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Terry Pratchett – Trucker (Nomen 1)

Satire mit Witz: Weltuntergang aus der Froschperspektive

Vor langer, langer Zeit landete ein Raumschiff auf der Erde. An Bord: die Nomen. Knapp zehn Zentimeter groß und ebenso neugierig wie eigensinnig, leben sie Jahrtausende später in einzelnen Gruppen, die nichts voneinander wissen. Eines Tages muss eine Gruppe, die am Rand einer Autobahn lebt, auswandern. In einem Kaufhaus treffen sie auf völlig andere Mitglieder ihres Volkes. Das Kaufhaus ist deren Universum. Ein „Draußen“ gibt es nicht. Die Jahreszeiten heißen „Frühjahrsmode“, „Sommerschlussverkauf“, „Winterschlussverkauf“ und „Weihnachten“, im Keller des Universums vermuten sie ein fürchterliches Monster mit dem Namen „Bombenpreise“. Doch dann geschieht etwas wahrhaft Schreckliches. Die Welt geht unter. Und der Untergang hat einen Namen: „Räumungsverkauf“!

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Hohlbein, Wolfgang – Hagen von Tronje (Lesung)

Hagens Heimat liegt im hohen Norden, doch seine Treue gehört König Gunther von Burgund, dessen Waffenmeister und engster Vertrauter er ist. Seine Liebe, wenn es je eine in seinem Leben gegeben hat, gehört Gunthers Schwester Kriemhild. Die Ankunft des Recken Siegfried von Xanten an Gunthers Hof in Worms kündet von drohendem Unheil. Nur zu deutlich wird Gunthers Schwäche offenbar – und nur zu bald die verhängsnisvolle Liebe zwischen Siegfried und der Thronerbin Kriemhild.

|Der Autor|

Wolfgang Hohlbein hat sich seit Anfang der achtziger Jahre einen wachsenden Leserkreis in Fantasy, Horror und Science-Fiction erobert und ist so zu einem der erfolgreichsten deutschen Autoren geworden. Zuweilen schreibt er zusammen mit seiner Frau Heike an einem Buch. Er lebt mit ihr und einem Heer von Katzen in seinem Haus in Neuss.

Homepage des Autors: http://www.hohlbein.net/

|Der Sprecher|

Christian Berkel, geboren 1957 in Berlin, wuchs zweisprachig (dt.-frz.) auf, zog mit vierzehn nach Paris und nahm dort Schauspielunterricht bei Jean-Louis Barrault (einem klassischen Mimen) und bei Pierre Bertin. In Berlin absolvierte er ein Studium für Regie und Drehbuchschreiben. Er spielte an mehreren Bühnen, u. a. unter der Regie von Claus Peymann. Seit 1976 steht Berkel regelmäßig vor der Kamera, u. a. in „Das Experiment“ und „Der Untergang“. Der Figur des Hagen ist er durch seine Mitwirkung an Moritz Rinkes Theateraufführung von [„Die Nibelungen“]http://www.buchwurm.info/artikel/anzeigen.php?id=50 2003 näher gekommen.

_Die Hauptfiguren, wie sie in dem Buch dargestellt werden_

Alberich: Hüter des Nibelungenhortes, vermutlich ein Elf („Oberon“), der aber in Diensten Siegfrieds steht und Hagen hinterherspioniert.

Brunhild: Walküre, Halbgöttin und Zauberin, Herrscherin über die Burg Isenstein auf Island und Befehlshaberin einer Amazonentruppe; wurde von Siegfried aus dem Zauber der Waberlohe befreit und liebte ihn, doch wurden sie getrennt. Wird von Siegfried im Brautkampf bezwungen, der für Gunther von Burgund kämpft. Sie muss Gunther heiraten und in Worms leben, wo sie die Rivalin von Kriemhild wird.

Gunther: Sein Name bedeutet „Herr im Kampf“. König von Burgund, der mit seinen beiden Brüdern Gernot und Giselher über den Volksstamm der Burgunder (die aus Schweden eingewandert sind) von Worms aus herrscht. Erringt mit Siegfrieds Hilfe (s. o.) Brunhild zur Frau – und jede Menge Schwierigkeiten.

Hagen von Tronje: Gefolgsmann Gunthers und ein Befehlshaber seiner Truppen. Begleitet Gunther zum Brautkampf nach Island. Im Nibelungenlied der Mörder Siegfrieds, bei Hohlbein nicht.

Kriemhild: Ihr Name bedeutet „Kampfmaske“. Schwester der Gibichungen Gunther, Gernot und Giselher von Burgund. Heiratet Siegfried von Xanten und schwört allen Mördern ihres Gatten ewige Rache, obwohl sie von ihm mit Brunhild betrogen wurde.

Siegfried: Sein Name bedeutet Sieg und Friede/Schutz/Sicherheit. Siegfried entstammt dem halbgöttlichen Geschlecht der Völsungen bzw. Wälsungen, schmiedet bei einem Riesen das Schwert Balmung und erschlägt damit den Drachen Fafnir. Raubt den Hort der Nibelungen (vgl. Alberich) und gewinnt Zauberkräfte, z. B. durch den Ring Andwaranaut. Er gewinnt auch den Schreckenshelm, ein magisches Runenkonstrukt, das ihn tarnt. Macht sich unverwundbar durch ein Bad im Blut Fafnirs, außer an einer Stelle. Heiratet Kriemhild und wird Feldherr Burgunds. Wird ermordet und gerächt.

Urd: eine der drei Nornen. Sie spinnt die Vergangenheit, ihre beiden Schwestern Verdandi (das Werdende) und Skuld (das Werdensollende) die Gegenwart und die Zukunft. Hagen von Tronje begegnet ihr zuerst im ersten Kapitel.

_Handlung_

Germanien, im fünften Jahrhundert. Die Zeit des Hunnensturms und der germanischen Völkerwanderung. Rom wird im Jahr 410 von „Barbaren“ erobert. Das Burgunderreich geht im Jahre 463 unter.

|Die Prophezeiung|

Als Hagen wieder einmal von einem ermüdenden Streifzug an den Grenzen Burgunds zurückkehrt, verfolgt er ein flüchtendes Mädchen bis zu einer Waldhütte, wo die Mutter des Mädchens Hagen bei seinem Namen begrüßt. Nicht nur dies verwundert ihn, sondern auch, dass sie seine Wunde, die ihm Wegelagerer geschlagen haben, kennt und verbinden will. Mit Interesse registriert er die Runen für Thor und Odin, aber auch für den neuen Gott, Christus, an der Wand. Allmählich wird ihm ein wenig bang. Die Seherin sagt ihm, dass die Götter – die alten Götter! – ärgerlich seien, der Weltuntergang Ragnarök nicht mehr fern sei und er sich vor einer Frau in Acht nehmen solle. Alles in allem keine sonderlich guten Neuigkeiten.

|Heimkehr nach Worms|

Tief in Gedanken versunken, reitet er beunruhigt mit seiner bunt gemischten Truppe aus Südländern, Burgundern und Hunnen in Worms am Rhein ein, wo ihn König Gunther willkommen heißt. Dieser ist wieder einmal vom Pferd gefallen, freut sich aber wie ein Kind über den Frieden mit Rom, den es zu feiern gilt. Das Osterfest steht bevor. Der Hammer ist aber, dass Gunther, weil immer noch unbeweibt, nach Island schippern will, um dort ausgerechnet Brunhild, die Herrin des Isensteins, zur Frau zu erringen. Na, klasse. Dumm nur, dass bislang von dort noch kein Freier lebend zurückgekommen ist. Giselher spricht aus, was Hagen denkt: Er erklärt seinen Bruder für verrückt. Natürlich soll der treue Hagen mitkommen.

In ihrer Kemenate begrüßt Königsmutter Ute den Krieger. Sie missbilligt den Island-Trip. Ihre Tochter Kriemhild begrüßt Hagen als Onkel, obwohl er tief in seinem Herzen ganz unonkelhafte Gefühle für sie hegt. Das wird ihn noch schwer in die Bredouille bringen.

|Siegfried, der Recke|

Reiter nähern sich den Mauern: Es ist Siegfried von Xanten mit seinen dreizehn für den Kampf geschmückten Kriegern, die allesamt aussehen wie Halbgötter. Gunther ist nicht gerade ein Meister der Diplomatie, und als Hagen sich bei der Begrüßung einmischen muss, zieht Siegfried einfach sein magisches Riesenschwert Balmung, den Drachentöter, und fordert Gunther zum Zweikampf heraus. Der Sieger erhält das Reich des Unterlegenen, aber logo.

In Panik intervenieren sowohl Hagen als auch Giselher, und Siegfried lässt sich zu einer Teilnahme am Osterfest herab. Hagen befiehlt insgeheim die Überwachung der Xantener Truppe, wird aber selbst ganz offen von Alberich, dem König der Nibelungen, ausspioniert. Der zwergenhafte Alb ist gezwungenermaßen in Diensten Siegfrieds, als Hüter des Drachenhortes.

|Kriemhilds Verstand|

Das Fest zu Siegfrieds Ehren beginnt mit einem Prolog: Der Spielmann Volkher von Alzey erzählt die Geschichte vom Drachentöter Siegfried, so dass alle neugierig werden. Als der Hüne endlich selbst erscheint, steht Kriemhilds Verstand still und die Augen gehen ihr über. Und jeder kann die gierige Liebe sehen, die von ihr Besitz ergreift. Bald wird sie reich sein, schön ist sie ja bereits, und ihr Sohn könnte Burgund erben. Darf man zulassen, dass Burgund den Xantenern in die Hände fällt? Während Hagen zum Kampf rät, befiehlt Gunther Frieden.

|Der Feldzug mit Siegfried|

Im Winter fordern Abgesandte der Sachsen und Dänen, deren Könige Lüdiger und Lüdegast sich verbündet haben, die Burgunder heraus und erpressen sie gleichzeitig. Hagen fordert Gunther auf, Siegfrieds Treue auf die Probe zu stellen. Er findet heraus, dass Kriemhild sich bereits heimlich mit dem Xantener trifft, deckt sie aber aus Liebe. Jedenfalls solange Siegfried nach dem Krieg um ihre Hand anhält. Und Kriemhild bittet Hagen, ihren Geliebten auf dem Feldzug zu schützen, an dem er seine Teilnahme zugesagt hat.

Doch die blutigen Taten Siegfrieds lassen Hagen schon bald an seinem Versprechen, das er Kriemhild aus quasi-väterlicher Zuneigung gegeben hat, zweifeln …

_Mein Eindruck_

Indem sich der Autor enger an die diversen nordischen Vorlagen (Atlilied, Thidrikslied, Völsungensaga, Edda usw.) als ans altbekannte „Nibelungenlied“ aus dem 13. Jahrhundert hielt, konnte er dem Stoff offensichtlich neue Aspekte und Tiefen abgewinnen und den vermeintlich bis zum Überdruss bekannten Figuren neue Rollen zuweisen.

Infolge dieses andersartigen Ansatzes prallen die germanisch-heidnische Welt – verkörpert in Brunhild, Hagen, Alberich und Siegfried – auf die christliche, die von Gunther und Kriemhild verkörpert wird. Während die Burgunder sich ganz der neuen Religion, die Staatsreligion des Römischen Imperiums ist, verschrieben haben, lebt Hagen noch im Glauben an die germanischen Götter.

|Zwei gegensätzliche Charaktere|

Siegfried trachtet nach Ruhm in der Schlacht und will skrupellos seine Macht mehren. Er erscheint als zwielichtiger Ritter ohne Furcht und Tadel, doch hinter seiner glanzvollen, die Menge betörende Fassade verbirgt sich ein rücksichtsloser Krieger, ein Verführer. Aber man kann nicht umhin, ihn ob seiner Größe im Kampf zu bewundern. Kein Feind hat auch nur den Hauch einer Chance. Als Kriemhild den Recken erstmals erblickt, ist es um sie geschehen.

Hagen, der Nordländer, ist ein alternder Krieger, ein Mann, der in einer Rolle und Position gefangen ist, aus der er nicht entkommen kann, ohne die Menschen, die ihm vertrauen, ins Unglück zu stürzen. Er ist zwar die graue Eminenz am Burgunderhof, rechtschaffen denkend und für die Zukunft planend, leider aber in sich gekehrt und nur der Pflicht ergeben. Hätte er eine weisere Ratgeberin als die unergründliche Norne Urd und seine eigene Pflichttreue zu den Burgundern gehabt, hätte er einige verhängnisvolle Fehlentscheidungen umgehen können.

|Surprise de feu|

Auch Kriem- und Brunhild sind ziemlich gut verständlich dargestellt, allerdings nicht in so eingehender Tiefe wie bei diesen zwei Hauptfiguren. Das Finale aber gehört den beiden Frauen, die Siegfried geliebt haben und Hagen verdammen. Hier gibt es eine ziemliche Überraschung am Scheiterhaufen. Da mag sich so mancher Zuhörer verwundert die Ohren reiben und sich die Stelle noch einmal anhören.

|Der Mordfall „Siegfried“|

Doch ist Hagen wirklich der Mörder des Drachentöters, als den ihn die späteren Bearbeitungen hinstellen? Der Mordfall „Siegfried“ ist eine verwickelte Sache, und der Angeklagte muss nicht unbedingt der Täter sein. Zu oft schon hat sich der Nordländer bereits in seinen Treueverpflichtungen und Versprechen verstrickt – zum Bedauern der Beteiligten. Doch er hielt stets die Klappe, denn es ist nicht Hagens Auffassung von Ehre, die Schuld einem anderen zu geben, nur um selbst unschuldig erscheinen zu können. Whodunnit?, möchte man mit Agatha Christie fragen. Wer ist’s, der Siegfried auf dem Gewissen hat? Selber lesen (bzw. vorlesen lassen)!

|Der Sprecher|

Christian Berkel ist ein sehr kompetenter Sprecher, der mit seiner tiefen Stimme die zentrale Figur des Hagen zu Leben erweckt. Diese Perspektive wechselt niemals, und so fällt es dem Zuhörer leicht, sich in der Handlung zurechtzufinden, auch wenn es in den zahlreichen Actionszenen mal recht turbulent zugehen sollte.

Leider viel zu selten hört man Hintergrundgeräusche, so etwa das Zwitschern von Waldvögel oder das unheilvolle Krächzen von Raben. Musik fehlt leider vollständig. Was mich aber immer wieder gestört hat, war ein Geräusch, wie es nur ein Bandlaufwerk verursachen dürfte. Es ist nur an leisen Stellen wahrzunehmen und wahrscheinlich nur, wenn man die Kopfhörer benutzt. Weil aber die anderen Verlage praktisch nur noch mit digitaler Technik aufnehmen, um solche Geräusche zu unterdrücken, fällt es umso mehr auf, wenn ein Bandgeräusch zu hören ist.

|Das Booklet|

Ein großer Pluspunkt für das Hörbuch ist das Booklet. Auf zwölf Seiten bietet es einen Überblick über die Hauptfiguren (siehe oben) und über die Quellen, auf die Hohlbein in seiner Bearbeitung des Stoffes zurückgreifen konnte. Dabei werden feine Verästelungen deutlich, und im Vergleich mit dem Text wird ersichtlich, welche Position Hohlbeins Text im Umfeld des „Nibelungenliedes“ einnimmt. Er weist keine Schuld zu und tritt auch nicht in die Fettnäpfchen, die da „Nibelungentreue“ und „Dolchstoßlegende“ heißen. Beide Propagandalügen werden erläutert.

_Unterm Strich_

Die von Autor genehmigte, gekürzte Lesefassung wartet mit einer Menge Drama, Action und Mystik auf, so dass sich ein junges Publikum ausgezeichnet unterhalten fühlen dürfte. Aber auch einem Hörer, der sich schon mit germanischer Mythologie, insbesondere dem „Nibelungenlied“, auskennt, könnte Hohlbeins Darstellung von Hagens Tragödie hinsichtlich Treue, Liebe und Pflichterfüllung noch die eine oder andere Überraschung bereiten.

Wer mit den ollen Germanen absolut nichts zu tun haben möchte, sollte sich nach aktuelleren Stoffen umsehen. Aber Hagens Dilemma ist durchaus von überzeitlicher Gültigkeit: Er kann nicht retten, was er liebt und darf nicht bekämpfen, was diese Liebe bedroht. Eigentlich fehlt nach dem Ende des Buches die Fortsetzung: „Kriemhilds Rache“. Leider ist der Ausgang schon allgemein bekannt.

Das Hörbuch ist eine Produktion, die im Vergleich nicht alle Möglichkeiten ausreizt – siehe oben. Aber für die meisten Erwartungen ist das bereits ausreichend.

|Zuerst erschienen 1986 im Ueberreuter Verlag, Wien
315 Minuten auf 4 CDs|

Jochen Weeber und Fariba Gholizadeh – Was ist bloß mit Gisbert los?

Eigentlich hatten sie es gar nicht so böse gemeint, als sie hinter dem Giraffenjungen Gisbert über seine braunen Flecken tuschelten. Auch das Nilpferd hatte vorher nicht lange nachgedacht, als es sich über Gisberts Trompetenspiel lustig machte. Trotzdem ist Gisbert, der eine normal große, fröhliche Giraffe – ja gar ein langer Lulatsch – gewesen war, plötzlich ganz klein und traurig geworden – so klein, dass er unter das Sofa passt und gar keine Lust mehr hat, mit seinen alten Freunden zu spielen. Erst im letzten Moment, als die Freunde sich schließlich mit einer Karte und einem kleinen Geschenk bei ihm entschuldigen, kann er sich seinen Eltern anvertrauen und findet wieder zu seiner alten Größe zurück.

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Pimm van Hest und Nynke Talsma – Charly

Was tun, wenn das geliebte Haustier stirbt? Schon für Erwachsene ist es nicht leicht, von einem liebgewonnen Lebewesen Abschied zu nehmen. Für Kinder ist es jedoch ungleich schwerer, wenn plötzlich ein tierisches Familienmitglied fehlt. Unverständnis und Tränen sind da unvermeidlich an der Tagesordnung.

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H. G. Wells, – Zeitmaschine, Die (inszenierte Lesung)

_Angewandte Evolutionstheorie: Eloi, Morlocks, Mensch_

Der Zeitreisende, den H. G. Wells als Erster in die Zukunft schickt, erlebt sehr viel mehr – und zugleich weniger – als in den bislang zwei Verfilmungen seines erfolgreichen Romans geschildert wird. Was aber meist weggelassen wird, sondern die Gedanken, die sich der wissenschaftlich gebildete Voyageur über die Evolution von Mensch und Universum macht. Keineswegs dogmatisch verbohrt, stellt er immer wieder eine Theorie auf, nur um sie unter dem Druck neuer Phänomene sofort zu revidieren, wohlwissend, dass sie nur Modelle sein können, um eine ungewöhnliche Situation zu beschreiben. Dabei fällt er ironischerweise selbst auf die primitivste Stufe der menschlichen Kultur zurück …

_Der Autor_

Herbert George Wells (1866-1946) beeinflusste die Entwicklung der Science-Fiction wie neben ihm nur noch Jules Verne. Seitdem er die Lehren von T. H. Huxley, einem eifrigen Verfechter von Charles Darwins Evolutionstheorie, gehört hatte, verfolgte er diese Theorien weiter. Weil ihm die Lehrerlaufbahn wegen angegriffener Gesundheit verwehrt blieb, wandte er sich dem Schreiben zu, um Geld zu verdienen. Schon die ersten Erzählungen wie „The Chronic Argonauts“, die 1888 erschien, erregten Aufsehen. Daraus formte er dann das vorliegende Buch „The Time Machine“, das 1895 erschien. Joseph Conrad und Henry James, die besten Autoren ihrer Zeit, hießen ihn in ihren Reihen willkommen.

_Der Sprecher_

Götz Otto, geboren 1967, studierte Theaterwissenschaft, Politologie und Philosophie in Berlin, bevor er seine Schauspielausbildung an der Grazer Hochschule für Musik und darstellende Kunst und an der Münchner Otto-Falckenberg-Schule absolvierte. 1991 spielte er bereits am Schiller-Theater Berlin und im Kinofilm „Kleine Haie“ von Sönke Wortmann. 1993 kam der Sprung nach Hollywood, wo er in Spielbergs „Schindlers Liste“ mitwirkte. Weltbekannt wurde er aber 1997 durch seine Rolle des Bösewichts Stamper im James-Bond-Thriller „Der Morgen stirbt nie“. 2003 trat er in „Der Untergang“ auf. Als Synchronsprecher lieh er seine Stimme dem Kater Snowball in „Stuart Little“. Zuletzt hat er in der britischen Kinokomödie „Alien Autopsy“ mitgewirkt.

Der Buchtext wurde von Dirk Kauffels gekürzt, der auch Regie führte. Die Tonaufnahme oblag Detlef Fischer, München. Die Mischung nahm Georg Niehusmann vom Sonic Yard Studio in Düsseldorf vor.

_Handlung_

Zwei Herrengesellschaften

Der Roman beginnt weder auf dem Mond noch in ferner Zukunft, sondern im schönen Themsetal bei Richmond, genauer: in der Bibliothek des Zeitreisenden, der nie einen Namen erhält. Bei ihm zu Besuch ist eine Herrengesellschaft, zu welcher der Ich-Erzähler als Chronist zählt, sowie ein gewisser Philby, offenbar die Stimme der Kritik. Ansonsten gibt es nur Namenlose: den Arzt, den Psychologen, den Bürgermeister „aus der Provinz“ und einen „jungen Mann“.

Ihnen setzt der Zeitreisende seine Idee auseinander, dass man sich in der Zeit als einer ähnlichen Dimensionen wie in den drei Dimensionen des Raumes bewegen könne. Und er stellt ihnen das Modell seines Vehikels vor. Mit dem Umlegen eines Hebels schickt der Psychologe es in die Zukunft. Natürlich nicht in die Vergangenheit, sonst hätten sie es ja bei früheren Besuchen bemerken müssen.

Nebenan wartet im Labor bereits die fast fertiggestellte richtige Zeitmaschine. Die Besucher sind verblüfft, nicht nur ob dieses Apparats, sondern auch wegen der Ankündigung des Gastgebers, er werde die Zeit erforschen.

Bei einem zweiten Besuch erwartet die Rückkehr des Zeitreisenden ebenfalls eine illustre Herrengesellschaft: der Herausgeber einer Tageszeitung, ein Journalist, ein „Schweigsamer“ und unser Chronist. Da taucht der lang Erwartete endlich auf, doch in zerfetzter Kleidung, schmutzig und verletzt, bleich, hinkend und schuhlos. Offenbar ist ihm einiges zugestoßen, doch die beiden Pressemenschen haben nur Spott für ihn übrig – was soll dieser abgeschmackte Zirkusauftritt? Nachdem er sich frisch gemacht hat, fällt der Gastgeber gierig über das Abendessen her. Im „Rauchzimmer“ erzählt er dann seine Geschichte. Wie erbeten, unterbricht ihn keiner der Anwesenden.

|Die Reise|

Er ist ins Jahr 802.701 gereist, aber im Themsetal geblieben. Auf einer Wiese kam er im Hagelsturm vor einer großen Bronzestatue zum Halten. Es handelte sich um eine Sphinx mit ausgebreiteten Schwingen, die auf einem Piedestal stand. Schöne Zwerge in feinen Gewändern tauchten nach dem Sturm auf, die ihn anlachten und zum Essen einluden, in einen nahegelegenen Palast. Dieser sei aber sehr heruntergekommen gewesen und habe ungepflegt ausgesehen. Da die Zwerge – sie nennen sich „Eloi“ – recht träge und dumm sind, hält er sie nicht für die Erbauer dieses Gebäudes, das von einem schönen, doch verwilderten Garten umgeben ist. Sie verfügen weder über Aufmerksamkeit noch Neugier, fürchten sich aber enorm vor jeder Art von Dunkelheit.

Auf einem Hügel entdeckt der Ankömmling eine Menge Ruinen, aber keinerlei Häuser oder Felder. Seine erste Theorie lautet daher: „Kommunismus“! Als er die Schlote entdeckt, über denen die Luft flimmert, und die tiefen trockenen Schächte, die Luft ansaugen, muss er seine Theorie angesichts dieses Ventilationssystems revidieren. Während seines Sinnens über den evolutionären Niedergang der Menschheit auf das Niveau der Eloi vergisst er seine einzige Reisemöglichkeit. Seine Maschine ist verschwunden, in den Sockel der Sphinx gezerrt worden. Es gibt offenbar noch andere Wesen außer den Eloi.

|Die Unterwelt|

Nachdem er in einer geretteten Eloifrau namens Weena eine Gefährtin gefunden hat, mit der er sich unterhalten kann (die Sprache ist rasch erlernt), macht er sich trotz ihrer Warnungen auf eine Expedition in einen der Schächte hinab, um einem seltsamen weißen Wesen zu folgen. Mit Hilfe seiner Streichhölzer dringt er in die Tunnel in der Tiefe vor. In der weitverzweigten Unterwelt stehen riesige Maschinen, die von den weißen affenähnlichen Wesen bedient werden. Es handelt sich nicht um Affen, sondern um eine weitere menschliche Spezies: Morlocks. Und auf einem ihrer Tische erblickt der Zeitreisende entsetzt die Überreste eines Eloi. Die Morlocks sind offenbar Kannibalen.

Mit knapper Not entgeht er den Zugriffsversuchen dieser Fleischfresser, doch er hat nur noch wenige Streichhölzer übrig, um sich gegen die nun nächtlich erfolgenden Morlockangriffe zu wehren. Wieder muss er seine Evolutionstheorie revidieren, um eine Verbindung zwischen dem 19. und dem 8028. Jahrhundert herzustellen. Durch mehrere dunkle Neumondnächte unternimmt er eine Wanderung mit Weena, die in den Verfilmungen stets weggelassen wird: in das Museum im „Grünen Porzellanpalast“.

|Das Museum|

In diesem Museum im früheren South Kensington stößt er auf eine Galerie von Urwelttieren, wie sie im ausgehenden 19. Jahrhundert revolutionär war. Um sich und Weena vor herandrängenden Morlocks zu schützen, bricht er einen Hebel von einer Maschine ab und besorgt sich Kampfer sowie Streichhölzer: Er ist auf die Stufe eines Höhlenmenschen mit Feuer und Keule zurückgefallen. Schuhe hat er ebenfalls keine mehr.

Nach einer Lagerfeuernacht im Wald kommt es zur Schlacht. Die Morlocks wollen unbedingt Weena und ihn zum Frühstück verspeisen. Während Weena verschwindet, bricht im Wald Feuer aus, das die Morlocks in schwere Bedrängnis bringt: An die Dunkelheit der Tunnel längst angepasst, sind sie vom Feuer geblendet und rennen blindlings in die Flammen.

Doch die Morlocks haben immer noch seine Zeitmaschine in ihrer Gewalt. Er kann nicht mehr bleiben und muss sie zurückbekommen. Doch die Morlocks haben eine Falle für ihn vorbereitet …

_Mein Eindruck_

Dieser erste Roman von Wells hat die Zeitreise und das Instrument dafür in die Science-Fiction eingeführt; unzählige Nachahmer haben seine Idee aufgegriffen. Mit der Zeitmaschine begegnen die Zeitreisenden des Öfteren positiven oder negativen utopischen Gesellschaften, die gewöhnlich in kritischem Gegensatz zur Gesellschaft des Autors und seines Lesers stehen.

Da es sich bei dem Buch nach Wells‘ eigener Definition um eine „scientific romance“ handelt, also im Grunde um eine wissenschaftlich fundierte, aber eigentlich unglaubliche Abenteuergeschichte, konzentriert sich sein Interesse auf nicht auf die technischen Voraussetzungen der Zeitreise, sondern auf die gesellschaftlichen Verhältnisse, die im Jahr 802.701 anzutreffen sind.

Der eng umgrenzte Schauplatz der Handlung präsentiert sich ihm zunächst als grünes, fruchtbares Paradies (mit großer Ähnlichkeit zum Tal der Themse), das von den kindhaften Eloi bewohnt wird. Doch unter der Erde leben in düsteren Höhlen die verunstalteten Morlocks, die Nachkommen eines früheren Industrieproletariats. Die Auffassung des Zeitreisenden vom Verhältnis dieser beiden Rassen zueinander ändert sich unter dem Eindruck neuer Erkenntnisse ständig.

Waren ihm die Eloi zu Anfang als die Herren der Welt (und zugleich eine Art englische „leisure class“) erschienen, so stellen sie sich schließlich als das Vieh heraus, das die Morlocks als Nahrung züchten. Diese Umkehrung der Verhältnisse, die Wells‘ Leser kannten, löst im Zeitreisenden Entsetzen aus, das viel von den Ängsten verrät, die Wells hinsichtlich seiner eigenen Klasse hegte. In den letzten Kapiteln malt er ein visionäres Schreckensbild von einer schwachen Sonne, wenn am Ende der Zeiten alle Energie dem Prozess der Entropie zum Opfer gefallen ist.

Aber mehr noch durch den Grundeinfall besticht „Die Zeitmaschine“ durch ihre Bildhftigkeit und ihre metaphernreiche Sprache. Daher wird das Buch als der beste Roman in Wells‘ Frühwerk angesehen. In einer Gesamtschau der Zukunft ist hier die erste bedeutende anti-utopische Horrorvision entstanden. Dem Buch war infolgedessen ein großer Erfolg beschieden und es wurde seit 1895 zweimal verfilmt, zuletzt von Wells‘ Enkel Simon.

(zitiert nach meinem eigenen Artikel in „Harenbergs Lexikon der Weltliteratur“, 1989, Seite 3130-3131)

|Der Sprecher|

Götz Otto hat eine Stimme, die einen Deut tiefer liegt als die von David Nathan. Er trägt auch ähnlich vor wie David Nathan: deutlich artikuliert und die Sätze und Satzteile betonend. So kann der Hörer seinem Vortrag sehr gut folgen. Aber das ist natürlich nicht alles, was ein Sprecher können muss.

Otto gelingt es, den insgesamt acht Männern eine einigermaßen individuelle Tonlage und Sprechweise zu verleihen, so dass sie halbwegs unterscheidbar sind. Der Zeitreisende, dessen Namen wir nie erfahren, spricht zunächst tief und bedeutungsschwer, denn was er zu berichten hat, ist einfach unerhört. Deshalb legt er sich ein Mäntelchen der Autorität zu – und leiht es sich von anderen Autoritäten, die er laufend zitiert. Der Ich-Erzähler, der uns von ihm berichtet, heißt vermutlich Hillyard. Seine Tonlage ist normal und meist entspannt.

Der Provinzbürgermeister und der Zeitungsverleger sind Skeptiker und klingen dementsprechend. Dito der Arzt und der Psychologe, wohingegen der Journalist quengelt, wo er jetzt zu nachtschlafender Zeit ein Taxi herbekommt. Kurz vor Schluss taucht ein Diener auf, der den Zeitreisenden sucht. Er klingt, als würde er wie ein klassischer englischer Buttler näselnd.

Die Stimmen von Weena und Ihresgleichen hören wir nie. Und die „Stimmen“ der Morlocks lassen sich besser unter „Geräusche“ subsumieren.

|Geräusche|

Diese „inszenierte Lesung“ wartet mit einer Vielfalt unterschiedlichster Geräusche auf, die dennoch nur vereinzelt auftreten. Sie ergänzen oder untermalen den Text. In den Räumen des Zeitreisenden knistert stets ein Kaminfeuer, und eine Uhr tickt vernehmlich. Den Übergang zu den Abenteuern im großen „Draußen“ bildet das leise Motorengeräusch der Zeitmaschine selbst. Der idyllische Schauplatz der Erlebnisse im Jahr 802.701 ist zunächst mit Vogelgezwitscher erfüllt, doch nach diversen Erkundungen, unter anderem in der Unterwelt, macht ein großer Brand mit intensivem Flammenknistern der Idylle ein jähes Ende.

In der Unterwelt und im Wald stößt der Zeitreisende stets auf die weißen, tierhaften Morlocks. Sie stoßen ein grunzendes Schnauben aus, das man ihre Sprache interpretieren könnte. Es lässt sie wegen der tiefen Tonlage zugleich als Gefahr erscheinen. Nicht zu Unrecht, wie sich erweisen soll. Die Schreie der Morlocks, wenn sie Schmerz fühlen, sind markerschütternd und erinnerten mich an das Trompeten von Elefanten.

Die letzte Fahrt führt den Reisenden in die fernste Zukunft, an einen trostlosen Strand. Ein Heulruf, den ein Riesenschmetterling ausstößt, wird von einem insektoiden Schaben von Riesenkrabben abgelöst. Der Reisende macht, dass er wegkommt.

|Die Musik|

Ein dicker Pluspunkt dieser schönen Lesung ist die Musik. Sie stammt nach Angaben des Verlags aus dem Soundtrack der Verfilmung von 1960, die George Pal mit Rod Taylor in der Hauptrolle inszenierte – siehe auch das Titelbild des Hörbuchs. Diese Musik stammt jedenfalls nicht aus der Verfilmung von 2002, die Klaus Badelt komponierte, sondern ist von dem Komponisten Russell Garcia.

Die Musik dient niemals als Untermalung, sondern nur als Pausenfüller, der eine klare Zäsur zwischen den einzelnen Kapiteln bildet. Auf diese Weise kann sich der Hörer zurücklehnen und das Gehörte „verdauen“. Selten ist die die Musik auf Action ausgelegt, vielmehr sind die kleinen Stücke in der Mehrzahl entspannend, zuweilen auch melancholisch (eine Oboe erklingt). Einmal werden auch unheilvolle Akkorde angeschlagen, doch das allerletzte Stück endet mit einem hellen Triumph.

|Das Booklet|

… ist höchst informativ und für den jungen Leser – Schüler oder Student – von hohem Erklärungswert. Nicht nur Sprecher und Autor werden detailliert vorgestellt, sondern auch das Buch selbst. Außerdem findet sich ein mehrseitiges Glossar, das Namen und Begriffe erklärt. Eine sehr willkommene Verständnishilfe, wie ich finde.

_Unterm Strich_

„Die Zeitmaschine“ ist Wells‘ praktische Anwendung von Huxleys Version der Darwin’schen Evolutionstheorie, allerdings in packender erzählerischer Form. Was in den Verfilmungen völlig fehlt, ist das ständige Räsonnieren des Zeitreisenden über die vorgefundene Situation: Eloi und Morlocks – in welcher Beziehung stehen sie zueinander, und wie konnte es dazu kommen? Das gibt Wells‘ Hauptfigur Gelegenheit, stellvertretend für seinen Autor über zentrale Grundlagen der Zivilisation nachzudenken und sie in Frage zu stellen: Intelligenz, Neugier, Erfindungsgeist, Werkzeuge, aber auch Familie, Geschlecht (alle Eloi sind unisex gekleidet, die Morlocks überhaupt nicht), Nachkommen, Zeitempfinden.

Das traurige Finale der Zeitreise führt weit in die Zukunft. Aufgrund heutiger Kenntnisse kommt es zu der geschilderten Situation zwar erst in einer Milliarde Jahren, aber dennoch: Der Schrecken, den die schaurige Endzeit-Szenerie am Strand eines toten Meeres unter einer sterbenden Sonne vermittelt, dürfte annähernd der gleiche sein, wenn es soweit ist. Wells stellt die Evolution des Menschen in den größeren Rahmen der Evolution des Sonnensystems und des gleichgültigen Universums. Später werden Autoren wie Olaf Stapledon noch weiter blicken und die menschliche Evolution in fernste Zukunft fortschreiben. Doch Wells zieht als Mensch und möglicherweise Romantiker ein erstes Fazit von dem, was unter dem kalten Funkeln der Sterne im menschlichen Leben zählt: Liebe zum Beispiel.

|Das Hörbuch|

Eine inszenierte Lesung als Hörbuchfassung der „Zeitmaschine“? Dieses Vorhaben ist jedenfalls gut gelungen und weitaus unterhaltsamer als die Nur-Text-Fassung, die der |Verlag u. Studio für Hörbuchproduktionen| im Jahr 1996 vorlegte. Dass der Text leicht gekürzt wurde, ist meines Erachtens kein Nachteil, sondern erspart dem Hörer vielmehr die ermüdenden Erklärungen und Spekulationen des Buchautors.

Götz Otto erweist sich als kompetenter Sprecher, wenn er auch weit von der Stimmakrobatik eines Rufus Beck entfernt ist. Die Geräusche verdecken nie den Vortrag, und die Filmmusik von Russell Garcia aus dem Jahr 1960 ist sowohl stimmungsvoll als auch entspannend. Das Gesamtergebnis ist zwar nicht berauschend, aber solide und könnte sich auch für Unterrichtszwecke eignen.

|Originaltitel: The Time Machine, 1895
Deutsch bei Zsolnay, 1980
Aus dem Englischen von Annie Reney & Alexandra Auer
244 Minuten auf 3 CDs|
http://www.patmos.de

|Siehe ergänzend dazu Dr. Michael Drewnioks [Rezension]http://www.buchwurm.info/book/anzeigen.php?id__book=1414 der Buchfassung.|

Jasper Fforde – Der Fall Jane Eyre

Der weibliche James Bond der Literatur

Super-LiteraturAgentin Thursday Next jagt den Erzschurken Acheron Hades, der droht, viel geliebte Gestalten der Weltliteratur aus dem Gedächtnis der Menschheit zu tilgen. Er visiert Charlotte Brontës berühmtesten Roman an. Nur Thursday kann Jane Eyre retten – und verändert deren Leben entscheidend … Eine rasante, witzige, intelligente Mischung aus Science-Fiction, Krimi, Abenteuer. Ein Spiel mit der Literatur, ein fabelhaftes Hirngespinst. (Verlagsinfo)

Der Autor

Jasper Fforde – Der Fall Jane Eyre weiterlesen

Paul Stewart / Chris Riddell – Rook in den Freien Tälern (Klippenland-Chroniken VII)

Folge 1: „Twig im Dunkelwald“
Folge 2: „Twig bei den Himmelspiraten“
Folge 3: „Twig im Auge des Sturms“
Folge 4: „Twig – Fluch über Sanktaphrax“
Folge 5: „Rook und Twig, der letzte Himmelspirat“
Folge 6: „Rook und der schwarze Mahlstrom“

Paul Stewart / Chris Riddell – Rook in den Freien Tälern (Klippenland-Chroniken VII) weiterlesen

Paul Stewart, Chris Riddell – Rook und Twig, der letzte Himmelspirat (Die Klippenland-Chroniken V)

Buch I: Twig im Dunkelwald
Buch II: Twig bei den Himmelspiraten
Buch III: Twig im Auge des Sturms
Buch IV: Twig – Fluch über Sanktaphrax

Neue Helden braucht das Land, diese alte Weisheit gilt wohl auch für das sagenumwobene Sanktaphrax, die Heimat der Himmelspiraten, durch die einst der beliebte Twig reiste. Mit dem fünften Teil der „Klippenland-Chroniken“ ist es dann auch schließlich so weit: Ein neuer Hauptcharakter wird eingeführt, nämlich der junge Rook, der zu den Ausgesandten gehört, die Sanktaphrax vor dem erneut drohenden Untergang bewahren sollen. Doch die Trennung von Twig als zentraler Figur kann natürlich nur funktionieren, wenn dieser auch in „Rook und Twig, der letzte Himmelspirat“ einen wichtigen und letztendlich entscheidenden Gastauftritt hat.

Paul Stewart, Chris Riddell – Rook und Twig, der letzte Himmelspirat (Die Klippenland-Chroniken V) weiterlesen

Paul Stewart – Twig bei den Himmelspiraten (Die Klippenland-Chroniken II)

Band 1: „Twig im Dunkelwald“

Nachdem Twig im ersten Teil der „Klippenland-Chroniken“ auf der langen Reise durch den Dunkelwald seinen Vater bei den Himmelspiraten entdeckt hat, geht die Geschichte um den nun etwas reiferen Jungen weiter. Gemeinsam mit seinem legendären Vater und dessen Mannschaft zieht er hier auf eine weitere spannende Reise, die wieder einmal von Hörbuch-Genius Volker Niederfahrenhorst erzählt wird. War die erste Geschichte schon sehr gut, kann sich das Ganze in der Fortsetzung sogar noch einmal steigern, denn die Action und die Spannung nehmen bei „Twig bei den Himmelspiraten“ nochmals zu – leider aber auch die Zahl der Todesopfer, die im Verlaufe der Produktion anfallen …

Paul Stewart – Twig bei den Himmelspiraten (Die Klippenland-Chroniken II) weiterlesen