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Crichton, Michael – Gold. Pirate Latitudes

_Weniger als mitreißend: Raubzug zum Goldschiff_

Port Royal, Jamaika, im Jahre 1665. Captain Charles Hunter, Freibeuter in inoffiziellen Diensten des britischen Gouverneurs von Jamaika, heuert eine verwegene Crew von Spezialisten an, um den gewagtesten Raubzug anzutreten, den die Karibik je gesehen hat. Das Ziel: ein spanisches Handelsschiff, das tonnenweise Edelmetall an Bord haben soll.

Der Hafen, in dem das Goldschiff vor Anker liegt, gilt allerdings als uneinnehmbar. Und er wird vom ruchlosen Konquistador Cazalla schwer bewacht. Mit Cazalla hat Hunter noch eine Rechnung offen; der Spanier ließ Hunters Bruder grausam ermorden. Doch nicht nur er könnte den englischen Piraten am Erfolg hindern. Unter seinen Vertrauten befindet sich ein Verräter … (abgewandelte Verlagsinfo)

_Der Autor_

Michael Crichton wurde 1942 in Chicago geboren und studierte in Harvard Medizin. Crichton, der seit Mitte der Sechzigerjahre Romane schrieb, griff immer wieder neueste naturwissenschaftliche und technische Forschungen auf. Für die international erfolgreiche TV-Serie „Emergency Room“ schrieb er das Drehbuch. Seine Thriller – darunter „DinoPark“, „The Lost World“, „Enthüllung“, „Der 13. Krieger“ und „Next“ – wurden auch als Filme Erfolge. 27 Romane und mehr als 100 Millionen verkaufte Bücher stehen für sein Werk. Er starb im November 2008 im Alter von 66 Jahren. (abgewandelte Verlagsinfo)

Michael Crichton auf |Buchwurm.info|:

[„Next“]http://www.buchwurm.info/book/anzeigen.php?id__book=3300
[„Welt in Angst“]http://www.buchwurm.info/book/anzeigen.php?id__book=880
[„Sphere – Die Gedanken des Bösen“]http://www.buchwurm.info/book/anzeigen.php?id__book=698
[„Timeline“]http://www.buchwurm.info/book/anzeigen.php?id__book=360

_Sprecher & Produktion_

Hannes Jaenicke, geboren in Frankfurt/Main, absolvierte seine schauspielerische Ausbildung unter anderem am Max-Reinhardt-Seminar in Wien und spielte am Burgtheater, bei den Salburger Festspielen und am Schauspiel Köln. Es folgten zahlreiche TV- und Kinofilmauftritte, häufig in krimis. Neben seinen Filmproduktionen tritt Jaenicke als Drehbuchautor und Sprecher von Hörbüchern in Erscheinung.

Regie führte Bernadette Joos, die Aufnahme leitete Branko Novakovic von artaudio. Joachim Hoell kürzte die Lesefassung.

_Handlung_

Sir James Almond, der Gouverneur Seiner Majestät Charles II. auf Jamaika, macht erst einmal eine Stunde Toilette, bevor er bereit ist, seiner ersten Pflicht des Tages nachzukommen: Er wählt unter 32 frischen aus England importierten Zuchthäuslerinnen ein neues Hausmädchen aus. Seien Wahl fällt auf die minderjährige Diebin Anne Sharpe – keine schlechte Wahl, wie sich bald zeigt. Danach wohnt er einer Hinrichtung auf dem Hauptplatz bei: Ein Pirat wird mühsam am Strang aufgehängt. Sir James macht eine wichtige Unterscheidung zwischen Piraten und Freibeutern, wie er seinem neuen Privatsekretär Robert Hacklett klarmacht: Piraten sind Verbrecher, Freibeuter aber besitzen eine Erlaubnis, sich gegen Provokationen der ringsum siedelnden Spanier zu erwehren – wobei schon mal eine erkleckliche Beute in ihre Hände fallen kann.

Nachdem er mit Anne Sharpe geschlafen hat, erzählt sie ganz nebenbei, dass sie mit dem Schiff, das sie herbrachte, eine Insel der Spanier passierten, doch das vor Anker liegende Schiff verfolgte sie nicht. Merkwürdig, nicht? Wie von der Tarantel gestochen fährt Sir James hoch und fragt sie nach sämtlichen Details, an die sich junge Frau erinnern kann. Kein Zweifel: Es handelt sich um Punta Matanzaneros (= Gemetzel), die Insel des ruchlosen Konquistadors Cazalla. Und das Schiff, das in seinem gut geschützten Hafen vor Anker lag, war bestimmt eine spanische Galeone – möglicherweise eine der Schatzflotte, die alljährlich die Neue Welt verlässt, um Edelmetalle nach Spanien zu transportieren.

Sir James lässt durch seinen Diener Richards sofort nach Captain Charles Hunter rufen. Beim langweiligen Abendessen mit Hacklett und dem Festungskommandanten Scott werden weitere Details geklärt. Unter vier Augen fertigt Sir James einen Freibeuterbrief aus und sagt Hunter 500 Goldstücke für seine „Investitionen“ zu. Hunter macht sich sogleich an die Zusammenstellung eines Teams von Spezialisten, die er als Stoßtrupp auf Cazallas Insel einzusetzen gedenkt.

|Abreise und erste Begegnung|

Wenige Tage später hat er 60 Seeleute angeheuert und ist bereit, mit seinem Schiff, der „Cassandra“, in See zu stechen. Er lässt sich zum Kapitän wählen und verrät erst jetzt, worin die Beute besteht: ein Goldschiff der Spanier. Der Jubel hindert ihn daran zu verraten, wie viele Anteile daran er seinem besten Killer, Sans Son (= lautlos), versprechen musste, um ihn anzuheuern. Hunter ist scharf darauf, es Cazalla heimzuzahlen, dass der seinen Bruder ermorden ließ. Und der mitgenommene Erfinder Don Diego will sich an Cazalla dafür rächen, dass er seinen Sohn tötete.

Doch kaum hat die „Cassandra“ Hispaniola und Tortuga passiert, um nach Süden zu segeln, zwingt ein riesiges spanisches Kriegsschiff sie zum Beidrehen: Cazalla. Dass sie harmlose englische Seeleute auf der Suche nach Bluthölzern seien, nimmt er ihnen nicht ab und setzt alle gefangen. Er nimmt die „Cassandra“ ins Schlepp und kehrt nach Punta Manzaneros zurück. Doch er hat einen Mann übersehen: Sans Son. Dieser kommt nachts aus seinem Versteck und macht sich an sein blutiges Werk.

|Der Angriff|

Wenige Stunden später sind die Gefangenen befreit, etliche Wachen tot und die „Cassandra“ segelt wieder von dannen. Doch wie lange dauert es, bis Cazalla die Veränderung bemerkt? Sicher nur wenige Stunden. In dieser Zeit gelingt es Hunter, sich und sein Spezialisten-Team auf der abgewandten Landseite von Punta Manzaneras absetzen zu lassen. Dann bringt sich die „Cassandra“ in Sicherheit; sie wird in vier Tagen zurückkehren, um die erfolgreichen Beutejäger abzuholen.

Der nächste Schritt besteht in einer gefährlichen Kletterpartie eine steile Felswand empor, die das eine Ende eines Vulkankessels bildet. Ein Unwetter erschwert die Bedingungen beträchtlich. Von der Spitze der Klippe, wo Hunter mehr tot als lebendig ankommt, macht sich der kleine Trupp zur Festung auf. Dort teilen sie sich auf, und Hunter und Don Diego begeben sich in das Munitionsdepot. Außerdem manipulieren sie die Kanonen so, dass sie beim Abfeuern explodieren.

Doch Hunter hat auch eine Frau schreien hören und sucht sie neugierig. Er stößt auf eine Engländerin, die sich als Nichte von Gouverneur James Almond entpuppt. Er muss sie natürlich retten, selbst wenn die Zeit knapp wird. Cazalla erwacht von der Stille: Seine Wachen wurden alle getötet und rufen folglich keine Parolen. Die Sorge um sein Goldschiff, das Hunter schon erobert hat, treibt ihn ins Freie. Er erspäht wütend seinen Erzfeind, Hunter, der seine weibliche Beute entführt, und zieht seinen Degen, um sich ein Fechtduell mit ihm zu liefern …

_Mein Eindruck_

Dass dies ein Buch von Michael Crichton ist, merkt man praktisch gar nicht. Es könnte sich genauso gut um eines von Ken Follett, Bernard Cornwell oder einem anderen Spezialisten für historische Abenteuer handeln. Ganz klar ist der thematische Aufhänger für die Story die immens erfolgreiche Film-Trilogie um den „Fluch der Karibik“ – Teil zwei spielte über eine Milliarde Dollar ein.

|“Fluch der Karibik“ reloaded?|

Crichton versuchte in seiner Story – möglicherweise war dies sein letzter Roman – offenbar daran anzuknüpfen, zog sie aber ein wenig anders auf. Statt eine Crew verfluchter Geister-Piraten gegen die Sterblichen antreten zu lassen, dreht sich seine Geschichte um die Erbeutung eines Goldschiffes durch handverlesene Spezialisten – und vor allem um die daraus resultierenden Konsequenzen. Denn wer Gold erbeutet hat, muss erst mal versuchen, es auch zu behalten. Charles Hunter muss einsehen, dass dies gar nicht so einfach ist.

Um der Verfolgung durch Cazallas Stellvertreter Bosqué – dessen Chef den Löffel abgegeben hat – zu entgehen, trennen sich Hunter auf der Galeone und Sans Son auf der „Cassandra“, mit jeweils der Hälfte der Beute. Hunter gerät in ein Seegefecht mit Bosqués imposantem Schlachtschiff – und behält durch eine geniale Erfindung die Oberhand. Danach gerät er auf eine Kannibaleninsel, wo sich auch prompt die befreite Gouverneursnichte Sara Almond auf Abwege begibt und beinahe im Kochtopf landet. Dabei kommt es nicht mal zu einem Techtelmechtel mit Hunter, um ihn für ihre Befreiung zu entschädigen. Zu guter Letzt muss seine Galeone den Angriff eines Riesenkraken überstehen.

|Das dicke Ende|

Dass ihm besonders diese Episode niemand glauben wird, sieht er ganz richtig. Robert Hacklett, der in Port Royal Sir James gefangen genommen und abgesetzt hat, stellt Hunter als Pirat vor Gericht. Sein Hintergedanke ist zweifach: Hacklett und die Mitglieder seines Tribunals wollen sich die fette Beute unter den Nagel reißen. Und Hacklett als Richter bestraft Hunter unter anderem auch dafür, dass er seiner Frau Emily ein Kind gemacht hat (Hacklett ist offenbar impotent).

Der zum Tode Verurteilte wird natürlich von Sir James‘ Leuten befreit, wobei sich das zur Kurtisane gemauserte Hausmädchen Anne Sharpe von mutiger Listigkeit erweist. Im Laufe von Hunters Rachefeldzug sterben fast alle Mitglieder des fiesen Tribunals. Der Showdown mit Hacklett bildet das Finale, in dem auch dessen Frau Emily noch ein Wörtchen mitzureden hat. Überhaupt treten Frauenfiguren in dieser Geschichte ebenso selbstbewusst, tatkräftig und mitunter boshaft auf.

Ich könnte mir eine Verfilmung sehr gut vorstellen. Allerdings ist dies ein Erwachsenenabenteuer, in dem Sex und Brutalität eine große Rolle spielen. Disney dürfte deshalb als Finanzier ausfallen. Aber wer auf Sex und Gewalt steht, sollte sowieso gleich zum unzensierten und ungekürzten Buch greifen. Man kommt sicherlich auf seine Kosten, besonders, sobald es im Taschenbuch verfügbar wird.

|Der Sprecher|

Hannes Jaenicke hat eine tiefe, wenn auch nicht sonore Stimme. Damit kann er männliche Figuren kompetent darstellen, was ihm aber bei weiblichen Figuren weniger überzeugend gelingt. Die Frauen klingen alle gleich, mal mehr, mal weniger laut. Ausgezeichnet gefiel mir jedenfalls die Verführungsszene zwischen Hunter und Emily Hacklett – da kommt Laune auf.

Wichtiger für die Dramatik und Emotionalität der Handlung ist jedoch Jaenickes Ausdruck von Gefühlsregungen. Hier hapert es aber gewaltig, denn Jaenicke ist offenbar ein Anhänger der Theorie, durch ruhigen, gleichmäßigen Vortrag hinter der Geschichte zurückzutreten. Das klappt zwar in ruhigen Szenen und spannenden Passagen ganz gut, wirkt aber in dramatischen Szenen fehl am Platze. Selten einmal hört man ihn rufen, etwas häufiger hingegen heiser flüstern. (Es gibt sogar eine extra Figur dafür, die „Whisper“ heißt.)

Seltsamerweise sind es vor allem die Bösewichte, bei denen er sich engagiert: So wird Cazalla richtig freundlich, um hinterlistig zu wirken, bevor er böse wird. Und auch Robert Hacklett, zunächst noch empört, tritt im Tribunal geradezu zuvorkommend auf, was ihm als zwielichtiger Günstling am Hofe sicher leichtfällt. Und selbst Sans Son, der Verräter, tritt als ehrliche Haut auf, so dass der aufrichtige Hunter als Verbrecher dasteht. Leider gibt Hunter eine denkbar jämmerliche Figur ab, denn er hält lieber die Klappe, als sich weiter in die Bredouille zu plappern. Er ist eben ein Mann der Tat. Dennoch schwächt seine Haltung die Sympathie und Identifikation des Hörers mit ihm ganz erheblich.

Der Tropfen, der das Fass zum Überlaufen bringt, ist die zuvor so unschuldig und schutzbedürftig auftretende Sara Almond: Sie spielt den Brutus und verrät Hunter ebenfalls, denn kein anderer als Hacklett hat sie dazu genötigt (er hat ja ihren Vater in seiner Gewalt). Diese Gerichtsszene ist von Jaenicke mit großer Umsicht und Sorgfalt gestaltet, so dass keinerlei Verwirrung aufkommen kann.

Da es weder Musikuntermalung noch Geräusche gibt, brauche ich darüber kein Wort verlieren.

_Unterm Strich_

Michael Crichton erweist sich auch hier als einfallsreicher Nachahmer von Erfolgsmustern. Offensichtlich lieferte „Fluch der Karibik“ die Folie, vor der sein Spektakel eines Piratenüberfalls mit allen Schikanen abläuft. Dies wiederum erinnert an die Piratenabenteuer der 1930er (Errol Flynn) und 1950er Jahre (die Franzosen).

Crichton zieht sein Abenteuergarn zunächst wie einen sauber geplanten, aber wagemutigen Banküberfall auf. Doch danach bedient er die üblichen Klischees: die obligatorische Seeschlacht – furios inszeniert -, Kannibalenüberfälle und der Angriff eines Riesenkraken. Als Hunter in der Todeszelle von Port Royal landet, scheint wie üblich alles verloren.

Dieser Tiefpunkt gehört einfach zum vierten Akt jedes Dramas, denn dadurch wird das triumphale Finale mit umso mehr Erleichterung und Begeisterung begrüßt und durchlebt. Schade, dass hier Romantik praktisch kaum eine Rolle spielt, denn man würde Hunter dann schon die eine oder andere Lady seines Herzens gönnen.

|Das Hörbuch|

Hannes Jaenicke hält sich an die Maxime, durch ruhigen und konstanten Vortrag allmählich hinter der Geschichte und den Figuren zu verschwinden. Das klappt auch sehr gut in ruhigen Passagen, wo etwa auch Verführung eine Rolle spielt. Allerdings hätte ich mir in dramatischen Passagen etwas mehr Emotionalität gewünscht, ganz besonders von Hunter, der irgendwie zu lahmarschig und unterkühlt wirkt, um das Geschehen zu beeinflussen.

Manchmal ist auch Hunter ratlos und verwirrt, also ein Mensch, doch von einem Kapitän wird mehr Initiative und Autorität erwartet. Dass er vor dem Tribunal so schlecht abschneidet, ist jedoch die Absicht der Autors: Dadurch wird Hunters späterer Triumph umso gerechtfertigter und größer. Von einem anderen Sprecher mit Verve vorgetragen, hätte mich die heiße Story durchaus packen und begeistern können. Ich könnte mir Johannes Steck gut als Alternative vorstellen.

|Originaltitel: Pirate Latitudes, 2009
Aus dem US-Englischen übersetzt von Ulrike Wasel und Klaus Timmermann
447 Minuten auf 6 CDs
ISBN-13: 978-3866049833|
http://www.random-house-audio.de
http://www.crichton-official.com

[NEWS] Michael Crichton – Dragon Teeth – Wie alles begann

Wyoming 1875: So wie die Erde unter den donnernden Büffelherden des noch wilden Westens bebt, wird die Welt von der Entdeckung einer noch größeren, viel älteren Naturgewalt erschüttert. Fossile Funde belegen: Einst müssen riesige Urzeitwesen die Erde bevölkert haben ― die Dinosaurier. Damit rückt ein wenig beachteter, aber revolutionärer Wissenschaftszweig, die Paläontologie, ins Licht der Öffentlichkeit. (Verlagsinfo)


Taschenbuch: 320 Seiten
Heyne

Michael Crichton – Nippon Connection. Die Vorlage zum Film „Wiege der Sonne“

Der Sempai liest den Amerikanern die Leviten

Japan schickt sich an, die amerikanische Wirtschaft zu übernehmen.Vor dem Hintergrund einer gigantischen Wirtschaftsschlacht mit dem fernöstlichen Motto „Geschäft ist Krieg“ soll mit High-Tech-Methoden, massivem Einsatz von Geld und politischem Druck ein Mord vertuscht werden, der sich während der glanzvollen Eröffnung einer japanischen Konzernzentrale in Los Angeles ereignet hat. (Verlagsinfo)

Die Romanvorlage „Nippon Connection“ für Philip Kaufmans Film „Die Wiege der Sonne“ mit Sean Connery und Wesley Snipes in den Hauptrollen weicht in vielen Details vom Film ab. Dennoch gefiel mir der Film ((https://de.wikipedia.org/wiki/Die_Wiege_der_Sonne)) besser, denn Crichton erweist sich als kein guter Erzähler. Er ist so etwas wie ein investigativer Journalist, der erzählen will. Ein zweiter Blick könnte sich lohnen.
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Michael Crichton – The 13th Warrior / Der 13. Krieger

Beowulf in einer arabischen Kulturreportage

Im Jahr 922 verschlägt es den arabischen Höfling Ibn Fadlan, der im Auftrag des Kalifen von Bagdad unterwegs ist, in die nordischen Länder. Er sieht sich veranlasst, sich dem Helden Buliwyf und dessen elf Kriegern anzuschließen, um eine schlimme Bedrohung von König Rothgars Land abzuwenden: einen Feuerdrachen und einen Stamm von Kannibalen…
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Michael Crichton – Dragon Teeth

Zwischen Jurassic Park und Wildwest

Im Jahre 1876 begeben sich die zwei verfeindeten Paläontologen Marsh und Cope auf Expeditionen in den Westen, um die Fossilien von Dinosauriern zu suchen. Zwischen Indianern und Gesetzlosen versuchen sie Knochen zu finden, auszugraben und in den Osten abzutransportieren.

Um eine Wette zu gewinnen, nimmt der 18-jährige Student William Johnson erst an Marshs Expedition teil, dann an der von Cope, so dass er viele Vergleiche anstellen kann. Er soll als Fotograf dienen – und muss dafür erst einmal einen Schnellkurs belegen. Doch seine Kunst erweist sich als willkommen, als man tatsächlich auf Saurierzähne stößt. Doch sie sind derart groß, dass sie von einem Wesen stammen müssen, das man sich kaum vorstellen kann. Cope nennt es „Brontosaurus“.

Um diese „Drachenzähne“ für die Nachwelt zu sichern, begibt sich William mitten ins Territorium der kriegerischen Sioux, die gerade General Custer besiegt haben, und an einen Ort mit dem unheilvollen Namen Deadwood Gulch…
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Michael Crichton – Beute (Prey)

Eigentlich als Wohltäter entwickelte Mini-Maschinen machen sich selbstständig und offenbaren dabei ihre Zweit-Wurzel als Instrumente eines zukünftigen Krieges, der im Mikrokosmos stattfinden soll … – Diese Schauermär wird als „science thriller“ verkauft und ist eine mit Klischees gespickte Variation bekannter Spannungselemente, die vor allem aufgrund der Prominenz ihres Verfassers zum Bestseller hochgehypt werden konnte, der tatsächlich nur Highspeed-Leerlauf bietet. Michael Crichton – Beute (Prey) weiterlesen

Michael Crichton – Die Gedanken des Bösen

Das geschieht:

Irgendwo zwischen Samoa und den Fidschi-Inseln wurde es in 300 Metern Tiefe auf dem Grund des Südpazifiks entdeckt: ein Raumschiff, fast einen Kilometer lang und ganz sicher nicht von dieser Welt. Obwohl vor mindestens 300 Jahren niedergegangen, ist es wundersam erhalten, und hält man sein Ohr an die Außenhaut, hört man im Inneren sogar noch Maschinen brummen. Allerdings gehen seine Erforscher etwas professioneller vor. Glücklicherweise haben nicht die finsteren Sowjet-Teufel (die es zum Zeitpunkt unserer Geschichte – 1987 – noch gibt), sondern die US-Amerikaner, das Raumschiff gefunden. Die Navy ließ eine Flotte über der Absturz- oder Landestelle ankern, und nun wartet Projekt-Kommandant Harold Barnes auf die angeforderten Spezialisten, die ihn an Bord des Sternenvehikels begleiten sollen. Michael Crichton – Die Gedanken des Bösen weiterlesen

Michael Crichton / Richard Preston – Micro

_Die Handlung:_

Eine Gruppe von Studenten wird von einem Unternehmen für den Einsatz an der Front der Mikrobiologie rekrutiert. Die streng geheime Arbeit führt die Forschungstalente nach Hawaii. Hier sehen sie sich nicht nur einer erbarmungslosen Natur, sondern auch einer radikalen neuen Technik gegenüber, die die Gruppe schnell beherrschen lernen muss, will sie nicht für immer in den undurchdringlichen Wäldern Oahus verschwinden … (Verlagsinfo)

_Mein Eindruck:_

Das ist es nun, das wirklich letzte Buch, an dem Michael Crichton bis zu seinem Tod im Jahr 2008 gearbeitet hat. Gut ein Drittel hatte er zu diesem Zeitpunkt fertiggestellt. Sein Verlag engagierte Richard Preston, um aus den restlichen Aufzeichnungen und Notizen einen kompletten Roman zu fertigen.

Aber, hatte Michael Crichton nicht schon mal einen Roman über winzige Naniten geschrieben, die im Rudel gejagt haben? Hat er und das Ergebnis hieß BEUTE. Nun wollte Crichton aber nach eigenen Angaben mal wieder eine Geschichte erzählen, die in Richtung JURASSIC PARK geht und deshalb wurden seine sieben Helden auch in einen Urwald verfrachtet, in dem sie ums Überleben kämpfen müssen. Von großen Uraltmonstern also hin zu winzigen neumodernen Monstern. Die Größenverhältnisse aber bleiben dennoch, denn im Laufe der Geschichte werden die Protagonisten geschrumpft und jedes Insekt wird zur Bestie.

Ob sich Crichton bei seinem Teil von MICRO von „Liebling, ich habe die Kinder geschrumpft“ hat inspirieren lassen oder von Klassikern des SciFi-Films wie „Die unglaubliche Geschichte des Mr. C“, wir werden es nie erfahren. Parallelen sind aber schon zu erkennen. Zumindest bei den Teilen mit dem Schrumpfen und den Kämpfen gegen die Insekten. Denn das beschert der Bösewicht des Romans, der irre und machtbesessene Chef einer Hightech-Firma, denen, die nicht so spuren, wie er das gern hätte. Er schrumpft sie einfach und überlässt sie ihrem Schicksal.

Und so darf man hier keine epischen Charakterentwicklungen oder Beziehungsgeschichten erwarten, sondern ein „Dschungelabenteuer“ auf Oahu, einen bösen Wissenschaftler und jede Menge Spannung. Gewürzt mit den üblichen schulmeisterlichen Kurzvorträgen über das recherchierte Fachwissen des Autors, trauert der Leser im Anschluss dem Tod von Michael Crichton noch einmal nach. Denn er konnte wirklich kurzweilig unterhalten, was er hier (wenn auch nur zu einem Drittel) posthum wieder unter Beweis stellt. Die wirklich vielen und kurzen Kapitel helfen dabei auch und halten die Handlung spannend und knackig.

|Das Hörerlebnis|

Womit wir beim großen „Aber“ dieser Hörbuchumsetzung wären: dem Sprecher. Gordon Piedesacks Art des Vortrags klingt von Anfang an irgendwie genervt, gelangweilt, einschläfernd und nörgelig. Das, zusammen mit einer Prise „überarbeiteter Großstadt-Cop“. Auch legt er zum Teil in den Sätzen seltsam lange Sprechpausen ein … wohl um die Dramatik der Szene zu steigern oder die Aufmerksamkeit und die Geduld des Hörers auf die Probe zu stellen. Das würde hervorragend zu einem New-York-Krimi der 70er Jahre, als Synchronstimme für Robert De Niro oder Peter Falk als Columbo passen, dieser Story kommt es aber nicht zugute, sondern lässt das Szenario häufig leblos wirken und bremst die an sich spannende Handlung aus. Und immer wieder verschwindet im Kopfkino des Hörers der Dschungel, wenn er denn schon da war und man sieht einen Sprecher in einer abgedunkelten Kabine mit einer kleinen Lampe, der ein Skript vorliest.

Wo andere Sprecher zur besseren Unterscheidbarkeit zwischen den Charakteren mit der Stimmfarbe spielen, wird Piedesack fast ausschließlich erstmal pauschal unangenehm lauter beim Sprechen. Das hat er gar nicht nötig … und der Hörer würde sich weniger oft erschrecken … denn er kann auch fremdsprachige Akzente und weibliche Figuren gut umsetzen.

|Die Ausstattung|

Die mit dem Titelmotiv bedruckten CDs stecken in einem Jewel-Case. Im Bookletfaltblatt finden wir ein paar Vorschusslorbeeren des Verlags für die Autoren, Infos zu den Autoren selbst und auch ein paar Hinweise zum Sprecher. Außerdem gibts noch etwas verlagsinterne Werbung für weitere Hörbücher zu sehen.

_Die Autoren und der Sprecher_

|Michael Crichton| wurde 1942 in Chicago geboren und studierte in Harvard Medizin; seine Romane, die in über 36 Sprachen übersetzt werden, verkauften sich mehr als 200 Millionen Mal, dreizehn davon wurden verfilmt. Zu seinen bekanntesten Büchern zählen „Next“, „Welt in Angst“, „Timeline“, „Jurassic Park“ und „Andromeda“. Crichton, Schöpfer der Serie Emergency Room, ist bis heute der einzige Künstler, der es schaffte, mit Film, Fernsehserie und Roman gleichzeitig die ersten Plätze der Charts zu belegen. Crichton, der seit Mitte der Sechzigerjahre Romane schrieb, griff immer wieder gekonnt neueste naturwissenschaftliche und technische Forschungen auf. Im November 2008 starb Michael Crichton im Alter von 66 Jahren. Bis zuletzt hat er an seinem neuen Wissenschaftsthriller „Micro“ geschrieben. (Verlagsinfo)

|Richard Preston| studierte am Pomona College in Claremont, Kalifornien und graduierte summa cum laude in Englisch. Anschließend studierte Preston an der Princeton University, wo er 1983 seinen Doctor of Philosophy machte. Während des Studiums nahm er an dem Kurs The Literature of Fact teil, welcher von dem amerikanischen Schriftsteller John McPhee gehalten wurde. Dieser Kurs über das Schreiben nichtfiktiver Bücher ebnete Prestons Weg zu seiner späteren Schriftsteller-Karriere. Für sein erstes Buch „First Light“ erhielt er 1988 vom American Institute of Physics den Science Writing Award. Der Asteroid Preston ist nach ihm benannt. Richard Preston ist verheiratet und hat drei Kinder. Sein jüngerer Bruder Douglas ist ebenfalls Schriftsteller. (Wikipedia)

|Gordon Piedesack|, geboren 1972, ist professioneller Sprecher für Hörspiele, Hörbücher und Synchron. Fernsehzuschauern ist er als Station-Voice von 3sat bekannt. Für Random House Audio hat er die Hörbücher zur Kultreihe „Shaft“ von Ernest Tydiman gelesen. (Verlagsinfo)

_Mein Fazit:_

Geschrumpfte Studenten kämpfen gegen die Probleme, die man an als reiskorngroßer Mensch so hat. Wer JURASSIC PARK mochte, der könnte auch hier seinen Spaß haben, wenn die durchaus spannende Story nicht vom Sprecher gebremst würde. Wenig fesselnd und irgendwie gelangweilt wirkt er die ganze Zeit über, egal wie dramatisch die Ereignisse grad sind. Ein lebendigerer Vortrag mit mehr Schauspiel vor dem Mikro hätte diesem wirklich packenden Roman besser getan und hätten der Hörbuchumsetzung mehr Feuer und fühlbares Abenteuer verliehen. So aber sitzt der Hörer in einem Kopfkino, in dem in schwarz-weiß ein Super-8-Film läuft, der von einem Sprecher mit einer Kurbel im immer gleichen Tempo abgespult wird … das ist bei Super-8-Filmen auch nötig, im Kopfkino aber wirds schnell langweilig.

|6 Audio-CDs mit insg. 64 Tracks
Laufzeit: 7:33 Std.
Originaltitel: Micro
ISBN-13: 978-3837109009|
[www.randomhouse.de/randomhouseaudio]http://www.randomhouse.de/randomhouseaudio/index.jsp

_Michael Crichton bei |Buchwurm.info|:_
[„Next“]http://www.buchwurm.info/book/anzeigen.php?id__book=3300
[„Welt in Angst“]http://www.buchwurm.info/book/anzeigen.php?id__book=880
[„Sphere – Die Gedanken des Bösen“]http://www.buchwurm.info/book/anzeigen.php?id__book=698
[„Timeline“]http://www.buchwurm.info/book/anzeigen.php?id__book=360
[„Gold – Pirates Latitudes“ (Lesung)]http://buchwurm.info/book/anzeigen.php?id__book=6108

Michael Crichton / Richard Preston – Micro

_Die Handlung:_

Eine Gruppe von Studenten wird von einem Unternehmen für den Einsatz an der Front der Mikrobiologie rekrutiert. Die streng geheime Arbeit führt die Forschungstalente nach Hawaii. Hier sehen sie sich nicht nur einer erbarmungslosen Natur, sondern auch einer radikalen neuen Technik gegenüber, die die Gruppe schnell beherrschen lernen muss, will sie nicht für immer in den undurchdringlichen Wäldern Oahus verschwinden … (Verlagsinfo)

_Mein Eindruck:_

Das ist es nun, das wirklich letzte Buch, an dem Michael Crichton bis zu seinem Tod im Jahr 2008 gearbeitet hat. Gut ein Drittel hatte er zu diesem Zeitpunkt fertiggestellt. Sein Verlag engagierte Richard Preston, um aus den restlichen Aufzeichnungen und Notizen einen kompletten Roman zu fertigen.

Aber, hatte Michael Crichton nicht schon mal einen Roman über winzige Naniten geschrieben, die im Rudel gejagt haben? Hat er und das Ergebnis hieß BEUTE. Nun wollte Crichton aber nach eigenen Angaben mal wieder eine Geschichte erzählen, die in Richtung JURASSIC PARK geht und deshalb wurden seine sieben Helden auch in einen Urwald verfrachtet, in dem sie ums Überleben kämpfen müssen. Von großen Uraltmonstern also hin zu winzigen neumodernen Monstern. Die Größenverhältnisse aber bleiben dennoch, denn im Laufe der Geschichte werden die Protagonisten geschrumpft und jedes Insekt wird zur Bestie.

Ob sich Crichton bei seinem Teil von MICRO von „Liebling, ich habe die Kinder geschrumpft“ hat inspirieren lassen oder von Klassikern des SciFi-Films wie „Die unglaubliche Geschichte des Mr. C“, wir werden es nie erfahren. Parallelen sind aber schon zu erkennen. Zumindest bei den Teilen mit dem Schrumpfen und den Kämpfen gegen die Insekten. Denn das beschert der Bösewicht des Romans, der irre und machtbesessene Chef einer Hightech-Firma, denen, die nicht so spuren, wie er das gern hätte. Er schrumpft sie einfach und überlässt sie ihrem Schicksal.

Und so darf man hier keine epischen Charakterentwicklungen oder Beziehungsgeschichten erwarten, sondern ein „Dschungelabenteuer“ auf Oahu, einen durchgedrehten Wissenschaftler und jede Menge Spannung. Gewürzt mit den üblichen schulmeisterlichen Kurzvorträgen über das recherchierte Fachwissen des Autors, trauert der Leser im Anschluss dem Tod von Michael Crichton noch einmal nach. Denn er konnte wirklich kurzweilig unterhalten, was er hier (wenn auch nur zu einem Drittel) posthum wieder unter Beweis stellt. Die wirklich vielen und kurzen Kapitel helfen dabei auch und halten die Handlung spannend und knackig.

_Die Autoren_

|Michael Crichton| wurde 1942 in Chicago geboren und studierte in Harvard Medizin; seine Romane, die in über 36 Sprachen übersetzt werden, verkauften sich mehr als 200 Millionen Mal, dreizehn davon wurden verfilmt. Zu seinen bekanntesten Büchern zählen „Next“, „Welt in Angst“, „Timeline“, „Jurassic Park“ und „Andromeda“. Crichton, Schöpfer der Serie Emergency Room, ist bis heute der einzige Künstler, der es schaffte, mit Film, Fernsehserie und Roman gleichzeitig die ersten Plätze der Charts zu belegen. Crichton, der seit Mitte der Sechzigerjahre Romane schrieb, griff immer wieder gekonnt neueste naturwissenschaftliche und technische Forschungen auf. Im November 2008 starb Michael Crichton im Alter von 66 Jahren. Bis zuletzt hat er an seinem neuen Wissenschaftsthriller „Micro“ geschrieben. (Verlagsinfo)

|Richard Preston| studierte am Pomona College in Claremont, Kalifornien und graduierte summa cum laude in Englisch. Anschließend studierte Preston an der Princeton University, wo er 1983 seinen Doctor of Philosophy machte. Während des Studiums nahm er an dem Kurs The Literature of Fact teil, welcher von dem amerikanischen Schriftsteller John McPhee gehalten wurde. Dieser Kurs über das Schreiben nichtfiktiver Bücher ebnete Prestons Weg zu seiner späteren Schriftsteller-Karriere. Für sein erstes Buch „First Light“ erhielt er 1988 vom American Institute of Physics den Science Writing Award. Der Asteroid Preston ist nach ihm benannt. Richard Preston ist verheiratet und hat drei Kinder. Sein jüngerer Bruder Douglas ist ebenfalls Schriftsteller. (Wikipedia)

_Mein Fazit:_

Geschrumpfte Studenten kämpfen gegen die Probleme, die man als reiskorngroßer Mensch so hat. Wer JURASSIC PARK mochte, der wird auch hier seinen Spaß haben.

|Gebunden: 550 Seiten
Originaltitel: Micro
Aus dem Englischen von Michael Bayer
ISBN: 978-3896674296|
[www.randomhouse.de/blessing]http://www.randomhouse.de/blessing/index.jsp

_Michael Crichton bei |Buchwurm.info|:_
[„Next“]http://www.buchwurm.info/book/anzeigen.php?id__book=3300
[„Welt in Angst“]http://www.buchwurm.info/book/anzeigen.php?id__book=880
[„Sphere – Die Gedanken des Bösen“]http://www.buchwurm.info/book/anzeigen.php?id__book=698
[„Timeline“]http://www.buchwurm.info/book/anzeigen.php?id__book=360
[„Gold – Pirates Latitudes“ (Lesung)]http://buchwurm.info/book/anzeigen.php?id__book=6108