Schlagwort-Archive: Penhaligon

[NEWS] JEANIENE FROST – Im Feuer der Begierde

Bei Penhaligon erscheint ein neues Buch von Jeaniene Frost aus der Welt von Cat & Bones: „Im Feuer der Begierde“.

Den Prinzen der Finsternis zu lieben ist eine tödliche Leidenschaft

Leilas übernatürliche Fähigkeiten haben sie verlassen. Und als sei das nicht schlimm genug, erwidert der Vampir Vlad ihre Liebe offenbar nicht mehr. Da gerät Leila auch noch in das Fadenkreuz eines Killers und sie muss sich entscheiden. Vertraut sie dem Vampir, der ihre Leidenschaft wie kein anderer entfacht, sie aber kaum noch wahrzunehmen scheint? Oder akzeptiert sie die Hilfe eines dunklen Ritters, dessen grausame Vergangenheit ihn nicht loslässt, und der keine größere Sehnsucht kennt, als für Leila mehr zu sein als nur ein Freund. Welche Wahl sie auch trifft – ein falscher Schritt bedeutet für Leila ewige Verdammnis.

(Verlagsinfo)

Gebundene Ausgabe, 384 Seiten
Originaltitel: Twice Tempted (Night Huntress World 4)

Der Verlag bietet unter dieser Adresse eine Leseprobe an.

[NEWS] DAVID HAIR – Ein Sturm zieht auf (Die Brücke der Gezeiten 1)

David Hair beginnt bei Penhaligon seine Fantasyserie „Die Brücke der Gezeiten“ mit „Ein Sturm zieht auf“.

Auf der Brücke der Gezeiten wird sich das Schicksal der Welt entscheiden …

Die Mondflutbrücke liegt tief unter der Ozeanoberfläche. Aber alle zwölf Jahre erhebt sie sich aus den Fluten und verbindet die beiden Kontinente Yuros und Antiopia. Zweimal schon hat Yuros seine Armeen von Kriegern und Magiern über die Brücke geführt, um das Nachbarreich zu unterwerfen. Jetzt naht die dritte Mondflut, und der Westen rüstet sich zum finalen Schlag. Aber es sind drei unscheinbare Menschen – ein gescheiterter Magie-Schüler, eine Spionin und Mörderin, die ihr Gewissen entdeckt, und ein einfaches Marktmädchen –, die über das Schicksal der Welt entscheiden werden …

Der Auftakt zu einem atemberaubenden Epos.
(Verlagsinfo)

Gebundene Ausgabe, 512 Seiten
Originaltitel: Mage’s Blood (The Moontide-Quartet 1) Part One

Der Verlag bietet unter dieser Adresse eine Leseprobe an.

[NEWS] GEORGE R. R. MARTIN: Der Heckenritter von Westeros – Das Urteil der Sieben

Die Vorgeschichte zu „Das Lied von Eis und Feuer“: „Der Heckenritter von Westeros – Das Urteil der Sieben“ von George R. R. Martin erscheint bei Penhaligon.

Die Vorgeschichte zu »Das Lied von Eis und Feuer«

Ein Jahrhundert vor den Ereignissen in der Bestsellersaga »Das Lied von Eis und Feuer« nimmt ein Knappe namens Dunk das Schwert seines verstorbenen Herren an sich. Er will an einem Turnier teilnehmen, um selbst ein Ritter zu werden. Doch »Ser Duncan« hat noch viel zu lernen über die Welt der Edlen und Mächtigen. Beim Versuch, einen Platz im Turnier zu ergattern, macht er sich bald ebenso viele Feinde wie Freunde. Dunk ist ein fähiger Kämpfer mit einem starken Ehrempfinden. Doch wird das reichen, um ihn in den Augen der Welt als wahrer Ritter dastehen zu lassen? Oder ist er nur ein fehlgeleiteter junger Mann, der sich und andere in tödliche Gefahr bringt?
(Verlagsinfo)

Broschiert, 416 Seiten
Originaltitel: Hedge Knight/The Sworn Sword/The Mystery Knight

Der Verlag bietet unter dieser Adresse eine Leseprobe an.

Lena Klassen – Herz des Schattens (Magyria 1)

All-Age-Vampir-Fantasy – das gibts wie Sand am Meer. Aber gute All-Age-Vampir-Fantasy ist dagegen gar nicht so leicht zu finden. Wer sich vom verkitschten Cover nicht irritieren lässt und trotzdem zu Lena Klassens Trilogie-Auftakt “Magyria – Das Herz des Schattens” greift, wird mit einer ausgereiften Story und einem episch angehauchten Setting belohnt. Die Liebesgeschichte ist da nur noch das Sahnehäubchen, nicht bereits der Hauptgang.

Der Charme des Buches beruht hauptsächlich darauf, dass sich Klassen für die Entwicklung ihrer Handlung und ihres Fantasysettings viel Zeit lässt. Die ersten zweihundert Seiten verbringt der Leser abwechselt in Budapest und in einem geheimnisvollen Land, das Magyria heißt. Dabei bleibt zunächst unklar, wie beide Plots zusammenhängen, doch je weiter der Roman fortschreitet, desto mehr Berührungspunkte versteckt Lena Klassen in den beiden Schauplätzen und überlässt es erst einmal dem Leser, das Puzzle zusammenzusetzen. Daraus erwächst viel Spannung, und obwohl man eine ganze Weile braucht, um das Geheimnis zu lüften (eben genau die Zeit, die Lena Klassen für ihre Exposition braucht), kommen nie Langeweile oder Frust auf. Lena Klassen – Herz des Schattens (Magyria 1) weiterlesen

Catherine Fisher – „Incarceron: Fliehen heißt sterben“

Die junge Claudia führt ein privilegiertes Leben in einem großen Herrenhaus mit Dienstboten, kostbaren Kleidern und einem eigenen Pferd. Ihr Vater ist einer der mächtigsten Männer des Reiches, der Hüter von Incarceron. Leider hat er sich in den Kopf gesetzt, seine Tochter mit dem Kronprinzen Caspar zu verheiraten, den Claudia auf den Tod nicht ausstehen kann. Sie ist wild entschlossen, diese Heirat zu verhindern!

Finn gehört zu einer Bande von Kriminellen, aber er fühlt sich dort nicht wohl. Seine Erinnerungen reichen lediglich drei Jahre zurück, bis zu dem Zeitpunkt, an dem er in einer Zelle Incarcerons aufgewacht ist. Doch er hat immer wieder Visionen, im Traum suchen ihn Erinnerungsfetzen heim. Finn ist überzeugt davon, dass er von Außerhalb stammt. Als eine Frau die Tätowierung an seinem Handgelenk erkennt, hat er zum ersten Mal eine Spur, die vielleicht zu den Antworten auf seine vielen Fragen führt …

Nach der Lektüre dieses Buches musste ich eine Weile überlegen, wie ich es wohl einordnen soll. Der Verlag führt es offenbar unter Fantasy. Ich persönlich tendiere aber eigentlich eher dazu, es unter Science-Fiction einzuordnen. Zu diesem Schluss kam ich, nachdem ich „Incarceron“ mit dem Dornen-Zyklus verglichen habe. Beide spielen in einer Welt, die die unsere sein könnte, allerdings nach einer Katastrophe globalen Ausmaßes. Beide enthalten Begriffe aus unserer aktuellen Realität oder zumindest Analogien dazu, und in beiden müssen die Protagonisten mit den widrigen Bedingungen fertigwerden, die Folge der Katastrophe sind. Was den Dornen-Zyklus für mich ins Genre der Fantasy rückt, ist der Aspekt der Necromantie. Ein solch phantastisches Element fehlt in „Incarceron“. Hier gibt es keine Magie, keine phantastischen Wesen, überhaupt nichts Übernatürliches. Nur Technik.

Catherine Fisher – „Incarceron: Fliehen heißt sterben“ weiterlesen

[NEWS] CATHERINE FISHER: Incarceron

Phantastische Spannungslektüre für die jüngere Leserschaft bei bei Penhaligon: „Incarceron“ von Catherine Fisher.

Sein Körper ist gefangen, doch sein Herz ist frei

Incarceron ist ein gewaltiges Gefängnis. Sein Inneres besteht aus gigantischen Metallwäldern, verfallenen Städten und endlosen Weiten. An diesem Ort gibt es weder Freundschaft noch Vertrauen – und es gibt keine Hoffnung auf Entkommen. Doch der junge Häftling Finn hat eine Verbindung zur Welt außerhalb, zu Claudia, der Tochter des Gefängnishüters. Sie ist Finns einzige Chance, aus Incarceron auszubrechen, und er wiederum ist Claudias letzte Hoffnung, dem goldenen Käfig ihres eigenen Lebens zu entfliehen. Doch Finns und Claudias größter Feind ist Incarceron selbst, das seine Insassen wie ein hungriges Raubtier belauert. Denn dieses Gefängnis lebt …

Catherine Fisher ist die Autorin vieler fantastischer Kinder- und Jugendbücher sowie zweier preisgekrönter Gedichtbände. Mit „Incarceron“ gelang ihr der große internationale Durchbruch. Catherine Fisher lebt und schreibt in Wales.
(Verlagsinfos)

Originaltitel: Incarceron
Originalverlag: Hodder Children’s Books, London 2007
Aus dem Englischen von Marianne Schmidt
Deutsche Erstausgabe
Gebundenes Buch mit Schutzumschlag, 480 Seiten
ISBN: 978-3-7645-3080-8

Der Verlag bietet unter dieser Adresse eine Leseprobe an.

[NEWS] CLAUDIA GREY: Balthazar

Bei Penhaligon gibt es Neues aus dem Evernight-Universum von Claudia Grey: „Balthazar“.

Jeder Vampir träumt davon, wieder ein Mensch zu sein …

Das Blut der 16-jährigen Skye verfügt über eine einzigartige Macht. Wenn ein Vampir davon trinkt, wird er in die Zeit zurückversetzt, in der er noch lebte. Diese Erfahrung macht den Blutsauger beinahe sofort abhängig. Da ist es nicht überraschend, dass der brutale Vampir Redgrave alles daran setzt, Skye in seine Gewalt zu bekommen. Denn wer Skyes Blut kontrolliert, beherrscht auch die Abhängigen. Nur der Vampir Balthazar nimmt den Kampf gegen Redgrave auf. Doch was anfangs lediglich Beschützerinstinkt und Rebellion gegen seinen vampirischen Erzeuger ist, entwickelt sich rasch zu mehr, als Balthazar erkennt, was Skye wirklich ist: die andere Hälfte seiner Seele.

Bevor Claudia Gray sich ganz dem Schreiben widmete, arbeitete sie als Anwältin, Journalistin und DJ. Seit ihrer Kindheit interessiert sie sich für Filmklassiker, die Stile vergangener Epochen und Architektur. Ihr dadurch erworbenes Wissen ließ sie sanft in die Welt von „Evernight“ einfließen und erschuf so eine unverwechselbare Stimmung.
(Verlagsinfos)

Originaltitel: Balthazar
Originalverlag: Harper Teen, New York 2012
Aus dem Amerikanischen von Marianne Schmidt
Deutsche Erstausgabe
Gebundenes Buch mit Schutzumschlag, 416 Seiten
ISBN: 978-3-7645-3116-4

Der Verlag bietet unter dieser Adresse eine Leseprobe an.

Ernest Cline – Ready Player One

Die Handlung:

Im Jahr 2044 hat die reale Welt für Wade Watts nicht mehr viel zu bieten. Daher flieht er – wie die meisten Menschen – in das virtuelle Utopia von OASIS. Hier kann man leben, spielen und sich verlieben, ohne von der bedrückenden Realität abgelenkt zu werden. Da entdeckt Wade in einem Online-Game den ersten Hinweis auf einen unsagbar wertvollen Schatz, den der verstorbene Schöpfer von OASIS in seiner Cyber-Welt versteckt hat. Plötzlich ist Wade eine Berühmtheit, aber er gerät auch in das Visier eines Killerkommandos – in OASIS und in der Realität. Wade weiß, dass er diese mörderische Hetzjagd nur überleben kann, wenn er das Spiel bis zu seinem ungewissen Ende spielt! (Verlagsinfo)

Ernest Cline – Ready Player One weiterlesen

Eric Nylund – Gemini – Der goldene Apfel (Mortal Coils 1)

Die Mortal Coils-Serie:

Band 1: „Gemini – Der goldene Apfel“
Band 2: „All That Lives Must Die“ (noch ohne dt. Titel)

Die Zwillinge Eliot und Fiona sind nahezu völlig von der Welt abgeschottet aufgewachsen. Erst seit zwei Jahren verlassen sie überhaupt das Haus, und das auch nur, um in einem Restaurant einige Straßen weiter als Bedienung und als Tellerwäscher zu arbeiten. Doch eines Tages bekommt ihre kleine, abgeschlossene Welt Risse: Fremde tauchen vor ihrer Wohnung auf. Einer davon behauptet gar, ihr Onkel zu sein. Und plötzlich ist die Welt nicht nur viel größer, als die Zwillinge gedacht hatten, sie ist auch viel verwirrender, viel magischer und vor allem … viel gefährlicher!

Eric Nylund – Gemini – Der goldene Apfel (Mortal Coils 1) weiterlesen

Alan Bradley – Mord ist kein Kinderspiel (Flavia de Luce 2)

Flavia de Luce:

01 „Mord im Gurkenbeet“
02 „Mord ist kein Kinderspiel“

Im Leben der 11-jährigen Flavia de Luce kehrt auch nach ihrem ersten aufgeklärten Fall keine Ruhe ein. Sie verbringt tagträumend einen schönen Nachmittag auf dem Friedhof, als sie plötzlich ein Schluchzen vernimmt. Sie schaut nach und sieht eine junge rothaarige Frau auf einem Grabstein liegend und weinend. Flavia geht zu der Frau, namens Nialla, um ihr zu helfen. Sie erzählt Flavia, dass sie die Gehilfin des berühmten Puppenspielers Rupert Porsons sei und beide mit ihrem Wagen in der Nähe liegen geblieben wären und der Puppenspieler sei auf dem Weg, um Hilfe zu holen. Da kommt auch schon der Vikar Denwyn Richardson zu der kleinen Gruppe und bietet ebenfalls seine Hilfe an.

Alan Bradley – Mord ist kein Kinderspiel (Flavia de Luce 2) weiterlesen

Mull, Brandon – Gesellschaft des Abendsterns, Die (Fabelheim 2)

_Die „Fabelheim“-Bücher:_

Band 1: [„Fabelheim“]http://buchwurm.info/book/anzeigen.php?id__book=5819
Band 2: „Die Gesellschaft des Abendsterns“
Band 3: „Grip of the Shadow Plague“ (bislang nicht auf Deutsch angekündigt)
Band 4: „Secrets of the Dragon Sanctuary“ (bislang nicht auf Deutsch angekündigt)
Band 5: „Keys to the Demon Prison“ (bislang nicht auf Deutsch angekündigt)

_Für die Geschwister_ Kendra und Seth Sorensen brechen die letzten Schultage vor den großen Ferien an, als in Kendras Klasse ein neuer Schüler auftaucht. Kendra kann ihren Ekel von Chase Hancock kaum verbergen, denn dieser hat einen kahlen Schädel und das mit Eiterpusteln übersäte Gesicht erinnert an eine aufgeplatzte Kartoffel. Merkwürdig, dass sich alle ihre Mitschüler um Case geradezu zu reißen scheinen. Ihre Freundin Alyssa verliebt sich augenblicklich und Kendra kann dies nur für einen schlechten Scherz halten.

Auch ihr Bruder Seth bemerkt das sonderliche Aussehen von Case nicht, was Kendra die Augen öffnet: Sie ist als Einzige in der Lage, Case‘ wahre Natur zu sehen, folglich muss Case ein Wesen Fabelheims sein. Nach den Erlebnissen im letzten Sommer ist Kendra nämlich in der Lage, Fabelwesen als solche zu erkennen, da sie von den Feen geküsst wurde.

Daraufhin versucht Kendra dringend, ihren Großvater zu erreichen, aber das Telefon scheint defekt und auch die Post, die Kendra an ihren Großvater Stan Sorensen schreibt, scheint nicht den Empfänger zu erreichen.

In ihrer Not nimmt sie die Hilfe von Errol Fisk an, einem Klabauterjäger, der vorgibt, ein alter Freund von Stan zu sein. Laut Errol soll die einzige Möglichkeit, den Klabauter Case loszuwerden, eine Froschstatue sein. Diese besagte Statue soll laut Errol die Kraft haben, Case zur Flucht zu bewegen. Der Einzige, der in der Lage ist, diese Froschstatue zu bekommen, ist Seth. Aufgrund seines Alters kann er den Zauberbann, der diese schützt, überwinden.

In der folgenden Nacht machen sich Errol, Kendra und Seth auf, diese Statue zu stehlen, was Seth auch gelingt, allerdings wird er dabei von der Statue gebissen. Errol sagt Kendra, sie solle Case die Statue als Geschenk überreichen, dann würde er augenblicklich verschwinden. Kendra tut, wie ihr geheißen, und als Case die Statue in den Händen hält, läuft er tatsächlich augenblicklich mit dieser davon.

Später meldet sich dann endlich Großvater Stan bei Kendra und Seth und es stellt sich heraus, dass Errol keinesfalls ein Freund Stans ist, sondern ein Verbündeter der Gesellschaft des Abendsterns, eine der größten Gefahren für die Welt Fabelheims. Kendra und Seth erzählen Stan sofort von der Statue und davon, dass diese Seth gebissen hat. Dies hat furchtbare Konsequenzen für Seth, und er wird nur noch in Fabelheim sicher sein. Die Froschstatue ist nichts Geringeres als ein Dämon namens Ollock der Vielfraß. Daher machen sich Kendra und Seth sofort reisefertig, und Stan schickt eine seiner Verbündeten, Vanessa, um die Kinder abzuholen.

In Fabelheim angekommen, erfahren Kendra und Seth, dass die Gesellschaft des Abendsterns versucht, an das geheimnisvolle Artefakt Fabelheims zu kommen, um die Tore für die Dämonen zu öffnen. Diese sind nur durch die verschiedenen Artefakte, die in den verschiedenen Reservaten für magische Wesen wie Fabelheim versteckt liegen, zu öffnen. Um Fabelheim und das geheime Artefakt zu schützen, hat Stan noch Vanessa, die Züchterin magischer Tiere, Tanu, der Zaubertränke brauen kann, und Coulter, einen Spezialisten für magische Artefakte, zum Schutze Fabelheims hinzugezogen. Außerdem sollen Kendra und Seth von den Dreien lernen.

Während der Suche nach dem Artefakt taucht noch ein weiteres Problem auf: Fremde sind in Fabelheim eingedrungen, unter anderem der Dämon Ollock. Dies kann nur eines bedeuten: Verrat! Das Reservat kann nämlich nur betreten werden, wenn man in das Besucherbuch eingetragen ist!

_Kritik_

Mit „Fabelheim – Die Gesellschaft des Abendsterns“ hat Brandon Mull den spannenden und fantastischen zweiten Teil seiner All-Age-Saga rund um Fabelheim geschrieben. Langsam nimmt das Buch zunächst an Fahrt auf, um, kaum in Fabelheim angekommen, rasant an Geschwindigkeit zuzulegen. Mit seinen schrägen Ideen und einem herrlich leicht zu lesenden Schreibstil erschafft der Autor eine fantastische Welt, die sich mit der Realität vermischt.

Der Spannungsbogen beginnt schön gemächlich, um sich dann bis zum Finale rasant aufzubauen und den Leser so auf eine spannende, fantasievolle und überzeugende Reise mitzunehmen. Der Plot schließt sich dem ersten Teil an, und man lernt die Bewohner, magisch wie menschlich, besser kennen, und auch neue Gesichter tauchen auf.

Die einzelnen Protagonisten sind einleuchtend konzipiert, sympathisch und anziehend ausgearbeitet. Die Helden dieser Geschichte sind die Geschwister Kendra und Seth; beide haben sich glaubwürdig weiterentwickelt und sind auch reifer geworden. Kendra, die aufgrund der Ereignisse im ersten Teil feenartig geworden ist, probiert ihre neuen Fähigkeiten aus und erlernt Neues, zudem ist sie der vernünftige Part der beiden Geschwister. Detailreich und lebendig beschrieben, macht sie einen liebenswerten Eindruck, und man fiebert mit der kleinen Heldin mit. Ihr Bruder Seth ist in diesem Teil ein wenig vernünftiger geworden und hat nicht mehr allzu viele Flausen im Kopf; so wird auch er sympathischer und sein Mut ringt dem Leser Bewunderung ab.

Die Großeltern der beiden, Stan und Ruth, sind ebenfalls herzlich in ihrem Wesen, beiden fehlt es aber dennoch etwas an Tiefe, was der Geschichte aber keinen Abbruch tut. Die neuen Charaktere Vanessa, Tanu und Coulter sind recht geheimnisvoll gezeichnet. Noch mehr Raum könnte den mystischen Fabelwesen zustehen. Die Geschichte spielt zwar in Fabelheim, trotzdem sind diese Wesen teilweise nur schwache Randfiguren, die kaum erklärt werden.

„Die Gesellschaft des Abendsterns“ ist eine äußerst gelungene Fortsetzung der „Fabelheim“-Serie, die es versteht, den Leser zu fesseln und infolge der Ereignisse bis zur letzten Seite kaum loslässt. Auch wenn manche Protagonisten noch leichte Schwächen haben, werden Fabelheim und seine menschlichen Bewohner greifbar und quicklebendig präsentiert. Der Autor versteht es, die einzelnen Geschehnisse scharfsinnig und deutlich miteinander zu verweben, so dass ein absolut lesenswertes Gesamtbild erscheint.

_Fazit_

Brandon Mull hat mit „Fabelheim – Die Gesellschaft des Abendsterns“ eine würdige Fortsetzung zu „Fabelheim“ geschaffen, die Erwachsene sowie jugendliche Leser in den Bann ziehen wird. Allen Fantasy-begeisterten Lesern kann ich diesen durch neue Ideen gewürzten Roman nahelegen. Man sollte allerdings auch den ersten Teil gelesen haben.

Ansonsten bleibt nur zu sagen: Brandon Mull versteht sein Handwerk, und ich hoffe, dass bald der nächste Teil erscheinen wird.

_Autor_

Der internationale Bestsellerautor Brandon Mull hat schon von Kindheit an davon geträumt, eines Tages ein erfolgreicher Schriftsteller zu sein – ein Traum, der sich bereits mit der Veröffentlichung seines Debütromans erfüllt hat. Sechs Monate nach Erscheinen der amerikanischen Ausgabe von „Fabelheim“ konnte er seinen Angestellten-Job an den Nagel hängen und widmet sich seither ausschließlich dem Schreiben. Mull lebt mit seiner Frau und seinen drei Kindern in einem friedlichen kleinen Tal, unweit der Mündung eines Canyons. (Verlagsinfo)

|Taschenbuch: 448 Seiten
Originaltitel: Rise of the Evening Star
Aus dem Englischen von Hans Link
ISBN-13: 978-3764530358|
[www.randomhouse.de/penhaligon]http://www.randomhouse.de/penhaligon

_Nadine Warnke_

Bradley, Alan – Mord im Gurkenbeet (Flavia de Luce 1)

Es gleicht schon einer Sensation, was Alan Bradley mit seinem ersten Roman auf die Beine gestellt hat. Bereits vor Erscheinen des Buches wurde „Flavia de Luce – Mord im Gurkenbeet“ mit dem renommierten Dagger Award für das beste Krimidebüt geehrt – und das lediglich auf der Basis des ersten Kapitels, da der Roman zum Zeitpunkt der Preisverleihung noch gar nicht fertiggestellt war. Das sind reichlich Vorschusslorbeeren, die zwar einerseits dafür sorgen, dass man seine Erwartungen nicht unbedingt tief stapelt, andererseits schwingt bei so viel Lobhudelei aber auch immer eine gewisse Skepsis mit. Kann „Flavia de Luce“ all die Erwartungen halten, die man in den Roman steckt?

_England, Anfang_ der 50er Jahre. Die elfjährige Flavia de Luce lebt zusammen mit ihren beiden älteren Schwestern Ophelia und Daphne und ihrem Vater auf dem altehrwürdigen Herrensitz Buckshaw. Flavia ist Hobbychemikerin und verbringt einen Großteil ihrer Zeit im Labor, das einer ihrer Vorfahren auf Buckshaw eingerichtet hat. Flavias große Leidenschaft gilt dabei Giften aller Art.

Dieses Wissen ist ihr unverhofft von Nutzen, als sie eines Morgens in aller Frühe im Gurkenbeet eine Leiche entdeckt. Jeder hält Flavias Vater für den Mörder und auch Flavia selbst kann sich von diesem Verdacht nicht ganz befreien, hat sie doch Abends vorher ihren Vater und den Toten lauthals streiten hören. Doch Flavia will an die Unschuld ihres Vaters glauben und stellt kurzerhand eigene Ermittlungen an.

Auf ihre kindlich unschuldige Art fragt sie allen Beteiligten und Zeugen Löcher in den Bauch, recherchiert in der örtlichen Bibliothek und durchsucht das Zimmer des Mordopfers. Sie folgt hartnäckig jeder noch so kleinen Spur und zieht in ihrer messerscharfen, rationalen Art so klare Schlussfolgerungen, dass der ermittelnde Inspektor Hewitt eigentlich vor Neid blass werden müsste.

Ihre Ermittlungen bringen Flavia auf die Spur eines alten Geheimnisses, in das auch ihr Vater verwickelt zu sein scheint. Als Flavia dann der Wahrheit ein gutes Stück näher kommt, wird es auch schon bald brenzlig für die junge Nachwuchsdetektivin …

_Die großen Erwartungen_ an „Flavia de Luce – Mord im Gurkenbeet“ sind nicht unberechtigt. Alan Bradleys Debütroman ist in der Tat eine Bereicherung für das Genre. Natürlich erfindet Bradley nicht das Rad neu, aber mit Flavia de Luce hat er eine Titelheldin geschaffen, die vom Fleck weg sympathisch ist und in ihrer präzisen und hartnäckigen Ermittlungsarbeit und ihren messerscharfen Schlussfolgerungen ein jugendliches Detektivtrio wie die Drei ??? ganz schön alt aussehen lässt.

Flavia de Luce wirkt in ihrer kindlich unschuldigen Neugier wie eine junge Miss Marple – nur, dass sie obendrein noch eine begnadete Chemikerin ist. Raffiniert setzt Flavia sich auf ihre ganz eigene Art mit ihren Schwestern und deren ständigen Versuchen sie zu Schikanieren auseinander. Da mischt sie der großen Schwester auch schon mal Gift in den innig geliebten Lippenstift und dokumentiert die Ergebnisse dieses Versuchs mit wissenschaftlicher Präzision in ihrem Tagebuch.

Flavia ist eine Außenseiterin. Freunde scheint sie keine zu haben. Ihre beste Freundin ist Gladys, ihr Fahrrad. Ihr Lieblingsort ist ihr Labor. Flavia macht einen schrägen, etwas verschrobenen Eindruck. Im Vergleich zu ihren Schwestern schlägt sie etwas aus der Art, aber genau das macht sie so herrlich sympathisch. Man braucht keine zehn Seiten, um sie zu mögen.

Und so ist es insbesondere auch Flavias Art und ihre Sicht der Welt, die für das besondere Lesevergnügen sorgt. Gewitzt und ironisch erzählt Bradley von Flavias Ermittlungen und es ist eben auch der schräge Kontrast der Giftmischerin, die sich hinter der unschuldigen, kindlichen Fassade verbirgt, der den Charme der Geschichte ausmacht.

Der Fall entwickelt sich dabei durchaus spannend. Flavia sammelt eifrig Aussagen und Indizien und kommt schon bald auf die Spur der wahren Hintergründe der Tat. Doch Flavias Ermittlungen dienen nicht nur dazu ein Verbrechen aufzuklären, sie sorgen auch für eine ganz ungewohnte Nähe zwischen Vater und Tochter in einem ansonsten eher unterkühlten Familienleben.

Der Vater, Colonel de Luce, weiß nach dem Tod seiner Frau nicht so Recht etwas mit den drei Töchtern anzufangen. Um das Wohlergehen der Kinder scheint sich eher die Haushälterin Mrs. Mullet zu kümmern, während der Vater sich lieber im Arbeitszimmer hinter seiner Briefmarkensammlung verschanzt. Erst durch die Ermittlungen kommt Flavia ihrem Vater überhaupt einmal ein Stückchen näher und so erzählt „Mord im Gurkenbeet“ ein Stück weit auch eine tragische Familiengeschichte im Spiegel ihrer Zeit.

Alan Bradley hat mit seinem Romandebüt einen hochgradig unterhaltsamen Krimi abgeliefert, der sich flott und spannend herunter liest. Flavia ist seit Langem die sympathischste Krimiheldin, die mir untergekommen ist, und mit seiner gewitzten, ironischen Art die Geschichte zu erzählen, bewegt Alan Bradley sich nicht all zu streng innerhalb der Grenzen des Genres. Zum Ende hin entwickelt der Plot gar noch einiges an Dramatik, als Flavia im Showdown dem Mörder gegenüber steht.

_Alles in Allem_ ist „Flavia de Luce – Mord im Gurkenbeet“ ein herausragendes Lesevergnügen. Alan Bradley hat die Vorschusslorbeeren auf seinen Roman nicht ohne Grund geerntet. Flavia ist eine Titelheldin, die vom Fleck weg sympathisch ist und durch ihre hartnäckige Ermittlungsarbeit und ihre messerscharfe Kombinationsgabe begeistert. „Mord im Gurkenbeet“ ist spannend, schräg, gewitzt und hochgradig unterhaltsam und fährt damit eine stimmige Mischung auf, die zu überzeugen weiß.

|Gebundene Ausgabe: 384 Seiten
ISBN-13: 978-3764530273|
Originaltitel: |The Sweetness at the Bottom of the Pie|
Aus dem Englischen von Gerald Jung, Katharina Orgaß