Schlagwort-Archive: Oliver Döring

H. G. Wells – Die Zeitmaschine (Teil 1 und 2, 2017)

Der Klappentext:

Oliver Dörings Adaption von H. G. Wells Science-Fiction-Klassiker „Die Zeitmaschine“ ist ein Hörspiel-Erlebnis der besonderen Art. Nie wurde die packende Geschichte um einen Mann, der in eine ferne Zukunft reist und dort das Grauen erlebt, aufwendiger inszeniert. Mit herausragenden „Hollywood-Stimmen“, einem phantastischen Sounddesign und filmreifer Musik wird Wells visionäres Werk zum Kopfkino.

Mein Eindruck:

Wieso bringt derzeit gefühlt jeder bekannte Hörverlag Hörspiel- und Hörbuchfassungen der Klassiker von H. G. Wells raus? Weil sie lizenzfrei geworden sind, deshalb! Da kann mir gern jeder Produzent erzählen, dass er die Sachen schon immer umsetzen wollte … yada, yada, yada … warum hat ers dann nicht gemacht? Weils was gekostet hätte. Jetzt ists gratis und schon gehts los.

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Star Wars – In der Gewalt des dunklen Jedi (Das letzte Kommando 5)

Die Handlung:

Endlich haben Han, Luke, Lando, Mara und Chewbacca den Mount Tantiss erreicht. Nun stehen sie vor der gewaltigen Aufgabe, die Kloning-Fabrik zu zerstören. Doch darauf hat der dunkle Jedi C’baoth nur gewartet. Und so müssen die Freunde um das nackte Überleben kämpfen, während bei Tangrene die Falle zuschnappt, die Thrawn der Rebellen-Flotte gestellt hat. Es entbrennt eine gigantische Schlacht zwischen Gut und Böse – eine Schlacht, die über das Schicksal der Neuen Republik entscheiden wird. (Verlagsinfo)

Mein Eindruck:

Wie der Klappentext es schon andeutet, haben wir noch zwei Spannungs-Großbaustellen zu bearbeiten, auf denen es heute richtig krachen sollte. Zum einen hat der Großadmiral den richtigen Riecher und weiß, wo er die Rebellen angreifen muss und zum anderen sind wir mit Luke und seinen Freunden endlich an Mount Tantiss angelagt, um das Klonen zu beenden.

Vorher regeln wir aber schnell noch das Geschäftliche, denn der Schmuggler Karrde will Credits sehen, bevor er einen Finger krümmt. Den muss Luke auf Wayland vor der Kloningstation dann auch per Muskelkraft, denn der Berg ist „dunkel“ und seine Jedi-Kräfte wirken hier nicht. Das machts für ihn und Han schwerer, aber für den Hörer noch mal extra interessant.

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Star Wars – Gefahr auf Wayland (Das letzte Kommando 4)

Die Handlung:

Die Falle, die Großadmiral Thrawn dem Schmuggler Talon Karrde gestellt hat, schnappt zu. Die Allianz der Schmuggler droht zu zerbrechen, als Karrdes Verbündete sich plötzlich gegen ihn wenden. Gefahr droht auch Han, Luke, Lando, Mara und Chewbacca, die auf dem Weg zur imperialen Kloning-Fabrik immer mehr Hinweise darauf finden, dass sie nicht allein sind. War die Mission, die den Krieg entscheiden könnte, von Anfang an zum Scheitern verurteilt? (Verlagsinfo)

Mein Eindruck:

So, jetzt aber … wer ist denn nun die DELTA-Petze? Am Ende der letzten Folge stand die Auflösung ja im Raum, aber irgendwie war wohl kein Platz mehr auf der CD … Aber, wie jetzt … DAS ist die DELTA-Quelle? Wow … eine wirklich sehr coole Idee des Autors, auf die ich nie gekommen wäre. Und deshalb wird am Anfang dieser Folge alles ausführlich erklärt, damit wir das Ganze auch nachvollziehen können.

Dann gibts die im Klappentext angekündigten Spannungen zwischen den Schmugglern … die zwar für die Gesamthandlung schon wichtig sind, aber für mich im Gegensatz zu den anderen Handlungsfäden die Spannung ein wenig gebremst haben. Dieser Teil hätte eigentlich auch problemlos komplett gestrichen und kurz als Info irgendwo platziert werden können.

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The Border – Der Pakt mit dem Tod (Folge 2)

Die Handlung:

„Ich will Ihnen nichts vormachen. Ich habe bereits gegen viele Wesen der Finsternis gekämpft. Ich habe Geister vertrieben und gebannt. Einmal habe ich gar einen Ghoul getötet. Aber ein Vampir – ist etwas völlig anderes. Er ist stärker, böser und intelligenter. Es wird ein harter Kampf werden.“ Victor Burke (Verlagsinfo)

Mein Eindruck:

Eine Vampirgeschichte? Wirklich? Ist nicht schon alles erzählt worden über die Blutsauger? Von böse bis sexy, von Splatter bis Romanze hatten wir doch eigentlich alles schon. Und auch über Dracula gibts unzählige Geschichten.

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Star Wars – Feuer über Coruscant (Das letzte Kommando 3)

Die Handlung:

Die Ereignisse spitzen sich zu: Mara Jade glaubt den geheimen Standort von Großadmiral Thrawns Kloning-Anlage zu kennen. Han, Luke, Lando und Chewbacca brechen mit ihr nach Wayland auf, um die Anlage zu vernichten, doch sie ahnen nicht, dass Thrawn bereits zu einem ebenso unberechenbaren wie folgenreichen Schlag ausholt: Den Angriff auf Coruscant! (Verlagsinfo)

Mein Eindruck:

Nachdem die Sache mit der Katana-Flotte ja nun durch ist, wollen unsere Helden nun wenigstens verhindern, dass Thrawn die Schiffe bemannen kann. Das wäre kostengünstig mit Klonen möglich, denn die wurden und werden in der imperialen Klonfabrik gebaut und die gilt es jetzt zu finden … mit Hilfe von Mara Jade … die aber sitzt noch in Gewahrsam.

Währenddessen hat der Großadmiral Schlimmes mit Coruscant vor … was ja der Titel des Hörspiels schon erahnen lässt … und der geklonte Jedi-Meister zickt und nervt nebenbei rum.

Ein Schmankerl für den STAR-WARS-Fan ist in dieser Story der Seitenhieb auf Lando, der daran erinnert wird, dass er im Kampf um Endor einmal die Sensorschüssel des Falken demoliert hat, als ausnahmsweise er mal am Steuer saß.

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Star Wars – Allianz der Schmuggler (Das letzte Kommando 2)

Die Handlung:

Um Leia und ihre Zwillinge in seine Gewalt zu bringen, schlägt Großadmiral Thrawn dort zu, wo es niemand erwartet – auf Coruscant. Er betraut ein imperiales Geheimkommando mit der Entführung. Thrawn weiß, dass er nicht verlieren kann, denn selbst wenn seine Männer scheitern, wird eine andere teuflische Falle zuschnappen. Eine Falle, aus der sich Mara Jade nicht wird befreien können. (Verlagsinfo)

Mein Eindruck:

Nachdem wir im ersten Teil der Verhörspielung von DAS LETZTE KOMMANDO Updates zu allen wichtigen Charakteren und ihren Vorhaben und ganz eigenen Wünschen bekommen haben, könnten wir diesmal ja nun in die Vollen gehen. Aber, so einfach ist das alles nicht.

Wieder gibts Updates auf unsere Lieblinge. Luke besucht die Noghri, Lando hat politische und wirtschaftliche Probleme, Leia stillt und betreut ihre Zwillinge, an denen das Imperium und im Speziellen der irre Jedimeister-Klon … der in dieser Folge gar nicht auftaucht … immer noch verstärktes Interesse hat, Han lässt DEN Spruch aus STAR WARS überhaupt ab, den die Macher für die Fans offenbar extra eingebaut haben. Mara will Luke immer noch töten, obwohl sie in den vergangenen Folgen zusammengearbeitet haben … sie ist halt immer noch sauer. Auch die verräterische DELTA-QUELLE ist noch nicht enttarnt und petzt noch immer. Und fast so ganz nebenbei gehts ja auch noch um die titelgebende Allianz der Schmuggler, die Talon Karrde formieren möchte.

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Star Wars – Der Fall von Ukio (Das letzte Kommando 1)

Die Handlung:

Es ist eine dunkle Zeit für die Neue Republik. Zwar musste sich das Imperium nach dem Verlust eines Sternzerstörers von der Schlacht um die mächtige Katana-Flotte zurückziehen, doch am Ende war es der finstere Großadmiral Thrawn, der den Großteil der schlagkräftigen Dreadnaughts in seine Gewalt bringen konnte. Damit verfügt Thrawn nun über eine gewaltige Streitmacht – und startet eine Großoffensive gegen die Neue Republik. (Verlagsinfo)

Mein Eindruck:

STAR WARS bleibt ewig jung scheint nie zu altern. Leider gilt das nicht für die bekannten Synchronsprecher dieses Universums und daher musste der Verlag Reinhard Brock und Karlheinz Tafel ersetzen, da beide zwischenzeitlich verstorben sind. Auch Hubertus Bengsch spricht diesmal nicht den Talon Karrde, sondern wurde durch Jacques Breuer ersetzt, dessen Stimme auch bekannt genug ist, um in diesem hochkarätigen Ensemble sein Bestes geben zu können.

Für alle, die sich nicht mehr dran erinnern, erzählt es auch der Sprecher noch mal am Anfang der Folge: Unsere Jungs und Mädels haben die KATANA-Flotte leider nicht bekommen und so wird die Spannung rund um die Auseinandersetzung mit dem Großadmiral noch größer. Wie es um Luke, Leia und den irren Jedimeister-Klon steht, auch davon gibts noch mal ein Update.

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Star Wars – Die Schlacht um die Katana-Flotte (Die dunkle Seite der Macht 5)

Die Handlung:

Der Wettlauf um die mächtige Katana-Flotte, die irgendwo führerlos im Weltraum treibt und den Ausgang des Krieges entscheiden könnte, nähert sich dem dramatischen Finale. Han Solo und Lando Calrissian riskieren Leib und Leben, um hinter die Koordinaten der Flotte zu kommen – nicht ahnend, dass die Machtspiele eines einzelnen Politikers die gesamte Neue Republik ins Verderben stürzen könnten. (Verlagsinfo)

Mein Eindruck:

So, Endspurt und letzter Teil der Buchverhörspielung … wer wird wohl das Rennen machen und sich die Katana-Flotte unter den Nagel reißen, um so einen gewaltigen Vorteil im Kampf um die Macht im STAR-WARS-Universum zu erlangen? Und wenn man sich die Sprecherliste im Booklet so anschaut, dann kommen in diesem letzten Teil noch mal alle Leute zu Wort, auf die wir in der Vergangenheit getroffen sind und etliche mehr.
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Star Wars – Flucht von der Schimäre (Die dunkle Seite der Macht 4)

Die Handlung:

Das Rennen um die verschollen geglaubte Katana-Flotte spitzt sich dramatisch zu. Mit einem heimtückischen Trick gelingt es Großadmiral Thrawn, den Schmuggler Talon Karrde, der die Position der Katana-Flotte kennt, in seine Gewalt zu bringen. Für Mara Jade und Luke Skywalker beginnt ein Wettlauf gegen die Zeit, denn das Imperium will die Information um jeden Preis aus Karrde herausquetschen. (Verlagsinfo)

Mein Eindruck:

Leia „Lady Vader“ Organa-Solo ist ja bekanntlich immer noch auf diplomatischer Freunde-Werbe-Tour bei den Noghri, um die Kämpfer für sich und ihre Sache zu gewinnen. Langsam könnte sie aber auch wieder mal von deren Heimatwelt starten … was sie auch vorhat, ist nur nicht ganz so einfach.
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Star Wars – Das Schicksal der Noghri (Die dunkle Seite der Macht 3)

Die Hörspiel-Umsetzung von „Die dunkle Seite der Macht“:

Teil 1: „Gejagte des Imperiums“
Teil 2: „Die Flucht nach New Cov“
Teil 3: „Das Schicksal der Noghri“
Teile 4 – 5: – angekündigt –

Die Handlung:

Ist er ein dunkler Jedi? Oder ist Joruus C’baoth ein Lehrmeister, von dem Luke lernen kann wie einst von Yoda und Ben? Luke folgt dem geheimnisvollen Ruf von C’baoth nach Jomark, einer abgelegenen Welt. Doch was er dort findet, sprengt seine Erwartungen – und führt ihn an die Grenze der dunklen Seite der Macht. (Verlagsinfo)

Mein Eindruck:

Ohne große Zusammenfassungen darüber, was bisher geschah, landen wir wieder direkt in der Handlung … gut so. Wo war Leia doch noch gleich? Ach ja, richtig, in diplomatischer Mission auf Honoghr bei den Noghri, um sie auf ihre Seite zu ziehen.
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Star Wars – Die Flucht von New Cov (Die dunkle Seite der Macht 2)

Die Hörspiel-Umsetzung von „Die dunkle Seite der Macht“:

Teil 1: „Gejagte des Imperiums“
Teil 2: „Die Flucht nach New Cov“
Teile 3 – 5: – angekündigt –

Die Handlung:

Sie sind das geheime Killerkommando des Imperiums: Wenn die Noghri einen Auftrag bekommen, kann niemand sie stoppen. Doch nun haben sich die Dinge geändert: Khabarakh, ein junger Noghri, hat erfahren, dass Leia die Tochter von Darth Vader, dem einstigen Herrn der Noghri, ist. Über dem Waldmond von Endor kommt es zu einem geheimen Treffen. Entweder kann Leia die Noghri auf ihre Seite ziehen – oder sie rennt direkt in eine Falle. (Verlagsinfo)

Mein Eindruck:

Wie der Klappentext schon verrät, dürfen wir nun Leia, Chewie und C-3PO über die Schulter hören, wie sie weiter versucht, die Noghri auf ihre Seite zu ziehen … auch wenn die sie eigentlich nur mögen, weil sie die Tochter von Darth Vader ist und sie deshalb auch gegen die Anweisung von Großadmiral Thrawn nicht entführt haben. Misstrauen ist dennoch mehr als angebracht und Leias treuer Begleiter Chewbacca ist ganz besonders argwöhnisch. In einem weiteren Handlungsfaden treffen wir Lando, der mit Luke auf New Cov erstmal eine Kneipenschießerei schlichten muss und Han, dem nicht geglaubt wird, dass er Solo ist. Beiden Handlungsfäden gemein ist ein plötzliches Auftauchen imperialer Truppen.

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Star Wars – Gejagte des Imperiums (Die dunkle Seite der Macht 1)

Die THRAWN-Trilogie:

Teil 1: „Erben des Imperiums“
Teil 2: „Die dunkle Seite der Macht“
Teil 3: „Das letzte Kommando“

Die Hörspiel-Umsetzung von „Die dunkle Seite der Macht“:

Teil 1: „Gejagte des Imperiums“
Teil 2: – angekündigt –
Teil 3: – angekündigt –
Teil 4: – angekündigt –
Teil 5: – angekündigt –

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End of Time – Zwei Minuten (Folge 1)

Die Handlung:

Ein Agent des SIS infiltriert in Russland ein verstecktes Labor und wird Zeuge eines abscheulichen Menschen-Experiments. Eine junge Frau wird in ihrer Wohnung von unheimlichen Geräuschen gepeinigt. Eine Journalistin wird vor einer Vergeltung an der englischen Regierung gewarnt. Ereignisse, die scheinbar nichts miteinander zu tun haben. Doch sind sie die Vorboten für eine Bedrohung, die die zivilisierte Welt ins Verderben stürzen kann. Je tiefer die Beteiligten in diesen unheilvollen Strudel gezogen werden,desto mehr fürchten sie sich vor der Auflösung des Rätsels. (Verlagsinfo)

Mein Eindruck:

Ziemlich vollmundig wurde die neue Serie von Hörspiel-Guru Oliver Döring angekündigt. „Nichts, was der kommerzielle Hörspielmarkt zurzeit bietet, ist mit ‚End of Time‘ vergleichbar!“ wurde versprochen … was ja vieles bedeuten kann. Kann man ja mal im Vorfeld so in den Raum stellen. Das Name-Dropping von bekannten Synchron- und Hörspielstimmen, die bei der Produktion mitwirken, hatte auf jeden Fall im Vorfeld schon einmal für Aufmerksamkeit unter den empfänglichen Audiofans gesorgt. Der Klappentext klingt zumindest nach 2012-Weltuntergangs-Kost, gewürzt mit Verschwörungstheorien und einem Schuss „Akte X“. Und im Booklet wird davor gewarnt, das Hörspiel im Auto zu hören, aufgrund der „extremen akustischen Schreck-Effekte“. Auch wird davon abgeraten, die Lautstärke nachträglich zu verstellen.

Das Gleiche erzählt uns dann direkt zu Anfang der Folge auch einer der beliebtesten Hörspiel-Erzähler, Joachim Kerzel. Diese Warnung kann sowohl Freude als auch Enttäuschung auslösen, hören doch viele ihre Hörgeschichten gern abends im Bett, im Auto auf dem Weg zur Arbeit oder beim Joggen. Muss sich der Hörer nun ernsthafte Gedanken um seine Gesundheit machen oder der ängstlich Schreckhafte, der gern mit Ohrhörern hört und nun verunsichert ist?

Na ja … die „akustischen Schreckeffekte“ sind meist schreiende Frauen, zwar sehr überzeugend und authentisch schreiend, aber für meinen Geschmack wurde das hier als Stilmittel etwas zu überstrapaziert. Ach so … und dann kommen noch ein paar Pistolenschüsse dazu. Da davor eigentlich immer eine „Achtung, jetzt kommt was Gruseliges!“-Pause eingelegt wird, kann sich der schreckhafte Hörer gut darauf einstellen, was gleich passiert … außer er passt nicht auf und wird so wirklich überrascht und heftigst erschreckt … denn leise ists dann nicht.

Mit der Aussage „Nichts, was der kommerzielle Hörspielmarkt zurzeit bietet, ist mit ‚End of Time‘ vergleichbar“ haben die Macher wirklich Recht. Selten hat mich ein Hörspiel so mit Reizen überflutet, dass es mir schon zu viel war. Es kam mir so vor, als hätte Oliver Döring hier alles in die erste Folge seiner neuen Serie gesteckt, was ging, um dem Hörer einen kompletten Überblick (nicht zu verwechseln mit Durchblick, denn den hat der Hörer nach dieser Folge ganz und gar nicht) zu ermöglichen, was er als Hörspiel-Macher draufhat. Das ist eine Menge, keine Frage. Die Effekte sind auf einem sehr hohen Niveau und die Leistung der vielen, vielen Sprecher ist absolut spielfilm-synchro-reif und sorgt für ein sehr verstörend lebendiges Kopfkino. Doch in Sachen Story wäre es für den Hörer angenehmer gewesen, ihn nicht zu überfordern.

Im Fernsehen klappt das mit den ganzen Szenenwechseln und den Überblendungen, beim Hörspiel kann es schnell verwirrend wirken, wenn man zu oft hin- und hergeschickt wird. Aufgrund der Menge an Sprechern kann man sich auch nicht immer an der Stimme der Handelnden orientieren, zumal einige so bekannte Stimmen dabei sind, dass man sie schon in eigene Schubladen gesteckt hat, bevor sie überhaupt ihre Rolle in „End of Time“ einnehmen. Wobei auch das Übersichtsproblem gegen Ende dann besser wird, wenn man herausgefunden hat, wie viele Handlungsfäden es (womöglich) gibt und wer wohl was vorhat. Wer „gut“ oder „böse“ ist, das weiß der Hörer allerdings am Ende nicht wirklich, genauso wenig, warum am Schluss des Hörspiels ein Lied in voller Länge gespielt wird, das so gar nichts mit der Psycho-Kopfachterbahn zu tun haben scheint, die er grad in Spielfilmlänge erlebt hat und auch von der Musik er irgendwie nicht passt … oder, mir ist da was entgangen.

Tja, und am Ende bin ich mir immer noch nicht schlüssig, was ich von der neuen Serie „End of Time“ halten soll. Toll produziert und arrangiert ist sie auf jeden Fall. Von der Story her hab ich aber ständig an Dan Brown, „Paranormal Activity“, „Akte X“ und diverse Spec-Ops-Computerspiele denken müssen … irgendwie fühlte es sich aufgewärmt an. Da halfen die vielen Frauenschreie auch nicht, eher im Gegenteil.

Es bleibt also abzuwarten, ob die Serie in Zukunft für den Hörer ein wenig mehr als Druckbetankung und „Buh!“-Effekte anbietet und auch eine interessante, fesselnde und vor allem originelle und frische Story erzählen kann. Die technischen Möglichkeiten sind hörbar gegeben.

Die Sprecher und ihre Rollen:

Erzähler – Joachim Kerzel
Jack Foster – Torsten Michaelis
Norris – Jörg Hengstler
Barry Patton – Rainer Fritzsche
Alan McClory – Joachim Tennstedt
Nancy McClory – Liane Rudolph
Dr. Fitzgerald Hershley – Erich Räuker
Elisabeth „Liz“ Sheppard – Katrin Fröhlich
Steve Parker – Gerrit Schmidt-Foss
Laura Walsh – Berenice Weichert
Debra Kent – Dascha Lehmann
Kira – Marion von Stengel
Coppelius – Reinhard Brock
Chantal – Ditman Wunder
Arthur Blake – Michael Pain
Leon Bennet – Markus Pfeiffer
Julie Bennet – Susanna Binasewicz
Vivian Curtis – Bagriele Pietermann

sowie Tilo Schmitz, Kim HAsper, David Nathan, Oliver Stritzel, Jan Spitzer, Ronald Nitschke, Hans-Georg Panczak, Tobias Kluckert, Marianne Rogée, Erich Ludwig, Rablo Ribet-Buse, Arianne Borbach, Alexandra Lange-Baehr, Dennis Schmidt-Foß, Sebastian Schulz, Sascha Rotermund, Martin May, Minika Gossmann, Till Hagen, Björn Schalla, Matthias Kress, Daniel Monoya, Robin Kahnmeyer, Alexander Weise, Sebastian Rüger, Tobias Müller, Bernd Vollbrecht, Thoas Nokielski, Marius Clarén Thomas Nero Wolf, Frederik Döring, Sven Canis, Marion Pokatzky, Oliver Matthiae, Till Bauer, Christian Stotz

Technik-Credits:

Story, Buch, Schnitt und Regie: Oliver Döring
Produktion: Alex Stelkens, Oliver Döring
Produktionsleitung: Ila Schnier von Wittich
Produktionskoordination: Anke Rose
Coverbild: Uli Staiger / dielichtgestalten.de
Grafik: Friedemann Weise
Originalmusik: Achim Fischer / trevista.de

Die Ausstattung:

Die beiden CDs, die mit dem Cover-Motiv bedruckt sind, stecken nicht nur in einem Jewel-Case, sondern auch in einem mit demselben kalten Blauton-Bild bedruckten schicken Pappschuber. Das Bookletfaltblatt enthält die Technik-Credits und eine Aufstellung der Sprecher und ihrer Rollen … und die Liste ist verdammt umfangreich, wie man oben sieht..

Mein Fazit:

Die reizüberflutende Druckbetankung mit schreienden Frauen garniert und „Buh!“-Effekten dargereicht könnte den einen oder anderen Hörer nicht nur erschrecken, sondern auch verprellen. Wenige Tracks aber viele Szenenwechsel und parallele Handlungen, denen erst am Ende gefolgt werden kann, weil es auch sehr viele Sprecher gibt, die der Hörer erstmal kennenlernen und einordnen muss. Aufpassen ist absolut angesagt, sonst könnte man Schwierigkeiten bekommen und das Hörvergnügen darunter leiden.

Der Blockbuster im Kopfkinoformat war für mich eine Mischung aus vielen Teilen, die ich alle schon mal erzählt bekommen habe und das hat den Spaß für mich leider getrübt, auch wenn die Produktion selbst wirklich extrem lebendig und die Sprecher sehr authentisch und überzeugend wirken. „Mystery-Thriller“ stimmt, aber irgendwie kein wirklich origineller, er hört sich zumindest in dieser Erföffnungsfolge nur so an.

2 Audio-CDs
Spieldauer – CD1: 49 Min.
Tracks: 7
Spieldauer – CD2: 50 Min.
Tracks: 7
ISBN-13: 978-3-941082-48-9

Der Autor vergibt: (1.5/5) Ihr vergebt: SchrecklichNa jaGeht soGutSuper (1 Stimmen, Durchschnitt: 5,00 von 5)