm seine Erzählungen um die Roboter und ihre Psychologie sowie der große Entwicklungsbogen um die Zukunft der Menschheit; beide verband er schlussendlich in dem zehnbändigen „Foundation-Zyklus“, der somit als sein großes Werk angesehen werden kann. Asimov starb im April 1992.
Weitere Infos: http://www.asimovonline.com.

DER FOUNDATION-ZYKLUS
1. Meine Freunde die Roboter
2. Die Stahlhöhlen
3. Der Aufbruch zu den Sternen
4. Das galaktische Imperium
5. Die frühe Foundation-Trilogie
6. Die Rettung des Imperiums
7. Das Foundation-Projekt
8. Die Foundation-Trilogie
9. Die Suche nach der Erde
10. Die Rückkehr zur Erde

Hari Seldon arbeitet als Mathematikprofessor an einer Universität auf und in Trantor, der Hauptwelt und –stadt des Imperiums. Vor einigen Jahren hielt er einen übereifrigen Vortrag über seine Idee der Psychohistorik – einem mathematischen Modell zur Berechnung menschlicher Handlungen, nur anwendbar auf sehr große Gruppen, vergleichbar mit den physikalischen Gesetzen der Thermodynamik. Er wurde verlacht, nur Kaiser Cleon I. und sein Kanzler Demerzel (hinter dem sich der Roboter Daneel Oliwav verbirgt – was für eine Überraschung!) interessieren sich vorerst für seine Ansätze, könnte damit doch die Zukunft vorhergesagt und das bereits zerfallende Imperium gerettet werden!

Entgegen vielerlei Gefahren und politischen Attentaten, treibt Seldon seine Forschungen voran und entwickelt dabei mit Hilfe eines Teams die Geräte und die Mathematik, die später von der Zweiten Foundation benutzt werden würden. Gerade seine Enkeltochter entpuppt sich als erste Kandidatin für die zweite Foundation, die mit geistigen Kräften über die erste Foundation wachen soll. Das Projekt steht in den Startlöchern, Seldon ist mittlerweile uralt und hat alle seine Freunde und Verwandten überlebt, abgesehen von seiner Enkelin und ihrem Partner, Stettin Palver.

Dieser siebente Band des Zyklus stellt den Auftakt zur Foundation-Trilogie dar, die viele Jahrzehnte früher geschrieben wurde. Das Foundation-Projekt erschien erstmals im Jahre 1991, wohl als letzter Baustein des großen Zyklus. Man merkt ihm leider auch an, dass er eine Lücke füllt und das Geheimnis um den mysteriösen Entwickler der Psychohistorik lüftet. Die Handlung ist durchdacht und in Asimov-typischem Stil geschrieben, aber gewisse Details (wie die Anwesenheit von Daneel und anderer Roboter) lassen den Roman überladen wirken.

Stettin Palver ist tatsächlich ein Urahn von Preem Palver, der im Laufe der Trilogie eine wichtige Tat zur Rettung des Projekts vollbringt. Somit konnte es Asimov auch hier nicht lassen, Anspielungen auf seine „früheren“ Romane (die zeitlich später spielen) anzubringen. Daneel Oliwav, der Roboter, der bereits in den ersten Agentenromanen um die Entwicklung der Menschheit auftritt (siehe: Die Stahlhöhlen), hat ein kurzes Gastspiel und offenbart schon Fähigkeiten, die erst im zehnten Band ihre Erklärung finden (siehe: Die Rückkehr zur Erde). Insgesamt wirkt der Roman deutlich konstruiert, und mit seiner Entmystifizierung von Seldon hat Asimov dem großen Ganzen keinen Gefallen getan. Die einzelnen Romane bleiben für sich spannend, aber schließlich bleiben so gut wie keine Fragen mehr offen, die zu jenem universellen Gefühl führen könnten, das man allgemein als „sense of wonder“ bezeichnet (und das leider viel zu oft auch sinnentfremdet Verwendung findet).

Empfehlenswert ist, die Foundation-Trilogie und die beiden Folgeromane in Reihenfolge zu lesen und zu genießen, außerdem bieten die ersten Bände um die Roboter und die Agentengeschichten bis mindestens zur „Frühen Foundation-Trilogie“ hervorragende Unterhaltung. Band 6 „Die Rettung des Imperiums“ kann ich nicht beurteilen, da es leider vergriffen ist, aber den vorliegenden Band 7 sollte man nur lesen, wenn man nicht von Asimov lassen kann und der künstlich zusammengestellten Reihe vollständig folgen will. „Das Foundation-Projekt“ ist zweifellos ein unterhaltsames Buch, aber durch Asimovs zwanghafte Versuche, sein Werk in eine Form zu pressen, verliert es durch seine künstliche Konstruktion und die Überladung mit Anspielungen ein nicht unerhebliches Maß an Reiz.

Earl Derr Biggers – Charlie Chan und die verschwundenen Damen

Microsoft Word - Biggers, Earl Derr - Charlie Chan und die verscAls ein pensionierter Meisterermittler ermordet wird, berät der chinesische Kriminalbeamte Charlie Chan die ratlose Polizei und verknüpft zahlreiche lose Enden zur Lösung des Falls … – Gelungener Beitrag zur „Charlie-Chan“-Reihe und ein klassischer „Whodunit“. ‚Unmögliche‘ Morde mit bizarrer Indizienlage, drohende Fratzen am Fenster, Verdachtsmomente und deduktive Sackgassen, schließlich die überzeugende, so niemals erahnte Auflösung, präsentiert von einem exzentrischen Genie: ein gemütlicher Feierabend-Thriller mit allen geschätzten Elementen.
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Orson Scott Card – Das große Spiel

„Das große Spiel“ behandelt die Geschichte eines jungen Genies und seine militärische Ausnutzung zur Errettung der Menschheit vor einer außerirdischen Gefahr, der die Erde vor einigen Jahrzehnten bereits knapp entkommen konnte. Diesmal soll sie endgültig beseitigt werden. Auf einer isolierten Militärschule für Genies im Kindesalter wird nach dem großen Führer gesucht, der die Streitkräfte der Menschen in den Sieg führen soll. Ender Wiggin scheint ein Kandidat für diesen Posten zu sein.

Orson Scott Card arbeitete als Theaterautor, bevor er mit „Ender’s Game“ seinen Durchbruch in der Science-Fiction hatte. Für die deutsche SF war Card in den letzten Jahren ein wichtiger Mann in den USA: Er trat für die Übersetzung und Veröffentlichung eines wichtigen deutschen SF-Romans ein, der dieses Jahr unter dem Titel „The Carpetmakers“ erschien. Damit schaffte Andreas Eschbachs Roman „Die Haarteppichknüpfer“ den Sprung über den großen Teich, was der Masse der deutschen Literatur nicht vergönnt ist. Card lebt und arbeitet in North Carolina.
Weitere Infos: http://www.hatrack.com

Körperlich ist Ender Wiggin nicht unbedingt der Größte. Geistig schon. Das zieht ihm viele Feinde zu, vor allem unter den körperlich großen, die geistig nicht so viel vorzuweisen haben. Als Ender in die unvermeidliche Bedrängnis durch Stilsson und seine Leute gerät, ist ihm klar, dass er sich nur mit einer äußerst brutalen und nachhaltigen Aktion vor späteren Nachstellungen der Gang schützen kann. Aufgrund dieser Erkenntnis tritt er Stilsson sofort in die Hoden und weiter in den Leib, als er zusammensackt. Er hört nicht auf, sondern attackiert sein Gesicht und jedes empfindliche Körperteil, bis der Gegner sich nicht mehr rührt.

Von seiner eigenen Tat verwirrt und entsetzt, lässt sich Ender alle Schikanen seines älteren Bruders gefallen, der ebenso wie er ein Genie ist, aber durch übermäßige Brutalität und fehlender Gefühle nicht für den Militärdienst taugt. Enders Schwester, seine einzige Vertrauensperson, ebenfalls Genie, aber durch vorherrschende Gefühle und fehlende Brutalität untauglich für den Dienst, tritt wie immer zwischen Peter und Ender, wenn es zu hart wird.

Ender wird zur Militärschule an der Peripherie des Sonnensystems berufen und im Kommenden völlig isoliert. Nur auf sich gestellt und im Zusammenspiel mit seinen Mitschülern, beginnt für ihn eine harte Zeit der Prüfungen, in der es keine Erleichterung gibt, nur immer schwerere Aufgaben. Dabei spielt das „Spiel“ die größte Rolle: In einem schwerelosen Raum werden taktische Kämpfe inszeniert, bei denen mit besonderer Technik realistische Treffer simuliert werden. Ender entwickelt sich schnell, wird der beste Spieler, gewinnt Ansehen – und wird in die nächste Stufe versetzt, ehe er sich ausruhen kann. Viel zu schnell kommt es zur Abschlussprüfung, die Ender nach einer Erschöpfungsohnmacht absolvieren soll. Danach wartet der Krieg auf ihn.

Card entwickelt die Geschichte aus der Sicht von Ender, dem sechsjährigen Genie, der immer allein und unterfordert war, weil die Lehrer nicht schlau genug für seine Fähigkeiten waren. Seine Gedanken und seine Sprache wirken oft eher wie die eines Erwachsenen (was Card auch häufig vorgeworfen wurde), doch erkennt man in den Details das Kind und seine Sehnsüchte, die viel zu früh vom Militär eingeschränkt, sogar völlig unterdrückt werden. Die Argumentation, er werde zum Nutzen und zur Rettung der Menschheit gebraucht (und missbraucht), schmeckt schal und erinnert an die Propaganda totalitärer Staaten wie jene des Dritten Reiches. Hier muss man aber trennen zwischen Card, der eine Geschichte erzählt, und der Geschichte, der bestimmte Gegebenheiten zugrunde liegen, nach denen sich auch der Erzähler richten muss. Nachdem die Menschheit knapp der totalen Vernichtung entgangen ist, hat sie sich unter einem militärischen Oberinteresse zusammengefügt und existiert intern politisch weiter wie zuvor, unbeweglich durch die Angst vor dem Feind, dessen Wiederkehr vor allem anderen befürchtet wird. Card stellt deutlich heraus, dass dieses Gefüge mit dem Ausschalten der Gefahr zerbrechen wird und alte Interessen die Oberhand gewinnen.

Diesem Aspekt der Geschichte widmet sich die Entwicklung von Enders Geschwistern, die über eine dem Internet vergleichbare Informationssphäre zu Macht und Ansehen kommen, mit dem großen Ziel, den Zusammenbruch der Zivilisation und den erneuten Ausbruch irdischer Kriege zu verhindern. Card beschrieb eine realistische Art von Internet, bevor es existierte, doch seine Einschätzung der Möglichkeiten ging ein wenig weiter, als wir es kennen gelernt haben. So ist es heute, vor allem unter Berücksichtigung der Dimensionen des Internets, undenkbar, allein durch Diskussionen in Foren oder Artikeln in E-Papers politische Macht zu erlangen.

Natürlich muss auch Ender den Weg aller Helden gehen: Weitgehend unbekannt und nach der Invasionsgefahr für die Menschheit nutzlos, verschwindet er in der Versenkung und sucht seinem Leben einen neuen Sinn zu geben. Die Dramatik dieser Tatsache kommt dem Leser deutlich zu Bewusstsein, auch wenn Card seinem Ender keine enttäuschten Gefühle einpflanzt, wegen denen er sich nach Anerkennung und Rampenlicht sehnen würde. Trotzdem: Wir fühlen die Ungerechtigkeit. Die Tragik findet in Enders Traum ihren Höhepunkt, als er auf die geistige Hinterlassenschaft des einstigen außerirdischen Gegners trifft.

Cards Anspruch, eine Geschichte ohne hintergründige Doppeldeutigkeiten zu erzählen und jedem Leser den Zugang zu ermöglichen, liefert als Resultat eine dichte Erzählung von größter Unterhaltung. Manche mögen sie verabscheuen, andere lieben sie, aber zu allen spricht sie, keinen lässt sie unberührt.

Arthur C. Clarke – Die letzte Generation

Sir Arthur C. Clarke ist einer der Großmeister der Science-Fiction. Seine literarische Vorlage verfilmte Stanley Kubrick 1968 mit großem Erfolg als „2001 – Odyssee im Weltraum“.

„Die letzte Generation“, obwohl bereits Anfang der Fünfziger veröffentlicht, avancierte Ende der sechziger Jahre zum Kultbuch von Studenten. Kein Wunder: Es geht unter anderem um die Beendigung von Kriegen, und die USA befanden sich mitten im Vietnam-Konflikt.

_Der Autor_

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Arthur C. Clarke – 2001 – Odyssee im Weltraum

SF-Klassiker: Der Weltraum als mystische Erfahrung

Dieser Roman erschien im gleichen Jahr wie der zugehörige Film: 1968. Aber die literarische Idee ist viel älter. Schon 1948 formulierte Clarke in seiner Kurzgeschichte „Der Wächter“ (The Sentinel) den Einfall, dass ein Sternenvolk der Menschheit zu Intelligenz verholfen habe und nach dem Ausgraben des Wächtersteins auf dem Mond erfahren würde, dass die Menschen die Raumfahrt entwickelt hätten.

Der Autor

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Stephen Baxter – Anti-Eis

Wasser vom Mond

Der Brite Stephen Baxter bewegt sich mit seinen Romanen in der Gesellschaft der Größen des Genres: H. G. Wells, Arthur C. Clarke und Heinlein (der frühe). Diese Autoren extrapolierten die gesellschaftlichen Folgen einer wissenschaftlichen Entdeckung und schilderten sie auf unterhaltsame Weise.

Hatte Baxter mit „Zeitschiffe“ bereits eine fulminante Fortsetzung zu dem Klassiker [„Die Zeitmaschine“]http://www.buchwurm.info/book/anzeigen.php?idbook=1414 vorgelegt, so unterhält er den Leser in „Anti-Eis“ mit einer kurzweiligen, aber auch zum Nachdenken anregenden Abwandlung von H. G. Wells‘ Klassiker „First Men in the Moon“ (man beachte das „in“, im Gegensatz zu Vernes „auf dem Mond“). Wie sich während der Lektüre herausstellt, ist Baxter auch ein Geistesverwandter von Michael Moorcock.

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Douglas Adams – Per Anhalter durch die Galaxis

Anders als dies momentan so üblich ist, ist dieser Roman nicht etwa das Begleitbuch zum Kinohit „Per Anhalter durch die Galaxis“, welcher seit einigen Wochen die Lichtspielhäuser der Republik füllt, sondern die Originalversion aus dem Jahre 1981 (deutsche Erstausgabe), jedoch ergänzt durch einige Kommentare derjenigen, die das Projekt schließlich auf die Leinwand gebracht haben. Wer von dem Werk noch nicht Kenntnis genommen hat, der ist zunächst einmal selber schuld, weil die Geschichte schon seit langer Zeit als Kult abgefeiert wird (und das vollkommen zu Recht), soll aber dennoch wissen, dass es sich hier um ein herrlich skurriles Buch handelt, das nicht nur mit typisch britischem Humor aufwarten sondern den Leser auch manchmal selbst in den Wahnsinn treiben kann. Warum das so ist, erkläre ich dann später …

_Story:_

Arthur Dent hasst Donnerstage. So auch diesen speziellen Donnerstag, an dem er sich plötzlich dazu gezwungen sieht, sein Haus vor der Planierraupe zu schützen, die das gesamte Wohngebiet zu einer Brachlandschaft umfunktionieren möchte. Doch Dent bleibt standhaft und wehrt sich mit allen Kräften, auch wenn die Lage zunächst aussichtslos scheint. Doch dann bekommt er unerwartete Hilfe von einem gewissen Ford Prefect, der vorgibt, unterwegs zu sein, um das neue Universalhandbuch „Per Anhalter durch die Galaxis“ vorzustellen, in einem Rutsch aber auch erzählt, dass es nicht mehr viel Sinn ergibt, das Haus zu schützen, weil der Planet eh in wenigen Minuten dem Erdboden gleichgemacht werden wird. Arthur glaubt dem Fremden natürlich erst mal nicht, muss aber, als er wieder aufwacht, feststellen, dass er unerwartet mitten durch den Kosmos reist und seine Heimat als solche nicht mehr existiert.

Zusammen mit seinem neuen ‚Freund‘ Ford Prefect macht sich Arthur auf den Weg, die Ursache für die Auslöschung der Erde ans Tageslicht zu bringen und stößt dabei auf die wirrsten Theorien, was dies betrifft. Irgendwann kann Arthur den abgedrehten Ausführungen Prefects schließlich nicht mehr folgen, gibt sich und sein Leben sogar schon auf, weil er nicht mehr hinter den ganzen Wahnsinn blickt, der sich in der Galaxis abspielt, findet schließlich aber doch noch Antworten auf seine Fragen. Ob sie ihm jedoch weiterhelfen bzw. ob es das ist, was Arthur sich so vorgestellt hat, steht auf einem anderen Blatt geschrieben …

Die Geschichte ist wirklich ziemlich abgefahren, scheint manchmal sogar keine konkrete Handlung zu besitzen. Doch irgendwann, nachdem Adams wieder einmal einen ziemlich skurrilen Eintrag aus dem Reiseführer „Per Anhalter durch die Galaxis“ geschildert hat, fällt es einem dann doch wieder leicht, den roten Faden aufzunehmen und dem wirren Strang zu folgen. Vorausgesetzt natürlich, man steht auf den ziemlich eigenartigen Humor, mit dem Adams hier immer wieder mal gerne arbeitet, und ist bereit, sich auch durch die Stellen zu kämpfen, an denen man glaubt, absolut gar nichts mehr zu verstehen.

Grob gesehen könnte die Handlung auch auf hundert Seiten beschränkt bleiben, denn inhaltlich gibt die Story nicht viel mehr her. Aber es sind diese irrwitzigen, bunten Ausschmückungen, mit denen Adams den Leser selbst in ’schwierigen‘ Passagen bei der Stange hält, so zum Beispiel, wenn er die einzelnen kosmischen Charaktere beschreibt oder über die Entstehung der Erde philosophiert. Und genau dieses Außergewöhnliche, der fast schon widersinnige Schreibstil des Autors macht aus dem Buch dann auch wieder etwas ganz Besonderes, andererseits aber auch etwas sehr Extremes. Adams lehnt sich nicht nur einmal etwas weit aus dem Fenster und spielt mit Gedanken, bei denen man nicht gerade vermuten mag, dass ein ’normaler‘ Mensch dahintersteckt. Daher kann es auch nur zwei Meinungen zu „Per Anhalter durch die Galaxis“ geben: entweder man lacht und philosphiert mit Douglas Adams, oder man wünscht seine weltfremden Ausführungen zum Teufel.

Ich persönlich zähle mich definitiv zur ersten Sparte, muss aber auch zugeben, dass ich das ein oder andere Mal den Kopf habe schütteln müssen, wenn zwischendurch mal wieder ein zweiseitiges Kapitel auftauchte, das irgendwie nicht in die Geschichte einzuordnen war. Aber um das zu verstehen, muss man eben das Buch gelesen haben, in dem das Bizarre übrigens weitaus mehr zum Tragen kommt als im auch schon sehr guten Kinofilm.

Als zusätzlicher Anreiz sollte dazu noch das Bonusmaterial genannt werden, denn die Neuauflage beinhaltet nicht nur den Roman. Nein, zusätzlich gibt es noch ein recht ausführliches Nachwort von Robbie Stamp sowie Interviews mit den Hauptdarstellern aus dem gleichnamigen Film, namentlich Mos Def (Ford Prefect), Zooey Deschandel (Tricia McMillan), Bill Nighty (Slartibartfuß), Martin Freeman (Arthur Dent), Sam Rockwell (Zaphod Beeblebrox) und als besonderes Schmankerl noch ein Selbstinterview mit Drehbuchautor Karey Kirkpatrick. Hier erfährt man noch eine ganze Menge – immerhin nimmt allein dieser Part hundert Seiten ein – über die Hintergründe und die Motivationen der Darsteller, dieses Projekt ins Kino zu bringen.

Wenn ich also jetzt zu dem Schluss komme, dass das ‚Paket‘ wirklich klasse ist, meine ich damit den Roman und die tatsächlich sehr lesenswerten Zusatzinfos. Und so ist es dann auch: „Per Anhalter durch die Galaxis“ hat in mir sämtliche Lachmuskeln in Bewegung gebracht und macht dies beim Gedanken an die Weltgeschichte aus Sicht von Douglas Adams noch immer. Wer das Original noch nicht sein Eigen nennt und auf derben Humor von der Insel steht, der ist hier genau an der richtigen Adresse und sollte auch mal den übrigen Katalog aus der Feder des Schriftstellers antesten.

„The Hitchhiker’s Guide To The Galaxy“ erschien zuerst 1978 als Radiosendung der BBC. Die fünfbändige Buchreihe dazu erschien nachfolgend in stark veränderter und erweiterter Fassung. Douglas Adams schrieb zuvor unter anderem einige Folgen der „Doctor Who“-Serie und arbeitete auch kurzzeitig mit Monthy Python zusammen. Adams verstarb im Mai 2001 an den Folgen eines Herzinfarktes.

Für mehr Informationen siehe auch unsere Rezensionen zu:
[„Keine Panik! – Mit Douglas Adams per Anhalter durch die Galaxis“]http://www.buchwurm.info/book/anzeigen.php?id__book=1363 (Neil Gaiman)
[„Per Anhalter ins All“]http://www.buchwurm.info/book/anzeigen.php?id__book=697 (Hörspiel)

Hal Clement – Das Nadelöhr

clement nadelöhr cover kleinDas geschieht:

1948 bekam der halbwüchsige Robert Kinnaird überraschenden Besuch. Der „Jäger“, ein außerirdischer Polizist, verfolgte einen Verbrecher aus seinem Volk. Beide mussten sie auf der Erde und nahe der kleinen Tahiti-Insel Ell notlanden. Der Jäger, ein vier Pfund leichter, giftgrüner, hochintelligenter Gallert-Klumpen, schlüpfte in Roberts Körper. Er wurde ein Freund und schützte seinen Wirt vor Krankheiten und Verletzungen. Gemeinsam verfolgte das ungleiche Duo den Verbrecher, der nach langer Jagd gestellt und ausgeschaltet werden konnte. Dafür zahlte der Jäger einen hohen Preis: Weil sein Raumschiff durch die Notlandung irreparabel beschädigt wurde, blieb er ein Gestrandeter. Hal Clement – Das Nadelöhr weiterlesen

Hal Clement – Die Nadelsuche

clement nadelsuche cover kleinDas geschieht:

Durch die halbe Galaxis ist der außerirdische Jäger seinem kriminellen Artgenossen gefolgt. Als er ihn endlich stellt, wird er ausgetrickst. Beide Raumschiffe müssen auf einem kleinen blauen Planeten notlanden, der zu zwei Dritteln aus Wasser besteht. Die Fremden überleben unbeschadet, denn sie sind Meister der Anpassung: vier Pfund intelligente, gallegrüne Gallerte. Doch so sieht man sie selten, denn die Angehörigen dieser seltsamen Spezies sind Symbionten. Sie suchen sich Wirtskörper, denen sie die Gastfreundschaft mit der Abwehr fast sämtlicher Krankheitserreger und einer fast unheimlichen Zunahme der Heilungskraft danken. Außerdem teilen sie ihr auf vielen Welten erworbenes Wissen mit dem Wirt, denn dies ist ihr oberstes Gebot: „Tue nichts, was deinem Gastgeber Schaden zufügen könnte!“ Hal Clement – Die Nadelsuche weiterlesen

Philip K. Dick – Irrgarten des Todes

Vierzehn Personen werden von unterschiedlichen Welten aus gleichzeitig auf den Planeten Demark-O geschickt. Alle haben sich freiwillig zur Besiedlung dieser scheinbar fremden Welt gemeldet und jeder Siedler ist seines alten Lebens und seiner vorherigen Routineaufgaben überdrüssig geworden.

Doch kaum auf dem fremden Planeten angekommen, stellen die vermeintlichen Siedler fest, dass sie hier festsitzen, keiner ein rückflugtaugliches Raumfahrzeug mitgebracht hat.

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Hand, Stephen – Texas Chainsaw Massacre

Travis County, ein von Gott und der Welt vergessener Landstrich im US-Staat Texas im brütend heißen August des Jahres 1973. Fünf junge Menschen sind unterwegs zu einem Rockkonzert in Dallas. Zuvor war man in Mexiko und hat dort billiges Marihuana gekauft. Kemper, der Fahrer und Besitzer des Vans, hat auch deshalb eine Abkürzung abseits des Highways gewählt. Seine Freundin Erin darf nichts von dem Schmuggel wissen; die junge Frau ist wesentlich „erwachsener“ als er und kann geistige Unreife und moralischen Schlendrian überhaupt nicht leiden. Aus anderem Holz sind Kempers Freunde Morgan und Andy geschnitzt, die den Spaß am Leben genießen. Ähnlich denkt Pepper, eine junge Frau, die man als Anhalterin auf der Straße aufgelesen hat.

Die Fahrt findet ihre abrupte Unterbrechung, als ein offensichtlich verwirrtes Mädchen dem Van fast vor den Kühler läuft. Es ist verletzt, steht unter Schock – und als es merkt, dass Kemper in die Richtung fährt, aus der sie kam, gerät sie in Panik, zieht einen Revolver und schießt sich durch den Kopf.

Das Quintett ist entsetzt. Mitten im Niemandsland hat man eine Leiche am Hals. Erin behält die Nerven und will die Polizei benachrichtigen. Gerade nähert man sich dem Dorf Fuller, wo Sheriff Hoyt seines Amtes waltet. Auf die jungen Leute wirkt er merkwürdig und verschlagen, aber als der Sheriff das Dope entdeckt, sind sie ihm ausgeliefert. Ohnehin sitzen sie längst in einer wohl geschmierten Todesfalle, wie Erin und Kemper bestätigen könnten, die inzwischen den vertierten Hewitt-Clan getroffen haben. Thomas, genannt „Leatherface“, ein durch Krankheit verstümmelter, wahnsinniger Mörder, zerlegt seine Opfer mit der Kettensäge in Stücke und verarbeitet sie zu Wurst. Den Besitz der so Verschwundenen reißen sich der Rest der lieben Familie und Hoyt unter den Nagel. Die Bande hat den Ort völlig unter ihrer Kontrolle; wohin die fünf Freunde sich auch wenden, finden sie nur das Grauen – und Leatherface, der sie mit knatternder Kettensäge erwartet …

Die Geschichte ist längst Legende, ihre Neufassung als Film war erfolgreich, das Buch zu diesem liest sich flott und anspruchslos – ein weiterer Horrorstreifen des frühen 21. Jahrhunderts also, gern gesehen/gelesen & schnell wieder vergessen? So einfach ist es nicht. Es steckt mehr hinter dieser ganz speziellen Story.

„Texas Chainsaw Massacre“ ist als Film von 2003 und erst recht als Buch zum Film von 2003 nur unter Berücksichtung der dreißig Jahre älteren Originalverfilmung zu interpretieren. Ohne das Wissen um Tobe Hoopers Klassiker, der sogar seinen Weg ins „Museum of Modern Art“ gefunden hat, erlebt man nur einen weiteren, handwerklich gut gemachten aber sicher nicht originellen Horrorfilm der „alten Schule“, d. h. brutal, blutig, ohne ironische Brüche, die das Grauen relativieren und leichter erträglich werden lassen.

Welches Grauen eigentlich?, fragt sich indes der Eingeweihte. Zu Recht, denn über kurze Momente einer jenseits des Ekels schwer verständlichen Verstörung kommt die neue „TCM“-Version nie hinaus. Da war der Vorgänger von ganz anderem Kaliber. Ausgerechnet im Buch zum neuen Film wird immerhin ein Aspekt deutlicher herausgearbeitet, werden Leben, Tod & Essen – drei Grundkonstanten und ihre gern verdrängte Nähe in den Mittelpunkt gerückt. Normalerweise sind „tie-in“-Romane nur Nebenprodukt einer Filmproduktion, die dem Enthusiasten ein bisschen zusätzliches Geld aus der Tasche locken sollen. Auch „TCM“, das Buch von Stephen Hand, ist sicherlich keine „gute“ Literatur im Sinne eines Buches, das mehr will als pure Unterhaltung, obwohl der Verfasser zumindest bemüht ist, mehr als die Nacherzählung des Drehbuchs abzuliefern.

Doch die ursprüngliche „TCM“-Story, wie sie Kim Henkel und Tobe Hooper 1974 ersannen, beinhaltete wie gesagt weit mehr als den lobenswerten Zweck, eine möglichst erschreckende Horrorgeschichte zu erzählen. Ob nun beabsichtigt oder zufällig: Die „TCM“-Schöpfer rührten an einem sehr empfindlichen Nerv der amerikanischen Gesellschaftsgeschichte. Mit Recht und Wirkung erinnert Hand daran in der von ihm verfassten Rahmenhandlung, die im Film von 2003 keine Rolle (mehr) spielt.

„TCM“ 1974 erzählte drei Geschichten, von denen diejenige über einige Teenager, welche unter die Menschenfresser fallen, die unwichtigste ist. Die eigentliche Beklemmung resultiert nicht aus den schockierenden Bildern, sondern aus der Tatsache, dass die „TCM“-Story genau dort spielt, wo die Welt angeblich noch in Ordnung ist: auf dem Land, d. h. dort, wo jeder jeden kennt, man einander im Auge behält und hilft, nachts die Haustür unverschlossen lässt und auch sonst das Herz auf dem rechten Fleck hat.

So wird es von konservativen und natürlich reaktionären, aber auch von Tugendbolden und Tagträumern gern gesehen. Dass die Wirklichkeit ganz anders aussehen kann, belegte die unglaubliche Geschichte des Ed Gein (1906-1984), der zwischen 1954 und 1957 als Grabräuber und schließlich Serienmörder aktiv war und aus den Körperteilen seiner Opfer Masken, Kleidungsstücke, Möbel, Schmuck und Fetische bastelte. Diese „true story“ traf das zeitgenössische Amerika tief ins moralische Mark. (Wer’s mag, kann sich in Wort und Bild auf unzähligen Websites – z. B. http://www.crimelibrary.com/gein/geinmain.htm – über Mr. Gein und seine Gräueltaten informieren lassen.) Ed Gein war „einer von ihnen“. Dass solcher Horror unbemerkt überall nisten kann – damit hatte man nicht gerechnet! Dieses Wissen und das daraus resultierende Unbehagen prägten sich der Volksseele tief ein und sollten sie nicht mehr verlassen.

Der Fall Ed Gein beschäftigte nicht nur die Wissenschaft (und natürlich die Medien), sondern wurde auch Teil der Volkskultur. Zahllose Horrorthriller griffen die Geschichte mehr oder weniger akkurat auf. Zu den berühmtesten Beispielen gehören neben „TCM“ Alfred Hitchcocks „Psycho“ (1960 entstanden nach dem gleichnamigen Roman von Robert Bloch) und [„Das Schweigen der Lämmer“]http://www.buchwurm.info/book/anzeigen.php?id__book=354 („The Silence of the Lambs“, 1991 gedreht nach dem Roman von Thomas Harris).

Auf einer dritten Ebene handelt „TCM“ in der Version von 1974 von der Rache des hilflosen US-Establishments gegen die aufbegehrende, unkontrollierbar gewordene Jugend: Das alte Amerika schlachtet und frisst buchstäblich seine eigenen Kinder. „Heim“ und Familie der degenerierten Hewitts sind eine böse Parodie auf die traditionelle US-Familie à la „Father is the Best“. Das war er – bzw. der Sheriff, der Lehrer und jede andere Autorität einschließlich des Präsidenten der Vereinigten Staaten – 1974 eben nicht mehr. Drei Jahrzehnte später ist dies der Normalzustand, doch für die Zeitgenossen und hier vor allem die „Elterngeneration“ war dies neu und erschreckend. Wie sollte man junge Leute bändigen, sie „bestrafen“, weil sie sich keine politischen oder moralischen Vorschriften mehr machen oder nicht mehr nach Vietnam in den Krieg und in den Tod schicken ließen, sondern auf ihre Gedanken- und Handelsfreiheit pochten? Mit erbarmungsloser Härte durchgreifen und das „Übel“ mit Stumpf und Stil ausrotten, so argumentierten die Wächter der alten „Tugenden“. Tobe Hooper griff dies auf und steigerte entsprechende Wunschvorstellungen ins Groteske. Der Kritik fiel dies auf, die Zensur ignorierte es und stürzte sich auf die Gewaltexzesse – oder schob sie dies nur vor, weil auch ihre Vertreter sehr genau erkannten, worauf Hooper zielte?

Dreißig Jahre später wurde „TCM“ gezähmt. Wer den Film von 2003 sieht, mag das womöglich nicht glauben, weil es erneut sehr splatterig zugeht. Doch das ist halt nur Schau, wozu die wie gelackt wirkenden Bilder passen. Besser als Regisseur Nispel fängt Romanautor Hand den besonderen Geist des texanischen Hinterlandes ein. Hier gibt es kein weites, fruchtbares Land, das der US-amerikanische Pionier so schätzt. Travis County ist öde, einsam, von der Sonne verbrannt, in sich schon eine Falle, in der es keine Deckung gibt. Auch sonst ist alles verkommen und verrottet, was Amerika einst groß gemacht hat: „die Farm“, „der Laden“, „die Fabrik“ etc. Wenn etwas blüht, so sind es üppig wuchernde Nachtschattengewächse, die sich von der Verwesung nähren.

Wohl unbeabsichtigt überlebte interessanterweise genau das verquere Bild der Jugend die Neuverfilmung. In „TCM“ 2003 ist die werttreue, „vernünftige“, konservative Erin die einzige Überlebende. Sie kifft und säuft nicht, will von ihrem Kemper geheiratet werden, macht den „schwachen“, unmoralischen Freunden ständig Vorwürfe und hält sich auch sonst an die Regeln. Nur sie findet in der Krise die offenbar aus ihrer Gutmädchen-Seele erwachsende Kraft, sich dem Bösen zu stellen wie es dies verdient: mit noch größerer Gewalt als der Gegner sie aufzubringen vermag. Leatherface hat gegen eine Erin keine Chance. Er kann es nur mit ihren verderbten Begleitern aufnehmen. Die bekommen, was sie verdienen.

Dabei lassen sie es bloß locker angehen. Sie wirken bedeutend sympathischer als Erin, die freilich nach schwerer Kindheit und als werdende Mama – ein weiterer Grund, der die Regie moralisch verpflichtet, sie überleben zu lassen – die Prioritäten des Lebens anders setzt. Fatalerweise kann Buchautor Hand Kemper & Co. genauso wenig leiden wie Drehbuchautor Scott Kosar und Regisseur Marcus Nispel. Sie zeichnen ihre Opfer flach und ohne echten Bezug zum Zeitpunkt der Handlung – 1973 – nicht als „aufsässige“ Jugendliche, die als potenzielle Gefahr zu betrachten sind, sondern als zeitlos dumme Teenager, die gezüchtigt werden müssen. Leatherface kommt über sie, weil sie Gras rauchen, Rockmusik hören und es miteinander treiben. Das ist keine Provokation mehr, sondern Horrorfilmmoral von der Stange.

Der Glättung der 2003er „TCM“-Macher fiel auch der Hewitt-Clan zum Opfer. Tobe Hooper zeichnete ihn als schrecklich nette Familie, als Karikatur auf Ma & Pa & ihre braven Kinder. Leatherface tauchte als buchstäblich gesichtsloser Rachegeist, als das pure Böse aus dem Nichts auf. Kosar/Nispel und Hand wollen unbedingt „erklären“: Ihre Hewitts sind Wegelagerer, die es auf den Besitz ihrer Opfer abgesehen haben; Leatherface ist ihr Instrument, leidet unter einer entstellenden Krankheit und ist wahnsinnig im Sinne von krank. Das macht ihn nicht weniger mörderisch, aber es enthebt ihn der Verantwortung für seine Taten, die ihrerseits einen praktischen „Sinn“ ergeben. Dieses „Leatherface light“ bedauert man sogar ein bisschen und das kann sicher nicht im Interesse der „TCM“-Story sein.

In einem Punkt funktioniert „TCM“ 2003 freilich (als Film und als Buch) besser als der Vorgänger: Figuren wie „Old Monty“, „Luda May“ und vor allem „Sheriff Hoyt“ sind keine deformierten Monster, sondern wirken äußerlich vergleichsweise „normal“. Gerade das macht sie so gefährlich, denn sie können sich kontrollieren und das Netz schließen, an dessen Ende Leatherface lauert.

Über Stephen Hand ist nicht gerade viel herauszufinden. Der Mensch verschwindet hinter seiner Arbeit, die zunächst vor allem die Entwicklung von Brettspielen und Produktion von Computergames beinhaltete. Erst seit recht kurzer Zeit ist Hand auch als Romanautor tätig, wobei er sich auf Fantasy und Filmbücher spezialisiert. Aus seiner Feder stammt u. a. das Buch zum Gruselstreifen „Freddy vs. Jason“ sowie – wen wundert’s – eine Fortsetzung von „TCM“: „Texas Chainsaw Massacre II: Skin Freak“ (2004). Stephen Hand lebt und arbeitet in Südengland, wie der Klappentext zudem noch vermeldet.

Patrick Robinson – Barracuda 945 – Gefährlicher Einsatz

Moderner Terror: U-Boote gegen Alaska

Der US-Sicherheitsberater Admiral Arnold Morgan muss einen der gefährlichsten Terroristen ausschalten – einen Mann, den die westlichen Militärs selbst ausgebildet haben. Ray Kerman ist der Kopf hinter den brutalen Anschlägen der islamischen Hamas. Jetzt will er mit dem Atom-U-Boot Barracuda 945 die gesamte Ölversorgung der Amerikaner an der Küste Alaskas lahm legen. (Verlagsinfo)

Wieder einmal entwirft U-Boot-Spezialist Patrick Robinson ein gar schröckliches Zukunfts-Szenario: Hamas-Terroristen haben es auf die Versorgung der USA mit Alaska-Erdöl abgesehen. Unfair!

Der Autor

Der Brite Patrick Robinson, geboren in Kent/England, war jahrelang Journalist, bevor er sich mit Seefahrt-Sachbüchern und seinen Technothrillern um gefährliche U-Boote einen Namen als Schriftsteller machte. Mit „Nimitz Class“ schrieb er einen Bestseller, dem noch weitere bei Heyne veröffentlichte Bände über den U-Boot-Krieg folgten: u.a. „HMS Unseen“ und „Kilo-Class“. Er lebt in Irland und den USA.

Erzählende Werke

Admiral Arnold Morgan

Nimitz Class – Nimitz Class (1997)
Kilo Class – Kilo Class (1998)
In tödlicher Mission – H.M.S. Unseen (1999)
Unter Beschuss – U.S.S. Seawolf (2000)
Tödliche Tiefe – Shark Mutiny / U.S.S. Shark (2001)
Gefährlicher Einsatz – Barracuda 945 (2003)
Tödliche Flut – Scimitar SL-2 (2004)
Jagd in der Tiefe – Hunter Killer (2005)
Codename Viper – Ghost Force (2006)
Bis zum bitteren Tod – To the death (2008)

Navy Seal Lt. Commander Mack Bedford

Mission auf Leben und Tod – Diamondhead (2009)
Lauschangriff-Im Visier der Feinde – Intercept (2010)
The Delta Solution (2011)
Power Play (2012)

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