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Terry Pratchett – Maurice, der Kater

Der Rattenfänger von Hameln einmal ganz anders: Diese Show leitet ein intelligenter Kater namens Wunder-Maurice. Und die Ratten tanzen auf den Tischen: intelligente Ratten, philosophische Ratten, militärisch organisierte Ratten. Wehe Bad Blintz, dem auserkorenen letzten Auftrittsort!

_Der Autor_

Terry Pratchett und seine Frau Lynn sind wahrscheinlich die produktivsten Schreiber humoristischer Romane in der englischen Sprache – und das ist mittlerweile ein großer, weltweiter Markt. Obwohl sie bereits Ende der siebziger Jahre Romane schrieben, die noch Science-Fiction-Motive verwendeten, gelang ihnen erst mit der Erfindung der Scheibenwelt (Disc World) allmählich der Durchbruch. Davon sind mittlerweile etwa zwei Dutzend Bücher erschienen.

Doch auch andere Welten wurden besucht: ein Kaufhaus, in dem die Wühler und Trucker lebten, und eine Welt, in der „Die Teppichvölker“ leben konnten. Die Wühler-Trilogie „The Bromeliad“ soll zu einem Zeichentrickfilm gemacht werden.

„Maurice“ ist jedoch bemerkenswert, weil dies der erste Scheibenwelt-Roman ist, der extra für Kinder ab sechs oder acht Jahren geschrieben wurde. Aufgrund des besonderen Wortwitzes – nicht nur hier, sondern in allen Pratchett-Büchern – ist es interessant zu sehen, was der Übersetzer daraus gemacht hat.

_Handlung_

Jeder kennt die Geschichte vom Rattenfänger von Hameln. Aber hier wird endlich die Wahrheit verraten.

In Wahrheit ist es so, dass der schlaue Kater Maurice einen Jungen überredet hat, als Rattenfänger aufzutreten und eine Stadt, die von einer Rattenplage heimgesucht wird, gegen Geld davon zu befreien. Das hat bislang auch immer geklappt, denn für die Rattenplage sorgte Maurice selbst. Schließlich ist er ja nicht blöd.

Das Problem sind die Ratten. Bislang haben sie immer gespurt, denn sie wissen ja, dass sie Geld verdienen, das schließlich zu gleichen Teilen zwischen ihnen, Maurice und dem Flöterich Keith aufgeteilt werden wird. Damit wollen sie auswandern und eine utopische Kolonie in der Südsee gründen.

Das ist aber nicht das Problem, denn Maurice wäre immer noch schlauer als sie, schließlich weiß er ja, was sie wollen und kann sie kontrollieren. Das Problem besteht vielmehr darin, dass einige von ihnen INTELLIGENT geworden sind – seit jener Zeit, als die Abfälle der Zauberer-Universität, in denen sie seit Rattengedenken gelebt haben, toxisch-magisch geworden sind. Seitdem ist eine neue Generation schlauer Ratten herangewachsen, die nicht nur Maurice Kopfzerbrechen bereitet, sondern auch dem alten Anführer Gekochter Schinken (engl.: Hamnpork), der sich nun nicht mehr auf seine ERFAHRUNG verlassen kann, um den Führungsanspruch durchzusetzen.

Die neuen Ideen, die besonders der fast blinde, aber enorm philosophische Gefährliche Bohnen alias Dangerous Beans (die Namen stammen von den Etiketten der Lebensmittelpackungen) ausbrütet, führen nicht nur dazu, dass die Ratten Fallen entschärfen und sich neue, unrättische Gesetze ausdenken können, sondern auch Bilder verstehen und schreiben können. Auf diese Rattenschriftsprache brachte sie DAS BUCH:

Das BUCH heißt „Mr. Bunnsy has an Adventure / Herr Schlappohr hat ein Abenteuer“, ein sehr einfaches Kindermärchen über ein Kaninchen, das entdeckt, dass die Welt ungerecht ist: Warum ist der Garten des Nachbars voll leckeren Salats, aber nicht Herrn Schlappohrs Magen? Die einzelnen Abschnitte des BUCHES sind den Kapiteln des Romans vorangestellt, mit einer winzigen Illustration. Was die Ratten so verblüfft hat: Es gibt in Herrn Schlappohrs Welt zwar viele Tiere, aber sie alle bringen einander nicht um, wie es normal wäre, sondern sprechen miteinander und helfen einander. Und sie sind angezogen. Dangerous Beans träumt von einer gerechten, rattengerechteren Welt, in der alle freundlich zueinander sind.

Maurice führt seine intelligenten Ratten zu einem letzten Coup. Im idyllischen Tal liegt mitten im idyllischen Überwald nichts ahnend das Städtchen Bad Blintz, seine Häuser sind schön – es gibt sogar ein „Rat-haus“, seine Felder sind groß… Klarer Fall: Die Stadt ist reif für die Invasion. Maurice verspricht seinen „Mitarbeitern“ reiche Beute.

Doch wider Erwarten erweist sich Bad Blintz als der reinste Alptraum. Noch nie war es so schwer zu überleben. Denn es gibt eine mächtige Konkurrenz. Die macht mit Eindringlingen kurzen Prozess. Und sie läuft nicht nur auf zwei Beinen…

_Mein Eindruck_

Dies ist kein Märchen, auch keine Zirkus-Show-Komödie, sondern etwas ganz anderes. Aber was?

Um seine verschiedenen Botschaften, die in der vielschichtigen Story versteckt sind, unters nichts ahnende Leservolk zu bringen, hat Pratchett mehrere Genres verknüpft und sogar eine Ebene darüber geschichtet. Was also zunächst wie ein recht komische Invasion von der tierische Art aussieht, entpuppt sich alsbald als eine spannende und mitunter witzige Kriegs- und Horrorgeschichte, die – darf ich es verraten? – gut ausgeht. Einerseits.

Andererseits demonstriert der zweite Erzählstrang, wie groß die Macht von Geschichten ist. Von Geschichten wie dem Märchenbuch „Herr Schlappohr hat ein Abenteuer“ und von Fantasyromanen. Maurice stößt in Bad Blintz nämlich bei seiner Erkundung der Lage auf die frühreife Tochter des Bürgermeisters. Die etwa Zwölfjährige trägt den unheilvollen Namen Malicia (von englisch ‚malicious‘: „boshaft“). Das heißt, eigentlich hat sie ihn sich nur zugelegt, weil ihre Großtanten die grimmigen Schwestern Grimm waren und entsprechend grimmige Namen trugen. Denen will sie nacheifern. Sie ist nicht die Intelligenteste. Aber meistens harmlos.

Als sei dies nicht genug, glaubt Malicia an die Fantasyromane, die sie zeit ihres kurzen Lebens gelesen hat, die aber leider nicht das geringste mit dem echten Leben zu tun haben. Maurice hat seine liebe Not, ihr diesen feinen, aber entscheidenden Unterschied beizubringen. Wenigstens hat Malicia in ihre Handtasche alles hineingepackt, was sich in irgendeiner Weise als nützlich erweisen könnte. Sie und Maurice werden es brauchen.

Denn es gibt in der Unterwelt von Bad Blintz ein Monster, das sich anhand seiner eigenen Geschichte von der künftigen Herrschaft ein Reich geschaffen hat, das schon bald die Stadt zu übernehmen droht. Und die Stadt liegt darnieder: Die Bevölkerung hungert, Lebensmittel sind rationiert. Aber warum nur, fragt Maurice Malicia. Weil die professionellen Rattenfänger allen erzählt haben, die Ratten hätten die Lebensmittel weggefressen. Schon wieder eine Geschichte! Ob die wohl wahr ist? Wir dürfen es bezweifeln.

Die schwerstwiegenden Folgen hat ausgerechnet das Märchenbuch auf die intelligenten Ratten, wie bereits erwähnt. Besonders den blinden Philosophen und seine wehrhafte Assistentin hat die Vision einer friedlichen Tiervölkergemeinschaft, sozusagen die Vereinten Nationen der Tiere, tief beeindruckt. Sie haben Schreiben gelernt und Regeln erlassen: das Gegenstück zu den Zehn Geboten und den Menschenrechten. (Mehr Geschichten!) Diese Regeln gelten vor allem für den CLAN, die Gemeinschaft der intelligenten und „human“ gesinnten Ratten. Der Versuch, die neuen Regeln zu befolgen, führt zu wahnwitzigen Diskussionen, so etwa jene, ob eine Ratte eine unsichtbare Seele haben könne. Eines aber sei sicher: Es gibt einen Rattentod! (Pratchettkenner wissen, wer oder was damit gemeint ist.)

Pratchett geht nun ohne Erbarmen für seine Figuren vor und konfrontiert sie mit der bitteren Wahrheit und Wirklichkeit, die im Untergrund von Bad Blintz auf sie lauert. Utopien zerbrechen, Geschichten werden als Lügen entlarvt, Tyrannen stürzen, Helden krepieren, der für dumm gehaltene Flöterich entpuppt sich als Genie der Diplomatie – man kommt sich vor wie im Zweiten Weltkrieg und wundert sich, dass diese Geschichte überhaupt gut ausgeht. Und doch klappt es. Aber das darf ich auf keinen Fall verraten, denn dieses Wunder muss man selbst erfahren.

Und Maurice? Maurice muss sehr, sehr demütig werden, will er nicht die Freundschaft seiner Ratten verlieren. Er muss ihnen seine eigene Geschichte erzählen, die sein größtes – und zugleich peinlichstes – Geheimnis ist: die Geschichte, wie er selbst INTELLIGENT wurde….

_Unterm Strich_

Jede Wette, dass dieses wundervolle Buch für fast alle Leser vordergründig eine spannende Actionkomödie sein wird. Das ist auch keinesfalls ein Irrtum oder gar Fehler. Aber es ist eben nur die Hälfte der Wahrheit.

Denn „Maurice“ ist auch eine Kritik an der Macht der Geschichten. Nicht nur jener erfundenen Storys, die wir in Fantasyromanen, Märchenbüchern und Kinofilmen von Kindesbeinen an vorgesetzt bekommen und verschlingen – insbesondere Kids, die es nicht besser wissen. Sondern es geht auch um jene Geschichten, die man uns in den Medien präsentiert. Wie war das noch mit „Saddams Massenvernichtungswaffen“? Während die eine Hälfte der Welt diese Geschichte der Regierung Bush nicht abkaufte, stieg die andere Hälfte voll drauf ein – Blair & Konsorten.

Nun stellt sich heraus, dass diese Saddam-Geschichte von Anfang bis Ende erlogen war, dass sogar die UNO getäuscht wurde. Und dass die Anhänger Bushs leider Gottes den Preis bezahlen: Bombenanschläge in Istanbul, v.a. auf Briten; Bombenanschläge in Madrid. Ground Zero ist inzwischen überall. Ob uns Geschichten davor bewahren können? Oder doch besser die Wahrheit? Doch die auch die Wahrheit hat einen Preis…

Dies ist nur eine der zahllosen Fragen, die Pratchett mit „Maurice“ anschneidet. Ich habe oben weitere Themen angedeutet, so etwa das Schicksal von Utopien. Je älter und gereifter Pratchett wird, desto tiefschürfender und ernsthafter sind seine Themen – so etwa in „Zeitdieb“, „Die volle Wahrheit“ und „Monstrous Regiment“, welches noch nicht übersetzt wurde. Das Wunder an „Amazing Maurice and his educated rodents“ ist, dass er uns dabei vordergründig bestens zu unterhalten weiß. Selbst Zehnjährige dürften dieses Buch verstehen. Sie werden es lieben.

Der Übersetzer hat die Vorlage kompetent ins Deutsche übertragen, aber bekanntlich erlaubt sich Pratchett den einen oder anderen sprachlichen Spaß. So ist der Witz an dem deutschen Wort „Rathaus“ für Engländer ja der, dass es fast wie „rat house“ ausgesprochen wird. Doch wie will man das angemessen zurück ins Deutsche bringen? Das ist nur ein kleines Beispiel, welche Schwierigkeiten beim Übersetzen von Pratchett zu bewältigen sind. Wer kann, sollte in jedem Fall das Original vorziehen.

Gebundene Ausgabe: 288 Seiten

Terry Pratchett , Paul Kidby – Wahre Helden

Mit Cohen dem Barbaren begegnet der Pratchett-Fan einem alten Bekannten aus den frühen Rincewind-Romanen. Unser verehrter Unfähiger taucht natürlich ebenfalls auf, dito seine Truhe und einige Mentoren von der Unsichtbaren Uni. Diesmal betätigt sich Rincewind als „Space Cowboy“! Houston, bitte… – pardon: Ankh-Morpork, bitte kommen!

Handlung

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Fiona Giles (Hrsg.) – Mann für einen Tag. Erzählungen

Frauenfantasien über ein faszinierendes Anhängsel

Was würden Frauen tun, wenn sie für einen einzigen Tag (nicht länger!) mit dem „besten Freund“ eines Mannes ausgestattet wären? Zu diesem verführerischen Gedanken befragte die australische Autorin und Journalistin Fiona Giles in erster Linie amerikanische Schriftstellerinnen wie Jane Yolen, Künstlerinnen wie Jenny Holzer, Lesbierinnen, Karikaturistinnen und andere.

Ihre Ideen, Gedichte, Geschichten und Bilder zum Thema „Selberhaben – Selbermachen“ finden sich in diesem recht unterschiedlichen Lesebuch, das aber meistens Vergnügen bereitet (auch einem Mann). Nicht immer ist die Antwort auf obige Frage vorhersehbar. Doch eines ist klar: Freud irrte. Frauen fehlt keineswegs ein bestimmtes Teil des männlichen Universums – sie können mit und ohne…
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Elmore Leonard – Cuba Libre

Ein naiver US-Cowboy gerät 1898 auf der Insel Kuba in die Wirren des dortigen Bürgerkriegs. Er verliebt sich in eine Freiheitskämpferin, legt sich mit der spanischen Kolonialmacht an und fädelt einen lukrativen Betrug ein. Als die USA Spanien den Krieg erklären und auf Kuba einmarschieren, geraten alle Pläne ins Schwimmen … – Autor Leonard zieht alle Register (und bedient sich zahlreicher Klischees), um eine rasante Abenteuergeschichte vor realem historischem Hintergrund zu erzählen: Lesefutter.
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[NEWS] Terry Pratchett & Stephen Baxter – Der lange Mars (Die lange Erde 3)

Die Unendlichkeit ist erst der Anfang …

2040-45: Das Universum der Langen Erde, dieser unendlichen Abfolge paralleler Welten, ist in Aufruhr: Nach einem gewaltigen Vulkanausbruch auf der ursprünglichen, der Datum-Erde, suchen Flüchtlingswellen die Siedlungen auf den neuen Erden heim. Während die erfahrenen Pioniere Joshua und Sally helfen, wo sie können, meldet sich ein lang Verschollener zurück: Sallys Vater Willis Linsay, Erfinder des »Wechslers«, mit dem das Pendeln zwischen den Welten erst möglich wurde. Einst verschwand Willis unter mysteriösen Umständen, jetzt will er seine Tochter mitnehmen auf eine Expedition in die geheimnisvollen Welten des Langen Mars. Allerdings verschweigt er Sally die wahren Gründe für diese gefährliche Reise … (Verlagsinfo)

Broschiert: 448 Seiten
Originaltitel: The Long Mars
Manhattan

[NEWS] Terry Pratchett & Stephen Baxter – Der lange Krieg (Die lange Erde 2)

Die Lange Erde: eine unendliche Abfolge von Welten, der unseren ähnlich und von Menschen unbewohnt. Bis eine geniale Erfindung es der Menschheit ermöglichte, sie zu betreten. Wo einst der erste Pionier Joshua eine unbekannte Welt nach der anderen erforschte, sind nun zahlreiche neue Siedlungen entstanden. Verbunden werden sie durch eine gewaltige Flotte von Luftschiffen, die Handel und Kultur befördern, sowie eine politische Struktur. Doch Unruhen deuten sich an: Millionen »Schritte« von der alten Erde entfernt ist ein neues Amerika entstanden, das nach Unabhängigkeit verlangt. Und auch die alten Wesen der Langen Erde begehren auf gegen die menschliche Dominanz. Kann der als Retter herbeigerufene Joshua den Frieden bewahren? Oder kommt es zum Krieg der Welten – einem Krieg, wie ihn noch nie jemand gesehen hat … (Verlagsinfo)

Broschiert: 496 Seiten
Originaltitel: The Long War
Manhattan

Ian Rankin – Schlafende Hunde

Das geschieht:

Die schottische Polizei steht vor tiefgreifenden Umstrukturierungen. Die „Serious Crime Review Unit“ für ‚kalte‘, d. h. nie aufgeklärte Kapitalverbrechen, ist nur eine von vielen Einheiten, die aufgelöst werden. John Rebus kann froh sein, dass sich für ihn noch eine Stelle im normalen Polizeidienst fand. Dafür musste er sich vom Detective Inspector zum Sergeant herabstufen und Siobhan Clarke, seiner ehemaligen Untergebenen, unterstellen lassen, die allerdings zu klug ist, um von ihrem Mentor und Freund Arbeitsdisziplin oder gar Gehorsam zu erwarten.

Malcolm Fox, Leiter der allseits unbeliebten Abteilung „Innere Sicherheit“, die korrupten oder anderweitig kriminellen Polizisten nachspürt, steht vor der Rückversetzung in den aktiven Dienst, wo ihn ‚Kollegen‘ erwarten, die seine frühere Tätigkeit nicht vergessen haben. Fox lässt sich deshalb von Elinor Macari instrumentalisieren, einer ehrgeizigen Generalstaatsanwältin, die auf dem Weg nach oben einen alten Skandal ausgraben will: Vor drei Jahrzehnten manipulierten womöglich fünf Beamte des Polizeireviers Summerhall Beweise, um den Mörder Billy Saunders zu decken. Er diente ihnen als Spitzel, auf den sie nicht verzichten wollten. Zu den Männern, die sich damals „Saints of the Shadow Bible“ nannten, gehörte auch John Rebus, an den sich Fox deshalb mit der Bitte um Unterstützung wendet. Ian Rankin – Schlafende Hunde weiterlesen

Carl Hiaasen – Affentheater

Das geschieht:

Andrew Yancy, bisher Detective im Dienst der Polizei von Monroe County im US-Staat Florida, hat sich im Zorn dazu hinreißen lassen, den Gatten seiner Geliebten mit einem tragbaren Staubsauger zu schänden. Leider wurde die Untat durch zahlreiche Handy-Kameras dokumentiert. Um den ohnehin nicht besonders guten Ruf seines Reviers zu schonen, hat Sheriff Summers Yancy suspendiert bzw. ihn in die „Divisions of Hotels and Restaurants“ strafversetzt. Dort muss Yancy als Gesundheitsinspektor die Küchen der örtlichen Gastronomie auf Schmutz und Ungezieferbefall überprüfen. Was er während dieser „Schaben-Patrouillen“ regelmäßig entdeckt, hat den entsetzten Yancy bereits besorgniserregend abmagern lassen.

Er will unbedingt zurück in den Polizeidienst. Der Zufall bzw. der arbeitsfaule Summers spielt ihm einen abgebissenen Menschenarm zu. Offensichtlich ist der Unternehmer Nick Stripling beim Angeln über Bord gegangen und wurde von den Haien gefressen. Yancy soll den Arm verschwinden lassen, denn Summers will sich lieb Kind bei den örtlichen Geschäftsleuten und Politikern machen, die ungern an die Öffentlichkeit dringen lassen, dass Floridas Gewässer für Touristen nicht ganz ungefährlich sind. Carl Hiaasen – Affentheater weiterlesen

Ian Rankin – Mädchengrab

Das geschieht:

Zwar ist Detective Inspector John Rebus, der viele Jahre für die „Lothian and Borders Police“ der schottischen Großstadt Edinburgh tätig war, inzwischen pensioniert. Doch von der Ermittlungsarbeit kann er nicht lassen und arbeitet deshalb für die „Serious Crime Review Unit“. In dieser kleinen Abteilung werden ‚kalte‘, d. h. nie aufgeklärte Kapitalverbrechen aufgegriffen.

Aktuell hat sich Rebus in den Fall der 1999 verschwundenen Sally Hazlitt verbissen. Am Silvestertag hatte sie sich irgendwo in den schottischen Highlands quasi in Luft aufgelöst. Rebus überprüft die Faktenlage, erweitert den Fahndungsfokus – und stößt plötzlich auf weitere Frauen, die seit 1999 in der genannten Region vermisst gemeldet und nie gefunden wurden. Mehrfach wurde vom Handy dieser Frauen das Foto einer schottischen Landschaft verschickt.

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Ian Rankin – Die Sünden der Gerechten

Das geschieht:

Inspector Malcolm Fox, Sergeant Tony Kaye und Constable Joe Naysmith von der Dienstaufsichtsbehörde der Lothian and Borders Police im schottischen Edinburgh ermitteln in Kirkcaldy, einer Hafenstadt im Verwaltungsbezirk Fife. Hier wurden Korruptionsvorwürfe gegen Detective Constable Paul Carter erhoben. Nicht nur drei Frauen, die er belästigt hatte, haben ihn angezeigt, sondern pikanterweise auch sein eigener Onkel Alan Carter, der früher ebenfalls Polizist gewesen ist.

Wie üblich werden Fox und seine Mitarbeiter unfreundlich in der Station Kirkcaldy empfangen. Traditionell hassen Polizisten die Innere Abteilung, die ihnen auf die Finger schaut. Dieses Mal ist der Widerstand besonders heftig, denn womöglich wurde – und wird – Paul Carter von seinen Kollegen gedeckt, die deshalb wenig Interesse daran haben, die Untersuchung zu unterstützen.

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Ian Rankin – Mädchengrab


Worum gehts?

Eigentlich befindet sich der ehemalige Detective Inspector John Rebus in seinem Ruhestand, uneigentlich jedoch kann er sich nicht so richtig aus dem Polizeigeschehen zurückziehen. So kommt es, dass er sich nun in seiner Freizeit mit den sogenannten Cold Cases, den ungelösten Fällen, beschäftigt. Eines Tages bittet eine Frau, deren Tochter seit der Jahrtausendwende nicht wieder von der Silvesterparty nach Hause gekommen ist, um seine Hilfe. Zunächst denkt John Rebus, dass es sich hier um einen aussichtslosen Fall handelt; je mehr er jedoch in die Ermittlungen dieses Falles einsteigt, desto bewusster wird ihm, dass es sich hier um keinen Zufall handelt, da seit jeher immer wieder junge Mädchen in der näheren Umgebung verschwanden, wie auch damals Sally.
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Sharon Bolton – Dunkle Gebete

Inhalt

Lacey Flint ist eine junge Ermittlerin in London. Eines Tages findet sie vor ihrem Auto eine schwer verletzte Frau, die daraufhin in ihren Armen stirbt. Später wird Lacey von DI Tulloch und deren Kollegen DI Joesbury als Zeugin vernommen. Sie kann vorerst nicht wirklich viel dazu sagen, aber als noch ein Mord geschieht und rätselhafte Briefsendungen auftauchen, die unter anderem auch an Lacey adressiert sind, wird sie selbst zur Verdächtigen …

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Stuart MacBride – Dunkles Blut

Logan McRae:

01 „Die dunklen Wasser von Aberdeen“
02 „Dying light“
= „Die Stunde des Mörders“
03 „Der erste Tropfen Blut“
04 „Flesh House“
= „Blut und Knochen“
05 „Blinde Zeugen“
06 „Dunkles Blut“

_Das geschieht:_

Detective Sergeant Logan McRae von der Grampian Police im ostschottischen Aberdeen steckt noch tiefer im Dreck als sonst. Privat ist sein Alkoholkonsum so arg außer Kontrolle geraten, dass sich die Folgen auf seine Arbeit auswirken. McRae pöbelt Vorgesetzte wie Kollegen gleichermaßen an. Selbst seine unkonventionelle und belastbare Vorgesetzte Roberta Steel kann ihn nur noch mühsam vor längst fälligen Konsequenzen schützen.

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Lemony Snicket – Die Schule des Schreckens (Eine Reihe betrüblicher Ereignisse 5)

Selten war ein Buchserientitel treffender formuliert: „Eine Reihe betrüblicher Ereignisse“. Sie brechen nacheinander über drei Waisen herein, die Baudelaire-Erben. Band 5 führt sie an die Prufrock-Privatschule, wo der stellvertretende Schuldirektor ihr neuer Vormund sein soll. Eigentlich. Der jedoch bittet sich Zeit für seine Übungsstunden auf der Geige aus. Ab in den Schuppen!

|Der Autor|

Verlagsinfo: „Lemony Snicket wurde in einem kleinen Ort geboren, in einem Landstrich, der heute unter Wasser steht. Mittlerweile lebt L. S. in der Stadt. In seiner Freizeit sucht er die Orte auf, an denen auch die Baudelaire-Kinder sich aufzuhalten gezwungen waren, um möglichst wahrheitsgetreu über ihr Schicksal berichten zu können. Wer will, kann L. S. im Internet unter http://www.lemonysnicket.de besuchen. Aber wir warnen dringend davor.“ So weit der Text im Buch. Nicht sonderlich aufschlussreich.

Lemony Snicket – Die Schule des Schreckens (Eine Reihe betrüblicher Ereignisse 5) weiterlesen

Lemony Snicket – Das Haus der Schlangen (Eine Reihe betrüblicher Ereignisse 2)

Selten war ein Buchserientitel treffender formuliert: „Eine Reihe betrüblicher Ereignisse“. Sie brechen nacheinander über drei Waisen herein, die Baudelaire-Kinder.

_Der Autor_

Verlagsinfo: „Lemony Snicket wurde in einem kleinen Ort geboren, in einem Landstrich, der heute unter Wasser steht. Mittlerweile lebt L. S. in der Stadt. In seiner Freizeit sucht er die Orte auf, an denen auch die Baudelaire-Kinder sich aufzuhalten gezwungen waren, um möglichst wahrheitsgetreu über ihr Schicksal berichten zu können. Wer will, kann L. S. im Internet unter www.lemonysnicket.de besuchen. Aber wir warnen dringend davor.“

Lemony Snicket – Das Haus der Schlangen (Eine Reihe betrüblicher Ereignisse 2) weiterlesen

Lemony Snicket – Der schreckliche Anfang (Eine Reihe betrüblicher Ereignisse 1)

Selten war ein Buchserientitel treffender formuliert: „Eine Reihe betrüblicher Ereignisse“. Sie brechen nacheinander über drei Waisen herein, die Baudelaire-Kinder. Band 1 erzählt, wie könnte es anders sein, den „schrecklichen Anfang“ ihrer scheinbar endlosen Leidensgeschichte.

Der Autor

Verlagsinfo: „Lemony Snicket wurde in einem kleinen Ort geboren, in einem Landstrich, der heute unter Wasser steht. Mittlerweile lebt L. S. in der Stadt. In seiner Freizeit sucht er die Orte auf, an denen auch die Baudelaire-Kinder sich aufzuhalten gezwungen waren, um möglichst wahrheitsgetreu über ihr Schicksal berichten zu können. Wer will, kann L. S. im Internet unter www.lemonysnicket.de besuchen. Aber wir warnen dringend davor.“

Lemony Snicket – Der schreckliche Anfang (Eine Reihe betrüblicher Ereignisse 1) weiterlesen

Terry Pratchett, Graham Higgins, Stephen Briggs – Wachen! Wachen!

Die Stadtwache von Ankh-Morpork ist sicher eine der glorreichsten Erfindungen Terry Pratchetts für seine Scheibenwelt. Dieser Comic, den es seit 2002 als Hardcover-Ausgabe gibt, schildert eines der bekanntesten Abenteuer der Wache: das mit dem Drachen und dem König.

Handlung

Karotte ist als Waise bei den Zwergen aufgewachsen. Eines Tages ruft ihn ein Brief in die Hauptstadt, nach Ankh-Morpork, um der Stadtwache beizutreten. Schweren Herzens nimmt er als rechtschaffener Zwergenbub von rund 1,90 m Größe Abschied von den einzigen Eltern, die er kennt. Er hat ein Gesetzbuch geerbt und ein Schwert und ein seltsames Muttermal.

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